Ist Ihr Passwort leicht zu knacken? Tipps für mehr Sicherheit

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Ein paar Tipps, was Sie in Sachen Passwort alles beachten sollten

Es ist oftmals schon erschreckend, wie sorglos manche Menschen in der digitalen Welt mit dem Thema Passwort umgehen. Mit einem Blick auf die beiden am häufigst genutzten Kennwörter – „123456“ und „password“ – ist das wahrlich ein Kinderspiel für Hacker. Darüber sollte man im Beruf und im Privatleben nachdenken. Und während wir nun beim Nachdenken sind, hier ein paar Tipps, damit Ihr Passwort nicht so leicht zu knacken ist.

Achtung: Ein paar Services haben – unverständlicherweise – Vorgaben für Kennwörter. Beschränkt in der Länge und / oder in der Verwendung von Zeichen. Da muss man sich leider beugen, wenn man auf den jeweiligen Service nicht verzichten will.

Tipp #1: Einen Passwort-Generator verwenden

Damit man sich nicht immer selbst den Kopf über ein starkes Passwort zerbrechen muss, stehen eine Fülle an Passwort-Generatoren bereit – beispielsweise passwort-generator.org. Da gibt man einfach die gewünschte Länge und die zu verwendeten Zeichen ein, und schon wird ein zufälliges Passwort erstellt.

Tipp #2: Eine Kennwort-App mit Verschlüsselung verwenden

Ich verwende am Notebook eine Passwort-App, wo verschlüsselt und gesichert alle meine Passwörter abgelegt sind. Zum automatischen Ausfüllen der Login-Seiten im Browser. Super bequem und ganz einfach in der Bedienung – man muss sich lediglich ein einziges Haupt-Passwort merken.

Solche Apps gibt’s nicht nur fürs Notebook, sondern auch für Tablets und Smartphones. Auf Wunsch und bei Vertrauen mit Synchronisation der Daten über die Cloud.

Vier Beispiele für solche Apps:

1Password
Locko
SafeWallet
KeePass

Aber es gibt da noch jede Menge anderer Anbieter für die gängigen Betriebssysteme.
P.S.: Ich verwende seit einigen Jahren 1Password.

Tipp #3: Keine Wörter verwenden, die man leicht erraten kann

Alle Wörter, die im Wörterbuch stehen, sind gleich wieder zu vergessen. Auch Namen vom Ehepartner, den Kindern und Haustieren sind keine gute Idee. Besser sind Kunstwörter, zusammengesetzte Wörter. Bestehend aus Buchstaben (in Groß- und Kleinschreibung), aus Zahlen und Sonderzeichen. Bunt gemischt.
Zusatztipp:  Immer unterschiedliche Zeichen verwenden und keine Wiederholungen.

Tipp #4: Je länger das Kennwort, desto besser

Je länger das Kennwort ist, desto schwieriger ist es zu zu knacken. Aber natürlich auch schwerer zu merken. Zwei Anregungen: Entweder Tipp #2 nutzen oder auf Tipp #7 warten.
Zusatztipp: Passwörter nicht unter die Tastatur kleben, niemandem erzählen und nicht irgendwo sonst in Klarschrift notieren!

Tipp #5: Regelmäßig ändern

Je wichtiger die Daten, desto öfters würde ich das Passwort wechseln. Den Zeitpunkt kann man selbst je nach Wichtigkeit festlegen.

Tipp #6: Aufpassen beim Eingeben von Passwörter

Beim Eingeben eines Passwort sollte man aufpassen, dass niemand zusieht. Beispielsweise mit einem Blick über die Schulter. Bei Unsicherheit oder Verdacht: Passwort ändern!

Tipp #7: Unterschiedliche Kennwörter für die verschiedenen Konten

Ich verwende für jedes Service ein eigenes Kennwort. Da bei mir sowieso alle Zugänge in der Passwort-App drinnen sind, brauche ich mir ohnehin nur das Master-Passwort merken. Eine andere Möglichkeit ist das Abwandeln. Man nimmt immer das idente Wort und hängt hinten abgekürzt das Service an. Zum Beispiel „XYQ76maez#$4MAE3-fb“ oder „XYQ76maez#$4MAE3-tw“.

Zusatztipp: Ich verwende für mein Haupt-Kennwort einen Satz, den ich mir merke, aber der trotzdem sicher ist. Ein Beispiel (ist nicht mein Passwort *grins): „Meine Name ist Franz Xaver, geboren 1968, verheiratet mit Hildegard, 7 Kinder, Lieblingsspeise Pizza, 3 Schildkröten“ würde das Passwort „MNiFXg1968vmH7KLP3S“ ergeben.

P.S.: Wie stark ein Passwort ist, kann man beispielsweise bei Microsoft überprüfen lassen.

Was man auch wissen sollte …
Wenn der Anbieter eines Services allerdings fahrlässig oder durch Unwissenheit gehackt wird, dann spielt das alles keine Rolle. Dann gehört das Passwort SOFORT geändert – wenn es nicht schon zu spät ist.

Ich bin seit fast 30 Jahren Journalist & Blogger. Ich bezeichne mich als "Mobilitäts-Kulinarik-Reisenden" und beschäftige mich mit unterschiedlichen Aspekten des mobilen, digitalen und kulinarischen Lebens. Ich publiziere unter pocket.at einen eigenen Blog (Mobility Lounge), liefere individuelle Geschichten an Firmen und agiere für Unternehmen als Wegbegleiter in Sachen Blogs, Produktivität sowie Mobilität.