Location-based Advertising: 7 Tipps für standortbasierte Werbung

„Digitales Durlach“. Die Hochschule der Medien in Stuttgart und Gelbe Seiten untersuchten mit einem deutschlandweit bisher einzigartigen Pilotprojekt, wie standortbasierte Werbung eine Chance für lokale und kleine Händler sein kann, sich gegen den stetig wachsenden E-Commerce zu behaupten und junge Verbraucher in die Läden zu ziehen. Die folgenden 7 Tipps ließen sich daraus ableiten:

 

1. Kunden lieben Informationen. Geben Sie sie Ihnen!

Es ist nicht nur wichtig, die richtigen Angebote zu finden, sondern auch die Informationen drum herum. Bieten Sie etwas Originelles an, das gilt für Inhalte ebenso wie für Funktionen und Zusatzleistungen. Einige unserer zufriedensten Händler hatten beratungsintensive Produkte und haben mit ihren Informationen gepunktet.

 

2. Erklären Sie den Mehrwert, das überzeugt auch Skeptiker!

Foto: Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft, Pixelgrün

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Mehrwert schlägt Bedenken. Was heißt das für Sie? Skeptische Kunden machen mit, wenn Sie sich die Zeit nehmen und genau erklären, was dahinter steckt. Vergessen Sie dabei nicht, Ihren Kunden echte Mehrwerte zu liefern. Ein einfacher Rabatt ist für viele nicht mehr ausreichend. Die Kunden erwarten stattdessen Erlebnisse und spielerische Interaktionsformen.

 

3. Haben Sie keine Angst vor Push-Nachrichten!

Foto: Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft, Pixelgrün

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Laut Statista nutzen 46 Millionen Menschen Smartphones in Deutschland. Die Konsumenten beherrschen ihre Notifications und können die für sie relevanten Informationen einordnen. Spam ist nur was nicht relevant ist. Am Anfang befinden Sie sich in einer Testphase. Haben Sie keine Panik vor Anfangsschwierigkeiten. Wer Maßnahmen erst dann ergreift, wenn alle anderen sie längst nutzen, verpasst den entscheidenden Innovationsvorsprung. Deswegen: Trauen Sie sich und wagen Sie Neues!

 

4. Bewerben Sie Location-based Advertising auch an Ihrem Geschäft!

Foto: Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft, Pixelgrün

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Multi-Channel kann jeder, auch Sie. Sammeln Sie erste Erfahrungen mit Coupons und besonderen Willkommensangeboten! Seien sie dabei nicht nur virtuell aktiv, bewerben Sie an und in Ihrem Geschäft was mobil geboten wird! So bauen sie einerseits Reichweite auf. Andererseits können Sie aus Laufkundschaft, Wiederkehrer und Stammkunden machen. Idealerweise reichern diese Ihre Angebote beispielsweise mit weiteren Ideen an.

 

5. Setzen Sie auf Handy-Ortung.

Die Technik ist zweitrangig. Die traditionelle Handyortung mit GPS, Zellortung und WLAN reichen meist aus. Legen Sie den genauen Radius fest, in dem Sie Ihre Kunden ansprechen und auf sich aufmerksam machen wollen. Mit den ersten Tests bekommen Sie als Händler ein Gefühl, wann Sie wen erreichen, was es zu optimieren gilt bei Ihrem Angebot und welche Zeit möglicherweise die richtige ist.

 

6. Betonen Sie Ihre lokale Verankerung.

Foto: Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft, Pixelgrün

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Buy Local kommt an. Lokales Einkaufen wird immer mehr zum Trend. Immer mehr Kunden suchen bewusst nach guten Angeboten aus der Region. Sie wollen ihr Geld bewusst in der Region ausgeben. Nutzen Sie das und spielen Sie Ihre lokale Karte. Sprechen Sie Ihre Kunden an, binden Sie sie mit ein und sie werden Sie bei Ihren Vorhaben gerne unterstützen.

 

 7. Gute Geschichten bringen Kunden.

Foto: Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft, Pixelgrün

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Erzählen sie Ihre Geschichte kreativ und bleiben Sie authentisch dabei! Billigen Kaffee bietet auch McDonald‘s, dahingegen gibt es Kaffee im Italian-Style an der Bar bei Ihnen. Setzen Sie sich bewusst ab von der Masse und sprechen Sie über die kleinen Dinge. Aber: Machen Sie nichts, was Ihnen nicht liegt oder wovon Sie nicht überzeugt sind.

Fazit: Was können Sie als Händler mit den Tipps anfangen? Den ersten Schritt wagen, testen, ausprobieren und das auch genau so erzählen. Lokale Nähe ist Ihre Chance und unglaublich wertvoll. Setzen Sie darauf und machen Sie auf sich aufmerksam. Sprechen Sie mit Ihren Kunden über Ihre Angebote und holen Sie sich direktes Feedback. Sie werden feststellen, wie offen Ihre Kunden dafür sind.

Der Artikel ist in Zusammenarbeit mit Dr. Jürgen Seitz , Professor für Marketing, Medien und die Digitale Wirtschaft an der Hochschule der Medien in Stuttgart, entstanden.

 

 

Stephan Theiß war schon vor Abschluss seines Diplomstudiums zum Wirtschaftsinformatiker im Jahr 2002 als Unternehmer am Aufbau der Software- und Internetfirmen Surfsite OHG und ATBIT Bremer Innovations- und Technologie GmbH beteiligt. Seit April 2011 ist er Geschäftsführer der Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft mbH und verantwortlich, die Markenbekanntheit und Digitalisierung, insbesondere im Bereich Mobile, auszubauen. Ziel ist es, die Marke nachhaltig zu sichern und den wirtschaftlichen Nutzen zu erhöhen. Vorher leitete er mehrere Jahre das Produktmanagement der 1&1 Internet AG und baute dort das Geschäftsfeld Mobile auf.