{"id":10365,"date":"2022-11-06T07:00:00","date_gmt":"2022-11-06T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=10365"},"modified":"2023-02-28T09:34:23","modified_gmt":"2023-02-28T08:34:23","slug":"steuerausgleich-tipps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/steuerausgleich-tipps\/","title":{"rendered":"Steuerausgleich 2022 (Einreichung 2023): wertvolle Tipps"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_92197\" aria-describedby=\"caption-attachment-92197\" style=\"width: 828px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-92197 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Steuerausgleich_klein_94216768.jpg\" alt=\"Steuerausgleich\" width=\"828\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Steuerausgleich_klein_94216768.jpg 828w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Steuerausgleich_klein_94216768-300x155.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Steuerausgleich_klein_94216768-768x396.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 828px) 100vw, 828px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-92197\" class=\"wp-caption-text\">Beim Steuerausgleich k\u00f6nnen sich Angestellte Geld zur\u00fcckholen! Wir verraten dir tolle Tipps f\u00fcr deinen Lohnsteuerausgleich 2022. Foto: Adobe Stock, (c) contrastwerkstatt<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mit dem <strong>Steuerausgleich<\/strong>, auch <strong>Lohnsteuerausgleich, Jahresausgleich<\/strong> oder\u00a0<strong>Arbeitnehmerveranlagung<\/strong> genannt, kannst du unter Umst\u00e4nden zu viel bezahlte Lohnsteuer von der Bundesrepublik \u00d6sterreich zur\u00fcckverlangen.\u00a0Seit 2019 gibt es die M\u00f6glichkeit beim Steuerausgleich\u00a0sogenannten <strong>Familienbonus Plus<\/strong> steuerlich abzusetzen. Dies ist auch beim Steuerausgleich f\u00fcr das Steuerjahr 2022 wieder m\u00f6glich. Wie das funktioniert und welche Abschreibungsm\u00f6glichkeiten es noch gibt, erf\u00e4hrst du in unserem Beitrag.<\/p>\n\n<h2>Was bringt ein Lohnsteuerausgleich?<\/h2>\n<p>Menschen, die\u00a0die Arbeitnehmerveranlagung einreichen, erwarten sich davon eine Gutschrift. Durchschnittlich\u00a0holen sich Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen\u00a0beim <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/finanz%C3%A4mter-u-landesdirektionen\/\">Finanzamt<\/a> durch den Lohnsteuerausgleich 300 Euro pro Jahr.\u00a0Gelegentlich f\u00e4llt die Gutschrift aber auch deutlich h\u00f6her aus.\u00a0Der Betrag wird je nach pers\u00f6nlicher Lebens- und Einkommenssituation des Arbeitnehmers individuell berechnet und kann sich im Vergleich\u00a0zweier Arbeitnehmer\u00a0daher gewaltig unterscheiden.<\/p>\n<h3>Antraglose Arbeitnehmerveranlagung<\/h3>\n<p>Seit einigen Jahren ist es dank der\u00a0<strong>antraglosen Arbeitnehmerveranlagung <\/strong>(ANV) nicht einmal mehr zwingend notwendig, eine Steuererkl\u00e4rung abzugeben. Mit der antraglosen Arbeitnehmerveranlagung erh\u00e4ltst du dein Geld unter gewissen Umst\u00e4nden vollautomatisch auf dein Konto \u00fcberwiesen, ohne irgendwelche Formulare auszuf\u00fcllen.\u00a0Das hei\u00dft, selbst wenn du komplett unt\u00e4tig bist, bekommst du\u00a0eine eventuelle\u00a0<strong>Steuergutschrift<\/strong> f\u00fcr das Steuerjahr 2022 bis <strong>sp\u00e4testens Ende 2023<\/strong>\u00a0ausbezahlt.<\/p>\n<p><strong>Tipp:\u00a0<\/strong>Wenn du\u00a0Werbungskosten, Sonderausgaben, au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen oder diverse Absetzbetr\u00e4ge geltend\u00a0machen kannst, solltest du <strong>nicht auf die antraglose Arbeitnehmerveranlagung warten<\/strong>, sondern den Steuerausgleich selbst einreichen. Denn in diesen F\u00e4llen kann sich die Gutschrift noch einmal deutlich erh\u00f6hen (auch r\u00fcckwirkend!)<\/p>\n<h3>Wie viel bekommt man beim Steuerausgleich?<\/h3>\n<p>Die H\u00f6he der j\u00e4hrlichen Steuergutschrift ist sehr individuell und betr\u00e4gt im Durchschnitt 300 \u20ac. Bei au\u00dferordentlichen Belastungen oder wenn man beispielsweise Kinder hat, kann der Betrag aber auch auf mehrere 1000 \u20ac anwachsen. Obwohl der Steuerausgleich mit ein wenig Know-How oder Hilfe eines <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/steuerberater-wien\/\">Steuerberaters<\/a> \u00fcberraschend schnell und einfach zu erledigen ist, verzichten erstaunlich viele Arbeitnehmer auf eine Einreichung. Dabei bringt ein Lohnsteuerausgleich ausschlie\u00dflich Vorteile. Sollte sich n\u00e4mlich herausstellen, dass du etwas nachzahlen m\u00fcsstest, kannst du f\u00fcr dieses Jahr auf die Durchf\u00fchrung des Steuerausgleichs verzichten.<\/p>\n<h3>Wann kommt es zu einer Steuergutschrift?<\/h3>\n<p>Wenn du beispielsweise innerhalb eines Jahres deinen Job gewechselt hast, sich die H\u00f6he deines Einkommens ge\u00e4ndert hat (z. B. von Voll- auf Teilzeit oder in Karenz), oder du vielleicht kurzfristig beim <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/tRVXm\/ams-wien---landesgesch%C3%A4ftsstelle\/\">AMS<\/a> als arbeitssuchend gemeldet warst, zahlt sich ein <strong>Lohnsteuerausgleich<\/strong>\u00a0auf jeden Fall aus. Dann hast du in dieser Zeit n\u00e4mlich definitiv zu viel Lohnsteuer bezahlt, die dir nun zur\u00fcckerstattet wird.<\/p>\n<p>Auch, wenn du diverse\u00a0<strong>Absetzbetr\u00e4ge<\/strong>\u00a0(z. B.: Kinderbonus, Pendlereuro, Alleinverdienerabsetzbetrag usw.) gesammelt hast, solltest du auf jeden Fall eine <strong>Arbeitnehmerveranlagung<\/strong> einreichen. Selbst bei einem steuerfreien Einkommen in H\u00f6he von maximal 12.000 Euro j\u00e4hrlich, stehen dir noch immer bis zu <strong>400\u00a0\u20ac Negativsteuer<\/strong>\u00a0pro Jahr zu! Inklusive Pendlerpauschale\/Pendlereuro\u00a0kann sich die Negativsteur sogar auf\u00a0<strong>500 \u20ac erh\u00f6hen<\/strong>.<\/p>\n<p>Wie ein Steuerausgleich funktioniert und was genau du von der Steuer absetzen kannst, erf\u00e4hrst du in den n\u00e4chsten Abs\u00e4tzen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">So funktioniert ein Steuerausgleich (Arbeitnehmerveranlagung)<\/h2>\n<p>Den Steuerausgleich kannst du bis zu <strong>5 Jahre r\u00fcckwirkend<\/strong> f\u00fcr jedes einzelne Kalenderjahr einreichen. 2023 kannst du also noch immer den Steuerausgleich f\u00fcr das Jahr 2018 machen. Dazu f\u00fcllst du im Internet auf <strong><a href=\"https:\/\/finanzonline.bmf.gv.at\/fon\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">FinanzOnline<\/a>,\u00a0<\/strong>der Online-Plattform des Finanzamts, einfach das <strong>Formular zur Arbeitnehmerveranlagung<\/strong>\u00a0aus.<\/p>\n<div class=\"content-box-red\"><strong>Wichtige Info<\/strong>: Du kannst die Formulare f\u00fcr den Lohnsteuerausgleich entweder beim Finanzamt, oder im <strong>Internet auf FinanzOnline<\/strong> ausf\u00fcllen. Aufgrund der <strong>Situation rund um Corona<\/strong> wird allerdings empfohlen, den <strong>Steuerausgleich digital durchzuf\u00fchren<\/strong>!<\/div>\n<p>Die Arbeitnehmerveranlagung f\u00fcr das Steuerjahr 2022 ist allerdings erst m\u00f6glich, sobald der <strong>Jahreslohnzettel deines Arbeitgebers beim Finanzamt aufliegt<\/strong>. Das ist normalerweise <strong>bis sp\u00e4testens Anfang M\u00e4rz 2023<\/strong>\u00a0der Fall, da jeder Arbeitgeber verpflichtet ist, den Jahreslohnzettel bis Ende Februar einzureichen.<\/p>\n<p><strong>S\u00e4mtliche\u00a0Rechnungen,<\/strong>\u00a0die du von der Steuer absetzen l\u00e4sst,\u00a0musst\u00a0du\u00a0unbedingt\u00a0<strong>7 Jahre lang aufbewahren!<\/strong>\u00a0Das Finanzamt kann n\u00e4mlich bis zu 7 Jahre sp\u00e4ter eine nachtr\u00e4gliche\u00a0<strong>Steuerpr\u00fcfung<\/strong> veranlassen.\u00a0Wenn du eine beim Steuerausgleich angegebene Rechnung\u00a0dann nicht mehr nachweisen kannst, musst du die\u00a0daraus resultierende Gutschrift wieder an das Finanzamt zur\u00fcckzahlen!<\/p>\n<figure id=\"attachment_188187\" aria-describedby=\"caption-attachment-188187\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Steuerausgleich_56710032.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-188187\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Steuerausgleich_56710032.jpeg\" alt=\"Steuerausgleich\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Steuerausgleich_56710032.jpeg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Steuerausgleich_56710032-300x148.jpeg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Steuerausgleich_56710032-768x379.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-188187\" class=\"wp-caption-text\">Als Werbungskosten gelten alle Kosten, die beruflich notwendig sind. Foto: Adobe Stock, (c) vizafoto<\/figcaption><\/figure>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Steuertipps f\u00fcr deinen n\u00e4chsten Steuerausgleich<\/h2>\n<p>Es gibt unterschiedliche Faktoren, die sich f\u00fcr dich <strong>steuermindernd\u00a0<\/strong>auswirken k\u00f6nnen. Bei der<strong>\u00a0Arbeitnehmerveranlagung<\/strong>\u00a0werden diese Faktoren genau angegeben, um entweder die <strong>Bemessungsgrundlage<\/strong> oder die <strong>berechnete Steuerlast<\/strong> direkt zu senken.\u00a0Der Anteil deiner Eink\u00fcnfte,\u00a0den du als Einkommensteuer an das Finanzamt abliefern musst, wird dadurch geringer. Grob umrissen lassen sich diese Faktoren in\u00a0<strong>Absetzbetr\u00e4ge <\/strong>und Bemessungsgrundlage beeinflussende<strong>\u00a0Abschreibungsm\u00f6glichkeiten\u00a0<\/strong>(=\u00a0<strong>Werbungskosten<\/strong>, <strong>Au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen\u00a0<\/strong>und\u00a0<strong>Sonderausgaben<\/strong>)\u00a0einteilen.<\/p>\n<h2>Absetzbetr\u00e4ge<\/h2>\n<p>Absetzbetr\u00e4ge mindern direkt die zu zahlende Steuer. Die f\u00fcnf f\u00fcr den Steuerausgleich 2022 relevanten Absetzbetr\u00e4ge sind der <strong>Familienbonus Plus<\/strong>, der <strong>Alleinerzieherabsetzbetrag<\/strong>, der <strong>Unterhaltsabsetzbetrag, <\/strong>der<strong> Teurerungsabsetzberag<\/strong>\u00a0sowie der <strong>Pendlereuro<\/strong>.<\/p>\n<h3>1. Familienbonus Plus &amp; Kindermehrbetrag<\/h3>\n<p>Vom neuen erh\u00f6hten <strong>Familienbonus Plus<\/strong> profitierst du, sobald du lohnsteuerpflichtig bist und ein oder mehrere Kinder hast, f\u00fcr die du Kinderbeihilfe beziehst. Um bis zu <strong>2.000 \u20ac pro Kind<\/strong> und Jahr kann sich deine Steuerlast durch den Familienbonus Plus reduzieren. F\u00fcr vollj\u00e4hrige Kinder (f\u00fcr die weiterhin Kinderbeihilfe bezogen wird) steht dir immerhin noch ein verminderter Familienbonus Plus in der H\u00f6he von <strong>650 \u20ac<\/strong> zu.<\/p>\n<p>Nicht lohnsteuerpflichtigen Alleinverdienern sowie Alleinverdienern mit einer Lohnsteuer von weniger als 250 \u20ac im Jahr, kommt ab dem Steuerjahr 2019\u00a0der sogenannte\u00a0<strong>Kindermehrbetrag<\/strong> in H\u00f6he von <strong>550 \u20ac<\/strong>\u00a0zugute. Voraussetzung f\u00fcr den Kindermehrbetrag ist der Anspruch auf den Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag, sowie der Bezug des <a href=\"https:\/\/www.oesterreich.gv.at\/lexicon\/K\/Seite.991600.html\">Kinderabsetzbetrags<\/a> f\u00fcr mehr als sechs Monate im Jahr.<\/p>\n<h3>2. Alleinverdiener- &amp; Alleinerzieherabsetzbetrag<\/h3>\n<p>Den <strong>Alleinverdiener- und Alleinerziehrabsetzbetrag<\/strong> k\u00f6nnen beim Steuerausgleich all jene anf\u00fchren, die Alleinverdiener oder Alleinerzieher sind und f\u00fcr mehr als sechs Monate im Jahr Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag haben. F\u00fcr ein Kind betr\u00e4gt dieser Absetzbetrag <strong>494 \u20ac<\/strong>, f\u00fcr zwei Kinder <strong>669 \u20ac<\/strong> und f\u00fcr jedes weitere Kind <strong>zus\u00e4tzliche 220 \u20ac<\/strong><\/p>\n<p><strong>Anmerkung:\u00a0<\/strong>Der Alleinverdienerabsetzbetrag steht dir auch zu, wenn du <strong>einen Partner hast<\/strong>, dieser aber h\u00f6chstens <strong>6.000 \u20ac im Jahr<\/strong> an Eink\u00fcnften bezieht.<\/p>\n<h3>3. Unterhaltsabsetzbetrag<\/h3>\n<p>Den <strong>Unterhaltsabsetzbetrag<\/strong> kannst du geltend machen, sofern\u00a0du f\u00fcr\u00a0eines oder mehrere deiner\u00a0Kinder Unterhalt (Alimente) bezahlst\u00a0und diese nicht deinem Haushalt angeh\u00f6ren. Pro Monat erh\u00e4ltst du <strong>29,20 \u20ac<\/strong> f\u00fcr das erste Kind, <strong>43,80 \u20ac<\/strong> f\u00fcr das zweite Kind und jeweils <strong>58,40 \u20ac<\/strong> f\u00fcr das dritte und jedes weitere Kind, f\u00fcr das du gesetzlichen Unterhalt\u00a0leistest.<\/p>\n<h3>4. Teuerungsabsetzbetrag<\/h3>\n<p>Der Teuerungsabsetzbetrag f\u00fcr Arbeitnehmer:innen betr\u00e4gt <strong>bis zu 500 Euro<\/strong> und soll vor allem niedrige Einkommen in Bezug auf die Teuerungen entlasten. Dazu muss der Absetzbetrag aktiv beim Steuerausgleich beantragt werden. Personen mit einem niedrigen Einkommen erhalten den Betrag von bis zu 500 Euro zus\u00e4tzlich als <strong>Negativsteuer<\/strong> abgegolten.<\/p>\n<p><strong>Achtung:<\/strong> Pensionisten haben diesen Beitrag bereits im September mit ihrer Pension ausbezahlt bekommen!<\/p>\n<h3>5. Pendlereuro<\/h3>\n<p>Ebenfalls ein steuerlicher Absetzbetrag ist der sogenannte <strong>Pendlereuro<\/strong>. Der Pendlereuro ist ein Jahresbetrag, der von der Entfernung zwischen dem Hauptwohnsitz und dem Arbeitsplatz abh\u00e4ngig ist. Um den Pendlereuro beim Jahresausgleich geltend zu machen, musst du Anspruch auf das Pendlerpauschale haben. Berechnet wird der Pendlereuro, indem die Distanz zwischen Wohnsitz und Arbeitsplatz verdoppelt und in Euro umgerechnet wird. Oder anders gesagt: Jeder Kilometer, den du pendeln musst, ist genau 2 Euro wert. F\u00fcr das Steuerjahr 2022 (genau genommen f\u00fcr den Zeitraum von Mai 2022 bis Juni 2023) wurde der Pendlereuro aber vervierfacht. Das hei\u00dft, f\u00fcr jeden Kilometer erh\u00e4ltst du 8 Euro.<\/p>\n<p><strong>Hinweis<\/strong>: Auch das Pendlerpauschale wurde f\u00fcr den Zeitraum Mai 2022 bis Juni 2023 um 50% erh\u00f6ht!<\/p>\n<h2>Steuerliche Abschreibungsm\u00f6glichkeiten<\/h2>\n<p>Neben den Absetzbetr\u00e4gen gibt es noch steuerliche Abschreibungsm\u00f6glichkeiten, die sich auf die Steuerbemessungsgrundlage auswirken. Zu diesen Abschreibungsm\u00f6glichkeiten z\u00e4hlen <strong>Werbungskosten<\/strong>, <strong>au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen<\/strong> sowie <strong>Sonderausgaben<\/strong>.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">1.\u00a0Werbungskosten<\/h3>\n<p>Als <a href=\"https:\/\/www.bmf.gv.at\/themen\/steuern\/arbeitnehmerinnenveranlagung\/was-kann-ich-geltend-machen\/werbungskosten.html\" rel=\"nofollow\">Werbungskosten<\/a> gelten alle Kosten, die aus\u00a0<strong>beruflichen Gr\u00fcnden notwendig<\/strong>\u00a0waren: Dazu z\u00e4hlen unter anderem auch Auto, Smartphone, Computer\/Notebook oder berufliche Weiterbildung. Wer keine Werbungskosten geltend macht, bekommt automatisch einen j\u00e4hrlichen <strong>Pauschalbetrag von 132 \u20ac<\/strong> abgezogen. Erst wenn deine Werbungskosten diese 132 \u20ac im Jahr \u00fcbersteigen, kannst du sie bei der Steuererkl\u00e4rung eintragen. Unter gewissen Umst\u00e4nden kommen als Werbungskosten infrage:<\/p>\n<ul>\n<li>Arbeitskleidung und Aktentaschen<\/li>\n<li>Arbeitsmittel und Werkzeuge<\/li>\n<li>Arbeitszimmer und M\u00f6bel<\/li>\n<li>Betriebsratsumlage<\/li>\n<li>Computer<\/li>\n<li>Doppelte Haushaltsf\u00fchrung und Familienheimfahrten (bei einer Dienstwohnung)<\/li>\n<li>Fachliteratur<\/li>\n<li>Fahrrad<\/li>\n<li>Fahrtkosten<\/li>\n<li>Fehlgelder<\/li>\n<li>Fortbildungen (z. B. Sprachkurse) und Umschulungen<\/li>\n<li>Gewerkschaftsbeitr\u00e4ge<\/li>\n<li>Internet<\/li>\n<li>Kraftfahrzeug<\/li>\n<li>berufliche Reise- und \u00dcbernachtungskosten<\/li>\n<li>Sch\u00e4den die bei der Berufsaus\u00fcbung entstehen (z. B. <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/autounfall-wie-gehe-ich-vor\/\">Autounfall<\/a>)<\/li>\n<li>Studienreisen<\/li>\n<li>Telefon, Handy<\/li>\n<li>diverse Kosten f\u00fcr einen beruflich bedingten\u00a0<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/umzug-wien-gute-umzugsfirma\/\">Umzug<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><span style=\"line-height: 1.5;\">2. Au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen<\/span><\/h3>\n<p>Unter\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bmf.gv.at\/themen\/steuern\/arbeitnehmerinnenveranlagung\/was-kann-ich-geltend-machen\/aussergewoehnliche-belastungen.html\" rel=\"nofollow\">Au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen<\/a>\u00a0versteht der Staat alle\u00a0Kosten, die <strong>au\u00dfergew\u00f6hnlich<\/strong> sind und sich\u00a0<strong>zwangsl\u00e4ufig<\/strong> ergeben.\u00a0Die\u00a0Ausgaben\u00a0m\u00fcssen zudem deine wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit wesentlich <strong>beeintr\u00e4chtigen. <\/strong>Zwangsl\u00e4ufig hei\u00dft, dass du\u00a0dich diesen Ausgaben aus tats\u00e4chlichen, rechtlichen oder sittlichen Gr\u00fcnden <strong>nicht entziehen kannst<\/strong>. Wenn du beispielsweise deine Eltern oder Kinder finanziell unterst\u00fctzt, obwohl sie ein ausreichendes Einkommen haben,\u00a0wird\u00a0diese Unterst\u00fctzung vom Finanzamt\u00a0<strong>nicht als zwangsl\u00e4ufig <\/strong>betrachtet. Bei au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen ist ein Selbstbehalt von bis zu 12 % zu leisten, der automatisch berechnet wird.<\/p>\n<ul>\n<li>Krankheitskosten (Arzt, Zahnarzt, Krankenhaus, Medikamente, Heilbehelfe, Sehbehelfe, Entbindungskosten, Fahrtkosten zum Arzt oder ins Spital, Kosten einer speziellen Di\u00e4tverpflegung)<\/li>\n<li>Kosten f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/schwanger-werden-kryokonservierung\/\">k\u00fcnstliche Befruchtung<\/a><\/li>\n<li>Kurkosten<\/li>\n<li>Pflegekosten<\/li>\n<li>Begr\u00e4bniskosten<\/li>\n<li>Behinderungskosten ab 25 %<\/li>\n<li>Katastrophensch\u00e4den<\/li>\n<li>Unterhalt und Ausbildung von Kindern au\u00dferhalb des Wohnortes<\/li>\n<li>Kinderbetreuungskosten bis 2.300 Euro (ab Steuerjahr 2019 vom <strong>Familienbonus<\/strong> ersetzt!)<\/li>\n<\/ul>\n<h3 style=\"text-align: left;\">3. Sonderausgaben<\/h3>\n<p>Als\u00a0<a href=\"https:\/\/www.bmf.gv.at\/themen\/steuern\/arbeitnehmerinnenveranlagung\/was-kann-ich-geltend-machen\/Sonderausgaben\/sonderausgaben-ueberblick.html\" rel=\"nofollow\">Sonderausgaben<\/a>\u00a0sieht der Staat\u00a0bestimmte sonstige <strong>Kosten <\/strong>vor, die von der Steuer abgesetzt werden k\u00f6nnen. Dazu z\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>Freiwillige\u00a0Weiterversicherung in der gesetzlichen Pensionsversicherung\u00a0(in unbeschr\u00e4nkter H\u00f6he)<\/li>\n<li>Nachkauf von Versicherungszeiten\u00a0(in unbeschr\u00e4nkter H\u00f6he)<\/li>\n<li>Kosten f\u00fcr die Wohnraumschaffung und -sanierung (wenn der Vertrag vor 2016 abgeschlossen wurde)<\/li>\n<li>Kirchenbeitr\u00e4ge (bis zu 400 \u20ac)<\/li>\n<li>Steuerberatungskosten (in unbeschr\u00e4nkter H\u00f6he)<\/li>\n<li>Spenden<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Anmerkung:\u00a0<\/strong>Spenden sind nur\u00a0abzugsf\u00e4hig,\u00a0so lange sie insgesamt 10% des Gesamtbetrages der Eink\u00fcnfte nicht \u00fcbersteigen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_188199\" aria-describedby=\"caption-attachment-188199\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Steuertipps.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-188199\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Steuertipps.jpg\" alt=\"Die besten Steuertipps Zeitung\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Steuertipps.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Steuertipps-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Steuertipps-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-188199\" class=\"wp-caption-text\">Steuerberater liefern dir gute Steuertipps f\u00fcr deine Arbeitnehmerveranlagung. Foto: Adobe Stock; (c) Zerbor<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Kann ich Kosten die im Homeoffice entstanden sind steuerlich absetzen?<\/h3>\n<p>Wenn dir dein Arbeitgeber keinen Home Office Zuschuss bezahlt, kannst du f\u00fcr das <strong>Steuerjahr 2021<\/strong>\u00a0f\u00fcr 50 Home Office Tage <strong>150 \u20ac<\/strong> (50 x 3 Euro) als Werbungskosten geltend machen. Wenn du 100 Tage im Homeoffice t\u00e4tig warst, kannst du <strong>300 \u20ac<\/strong> (100 x 3 Euro) als Werbungskosten geltend machen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Geheimtipps f\u00fcr den Steuerausgleich 2023 (Steuerjahr 2022)<\/h2>\n<ol>\n<li class=\"p1\">Tipp:<strong> Ausbildungen<\/strong> und <strong>Fortbildungen<\/strong>, die beruflich bedingt sind und von dir selbst bezahlt werden, k\u00f6nnen als Werbungskosten beim Steuerausgleich ber\u00fccksichtigt werden. Auch Sprachkurse fallen darunter, sofern die Sprachkenntnisse f\u00fcr den Beruf ben\u00f6tigt werden.<\/li>\n<li>Tipp: Alle Rechnungen\u00a0von \u00c4rzten, Zahn\u00e4rzten, Apotheken, Physiotherapien, Optikern solltest du gut aufbewahren, denn sie k\u00f6nnen als <strong>au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung<\/strong> von der Lohnsteuer abgesetzt werden. Der Selbstbehalt ist zwar meist sehr hoch bemessen, dennoch darf man nicht untersch\u00e4tzen, wie sehr sich kleine Betr\u00e4ge \u00fcber das Jahr summieren k\u00f6nnen.<\/li>\n<li class=\"p1\">Tipp: <strong>Computer<\/strong> oder <strong>Notebook<\/strong> von der Einkommensteuer abschreiben. Sofern Arbeitsutensilien zumindest 10% beruflich genutzt werden, k\u00f6nnen sie als Werbungskosten geltend gemacht werden.\u00a0Das ist bei einem Computer automatisch der Fall, wenn du ihn regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr das Home Office benutzt.<\/li>\n<li class=\"p1\">Tipp:\u00a0Du bist im Verkauf oder als Kellner t\u00e4tig? Dann kannst du\u00a0sogenannte <strong>Fehlgelder<\/strong> (fehlendes Geld, das eigentlich in der Kasse sein sollte, und das du auf Verlangen deines Arbeitgebers aus der eigenen Tasche ersetzen musst) ebenfalls als Werbungskosten geltend machen. Lass dir von deinem Arbeitgeber unbedingt eine <strong>Best\u00e4tigung f\u00fcr deine get\u00e4tigten Fehlgelder<\/strong>\u00a0ausstellen.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>Steuererkl\u00e4rung und Pflichtveranlagung<\/h3>\n<p>Wenn du ein Arbeitnehmer bist, aber zus\u00e4tzlich\u00a0noch Nebeneink\u00fcnfte\u00a0von insgesamt\u00a0<strong>mehr als 730 Euro<\/strong>\u00a0erzielt hast und dein j\u00e4hrliches\u00a0<strong>Gesamteinkommen damit 12.000 Euro<\/strong>\u00a0\u00fcberschreitet, musst du zus\u00e4tzlich noch\u00a0eine <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/einkommensteuererklaerung-abgeben-pflicht\/\">Einkommensteuererkl\u00e4rung<\/a> abgeben. Wenn du gleichzeitig <strong>zwei oder mehrere nicht selbstst\u00e4ndige T\u00e4tigkeiten<\/strong> aus\u00fcbst oder ausge\u00fcbt hast, musst du wiederum eine sogenannte <strong>Pflichtveranlagung bis 30. September<\/strong> des darauffolgenden Jahres abgeben.<\/p>\n<h3 class=\"p1\" style=\"text-align: left;\">Noch mehr Infos und Tipps zur Arbeitnehmerveranlagung<\/h3>\n<p class=\"p1\">Wenn du noch ausf\u00fchrlichere Informationen zur Arbeitnehmerveranlagung ben\u00f6tigst, kannst du dich entweder selbst auf den Websites\u00a0der <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/kammern\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Arbeiterkammer<\/a> und\u00a0des <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/XjWvM\/bundesministerium-f%C3%BCr-finanzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Finanzministeriums<\/a>\u00a0informieren oder einen <strong>Steuerberater<\/strong> zur Rate ziehen. Da die Kosten f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steuerberatung\/\">Steuerberatung<\/a> in unbeschr\u00e4nkter H\u00f6he von der Steuer abgesetzt werden k\u00f6nnen, ist dein finanzielles Risiko diesbez\u00fcglich ohnehin stark minimiert.<\/p>\n<h3 class=\"p1\">Hier findest du die besten Steuerberater in deinem Bundesland:<\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/steuerberatung\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/steuerberatung\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/steuerberatung\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/steuerberatung\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/steuerberatung\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/steuerberatung\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/steuerberatung\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/steuerberatung\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/steuerberatung\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Steuerausgleich, auch Lohnsteuerausgleich, Jahresausgleich oder\u00a0Arbeitnehmerveranlagung genannt, kannst du unter Umst\u00e4nden zu viel bezahlte Lohnsteuer von der Bundesrepublik \u00d6sterreich zur\u00fcckverlangen.\u00a0Seit 2019 gibt es die M\u00f6glichkeit beim Steuerausgleich\u00a0sogenannten Familienbonus Plus steuerlich abzusetzen. Dies ist auch beim Steuerausgleich f\u00fcr das Steuerjahr 2022 wieder m\u00f6glich. Wie das funktioniert und welche Abschreibungsm\u00f6glichkeiten es noch gibt, erf\u00e4hrst du in unserem Beitrag. Was bringt ein Lohnsteuerausgleich? Menschen, die\u00a0die Arbeitnehmerveranlagung einreichen, erwarten sich davon eine Gutschrift. Durchschnittlich\u00a0holen sich Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen\u00a0beim Finanzamt durch den Lohnsteuerausgleich 300 Euro pro Jahr.\u00a0Gelegentlich f\u00e4llt die Gutschrift aber auch deutlich h\u00f6her aus.\u00a0Der Betrag wird je nach pers\u00f6nlicher Lebens- und Einkommenssituation des Arbeitnehmers individuell berechnet und kann sich im Vergleich\u00a0zweier Arbeitnehmer\u00a0daher gewaltig unterscheiden. Antraglose Arbeitnehmerveranlagung Seit einigen Jahren ist es dank der\u00a0antraglosen Arbeitnehmerveranlagung (ANV) nicht einmal mehr zwingend notwendig, eine Steuererkl\u00e4rung abzugeben. Mit der antraglosen Arbeitnehmerveranlagung erh\u00e4ltst du dein Geld unter gewissen Umst\u00e4nden vollautomatisch auf dein Konto \u00fcberwiesen, ohne irgendwelche Formulare auszuf\u00fcllen.\u00a0Das hei\u00dft, selbst wenn du komplett unt\u00e4tig bist, bekommst du\u00a0eine eventuelle\u00a0Steuergutschrift f\u00fcr das Steuerjahr 2022 bis sp\u00e4testens Ende 2023\u00a0ausbezahlt. Tipp:\u00a0Wenn du\u00a0Werbungskosten, Sonderausgaben, au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen oder diverse Absetzbetr\u00e4ge geltend\u00a0machen kannst, solltest du nicht auf die antraglose Arbeitnehmerveranlagung warten, sondern den Steuerausgleich selbst einreichen. Denn in diesen F\u00e4llen kann sich die Gutschrift noch einmal deutlich erh\u00f6hen (auch r\u00fcckwirkend!) Wie viel bekommt man beim Steuerausgleich? Die H\u00f6he der j\u00e4hrlichen Steuergutschrift ist sehr individuell und betr\u00e4gt im Durchschnitt 300 \u20ac. Bei au\u00dferordentlichen Belastungen oder wenn man beispielsweise Kinder hat, kann der Betrag aber auch auf mehrere 1000 \u20ac anwachsen. Obwohl der Steuerausgleich mit ein wenig Know-How oder Hilfe eines Steuerberaters \u00fcberraschend schnell und einfach zu erledigen ist, verzichten erstaunlich viele Arbeitnehmer auf eine Einreichung. Dabei bringt ein Lohnsteuerausgleich ausschlie\u00dflich Vorteile. Sollte sich n\u00e4mlich herausstellen, dass du etwas nachzahlen m\u00fcsstest, kannst du f\u00fcr dieses Jahr auf die Durchf\u00fchrung des Steuerausgleichs verzichten. Wann kommt es zu einer Steuergutschrift? Wenn du beispielsweise innerhalb eines Jahres deinen Job gewechselt hast, sich die H\u00f6he deines Einkommens ge\u00e4ndert hat (z. B. von Voll- auf Teilzeit oder in Karenz), oder du vielleicht kurzfristig beim AMS als arbeitssuchend gemeldet warst, zahlt sich ein Lohnsteuerausgleich\u00a0auf jeden Fall aus. Dann hast du in dieser Zeit n\u00e4mlich definitiv zu viel Lohnsteuer bezahlt, die dir nun zur\u00fcckerstattet wird. Auch, wenn du diverse\u00a0Absetzbetr\u00e4ge\u00a0(z. B.: Kinderbonus, Pendlereuro, Alleinverdienerabsetzbetrag usw.) gesammelt hast, solltest du auf jeden Fall eine Arbeitnehmerveranlagung einreichen. Selbst bei einem steuerfreien Einkommen in H\u00f6he von maximal 12.000 Euro j\u00e4hrlich, stehen dir noch immer bis zu 400\u00a0\u20ac Negativsteuer\u00a0pro Jahr zu! Inklusive Pendlerpauschale\/Pendlereuro\u00a0kann sich die Negativsteur sogar auf\u00a0500 \u20ac erh\u00f6hen. Wie ein Steuerausgleich funktioniert und was genau du von der Steuer absetzen kannst, erf\u00e4hrst du in den n\u00e4chsten Abs\u00e4tzen. So funktioniert ein Steuerausgleich (Arbeitnehmerveranlagung) Den Steuerausgleich kannst du bis zu 5 Jahre r\u00fcckwirkend f\u00fcr jedes einzelne Kalenderjahr einreichen. 2023 kannst du also noch immer den Steuerausgleich f\u00fcr das Jahr 2018 machen. Dazu f\u00fcllst du im Internet auf FinanzOnline,\u00a0der Online-Plattform des Finanzamts, einfach das Formular zur Arbeitnehmerveranlagung\u00a0aus. Wichtige Info: Du kannst die Formulare f\u00fcr den Lohnsteuerausgleich entweder beim Finanzamt, oder im Internet auf FinanzOnline ausf\u00fcllen. Aufgrund der Situation rund um [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":57,"featured_media":92191,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[147399],"tags":[],"acf":[],"yoast_head":"\n<title>Lohnsteuerausgleich 2021 | Wertvolle Tipps f\u00fcr Arbeitnehmer - HEROLD<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Beim Steuerausgleich kannst du dir Geld zur\u00fcckholen! 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