Die Website als bester Verkäufer: Erfolgsfaktor Content

istockphoto © bagiuiani

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Mehr als die Hälfte der Internetnutzer in Österreich suchen regelmäßig nach Anbietern von Produkten und Dienstleistungen im Internet.*  Für Unternehmen eröffnet sich dadurch eine hervorragende Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen, vorausgesetzt sie sind online gut vertreten. Der Weg zu einem professionellen Webauftritt führt im ersten Schritt über eine Unternehmenswebsite. Doch schon hier trennt sich die Spreu vom Weizen, viele Websites erfüllen die wichtigsten Bedingungen, um wirklich gute Arbeit für das Unternehmen zu leisten, einfach nicht.

In unserer Reihe „Die Website als bester Verkäufer“ stellen wir ab sofort einige der wesentlichsten Erfolgsfaktoren für Internetseiten vor. Zu Beginn widmen wir uns dem Thema Content, der neben Design und Struktur darüber entscheidet, ob User auf der Seite verweilen oder sie gleich wieder verlassen. Zum Content zählen neben Texten z.B. auch Bilder und Videos.

Die Auswahl der Inhalte sollte immer auf die Zielgruppe abgestimmt sein. Denn Seitenbetreiber haben im Durchschnitt nur wenige Sekunden Zeit, um das Interesse eines Users zu wecken. Wichtig ist dabei Content anzubieten, der gut strukturiert, leicht zu erfassen und für potenzielle Kunden tatsächlich relevant ist.

Texte
Beim Verfassen von Texten gilt es einiges zu beachten. Einer der gängigsten Fehler ist es, Print-Texte aus z.B. Foldern einfach ins Internet zu übertragen. Das Leseverhalten am Bildschirm unterscheidet sich von dem auf Papier gravierend. Am Monitor lesen wir nicht nur um ca. 25 % langsamer, die amerikanische Nielsen Norman Group hat bei einer Studie herausgefunden, dass nur ein Sechstel aller Probanden einen Text am Screen Satz für Satz liest. Tatsächlich werden die Inhalte nach einem F-Muster überflogen.** Wie macht man Texte also für den User möglichst leicht erfassbar?

Schreibstil
Durch die geringe Lesebereitschaft am Bildschirm müssen Inhalte für die Zielgruppe relevant und schnell erfassbar sein. Daher ist es wichtig, die Sätze möglichst kurz zu halten und verständlich zu formulieren.
Dient die Webseite zur Verkaufsunterstützung, sollte das auch beim Verfassen der Texte berücksichtigt werden. So wie im direkten Kundengespräch, muss auch im Internet auf eine direkte und persönliche Ansprache geachtet werden. Auch die Vorteile der Produkte oder Dienstleistungen sollen klar kommuniziert und auf den ersten Blick erfassbar sein.

Struktur
Weil das Lesen von Texten am Bildschirm mühsam ist, versuchen User die Inhalte zu überfliegen und nach Ansatzpunkten wie Aufzählungspunkten, Schlüsselwörtern, etc. zu suchen. Aus diesem Grund ist es notwendig, Inhalte richtig zu strukturieren und mit Absätzen, Hervorhebungen, Überschriften und Bullet Points zu arbeiten. Das Interesse des Users weckt man am ehesten, indem die wichtigsten Aussagen an den Anfang gesetzt werden.

Suchmaschinenoptimierung
Damit eine Website auf Google in den Suchergebnislisten aufscheint, muss sie entsprechend optimiert werden. Zu einem besseren Ranking tragen unter anderem auch die Texte einer Seite bei. Dabei muss man vorab die wichtigsten Keywords festlegen und sie anschließend beim Schreiben in einem bestimmten Verhältnis einbinden. Übermäßig optimierte Texte sind für den User oft unkomfortabel zu lesen. Daher sollte immer auf ein Gleichgewicht zwischen Keyworddichte und Usability geachtet werden.

Videos
Warum Videos ein effizientes Marketing-Tool sind, haben wir bereits im letzten Blog Post behandelt. Sie helfen dabei, Produkte und Dienstleistungen noch besser zu präsentieren und verbessern auf Webseiten nachweislich die Conversion-Rate. Durch die Kombination aus Bild und Ton fühlen sich User besonders angesprochen und gut beraten. Wichtig ist es auf die Platzierung des Videos zu achten. Sie sollten mit den übrigen Inhalten der Seite im Zusammenhang stehen und diese ergänzen, nicht wiederholen. Produktvideos zeigen direkt neben den Produktbildern die beste Wirkung.

Bilder
Bilder dürfen auf keiner Website fehlen. Richtig eingesetzt, können sie die Message unterstützen und Emotionen wecken. Dabei gilt es die passenden Fotos zum Inhalt der Seite zu wählen. Worauf ist noch zu achten?

Eyecatcher
In erster Linie sollen Bilder die Aufmerksamkeit und das Interesse des Users wecken. Im besten Fall schaffen sie einen Anreiz, die Texte auf der Website zu lesen. Besonders gut funktioniert das mit Bildern von schönen Frauen und süßen Kindern. Wer hätte das gedacht! ;-) Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Motive positive Emotionen und Sympathie wecken. Besonders auf der Startseite sollte man diese Wirkung nutzen und stimmungsvolle Bilder einsetzen. Auf Unterseiten hingegen empfiehlt es sich, Bilder zu verwenden, die den Inhalt unterstützen und informieren.

Bilder-SEO
Auch über die Bildersuche auf Google kann man den Traffic auf die eigene Seite steigern. Wie bei den Texten gilt auch hier: Um in den Ergebnislisten aufzuscheinen, müssen Bilder entsprechend optimiert werden. Entscheidend dabei ist die Dateigröße. Ideal sind Bilder, die mindestens 300 x 200 Pixel und maximal 1.280 x 960 Pixel groß sind. Darüber hinaus werden Fotos im Format 4:3 von Google bevorzugt.
Auch der Dateiname spielt eine wichtige Rolle; er sollte mindestens ein Keyword enthalten. Auch der umliegende Text auf der Website wird für das Ranking herangezogen und sollte daher zum Dateinamen passen.

*Quelle: Integral AIM – Austrian Internet Monitor, 1-3/2012
**Quelle: http://www.sueddeutsche.de/kultur/lesen-am-bildschirm-der-freie-fall-der-seh-linie-1.705601

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