{"id":149604,"date":"2019-10-01T08:00:01","date_gmt":"2019-10-01T06:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=149604"},"modified":"2019-09-24T09:28:19","modified_gmt":"2019-09-24T07:28:19","slug":"scheideninfektion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/scheideninfektion\/","title":{"rendered":"Scheideninfektion: Ursachen, Arten &#038; Vorbeugung"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_178079\" aria-describedby=\"caption-attachment-178079\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-178079\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-1.jpg\" alt=\"Scheideninfektion\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-1.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-1-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-1-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-178079\" class=\"wp-caption-text\">Was tun bei Scheideninfektion? Am besten den Gyn\u00e4kologen aufsuchen! Foto: Adobe Stock, (c) New Africa<\/figcaption><\/figure>\n<p>Jucken oder Brennen und Ausfluss im Intimbereich \u2013 das klingt verd\u00e4chtig nach einer Scheideninfektion. Damit macht fast jede Frau mindestens einmal Bekanntschaft. Unangenehm? Allemal. Lebensbedrohlich? Im Normalfall nein. Harmlos aber auch nicht. Was also tun bei einer Scheideninfektion? Das verraten wir hier.<\/p>\n\n<h2><strong>Scheideninfektion \u2013 was ist das?<\/strong><\/h2>\n<p>Die Scheide einer gesunden Frau besiedeln bestimmte Mikroorganismen. Diese <strong>Scheidenflora <\/strong>besteht haupts\u00e4chlich aus verschiedenen Arten von <strong>Laktobazillen<\/strong> (D\u00f6derlein-Bakterien), die Milchs\u00e4ure bilden. Dadurch herrscht in der Scheide ein <strong>saures Milieu<\/strong>, das krankmachenden Keimen nicht zusagt. Zudem produziert ein Teil der Milchs\u00e4urebakterien auch Substanzen, die das Wachstum von Krankheitserregern hemmen, wie etwa Wasserstoffperoxid. Abgesehen davon verf\u00fcgen Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter dank eines hohen Spiegels an weiblichen Geschlechtshormonen, den \u00d6strogenen, \u00fcber eine recht dicke Scheidenschleimhaut, die sch\u00e4dlichen Mikroben ein Eindringen erschwert.<\/p>\n<p>Trotz all dieser Barrieren ist es aber m\u00f6glich, dass sich doch <strong>Krankheitserreger ausbreiten<\/strong> und <strong>Ver\u00e4nderungen der Vaginalschleimhaut<\/strong> mit nachfolgenden Symptomen bewirken. Das bezeichnet man als <strong>Scheideninfektion<\/strong>.<\/p>\n<h2><strong>Wodurch entsteht eine Scheideninfektion? Ursachen<\/strong><\/h2>\n<p>Als Ausl\u00f6ser kommen <strong>Bakterien<\/strong>, <strong>Pilze<\/strong>, <strong>Viren <\/strong>oder <strong>Einzeller<\/strong> infrage. Recht h\u00e4ufig ist an einer Scheideninfektion mehr als nur ein Keim beteiligt. Dann spricht man von einer <strong>Mischinfektion<\/strong>. Meist handelt es sich dabei um eine Kombination aus Bakterien und Pilzen.<\/p>\n<p>Doch muss nicht erst ein Krankheitserreger von au\u00dfen auf die Vaginalschleimhaut gelangen, um eine Scheideninfektion hervorzurufen. Oft gen\u00fcgt eine <strong>St\u00f6rung<\/strong> (\u201cDysbiose\u201c) <strong>der normalen Scheidenflora<\/strong>, damit darin enthaltene, potenziell sch\u00e4dliche Keime \u00fcberhandnehmen und sch\u00fctzende Milchs\u00e4urebakterien verdr\u00e4ngen. Eine solche krankhafte Ver\u00e4nderung des Scheidenmilieus kann zu einer Infektion f\u00fchren. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind z. B. ein geschw\u00e4chtes Immunsystem, h\u00e4ufiger Wechsel der Sexualpartner, bestimmte Sexualpraktiken, die Einnahme bestimmter Medikamente oder psychosozialer Stress.<\/p>\n<p>An erster Stelle aller Ausl\u00f6ser f\u00fcr Scheideninfektionen steht die <strong>bakterielle Vaginose<\/strong>, gefolgt von <strong>Scheidenpilz<\/strong>. Seltener findet man eine <strong>Trichomoniasis<\/strong>, noch seltener andere Verursacher.<\/p>\n<h3><strong>Wie kommt es zu einer bakteriellen Scheideninfektion?<\/strong><\/h3>\n<p>Die <strong>bakterielle Vaginose<\/strong>, auch <em>Aminvaginose<\/em>, <em>Aminkolpitis<\/em>, <em>Gardnerellen-Infektion<\/em> oder <em>Haemophilus-vaginalis-Infektion<\/em> genannt, ist die mit Abstand am weitesten verbreitete Scheideninfektion. Ausgel\u00f6st wird sie durch eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Besiedelung der Scheidenschleimhaut mit einer Vielzahl von zusammenwirkenden Krankheitserregern. Vorwiegend anaeroben (keinen Sauerstoff ben\u00f6tigenden) Bakterien, allen voran <strong>Gardnerella vaginalis<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Keime bringen die <strong>normale Scheidenflora aus dem Gleichgewicht<\/strong>, sodass sie sich beinahe ungebremst vermehren k\u00f6nnen. Wobei es aus noch ungekl\u00e4rten Gr\u00fcnden zun\u00e4chst zu einem <strong>R\u00fcckgang an sch\u00fctzenden Laktobazillen<\/strong> kommt. Daf\u00fcr angeschuldigt werden<\/p>\n<ul>\n<li>hormonelle Schwankungen bzw. ein sinkender \u00d6strogenspiegel<\/li>\n<li>Geschlechtsverkehr<\/li>\n<li>Monatsblutung<\/li>\n<li>Medikamente wie z. B. Antibiotika<\/li>\n<li>\u00fcbertriebene Intimhygiene<\/li>\n<li>psychosozialer Stress<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/rauchen-aufhoeren-beste-tipps\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rauchen<\/a>\u00a0und ein zu niedriger <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/vitamin-d-mangel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vitamin-D-Spiegel<\/a> sollen die Entstehung einer bakteriellen Vaginose beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p>Sind f\u00fcr eine Scheideninfektion aerobe, also <strong>Sauerstoff ben\u00f6tigende Bakterien<\/strong> verantwortlich, spricht man von einer <strong>aeroben Vaginitis<\/strong>. Auch bei ihr nehmen sch\u00e4dliche Keime \u00fcberhand und verdr\u00e4ngen sch\u00fctzende Milchs\u00e4urebakterien. Nur sind es in diesem Fall z. B. Escherichia coli, Staphylokokken, Enterokokken oder B-Streptokokken.<\/p>\n<p>Chlamydien und Gonokokken z\u00e4hlen ebenfalls zu den Bakterien, die Scheideninfektionen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_177986\" aria-describedby=\"caption-attachment-177986\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-258301990.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-177986\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-258301990.jpg\" alt=\"Scheideninfektion\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-258301990.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-258301990-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-258301990-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-177986\" class=\"wp-caption-text\">F\u00fcr Scheideninfektionen sind Pilze, Viren, Bakterien oder Einzeller verantwortlich. Foto: Adobe Stock, (c) romankrykh<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Wie kommt es zu Scheidenpilz?<\/strong><\/h3>\n<p>W\u00e4hrend sich vor dem Eintreten der Geschlechtsreife kaum Pilzinfektionen der Scheide entwickeln, leiden <strong>Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter<\/strong> recht <strong>h\u00e4ufig<\/strong> darunter. Denn das <strong>Scheidenmilieu<\/strong> unterliegt <strong>hormonellen Einfl\u00fcssen<\/strong>, \u00e4ndert sich daher mit dem Verlauf des Monatszyklus. Deshalb erh\u00f6hen auch <strong>Schwangerschaften <\/strong>oder die<strong> Einnahme der Pille <\/strong>das Risiko, an Vaginalpilz zu erkranken.<\/p>\n<p>Insbesondere Frauen mit chronischen Erkrankungen wie z.B. <strong>Diabetes<\/strong> oder einer <strong>HIV-Infektion<\/strong> weisen Vaginalmykosen auf. Weil ein geschw\u00e4chtes Immunsystem das \u00dcberwuchern von Pilzen erleichtert. Und hohe Blutzuckerspiegel ein verst\u00e4rktes Wachstum von Hefepilzen beg\u00fcnstigen, da diese sich von Zucker ern\u00e4hren.<\/p>\n<p>Hauptverursacher einer Vulvovaginalcandidose ist der Hefepilz <strong>Candida albicans<\/strong> (\u201cwei\u00dfe Hefe\u201c), denn er vermehrt sich schnell in einem warmen und feuchten Milieu wie der Scheide. Viel seltener zeichnen Candida glabrata, Candida tropicalis oder \u201cNon-Candida\u201c-Pilzarten f\u00fcr eine vaginale Pilzinfektion verantwortlich. Wobei eine \u2013 symptomlose \u2013 Pilzbesiedelung (\u201cKolonisation\u201c) der Scheide auch bei vielen gesunden Frauen nachweisbar ist und es erst bei geschw\u00e4chtem Immunsystem zur Infektion kommt.<\/p>\n<p>Denn ger\u00e4t die nat\u00fcrliche <strong>Scheidenflora aus dem Gleichgewicht<\/strong>, k\u00f6nnen sich eventuell vorhandene <strong>Pilze unkontrolliert vermehren<\/strong> und <strong>sch\u00fctzende Milchs\u00e4urebakterien verdr\u00e4ngen<\/strong>. Das ist oft nach einer <strong>Antibiotika<\/strong>-Einnahme der Fall. Doch auch <strong>Kortison<\/strong>, <strong>Immunsuppressiva<\/strong> oder <strong>Chemotherapeutika<\/strong> sowie Bestrahlungen k\u00f6nnen einen Scheidensoor beg\u00fcnstigen. Zudem machen <strong>Stress <\/strong>und psychische Belastungen anf\u00e4llig f\u00fcr Scheidenpilzinfektionen.<\/p>\n<p>Ebenso ist eine Ansteckung mit Candida albicans bei <strong>sexuellen Aktivit\u00e4ten<\/strong> m\u00f6glich. Dennoch z\u00e4hlt Scheidenpilz nicht zu den <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/geschlechtskrankheiten-testen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">sexuell \u00fcbertragbaren Krankheiten (STD)<\/a> im engeren Sinn.<\/p>\n<h3><strong>Wie kommt es zur Trichomoniasis?<\/strong><\/h3>\n<p>Trichomonaden (<em>Trichomonas vaginalis<\/em>) werden in erster Linie durch <strong>Geschlechtsverkehr<\/strong> \u00fcbertragen. Daher z\u00e4hlt die Infektion zu den STDs (sexually transmitted diseases, Geschlechtskrankheiten). Selten erfolgt eine Infektion mit Trichomonaden in <strong>B\u00e4dern<\/strong>, z. B. beim Sitzen in Pf\u00fctzen am Beckenrand. Denn die Einzeller brauchen unbedingt ein feuchtes Milieu, um \u00fcberleben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3><strong>Wie kommt es zu viralen Scheideninfektionen? <\/strong><\/h3>\n<p>Viren, die Scheideninfektionen ausl\u00f6sen, werden \u00fcblicherweise beim <strong>Geschlechtsverkehr<\/strong>, aber auch \u00fcber damit verunreinigte <strong>Gegenst\u00e4nde<\/strong>, wie z. B. gemeinsam ben\u00fctzte Handt\u00fccher oder Sexspielzeug, \u00fcbertragen. Dabei handelt es sich meistens um <strong>humane Papilloma-Viren<\/strong> (HPV), die v.a. Feigwarzen und Geb\u00e4rmutterhalskrebs verursachen, oder <strong>Herpes-simplex-Viren<\/strong> (HSV). N\u00e4heres zu Diagnose und Therapie von HPV-, und HSV-Infektionen gibt es in unserem Beitrag zum Thema <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/gebaermutterhalskrebs\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Geb\u00e4rmutterhalskrebs<\/a> bzw. <a href=\"https:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/haut-und-geschlechtskrankheiten\/genitalherpes-feigwarzen-viren-als-lustkiller\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Genitalherpes<\/a>.<\/p>\n<h2><strong>Wie \u00e4u\u00dfert sich eine Scheideninfektion? Symptome<\/strong><\/h2>\n<p>Ein typisches Zeichen f\u00fcr einen Teil der Scheideninfektionen ist Ausfluss. Wobei die Absonderung von klarem bis wei\u00dflich-milchigem Sekret (<em>Fluor vaginalis<\/em>, <em>Fluor genitalis<\/em>, Wei\u00dffluss) aus der Scheide normal und in seiner Menge von Frau zu Frau verschieden ist. Ver\u00e4ndert sich jedoch Farbe und\/oder Konsistenz und\/oder Geruch des Sekrets, ist das ein Hinweis auf eine Vaginalinfektion.<\/p>\n<p>Da <strong>verschiedene Mikroorganismen<\/strong> an Scheideninfektionen beteiligt sein k\u00f6nnen, <strong>variieren<\/strong> auch die <strong>Symptome<\/strong> bzw. sind unterschiedlich ausgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>So bleibt etwa die H\u00e4lfte aller Frauen mit <strong>bakterieller Vaginose<\/strong> beschwerdefrei. Treten Symptome auf, handelt es sich um<\/p>\n<ul>\n<li>einen <strong>grau-wei\u00dflichen<\/strong>, d\u00fcnnen, schaumigen <strong>Ausfluss<\/strong> mit typisch <strong>fischartigem Geruch<\/strong>. Er entsteht durch den Abbau von Aminen, bestimmten Eiwei\u00dfstoffen.<\/li>\n<li>Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder auch Wasserlassen<\/li>\n<li>Juckreiz und Hautr\u00f6tungen (selten)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hingegen sind m\u00f6gliche Anzeichen einer <strong>aeroben Vaginitis<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Schmerzen <\/strong>in der Scheide, v.a. beim Geschlechtsverkehr<\/li>\n<li><strong>gelblich-gr\u00fcnlicher Ausfluss<\/strong> ohne Fischgeruch<\/li>\n<li>eventuell Juckreiz, Brennen oder R\u00f6tungen im Vaginalbereich<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine <strong>vaginale Pilzinfektion<\/strong> wiederum zeigt sich mit<\/p>\n<ul>\n<li>einer<strong> R\u00f6tung<\/strong> und <strong>Schwellung<\/strong> der Vaginalschleimhaut und der \u00e4u\u00dferen Genitalien<\/li>\n<li>starkem <strong>Juckreiz<\/strong><\/li>\n<li><strong>flockigem<\/strong> bis topfenartigem, <strong>dickfl\u00fcssigem Ausfluss<\/strong> mit diskretem hefeartigem Geruch<\/li>\n<li><strong>Schmerzen<\/strong> im Intimbereich, v.a. beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr<\/li>\n<li>wei\u00dflichen Bel\u00e4gen an Schamlippen und Klitoris<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei einer immer wiederkehrenden, d. h. chronisch rezidivierenden Vulvovaginalcandidose kann der Ausfluss fehlen.<\/p>\n<p>Eine <strong>Trichomoniasis <\/strong>verl\u00e4uft bei einem Viertel der infizierten Frauen symptomlos. Die anderen leiden an Beschwerden wie<\/p>\n<ul>\n<li>schaumigem, gelblich-gr\u00fcnlichem, \u00fcbelriechendem Ausfluss<\/li>\n<li>Juckreiz im Intimbereich<\/li>\n<li>ger\u00f6teter und geschwollener Scheide und Schamlippen<\/li>\n<li>Brennen beim Wasserlassen, h\u00e4ufiges Urinieren<\/li>\n<li>Schmerzen beim Geschlechtsverkehr<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jucken und Brennen m\u00fcssen nicht zwangsl\u00e4ufig Zeichen einer Scheideninfektion sein. Diese Symptome treten auch w\u00e4hrend oder nach den <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wechselbeschwerden-symptome-wechseljahre\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wechseljahren<\/a> auf. Als Folge des \u00d6strogenmangels, der die Vaginalschleimhaut d\u00fcnner (\u201cAtrophie\u201c), trockener und empfindlicher werden l\u00e4sst. Das nennt man atrophische Vaginitis. Irritationen im Intimbereich verursachen zudem Allergien gegen Waschmittel, Intimsprays oder Seifen, selten auch Traumata oder Fremdk\u00f6rper.<\/p>\n<figure id=\"attachment_177989\" aria-describedby=\"caption-attachment-177989\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-200497849.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-177989\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-200497849.jpg\" alt=\"Scheideninfektion\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-200497849.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-200497849-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-200497849-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-177989\" class=\"wp-caption-text\">Wohin bei Scheideninfektionen? Die Frauen\u00e4rztin ist die richtige Ansprechperson. Foto: Adobe Stock, (c) Iryna<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Wie erkennt man eine Scheideninfektion? Diagnose<\/strong><\/h3>\n<p>Jedes genannte Symptom beziehungsweise\u00a0jeder Verdacht auf eine Scheideninfektion sollte zum <strong><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/frauenarzt-wien-guter-frauenarzt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Frauenarzt<\/a>\u00a0<\/strong>f\u00fchren. Vor allem dann, wenn die Beschwerden anhalten oder Fieber und Unterbauchschmerzen auftreten, eine Schwangerschaft besteht oder die Symptome trotz bisher angewendeter Arzneimittel nicht verschwinden wollen.<\/p>\n<p>Zur Feststellung einer Scheideninfektion entnimmt der Frauenarzt \u00fcblicherweise im Rahmen der gyn\u00e4kologischen Untersuchung einen <strong>Abstrich<\/strong> aus dem Vaginalsekret zur Begutachtung unter dem Mikroskop. Auch kann er mithilfe eines Teststreifens den pH-Wert der Scheide \u00fcberpr\u00fcfen, der im Normalfall den Wert 4,5 nicht \u00fcberschreitet. Die <strong>Diagnose<\/strong> ergibt sich aus der Kombination aus <strong>Anamnese <\/strong>(Erhebung der Krankengeschichte), <strong>klinischen Zeichen<\/strong> und dem <strong>Nachweis von Krankheitserregern<\/strong> durch die mikrobiologische Untersuchung des Scheidensekrets.<\/p>\n<p>Treffen drei der vier sogenannten \u201c<strong>Amsel-Kriterien<\/strong>\u201c<\/p>\n<ul>\n<li>d\u00fcnnfl\u00fcssiger, homogener Ausfluss,<\/li>\n<li>Fischgeruch des Ausflusses,<\/li>\n<li>Scheiden-pH-Wert der Scheide &gt; 4,5 und<\/li>\n<li>mehr als 20% Clue Cells (Schl\u00fcsselzellen, mit Bakterien beladene Schleimhautzellen) im Vaginalsekret<\/li>\n<\/ul>\n<p>zu, gilt die Diagnose \u201c<strong>bakterielle Vaginose<\/strong>\u201c als gesichert. Zur Beurteilung des Geruchs kann der Arzt einen Amintest durchf\u00fchren, bei dem sich durch Auftr\u00e4ufeln von 10%iger Kalilauge der Fischgeruch des Vaginalsekrets intensiviert.<\/p>\n<p>Da Pilze zur physiologischen Scheidenflora geh\u00f6ren, beweisen <strong>Pilzsporen<\/strong> allein im Vaginalsekret noch keine Vaginalmykose. Der Verdacht auf eine Infektion erh\u00e4rtet sich, wenn <strong>Pseudohyphen<\/strong> (Zellketten, die Pilzf\u00e4den \u00e4hneln) zu finden sind. Zur Diagnosesicherung dient das Anlegen einer <strong>Pilzkultur<\/strong>, wobei eine einzelne positive Kultur nicht aussagekr\u00e4ftig genug sein muss.<\/p>\n<p>Die Feststellung einer <strong>Trichomoniasis<\/strong> gelingt meist per mikroskopischer Begutachtung des <strong>Scheidenabstrichs<\/strong>. Denn dort tummeln sich \u2013 gut erkennbar \u2013 die Trichomonaden, birnenf\u00f6rmige, bewegliche Gei\u00dfeltierchen. In unklaren F\u00e4llen erfolgt das Anlegen einer <strong>Kultur <\/strong>oder eine <strong>Spezialf\u00e4rbung<\/strong> des Abstrichs.<\/p>\n<p>Im Allgemeinen heilt eine Scheideninfektion bei ad\u00e4quater Behandlung komplikationslos aus. Bei st\u00e4ndig wiederkehrenden Infektionen sollte allerdings nach weiteren Ursachen geforscht werden. Es gilt zu kl\u00e4ren, warum die Scheidenflora immer wieder aus dem Gleichgewicht ger\u00e4t. Somit k\u00f6nnen zus\u00e4tzlich z. B. internistische Untersuchungen erforderlich sein. Etwa Diabetestests oder eine Stuhlkultur.<\/p>\n<h2><strong>Was tun bei Scheideninfektion? Behandlung <\/strong><\/h2>\n<h3><strong>Bakterielle Scheideninfektion \u2013 was hilft? <\/strong><\/h3>\n<p>Die <strong>bakterielle Vaginose<\/strong> wird in der Regel mit <strong>Antibiotika<\/strong> behandelt, die <strong>Scheidenflora<\/strong> mit in die Scheide eingebrachten Pr\u00e4paraten, die <strong>Laktobazillen<\/strong>, <strong>Milchs\u00e4ure<\/strong> oder <strong>Ascorbins\u00e4ure<\/strong> (Vitamin C) enthalten, <strong>wiederaufgebaut<\/strong>. Wobei im ersten Schwangerschaftsdrittel das Antibiotikum nur lokal angewendet werden darf. Also in Form von Gel, Creme oder Vaginaltabletten. Eine Mitbehandlung von Sexualpartnern ist bei bakterieller Vaginose nach aktuellem Kenntnisstand nicht erforderlich.<\/p>\n<p>Allerdings zeigt sich, dass die Medikamente es oft nicht schaffen, s\u00e4mtliche sch\u00e4dlichen Bazillen und damit die bakterielle Vaginose komplett zu eliminieren. Daher kommt es gern nach einiger Zeit zu einem <strong>R\u00fcckfall<\/strong>, weil die \u00fcbrig gebliebenen Keime sich wieder vermehren. Die produzieren au\u00dferdem einen nicht vollst\u00e4ndig entfernbaren Biofilm auf der Scheidenhaut, der einen guten N\u00e4hrboden f\u00fcr eine neuerliche Infektion bildet.<\/p>\n<h3><strong>Scheideninfektion durch Pilze \u2013 was hilft?<\/strong><\/h3>\n<p>Bei rund einem F\u00fcnftel aller gesunden, nicht schwangeren Frauen l\u00e4sst sich eine Besiedelung der Scheide mit Hefepilzen nachweisen, die \u00fcblicherweise symptomlos bleibt und daher auch nicht therapiebed\u00fcrftig ist.<\/p>\n<p>Anders eine <strong>akute Vaginalmykose<\/strong>. Dagegen gibt es in der Apotheke <strong>rezeptfreie Pilzmittel<\/strong> (Antimykotika), sodass viele Frauen zur Selbstbehandlung neigen. Immer in \u00e4rztliche Hand geh\u00f6ren jedoch Pilzinfektionen bei Schwangeren und Stillenden.<\/p>\n<p>Beim Gro\u00dfteil aller Frauen mit Scheidenpilz f\u00fchrt eine lokale Behandlung mit \u2013 vorzugsweise vor dem Zubettgehen \u2013 tief in die Scheide eingef\u00fchrten <strong>antimykotischen Vaginaltabletten oder -z\u00e4pfchen<\/strong> zum Erfolg und die Infektion ist innerhalb weniger Tage weg. Zeigen sich Spuren der Vaginalmykose am \u00e4u\u00dferen Genitalbereich (Scheideneingang, Leistengegend), kommen zus\u00e4tzlich <strong>antimykotische Salben oder Cremes<\/strong> zum Einsatz.<\/p>\n<p>Die Mittel sind im Allgemeinen sehr gut vertr\u00e4glich und man kann sie auch bei Schwangeren und Stillenden anwenden. Sie unterscheiden sich haupts\u00e4chlich in der Behandlungsdauer, die \u2013 je nach Wirkstoff \u2013 meist einen bis sechs Tage betr\u00e4gt. Zu beachten gilt, dass lokale Antimykotika m\u00f6glicherweise die Barrierefunktion von Kondomen und Diaphragmen beeintr\u00e4chtigen. Doch ist es ohnehin besser, bei akuten Beschwerden auf Geschlechtsverkehr zu verzichten.<\/p>\n<p>Eine systemische Behandlung mit <strong>einzunehmenden Tabletten<\/strong> empfiehlt sich <strong>bei Erfolglosigkeit lokaler Mittel<\/strong> oder einer schweren Pilzinfektion. W\u00e4hrend einer <strong>Schwangerschaft und<\/strong> in der <strong>Stillzeit <\/strong>darf sie <strong>nicht<\/strong> zum Einsatz kommen, da die Wirkstoffe oraler Antimykotika \u00fcber die Plazenta bzw. Muttermilch auf das Ungeborene bzw. Baby \u00fcbergehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kehren Pilzinfektionen viermal oder \u00f6fter pro Jahr wieder, liegt also eine <strong>chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykose<\/strong> vor, ist eine <strong>systemische Langzeittherapie<\/strong> angesagt. Eine Lokaltherapie verbietet sich, da sie eine Entz\u00fcndung des Scheideneingangs (vulv\u00e4res Vestibulitis-Syndrom) verursachen kann.<\/p>\n<p>Steht ein Pilzbefall der Darmschleimhaut als Ausl\u00f6ser wiederholter Vaginalmykosen unter Verdacht, kann eine die medikament\u00f6se Therapie begleitende Anti-Pilz-Di\u00e4t, die den Pilz sozusagen aushungert, helfen. Sie reduziert f\u00fcr den Pilz verwertbare Kohlehydrate, verlangt also den Verzicht auf Zucker, Wei\u00dfmehlprodukte und s\u00fc\u00dfes Obst.<\/p>\n<figure id=\"attachment_178070\" aria-describedby=\"caption-attachment-178070\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-279753408.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-178070\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-279753408.jpg\" alt=\"Scheideninfektion\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-279753408.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-279753408-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-279753408-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-178070\" class=\"wp-caption-text\">Scheideninfektionen werden oft mit Vaginaltabletten und\u00a0einer Salbe behandelt. Foto: Adobe Stock, (c) gballgiggs<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Scheideninfektion durch Trichomonaden \u2013 was hilft?<\/strong><\/h3>\n<p>Bei einer Trichomoniasis sorgen lokal angewendete oder eingenommene <strong>Antibiotika <\/strong>meist rasch f\u00fcr Abhilfe. Auch ist die Behandlung von Sexualpartnern ratsam, damit es nicht zum Ping-Pong-Effekt, der wiederholten gegenseitigen Infektion, kommt.<\/p>\n<h3><strong>Naturheilverfahren als Alternative?<\/strong><\/h3>\n<p>Antibiotika, wie sie zur Therapie der bakteriellen Vaginose oder Trichomoniasis eingesetzt werden, k\u00f6nnen nicht nur allgemein Nebenwirkungen haben, sondern beeinflussen die Scheidenflora auch, sodass sich ein Scheidenpilz entwickeln kann. Antimykotika (Anti-Pilz-Mittel) sind auch nicht frei von m\u00f6glichen unerw\u00fcnschten Wirkungen. Das l\u00e4sst viele von Scheideninfektionen heimgesuchte Frauen nach alternativen, nat\u00fcrlicheren Behandlungsans\u00e4tzen Ausschau halten. Die gibt es auch, doch ist ihre Wirkung meist wissenschaftlich umstritten.<\/p>\n<p>Einige davon sind<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/teebaumoel-haut-shampoo-kaufen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Teebaum\u00f6l<\/strong><\/a>, das antibakteriell und antimykotisch wirkt. 3 Tropfen davon auf einen in Joghurt mit lebenden Bakterien getauchten Tampon tr\u00e4ufeln, diesen vor dem Zubettgehen tief in die Scheide einf\u00fchren und \u00fcber Nacht dort belassen.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/alternativmedizin-naturheilkunde\/schuessler-salze-mineralsalze-als-regulans\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Sch\u00fc\u00dflersalz<\/strong><\/a> <strong> 8<\/strong>, Natrium chloratum, bei w\u00e4ssrig-klaren, wund machenden Absonderungen bzw.\u00a0<strong>Sch\u00fc\u00dflersalz<\/strong> <strong> 9<\/strong>, Natrium phosphoricum bei sauer-k\u00e4sigem Ausfluss<\/li>\n<li><strong>Sonnenhut<\/strong>-Pr\u00e4parate, die vor allem das Immunsystem st\u00e4rken.<\/li>\n<li><strong>Lavendel<\/strong>-Pr\u00e4parate, die unter anderem antibakteriell und entz\u00fcndungshemmend wirken.<\/li>\n<li><strong>Kapuzinerkresse<\/strong>-Pr\u00e4parate, die Bakterien und Pilze hemmen.<\/li>\n<li><strong>Malve<\/strong>-Pr\u00e4parate, die Entz\u00fcndungen entgegenwirken.<\/li>\n<li><strong>Grapefruitkernextrakt<\/strong>-Pr\u00e4parate, die gegen Pilze wirken.<\/li>\n<li><strong>Hom\u00f6opathika <\/strong>wie z. B. Eisen, Buchenholzteer, Tigerlilie oder Tintenfischtinte, wobei die Auswahl gemeinsam mit einem geschulten Hom\u00f6opathen getroffen werden sollte.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Was passiert, wenn Scheideninfektionen unbehandelt bleiben?<\/strong><\/h3>\n<p>Infektionen der Vagina machen sich nicht immer mit Beschwerden bemerkbar, k\u00f6nnen aber &#8211; unbehandelt \u2013 im Extremfall zu <strong>Unfruchtbarkeit <\/strong>f\u00fchren.<\/p>\n<p>Eine <strong>bakterielle Vaginose<\/strong> kann in die Geb\u00e4rmutter, Eileiter und Eierst\u00f6cke oder auch Harnwege aufsteigen. Zudem erh\u00f6ht sie die Empf\u00e4nglichkeit f\u00fcr sexuell \u00fcbertragbare Krankheiten und <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/hiv-aids\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">HIV<\/a>\u00a0sowie die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine Pelvic Inflammatory Disease (Beckenentz\u00fcndung, Infektionen der Geb\u00e4rmutter, Eierst\u00f6cke und Eileiter), die oft Unfruchtbarkeit nach sich zieht.<\/p>\n<p>Bei Schwangeren kann eine bakterielle Vaginose einen <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/geburtskomplikationen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">vorzeitigen Blasensprung, vorzeitige Wehen oder eine verfr\u00fchte Geburt<\/a> ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Auch eine <strong>Trichomonaden-Infektion<\/strong> kann bei Schwangeren zu vorzeitigen Wehen, vorzeitigem Blasensprung und Fr\u00fchgeburten f\u00fchren. \u00dcberdies zu einer Keim\u00fcbertragung auf die Kinder, besonders in die Scheide der M\u00e4dchen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_177995\" aria-describedby=\"caption-attachment-177995\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-254160799.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-177995\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-254160799.jpg\" alt=\"Scheideninfektion\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-254160799.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-254160799-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Scheideninfektion-254160799-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-177995\" class=\"wp-caption-text\">Bei der K\u00f6rperpflege solltest du ph-neutrale Produkte verwenden. Foto: Adobe Stock, (c) Alena Ozerova<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Wie kann man Scheideninfektionen vorbeugen?<\/strong><\/h3>\n<p>Da Scheideninfektionen meist Folge einer gest\u00f6rten Scheidenflora mit einem Mangel an sch\u00fctzenden Milchs\u00e4urebakterien sind, empfehlen einige Experten die l\u00e4ngerfristige Anwendung von <strong>Laktobazillen <\/strong>zur Verhinderung eines neuerlichen Auftretens der Erkrankung nach durchgemachter Scheideninfektion. Das ist auf zwei \u2013 kombinierbaren \u2013 Wegen m\u00f6glich. Als sofort wirkende vaginale Substitution von Laktobazillen. Das hei\u00dft, Milchs\u00e4urebakterien enthaltende Pr\u00e4parate werden in die Scheide eingef\u00fchrt und geben dort ihren Inhalt frei. Oder als nachhaltigere orale Substitution, d. h. Einnahme von <strong>Probiotika<\/strong> mit spezifischen Laktobazillus-St\u00e4mmen.<\/p>\n<p>Besser aber ist, damit gar nicht erst ung\u00fcnstige Verschiebungen im mikrobiellen Gleichgewicht der Scheidenflora eintreten, im Alltag einige <strong>Verhaltensma\u00dfregeln<\/strong> zu befolgen, wie:<\/p>\n<ul>\n<li>Kleidung, v.a. Unterw\u00e4sche, aus <strong>atmungsaktivem Material<\/strong> statt aus Kunstfasern tragen. Sie darf auch nicht zu eng sein. Beides sorgt n\u00e4mlich durch vermehrtes Schwitzen f\u00fcr ein feucht-warmes Hautklima, das Infektionen beg\u00fcnstigt.<\/li>\n<li>Slips t\u00e4glich wechseln.<\/li>\n<li>Handt\u00fccher, Waschlappen und andere Hygiene-Utensilien nicht gemeinsam benutzen.<\/li>\n<li><strong>Duschen<\/strong> statt Baden.<\/li>\n<li><strong>pH-neutrale Produkte<\/strong> statt aggressive Seifen und Einmalwaschlappen oder t\u00e4glich gewechselte, bei mindestens 60 Grad waschbare Baumwollwaschlappen zur Intimhygiene verwenden.<\/li>\n<li>Auf \u00fcbertriebene Hygiene, d. h. Intimsprays, Vaginalduschen, Intimdeos und duftende Feuchtt\u00fccher verzichten.<\/li>\n<li>Beim Gebrauch von WC-Papier \u2013 vor allem nach dem Stuhlgang, um Schmierinfektionen zu vermeiden \u2013 die Wischrichtung von vorne (Scheide) nach hinten (After) w\u00e4hlen.<\/li>\n<li>Auf Slipeinlagen mit Kunststoffbeschichtung verzichten, da sie zu einem W\u00e4rme- und Feuchtigkeitsstau f\u00fchren.<\/li>\n<li>Beim Geschlechtsverkehr <strong>Kondome<\/strong> verwenden. Das sch\u00fctzt au\u00dfer vor Infektionen auch vor der basischen Samenfl\u00fcssigkeit.<\/li>\n<li>Unn\u00f6tige Einnahmen von Antibiotika vermeiden.<\/li>\n<li>Vor dem Schwimmen einen Spezialtampon in die Scheide einf\u00fchren.<\/li>\n<li>Nach dem Schwimmen nasse Badesachen nicht am K\u00f6rper trocknen lassen.<\/li>\n<\/ul>\n<h4><strong>Was auch vor Scheideninfektionen sch\u00fctzt<\/strong><\/h4>\n<p>Frauen in den <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wechselbeschwerden-symptome-wechseljahre\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wechseljahren<\/a> k\u00f6nnen durch in die Scheide eingef\u00fchrte <strong>\u00d6strogenpr\u00e4parate<\/strong> die gesunde Scheidenflora aufrechterhalten bzw. deren Aufbau durch Z\u00e4pfchen mit Milchs\u00e4urebakterien unterst\u00fctzen. Letztere wirken auch nach dem Geschlechtsverkehr einer ung\u00fcnstigen Ver\u00e4nderung des pH-Werts in der Scheide entgegen.<\/p>\n<p>Umstritten ist, ob sich Scheideninfektionen di\u00e4tetisch beeinflussen bzw. verhindern lassen. Doch ist es sicher nicht verkehrt, auf eine das Immunsystem st\u00e4rkende,<strong> ausgewogene Ern\u00e4hrung<\/strong> mit reichlich Obst, Gem\u00fcse und Vollkornprodukten zu achten. Jedenfalls f\u00fchrt ein Diabetes, d. h. zu hoher Blutzuckerspiegel, gern zu Scheidenpilz. Eine gute Blutzuckereinstellung bzw. der Verzicht auf ein \u00dcberma\u00df an Zucker und Wei\u00dfmehl kann die Situation verbessern.<\/p>\n<h4><strong>Wie wirkt die Impfung gegen Scheideninfektionen?<\/strong><\/h4>\n<p>Eine Spritze \u2013 und nie wieder tritt eine Scheideninfektion ein, das ist leider bislang nur Wunschdenken geplagter Frauen, die immer wieder bakterielle Vaginosen und\/oder Vaginalmykosen durchmachen. Doch gibt es eine Impfung, die das Scheidenmilieu verbessert. Der Impfstoff enth\u00e4lt inaktivierte Keime verschiedener Laktobazillus-St\u00e4mme und bewirkt die Bildung spezifischer Antik\u00f6rper. Diese richten sich gegen Laktobazillen, die kein Wasserstoffperoxid erzeugen und somit nicht als Abwehrzellen taugen. Somit k\u00f6nnen sich Wasserstoffperoxid produzierende Milchs\u00e4urebakterien ausbreiten und ihre Aufgabe, das Wachstum von Krankheitserregern hemmen, effizienter erf\u00fcllen. Au\u00dferdem finden Kreuzreaktionen statt, durch die Krankheitserreger vernichtet werden.<\/p>\n<p>Um dieses Ziel zu erreichen, ist au\u00dfer einer <strong>Grundimmunisierung<\/strong> mit 3 Spritzen im 2-Wochen-Abstand mindestens eine Auffrischung notwendig. \u00d6fter jedoch mehrere Auffrischungen, etwa alle 6 Monate \u00fcber mehrere Jahre, bis eine deutliche Verbesserung der Scheidenflora bzw. Beschwerdefreiheit erreicht ist.<\/p>\n<h3>Am besten bewertete Frauen\u00e4rzte in deinem Bundesland:<\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jucken oder Brennen und Ausfluss im Intimbereich \u2013 das klingt verd\u00e4chtig nach einer Scheideninfektion. Damit macht fast jede Frau mindestens einmal Bekanntschaft. Unangenehm? Allemal. Lebensbedrohlich? Im Normalfall nein. Harmlos aber auch nicht. Was also tun bei einer Scheideninfektion? Das verraten wir hier. Scheideninfektion \u2013 was ist das? Die Scheide einer gesunden Frau besiedeln bestimmte Mikroorganismen. Diese Scheidenflora besteht haupts\u00e4chlich aus verschiedenen Arten von Laktobazillen (D\u00f6derlein-Bakterien), die Milchs\u00e4ure bilden. Dadurch herrscht in der Scheide ein saures Milieu, das krankmachenden Keimen nicht zusagt. Zudem produziert ein Teil der Milchs\u00e4urebakterien auch Substanzen, die das Wachstum von Krankheitserregern hemmen, wie etwa Wasserstoffperoxid. Abgesehen davon verf\u00fcgen Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter dank eines hohen Spiegels an weiblichen Geschlechtshormonen, den \u00d6strogenen, \u00fcber eine recht dicke Scheidenschleimhaut, die sch\u00e4dlichen Mikroben ein Eindringen erschwert. Trotz all dieser Barrieren ist es aber m\u00f6glich, dass sich doch Krankheitserreger ausbreiten und Ver\u00e4nderungen der Vaginalschleimhaut mit nachfolgenden Symptomen bewirken. Das bezeichnet man als Scheideninfektion. Wodurch entsteht eine Scheideninfektion? Ursachen Als Ausl\u00f6ser kommen Bakterien, Pilze, Viren oder Einzeller infrage. Recht h\u00e4ufig ist an einer Scheideninfektion mehr als nur ein Keim beteiligt. Dann spricht man von einer Mischinfektion. Meist handelt es sich dabei um eine Kombination aus Bakterien und Pilzen. Doch muss nicht erst ein Krankheitserreger von au\u00dfen auf die Vaginalschleimhaut gelangen, um eine Scheideninfektion hervorzurufen. Oft gen\u00fcgt eine St\u00f6rung (\u201cDysbiose\u201c) der normalen Scheidenflora, damit darin enthaltene, potenziell sch\u00e4dliche Keime \u00fcberhandnehmen und sch\u00fctzende Milchs\u00e4urebakterien verdr\u00e4ngen. Eine solche krankhafte Ver\u00e4nderung des Scheidenmilieus kann zu einer Infektion f\u00fchren. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind z. B. ein geschw\u00e4chtes Immunsystem, h\u00e4ufiger Wechsel der Sexualpartner, bestimmte Sexualpraktiken, die Einnahme bestimmter Medikamente oder psychosozialer Stress. An erster Stelle aller Ausl\u00f6ser f\u00fcr Scheideninfektionen steht die bakterielle Vaginose, gefolgt von Scheidenpilz. Seltener findet man eine Trichomoniasis, noch seltener andere Verursacher. Wie kommt es zu einer bakteriellen Scheideninfektion? Die bakterielle Vaginose, auch Aminvaginose, Aminkolpitis, Gardnerellen-Infektion oder Haemophilus-vaginalis-Infektion genannt, ist die mit Abstand am weitesten verbreitete Scheideninfektion. Ausgel\u00f6st wird sie durch eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Besiedelung der Scheidenschleimhaut mit einer Vielzahl von zusammenwirkenden Krankheitserregern. Vorwiegend anaeroben (keinen Sauerstoff ben\u00f6tigenden) Bakterien, allen voran Gardnerella vaginalis. Die Keime bringen die normale Scheidenflora aus dem Gleichgewicht, sodass sie sich beinahe ungebremst vermehren k\u00f6nnen. Wobei es aus noch ungekl\u00e4rten Gr\u00fcnden zun\u00e4chst zu einem R\u00fcckgang an sch\u00fctzenden Laktobazillen kommt. Daf\u00fcr angeschuldigt werden hormonelle Schwankungen bzw. ein sinkender \u00d6strogenspiegel Geschlechtsverkehr Monatsblutung Medikamente wie z. B. Antibiotika \u00fcbertriebene Intimhygiene psychosozialer Stress Auch Rauchen\u00a0und ein zu niedriger Vitamin-D-Spiegel sollen die Entstehung einer bakteriellen Vaginose beg\u00fcnstigen. Sind f\u00fcr eine Scheideninfektion aerobe, also Sauerstoff ben\u00f6tigende Bakterien verantwortlich, spricht man von einer aeroben Vaginitis. Auch bei ihr nehmen sch\u00e4dliche Keime \u00fcberhand und verdr\u00e4ngen sch\u00fctzende Milchs\u00e4urebakterien. Nur sind es in diesem Fall z. B. Escherichia coli, Staphylokokken, Enterokokken oder B-Streptokokken. Chlamydien und Gonokokken z\u00e4hlen ebenfalls zu den Bakterien, die Scheideninfektionen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Wie kommt es zu Scheidenpilz? W\u00e4hrend sich vor dem Eintreten der Geschlechtsreife kaum Pilzinfektionen der Scheide entwickeln, leiden Frauen im geb\u00e4rf\u00e4higen Alter recht h\u00e4ufig darunter. Denn das Scheidenmilieu unterliegt hormonellen Einfl\u00fcssen, \u00e4ndert sich daher mit dem Verlauf des Monatszyklus. 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