Wenn der Chef eine Freundschaftsanfrage auf Facebook schickt

istockphoto © Bojan Kontrec

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Für viele Personen gehört Facebook bereits zum Alltag: In der Früh mit dem Smartphone die Neuigkeiten der Freunde abrufen, in der Mittagspause mit dem einen oder anderen online chatten oder als kleinen Zeitvertreib zwischendurch eines der unzähligen Facebook-Spiele spielen. Aber eine Situation bringt selbst die geübtesten Facebooker zum Grübeln: „Was tun, wenn der Chef eine Freundschaftsanfrage auf Facebook schickt?“

Um diese Entscheidung treffen zu können, sollte man wissen, welche Möglichkeiten Facebook bietet. Durch dieses soziale Netzwerk kann man seinen Freunden einen umfangreichen Einblick in sein Privatleben geben: persönliche Fotos, Familienmitglieder, Urlaubsplanung, Veranstaltungen und viele andere Dinge werden auf Facebook öffentlich gemacht. Gerade aus diesem Grund überlegen sich viele Menschen genau, ob sie auf Facebook auch mit ihrem Chef befreundet sein wollen oder nicht.

Wie man mit dieser Anfrage umgeht, hängt in erster Linie von der Beziehungsart zum Chef und von der Unternehmenskultur ab. Wenn man sich in der Arbeit gut mit seinem Chef versteht und auch in den Pausen über private Themen spricht, steht einer Facebook-Freundschaft nicht viel im Weg und es spricht also nichts dagegen, die Anfrage anzunehmen.

Welche Möglichkeiten gibt es darüber hinaus, wie man in dieser Situation reagieren könnte?

  • Die Anfrage ignorieren und weder „bestätigen“ noch „ablehnen“ klicken.
  • Die Anfrage ablehnen.
  • Ein persönliches Gespräch mit dem Chef führen und ihm darlegen, dass man seine Facebook-Identität für rein private Zwecke nützt und diese daher von beruflichen Kontakten trennen will.
  • Die Anfrage annehmen, jedoch die Sicherheitseinstellungen auf Facebook so ändern, dass der Chef nur eingeschränkten Zugriff auf das Profil erhält.

Die Änderung der Einstellungen kann sehr hilfreich sein, um diese unangenehme Situation ohne ein persönliches Gespräch oder eine Kränkung zu lösen.

Die folgenden zwei Screenshots zeigen Ihnen, wie man eine Person einer Gruppe zuordnet bzw. wie man Statusnachrichten vor einer einzelnen Person verbergen kann:

  1. Privatsphäre-Einstellungen: „Wer kann deine zukünftigen Beiträge sehen?“
  2. Den Menüpunkt „Benutzerdefiniert“ auswählen! Danach öffnet sich ein neues Fenster, wo man festlegen kann, ob  zukünftigen Statusnachrichten nur einer bestimmten Auswahl an Personen angezeigt werden  oder man diese mit einer oder mehreren Personen bzw. Gruppen („Arbeitskollegen“) nicht teilen will.
    c Facebook

    c Facebook

    c Facebook

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    Aber auch von Seiten des Vorgesetzten sollte das Thema „Freundschaftsanfragen einem Angestellten schicken“ mit einer gewissen Sensibilität behandelt werden. Wenn Sie in einer Führungsposition sind, sollten Sie sich im Vorhinein überlegen, ob Sie durch eine Freundschaftsanfrage Ihren Angestellten in eine unangenehme Situation bringen.

    Zusammenfassend ist zu sagen, dass soziale Netzwerke viele Möglichkeiten bieten, jedoch auch sehr viele Offenbarungen über das Privatleben beinhalten. Daher muss jeder für sich selbst den besten Weg finden, inwieweit man Beruf- und Privatleben auf Facebook trennt oder miteinander verbindet.

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