{"id":140367,"date":"2019-10-22T09:50:09","date_gmt":"2019-10-22T07:50:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=140367"},"modified":"2020-02-28T10:13:56","modified_gmt":"2020-02-28T09:13:56","slug":"immuntherapie-krebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/immuntherapie-krebs\/","title":{"rendered":"Immuntherapie gegen Krebs: Ablauf, Nebenwirkungen, Kosten"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_141855\" aria-describedby=\"caption-attachment-141855\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Immuntherapie-Krebs_klein.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-141855 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Immuntherapie-Krebs_klein.jpg\" alt=\"Immuntherapie Krebs\" width=\"830\" height=\"319\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Immuntherapie-Krebs_klein.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Immuntherapie-Krebs_klein-300x115.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Immuntherapie-Krebs_klein-768x295.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-141855\" class=\"wp-caption-text\">Die\u00a0Immuntherapie st\u00e4rkt die k\u00f6rpereigenen Abwehrkr\u00e4fte, damit das Immunsystem den Krebs selbst bek\u00e4mpfen kann. Foto: Adobe Stock, (c) Anusorn<\/figcaption><\/figure>\n<p>Operation, Chemotherapie und Bestrahlung sind l\u00e4ngst nicht die einzigen M\u00f6glichkeiten, Krebsleiden zu behandeln. Eine weitere, an Bedeutung zunehmende, hei\u00dft <strong>Immuntherapie<\/strong>. Sie zielt darauf ab, das k\u00f6rpereigene<strong> Immunsystem gegen den Krebs<\/strong> zu mobilisieren. Leider greift sie bislang nur bei bestimmten Krebserkrankungen und nicht bei jedem Patienten. Wir erkl\u00e4ren, wie die Immuntherapie bei Krebs funktioniert, <strong>wie teuer<\/strong> sie ist und ob die Therapie in \u00d6sterreich von der Krankenkasse bezahlt wird.<\/p>\n\n<h2><strong>Immuntherapie gegen Krebs &#8211; Krebsimmuntherapie <\/strong><\/h2>\n<p>Die einzelnen Arten von Krebs haben etliche Gemeinsamkeiten. Etwa, dass sie oft <strong>gesundes Gewebe verdr\u00e4ngen<\/strong>. Oder dass die meisten, wenn sie Anschluss an Blut- oder Lymphgef\u00e4\u00dfe finden, streuen,\u00a0also Metastasen (Tochtergeschw\u00fclste) in anderen Organen bilden k\u00f6nnen. Doch ist Krebs nicht gleich Krebs. Selbst dann, wenn es sich um Tumore ein- und desselben Organs handelt. Dementsprechend\u00a0unterschiedlich kann auch die Behandlung aussehen.<\/p>\n<p>Mittels Operation versucht die Medizin, durch m\u00f6glichst vollst\u00e4ndiges Wegschneiden den Krebs zu entfernen. <a href=\"https:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/gesundheit-allgemein\/strahlentherapie-wirksame-waffe-in-der-tumorbekaempfung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bestrahlungen<\/a> sollen den Tumor zerst\u00f6ren oder wenigstens verkleinern. Und <a href=\"https:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/gesundheit-allgemein\/chemotherapie-zellgifte-killen-krebszellen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Chemotherapien<\/a> haben das Ziel, Krebszellen abzut\u00f6ten. Im Idealfall alle, auch die der Metastasen.<\/p>\n<div class=\"content-box-yellow\">Ein neuerer Behandlungsansatz ist, Krebserkrankungen mit immunologischen Methoden zu behandeln. Das Prinzip der <strong>Krebsimmuntherapie<\/strong> lautet: <strong>Abwehrreaktionen des K\u00f6rpers therapeutisch<\/strong> <strong>nutzen<\/strong>.<\/div>\n<h3><strong>Immuntherapie \u2013 was ist das?<\/strong><\/h3>\n<p>Unter die Bezeichnung <em>Immuntherapie<\/em> fallen verschiedene Arten von Behandlungen, die die <strong>Aktivit\u00e4t des Immunsystems beeinflussen<\/strong>.\u00a0Verschiedene Immuntherapien wirken auf unterschiedliche Weise und haben unterschiedliche Ziele. Einige dienen der St\u00e4rkung,\u00a0also\u00a0<strong>Aktivierung des Immunsystems<\/strong>. Wie etwa Impfungen, bei denen lebende oder abget\u00f6tete Erreger bzw. Bestandteile davon verabreicht werden, um das Immunsystem zur Antik\u00f6rperbildung anzuregen.<\/p>\n<p>Andere wollen das Gegenteil, also Abwehrreaktionen abschw\u00e4chen. Eine solche <strong>Immunsuppression<\/strong> ist etwa <strong>bei Organtransplantationen<\/strong> notwendig, um Absto\u00dfungsreaktionen des Empf\u00e4ngers gegen das Spenderorgan zu verhindern. Oder bei <strong>Autoimmunerkrankungen<\/strong>, wo sich die Abwehr gegen k\u00f6rpereigene Substanzen richtet.<\/p>\n<p>Dann gibt es Verfahren, die <strong>Abwehrreaktionen modulieren<\/strong>, also abwandeln. Wie die spezifische <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/hyposensibilisierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Immuntherapie bei Allergie<\/a> alias <em>Hyposensibilisierung<\/em>, die verschiedenen <strong>Typ-1-Allergien<\/strong> entgegenwirkt.<\/p>\n<h3>Warum Immuntherapie bei Krebs?<\/h3>\n<p>Grundlage: Das Immunsystem geht nicht nur gegen in den Organismus eindringende Keime und Fremdk\u00f6rper vor, sondern auch gegen entartete Zellen, um den K\u00f6rper vor Krankheiten (wie\u00a0zum Beispiel Krebs) zu sch\u00fctzen. Damit es Krebszellen als \u201cfremd\u201c und damit potenziell bek\u00e4mpfenswert erkennt, m\u00fcssen an ihrer Oberfl\u00e4che <strong>besondere Strukturen<\/strong> (Antigene) vorhanden sein. Diesen \u201cErkennungsdienst\u201c leisten von<em> B-Lymphozyten<\/em> und <em>Plasmazellen<\/em> produzierte Antik\u00f6rper. Dann folgt eine Immunreaktion, bei der die Antik\u00f6rper die Antigene binden und sogenannte <em><strong>Killerzellen<\/strong><\/em> die Krebszellen unsch\u00e4dlich machen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_184302\" aria-describedby=\"caption-attachment-184302\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-184302\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-Crystal-light.jpg\" alt=\"Krebszellen unter dem Mikroskop. Immuntherapie gegen Krebs.\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-Crystal-light.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-Crystal-light-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-Crystal-light-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-184302\" class=\"wp-caption-text\">Krebsimmuntherapie: Das Immunsystem kann den Tumor nur dann effektiv bek\u00e4mpfen, wenn es die Zellen als entartet erkennt. Adobe Stock, (c)Crystal light<\/figcaption><\/figure>\n<h4>Wie wirkt die Immuntherapie gegen Krebs?<\/h4>\n<p>Man k\u00f6nnte also sagen, dass das Immunsystem eigentlich keine Hilfe braucht, um entartete Zellen zu bek\u00e4mpfen. Das Problem:<strong> Krebszellen<\/strong>\u00a0arbeiten mit einigen <strong>Tricks<\/strong>, um solchen Angriffen der \u201ck\u00f6rpereigenen Polizei\u201c zu entgehen (<em>Immunescape<\/em>) und vermehren sich dadurch ungehindert, was das Tumorwachstum erleichtert. Sie tarnen z. B. ihre Erkennungsstrukturen oder setzen immunsuppressive Molek\u00fcle frei. Oder sie bedienen sich sogenannter Checkpoint-Molek\u00fcle, um mit deren Hilfe das Abwehrsystem auszubremsen. Checkpoint-Molek\u00fcle steuern die Immunreaktionen, d. h. aktivieren sie bei drohender Gefahr oder hemmen sie zur Vermeidung von \u00dcberreaktionen.<\/p>\n<p>An solchen \u201cAusweichman\u00f6vern\u201c von Tumorzellen <strong>setzen die Immuntherapien<\/strong> an. Dazu geh\u00f6ren monoklonale (von einer Zelllinie\/einem Zellklon produzierte) Antik\u00f6rper, Checkpoint-Inhibitoren, Impfungen mit Tumorantigenen und die CAR-T-Zell-Therapie. Mit dem Immunsystem den Krebs bek\u00e4mpfen \u2013 daraus hat sich ein eigener Zweig der Onkologie (Wissenschaft, die sich mit Krebs befasst) entwickelt, die <strong>Immunonkologie<\/strong>.<\/p>\n<h3><strong>Vorteile der<\/strong> <strong>Krebsimmuntherapie<\/strong><\/h3>\n<p>Immuntherapien k\u00f6nnen Krebserkrankungen viel gezielter bek\u00e4mpfen als andere Behandlungsverfahren. Sie haben teils weniger Nebenwirkungen als konventionelle Behandlungsmethoden wie etwa die Chemotherapie. Dar\u00fcber hinaus greifen sie oft <strong>auch bei Krebsarten<\/strong> und <strong>Erkrankungsstadien<\/strong>, wo <strong>andere Mittel<\/strong> nur noch unzureichend oder gar <strong>nicht mehr helfen<\/strong>. H\u00e4ufig erm\u00f6glichen sie eine komplette Tumorkontrolle, Verl\u00e4ngerung der \u00dcberlebenszeit oder sorgen auch f\u00fcr eine Heilung.<\/p>\n<p>Zudem sprechen Studien daf\u00fcr, dass <strong>Kombinationen<\/strong> aus verschiedenen Formen der Immuntherapie oder auch solche aus Immun- und konventionellen Krebstherapien eine Verbesserung des Behandlungserfolges bei Krebs bewirken k\u00f6nnten. So sind etwa metallhaltige Chemotherapien in der Lage, die Immunantwort gegen Krebs und somit die Effekte von Immuntherapien zu verst\u00e4rken. Unter anderem deshalb, weil sich die durch sie abget\u00f6teten Krebszellen beim Zerfall ver\u00e4ndern und so f\u00fcr die Abwehr \u201csichtbarer\u201c werden.<\/p>\n<p>Zudem, weil solche Chemotherapien auch die verbrauchten oder hemmenden Komponenten des Immunsystems zerst\u00f6ren. Die erneuert daher der Organismus, bildet z. B. aus Stammzellen frische Immunzellen, um durch sie gest\u00e4rkt den Kampf gegen den Krebs wieder aufzunehmen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_184350\" aria-describedby=\"caption-attachment-184350\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-184350 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-Romolo-Tavani.jpg\" alt=\"Forscherin in einem Labor, die sich mit Immuntherapie bei Krebs besch\u00e4ftigt.\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-Romolo-Tavani.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-Romolo-Tavani-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-Romolo-Tavani-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-184350\" class=\"wp-caption-text\">Bei der CAR-T-ZELL Therapie werden T-Zellen im Labor mit einem CAR-T-Rezeptor versehen. Ziel: Tumor schrumpfen. Adobe Stock, (c) Romolo Tavani<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Welche Immuntherapie bei Krebs?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Monoklonale Antik\u00f6rper<\/strong> sind gentechnisch hergestellte, <strong>gegen spezifische Oberfl\u00e4chenstrukturen von Krebszellen<\/strong> gerichtete Eiwei\u00dfk\u00f6rper. Sie sch\u00e4digen diese Antigene bzw. blockieren ihre Wachstumssignale. Zugleich erm\u00f6glichen oder erleichtern sie den Immunzellen, die Krebszellen zu erkennen, sodass diese zerst\u00f6rt werden k\u00f6nnen. Die Antik\u00f6rper kommen derzeit zur Behandlung von Brust- und Lymphdr\u00fcsenkrebs mit beachtlichem Erfolg zum Einsatz.<\/p>\n<p><strong>(Immun-)Checkpoint-Inhibitoren<\/strong> geh\u00f6ren auch zu den monoklonalen Antik\u00f6rpern. Aber sie binden sich an die Rezeptoren der T-Zellen und heben die Blockade der T-Zellen durch die Tumorzellen auf. Daher werden sie auch als <strong>Bremsl\u00f6ser <\/strong>bezeichnet. Daraufhin erkennen die T-Zellen die Krebszellen, vernichten sie oder stoppen zumindest ihr Wachstum. Bei Melanomen (schwarzer Hautkrebs) und bestimmten Formen von Lungenkrebs erreicht man mit Checkpoint-Inhibitoren langanhaltende Tumorr\u00fcckbildungen. Sie werden aber auch bei Nieren- und Blasenkrebs sowie Tumoren des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs angewendet.<\/p>\n<p><strong>Vakzine<\/strong> aus abget\u00f6teten Krebszellen, Membranpr\u00e4parationen oder dendritischen Zellen (pr\u00e4sentieren das Tumorantigen besonders wirksam anderen Immunzellen zwecks Erkennung und Angriff), sollen im Organismus eine gegen den Krebs gerichtete Immunreaktion ausl\u00f6sen. Doch haben bisherige solche <strong>Krebs-Impfstoffe<\/strong> die in sie gesetzten gro\u00dfen Hoffnungen nicht erf\u00fcllt. Trotzdem wird weiter daran geforscht, denn inzwischen machen es die Eiwei\u00dfchemie und Molekularbiologie m\u00f6glich, Tumorantigene besser zu charakterisieren, sodass diese nun hochreiner Form produziert werden k\u00f6nnen, um als Impfstoffe zu dienen. Sie k\u00f6nnten in Zukunft als Schutz gegen ein Wiederauftreten von Krebsleiden nach deren Operation in Verwendung kommen, befinden sich jedoch noch im Experimentierstadium. Derzeit steht daher f\u00fcr die Krebsbehandlung kein entsprechendes Vakzin zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<h4><strong>CAR-T-Zell-Therapie<\/strong><\/h4>\n<p>Vom Patienten entnommene <strong>T-Zellen<\/strong> werden im Speziallabor gentechnisch <strong>mit einem CAR-T-Rezeptor versehen<\/strong>. Die so modifizierten CAR-T-Zellen sind imstande, Mechanismen des Tumors zur Stilllegung des Immunsystems zu durchbrechen. Denn der Rezeptor hilft den Abwehrzellen, die Tumorzellen zu erkennen, sodass sie diese attackieren k\u00f6nnen. Die Methode eignet sich insbesondere f\u00fcr Krebsarten, die sich aus B-Zellen entwickelt haben. Wie bestimmte akute lymphatische Leuk\u00e4mien, B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphome oder das multiple Myelom.<\/p>\n<h3><strong>Wie l\u00e4uft eine Immuntherapie ab?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Monoklonale Antik\u00f6rper<\/strong> werden meist in Form von intraven\u00f6sen <strong>Infusionen<\/strong>, seltener als subkutane (unter die Haut) Injektion verabreicht.<\/p>\n<p>Die Gabe von <strong>Checkpoint-Inhibitoren<\/strong> erfolgt ebenfalls per <strong>Infusion<\/strong>, die \u2013 abh\u00e4ngig von Pr\u00e4parat und Vertr\u00e4glichkeit \u2013 eine bis mehrere Stunden dauert und in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden wiederholt wird. Um die Wirksamkeit der Therapie zu erh\u00f6hen, kann es auch notwendig sein, dem Patienten eine Kombination von mehreren Immun-Checkpoint-Hemmern zu verabreichen. Es kann einige Wochen dauern, bis die Medikamente ihre Wirkung zeigen.<\/p>\n<p>Ebenso werden bei der CAR-T-Zell-Therapie die im Labor modifizierten Immunzellen <strong>per Infusion<\/strong> zugef\u00fchrt. Eine einzige solche T-Zelle kann 1.000 Tumorzellen zerst\u00f6ren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_184359\" aria-describedby=\"caption-attachment-184359\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-184359\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-romaset.jpg\" alt=\"Junge Frau. die die Immuntherapie gegen Krebs per Infusion erh\u00e4lt.\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-romaset.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-romaset-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-romaset-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-184359\" class=\"wp-caption-text\">Die Krebsimmuntherapie wird normalerweise mithilfe von regelm\u00e4\u00dfigen Infusionen durchgef\u00fchrt. Adobe Strock, (c) romaset<\/figcaption><\/figure>\n<h4><strong>Wie lange dauert die Immuntherapie?<\/strong><\/h4>\n<p>Die zeitlichen Abst\u00e4nde zwischen den Antik\u00f6rper-Infusionen sowie die Behandlungsdauer h\u00e4ngen vom <strong>verabreichten Medikament<\/strong> und der <strong>Krebsart <\/strong>ab. Die genaue Dauer ist noch Gegenstand der Forschung. F\u00fcr die Immuntherapie mit CAR-T-Zellen m\u00fcssen zuerst genug T-Lymphozyten des Patienten f\u00fcr deren Abtrennung aus dem Blut gewonnen werden, die dann an spezielle Labors versandt werden. Dort erfolgt ihre gentechnische Ver\u00e4nderung, d.h. Ausstattung mit einem CAR-T-Rezeptor (<strong>C<\/strong>himeric <strong>A<\/strong>ntigen <strong>R<\/strong>eceptor) gegen bestimmte Strukturen auf den Tumorzellen.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, es wird zwecks Abrichtung zur Krebsbek\u00e4mpfung ein St\u00fcck<strong> k\u00fcnstlich hergestellter DNA<\/strong> mit speziellem Bauplan in die T-Zellen eingeschleust. Nach der Vermehrung der so ver\u00e4nderten Zellen im Reagenzglas werden sie, sobald die gew\u00fcnschte Anzahl (bis zu 100 Millionen) erreicht ist, eingefroren und ans Behandlungszentrum verschickt, dort aufgetaut und per Infusion verabreicht. Das Verfahren erstreckt sich daher<strong> \u00fcber einige Wochen<\/strong>.<\/p>\n<h2>Immuntherapie &#8211; welche Krebsarten?<\/h2>\n<p>Immuntherapeutika finden derzeit Verwendung bei folgenden Karzinomen:<\/p>\n<ul>\n<li>malignes <a href=\"https:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/haut-und-geschlechtskrankheiten\/hautkrebsrisiko-im-sommer-so-beugen-sie-vor\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Melanom<\/a><\/li>\n<li>multiples Myelom<\/li>\n<li>Brust-, <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/prostatakrebs-vorsorge\/\">Prostata- <\/a>und <a href=\"https:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/darmkrebs\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Darmkrebs<\/a><\/li>\n<li>Leuk\u00e4mien und Hodgkin-Lymphome<\/li>\n<li>Hirn-, Lungen-, Nieren- und Blasentumoren<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sie sind jedoch nicht imstande, jedem Patienten zu helfen, denn nicht jeder spricht darauf an. Warum das so ist, wird noch intensiv beforscht.<\/p>\n<h3><strong>Immuntherapie bei Lungenkrebs<\/strong><\/h3>\n<p>Unabh\u00e4ngig vom Tumorstadium und von der Form des Lungenkarzinoms, also auch beim kleinzelligen Lungenkrebs, der gro\u00dfteils erst in einem sehr fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird, <strong>verbessert<\/strong> die Immuntherapie die <strong>\u00dcberlebenschancen<\/strong> deutlich. Deshalb kommt sie bei vielen Lungenkrebs-Patienten zum Einsatz. Zunehmend in immer fr\u00fcheren Stadien, um bessere Behandlungsergebnisse und eine h\u00f6here Lebensqualit\u00e4t zu erreichen. Im Regelfall kombiniert mit konventionellen Krebstherapien, manchmal auch allein.<\/p>\n<h3><strong>Immuntherapie bei Hautkrebs <\/strong><\/h3>\n<p>Beim metastasierenden Melanom (<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/schwarzer-hautkrebs-malignes-melanom\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">schwarzer Hautkrebs<\/a>) bewirken Immuntherapien teilweise l\u00e4nger anhaltende <strong>Tumorr\u00fcckbildungen<\/strong>.<\/p>\n<h3><strong>Immuntherapie bei Brustkrebs<\/strong><\/h3>\n<p>Monoklonale Antik\u00f6rper sind aus der Behandlung von <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/brustkrebsvorsorge\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brustkrebs<\/a> kaum noch wegzudenken. Und zwar beim HER2-positiven, daher schnell und unkontrolliert wachsenden Mammakarzinom (HER2 = <strong>h<\/strong>uman <strong>e<\/strong>pidermal growth factor <strong>r<\/strong>eceptor <strong>2<\/strong>). Weil ihr Einsatz zusammen mit einer Chemotherapie die <strong>Prognose<\/strong> des Krebsleidens deutlich <strong>verbessert<\/strong>. Pr\u00e4operativ eingesetzt f\u00fchrt diese Kombinationstherapie oft dazu, dass beim chirurgischen Eingriff kein Resttumor in der Brust mehr nachweisbar ist.<\/p>\n<h3>Immuntherapie \u2013 bekannte Nebenwirkungen<\/h3>\n<p>Da eine Immuntherapie in das Abwehrsystem eingreift, k\u00f6nnen sich <strong>Autoimmunreaktionen<\/strong> (gegen k\u00f6rpereigene Strukturen gerichtete \u00dcberreaktionen) entwickeln, mit Symptomen wie z. B.:<\/p>\n<ul>\n<li>Fieber und Sch\u00fcttelfrost<\/li>\n<li>Appetitlosigkeit und Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung<\/li>\n<li>M\u00fcdigkeit<\/li>\n<li>Kopf- und Gelenkschmerzen<\/li>\n<li>Hautausschl\u00e4ge und Juckreiz<\/li>\n<li>Entz\u00fcndungen von Darm, Leber, Nieren, Lunge, Schilddr\u00fcse oder anderer hormonproduzierender Organe<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die bekommt man aber meist medikament\u00f6s in den Griff. Wenn nicht, ist eine Unterbrechung oder gar ein Abbruch dieser Krebstherapie notwendig.<\/p>\n<figure id=\"attachment_184368\" aria-describedby=\"caption-attachment-184368\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-184368 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-Coloures-Pic.jpg\" alt=\"Junge blonde Frau, die durch die Immuntherapie bei Krebs gest\u00e4rkt ist.\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-Coloures-Pic.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-Coloures-Pic-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Immuntherapie-Krebs-Adobe-Stock-c-Coloures-Pic-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-184368\" class=\"wp-caption-text\">Manchmal wird es schlimmer, bevor es besser wird: Wenn die Krebsimmuntherapie anschl\u00e4gt, kann es Nebenwirkungen geben. Adobe Stock, (c) Coloures Pic<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die <strong>CAR-T-Zell-Therapie<\/strong> kann ein sogenanntes <strong>Zytokin-Freisetzungssyndrom<\/strong> als Nebenwirkung haben. Dabei handelt es sich um eine so starke Reaktion des Immunsystems, dass sich eine Entz\u00fcndung im ganzen K\u00f6rper ausbreitet. Mit Symptomen wie z. B. Fieber, Sch\u00fcttelfrost, Atembeschwerden, Hautausschl\u00e4ge sowie neurologischen Problemen. Ausgel\u00f6st wird ein solcher Zytokin-Sturm vermutlich durch den massiven Zerfall der Krebszellen, der mit der Aussch\u00fcttung gro\u00dfer Mengen an Zytokinen im K\u00f6rper verbunden ist. Zytokine wirken an immunologischen Reaktionen und Entz\u00fcndungsprozessen mit.<\/p>\n<h2><strong>Immuntherapie Kosten<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>Wie teuer ist die Immuntherapie?<\/strong><\/h3>\n<p>Ein bedeutender <strong>Nachteil der Immuntherapie<\/strong> ist, dass sie (noch?) nicht bei jeder Krebsart eingesetzt werden kann und nur ein Teil der Patienten von ihr profitiert. Doch gibt es einen weiteren: der Preis, denn sie ist dank hoher Herstellungskosten, die auch durch den Einsatz des daf\u00fcr n\u00f6tigen Expertenwissens zustande kommen, im Moment noch sehr teuer. Derzeit belaufen sich die Kosten einer Krebsimmuntherapie in \u00d6sterreich auf <strong>bis zu\u00a0 \u20ac 100.000<\/strong>.<\/p>\n<h3><strong>Wer zahlt die Immuntherapie?<\/strong><\/h3>\n<p>Die Kosten f\u00fcr die Krebsimmuntherapie werden in \u00d6sterreich von den <strong>Krankenkassen <\/strong>\u00fcbernommen.<\/p>\n<h3>Immuntherapie Wien &#8211; wer bietet es an?\u00a0Kontakt<\/h3>\n<p>Die Krebsimmuntherapie kann sowohl in Krankenh\u00e4usern als auch bei niedergelassenen Onkologen in Anspruch genommen werden. Wir haben recherchiert, wo du <strong>in Wien<\/strong> eine entsprechende Therapie durchf\u00fchren lassen kannst. Kontakt:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/XgslJ\/zielinski-christoph-univ-prof-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Univ. Prof. Dr. Christoph Zielinski, 1190 Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/NjkWj\/kleef-ralf-dr-med-institut-f%C3%BCr-w%C3%A4rme--und-immuntherapie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Dr. med. Ralf Kleef, 1130 Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/QtGpH\/k%C3%B6nigswieser-veronika-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Frau Dr. Veronika K\u00f6nigswieser, 1140 Wien<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Und was ist mit der Mikroimmuntherapie?<\/strong><\/h3>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/3idi.org\/All\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mikroimmuntherapie<\/a> z\u00e4hlt zu den immunmodulierenden Verfahren. Sie arbeitet mit denselben <strong>Botenstoffen<\/strong> wie das Immunsystem. Beispielsweise mit Zytokinen, Hormonen, Wachstumsfaktoren, oder Nukleins\u00e4uren. Sie sollen Informationen an den Organismus \u00fcbermitteln, damit die <strong>Immunantwort wieder korrekt<\/strong> abl\u00e4uft. Ihr Ziel lautet, die folgerichtige Kommunikation zwischen den Zellen des Immunsystems wiederherzustellen. Damit diese Zellen ihre urspr\u00fcngliche F\u00e4higkeit zur Verteidigung gegen Bedrohungen wie z. B. Krebszellen wiedergewinnen oder auch ihre Aktivit\u00e4ten einbremsen, bevor diese zu \u00fcbertrieben ausfallen.\u00a0Also ein aus dem Gleichgewicht geratenes Immunsystem ins Lot zu bringen.<\/p>\n<p>Anders als die klassische Immuntherapie setzt die Mikroimmuntherapie \u2013 \u00e4hnlich wie die Hom\u00f6opathie \u2013 in einem V<strong>erd\u00fcnnungs-\/Dynamisierungsprozess zubereitete Pr\u00e4parate<\/strong> ein. In niedrigen Konzentrationen (<strong>Mikrodosen<\/strong>), deren H\u00f6he sich danach richtet, ob die Substanzen eine stimulierende, modulierende oder hemmende Wirkung haben sollen. Sie werden <strong>in einer bestimmten Reihenfolge verabreicht<\/strong>. Zeitversetzt, um die nat\u00fcrliche Funktionsweise des Immunsystems nachzuahmen.<\/p>\n<p>Die Einnahme der Pr\u00e4parate erfolgt <strong>sublingual<\/strong> (unter der Zunge). Das soll eine Weitergabe ihrer Informationen direkt ans lymphatische System, wo viele Zellen des Immunsystems sitzen, gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Der Nutzen der zur Komplement\u00e4rmedizin z\u00e4hlenden Methode ist wissenschaftlich umstritten. Daher \u00fcbernehmen die Krankenkassen auch die Kosten daf\u00fcr nicht.<\/p>\n<h3>Am besten bewertete Fach\u00e4rzte f\u00fcr Innere Medizin:<\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/internist\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/internist\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/internist\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/internist\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/internist\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/internist\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/internist\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/internist\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/internist\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Operation, Chemotherapie und Bestrahlung sind l\u00e4ngst nicht die einzigen M\u00f6glichkeiten, Krebsleiden zu behandeln. Eine weitere, an Bedeutung zunehmende, hei\u00dft Immuntherapie. Sie zielt darauf ab, das k\u00f6rpereigene Immunsystem gegen den Krebs zu mobilisieren. Leider greift sie bislang nur bei bestimmten Krebserkrankungen und nicht bei jedem Patienten. Wir erkl\u00e4ren, wie die Immuntherapie bei Krebs funktioniert, wie teuer sie ist und ob die Therapie in \u00d6sterreich von der Krankenkasse bezahlt wird. Immuntherapie gegen Krebs &#8211; Krebsimmuntherapie Die einzelnen Arten von Krebs haben etliche Gemeinsamkeiten. Etwa, dass sie oft gesundes Gewebe verdr\u00e4ngen. Oder dass die meisten, wenn sie Anschluss an Blut- oder Lymphgef\u00e4\u00dfe finden, streuen,\u00a0also Metastasen (Tochtergeschw\u00fclste) in anderen Organen bilden k\u00f6nnen. Doch ist Krebs nicht gleich Krebs. Selbst dann, wenn es sich um Tumore ein- und desselben Organs handelt. Dementsprechend\u00a0unterschiedlich kann auch die Behandlung aussehen. Mittels Operation versucht die Medizin, durch m\u00f6glichst vollst\u00e4ndiges Wegschneiden den Krebs zu entfernen. Bestrahlungen sollen den Tumor zerst\u00f6ren oder wenigstens verkleinern. Und Chemotherapien haben das Ziel, Krebszellen abzut\u00f6ten. Im Idealfall alle, auch die der Metastasen. Ein neuerer Behandlungsansatz ist, Krebserkrankungen mit immunologischen Methoden zu behandeln. Das Prinzip der Krebsimmuntherapie lautet: Abwehrreaktionen des K\u00f6rpers therapeutisch nutzen. Immuntherapie \u2013 was ist das? Unter die Bezeichnung Immuntherapie fallen verschiedene Arten von Behandlungen, die die Aktivit\u00e4t des Immunsystems beeinflussen.\u00a0Verschiedene Immuntherapien wirken auf unterschiedliche Weise und haben unterschiedliche Ziele. Einige dienen der St\u00e4rkung,\u00a0also\u00a0Aktivierung des Immunsystems. Wie etwa Impfungen, bei denen lebende oder abget\u00f6tete Erreger bzw. Bestandteile davon verabreicht werden, um das Immunsystem zur Antik\u00f6rperbildung anzuregen. Andere wollen das Gegenteil, also Abwehrreaktionen abschw\u00e4chen. Eine solche Immunsuppression ist etwa bei Organtransplantationen notwendig, um Absto\u00dfungsreaktionen des Empf\u00e4ngers gegen das Spenderorgan zu verhindern. Oder bei Autoimmunerkrankungen, wo sich die Abwehr gegen k\u00f6rpereigene Substanzen richtet. Dann gibt es Verfahren, die Abwehrreaktionen modulieren, also abwandeln. Wie die spezifische Immuntherapie bei Allergie alias Hyposensibilisierung, die verschiedenen Typ-1-Allergien entgegenwirkt. Warum Immuntherapie bei Krebs? Grundlage: Das Immunsystem geht nicht nur gegen in den Organismus eindringende Keime und Fremdk\u00f6rper vor, sondern auch gegen entartete Zellen, um den K\u00f6rper vor Krankheiten (wie\u00a0zum Beispiel Krebs) zu sch\u00fctzen. Damit es Krebszellen als \u201cfremd\u201c und damit potenziell bek\u00e4mpfenswert erkennt, m\u00fcssen an ihrer Oberfl\u00e4che besondere Strukturen (Antigene) vorhanden sein. Diesen \u201cErkennungsdienst\u201c leisten von B-Lymphozyten und Plasmazellen produzierte Antik\u00f6rper. Dann folgt eine Immunreaktion, bei der die Antik\u00f6rper die Antigene binden und sogenannte Killerzellen die Krebszellen unsch\u00e4dlich machen. Wie wirkt die Immuntherapie gegen Krebs? Man k\u00f6nnte also sagen, dass das Immunsystem eigentlich keine Hilfe braucht, um entartete Zellen zu bek\u00e4mpfen. Das Problem: Krebszellen\u00a0arbeiten mit einigen Tricks, um solchen Angriffen der \u201ck\u00f6rpereigenen Polizei\u201c zu entgehen (Immunescape) und vermehren sich dadurch ungehindert, was das Tumorwachstum erleichtert. Sie tarnen z. B. ihre Erkennungsstrukturen oder setzen immunsuppressive Molek\u00fcle frei. Oder sie bedienen sich sogenannter Checkpoint-Molek\u00fcle, um mit deren Hilfe das Abwehrsystem auszubremsen. Checkpoint-Molek\u00fcle steuern die Immunreaktionen, d. h. aktivieren sie bei drohender Gefahr oder hemmen sie zur Vermeidung von \u00dcberreaktionen. An solchen \u201cAusweichman\u00f6vern\u201c von Tumorzellen setzen die Immuntherapien an. Dazu geh\u00f6ren monoklonale (von einer Zelllinie\/einem Zellklon produzierte) Antik\u00f6rper, Checkpoint-Inhibitoren, Impfungen mit Tumorantigenen und die CAR-T-Zell-Therapie. 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