{"id":154009,"date":"2019-08-11T08:00:23","date_gmt":"2019-08-11T06:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=154009"},"modified":"2022-05-30T15:20:15","modified_gmt":"2022-05-30T13:20:15","slug":"epilepsie-bei-kindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/epilepsie-bei-kindern\/","title":{"rendered":"Epilepsie bei Kindern: Ausl\u00f6ser, Formen &#038; Behandlung"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_154414\" aria-describedby=\"caption-attachment-154414\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-154414 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Epilepsie-Kinder-c-zdyma4.jpg\" alt=\"Epilepsie bei Kindern\" width=\"830\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Epilepsie-Kinder-c-zdyma4.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Epilepsie-Kinder-c-zdyma4-300x155.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Epilepsie-Kinder-c-zdyma4-768x398.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-154414\" class=\"wp-caption-text\">H\u00e4ufig ist eine Unreife des Gehirns der Grund f\u00fcr Epilepsie bei Kindern. Foto: AdobeStock (c) zdyma4<\/figcaption><\/figure>\n<p>Epilepsie bei Kindern kommt recht h\u00e4ufig vor. Es gibt sogar Formen von Epilepsie, die nur bei Kindern oder Jugendlichen auftreten. Mit sehr unterschiedlichen Symptomen, die aber eines gemeinsam haben: Sie st\u00f6ren im Alltag und belasten Kind und Familie. Was und wer gegen das \u201cGewitter im Kopf\u201c hilft, das verraten wir hier.<\/p>\n\n<h2><strong>Epilepsie bei Kindern<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>Warum bekommen Kinder Epilepsie?<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/epilepsie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Epilepsie<\/a>\u00a0kann in jedem Lebensalter auftreten, tut das jedoch bevorzugt bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Senioren. H\u00e4ufig ist eine\u00a0<strong>Unreife des Gehirns<\/strong>\u00a0der Grund f\u00fcr kindliche Epilepsien, oder\u00a0<strong>angeborene St\u00f6rungen<\/strong>. So gibt es eine Reihe von Epilepsie-Syndromen, d.h. bestimmte Kombinationen von Merkmalen, die in\u00a0je spezifischen Lebensaltern beginnen. Einige in der Phase nach der Geburt, andere im Kleinkindalter, in der Kindheit oder Jugendzeit.<\/p>\n<h3><strong>Was l\u00f6st Epilepsie bei Kindern aus?<\/strong><\/h3>\n<p>Epilepsie bei Kindern kann durch Fehlbildungen oder Entz\u00fcndungen des Gehirns, Narben nach Gehirnverletzungen, Stoffwechselerkrankungen, genetische St\u00f6rungen, Stromschlag, Vergiftungen oder w\u00e4hrend Geburt auftretende Sch\u00e4digungen (z.B.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/geburtskomplikation-sauerstoffmangel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sauerstoffmangel<\/a>) des Gehirns verursacht werden. Doch ist l\u00e4ngst nicht f\u00fcr jede kindliche Epilepsie ein Ausl\u00f6ser bekannt.\u00a0Bei unbekannter Ursache\u00a0spricht man von einer\u00a0<strong>idiopathischen Epilepsie<\/strong>.<\/p>\n<p>Jedenfalls ist die Epilepsie entgegen eines g\u00e4ngigen Vorurteils\u00a0<strong>keine Erbkrankheit<\/strong>\u00a0im klassischen Sinn, auch wenn manche Formen davon famili\u00e4r geh\u00e4uft vorkommen. Doch kann die Veranlagung zu einer erh\u00f6hten Anfallsbereitschaft genetisch bedingt sein. Auch gibt es Erbkrankheiten, die mit epileptischen Anf\u00e4llen einhergehen. Eine Besonderheit sind sogenannte Reflexepilepsien, die durch gezielte\u00a0<strong>\u00e4u\u00dfere Reize<\/strong>\u00a0wie unterbrochene Lichtreize (z.B. \u201cDiscolicht\u201c), bestimmte Ger\u00e4usche oder Musikst\u00fccke, Ber\u00fchrungen u.a.m. ausgel\u00f6st werden.<\/p>\n<h3><strong>Warum bekommen Kinder epileptische Anf\u00e4lle im Schlaf?<\/strong><\/h3>\n<p>Vermutlich deshalb, weil teilweise die gleichen Netzwerke von Nervenzellen, die den Ablauf der\u00a0<strong>verschiedenen Schlafstadien<\/strong>\u00a0steuern, die Entstehung epileptischer Anf\u00e4lle kontrollieren. Die meisten Anf\u00e4lle im Schlaf treten in der \u00dcbergangsphase vom Wachzustand zum Leichtschlaf und im Leichtschlaf selbst auf. F\u00fcr Epilepsie typische Signale im EEG zeigen sich hingegen h\u00e4ufiger im Tiefschlaf. In Traumschlafphasen findet man weder solche Signale noch Anf\u00e4lle.<\/p>\n<h3><strong>Ist Epilepsie bei Kindern heilbar?<\/strong><\/h3>\n<p>Das\u00a0<strong>h\u00e4ngt von der Form der Epilepsie ab<\/strong>. So verschwinden etwa einige Arten von Epilepsie bei Kindern so gut wie immer von selbst wieder, wie etwa die Rolando Epilepsie. Dann gibt es Epilepsien, die sich mit Medikamenten so gut behandeln lassen, dass in vielen F\u00e4llen eine Anfallsfreiheit erreicht wird oder die Arzneien sogar nach einiger Zeit abgesetzt werden k\u00f6nnen. Doch es gibt auch Syndrome, die bis ins Erwachsenenalter andauern und schlimmstenfalls eine lebenslange Therapie erfordern.<\/p>\n<h3><strong>Wie \u00e4u\u00dfert sich Epilepsie bei Kindern?<\/strong><\/h3>\n<p>Epilepsie bei Kindern kann sich \u2013 ebenso wie bei Erwachsenen \u2013 mit den\u00a0<strong>unterschiedlichsten Erscheinungsbildern<\/strong>\u00a0bemerkbar machen. Die Palette reicht von kurzen Absencen (Abwesenheitszust\u00e4nde) \u00fcber Gef\u00fchlsst\u00f6rungen, Sinnesverzerrungen (z. B.\u00a0<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/schwindel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schwindelattacken<\/a>, Stimmen oder Ger\u00e4usche h\u00f6ren), Automatismen (z. B. Schmatzen, Kauen, Nesteln), St\u00fcrze, Zuckungen von einzelnen K\u00f6rperteilen bis hin zu generalisierten Krampfanf\u00e4llen, d.h. meistens Sturz mit Bewusstlosigkeit, Versteifung, Zuckung von K\u00f6rper und Gesicht, auff\u00e4lliger Atmung und Speicheln. Die\u00a0<strong>Anf\u00e4lle<\/strong>\u00a0k\u00f6nnen von sehr\u00a0<strong>unterschiedlicher Dauer<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>St\u00e4rke<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>H\u00e4ufigkeit<\/strong>\u00a0sein.<\/p>\n<p>Von einer tats\u00e4chlichen Epilepsie zu unterscheiden sind sogenannte\u00a0<strong>Gelegenheitsanf\u00e4lle<\/strong>, d.h. vereinzelte epileptische Anf\u00e4lle, die im Rahmen einer Krankheit wie z. B. Gehirnersch\u00fctterung oder Vergiftung vorkommen und nach Abklingen derselben nicht wieder auftreten. Ebenso\u00a0<strong>Fieberkr\u00e4mpfe<\/strong>, die epileptische Anf\u00e4lle nach sich ziehen k\u00f6nnen. Dann gibt es auch noch sogenannte\u00a0<strong>Affekt-Kr\u00e4mpfe<\/strong>, die gern mit epileptischen Anf\u00e4llen verwechselt werden. Sie entstehen, wenn Kinder sich so sehr in etwas hineinsteigern, dass sie z. B. die Luft anhalten, bis sie durch den Sauerstoffmangel in Ohnmacht fallen und eventuell zucken.<\/p>\n<p>Gelegenheitsanf\u00e4lle kommen bei\u00a0<strong>rund 5 Prozent<\/strong>\u00a0aller Kinder in den ersten 5 Lebensjahren vor. Echte Epilepsien hingegen treten bei rund\u00a0<strong>einem halben Prozent<\/strong>\u00a0aller Kinder auf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-154315 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Epilepsie-Kinder-c-Tobilander-1.jpg\" alt=\"Epilepsie bei Kindern\" width=\"830\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Epilepsie-Kinder-c-Tobilander-1.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Epilepsie-Kinder-c-Tobilander-1-300x155.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Epilepsie-Kinder-c-Tobilander-1-768x398.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/p>\n<p>Eine Form der Epilepsie bei Kindern ist die Rolando-Epilepsie. Foto: AdobeStock (c) Tobilander<\/p>\n<h4><strong>Epilepsien, die nur bei Kindern vorkommen<\/strong><\/h4>\n<p>Es gibt mehrere Formen von Epilepsie, die ausschlie\u00dflich bei Kindern vorkommen und solche, die das erste Mal im Kindheits- oder Jugendalter auftreten. Dazu geh\u00f6ren vor allem die\u00a0<strong>Rolando-Epilepsie<\/strong>\u00a0und die\u00a0<strong>kindliche Absence-Epilepsie<\/strong>, die wir in diesem\u00a0Artikel weiter unten n\u00e4her beleuchten. Au\u00dferdem z. B. das Landau-Kleffner-Syndrom und das Panayiotopoulos-Syndrom.<\/p>\n<p>Beim\u00a0<strong>Landau-Kleffner-Syndrom<\/strong>, auch erworbene epileptische Aphasie genannt, handelt es sich um eine fokal-generalisierte Epilepsie unbekannter Ursache. Sie tritt meist im Alter zwischen 5 und 7 Jahren auf. In Form von meist n\u00e4chtlichen, prim\u00e4r generalisierten Anf\u00e4llen oder fokalen motorischen Anf\u00e4llen, atypischen Absencen oder atonischen Anf\u00e4llen. Das Syndrom geht mit sich schleichend entwickelnden Sprachst\u00f6rungen und fehlender Reaktion auf sprachliche Reize, oft auch Entwicklungs- und Verhaltensst\u00f6rungen (z. B. Hyperaktivit\u00e4t) einher. Anf\u00e4lle und Sprachst\u00f6rungen k\u00f6nnen w\u00e4hrend der Pubert\u00e4t verschwinden, sodass es einem Teil der daran Erkrankten m\u00f6glich ist, im Erwachsenenalter ein relativ normales Leben zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Das\u00a0<strong>Panayiotopoulos-Syndrom<\/strong>, das zu den idiopathischen fokalen Epilepsien z\u00e4hlt, \u00e4u\u00dfert sich in bis zu\u00a0<strong>mehreren Stunden dauernden Anf\u00e4llen<\/strong>, die vorwiegend das<strong>\u00a0vegetative Nervensystem<\/strong>\u00a0betreffen, sodass es haupts\u00e4chlich zu \u00dcbelkeit mit Erbrechen kommt. Da bei solchen Symptomen kaum jemand gleich an Epilepsie denkt, kann es lange dauern, bis sie erkannt wird. Die Augen k\u00f6nnen sich w\u00e4hrend des Anfalls zu einer Seite drehen, die Pupillen sich weiten und das Bewusstsein verloren gehen. Das Syndrom hat eine g\u00fcnstige Prognose, denn es umfasst meist nur wenige Anf\u00e4lle und verschwindet sp\u00e4testens nach der Pubert\u00e4t.<\/p>\n<h4><strong>Epilepsien, die in der Kindheit beginnen<\/strong><\/h4>\n<p>Das\u00a0<strong>West-Syndrom<\/strong>\u00a0tritt erstmals vorwiegend im ersten Lebensjahr, meist zwischen dem 4. und 6. Monat, in Erscheinung. Vorwiegend bei Buben. Verursacht wird es durch Fehlbildungen des Gehirns, Stoffwechselleiden, genetische St\u00f6rungen oder w\u00e4hrend der Schwangerschaft, Geburt bzw. Neugeborenenperiode aufgetretene Gehirnerkrankungen.<\/p>\n<p>Dabei kommt es \u2013 vor allem morgens nach dem Aufwachen \u2013 zu sogenannten\u00a0<strong>BNS-(Blitz-Nick-Salaam)-Kr\u00e4mpfen<\/strong>, kurzen heftigen\u00a0<strong>Muskelzuckungen<\/strong>\u00a0(Myoklonien), die wie ein Blitz durch den K\u00f6rper fahren. Sie f\u00fchren \u2013 am deutlichsten in R\u00fcckenlage des Babys zu erkennen \u2013 zu einer\u00a0<strong>Beugebewegung<\/strong>\u00a0des\u00a0<strong>Kopfes und Rumpfes<\/strong>, einem Auseinanderbreiten und anschlie\u00dfenden Beugen der Arme sowie einem Anziehen der Beine. Fehlen die Arm- und Beinbewegungen, spricht man von einem Nickkrampf.<\/p>\n<p>L\u00e4uft das Geschehen langsamer ab und werden die Arme vor dem K\u00f6rper zusammengef\u00fchrt, \u00e4hnelt der Anfall einem \u201cSalaamgru\u00df\u201c und wird Salaamkrampf genannt. Die\u00a0<strong>Kr\u00e4mpfe<\/strong>\u00a0treten gern\u00a0<strong>in Serien<\/strong>\u00a0mit nur kurzen Pausen dazwischen auf, in denen das Kind h\u00e4ufig weint. Schlafentzug und vorzeitiges Wecken f\u00f6rdern solche Anf\u00e4lle. Die Spasmen h\u00f6ren zwar meist vor dem dritten Lebensjahr auf, doch stellt sich in der Folge oft eine andere Epilepsieform ein. Im\u00a0<strong>EEG<\/strong>\u00a0zeigen sich beim West-Syndrom typische Ver\u00e4nderungen, die sogenannte\u00a0<strong>Hypsarrhythmie<\/strong>. Der \u00fcberwiegende Teil der Kinder weist Entwicklungsst\u00f6rungen auf.<\/p>\n<p>Das\u00a0<strong>Dravet-Syndrom<\/strong>\u00a0(schwere fr\u00fchkindliche myoklonische Epilepsie, Fr\u00fche infantile epileptische Enzephalopathie) beruht auf einer Genver\u00e4nderung, zeigt sich meist schon im ersten Lebensjahr und ist schwierig zu behandeln. \u00a0Die Kinder versteifen bei Anf\u00e4llen ihren K\u00f6rper oder\u00a0<strong>zucken rhythmisch<\/strong>\u00a0und weisen meist eine\u00a0<strong>geistige Behinderung<\/strong>\u00a0auf.<\/p>\n<h4><strong>Epilepsien, die im Jugendalter beginnen<\/strong><\/h4>\n<p>Das\u00a0<strong>Lennox-Gastaut-Syndrom<\/strong>\u00a0beginnt meist zwischen dem 3. und 5. Lebensjahr. Die Ursachen \u00e4hneln denjenigen des West-Syndroms. Diese Epilepsie \u00e4u\u00dfert sich in Form von typischen EEG-Ver\u00e4nderungen und\u00a0<strong>verschiedenen Anfallstypen<\/strong>. Beispielsweise in tonischen Anf\u00e4llen, die nachts in Serien auftreten k\u00f6nnen, Sturzanf\u00e4llen, Absencen oder Grand-mal-Anf\u00e4llen. Durch Verkrampfung oder Erschlaffung der Muskulatur kommt es oft zu St\u00fcrzen, sodass das Tragen eines Epilepsie-Helms ratsam erscheint, um Verletzungen zu vermeiden. Dar\u00fcber hinaus zeigen sich\u00a0<strong>Entwicklungs- und Sprachst\u00f6rungen<\/strong>, eine meist schwere\u00a0<strong>geistige Behinderung<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>Verhaltensauff\u00e4lligkeiten<\/strong>. Die Anf\u00e4lle bleiben h\u00e4ufig auch im Erwachsenenalter bestehen.<\/p>\n<p>Das\u00a0<strong>Janz-Syndrom<\/strong>\u00a0alias juvenile myoklonische Epilepsie (juvenile myoclonic epilepsy) nimmt meistens im 12. bis 18. Lebensjahr seinen Anfang. Mit kurz nach dem Aufwachen auftretenden\u00a0<strong>myoklonischen Anf\u00e4llen<\/strong>, die durch\u00a0<strong>Schlafmangel\u00a0<\/strong>und\u00a0<strong>Alkoholexzesse verst\u00e4rkt<\/strong>\u00a0werden, sowie oft auch generalisierten tonisch-klonischen Anf\u00e4llen oder Absencen. Ein geregelter Schlaf-Wach-Rhythmus, eine Einschr\u00e4nkung des Alkoholkonsums sowie eine medikament\u00f6se Therapie f\u00fchren h\u00e4ufig zu einer Anfallsfreiheit.<\/p>\n<p>Die\u00a0<strong>Prim\u00e4re Lese-Epilepsie<\/strong>\u00a0beginnt meist mit 17 bis 18 Jahren, selten schon in der Vorpubert\u00e4t. Bei ihr l\u00f6st leises oder lautes Lesen Anf\u00e4lle aus, bei denen Zunge, Kiefer, Lippen, Gesichts- und Halsmuskulatur zucken. Sie hat eine g\u00fcnstige Prognose.<\/p>\n<h2><strong>Rolando Epilepsie bei Kindern<\/strong><\/h2>\n<p>Die Rolando-Epilepsie, auch\u00a0<strong>rolandische Epilepsie<\/strong>\u00a0oder\u00a0<strong>gutartige Epilepsie im Kindesalter mit zentrotemporalen Spitzen<\/strong>\/Spikes alias BCECTS (engl.: benign childhood epilepsy with centrotemporal spikes) genannt, ist die h\u00e4ufigste fokale Epilepsie im Kindesalter. Bei Erwachsenen tritt sie nicht auf. Sie beginnt \u00fcblicherweise zwischen dem 3. und 12. Lebensjahr. Mit einem Gipfel zwischen dem 5. und 10. Lebensjahr. Bei Buben kommt sie etwas h\u00e4ufiger vor als bei M\u00e4dchen.<\/p>\n<p>Die Rolando Epilepsie hat eine gute Prognose, denn die\u00a0<strong>Anf\u00e4lle<\/strong>\u00a0sind meist nicht sehr heftig und sprechen sehr gut auf eine medikament\u00f6se Therapie an. Vor allem aber\u00a0<strong>verschwinden<\/strong>\u00a0sie in der Regel w\u00e4hrend der Pubert\u00e4t\u00a0<strong>von selbst wieder<\/strong>. Innerhalb von 6 Monaten bis 5 Jahren nach Krankheitsbeginn, sp\u00e4testens jedoch bis zum 20. Lebensjahr.<\/p>\n<h3><strong>Rolando Epilepsie \u2013 Ursachen<\/strong><\/h3>\n<p>Es handelt sich um eine\u00a0<strong>idiopathische Epilepsie\u00a0<\/strong>(= ohne erkennbare Ursache). Doch gibt es Hinweise daf\u00fcr, dass ihr eine Ver\u00e4nderung am Chromosom 11 bzw. eine erblich bedingte St\u00f6rung in einer bestimmten Phase der Hirnreifung zugrunde liegen k\u00f6nnte. F\u00fcr einen\u00a0<strong>genetischen Hintergrund<\/strong>\u00a0spricht auch, dass viele Kinder mit Rolando Epilepsie Blutsverwandte mit Epilepsie haben. Bei einem Teil ihrer Geschwister lassen sich f\u00fcr die Rolando-Epilepsie typische Hirnaktivit\u00e4ten im EEG nachweisen, auch wenn sie keine Symptome zeigen.<\/p>\n<h3><strong>Rolando Epilepsie \u2013 Symptome<\/strong><\/h3>\n<p>Kennzeichen einer Rolando-Epilepsie ist, dass zun\u00e4chst ein\u00a0<strong>sensomotorischer fokaler Anfall<\/strong>\u00a0auftritt. Und zwar charakteristischerweise eher\u00a0<strong>im Schlaf<\/strong>\u00a0als im Wachzustand und da vorwiegend im morgendlichen oder abendlichen Leichtschlaf. Er beginnt \u00fcblicherweise mit\u00a0<strong>Missempfindungen\u00a0<\/strong>wie einem Kribbeln, Brennen, Schwere- oder Taubheitsgef\u00fchl in der Mundh\u00f6hle, an der Zunge oder im Gesicht.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend kommt es in dieser Region zu Myoklonien, d.h.\u00a0<strong>Zuckungen und Verkrampfungen<\/strong>\u00a0der Kaumuskulatur und einer Gesichtsh\u00e4lfte. Sie f\u00fchren zu\u00a0<strong>Sprach- und Schluckst\u00f6rungen<\/strong>\u00a0sowie\u00a0<strong>vermehrtem Speichelfluss<\/strong>. Befallen sie auch die Schlundmuskulatur, k\u00f6nnen Atembeklemmungen eintreten. Das Bewusstsein bleibt aber erhalten. Mundwinkelzuckungen und Sprachst\u00f6rungen k\u00f6nnen noch einige Zeit nach dem Anfall anhalten. Vor allem bei Kleinkindern breiten sich die Muskelzuckungen gern auf den Arm, das Bein oder die zugeh\u00f6rige K\u00f6rperh\u00e4lfte, nur selten auch auf den gesamten K\u00f6rper (= Grand-Mal Anfall) aus.<\/p>\n<p>Recht h\u00e4ufig haben Kinder, die sp\u00e4ter eine Rolando Epilepsie entwickeln, vorher lange andauernde\u00a0<strong>Fieberkr\u00e4mpfe<\/strong>. Im\u00a0<strong>EEG<\/strong>\u00a0zeigen sich bei dieser Form von Epilepsie im mittleren Schl\u00e4fenlappen des Gro\u00dfhirns charakteristische Aktivit\u00e4ten, sogenannte \u201c<strong>Rolando-Spikes<\/strong>\u201c. Doch muss ein \u201cRolando-Fokus\u201c im EEG nicht zwangsl\u00e4ufig zu Symptomen einer Epilepsie f\u00fchren. Ebenso\u00a0muss nicht jede Rolando-Epilepsie behandelt werden. Sofern Anf\u00e4lle nur selten auftreten und den Schlaf nicht zu sehr beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<h3><strong>Entwicklungsverz\u00f6gerung bei Rolando Epilepsie?<\/strong><\/h3>\n<p>Dass die Rolando-Epilepsie auch als benigne (gutartige) Epilepsie im Kindesalter bezeichnet wird, liegt nicht nur an ihrer ausgepr\u00e4gten Selbstheilungstendenz, sondern auch am Fehlen von bleibenden neurologischen St\u00f6rungen und Hirnl\u00e4sionen. Gelegentlich sind Teilleistungsschw\u00e4chen, wie z. B. Konzentrations- oder Wahrnehmungsschw\u00e4chen, Lern- oder Leseschwierigkeiten zu beobachten, die sich jedoch mit zunehmendem Alter oft geben. Die\u00a0<strong>Kinder entwickeln sich<\/strong>\u00a0in der Regel\u00a0<strong>normal<\/strong>.<\/p>\n<h2><strong>Absence Epilepsie bei Kindern<\/strong><\/h2>\n<p>Die Absence-Epilepsie bei Kindern f\u00fchrt z.B. zu nur einige Sekunden langen Bewusstseinsst\u00f6rungen.\u00a0Foto: Adobe Stock (c) Anja G\u00f6tzDie Absence Epilepsie, fr\u00fcher auch\u00a0<strong>Petit-mal<\/strong>\u00a0oder bei Kindern\u00a0<strong>Pyknolepsie<\/strong>\u00a0genannt, ist die h\u00e4ufigste idiopathische generalisierte Epilepsie im Kindesalter. Sie beginnt meist im Alter von 5 bis 7 Jahren. Bei M\u00e4dchen doppelt so oft wie bei Buben. Dabei kommt es \u2013 provoziert durch Hyperventilation, Gef\u00fchlszust\u00e4nde oder\u00a0<strong>niedrigen Blutzucker<\/strong>\u00a0\u2013 t\u00e4glich zu\u00a0<strong>Absencen<\/strong>. Das sind meist nur einige Sekunden anhaltende\u00a0<strong>Bewusstseinsst\u00f6rungen<\/strong>\u00a0mit \u201cins Leere starren\u201c, Unterbrechung der aktuell ausge\u00fcbten Aktivit\u00e4t, fehlender Reaktion auf Ansprechen und Erinnerungsl\u00fccken. Mitunter begleitet von Muskelzuckungen oder anderen Symptomen.<\/p>\n<p>Bei dieser Epilepsieform finden sich h\u00e4ufig Familienangeh\u00f6rige mit Epilepsie, was auf eine genetische Ursache hinweisen kann. F\u00fcr eine\u00a0<strong>erbliche Veranlagung<\/strong>\u00a0von Absencen sprechen auch Zwillingsstudien und Untersuchungen der Erbmasse, die Ver\u00e4nderungen eines Genortes auf dem Chromosom 8 als Ausl\u00f6ser vermuten lassen.<\/p>\n<p><strong>Typische Anfallsmuster<\/strong>\u00a0im\u00a0<strong>Elektro-Enzephalogramm<\/strong>\u00a0(3\/s-Spike-Wave-Komplexe) sind ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Diagnose von Absencen. Sie lassen sich relativ gut medikament\u00f6s behandeln, sodass die Mehrheit der erkrankten Kinder anfallsfrei wird, diese Form von Epilepsie also eine\u00a0<strong>gute Prognose<\/strong>\u00a0aufweist.<\/p>\n<h3><strong>Fr\u00fchkindliche Absence Epilepsie<\/strong><\/h3>\n<p>Die fr\u00fchkindliche Absence Epilepsie \u00e4u\u00dfert sich \u2013 vor allem bei Kindern zwischen 2 und 4 Jahren \u2013\u00a0durch abrupt einsetzende, etwa 4 bis 20 Sekunden dauernde Bewusstseinsaussetzer, bei denen die Kinder pl\u00f6tzlich innehalten bei dem, was sie gerade tun und einen starren Blick bekommen.\u00a0<strong>Absencen\u00a0<\/strong>treten\u00a0<strong>bevorzugt<\/strong>\u00a0<strong>in der Zeit nach dem Aufwachen<\/strong>\u00a0auf. Solche\u00a0<strong>Abwesenheitszust\u00e4nde<\/strong>\u00a0k\u00f6nnen extrem h\u00e4ufig (bis zu 100 mal pro Tag) vorkommen und z.B. die Schulleistungen stark beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Die Diagnose einer Absence Epilepsie gestaltet sich aufgrund der sehr typischen\u00a0<strong>EEG-Ver\u00e4nderungen<\/strong>\u00a0relativ einfach. Doch muss man erst einmal an die M\u00f6glichkeit, dass diese Erkrankung vorliegt, denken und einen\u00a0<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/kinderneurologe-wien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kinderneurologen<\/a>\u00a0aufsuchen, der sie diagnostiziert. Da den Kindern oft Tagtr\u00e4umerei\u00a0unterstellt oder ein Aufmerksamkeitsdefizit vermutet\u00a0wird, geschieht dieser Schritt manchmal recht sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck\u00a0<strong>verschwindet<\/strong>\u00a0die kindliche Absence-Epilepsie normalerweise sp\u00e4testens im Alter von 12 Jahren und die Anf\u00e4lle sprechen meist sehr gut auf entsprechende Antiepileptika an. Nur wenige Kinder nehmen Absencen mit ins Erwachsenenalter oder entwickeln sp\u00e4ter vereinzelte Grand-mal Anf\u00e4lle.<\/p>\n<p>Im Vergleich dazu treten bei der\u00a0<strong>juvenilen Absence-Epilepsie<\/strong>, die in der Regel zwischen dem 10. und 17. Lebensjahr beginnt, Absencen nur einmal oder wenige Male pro Tag, aber zum Teil mit l\u00e4ngerer Dauer auf. Diese Epilepsie ist oft mit zus\u00e4tzlichen, generalisiert tonisch-klonischen Anf\u00e4llen verbunden. Und erfordert meist eine langj\u00e4hrige medikament\u00f6se Therapie, die beim Gro\u00dfteil, aber nicht bei allen Jugendlichen zu Anfallsfreiheit f\u00fchrt.<\/p>\n<h3><strong>Absence Epilepsie Symptome<\/strong><\/h3>\n<p>Einerseits gibt es\u00a0<strong>einfache Absencen<\/strong>, die nur eine pl\u00f6tzlich beginnende und ebenso abrupt endende\u00a0<strong>Bewusstseinsst\u00f6rung<\/strong>\u00a0umfassen. In dieser allerh\u00f6chstens eine\u00a0<strong>halbe Minute<\/strong>\u00a0lang\u00a0<strong>andauernden<\/strong>\u00a0Phase wird der Blick des Kindes starr und leer, seine Gesichtsz\u00fcge ausdruckslos. Es unterbricht die gerade ausgef\u00fchrte T\u00e4tigkeit und nimmt diese nach der Absence wieder auf. So kommt es z.B. bei Schulaufgaben infolge von Absencen zu unvollst\u00e4ndigen Schriftz\u00fcgen, beim Sprechen zum Verstummen oder einer verlangsamten Sprache. W\u00e4hrend des Anfalls reagiert das Kind nicht auf Ansprache.<\/p>\n<p>Andererseits kennt man\u00a0<strong>komplexe Absencen<\/strong>, bei denen die\u00a0<strong>Bewusstseinsst\u00f6rung<\/strong>\u00a0mit\u00a0<strong>Begleiterscheinungen<\/strong>\u00a0einhergeht. Das k\u00f6nnen beispielsweise beidseitige\u00a0<strong>rhythmische Zuckungen<\/strong>\u00a0der Augenlider, Mundwinkel, Schultern oder Arme sein. Ein\u00a0<strong>Herumnesteln<\/strong>\u00a0oder eine\u00a0<strong>Erschlaffung einzelner Muskelpartien<\/strong>, sodass z.B. der Kopf absinkt oder der Rumpf zusammensackt. Oder das sogenannte\u00a0<strong>Sternguckerzeichen<\/strong>, eine Anspannung der Muskulatur, die dazu f\u00fchrt, dass der Kopf nach hinten gezogen wird und sich der Blick nach oben richtet. An sich relativ harmlose Krankheitserscheinungen, die aber einer Behandlung bed\u00fcrfen. Sonst k\u00f6nnen sie sich h\u00e4ufen und zu einem gro\u00dfen generalisierten Krampfanfall mit Bewusstseinsverlust (Grand mal) f\u00fchren.<\/p>\n<p>Kommt es zu\u00a0<strong>ausgepr\u00e4gteren Begleiterscheinungen<\/strong>, spricht man von\u00a0<strong>atypischen Absencen<\/strong>. Sie neigen dazu, immer \u00f6fter wiederzukehren, bis schlie\u00dflich ein Anfall in den n\u00e4chsten \u00fcbergeht. Ein bedrohlicher Zustand, den man\u00a0<strong>Absence-Status<\/strong>\u00a0nennt und der bei zu langem Anhalten dazu f\u00fchren kann, dass bereits erlernte F\u00e4higkeiten wieder verlorengehen.<\/p>\n<h2><strong>Epilepsie bei Kindern \u2013 Therapie<\/strong><\/h2>\n<p>Die Behandlung einer Epilepsie bei Kindern hat genauso wie bei Erwachsenen eine\u00a0<strong>Anfallsfreiheit\u00a0<\/strong>oder zumindest Reduktion der Anfallsh\u00e4ufigkeit bei gleichzeitig m\u00f6glichst geringen Nebenwirkungen\u00a0<strong>zum Ziel<\/strong>. Dar\u00fcber hinaus aber auch, dass die k\u00f6rperliche, geistige und psychosoziale\u00a0<strong>Entwicklung\u00a0<\/strong>durch die Erkrankung\u00a0<strong>m\u00f6glichst wenig beeintr\u00e4chtigt<\/strong>\u00a0wird. Das l\u00e4sst sich manchmal schon mit einer Lebensf\u00fchrung erreichen, die\u00a0<strong>Ausl\u00f6ser von Anf\u00e4llen<\/strong>\u00a0wie Schlafmangel, bestimmte Lichtreize oder Ger\u00e4usche\u00a0<strong>meidet<\/strong>.<\/p>\n<p>Besonders gut stehen die Chancen auf Anfallsfreiheit bei gutartigen Epilepsien unklarer Ursache, die die sich mit zunehmendem Alter \u201causwachsen\u201c, wie etwa die Rolando-Epilepsie. Sonst ist eine\u00a0<strong>medikament\u00f6se Therapie<\/strong>\u00a0notwendig. Sie kann einen mehrfachen Wechsel von Arzneien erfordern, wenn keine rasche Anfallsfreiheit erreicht wird.<\/p>\n<h3>Medikamente &amp; Wirkstoffe bei Epilepsie<\/h3>\n<p>Die\u00a0<strong>Wahl der Medikamente<\/strong>, richtet sich nach der\u00a0<strong>Epilepsieform<\/strong>, der erhofften\u00a0<strong>Wirkung\u00a0<\/strong>und dem Schweregrad m\u00f6glicher\u00a0<strong>Nebenwirkungen<\/strong>, aber auch dem\u00a0<strong>Alter<\/strong>\u00a0des Kindes. Begonnen wird mit einem Pr\u00e4parat in niedriger Dosierung, die schrittweise gesteigert wird. Unter Kontrolle des Therapieerfolgs (= Anfallsfreiheit), des Blutspiegels der Substanz und der Hirnaktivit\u00e4ten per EEG sowie der Beurteilung etwaiger Nebenwirkungen. Sind letztere inakzeptabel, ist ein Wechsel zu einem anderen Medikament angesagt. Oder auch einer Kombination von Arzneien. Zum Einsatz kommen vor allem die\u00a0<strong>Wirkstoffe\u00a0<\/strong>Carbamazepin und Valproins\u00e4ure, doch auch z.B. Oxcarbazepin, Lamotrigin, Gabapentin, Vigabatrin, Felbamat, Tiagabin und Topiramat. Auch\u00a0<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/cbd-tropfen-kaufen\/\">Cannabidiol<\/a>\u00a0wird bei Epilepsie (besonders bei Kindern mit dem Dravet-Syndrom) eingesetzt.<\/p>\n<p>Zeigen Antiepileptika keine oder nur wenig Wirkung und ist es bei einer\u00a0<strong>fokalen Epilepsie<\/strong>\u00a0m\u00f6glich, den Bereich im Gehirn zu orten, von dem die Anf\u00e4lle ausgehen, kann eine\u00a0<strong>operative Entfernung<\/strong>\u00a0dieses Areals zu einer Reduktion der Anfallsh\u00e4ufigkeit f\u00fchren. Bestenfalls sogar zu einer Anfallsfreiheit.<\/p>\n<p>Liegt eine\u00a0<strong>schwer behandelbare Epilepsie<\/strong>\u00a0vor, bei der eine\u00a0<strong>Epilepsiechirurgie nicht infrage kommt<\/strong>, kann sich die H\u00e4ufigkeit der Anf\u00e4lle durch die\u00a0<strong>Implantation eines Vagusnerv-Stimulators<\/strong>\u00a0verringern. Dabei wird der linke Vagusnerv in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden \u00fcber feine Elektroden immer wieder elektrisch gereizt. Die zum Gehirn weitergeleiteten Impulse ver\u00e4ndern dort die Aktivit\u00e4t der Nervenzellen.<\/p>\n<h3><strong>Di\u00e4t als Therapie bei Epilepsie<\/strong><\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-154330 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Epilepsie-Kinder-c-anaumenko-2.jpg\" alt=\"Epilepsie bei Kindern\" width=\"830\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Epilepsie-Kinder-c-anaumenko-2.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Epilepsie-Kinder-c-anaumenko-2-300x155.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Epilepsie-Kinder-c-anaumenko-2-768x398.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/p>\n<p>Bei Epilepsie bei Kindern f\u00fchrt eine ketogene Di\u00e4t h\u00e4ufig zu einem R\u00fcckgang der Anfallsh\u00e4ufigkeit. Foto: AdobeStock (c) anaumenkoEinen Versuch wert sein kann das Einhalten einer sogenannten\u00a0<strong>ketogenen Di\u00e4t<\/strong>\u00a0unter \u00e4rztlicher und di\u00e4tologischer Aufsicht. Sie f\u00fchrt h\u00e4ufig zu einem R\u00fcckgang der Anfallsh\u00e4ufigkeit, bestenfalls sogar Anfallsfreiheit. Ihr Motto lautet<strong>: kaum Kohlenhydrate, viel Fett, gen\u00fcgend Eiwei\u00df<\/strong>. Vom Speiseplan m\u00f6glichst gestrichen werden also z.B. Bananen, Kartoffeln, Karotten, S\u00fc\u00dfigkeiten und anderes, das Zucker enth\u00e4lt. Stattdessen stehen Lebensmittel mit vielen \u201cguten\u201c Fetts\u00e4uren wie Avocado, gr\u00fcne Bohnen, Oliven, Rucola, Zucchini und verschiedene Kohlsorten auf dem Tisch. Ebenso K\u00e4se, Fleisch, N\u00fcsse und Fisch. Und Pr\u00e4parate mit Mineralstoffen und Vitaminen, um einem Vitalstoffmangel vorzubeugen.<\/p>\n<p>Der Entzug von Kohlenhydraten f\u00fchrt zu einer Umstellung des Stoffwechsels. Denn nun muss der Organismus Fett als Energiequelle heranziehen. Bei dieser Art von Energiegewinnung kommt es zur Produktion von sogenannten Ketonk\u00f6rpern. Sie wirken direkt auf das Gehirn k\u00f6nnen epileptische Anf\u00e4lle verhindern sowie das Gehirn vor freien Radikalen sch\u00fctzen.<\/p>\n<h3><strong>Wie stellt man Epilepsie bei Kindern fest?<\/strong><\/h3>\n<p>Bei der Schilderung der Symptome ist der Arzt meist auf Angaben von Personen angewiesen, die den Anfall\/die Anf\u00e4lle miterlebt haben. Weil sich Babys dazu noch nicht \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen und \u00e4ltere Kinder nur dann, wenn ihre Erinnerung daran nicht beeintr\u00e4chtigt ist. Den Arzt interessieren besonders, ob<\/p>\n<ul>\n<li>es einen bestimmten Ausl\u00f6ser (z.B. Wut, Schmerz, starker Lichtreiz, Telefonklingeln, Schlafmangel) gab.<\/li>\n<li>das Kind davor Medikamente eingenommen oder Zugang zu Gift oder Alkohol gehabt hat.<\/li>\n<li>ein Vorgef\u00fchl (Aura) zu Beginn des Anfalls da war.<\/li>\n<li>das Kind w\u00e4hrend des Anfalls bei Bewusstsein war oder auf Anweisungen reagiert hat.<\/li>\n<li>der Anfall pl\u00f6tzlich geendet hat.<\/li>\n<li>das Kind danach orientierungslos war oder sich rasch wieder zurechtgefunden hat.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Au\u00dferdem, wie lange der Anfall gedauert hat, und welche Bewegungsmuster dabei vorkamen. Hierbei k\u00f6nnen von Betreuungspersonen gemachte\u00a0<strong>Videoaufnahmen<\/strong>\u00a0sehr hilfreich sein.<\/p>\n<h4>Methoden zur Erkennung von Epilepsie<\/h4>\n<p>Neben der\u00a0<strong>Anamnese<\/strong>\u00a0(Erhebung der Krankengeschichte) und\u00a0<strong>k\u00f6rperlichen Untersuchung<\/strong>\u00a0inklusive neurologischem Status dient vor allem die\u00a0<strong>Elektroenzephalographie\u00a0<\/strong>(EEG, Hirnstrombild), eine schmerzlose Erfassung der Gehirnstr\u00f6me mithilfe von auf die Kopfhaut aufgesetzten Elektroden, der Erkennung einer Epilepsie. \u00dcberpr\u00fcft werden auch\u00a0<strong>Entwicklungsstand\u00a0<\/strong>und Wachstum des Kindes. Etwa mit Tests bez\u00fcglich Sprache, Ged\u00e4chtnisleistung, Aufmerksamkeit, Konzentration, Reaktionsgeschwindigkeit, Belastbarkeit, Wahrnehmung und Vorstellungverm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Weitere Untersuchungen wie zum Beispiel eine\u00a0<strong>Kernspintomographie<\/strong>\u00a0(MRT) oder Computertomographie (CT) des Gehirnsch\u00e4dels zur Feststellung eventueller krankhafter Ver\u00e4nderungen des Gehirns, Bluttests oder ein EKG zum Ausschluss anderer Ursachen der Symptome usw. k\u00f6nnen folgen. Ebenso\u00a0<strong>spezielle Elektroenzephalogramme<\/strong>\u00a0wie ein EEG im Schlaf, w\u00e4hrend eines ganzen Tages (Langzeit-EEG) oder nach gezielter Belastung (Schlafentzug, Lichtreize) zur Erh\u00e4rtung der Diagnose.<\/p>\n<h3><strong>Welcher Arzt stellt Epilepsie bei Kindern fest?<\/strong><\/h3>\n<p>Zust\u00e4ndig f\u00fcr die Erkennung von Epilepsie bei Kindern sind Fach\u00e4rzte f\u00fcr\u00a0<strong>Neurologie\u00a0<\/strong>oder speziell geschulte Fach\u00e4rzte f\u00fcr\u00a0<strong>Kinder- und Jugendheilkunde<\/strong>, etwa solche mit Zusatzfach\u00a0<strong>Neurop\u00e4diatrie<\/strong>. Auch gibt es an neurologischen Abteilungen in etlichen \u00f6sterreichischen Spit\u00e4lern sogenannte\u00a0<a href=\"http:\/\/www.epilepsie.at\/anfallsambulanzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Anfallsambulanzen<\/strong><\/a>.<\/p>\n<h3><strong>Welcher Arzt behandelt Epilepsie bei Kindern?<\/strong><\/h3>\n<p>Auch die Behandlung von Epilepsie im Kindesalter f\u00e4llt in das Ressort von\u00a0<strong>Neurologen<\/strong>\u00a0und versierten\u00a0<strong>Kinder\u00e4rzten<\/strong>.<\/p>\n<h3><strong>AKH Epilepsiespezialambulanz f\u00fcr Kinder<\/strong><\/h3>\n<p>Eine der oben erw\u00e4hnten Anfallsambulanzen ist die\u00a0<a href=\"http:\/\/www.meduniwien.ac.at\/epilepsiemonitoring\/epiamb.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><strong>Ambulanz f\u00fcr erweiterte Epilepsiediagnostik<\/strong><\/a>\u00a0an der Kinderklinik im Allgemeinen Krankenhaus in Wien.<\/p>\n<p>Sie bietet<\/p>\n<ul>\n<li>eine Differentialdiagnostik (Unterscheidung von Erkrankungen mit \u00e4hnlichem Erscheinungsbild) von Anf\u00e4llen<\/li>\n<li>die Behandlung von \u2013 v.a. schwer therapierbaren \u2013 Epilepsien im Kindes- und Jugendalter<\/li>\n<li>eine Pr\u00fcfung der medikament\u00f6sen Therapieresistenz (Nichtansprechen auf Arzneien)<\/li>\n<li>eine \u00dcberpr\u00fcfung, ob ein epilepsiechirurgischer Eingriff infrage kommt<\/li>\n<li>die Nachsorge und Rehabilitationsplanung nach einem epilepsiechirurgischen Eingriff<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Kinder\u00e4rzte mit Epilepsie-Schwerpunkt in Wien<\/strong><\/h3>\n<p>Wichtig f\u00fcr die Diagnostik von Epilepsie in jungen Jahren ist au\u00dfer der Familienanamnese eine umfassende kinder\u00e4rztliche sowie nerven\u00e4rztliche Untersuchung. Nun gibt es Fach\u00e4rzte f\u00fcr Kinder- und Jugendheilkunde, die beides bieten, weil sie eine Ausbildung im Zusatzgebiet Neurop\u00e4diatrie (= Kinderneurologie) und das \u00d6\u00c4K-Zertifikat EEG absolviert haben. In Wien sind das:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/KqxG8\/freilinger-michael-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Prof. Dr. Michael Freilinger, 1090 Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/ZQXCn\/lischka-andreas-prim-prof-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Prof.MR Dr. Andreas Lischka, 1190 Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/X3V1z\/dr-hannes-mayer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dr. Hannes Mayer, 1200 Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/KDF8r\/ordinationsgemeinschaft-kindermed-dr-haslinger-dr-reiter-dr-fink-dr-schneider\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Dr. Edith Reiter-Fink, 1080 Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/JPbBc\/schmidt-trost-alexandra-oa-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dr. Alexandra Schmidt-Trost, 1140 Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/BVr11\/omedr-dr-hannelore-steinb%C3%B6ck\/?hdg=INET_179_Kinderarzt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">OMR Dr. Hannelore Steinb\u00f6ck, 1150 Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/nQc7J\/tiedt-oberbauer-yelena-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dr. Yelena Marietta Tiedt-Oberbauer, 1080 Wien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/KsJVL\/dr-birgit-weigl-vlastos\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dr. Birgit Amanda Weigl-Vlastos, 1090 Wien<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Brauchen Kinder mit Epilepsie besondere F\u00f6rderung?<\/strong><\/h3>\n<p>Zirka zwei Drittel aller Kinder mit Epilepsie entwickeln sich geistig normal. Doch stellt eine Intelligenzminderung (IQ &lt; 70) die h\u00e4ufigste Begleiterkrankung\u00a0bei Patienten\u00a0dar. Kinder, die Epilepsie-Syndrome aufweisen, sind auch h\u00e4ufiger von\u00a0<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/adhs-spezialisten-oesterreich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ADHS<\/a>\u00a0betroffen als die \u00fcbrige Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p><strong>Auswirkungen auf die Entwicklung<\/strong>\u00a0haben vor allem\u00a0<strong>wiederholte epileptische Anf\u00e4lle mit erheblichem Sauerstoffmangel<\/strong>, der zu Nervensch\u00e4digungen f\u00fchrt. Doch auch wenn solche nicht stattfinden, bedeutet die chronische Erkrankung eine gro\u00dfe Belastung f\u00fcr die davon betroffenen Kinder und ihr Umfeld. Sie kann die Kinder sozial und schulisch aus der Bahn werfen. Etwa weil es schwierig ist, Jugendliche mit Epilepsie in ein Ausbildungsverh\u00e4ltnis zu vermitteln, denn die Erkrankung ist mit zahlreichen Vorurteilen behaftet.<\/p>\n<h4>Alltag &amp; Umgang<\/h4>\n<p>Angst vor Diskriminierung bewegt so manche Eltern epilepsiekranker Kinder dazu, die Krankheit vor der Umwelt zu verheimlichen. Damit erweisen sie ihrem Nachwuchs jedoch keinen guten Dienst, denn so erhalten z.B. die Lehrer keine Kenntnis davon, dass es sich bei Absencen um ein krankhaftes Geschehen handelt und nicht um Unaufmerksamkeit. Somit geh\u00f6ren\u00a0<strong>Schul- und Lernschwierigkeiten<\/strong>\u00a0oft zum Alltag von Kindern mit Epilepsie, obwohl die meisten \u00fcber eine normale Intelligenz verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Um solche Fehleinsch\u00e4tzungen zu verhindern, ist es n\u00f6tig, dass Eltern, Lehrer und Erzieher genau \u00fcber das Krankheitsbild informiert sind. Auch im Hinblick darauf, was bei einem epileptischen Anfall zu tun ist. Dann ist es Lehrern auch m\u00f6glich, die Pers\u00f6nlichkeit von Kindern mit Epilepsie durch Verst\u00e4ndnis und Anerkennung zu st\u00e4rken.<\/p>\n<h4>F\u00f6rderung bei Entwicklungsverz\u00f6gerungen<\/h4>\n<p>Eine\u00a0<strong>besondere F\u00f6rderung<\/strong>, etwa in Form von psychologischer Unterst\u00fctzung,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/logopaedie-was-ist-das\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Logop\u00e4die<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/physiotherapie-wien-kosten-krankenkasse\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Physio<\/a>&#8211; oder\u00a0<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/ergotherapie-kinder\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ergotherapie<\/a>, ben\u00f6tigen betroffene Kinder vor allem dann, wenn auch\u00a0<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/entwicklungsverzoegerung-spezialisten-oesterreich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Entwicklungsverz\u00f6gerungen<\/a>\u00a0vorliegen. Ansonsten sind vor allem bestimmte\u00a0<strong>Vorsichtsma\u00dfnahmen<\/strong>\u00a0angebracht. Etwa bei sportlichen Aktivit\u00e4ten. So ist etwa Schwimmen nur unter Einzelaufsicht und Ger\u00e4teturnen nur mit Hilfestellung ratsam und Sportarten wie Tauchen oder Klettern (Absturzgefahr) sind zu vermeiden. Die\u00a0<strong>Teilnahme am Stra\u00dfenverkehr<\/strong>\u00a0mit Fahrrad oder Mofa ist nur nach l\u00e4ngerer Anfallsfreiheit (mindestens 2 Jahre) zu empfehlen. Beim Bedienen von Maschinen gilt es, Schutzma\u00dfnahmen zu beachten.<\/p>\n<h3><strong>Die besten Neurologen in deinem Bundesland findest du hier:<\/strong><\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/neurologe\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/neurologe\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/neurologe\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/neurologe\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/neurologe\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/neurologe\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/neurologe\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/neurologe\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/neurologe\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Epilepsie bei Kindern kommt recht h\u00e4ufig vor. Es gibt sogar Formen von Epilepsie, die nur bei Kindern oder Jugendlichen auftreten. Mit sehr unterschiedlichen Symptomen, die aber eines gemeinsam haben: Sie st\u00f6ren im Alltag und belasten Kind und Familie. Was und wer gegen das \u201cGewitter im Kopf\u201c hilft, das verraten wir hier. Epilepsie bei Kindern Warum bekommen Kinder Epilepsie? Epilepsie\u00a0kann in jedem Lebensalter auftreten, tut das jedoch bevorzugt bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Senioren. H\u00e4ufig ist eine\u00a0Unreife des Gehirns\u00a0der Grund f\u00fcr kindliche Epilepsien, oder\u00a0angeborene St\u00f6rungen. So gibt es eine Reihe von Epilepsie-Syndromen, d.h. bestimmte Kombinationen von Merkmalen, die in\u00a0je spezifischen Lebensaltern beginnen. Einige in der Phase nach der Geburt, andere im Kleinkindalter, in der Kindheit oder Jugendzeit. Was l\u00f6st Epilepsie bei Kindern aus? Epilepsie bei Kindern kann durch Fehlbildungen oder Entz\u00fcndungen des Gehirns, Narben nach Gehirnverletzungen, Stoffwechselerkrankungen, genetische St\u00f6rungen, Stromschlag, Vergiftungen oder w\u00e4hrend Geburt auftretende Sch\u00e4digungen (z.B.\u00a0Sauerstoffmangel) des Gehirns verursacht werden. Doch ist l\u00e4ngst nicht f\u00fcr jede kindliche Epilepsie ein Ausl\u00f6ser bekannt.\u00a0Bei unbekannter Ursache\u00a0spricht man von einer\u00a0idiopathischen Epilepsie. Jedenfalls ist die Epilepsie entgegen eines g\u00e4ngigen Vorurteils\u00a0keine Erbkrankheit\u00a0im klassischen Sinn, auch wenn manche Formen davon famili\u00e4r geh\u00e4uft vorkommen. Doch kann die Veranlagung zu einer erh\u00f6hten Anfallsbereitschaft genetisch bedingt sein. Auch gibt es Erbkrankheiten, die mit epileptischen Anf\u00e4llen einhergehen. Eine Besonderheit sind sogenannte Reflexepilepsien, die durch gezielte\u00a0\u00e4u\u00dfere Reize\u00a0wie unterbrochene Lichtreize (z.B. \u201cDiscolicht\u201c), bestimmte Ger\u00e4usche oder Musikst\u00fccke, Ber\u00fchrungen u.a.m. ausgel\u00f6st werden. Warum bekommen Kinder epileptische Anf\u00e4lle im Schlaf? Vermutlich deshalb, weil teilweise die gleichen Netzwerke von Nervenzellen, die den Ablauf der\u00a0verschiedenen Schlafstadien\u00a0steuern, die Entstehung epileptischer Anf\u00e4lle kontrollieren. Die meisten Anf\u00e4lle im Schlaf treten in der \u00dcbergangsphase vom Wachzustand zum Leichtschlaf und im Leichtschlaf selbst auf. F\u00fcr Epilepsie typische Signale im EEG zeigen sich hingegen h\u00e4ufiger im Tiefschlaf. In Traumschlafphasen findet man weder solche Signale noch Anf\u00e4lle. Ist Epilepsie bei Kindern heilbar? Das\u00a0h\u00e4ngt von der Form der Epilepsie ab. So verschwinden etwa einige Arten von Epilepsie bei Kindern so gut wie immer von selbst wieder, wie etwa die Rolando Epilepsie. Dann gibt es Epilepsien, die sich mit Medikamenten so gut behandeln lassen, dass in vielen F\u00e4llen eine Anfallsfreiheit erreicht wird oder die Arzneien sogar nach einiger Zeit abgesetzt werden k\u00f6nnen. Doch es gibt auch Syndrome, die bis ins Erwachsenenalter andauern und schlimmstenfalls eine lebenslange Therapie erfordern. Wie \u00e4u\u00dfert sich Epilepsie bei Kindern? Epilepsie bei Kindern kann sich \u2013 ebenso wie bei Erwachsenen \u2013 mit den\u00a0unterschiedlichsten Erscheinungsbildern\u00a0bemerkbar machen. Die Palette reicht von kurzen Absencen (Abwesenheitszust\u00e4nde) \u00fcber Gef\u00fchlsst\u00f6rungen, Sinnesverzerrungen (z. B.\u00a0Schwindelattacken, Stimmen oder Ger\u00e4usche h\u00f6ren), Automatismen (z. B. Schmatzen, Kauen, Nesteln), St\u00fcrze, Zuckungen von einzelnen K\u00f6rperteilen bis hin zu generalisierten Krampfanf\u00e4llen, d.h. meistens Sturz mit Bewusstlosigkeit, Versteifung, Zuckung von K\u00f6rper und Gesicht, auff\u00e4lliger Atmung und Speicheln. Die\u00a0Anf\u00e4lle\u00a0k\u00f6nnen von sehr\u00a0unterschiedlicher Dauer\u00a0und\u00a0St\u00e4rke\u00a0und\u00a0H\u00e4ufigkeit\u00a0sein. Von einer tats\u00e4chlichen Epilepsie zu unterscheiden sind sogenannte\u00a0Gelegenheitsanf\u00e4lle, d.h. vereinzelte epileptische Anf\u00e4lle, die im Rahmen einer Krankheit wie z. B. Gehirnersch\u00fctterung oder Vergiftung vorkommen und nach Abklingen derselben nicht wieder auftreten. Ebenso\u00a0Fieberkr\u00e4mpfe, die epileptische Anf\u00e4lle nach sich ziehen k\u00f6nnen. Dann gibt es auch noch sogenannte\u00a0Affekt-Kr\u00e4mpfe, die gern mit epileptischen Anf\u00e4llen verwechselt werden. 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