Native Ads – natürlich in Social Media werben

Facebook Native Ads

Foto: Shutterstock, Denys Prykhodov

 

Die menschliche Komponente in klassischen Werbesujets – Durch Authentizität zu Klicks & Conversion.

Native Ads, Werben im bekannten Umfeld, sind Werbeformen im Internet und auf Social Media, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen, weil sie authentischer, ehrlicher und weniger aufdringlich wirken als herkömmliche Werbesujets und so ganz einfach die Aufmerksamkeit der User erlangen. Was im Print-Segment schon seit Jahren praktiziert wird, kann sich in den letzten Jahren auch im Bereich der Online-Medien immer stärker behaupten. Sogenannte Advertorials passen sich vom Umfang, Erscheinungsbild und Wording an das restliche Medium an und sind daher kaum als Werbung im herkömmlichen Sinn erkennbar, lediglich die verpflichtende Kennzeichnung lässt auf den bezahlten Inhalt schließen. Wird diese Werbeform missbraucht, hat der Leser kaum eine Chance den Artikel als Native Ad zu erkennen.

 

Wie im echten Leben

Produkte aus einem Flugblatt nehmen und auf Facebook platzieren ist kosteneffizient, bietet aber nicht die beste Werbemöglichkeit, denn in dem Sozialen Netzwerk geht es vorrangig um Relevanz und Kontext.

Eine normale Werbeanzeige in Social Media unterscheidet sich nicht von denen in anderen Medien. Meist ist es ein Sujet im Plakatstil, das Grafik und Fotografie beinhaltet. Sogenannte Native Ads unterscheiden sich hier ganz klar in der Gestaltung. Gerade im Retail-Bereich setzen die Unternehmen anstelle von Freistellern mit neutralem Hintergrund auf Charakter, indem sie Menschen zeigen, die mit dem zu bewerbenden Produkt in ihrer natürlichen Umgebung interagieren. Die Stimmung, die transportiert wird, wirkt authentisch und der Leser kann sich leichter mit dem gezeigten Inhalt identifizieren. Somit wird der Werbe-Content als natürliches Element im eigenen Social Media-Stream wahrgenommen und trägt zeitgleich wesentlich zur Kaufentscheidung bei.

 

Werben auf Facebook

Im Bereich Online-Werbung haben Facebook-Anzeigen momentan die Nase vorn, vor allem im Bereich der Conversion hängt die Plattform viele Mitbewerber ab. Hierzulande können durch gezielte Werbung täglich bis zu 2,4 Millionen aktive Nutzer erreicht werden, die durchschnittlich bis zu 14 Mal freiwillig ihren Stream ansehen und dabei auf den Content des Unternehmens stoßen. Anzeigekunden erreichen dadurch einen günstigen TKP.

Mittels A/B-Testing, bei dem zwei Gruppen leicht veränderte Sujets gezeigt und deren Reaktionen darauf ausgewertet werden, wurde ermittelt, dass Native Ads auf Facebook eine höhere Reichweite und mehr Klicks generieren als klassische Werbeanzeigen mit Produktfreistellern. Konkret konnte die Conversion-Rate durch die authentische Werbeform um bis zu 66% gesteigert werden, zugleich reduzieren sich aber auch die Kosten pro Conversion um 55%.

Mit dem Launch von Atlas, Facebooks neuem Werbedienst, gewinnt dieser Bereich zusätzlich an Spannung. Dieser macht es möglich, Facebook-NutzerInnen auf Basis ihrer Interessen und sonstigen Profilinformationen auch auf anderen Plattformen zu erreichen und überall, wo es gewünscht wird, gezielte, zielgruppenkonforme Werbung zu schalten. So können Online-Banner mit der Effizienz von Facebook-Ads auch außerhalb eines Sozialen Mediums genutzt werden.

 

Anwendungsgebiet

Die Produktion von Sujets für Native Ads ist sicherlich teurer als die Erstellung von Freistellern, denn es muss das gewünschte Setting für ein Fotoshooting aufgebaut werden, bei dem die Menschen mit den Produkten interagieren. Dennoch macht sich dieser anfängliche Mehraufwand für den Content auf Basis der hervorragenden Ergebnisse bezahlt. Auch die Facebook-Richtlinien spielen den Ball in die Hände der Native Ads: Nur 20% eines Bildes, das mit Ads unterstützt werden soll, dürfen mit Text befüllt sein. Dies macht die klassische Werbeform mit Slogans, Preisangaben und Firmenlogo fast unmöglich und spricht zunehmend für die neue, „native” Werbeform. Aufgrund der notwendigen Vorlaufzeit werden Native Ads allerdings eher bei speziellen Fokuskampagnen eingesetzt.

Die Kernfrage im Marketing lautet: Wie und wo erreiche ich jetzt und in Zukunft mein Zielpublikum? Derzeit deutet alles auf Social Media Kanäle hin, denn neusten Auswertungen zufolge sind 93% aller Einkäufe von den Sozialen Netzwerken beeinflusst und ca. 90% aller Konsumenten vertrauen den dortigen Empfehlungen. Wer hier authentische Werbung platziert, mit der sich die User identifizieren können, hat die besten Chancen auf hohe Verkaufszahlen.

Vor einigen Jahren stolperte die Dame von der Architektur in die Online-Welt und fühlt sich seitdem in dieser heimisch. Mika ist Social Media & Online Redakteurin und betreibt nebenher einen eigenen Blog sowie ein Online Magazin. Die inflationäre Verwendung diverser Social Media Kanäle ist natürlich inklusive.

1 Comment

  • Antworten August 13, 2017

    Achim Sedelmaier

    Social Media Advertising ist im Online-Marketing kaum mehr wegzudenken. Nicht nur, dass Werbung selbst zielgruppengesteuert werden kann, auch bei der Findung der eigenen Zielgruppe hilft z.B.: Facebook enorm. Durch die Schaltung von mehreren Werbeanzeigen gleichzeitig, mit verschiedenen Zielgruppen, kann man seine Zielgruppe immer genauer bestimmen.
    LG Achim Sedelmaier, Chief Information Officer, Agentur Koralle | Social Media & Public Relations http://www.agenturkoralle.at

Leave a Reply