{"id":157018,"date":"2019-09-30T08:00:44","date_gmt":"2019-09-30T06:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=157018"},"modified":"2021-02-01T11:28:46","modified_gmt":"2021-02-01T10:28:46","slug":"jodmangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/jodmangel\/","title":{"rendered":"Jodmangel: Symptome, Ursachen &#038; Behandlung"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_157150\" aria-describedby=\"caption-attachment-157150\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-157150\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Jodmangel_13504679_Teaser.jpg\" alt=\"Jodmangel\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Jodmangel_13504679_Teaser.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Jodmangel_13504679_Teaser-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Jodmangel_13504679_Teaser-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-157150\" class=\"wp-caption-text\">Ein Jodmangel hat verschiedene Symptome, etwa Gewichtszunahme oder Depression. Foto: Adobe Stock, (c) mapoli-photo<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein Jodmangel entsteht im K\u00f6rper, wenn \u00fcber die Nahrung zu wenig Jod aufgenommen wird. Eine Schilddr\u00fcsenvergr\u00f6\u00dferung ist oft die Folge eines Jodmangels. Dieser sogenannte\u00a0Kropf und seine Folgeerscheinungen lassen sich jedoch leicht vermeiden. Etwa durch die Verwendung von jodiertem Speisesalz und den regelm\u00e4\u00dfigen Genuss von Meerestieren.<\/p>\n\n<h2>Jodmangel: Ursachen &amp; Auswirkungen<\/h2>\n<p>Jod ist ein Spurenelement, das der K\u00f6rper nicht selbst herstellen kann. Deshalb muss es <strong>mit der Nahrung in ausreichender Menge aufgenommen<\/strong> werden. Warum? Weil es die Schilddr\u00fcse zur Produktion der Hormone Thyroxin und Trijodthyronin ben\u00f6tigt, die an vielen lebenswichtigen Stoffwechselvorg\u00e4ngen wie z. B. der Knochenbildung, dem Wachstum\u00a0oder der Gehirnentwicklung beteiligt sind. Ein Jodmangel hat zur Folge, dass das Organ <strong>nicht genug Schilddr\u00fcsenhormone<\/strong> liefern kann. Das wirkt sich negativ auf verschiedene Organe aus.<\/p>\n<h3>Wie viel Jod braucht der Mensch?<\/h3>\n<p>Der <strong>menschliche K\u00f6rper<\/strong> enth\u00e4lt nur etwa <strong>14 Milligramm Jod<\/strong>, wobei der gr\u00f6\u00dfte Anteil davon in der Schilddr\u00fcse lagert. Doch fehlt etwas von dieser geringen Menge, hat das weitreichende Folgen. Die pro Tag ben\u00f6tigten Jodmengen zur Aufrechterhaltung eines gesunden Stoffwechsels sind altersabh\u00e4ngig und werden in Mikrogramm (\u00b5g, = 1\/1000 Gramm) angegeben. Es brauchen<\/p>\n<ul>\n<li>S\u00e4uglinge in den ersten 4 Monaten 40 \u00b5g<\/li>\n<li>S\u00e4uglinge in den Folgemonaten 80 \u00b5g<\/li>\n<li>Kleinkinder von 1 bis 4 Jahren 100 \u00b5g<\/li>\n<li>Kinder von 5 bis 7 Jahren 120 \u00b5g<\/li>\n<li>Schulkinder von 8 bis 10 Jahren 140 \u00b5g<\/li>\n<li>Kinder von 10 bis 13 Jahren 180 \u00b5g<\/li>\n<li>Jugendliche und Erwachsene bis 50 Jahre 200 \u00b5g<\/li>\n<li>Erwachsene \u00fcber 51 Jahre 180 \u00b5g<\/li>\n<li>Schwangere 230 \u00b5g<\/li>\n<li>Stillende 260 \u00b5g<\/li>\n<\/ul>\n<p>Doch h\u00e4ngt der Jodbedarf nicht nur vom Alter ab, sondern wird auch durch Umweltfaktoren, Nahrungsbestandteile und einige Medikamente, die die Aufnahme von Jod oder die Bildung von Schilddr\u00fcsenhormonen beeinflusst. So braucht etwa jemand, der raucht oder h\u00e4ufig Lebensmittel wie Kohl, Rettich, Mais oder Hirse verzehrt, mehr Jod.<\/p>\n<p>Doch gibt es auch Obergrenzen. So empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine t\u00e4gliche Jodaufnahme von maximal 1000 \u00b5g, die <a href=\"https:\/\/www.dge.de\/wissenschaft\/referenzwerte\/jod\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung<\/a> sogar nur von 500 \u00b5g.<\/p>\n<h3>Was\u00a0bewirkt Jodmangel?<\/h3>\n<p>Ein Joddefizit z\u00e4hlt zu den h\u00e4ufigsten Mangelerkrankungen, der in unseren Breiten v.a. dort vorkommt, wo die B\u00f6den (\u00c4cker,Weidefl\u00e4chen) und damit die Nahrung nur geringe Mengen Jod aufweisen. Die dadurch bedingte <strong>eingeschr\u00e4nkte Produktion von Schilddr\u00fcsenhormonen<\/strong> versucht die Schilddr\u00fcse durch Wachstum, d.h. Vermehrung ihrer Zellen auszugleichen.<\/p>\n<p>Zudem sch\u00fcttet die Hirnanhangsdr\u00fcse als Reaktion auf die unzureichende Schilddr\u00fcsenhormonsynthese vermehrt Schilddr\u00fcsen-stimulierende Hormone aus, sodass sich die <strong>Schilddr\u00fcsenzellen<\/strong> auch noch <strong>vergr\u00f6\u00dfern<\/strong>. Diese Vorg\u00e4nge haben zum Ziel, mit dem Zuwenig an Jod so viel Schilddr\u00fcsenhormone wie m\u00f6glich herzustellen, was oft auch \u00fcber Jahre gelingt. Doch irgendwann hat der Organismus kaum noch Jodreserven zum Verwerten, sodass der Jodmangel klinisch in Erscheinung tritt.<\/p>\n<h2>Symptome: Wie zeigt sich ein Jodmangel?<\/h2>\n<p>Sichtbarstes Zeichen eines anhaltenden Jodmangels ist eine <strong>vergr\u00f6\u00dferte Schilddr\u00fcse<\/strong>, umgangssprachlich <strong>Kropf<\/strong> und medizinisch <strong>Struma<\/strong> genannt. Was zun\u00e4chst nur kosmetisch st\u00f6rt, kann zu einem echten Problem werden. Denn bei anhaltendem Wachstum kann die Schilddr\u00fcse sich so arg vergr\u00f6\u00dfern, dass sie auf die Luftr\u00f6hre und den Kehlkopf dr\u00fcckt, daher ein<strong> Engegef\u00fchl im Hals<\/strong>, <strong>Schluckbeschwerden<\/strong> und <strong>Atemprobleme<\/strong> bis hin zu Atemnot sowie Schwierigkeiten beim Sprechen oder Stimmver\u00e4nderungen verursacht.<\/p>\n<p>Zudem bilden sich als Folge des unkontrollierten Wachstums <strong>Knoten in der Schilddr\u00fcse<\/strong>. Und zwar entweder kalte Knoten, die aus nicht normal funktionierendem Schilddr\u00fcsengewebe bestehen und daher die ohnehin herabgesetzte Schilddr\u00fcsenfunktion st\u00f6ren, sodass sich Symptome einer <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/schilddruesenunterfunktion-symptome-ursachen-behandlung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schilddr\u00fcsenunterfunktion <\/a>(Hypothyreose) entwickeln. Wie etwa<\/p>\n<ul>\n<li>eine unerkl\u00e4rliche <strong>Gewichtszunahme<\/strong><\/li>\n<li>eine ausgepr\u00e4gte <strong>M\u00fcdigkeit<\/strong>, Antriebs- und Lustlosigkeit<\/li>\n<li>eine <strong>Bradykardie<\/strong> (verlangsamter Herzschlag) und <strong>Hypotonie<\/strong> (erniedrigter Blutdruck)<\/li>\n<li>eine trockene, k\u00fchle, <strong>blasse Haut<\/strong>, die durch Wassereinlagerungen teigig aufgetrieben wirkt<\/li>\n<li>eine <strong>K\u00e4lteempfindlichkeit<\/strong><\/li>\n<li><strong>Verstopfung<\/strong><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/depression-symptome-behandlung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Depressionen<\/a>\u00a0und Angstzust\u00e4nde<\/li>\n<li>eine Kraftlosigkeit und Muskelkr\u00e4mpfe<\/li>\n<li>erh\u00f6hte Cholesterinwerte<\/li>\n<li>Durchblutungs-, Schlaf- und Konzentrationsst\u00f6rungen<\/li>\n<li>infolge eines Myx\u00f6dems (Schwellung der Stimmb\u00e4nder) eine raue und heisere Stimme bzw. undeutliche und verwaschene Sprache<\/li>\n<\/ul>\n<p>Oder es entstehen \u2013 bei noch entsprechender Verf\u00fcgbarkeit von Jod \u2013<strong> hei\u00dfe Knoten<\/strong>, die unkontrolliert Schilddr\u00fcsenhormone erzeugen. Daraus resultiert eine Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion (Hyperthyreose) mit Symptomen wie einer ungewollten raschen Gewichtsabnahme, Nervosit\u00e4t, Schlaf- und Herzrhythmusst\u00f6rungen sowie Magen-Darm-Beschwerden.<\/p>\n<h3>Jodmangel in der Schwangerschaft<\/h3>\n<p>Besonders schlimm wirkt sich ein <strong>Jodmangel in der <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/ernaehrung-in-der-schwangerschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schwangerschaft<\/a><\/strong> aus, denn er beg\u00fcnstigt <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/fehlgeburt-anzeichen-ursachen-nachsorge\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Fehlgeburten<\/strong><\/a>. Zudem kann es bei einem Jodmangel zu Fehlbildungen sowie Gedeihst\u00f6rungen beim Ungeborenen kommen. M\u00f6gliche Folgen sind dabei\u00a0eine beeintr\u00e4chtigte Entwicklung des Gehirns (Jod wird f\u00fcr die Bildung von Gehirnzellen ben\u00f6tigt), Wachstumsst\u00f6rungen, eine verz\u00f6gerte Lungen- und Knochenreifung (Jod ist f\u00fcr ein gesundes Calcium-Phosphat-Verh\u00e4ltnis mitverantwortlich) oder\u00a0Kretinismus, d.h. einer <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/entwicklungsverzoegerung-spezialisten-oesterreich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Entwicklungsst\u00f6rung<\/a> mit Intelligenzminderung, h\u00e4ufig begleitet von Schwerh\u00f6rigkeit, Sprachst\u00f6rungen, Schielen und Kleinwuchs. Au\u00dferdem unterliegen Neugeborene von M\u00fcttern mit Jodmangel einer h\u00f6heren Sterblichkeit. Oder sie kommen mit einem Kropf zur Welt und haben lebenslang ein gesteigertes Risiko f\u00fcr eine Schilddr\u00fcsenfehlfunktion.<\/p>\n<h2>Diagnose: wie man einen Jodmangel erkennt<\/h2>\n<p>Eine merkbare <strong>Vergr\u00f6\u00dferung der Schilddr\u00fcse<\/strong> und\/ oder <strong>sp\u00fcrbare Knoten<\/strong> in dem Organ sollten auf jeden Fall zum Arzt f\u00fchren. Der tastet nach Durchf\u00fchrung der Anamnese die Schilddr\u00fcse ab. Zur tats\u00e4chlichen Bestimmung ihrer Gr\u00f6\u00dfe und Entdeckung etwaiger Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten in ihrer Gewebestruktur wie z.B. Knoten, Zysten, Verkalkungen oder Vernarbungen ist jedoch eine <strong>Sonografie<\/strong> (Ultraschall) erforderlich.<\/p>\n<p>Liegen Knoten vor, werden daraus per <strong>Feinnadelpunktion<\/strong> Gewebeprobe gewonnen und mikroskopisch untersucht, um zu ergr\u00fcnden, ob es sich um eine gut- oder b\u00f6sartige Ver\u00e4nderung handelt. Eine <strong><a href=\"https:\/\/radnuk.meduniwien.ac.at\/nuklearmedizin\/patientinneninformationen\/untersuchungen\/schilddruesenambulanz\/schilddruesenszintigraphie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schilddr\u00fcsenszintigraphie<\/a>\u00a0<\/strong>wiederum zeigt, ob innerhalb eines Kropfes autonomes Gewebe vorkommt, das weder vom Gehirn noch von der Hirnanhangdr\u00fcse kontrolliert wird. Eine <strong>Blutuntersuchung<\/strong> mit Bestimmung der Schilddr\u00fcsenhormone erlaubt zu beurteilen, ob eine Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion bzw. -unterfunktion vorliegt.<\/p>\n<h2>Behandlung: wie man einen Jodmangel behebt<\/h2>\n<p>Bei einem festgestellten Jodmangel gilt es, auf eine entsprechende<strong> Jodzufuhr \u00fcber die Nahrung<\/strong> zu achten, d.h. beispielsweise reichlich Meeresfische zu verzehren. Kann das Defizit nicht durch die Nahrung ausgeglichen werden, ist es ratsam, sich \u00fcber <strong>Nahrungserg\u00e4nzungsmittel<\/strong> oder Medikamente mit Jod zu versorgen. Sofern vorher abgekl\u00e4rt wurde, ob eine Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion oder Jodallergie vorliegt.<\/p>\n<p>Bei <strong>Jodverwertungsst\u00f6rungen<\/strong> (die Schilddr\u00fcse bekommt zwar gen\u00fcgend Jod, kann es aber nicht richtig verwenden) besteht die Behandlung im Schlucken von Schilddr\u00fcsenhormonpr\u00e4paraten. Dann stellt die Schilddr\u00fcse ihr \u00fcberm\u00e4\u00dfiges Wachstum ein, weil der K\u00f6rper genug Hormone bekommt.<\/p>\n<p>Gibt es bereits <strong>Folgeerkrankungen des Jodmangels<\/strong>, m\u00fcssen diese zus\u00e4tzlich therapiert werden. So erfolgt etwa bei einer <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/schilddruesenunterfunktion-symptome-ursachen-behandlung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schilddr\u00fcsenunterfunktion<\/a>\u00a0die <strong>Verabreichung von Schilddr\u00fcsenhormonen<\/strong>, meist erg\u00e4nzt durch eine Jodzufuhr. Dadurch kann ein etwaiger Kropf beseitigt oder zumindest verkleinert werden. Gelingt das nicht, weil die Struma schon zu gro\u00df geworden ist, kann ein <strong>chirurgischer Eingriff<\/strong> oder eine <strong>Radiojod-Therapie<\/strong> (Gabe von radioaktivem Jod) erforderlich werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_160288\" aria-describedby=\"caption-attachment-160288\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Jodmangel.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-160288\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Jodmangel.jpg\" alt=\"Jodmangel\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Jodmangel.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Jodmangel-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Jodmangel-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-160288\" class=\"wp-caption-text\">Der\u00a0regelm\u00e4\u00dfige Konsum von Meeresfr\u00fcchten beugt einem Jodmangel vor.\u00a0Foto: Adobe Stock, (c) tenkende<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Vorbeugung: Wie man einen Jodmangel vermeidet<\/h3>\n<p>Der wirkungsvollste Weg, einen Jodmangel zu vermeiden, ist eine Ern\u00e4hrungsweise zu w\u00e4hlen, die eine gute Versorgung mit Jod gew\u00e4hrleistet. Dieses ist reichlich in<strong> jodiertem Speisesalz<\/strong>, sowie <strong>Meeresfr\u00fcchten<\/strong> (z.B. Schellfisch, Seelachs, Kabeljau, Thunfisch, Garnele, Miesmuschel, Hummer, Bismarckhering, Makrele) enthalten, wobei bereits 100 Gramm Seelachs oder 134 Gramm Konserventhunfisch in \u00d6l den t\u00e4glichen Bedarf eines Erwachsenen decken.<\/p>\n<p>Zudem ist in \u00d6sterreich die <strong>Anreicherung von Speisesalz mit Jod<\/strong> (20 Milligramm Kaliumjodid pro Kilo) gesetzlich vorgeschrieben. Auch Milch- und Milchprodukte, jodhaltige Mineralwassersorten und jodhaltige Zahnpasten tragen zur Bedarfsdeckung bei. Dar\u00fcber hinaus ist Jod imstande, mit der Atemluft (frische Seeluft, Jodsalzgrotte) in den K\u00f6rper zu gelangen.<\/p>\n<p>Jodpr\u00e4parate hingegen sollten nur nach vorheriger Absprache mit seinem Arzt Verwendung finden. Algen (bis zu 3,8 Gramm pro Kilogramm) und Seetang wiederum sind zwar ergiebige Jodquellen, doch ist auch hier Vorsicht geboten, denn sie k\u00f6nnen ebenfalls einen Jod\u00fcberschuss verursachen.<\/p>\n<h3>Jod\u00fcberschuss: zu viel Jod schadet auch<\/h3>\n<p>Ein Jodmangel f\u00fchrt also zu Schilddr\u00fcsenfehlfunktionen bis schlimmstenfalls zu einem Kretinismus. Doch wie sieht es aus, wenn man zu viel von dem Spurenelement erwischt bzw. geht das \u00fcberhaupt?<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich kann eine zu hohe Jodzufuhr von <strong>mehr als einem Milligramm Jod pro Tag<\/strong> in eine <strong>Jod\u00fcberdosierung<\/strong> (Jodexzess) oder gar <strong>Jodvergiftung<\/strong> m\u00fcnden. Der Konsum von 2 bis 3 Gramm reinen Jods sogar t\u00f6dlich enden. Doch ist es kaum m\u00f6glich, \u00fcber eine normale Ern\u00e4hrung einen solchen Jod\u00fcberschuss zu erreichen. Auch ist eine \u00dcberdosierung durch Jodsalz nicht m\u00f6glich, denn dessen Jodgehalt ist so gew\u00e4hlt, dass auch f\u00fcr Schilddr\u00fcsenkranke kein Gesundheitsrisiko besteht.<\/p>\n<p>Eine \u00dcberdosierung von Jod ist aber schon m\u00f6glich\u00a0bei einer \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Einnahme von Jodpr\u00e4paraten, einem versehentlichen Trinken von Jodtinktur, einer Verwendung jodhaltiger Kontrastmittel oder dem Verzehr von sehr jodreichen Meeresalgen.<\/p>\n<p>Bemerkbar macht sich ein <strong>Jod\u00fcberschuss<\/strong> zun\u00e4chst durch <strong>Beschwerden im Magen-Darm-Trakt<\/strong> und durch <strong>Hautausschl\u00e4ge<\/strong>, genannt <strong>Jodakne<\/strong>. H\u00e4lt er l\u00e4nger an, kommt es zu einem Brennen und zu br\u00e4unlichen Verf\u00e4rbungen der Mund- und Rachenschleimhaut sowie einen metallischen Geschmack im Mund oder auch Bindehautentz\u00fcndungen oder Kopfschmerzen. Treten Symptome wie <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/schwindel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schwindel<\/a>, Bewusstseinsst\u00f6rungen, Kreislaufzusammenbr\u00fcche und Atemnot ein, liegt eine Jodvergiftung vor, die einer sofortigen \u00e4rztlichen Versorgung bedarf.<\/p>\n<p>Zudem kann ein l\u00e4nger dauernder Jodexzess <strong>Folgen<\/strong> haben wie<\/p>\n<ul>\n<li>eine <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/schilddruesenueberfunktion-hyperthyreose\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schilddr\u00fcsen\u00fcberfunktion<\/a><\/li>\n<li>einen Morbus Basedow<\/li>\n<li>eine Hashimoto-Thyreoiditis<\/li>\n<li>einen Wolff-Chaikoff-Effekt, d.h. eine akute Blockade der Jodaufnahme in der Schilddr\u00fcse, eventuell mit Schilddr\u00fcsenunterfunktion<\/li>\n<li>\u00dcberempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Hautausschl\u00e4ge oder einen sogenannten Jodschnupfen<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Am besten bewertete Haus\u00e4rzte in deinem Bundesland:<\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Jodmangel entsteht im K\u00f6rper, wenn \u00fcber die Nahrung zu wenig Jod aufgenommen wird. Eine Schilddr\u00fcsenvergr\u00f6\u00dferung ist oft die Folge eines Jodmangels. Dieser sogenannte\u00a0Kropf und seine Folgeerscheinungen lassen sich jedoch leicht vermeiden. Etwa durch die Verwendung von jodiertem Speisesalz und den regelm\u00e4\u00dfigen Genuss von Meerestieren. Jodmangel: Ursachen &amp; Auswirkungen Jod ist ein Spurenelement, das der K\u00f6rper nicht selbst herstellen kann. Deshalb muss es mit der Nahrung in ausreichender Menge aufgenommen werden. Warum? Weil es die Schilddr\u00fcse zur Produktion der Hormone Thyroxin und Trijodthyronin ben\u00f6tigt, die an vielen lebenswichtigen Stoffwechselvorg\u00e4ngen wie z. B. der Knochenbildung, dem Wachstum\u00a0oder der Gehirnentwicklung beteiligt sind. Ein Jodmangel hat zur Folge, dass das Organ nicht genug Schilddr\u00fcsenhormone liefern kann. Das wirkt sich negativ auf verschiedene Organe aus. Wie viel Jod braucht der Mensch? Der menschliche K\u00f6rper enth\u00e4lt nur etwa 14 Milligramm Jod, wobei der gr\u00f6\u00dfte Anteil davon in der Schilddr\u00fcse lagert. Doch fehlt etwas von dieser geringen Menge, hat das weitreichende Folgen. Die pro Tag ben\u00f6tigten Jodmengen zur Aufrechterhaltung eines gesunden Stoffwechsels sind altersabh\u00e4ngig und werden in Mikrogramm (\u00b5g, = 1\/1000 Gramm) angegeben. Es brauchen S\u00e4uglinge in den ersten 4 Monaten 40 \u00b5g S\u00e4uglinge in den Folgemonaten 80 \u00b5g Kleinkinder von 1 bis 4 Jahren 100 \u00b5g Kinder von 5 bis 7 Jahren 120 \u00b5g Schulkinder von 8 bis 10 Jahren 140 \u00b5g Kinder von 10 bis 13 Jahren 180 \u00b5g Jugendliche und Erwachsene bis 50 Jahre 200 \u00b5g Erwachsene \u00fcber 51 Jahre 180 \u00b5g Schwangere 230 \u00b5g Stillende 260 \u00b5g Doch h\u00e4ngt der Jodbedarf nicht nur vom Alter ab, sondern wird auch durch Umweltfaktoren, Nahrungsbestandteile und einige Medikamente, die die Aufnahme von Jod oder die Bildung von Schilddr\u00fcsenhormonen beeinflusst. So braucht etwa jemand, der raucht oder h\u00e4ufig Lebensmittel wie Kohl, Rettich, Mais oder Hirse verzehrt, mehr Jod. Doch gibt es auch Obergrenzen. So empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine t\u00e4gliche Jodaufnahme von maximal 1000 \u00b5g, die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung sogar nur von 500 \u00b5g. Was\u00a0bewirkt Jodmangel? Ein Joddefizit z\u00e4hlt zu den h\u00e4ufigsten Mangelerkrankungen, der in unseren Breiten v.a. dort vorkommt, wo die B\u00f6den (\u00c4cker,Weidefl\u00e4chen) und damit die Nahrung nur geringe Mengen Jod aufweisen. Die dadurch bedingte eingeschr\u00e4nkte Produktion von Schilddr\u00fcsenhormonen versucht die Schilddr\u00fcse durch Wachstum, d.h. Vermehrung ihrer Zellen auszugleichen. Zudem sch\u00fcttet die Hirnanhangsdr\u00fcse als Reaktion auf die unzureichende Schilddr\u00fcsenhormonsynthese vermehrt Schilddr\u00fcsen-stimulierende Hormone aus, sodass sich die Schilddr\u00fcsenzellen auch noch vergr\u00f6\u00dfern. Diese Vorg\u00e4nge haben zum Ziel, mit dem Zuwenig an Jod so viel Schilddr\u00fcsenhormone wie m\u00f6glich herzustellen, was oft auch \u00fcber Jahre gelingt. Doch irgendwann hat der Organismus kaum noch Jodreserven zum Verwerten, sodass der Jodmangel klinisch in Erscheinung tritt. Symptome: Wie zeigt sich ein Jodmangel? Sichtbarstes Zeichen eines anhaltenden Jodmangels ist eine vergr\u00f6\u00dferte Schilddr\u00fcse, umgangssprachlich Kropf und medizinisch Struma genannt. Was zun\u00e4chst nur kosmetisch st\u00f6rt, kann zu einem echten Problem werden. Denn bei anhaltendem Wachstum kann die Schilddr\u00fcse sich so arg vergr\u00f6\u00dfern, dass sie auf die Luftr\u00f6hre und den Kehlkopf dr\u00fcckt, daher ein Engegef\u00fchl im Hals, Schluckbeschwerden und Atemprobleme bis hin zu Atemnot sowie Schwierigkeiten beim Sprechen oder Stimmver\u00e4nderungen verursacht. 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