So wird das Smartphone nicht zur permanenten Ablenkung

 

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Foto: Helmut Hackl

Das Smartphone ist längst zu unserem ständigen Begleiter geworden. Sowohl beruflich als auch privat. Es ist DAS Kommunikationsmittel Nummer #1, ohne das wir nicht mehr leben könnten. Aber: Das Smartphone sorgt auch für reichlich Ablenkung vom Wesentlichen. Das permanente Klingeln, Blinken, Vibrieren stört den produktiven Arbeitsfluss. Wir hören mit einer Sache abrupt auf, um – nur – einen schnellen Blick auf den Bildschirm zu werfen. Wir unterbrechen ein persönliches Gespräch, um – nur – rasch nachzusehen, was offenbar nicht ein paar Minuten warten kann. Ein Kreislauf, der aber durchbrochen werden sollte. Denn es leiden die Produktivität, die Konzentration, die Arbeitsleistung, die Aufmerksamkeit. Ganz schön stressig, oder?

Ich habe fünf Anregungen zusammengestellt, die dafür sorgen können, dass das Smartphone nicht zur permanenten Ablenkung wird, sondern ein produktives Werkzeug im Arbeitsleben bleibt. Damit weiterhin wir die Kontrolle über das Smartphone haben und nicht umgekehrt.

 

So wird aus dem Smartphone ein produktives Werkzeug!

1. Das Smartphone auf Lautlos stellen!

Die erste Anregung ist eine ganz simple: Während produktiver Arbeitsphasen, Besprechungen, Terminen das Smartphone auf Lautlos stellen und mit dem Bildschirm nach unten legen! Kein Läuten, keine Vibration, keine blinkende LED. Damit wird die Versuchung, „eh nur schnell nachzusehen“ minimiert. E-Mail, SMS, Twitter, Facebook, WhatsApp & Co. können in dieser Zeit warten.

Tipp: Gezielt nachsehen, wenn Zeit ist! Und – bei Bedarf – antworten oder zurückrufen. Im Laufe der Zeit kommt dann automatisch das Gefühl der Notwendigkeit.

2. Die Push-Benachrichtigungen deaktivieren!

Push-Benachrichtigungen sind eine feine Sache. Sie können aber auch extrem nerven. Siehe Punkt #1. Daher als Tipp auch hier: Abdrehen und gezielt nachsehen, wenn Zeit ist! So schnell verpasst man nichts.

Zusatztipp: Es kann effizienter sein, wenn man E-Mails nicht einzeln, sondern gesammelt beantwortet. Aber: Ausnahmen bestätigen die Regel. Einmal Ausprobieren kann nicht schaden, um ein Gefühl zu bekommen, was für einen persönlich effizienter ist.

3. Die genutzten Services auf Notwendigkeit einschränken!

Am Beispiel Messenger: Da bekomme ich dauernd Einladungen von Freunden / Bekannten / Kunden diesen oder jenen Messenger zu verwenden. Irgendjemand wird immer etwas Neues entdecken. Ich habe mich für zwei Dienste entschieden. Es würde aber vermutlich auch ein einziger Messenger genügen. Nämlich der, den der Großteil der Kontakte verwendet.

4. Regelmäßig die Apps am Smartphone überprüfen!

Ich sehe mir einmal pro Monat an, welche Apps ich am Smartphone oben habe, wie ich sie verwende, ob ich sie überhaupt (noch) brauche. Das hilft bei der Konzentration aufs Wesentliche.

5. Das Smartphone nicht als Ersatz für die Armbanduhr verwenden!

Ich habe vor einigen Monaten aufgehört, das Smartphone als Uhr zu verwenden. Damit vermeide ich jeden Tag dutzende Blicke aufs Smartphone. Denn wenn ich am Smartphone die Uhrzeit ablese, werfe ich automatisch auch schnell einen Blick auf die Benachrichtigungen.

Hinweis: Aber jetzt nicht an eine Smartwatch denken! Denn damit würde der „Stress“ lediglich an einen anderen Ort umsiedeln.

Lesetipp: 5 Techniken, um die Produktivität zu steigern

Ein privater Zusatztipp:

Fürs Privatleben habe ich noch einen Extratipp: Ich lasse manchmal das Smartphone überhaupt daheim, wenn ich spazieren gehe, wenn ich mich mit Freunden treffe. Sehr entspannend!

Ich bin seit fast 30 Jahren Journalist & Blogger. Ich bezeichne mich als "Mobilitäts-Kulinarik-Reisenden" und beschäftige mich mit unterschiedlichen Aspekten des mobilen, digitalen und kulinarischen Lebens. Ich publiziere unter pocket.at einen eigenen Blog (Mobility Lounge), liefere individuelle Geschichten an Firmen und agiere für Unternehmen als Wegbegleiter in Sachen Blogs, Produktivität sowie Mobilität.