Barrierefreiheit: Digitale Infos für alle

istockphoto © j_aija

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Ob Zeitung lesen, Infos nachschlagen oder Bankgeschäfte abwickeln –  unser Leben spielt sich heute schon zu einem großen Teil online ab. Damit davon niemand ausgeschlossen wird, ist es wichtig, für einen barrierefreien Zugang zu Internetseiten zu sorgen.

Aber was genau versteht man eigentlich unter „Barrierefreiheit“?

„Barrierefreiheit im Web“ – im Englischen „Accessibility“ –  bedeutet, dass bei der Gestaltung von Webseiten darauf Bedacht genommen wird, dass diese von allen Usern unabhängig von körperlichen oder technischen Möglichkeiten uneingeschränkt (barrierefrei) genutzt werden können.

Webseiten barrierefrei zu gestalten, bedeutet nicht nur, den Inhalt für Menschen mit Seheinschränkungen zur Verfügung zu stellen, sondern auch für jene, die auditive, körperliche, sprachliche, kognitive oder neurologische Probleme haben.

Aber es profitieren auch Menschen ohne Behinderung, denn Accessibility bringt Flexibilität und trägt den unterschiedlichen Bedürfnissen und Situationen von Menschen Rechnung wie z.B. einer langsamen Internet-Verbindung oder vorübergehenden Einschränkungen wie einer gebrochenen Hand.

Quelle: Statistik Austria – Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007 (ab 15 Jahre), hochgerechnet auf 6,9 Mio. Personen

Quelle: Statistik Austria – Österreichische Gesundheitsbefragung 2006/2007 (ab 15 Jahre), hochgerechnet auf 6,9 Mio. Personen

Quelle: ANED (Academic Network of European Disability Experts), anhand EU-SILC-Erhebung von 2010 (ab 16 Jahre), Stichprobe aus 27 EU-Mitgliedstaaten

Quelle: ANED (Academic Network of European Disability Experts), anhand EU-SILC-Erhebung von 2010 (ab 16 Jahre), Stichprobe aus 27 EU-Mitgliedstaaten

Barrierefreiheit auch für Google

Ein weiterer Aspekt, der für die barrierefreie Gestaltung einer Website spricht, ist, dass Google quasi als „blinder“ User angesehen werden kann.Viele Aspekte der Barrierefreiheit überschneiden sich auch mit der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Das heißt, wenn die Website den WCAG 2.0-Kriterien entspricht, ist sie auch leichter für Google auffindbar.

Was ist WCAG 2.0?

WCAG steht für „Web Content Accessibility Guidelines“ –  auf Deutsch: „Richtlinien für barrierefreie Webinhalte“. Dieser Standard, der von ISO und IEC übernommen wurde, beinhaltet Empfehlungen, wie man seine Website für Menschen mit Behinderung am besten optimieren kann.

WCAG 2.0 besteht aus zwölf Richtlinien, die in vier Prinzipienzusammengefasst werden können.  Für jede Richtlinie gibt es Erfolgskriterien, die in drei  Konformitätsstufen unterteilt sind.

Vier Prinzipien: 

  • Prinzip 1: Wahrnehmbar
    Informationen und Bestandteile müssen für jeden wahrnehmbar gestaltet werden. In diesem Zusammenhang muss berücksichtig werden, dass z.B. ein Gehörloser keine Audio-Clips hören und ein blinder Mensch keine Bilder sehen kann.
  • Prinzip 2: Bedienbar
    Bestandteile und Navigation müssen für jeden bedienbar sein. Es gibt z.B. Internetnutzer, die keine Maus verwenden können und stattdessen eine Tastatur benutzen. Auch diese sollen auf der Website navigieren können.
  • Prinzip 3: Verständlich
    Informationen und Bedienung einer Website müssen verständlich sein. Dafür ist eine klare Struktur nötig, und sämtliche Texte sollen möglichst einfach gehalten sein.
  • Prinzip 4: Robust
    Inhalte müssen robust sein, sodass Benutzer mit verschiedenen Browsern und Hilfsprogrammen auf die Website zugreifen können.

Komformitätsstufen:

Damit klassifiziert werden kann, in welchem Ausmaß die einzelnen Prinzipien bei der Gestaltung einer Website berücksichtig wurden, gibt es folgende Konfromitätsstufen:

  • Level A (niedrigste)
  • Level AA
  • Level AAA (höchste)

Ist meine Website barrierefrei?

Mit dem Tool AChecker kann man realtiv einfach überprüfen, wie weit eine Website den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 entspricht.

http://achecker.ca/checker/index.php

http://achecker.ca/checker/index.php

Wie optimiere ich meine Website?

Website-Spezialisten sollten Ihnen zu diesem Thema Auskunft geben können. Ist das bei einem Designer nicht der Fall, ist Vorsicht angesagt. Barrierefreiheit ist längst schon State of the Art.

Im Rahmen des SEO-Checks bietet auch der HEROLD entsprechende Beratung an. Mehr Info

kümmert sich mit Mottos wie „Ranking gut, alles gut!“ oder „Erst das SEO, dann das Vergnügen!“ um die Suchmaschinenoptimierung von HEROLD.at und HEROLD mobile. In ihrer Freizeit ist sie auch mal gerne außerhalb des World Wide Webs unterwegs und erkundet die Welt.