Anregungen zur Website Optimierung – aus Sicht eines Besuchers

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Anregungen zur Website Optimierung aus Sicht eines Besuchers

Es gibt tonnenweise Tipps von Experten, wie Unternehmen ihre Websites gestalten sollen. Drehen wir den Spieß doch einmal um und schauen uns ein paar Anregungen zu diesem wichtigen Thema von einer ganz anderen Seite an, nämlich aus der Sicht eines Konsumenten, eines Kunden, eines Interessenten. Also von der allerwichtigsten Person, um die sich alles drehen muss.

Fürs verwendete Gerät optimiert

Ich verwende unterschiedliche Geräte, um Webseiten zu besuchen. Das Notebook, das Tablet, das Smartphone. Daher MUSS die Anzeige auf den jeweiligen Bildschirm optimiert sein. Automatisch ohne Zutun des Besuchers. Das betrifft nicht nur die Startseite, sondern auch ALLE Unterseiten der Website. Ich erlebe allerdings regelmäßig, dass am Smartphone ein Klick auf einen Link dann zur „großen” Seite weiterführt.

Zusatztipp #1: Es ist zwar einerseits lobenswert, wenn die Anzeige für mobile Geräte optimiert ist, andererseits dann aber keine variable Schriftgröße angeboten wird. Wir Interessenten haben nicht alle die Sehschärfe eines Adlers und auch nicht immer unsere Lesebrille griffbereit. Daher auch darauf achten!

Zusatztipp #2: Ich erlebe sehr oft, dass Firmen ihre Website zwar mobil fürs Smartphone optimieren, dann aber die mobile Anzeige unverändert auch aufs Tablet liefern. Das sieht weder gut aus noch erfreut es einen beim Surfen.

Zusatztipp #3: Unbedingt die „normale” Webseite auf einem Tablet ausprobieren, ob sie auch dort via Touch einwandfrei zu bedienen ist.

Eine Menüführung nicht nur für ruhige Hände

Ich bin ein großer Fan von Minimalismus und demnach von einer simplen Menüführung auf Webseiten. Was mich am meisten stört: Eine Menüleiste mit automatisch aufklappenden Untermenüs, wenn man mit der Maus d’rüberfährt. Meistens noch mit kleiner Schrift und schmalen Balken. Wer da nicht mit ruhiger Hand seine Maus führt, der wird schnell verzweifeln. Aus diesem Grund habe ich schon oft Webseiten wieder verlassen, weil es mir auf den Nerv geht, wenn ich einen interessanten Eintrag im Untermenü mehrmals mit der Maus „anpeilen” muss, bis er endlich aufgeht. Ganz übel ist das manchmal am Tablet, wenn die Mouse over-Funktion nicht entsprechend adaptiert wurde und sich per Touch dann nicht bedienen lässt.  Als Unternehmen würde ich mal darüber nachdenken, dass hier wohl einige potenzielle Interessenten auf Nimmer-Wiedersehen verloren gehen.

Auf der Suche nach einer beworbenen Aktion

Unternehmen bewerben in unterschiedlichen Medien ihre Produkte und Services, um dann – für mehr Informationen – auf die Webseite zu verweisen. Hier heißt es aber auch weiterdenken! Denn wenn eine Aktion an anderer Stelle beworben wird, dann muss ich sie als Interessent gleich auf den ersten Blick auf der Startseite sehen und anklicken können. Das darf zu keiner Suchaktion ausarten, denn sonst habe ich vielleicht schon wieder weggeklickt.

Korrekturlesen, Korrektur lesen oder doch korrektur lesen?

Was mir bei meinen eigenen Text oftmals nicht gleich ins sprichwörtliche Auge springt (trotz mehrmaligen Lesens), das erblicke ich auf fremden Seiten sofort: Flüchtigkeitsfehler, Tippfehler, Grammatikfehler und so weiter.
Daher: Von nicht beteiligten Personen Korrektur lesen lassen. Wer zudem ein Budget locker machen kann: Für das Korrekturlesen stehen auch professionelle Lektorate bereit.

Kein Plugins, die extra installiert gehören

Ich surfe – aus beruflichen Gründen – viel im Web. So stoße ich laufend auf Webseiten, die sich gar nicht oder nur teilweise anzeigen lassen. Das liegt meistens an fehlenden Plugins wie Flash oder Java, die erstens auf mobilen Geräten (Smartphones, Tablets) nicht verbreitet sind und zweitens (nicht nur bei mir) auch schon von vielen Rechnern verbannt wurden. Es besteht heutzutage keine Notwendigkeit mehr auf solche Plugins zu setzen. Das Ergebnis sind vergebene Chancen bei Interessenten und potenziellen Konsumenten.

Ein Link führt auf eine nicht vorhandene Seite

Das ist ebenfalls eine Pflichtübung für Unternehmen: Alle internen Links auf der Firmen-Webseite MÜSSEN funktionieren. Eine Anzeige „Seite nicht gefunden” darf nicht passieren. Links, die ins Nirvana führen, sind ein No-Go! Das passiert – auch bei großen Unternehmen – leider sehr häufig. Meistens bekommt es die betroffene Firma gar nicht aktiv mit, denn welcher Interessent schickt dann tatsächlich eine Info per Feedback.

Symbole sind nicht immer gleich verständlich

Mir ist die Idee, die hinter schicken Symbolen steckt, schon bewusst. Sie sehen optisch schön aus und passen vielleicht wunderbar ins Layout. Doch was für die Macher ganz logisch klingt, ist dann vielleicht für uns Besucher nicht mehr so klar zu erkennen. Wir müssen uns dann fragen, welche Aktion denn wirklich hinter einem Symbol steckt. Trotz jahrelanger Erfahrung ist das selbst mir manchmal nicht ganz klar. Und was ich nicht verstehe bzw. wo ich nicht weiß, was danach geschieht, das klicke ich nicht an.

Wenn wir Interessenten fragen, gehört sofort geantwortet

Es MUSS für die Besucher auf JEDER einzelnen Seite die Möglichkeit für ein Feedback, für eine Aktion vorhanden sein. Und zwar sichtbar! Wenn ich da erst suchen muss, dann verzichte ich meistens gleich darauf. Wenn ich als Besucher eine Frage stelle oder ein Anliegen habe, dann gehört sofort reagiert. Nicht erst Tage später. Denn entweder bin ich dann gänzlich verärgert oder ich habe schon bei einem anderen Unternehmen gekauft.

Tipp: Vorher unbedingt ausprobieren, ob solch ein Feedback auch dort ankommt, wo es soll. Oder überhaupt übermittelt wird. Schon oft erlebt, dass der Link dahinter falsch oder fehlerhaft gesetzt wurde. Oder in einer vollen Mailbox landet. Oder bei einem Mitarbeiter, der nicht mehr fürs Unternehmen tätig ist. Da habe ich dann als Interessent zwar angefragt, bekomme aber dennoch nie eine Antwort.

Das waren ein paar Anregungen aus meiner langjährigen Praxis als Besucher von Websites. Stellvertretend für eine Vielzahl weiterer Verbesserungen, um Interessenten zu zufriedenen Kunden zu machen.

Ich bin seit fast 30 Jahren Journalist & Blogger. Ich bezeichne mich als "Mobilitäts-Kulinarik-Reisenden" und beschäftige mich mit unterschiedlichen Aspekten des mobilen, digitalen und kulinarischen Lebens. Ich publiziere unter pocket.at einen eigenen Blog (Mobility Lounge), liefere individuelle Geschichten an Firmen und agiere für Unternehmen als Wegbegleiter in Sachen Blogs, Produktivität sowie Mobilität.

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