{"id":140070,"date":"2020-04-05T07:00:43","date_gmt":"2020-04-05T05:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=140070"},"modified":"2020-04-21T10:05:13","modified_gmt":"2020-04-21T08:05:13","slug":"hyposensibilisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/hyposensibilisierung\/","title":{"rendered":"Hyposensibilisierung: Immuntherapie gegen Allergien"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_141732\" aria-describedby=\"caption-attachment-141732\" style=\"width: 829px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-141732\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung.jpg\" alt=\"Pollen\" width=\"829\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung.jpg 829w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung-300x118.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung-768x303.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 829px) 100vw, 829px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-141732\" class=\"wp-caption-text\">Eine Hyposensibilisierung kann helfen, die Symptome einer Pollenallergie zu lindern. Foto: Adobe Stock, (c) Alkimson<\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine <strong>Hyposensibilisierung<\/strong> kann, was andere Allergietherapien nicht k\u00f6nnen: der eigentlichen Ursache der Allergie entgegenwirken. In der Folge stellt sich eine dauerhafte Verbesserung der l\u00e4stigen Beschwerden ein oder sie verschwinden sogar. Das ist vor allem bei Pollenallergien, noch mehr aber bei Insektengiftallergien erfolgstr\u00e4chtig.<\/p>\n\n<h2><strong>Hyposensibilisierung \u2013 was ist das?<\/strong><\/h2>\n<p>Als <strong>Hyposensibilisierung\u00a0<\/strong>(auch:\u00a0spezifische Immuntherapie oder Allergie-Immuntherapie) bezeichnen Mediziner eine Methode zur <strong>Behandlung der \u00dcberreaktionen des Immunsystems bei Allergien<\/strong>. Damit wirkt die Hyposensibilisierung der eigentlichen Ursache der Allergie entgegen. Im Gegensatz zu anderen Therapien, wie etwa die Verabreichung\u00a0antiallergischer\u00a0Medikamente, die lediglich kurzfristig die Symptome lindern.<\/p>\n<p>Das umgangssprachlich <strong>Allergie-Impfung<\/strong> genannte Verfahren kann sich \u00fcber mehrere Jahre erstrecken, hat aber oft gute Erfolgsaussichten. Erkennbar an einer merklichen Verringerung der Beschwerden. Im Bestfall verschwinden diese sogar.<\/p>\n<p>Anders als die veraltete Bezeichnung <strong>Desensibilisierung <\/strong>vermuten l\u00e4sst, ist die Allergie damit nicht weg, denn die Empfindlichkeit gegen\u00fcber dem Allergen besteht weiterhin. Doch bleiben \u00fcberschie\u00dfende Immunreaktionen aus bzw. treten nur bei sehr starker Allergenbelastung auf.<\/p>\n<h3>Wie entstehen eigentlich Allergien?<\/h3>\n<p>Zum Schutz vor Bedrohungen wie etwa Krankheitskeimen sowie zur Beseitigung \u00fcberalterter oder ver\u00e4nderter k\u00f6rpereigener Zellen besitzen wir ein Abwehrsystem, bestehend aus Immunzellen, Antik\u00f6rpern und Mediatoren.<\/p>\n<p>Dieses\u00a0<strong>Immunsystem<\/strong> besitzt ein <strong>Ged\u00e4chtnis:<\/strong>\u00a0Es kann sich nach dem Erstkontakt oft noch nach Jahren daran erinnern, ob es dabei einen Stoff als gef\u00e4hrlich oder harmlos eingestuft hat. G\u00fcnstig im Fall tats\u00e4chlich sch\u00e4dlicher\u00a0Krankheitserregern, gegen die es bei erneutem Befall aufgrund der wesentlich effektiveren Antik\u00f6rperproduktion effizienter vorgehen kann. Daher bekommt man viele Infektionen nur einmal im Leben. Unvorteilhaft bei Allergien, denn dann kann jeder noch so geringe Kontakt mit dem <strong>Allergen <\/strong>(Allergieausl\u00f6ser) Beschwerden ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Normalerweise ist unser Immunsystem imstande, zwischen Strukturen, die zu unserem K\u00f6rper geh\u00f6ren und solchen, die das nicht tun, zu unterscheiden. Und es bek\u00e4mpft nur f\u00fcr unseren Organismus potenziell bedrohliche Fremdstoffe, nicht jedoch harmlose oder gar k\u00f6rpereigene Substanzen. Doch kann es sich auch irren. Also k\u00f6rpereigenes Gewebe f\u00e4lschlicherweise als fremd erkennen und dagegen vorgehen. So entwickeln sich Autoimmunerkrankungen. Oder es sch\u00e4tzt <strong>unsch\u00e4dliche Fremdstoffe<\/strong> wie z.B. Bl\u00fctenstaub, Nahrungsmittel oder Tierhaare <strong>f\u00e4lschlicherweise<\/strong> als <strong>gef\u00e4hrlich<\/strong> ein und attackiert sie. So entstehen Allergien.<\/p>\n<div class=\"content-box-yellow\"><strong>Wichtig!<\/strong> Allergien sind also \u00fcberschie\u00dfende Abwehrreaktionen des Immunsystems gegen eigentlich harmlose Substanzen.<\/div>\n<p>Im Rahmen dieser Abwehrreaktionen bildet der K\u00f6rper Antik\u00f6rper gegen den Allergieausl\u00f6ser. Und zwar eine spezielle Sorte, sogenannte <strong>IgE-Antik\u00f6rper<\/strong> (Immunglobulin E). Treffen sie auf das passende Allergen, werden verschiedene Mediatoren \u2013 insbesondere Histamin \u2013 freigesetzt, die imstande sind, eine Entz\u00fcndung hervorzurufen. Das kann <strong>Schnupfen<\/strong>,<strong> Augenjucken<\/strong> oder <strong>Asthmaanf\u00e4lle<\/strong> ausl\u00f6sen. Da die allergischen Symptome innerhalb einiger Minuten nach Kontakt mit dem Allergen auftreten, spricht man von einer <strong>Soforttyp-Allergie<\/strong> (Typ-1-Allergie).<\/p>\n<figure id=\"attachment_209076\" aria-describedby=\"caption-attachment-209076\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Hyposensibilisierung_203683657.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-209076\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Hyposensibilisierung_203683657.jpg\" alt=\"Hyposensibilisierung\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Hyposensibilisierung_203683657.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Hyposensibilisierung_203683657-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Hyposensibilisierung_203683657-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-209076\" class=\"wp-caption-text\">Die Behandlung ist bei Pollenallergie und Heuschnupfen geeignet. Adobe Stock, (c) Budimir Jevtic<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Wie Hyposensibilisierung wirkt<\/strong><\/h3>\n<p>Die Hyposensibilisierung hat zum Ziel, den K\u00f6rper an ein Allergen zu gew\u00f6hnen. Dabei wird der K\u00f6rper regelm\u00e4\u00dfig mit geringe Mengen des jeweiligen Allergieausl\u00f6sers in Kontakt gebracht.\u00a0Wobei in der Steigerungsphase die <strong>Dosis <\/strong>w\u00e4hrend der Therapie <strong>bis zur<\/strong> <strong>Erhaltungsdosis<\/strong> immer weiter<strong> angehoben <\/strong>wird. Ist diese erreicht, wird sie in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden verabreicht (Erhaltungsphase).<\/p>\n<p>Damit versucht man, die <strong>Sensibilisierung <\/strong>des Organismus gegen\u00fcber dem betreffenden Allergen so sehr zu verringern, dass es nur noch geringe oder gar <strong>keine allergischen Beschwerden ausl\u00f6st<\/strong>. Indem das Immunsystem durch<strong> regelm\u00e4\u00dfig wiederholten Kontakt mit dem Allergen<\/strong> \u201clernt\u201c, dass von diesem keine Gefahr ausgeht, es also nicht bek\u00e4mpft werden muss.<\/p>\n<p><strong>Vorteile<\/strong> der Hyposensibilisierung:<\/p>\n<ul>\n<li>Sie baut eine nat\u00fcrliche Toleranz gegen\u00fcber dem Allergen auf.<\/li>\n<li>Ihre Effekte halten nach Therapieende an.<\/li>\n<li>Sie beugt der Entwicklung von Asthma und neuen Allergien vor.<\/li>\n<li>Die allergischen Symptome schwinden. Das senkt den Bedarf an symptomatisch wirkenden Medikamenten.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Formen und Ablauf der Hyposensibilisierung<\/h2>\n<h3><strong>Hyposensibilisierung mit Spritzen<\/strong><\/h3>\n<p>Je nach Art der Verabreichung der Allergen-Dosen unterscheidet man zwischen folgenden Formen der spezifischen Immuntherapie:<\/p>\n<p><strong>Subkutane Immuntherapie <\/strong>(SCIT): Der Arzt <strong>spritzt<\/strong> die Allergene <strong>unter die Haut<\/strong>, meist an der Hinterseite des Oberarms. Er steigert nach Beginn der Therapie allm\u00e4hlich die Dosis (Dauer: 7 bis max. 16 Wochen). Bis zum Erreichen der Erhaltungsdosis, die er dann in der Regel alle 4 bis 6 Wochen weiter injiziert.<\/p>\n<p>Doch gibt es auch Verfahren mit k\u00fcrzerer Aufdosierungszeit, um eine schnellere Gew\u00f6hnung des Immunsystems zu erreichen. Wie die <strong>Cluster-Therapie<\/strong>, bei der sie infolge der Verwendung eines speziell aufgereinigten Allergenextrakts 3 Wochen betr\u00e4gt. Oder die <strong>Rush-\/Ultra-Rush-Hyposensibilisierung<\/strong>, durchgef\u00fchrt mit mehreren Spritzen t\u00e4glich im Rahmen eines station\u00e4ren Aufenthalts. Meist bei Insektengiftallergikern. Anschlie\u00dfend wird die Therapie mit monatlichen Spritzen \u00fcber mindestens drei Jahre fortgesetzt.<\/p>\n<h3><strong>Hyposensibilisierung mit\u00a0Tropfen und Tabletten<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Sublinguale Immuntherapie <\/strong>(SLIT):\u00a0 Die Allergenzufuhr erfolgt in Form von <strong>Tropfen<\/strong> oder <strong>Tabletten<\/strong>, die <strong>unter die Zunge<\/strong> (sublingual) getr\u00e4ufelt bzw. gelegt (Tablette 2 Minuten unter der Zunge halten, dann schlucken). Von dort nimmt sie der K\u00f6rper \u00fcber die Mundschleimhaut auf. Und zwar <strong>t\u00e4glich<\/strong> zur gleichen Zeit. Am besten morgens, auf n\u00fcchternen Magen. Danach mindestens f\u00fcnf Minuten nichts essen oder trinken. Wobei die erste Einnahme unter \u00e4rztlicher Aufsicht geschehen sollte. Inklusive Einweisung in die richtige Handhabung und das richtige Verhalten beim Auftreten von Nebenwirkungen. Kommt es nach einer Einnahme des Pr\u00e4parates zu Atembeschwerden oder zunehmenden Lokalsymptomen, ben\u00f6tigt man \u00e4rztliche Hilfe.<\/p>\n<p>Die Allergengabe wird bis zur Erhaltungsdosis innerhalb weniger Tage gesteigert und dann mit dieser fortgesetzt. Einige SLITs (Tablette) beginnen gleich mit der H\u00f6chstdosis. Vorteile: seltenere Arztbesuche,<strong> bequeme Einnahme zu Hause<\/strong>, eignet sich auch f\u00fcr Allergiker mit Angst vor Spritzen. Die Wirkung dieser Schluckimpfung gilt als gesichert f\u00fcr die Pollen- und die <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/hausstaubmilben-allergie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hausstaubmilbenallergie<\/a>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_209082\" aria-describedby=\"caption-attachment-209082\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Hyposensibilisierung1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-209082\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Hyposensibilisierung1.jpg\" alt=\"Hyposensibilisierung\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Hyposensibilisierung1.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Hyposensibilisierung1-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Hyposensibilisierung1-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-209082\" class=\"wp-caption-text\">Die Behandlung kann \u00fcber Spritzen oder in Form von Tabletten oder Tropfen erfolgen. Foto: Adobe Stock, (c) Wolfilser<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Wer f\u00fchrt Hyposensibilisierungen durch?<\/strong><\/h3>\n<p>Eine spezifische Immuntherapie sollte grunds\u00e4tzlich <strong>nur <\/strong>von<strong>\u00a0Allergologen\u00a0<\/strong>oder anderen darin <strong>erfahrenen \u00c4rzten <\/strong>mit griffbereitem <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/notfallset-insektengiftallergiker\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Notfallset<\/a>\u00a0durchgef\u00fchrt werden. Etwa allergologisch t\u00e4tigen Fach\u00e4rzten f\u00fcr Hals-, Nasen-, Ohrenerkrankungen, Fach\u00e4rzten f\u00fcr Lungenheilkunde oder Allgemeinmedizinern. Weil die Zufuhr allergieausl\u00f6sender Substanzen ein gewisses Behandlungsrisiko beinhaltet und unerw\u00fcnschte Reaktionen verursachen kann, die es zu beurteilen und zu behandeln gilt.<\/p>\n<h3>\u00c4rzte mit Schwerpunkt auf Hyposensibilisierung in \u00d6sterreich:<\/h3>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/93sM6\/faz-floridsdorfer-allergiezentrum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">FAZ Floridsdorfer Allergiezentrum, 1210 Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/1mP1Z\/allergiezentrum-wien-west\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Allergiezentrum Wien West, 1150 Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/qgjbK\/schindler-katja-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Dr. Katja Schindler, 1080 Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/g%C3%A4nserndorf\/69cjz\/dr-wolfgang-pohl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dr. Wolfgang Pohl, 2230 G\u00e4nserndorf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/graz\/f8Pjv\/dr-reinfried-lichtenegger\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dr. Reinfried Lichtenegger, 8010 Graz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/graz\/KsNSB\/steinwender-patricia-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dr. Patricia Steinwender, 8020 Graz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/hall-in-tirol\/69Fr5\/allergieambulatorium-hall-private-krankenhausanstalt-gmbh\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Allergieambulatorium Hall, 6060 Hall in Tirol<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Hyposensibilisierung Kosten<\/strong><\/h2>\n<p>Sie h\u00e4ngen vom im Einzelfall verwendeten Pr\u00e4parat, von der Methode und Dauer der Therapie ab.<\/p>\n<h3><strong>Wer zahlt die Hyposensibilisierung?<\/strong><\/h3>\n<p>Im Normalfall \u00fcbernehmen die <strong>Krankenkassen<\/strong> die Kosten. Nach Diagnose der Allergie anhand entsprechender Blutuntersuchungen oder auch Hauttests und Feststellung der Eignung des Allergikers f\u00fcr das Verfahren durch einen Allergologen.<\/p>\n<h3><strong>Wie lange dauert die Hyposensibilisierung?<\/strong><\/h3>\n<p>Die Gesamtdauer sowohl der subkutanen als auch der sublingualen Immuntherapie betr\u00e4gt \u00fcblicherweise <strong>3 bis 5 Jahre<\/strong>, sollte sich aber nach dem Rat des behandelnden Allergologen richten.\u00a0Bei <strong>Pollenallergikern<\/strong> kann die Therapie <strong>perennial <\/strong>(ganzj\u00e4hrig) erfolgen. <strong>Oder<\/strong> nur <strong>pr\u00e4saisonal <\/strong>(<strong>Kurzzeit-Therapie<\/strong>), d.h. sie wird w\u00e4hrend der Pollenflugzeit unterbrochen und danach wieder fortgesetzt. jedenfalls muss sie einige Zeit vor der Pollensaison beginnen, damit sie in der nachfolgenden Saison Wirkung zeigt.<\/p>\n<h3><strong>Wie schnell wirkt die Therapie?<\/strong><\/h3>\n<p>Eine Spritze bekommen und die l\u00e4stigen Symptome sind sofort und f\u00fcr immer weg. Das w\u00fcnschen sich viele Allergiker. So schnell geht es aber leider nicht. Doch sp\u00fcren viele Hyposensibilisierte bereits <strong>nach Wochen bis Monaten<\/strong> eine Besserung, die meisten sp\u00e4testens nach Absolvierung der gesamten Impfkur.<\/p>\n<p>Doch h\u00e4ngt der Zeitpunkt des Eintritts eines Therapieerfolges von vielen Faktoren ab. Wie etwa vom Verfahren (SCIT oder SLIT) selbst und den dazu verwendeten Substanzen. Vom immunologischen und gesundheitlichen Zustand des Geimpften. Aber auch von seiner<strong> Therapietreue<\/strong>, denn die Therapie muss w\u00e4hrend des \u00e4rztlich empfohlenen Zeitraums <strong>konsequent durchgef\u00fchrt<\/strong> werden, um wirken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Da die Immuntherapie nicht von Anfang an die volle Wirkung zeigt, sollte sie durch Ma\u00dfnahmen zur Vermeidung oder Minimierung des Kontakts mit dem Allergen oder auch antiallergische Medikamente unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_141774\" aria-describedby=\"caption-attachment-141774\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung_79909884.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-141774\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung_79909884.jpg\" alt=\"\" width=\"830\" height=\"464\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung_79909884.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung_79909884-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung_79909884-768x429.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-141774\" class=\"wp-caption-text\">Besonders empfehlenswert ist\u00a0die Behandlung\u00a0bei einer Allergie gegen Bienen- oder Wespengift. Foto: Adobe Stock, (c) G. Wahl<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Gegen welche Allergien\u00a0hilft Hyposensibilisierung?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Unbedingt<\/strong> ratsam ist spezifische Immuntherapie bei einer \u2013 potenziell lebensbedrohlichen \u2013 Allergie gegen <strong>Bienen- oder Wespengift<\/strong>, bei der sie sich mit einer Erfolgsrate von 95 Prozent als besonders effizient erweist.\u00a0Ebenso ist die saisonale allergische Rhinitis, besser bekannt als Heuschnupfen, sowie leichtes bis mittelgradiges allergisches Asthma, das durch <strong>Gr\u00e4ser-, Roggen-, Birken- oder Beifu\u00dfpollen<\/strong> ausgel\u00f6st wird, eindeutig ein Fall f\u00fcr die Immuntherapie.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist auch eine Hyposensibilisierung gegen <strong>Tierepithelien<\/strong> (z.B. Katzen, Hunde, Pferde) m\u00f6glich. Doch zeigt sich hier <strong>kein ausgewogenes Nutzen-Risiko-Verh\u00e4ltnis<\/strong>, sodass sie eher beruflich exponierten Allergikern wie z.B. Tierpflegern oder Tier\u00e4rzten vorbehalten bleibt. Auch bei <strong>Schimmelpilzallergien<\/strong> l\u00e4sst sich eine spezifische Immuntherapie <strong>nicht generell empfehlen<\/strong>.<\/p>\n<p>Man kann auch gegen zwei (z.B. Gr\u00e4ser- und Birkenpollen) oder drei Allergene eine spezifische Immuntherapie durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Auch bei einer Hausstaubmilbenallergie hat sich die spezifische Immuntherapie bew\u00e4hrt. Hier liegen die Erfolgschancen bei 80 bis 90 Prozent.<\/p>\n<h3><strong>Wie lange h\u00e4lt eine Hyposensibilisierung?<\/strong><\/h3>\n<p>Die <strong>Erfolgsaussichten <\/strong>einer spezifischen Immuntherapie h\u00e4ngen davon ab, <strong>wie lang<\/strong> die <strong>Allergie <\/strong>schon besteht, wie <strong>alt <\/strong>der Geimpfte ist und <strong>welches Beschwerdebild<\/strong> er aufweist. Dementsprechend sind sie gr\u00f6\u00dfer bei jungen Menschen mit erst seit 2 oder 3 Jahren auftretendem Heuschnupfen, der sich nur gegen eine Pollenart richtet als bei solchen mit schon seit vielen Jahren merkbaren verschiedenen Allergien. Doch ist eine derartige Polyallergie kein Grund, eine Hyposensibilisierung unbedingt auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>In der Regel h\u00e4lt die durch die Impfkur erreichte Verbesserung jahrelang, <strong>im Bestfall lebenslang<\/strong> an. Kehren die urspr\u00fcnglichen Beschwerden dennoch zur\u00fcck, hilft dagegen meist eine einj\u00e4hrige neuerliche Impfkur, um\u00a0die Beschwerden wieder zu beseitigen.<\/p>\n<h3><strong>Hat die Hyposensibilisierung Nebenwirkungen? <\/strong><\/h3>\n<p>Die Nebenwirkungen der Hyposensibilisierung\u00a0beschr\u00e4nken sich meistens auf <strong>Lokalreaktionen<\/strong> wie einer <strong>R\u00f6tung<\/strong>, <strong>Schwellung<\/strong>, einem <strong>Juckreiz<\/strong> oder <strong>Brennen<\/strong>. Bei der subkutanen Immuntherapie an der <strong>Einstichstelle<\/strong>, bei der sublingualen Therapie an den Lippen bzw. Schleimh\u00e4uten im <strong>Mund<\/strong>-, Rachen- und Halsbereich. Und sie klingen rasch wieder ab. Oder eine Bildung von <strong>Quaddeln<\/strong>. Im Bedarfsfall schw\u00e4cht die Gabe entz\u00fcndungshemmender Substanzen oder Antihistaminika solche Folgeerscheinungen ab.<\/p>\n<p>Ebenfalls m\u00f6glich ist ein Gef\u00fchl der <strong>Abgeschlagenheit<\/strong> an den Behandlungstagen, weil das Immunsystem mit dem zugef\u00fchrten Allergen k\u00e4mpft. Oder eine <strong>allergische Reaktion<\/strong> auf das verabreichte Allergen wie z.B. Atemnot, Asthma-Anf\u00e4lle, Niesanf\u00e4lle oder starker Juckreiz. Gelegentlich hinterl\u00e4sst die SCIT bleibende kleine Kn\u00f6tchen.<\/p>\n<p>In seltenen F\u00e4llen f\u00fchrt die\u00a0Behandlung\u00a0\u2013 etwa bei falscher Dosierung oder mangelhafter Technik (versehentliche Injektion in ein Blutgef\u00e4\u00df) \u2013 allerdings zu einem <a href=\"https:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/gesundheit-allgemein\/schock-was-tun-bis-die-rettung-kommt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>allergischen Schock<\/strong><\/a> mit Kreislaufkollaps und Atemnot. Daher darf sie nur von einem Arzt durchgef\u00fchrt werden. Und der Patient muss <strong>nach dem Verabreichen der Spritze<\/strong> noch <strong>mindestens eine halbe Stunde unter \u00e4rztlicher Beobachtung <\/strong>bleiben, wenn sie ambulant erfolgt. Damit im Bedarfsfall medizinische Gegenma\u00dfnahmen eingeleitet werden.<\/p>\n<p>Um das Risiko f\u00fcr unerw\u00fcnschte Reaktionen gering zu halten, hei\u00dft es, nach einer Allergieimpfung k\u00f6rperliche Anstrengungen, \u00fcppige Mahlzeiten, warme B\u00e4der, Saunabesuche und Alkohol zu vermeiden. Dazu tr\u00e4gt auch die Einnahme eines Antihistaminikums eine Stunde davor bei.<\/p>\n<figure id=\"attachment_141786\" aria-describedby=\"caption-attachment-141786\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung_45028025.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-141786\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung_45028025.jpg\" alt=\"Kind niest im Feld wegen Pollen\" width=\"830\" height=\"487\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung_45028025.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung_45028025-300x176.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Hyposensibilisierung_45028025-768x451.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-141786\" class=\"wp-caption-text\">Auch\u00a0Kinder ab dem Schulalter k\u00f6nnen der Behandlung unterzogen werden. Foto: Adobe Stock, (c) Kzenon<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Wer eignet sich f\u00fcr die spezifische Immuntherapie<\/strong><strong>?<\/strong><\/h3>\n<p>Um zu pr\u00fcfen, ob ein Allergiker sich \u00fcberhaupt einer Hyposensibilisierung unterziehen bzw. die n\u00e4chste Impfdosis m\u00f6glichst komplikationslos erhalten kann, m\u00f6chte der Allergologe wissen, ob er<\/p>\n<ul>\n<li>Medikamente einnimmt und wenn, welche.<\/li>\n<li>an einer chronischen Erkrankung leidet.<\/li>\n<li>einen Urlaub oder eine l\u00e4ngere Dienstreise plant.<\/li>\n<li>vor einem sportlichen Wettkampf steht.<\/li>\n<li>demn\u00e4chst notwendige Schutzimpfungen erh\u00e4lt (1 Woche Abstand ratsam).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kommt eine sublinguale Immuntherapie infrage, will er wissen, ob es Beschwerden in der Mundh\u00f6hle gibt.<\/p>\n<p>Denn es gibt auch einige Umst\u00e4nde, die meist eine <strong>Hyposensibilisierung verbieten<\/strong>. Dazu z\u00e4hlen<\/p>\n<ul>\n<li>schweres Asthma<\/li>\n<li>Krebsleiden<\/li>\n<li>schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen<\/li>\n<li>Autoimmunerkrankungen, eine Immunschw\u00e4che (z.B. AIDS) oder Immunsuppression (z.B. nach Organtransplantation)<\/li>\n<li>die Einnahme bestimmter Beta-Blocker<\/li>\n<li>eine mangelhafte Compliance (Mitarbeit des Patienten), sodass keine regelm\u00e4\u00dfige Anwendung m\u00f6glich ist<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die sublinguale Immuntherapie darf nicht erfolgen, wenn in der Mundh\u00f6hle Entz\u00fcndungen mit schlimmen Symptomen vorhanden sind.<\/p>\n<p>Falls die Durchf\u00fchrung einer <strong>Hyposensibilisierung unm\u00f6glich<\/strong> ist, verbleiben den Betroffenen nur <strong>Alternativen<\/strong> wie die symptomd\u00e4mpfende Behandlung mit <em>Antihistaminika<\/em> und anderen<em> Antiallergika<\/em> oder auch <em>Glucokortikosteroiden<\/em> (Kortison), sowie, wenn m\u00f6glich die Allergenvermeidung bis hin zum Umzug in eine Region mit anderer Flora\/anderem Pollenspektrum bzw. anderem Klima bei Pollenallergikern.<\/p>\n<h3><strong>Hyposensibilisierung in der Schwangerschaft?<\/strong><\/h3>\n<p>Bei Frauen ist vor Beginn einer spezifischen Immuntherapie von Interesse, ob sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Denn dann muss die Therapie bis nach der Geburt des Kindes warten bzw. nach Eintritt einer Schwangerschaft unterbrochen werden.<\/p>\n<h3><strong>Hyposensibilisierung bei Kindern? <\/strong><\/h3>\n<p>Die Behandlung\u00a0wird auch bei <strong>Kindern <\/strong>angewendet, doch meist erst <strong>ab dem Schuleintrittsalter<\/strong>. Experten vermuten, dass die Erfolgschancen bei ihnen sogar gr\u00f6\u00dfer sind als bei Erwachsenen, da die Therapie fr\u00fchzeitig im sich ver\u00e4ndernden Immunsystem eingreift. Und Kinder oftmals noch keine Folgesch\u00e4den wie z.B. Asthma haben. Wobei die Fachleute davon ausgehen, dass die subkutane Immuntherapie\u00a0dabei besser wirkt als die sublinguale\u00a0mit Tropfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Hyposensibilisierung kann, was andere Allergietherapien nicht k\u00f6nnen: der eigentlichen Ursache der Allergie entgegenwirken. In der Folge stellt sich eine dauerhafte Verbesserung der l\u00e4stigen Beschwerden ein oder sie verschwinden sogar. Das ist vor allem bei Pollenallergien, noch mehr aber bei Insektengiftallergien erfolgstr\u00e4chtig. Hyposensibilisierung \u2013 was ist das? Als Hyposensibilisierung\u00a0(auch:\u00a0spezifische Immuntherapie oder Allergie-Immuntherapie) bezeichnen Mediziner eine Methode zur Behandlung der \u00dcberreaktionen des Immunsystems bei Allergien. Damit wirkt die Hyposensibilisierung der eigentlichen Ursache der Allergie entgegen. Im Gegensatz zu anderen Therapien, wie etwa die Verabreichung\u00a0antiallergischer\u00a0Medikamente, die lediglich kurzfristig die Symptome lindern. Das umgangssprachlich Allergie-Impfung genannte Verfahren kann sich \u00fcber mehrere Jahre erstrecken, hat aber oft gute Erfolgsaussichten. Erkennbar an einer merklichen Verringerung der Beschwerden. Im Bestfall verschwinden diese sogar. Anders als die veraltete Bezeichnung Desensibilisierung vermuten l\u00e4sst, ist die Allergie damit nicht weg, denn die Empfindlichkeit gegen\u00fcber dem Allergen besteht weiterhin. Doch bleiben \u00fcberschie\u00dfende Immunreaktionen aus bzw. treten nur bei sehr starker Allergenbelastung auf. Wie entstehen eigentlich Allergien? Zum Schutz vor Bedrohungen wie etwa Krankheitskeimen sowie zur Beseitigung \u00fcberalterter oder ver\u00e4nderter k\u00f6rpereigener Zellen besitzen wir ein Abwehrsystem, bestehend aus Immunzellen, Antik\u00f6rpern und Mediatoren. Dieses\u00a0Immunsystem besitzt ein Ged\u00e4chtnis:\u00a0Es kann sich nach dem Erstkontakt oft noch nach Jahren daran erinnern, ob es dabei einen Stoff als gef\u00e4hrlich oder harmlos eingestuft hat. G\u00fcnstig im Fall tats\u00e4chlich sch\u00e4dlicher\u00a0Krankheitserregern, gegen die es bei erneutem Befall aufgrund der wesentlich effektiveren Antik\u00f6rperproduktion effizienter vorgehen kann. Daher bekommt man viele Infektionen nur einmal im Leben. Unvorteilhaft bei Allergien, denn dann kann jeder noch so geringe Kontakt mit dem Allergen (Allergieausl\u00f6ser) Beschwerden ausl\u00f6sen. Normalerweise ist unser Immunsystem imstande, zwischen Strukturen, die zu unserem K\u00f6rper geh\u00f6ren und solchen, die das nicht tun, zu unterscheiden. Und es bek\u00e4mpft nur f\u00fcr unseren Organismus potenziell bedrohliche Fremdstoffe, nicht jedoch harmlose oder gar k\u00f6rpereigene Substanzen. Doch kann es sich auch irren. Also k\u00f6rpereigenes Gewebe f\u00e4lschlicherweise als fremd erkennen und dagegen vorgehen. So entwickeln sich Autoimmunerkrankungen. Oder es sch\u00e4tzt unsch\u00e4dliche Fremdstoffe wie z.B. Bl\u00fctenstaub, Nahrungsmittel oder Tierhaare f\u00e4lschlicherweise als gef\u00e4hrlich ein und attackiert sie. So entstehen Allergien. Wichtig! Allergien sind also \u00fcberschie\u00dfende Abwehrreaktionen des Immunsystems gegen eigentlich harmlose Substanzen. Im Rahmen dieser Abwehrreaktionen bildet der K\u00f6rper Antik\u00f6rper gegen den Allergieausl\u00f6ser. Und zwar eine spezielle Sorte, sogenannte IgE-Antik\u00f6rper (Immunglobulin E). Treffen sie auf das passende Allergen, werden verschiedene Mediatoren \u2013 insbesondere Histamin \u2013 freigesetzt, die imstande sind, eine Entz\u00fcndung hervorzurufen. Das kann Schnupfen, Augenjucken oder Asthmaanf\u00e4lle ausl\u00f6sen. Da die allergischen Symptome innerhalb einiger Minuten nach Kontakt mit dem Allergen auftreten, spricht man von einer Soforttyp-Allergie (Typ-1-Allergie). Wie Hyposensibilisierung wirkt Die Hyposensibilisierung hat zum Ziel, den K\u00f6rper an ein Allergen zu gew\u00f6hnen. Dabei wird der K\u00f6rper regelm\u00e4\u00dfig mit geringe Mengen des jeweiligen Allergieausl\u00f6sers in Kontakt gebracht.\u00a0Wobei in der Steigerungsphase die Dosis w\u00e4hrend der Therapie bis zur Erhaltungsdosis immer weiter angehoben wird. Ist diese erreicht, wird sie in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden verabreicht (Erhaltungsphase). Damit versucht man, die Sensibilisierung des Organismus gegen\u00fcber dem betreffenden Allergen so sehr zu verringern, dass es nur noch geringe oder gar keine allergischen Beschwerden ausl\u00f6st. Indem das Immunsystem durch regelm\u00e4\u00dfig wiederholten Kontakt mit dem Allergen \u201clernt\u201c, dass [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":175,"featured_media":141759,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[247],"tags":[],"acf":[],"yoast_head":"\n<title>Hyposensibilisierung: Alles \u00fcber Wirkung, Dauer und Kosten - HEROLD.at<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Wie funktioniert eine Hyposensibilisierung? Wie l\u00e4uft sie ab? Wie lange dauert eine Immuntherapie? Wer \u00fcber nimmt die Kosten? 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