{"id":157120,"date":"2019-09-07T08:00:54","date_gmt":"2019-09-07T06:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=157120"},"modified":"2019-08-30T12:05:46","modified_gmt":"2019-08-30T10:05:46","slug":"komplikationen-nach-der-geburt-blutungen-wochenbettfieber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/komplikationen-nach-der-geburt-blutungen-wochenbettfieber\/","title":{"rendered":"Komplikationen nach der Geburt: Blutungen &amp; Wochenbettfieber"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_174158\" aria-describedby=\"caption-attachment-174158\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-174158\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt.jpg\" alt=\"Komplikationen Geburt\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-174158\" class=\"wp-caption-text\">Komplikationen nach der Geburt k\u00f6nnen jeden treffen, wir geben dir einen \u00dcberblick. Foto: Adobe Stock (c) kieferpix<\/figcaption><\/figure>\n<p>Neun Monate hoffen und bangen, dann ist das Kind endlich auf der Welt, aber leider noch nicht jede Gefahr gebannt, denn es kann auch zu Komplikationen nach der Geburt kommen. Welche? Hier ein kleiner \u00dcberblick.<\/p>\n\n<h2><strong>Was versteht man unter<\/strong> <strong>Komplikationen nach der Geburt?<\/strong><\/h2>\n<p>Als <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/geburtskomplikationen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Komplikationen<\/a> nach der Geburt bezeichnet man mit der Niederkunft zusammenh\u00e4ngende gesundheitliche <strong>St\u00f6rungen<\/strong> w\u00e4hrend <strong>Nachgeburtsperiode<\/strong> (Plazentarperiode) und <strong>Wochenbett<\/strong> (Kindbett, Puerperium).<\/p>\n<p>Mit dem Austritt des Babys aus dem Mutterleib ist die Geburt n\u00e4mlich noch nicht ganz vorbei. Denn auch die sogenannte <strong>Nachgeburt<\/strong>, bestehend aus Plazenta (Mutterkuchen), Eih\u00e4uten und Nabelschnurrest, muss nach dem Kind die Geb\u00e4rmutter verlassen. Ihre Aussto\u00dfung mithilfe von Nachwehen findet in der Nachgeburtsperiode statt und dauert rund 15 Minuten. Dabei gehen normalerweise ca. 300 ml Blut verloren.<\/p>\n<p>Im sogenannten <strong>Wochenbett<\/strong>, das auf die Nachgeburtsperiode folgt und <strong>sechs bis acht Wochen<\/strong> dauert, erholt sich der K\u00f6rper der Frau allm\u00e4hlich wieder von den Strapazen. In dieser Phase kommt es zur <strong>R\u00fcckbildung<\/strong> der durch Schwangerschaft und Geburt hervorgerufenen <strong>Ver\u00e4nderungen<\/strong>.<\/p>\n<p>Darunter fallen etwa\u00a0eine Hormonumstellung und \u2013 eventuell schmerzhaften \u2013 Verkleinerung der Geb\u00e4rmutter. Au\u00dferdem\u00a0kommt es zu einer Abheilung der Haftstelle des Mutterkuchens in der Geb\u00e4rmutter, unter Absonderung von Lochien (Wochenfluss), d. h. Wundsekret. Die Lochien sind in den ersten drei bis f\u00fcnf Tagen blutig, dann br\u00e4unlich, anschlie\u00dfend gelblich und nach drei Wochen grau-wei\u00dflich.<\/p>\n<h3><strong>Welche Komplikationen nach der Geburt gibt es?<\/strong><\/h3>\n<p>Zu den am h\u00e4ufigsten auftretenden Komplikationen nach der Geburt z\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>starke Blutungen<\/li>\n<li>Infektionen der Geb\u00e4rmutter, Blase oder Br\u00fcste<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/depression-symptome-behandlung\/\">depressive Verstimmungen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Doch kann es auch z. B. zu Fruchtwasserembolien oder Schilddr\u00fcsenproblemen kommen.<\/p>\n<h2><strong>Komplikationen nach der Geburt: Blutungen<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>Was bedeutet postpartale Blutung?<\/strong><\/h3>\n<p>Postpartale Blutungen bilden eine der <strong>h\u00e4ufigsten Komplikationen<\/strong> nach der Geburt und eine der h\u00e4ufigsten <strong>m\u00fctterlichen Todesursachen<\/strong>.<\/p>\n<p>Von einer fr\u00fchen postpartalen Blutung spricht man, wenn eine frischgebackene Mutter <strong>500 ml oder mehr Blut<\/strong> in den ersten 24 Stunden nach der Geburt verliert. Geschieht ein solcher Blutverlust in der Zeitspanne zwischen 24 Stunden und 6 Wochen nach der Geburt, handelt es sich um sp\u00e4te postpartale Blutungen.<\/p>\n<p>Entweder sp\u00fcrt die Frau Blut aus ihrer Scheide flie\u00dfen. Oder das Blut sammelt sich in der Geb\u00e4rmutter oder Vagina an und kommt zum Vorschein, sobald sie sich bewegt. Manchmal verlaufen postpartale Blutungen auch so diskret, dass sie kaum bemerkt werden oder nur durch damit verbundene Symptome auffallen, wie<\/p>\n<ul>\n<li>einen Blutdruckabfall<\/li>\n<li>einen beschleunigten Puls<\/li>\n<li>ein Schw\u00e4chegef\u00fchl<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/schwindel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schwindel<\/a><\/li>\n<li>Bl\u00e4sse<\/li>\n<li>eine flache und schnelle Atmung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Schlimmstenfalls kommt es zum Kreislaufkollaps.<\/p>\n<p>Betr\u00e4gt der Blutverlust zwischen 500 ml und 1000 ml, kann das der K\u00f6rper meist gut kompensieren (Grad I). Seltener und gef\u00e4hrlicher ist es, wenn \u00fcber 1000 ml (Grad II, starke postpartale Blutung) oder gar \u00fcber 1500 ml Blut (Grad III, sehr starke postpartale Blutung) verloren gehen.<\/p>\n<p>B\u00fc\u00dft eine Frau bis zu 20 Prozent ihres Blutvolumens ein, gen\u00fcgen meist Infusionen, um durch Fl\u00fcssigkeitszufuhr den Kreislauf zu stabilisieren. \u00dcbersteigt der Blutverlust 20 Prozent, ist die Gabe von Blutkonserven angesagt. Au\u00dferdem engmaschige Kontrollen von Blutdruck und Puls.<\/p>\n<h3><strong>Wieso kommt es zu \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Blutungen? <\/strong><\/h3>\n<p>Ein erh\u00f6hter Blutverlust nach der Geburt kann auf unterschiedlichen Ursachen beruhen. Wie etwa Verletzungen bei der Geburt, St\u00f6rungen der Plazental\u00f6sung oder eine Kontraktionsschw\u00e4che der Geb\u00e4rmutter, oder auch Blutgerinnungsst\u00f6rungen, die mit einer erh\u00f6hten Blutungsneigung einhergehen.<\/p>\n<h4><strong>Ursache 1: St\u00f6rungen der Plazental\u00f6sung<\/strong><\/h4>\n<p>\u00dcblicherweise treten rund zehn Minuten nach der Geburt des Kindes erneut Kontraktionen der Geb\u00e4rmutter, d. h. <strong>Nachgeburtswehen<\/strong> auf. Damit sich der <strong>Mutterkuchen<\/strong>, der das Ungeborene w\u00e4hrend der Schwangerschaft mit Sauerstoff und N\u00e4hrstoffen versorgt hat, von seiner Haftstelle an der Geb\u00e4rmutterwand l\u00f6st und <strong>ausgesto\u00dfen<\/strong> werden kann. Zugleich schlie\u00dfen sich dort die Gef\u00e4\u00dfe, was die Blutung an der Haftfl\u00e4che stoppt.<\/p>\n<p>Kann sich die Plazenta nicht oder nur teilweise von der Geb\u00e4rmutterwand l\u00f6sen, ist das meist mit einem starken Blutverlust verbunden. Ein Notfall, der sofort \u00e4rztlich versorgt geh\u00f6rt. Ursache einer <strong>misslungenen Plazental\u00f6sung<\/strong> ist meistens eine <strong>Wehenschw\u00e4che<\/strong>. Oder eine starke <strong>Verwachsung des Mutterkuchens mit der Geb\u00e4rmutterwand<\/strong> (<em>Placenta accreta<\/em>), z. B. wenn letztere nach Operationen oder Infektionen vernarbt ist.<\/p>\n<p>Manchmal liegt auch eine Plazentaretention vor. Das hei\u00dft, der Mutterkuchen kann sich zwar von der Geb\u00e4rmutterwand trennen, aber nicht ausgesto\u00dfen werden, weil der Muttermund sich bereits wieder verengt hat.<\/p>\n<p><strong>Risikofaktoren<\/strong> f\u00fcr St\u00f6rungen der L\u00f6sung des Mutterkuchens sind<\/p>\n<ul>\n<li>Ver\u00e4nderungen der Geb\u00e4rmutterschleimhaut, etwa nach Ausschabungen oder Operationen<\/li>\n<li>eine <em>Placenta praevia totalis<\/em>, d. h. vollst\u00e4ndige \u00dcberdeckung des inneren Muttermunds durch die Plazenta<\/li>\n<li>Entz\u00fcndungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um eine postpartale Blutung alias postpartale H\u00e4morrhagie zu stoppen, verabreicht der <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/frauenarzt-wien-guter-frauenarzt\/\">Gyn\u00e4kologe<\/a> ein <strong>Kontraktionsmittel<\/strong>. Gegebenenfalls folgt eine <strong>Blasenentleerung<\/strong> durch Setzen eines Katheters. Denn eine volle Blase hemmt die Nachgeburtswehen, die die Plazenta aussto\u00dfen sollen. Bei ausbleibendem Erfolg dieser Ma\u00dfnahmen wird eine manuelle Plazental\u00f6sung durchgef\u00fchrt, d. h. der Mutterkuchen mittels <strong>spezieller Handgriffe<\/strong> entfernt. Der Prozedur schlie\u00dft sich meist eine <strong>K\u00fcrettage<\/strong> an, eine Ausschabung der Geb\u00e4rmutter, um zu verhindern, dass Plazentareste dort zur\u00fcckbleiben und eine Entz\u00fcndung bzw. Kindbettfieber ausl\u00f6sen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_174164\" aria-describedby=\"caption-attachment-174164\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-nach-der-Geburt-127102269.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-174164\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-nach-der-Geburt-127102269.jpg\" alt=\"Komplikationen nach der Geburt\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-nach-der-Geburt-127102269.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-nach-der-Geburt-127102269-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-nach-der-Geburt-127102269-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-174164\" class=\"wp-caption-text\">Die h\u00e4ufigste Komplikation nach der Geburt sind Blutungen. Foto: Adobe Stock, (c) LoloStock<\/figcaption><\/figure>\n<h4><strong>Ursache 2: Uterusatonie<\/strong><\/h4>\n<p>Nach Aussto\u00dfung des Mutterkuchens muss sich die Geb\u00e4rmutter zusammenziehen, um die Haftstelle der Plazenta zu verkleinern und die Gef\u00e4\u00dfe zu verschlie\u00dfen. Bleibt dieser Prozess aus, f\u00fchrt das zu einer verst\u00e4rkten Blutung: eine lebensbedrohliche Situation.<\/p>\n<p>Eine solche <strong>Kontraktionsschw\u00e4che der Geb\u00e4rmutter<\/strong> nennen Mediziner Uterusatonie. Sie tritt vor allem bei einer <strong>\u00dcberdehnung der Geb\u00e4rmutterwand<\/strong> auf. Wie sie bei Mehrgeb\u00e4renden, sehr gro\u00dfen Kindern, Mehrlingsschwangerschaften oder einer Polyhydramnie (Hydramnion, \u00fcberdurchschnittlich gro\u00dfe Menge an Fruchtwasser) vorkommt. Oder sie ist die Folge einer <strong>Ersch\u00f6pfung der Muskulatur<\/strong> <strong>der Geb\u00e4rmutter<\/strong>. Etwa bei besonders langem Geburtsverlauf.<\/p>\n<p>Die <strong>Wahrscheinlichkeit<\/strong>, dass es aufgrund einer Uterusatonie zu einer <strong>postpartalen Blutung<\/strong> kommt, steigt zudem bei<\/p>\n<ul>\n<li>Blutungen vor der Geburt, z. B. durch eine <em>Placenta praevia<\/em> (Vorfall des Mutterkuchens)<\/li>\n<li>postpartalen Blutungen bei fr\u00fcheren Schwangerschaften<\/li>\n<li>einer tief liegenden Plazenta<\/li>\n<li>Fehlbildungen der Geb\u00e4rmutter<\/li>\n<li>Uterusmyomen<\/li>\n<li>sehr kurzen oder sehr langanhaltenden Wehen<\/li>\n<li>lange eingeleiteten oder beschleunigten Wehen<\/li>\n<li>einer Wehenschw\u00e4che in der Austreibungsphase<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Behandlung einer atonischen Nachblutung \u00e4hnelt den Ma\u00dfnahmen bei Plazental\u00f6sungsst\u00f6rungen: Gabe eines <strong>Kontraktionsmittels<\/strong>, Entleerung der Harnblase, Verabreichung von <strong>Fl\u00fcssigkeit<\/strong> und bei Notwendigkeit Blutkonserven sowie engmaschige \u00dcberwachung der Kreislaufsituation. Zudem f\u00f6rdern <strong>Massagen<\/strong> von Bauchdecke und Uterus das Zusammenziehen der Geb\u00e4rmutter.<\/p>\n<p>Manchmal ist es erforderlich, Kontraktionsmittel direkt in die Geb\u00e4rmutter zu spritzen oder das Organ mit einer mit dem Medikament getr\u00e4nkten Tamponade \u201causzustopfen\u201c. F\u00fchrt all das nicht zum Stillstand der Blutung, kann es \u2013 sehr selten \u2013 notwendig sein, die Geb\u00e4rmutter zu entfernen.<\/p>\n<h4><strong>Ursache 3: Geburtsverletzungen<\/strong><\/h4>\n<p>Geburtsverletzungen sind <strong>Verwundungen<\/strong> der \u00e4u\u00dferen oder inneren <strong>Geschlechtsorgane der Mutter<\/strong>, die unter der Geburt entstehen. Dazu z\u00e4hlen H\u00e4matome (Einblutung ins Gewebe nach Gef\u00e4\u00dfl\u00e4sion), Einrisse der Schamlippen, Scheide, des Geb\u00e4rmutterhalses oder der Geb\u00e4rmutter. Au\u00dferdem kann es zu einem Dammriss kommen, d. h. das Einrei\u00dfen der Region zwischen After und Scheide. Um diesem vorzubeugen, erfolgt zwecks Erweiterung des Geburtskanals oft ein Dammschnitt, dessen glatte R\u00e4nder \u00fcblicherweise besser verheilen als ein Dammriss.<\/p>\n<p>Kommt nun aus einem Dammschnitt oder einem Riss im Geburtskanal eine Blutung, wird die Verletzung durch den Frauenarzt chirurgisch versorgt, d.h. gen\u00e4ht bzw. schmerzende H\u00e4matome ausger\u00e4umt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_174176\" aria-describedby=\"caption-attachment-174176\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt-138309886.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-174176\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt-138309886.jpg\" alt=\"Komplikationen Geburt\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt-138309886.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt-138309886-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt-138309886-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-174176\" class=\"wp-caption-text\">Das Wochenbettfieber ist eine Komplikation, die nach der Geburt auftreten kann. Foto: Adobe Stock, (c) Make_story Studio<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Komplikationen nach der Geburt: Wochenbettfieber <\/strong><\/h2>\n<p>Einst sehr gef\u00fcrchtet, weil fr\u00fcher oft t\u00f6dlich endend, z\u00e4hlt heute das Wochenbettfieber, auch Kindbettfieber, Puerperalfieber oder Puerperalsepsis genannt, dank der guten Hygienesituation hierzulande zu den selteneren und meist therapeutisch gut beherrschbaren postpartalen Komplikationen. Dabei handelt es sich um eine <strong>Infektion<\/strong>, die nach einer Entbindung, <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/fehlgeburt-anzeichen-ursachen-nachsorge\/\">Fehlgeburt <\/a>oder w\u00e4hrend der Wochenbettphase auftritt und die Gefahr einer lebensbedrohlichen Sepsis (Blutvergiftung) birgt.<\/p>\n<h3><strong>Warum kommt es zu Wochenbettfieber? <\/strong><\/h3>\n<p>Ist die Temperatur in den ersten zehn Tagen nach der Geburt erh\u00f6ht, handelt es sich oft nur um eine normale Begleiterscheinung des Milcheinschusses. Andernfalls ist Fieber z. B. Folge eines Lochialstaus, d. h. eines verminderten Abflusses des Wundsekrets nach Abl\u00f6sung und Aussto\u00dfung des Mutterkuchens. Dann hilft die Gabe eines Kontraktionsmittels und die \u00e4rztliche Entfernung etwaiger im Muttermund stecken gebliebener Blut- oder Gewebeklumpen.<\/p>\n<p>Meistens aber l\u00f6st eine <strong>Endometritis<\/strong>, eine Entz\u00fcndung der Innenwand der Geb\u00e4rmutter, Wochenbettfieber aus. Mit Symptomen wie<\/p>\n<ul>\n<li>hohes Fieber<\/li>\n<li>Abgeschlagenheit<\/li>\n<li>Erbrechen<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/migraene-kopfschmerzen-hausmittel\/\">Kopfschmerzen<\/a><\/li>\n<li>Unterbauchschmerzen, die bis ins Schambein, in die Genitalregion oder die Leiste ausstrahlen k\u00f6nnen<\/li>\n<li>\u00fcbelriechender Abfluss<\/li>\n<\/ul>\n<p>Unbehandelt breitet sich die Infektion auf die Geb\u00e4rmuttermuskulatur (<em>Myometrium<\/em>) aus und es entwickelt sich eine Endomyometritis. Dann h\u00e4lt das Fieber an oder steigt, Blutung und Schmerzen werden st\u00e4rker. Die Behandlung besteht in der Verabreichung von <strong>kontraktionsf\u00f6rdernden Medikamenten<\/strong> und <strong>Antibiotika<\/strong>.<\/p>\n<p>Manchmal ist auch die <strong>Entz\u00fcndung einer Kaiserschnitt- oder Dammschnittnaht<\/strong> Ursache des Fiebers. Erkennbar dadurch, dass die Stelle ger\u00f6tet, gespannt und empfindlich ist. Eventuell sondert sie Sekret ab. Solche Entz\u00fcndungen werden gereinigt und gesp\u00fclt, Antibiotika verabreicht. Gelegentlich m\u00fcssen auch die N\u00e4hte ge\u00f6ffnet und neuerlich gesetzt werden.<\/p>\n<h4><strong>Wie beugt man Wochenbettfieber vor?<\/strong><\/h4>\n<p>Um <strong>Infektionen<\/strong> und damit Wochenbettfieber zu <strong>verhindern<\/strong>, empfiehlt es sich,<\/p>\n<ul>\n<li>die Binden, die den Wochenfluss auffangen, h\u00e4ufig zu wechseln.<\/li>\n<li>nach jedem Wechsel der Binden die H\u00e4nde gr\u00fcndlich zu reinigen und zu desinfizieren.<\/li>\n<li>sich zu bewegen.<\/li>\n<li>regelm\u00e4\u00dfig die Toilette aufzusuchen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Au\u00dferdem sollte die erste Darmentleerung nach der Entbindung unbedingt w\u00e4hrend der ersten drei Tage nach der Geburt stattfinden.<\/p>\n<h3><strong>Komplikationen nach der Geburt: Brustentz\u00fcndung<\/strong><\/h3>\n<p>Eine Brustentz\u00fcndung, medizinisch <strong>Mastitis<\/strong> genannt, f\u00fchrt zu einer harten, gespannten, ger\u00f6teten, geschwollenen, \u00fcberw\u00e4rmten und ber\u00fchrungsempfindlichen bis schmerzenden Brust. Und Lymphknotenschwellungen in den Achselh\u00f6hlen. Sie \u00e4u\u00dfert sich mit Schmerzen beim Stillen, wunden Brustwarzen, Fieber, Sch\u00fcttelfrost und Kopfschmerzen. Wenn mehr Milch produziert wird, als das Kind trinkt, auch zu einem Milchstau. Verbleiben Bakterien in einem dadurch blockierten Milchgang, kann sich ein Abszess bilden.<\/p>\n<p>Gegen die Brustentz\u00fcndung, die auch innerhalb von wenigen Tagen von selbst abheilen kann, helfen<\/p>\n<ul>\n<li>Topfenwickel<\/li>\n<li>kalte Umschl\u00e4ge<\/li>\n<li>die Brust hochbinden und \u00fcbersch\u00fcssige Milch alle 2 bis 3 Stunden abpumpen<\/li>\n<li>Rotlicht und feuchtwarme Umschl\u00e4ge vor dem Stillen, um den Milchfluss anzuregen<\/li>\n<li>Medikamente, die das Hormon Prolaktin hemmen, um die Milchbildung abzuschw\u00e4chen<\/li>\n<li>entz\u00fcndungshemmende Arzneien<\/li>\n<li>Antibiotika<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein Abstillen ist normalerweise nicht erforderlich. Bei einem Abszess jedoch eine operative \u00d6ffnung des blockierten Milchgangs.<\/p>\n<h3><strong>Komplikationen nach der Geburt: Blasenentz\u00fcndung<\/strong><\/h3>\n<p>Schwangerschaft und Wochenbett beg\u00fcnstigen <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/blasenentzuendung-symptome-behandlung\/\">Blasenentz\u00fcndungen<\/a>. Denn das Hormon Progesteron entspannt die Muskulatur der Harnwege, sodass Bakterien leichter in die Blase gelangen. Zudem enth\u00e4lt der Harn nun weniger infektionshemmende Substanzen. Ausgel\u00f6st werden sie durch Bakterien aus dem Darm. Typische Symptome sind Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, h\u00e4ufiger Harndrang, eventuell auch ein ungewollter Harnabgang, Schmerzen im Unterleib und Blut im Urin.<\/p>\n<p>Unbehandelt kann eine Blasenentz\u00fcndung in die oberen Harnwege aufsteigen und beispielsweise eine Nierenbeckenentz\u00fcndung ausl\u00f6sen. Deshalb ist es ratsam, w\u00e4hrend der Schwangerschaft und im Wochenbett besonders sorgf\u00e4ltig auf entsprechende Hygiene zu achten. Und gegebenenfalls den Harn testen zu lassen. Best\u00e4tigt eine Harnprobe das Vorliegen einer bakteriellen Blasenentz\u00fcndung, werden Antibiotika verabreicht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_174173\" aria-describedby=\"caption-attachment-174173\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt-255973043.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-174173\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt-255973043.jpg\" alt=\"Komplikationen nach der Geburt\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt-255973043.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt-255973043-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Komplikationen-Geburt-255973043-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-174173\" class=\"wp-caption-text\">Zu den Komplikationen nach der Geburt z\u00e4hlen auch psychische Erkrankungen wie die Wochenbettdepression. Foto: Adobe Stock, (c) xreflex<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Komplikationen nach der Geburt: Fruchtwasserembolie<\/strong><\/h2>\n<p>Bei dieser sehr seltenen, jedoch <strong>lebensbedrohlichen Komplikation<\/strong> w\u00e4hrend oder nach einer Geburt. gelangt <strong>Fruchtwasser <\/strong>\u00fcber Venen in der Geb\u00e4rmutter in die <strong>m\u00fctterliche Blutbahn<\/strong>. Letztere schwemmt das Fruchtwasser <strong>in die Lunge<\/strong> und verlegt dort die Gef\u00e4\u00dfe, die f\u00fcr den Gasaustausch Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxidabgabe) verantwortlich sind. Dadurch kommt es bei der Frau zu einem <strong>Schock<\/strong>, der mit Atembeschwerden, Angst, Unruhe (Agitiertheit), Verwirrtheit, Bewusstseinsverlust, Kr\u00e4mpfen, einem Blutdruckabfall sowie Kreislaufversagen einhergeht und h\u00e4ufig zum Tod f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das Risiko f\u00fcr eine Fruchtwasserembolie erh\u00f6ht sich in allen Situationen mit erh\u00f6hter Wehent\u00e4tigkeit sowie z. B. bei<\/p>\n<ul>\n<li>ausgepr\u00e4gten Geburtsverletzungen, wie z. B. einer Uterusruptur oder Besch\u00e4digung des Venengeflechts der Geb\u00e4rmutter<\/li>\n<li>vorzeitiger Plazental\u00f6sung<\/li>\n<li>einem Kaiserschnitt<\/li>\n<li>intrauterinem Fruchttod<\/li>\n<li>Anwendung von Kontraktionsmitteln<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieser Notfall erfordert eine intensivmedizinische Versorgung im Krankenhaus.<\/p>\n<h2><strong>Komplikationen nach der Geburt: Psychische Erkrankungen <\/strong><\/h2>\n<p>Hormonschwankungen k\u00f6nnen bei frischgebackenen M\u00fcttern zu einer ver\u00e4nderten Gem\u00fctslage f\u00fchren. Denn die Konzentrationen von Progesteron und \u00d6strogenen sinken nach der Niederkunft abrupt. Somit kann es zum sogenannten Baby-Blues kommen, der sich meist gut selbst bew\u00e4ltigen l\u00e4sst. Aber auch zu behandlungsbed\u00fcrftigen schwerwiegenderen St\u00f6rungen wie der Wochenbettdepression oder gar Wochenbettpsychose.<\/p>\n<h3><strong>Baby-Blues<\/strong><\/h3>\n<p>Mit Baby Blues, auch Heultage genannt, sind Symptome wie schlechte Laune, Ungeduld, Angstgef\u00fchle, Energielosigkeit, Konzentrationsschw\u00e4che und \u201cgrundloses\u201c Weinen in den ersten Tagen nach einer Geburt gemeint, die rasch und ohne Behandlung wieder verschwinden.<\/p>\n<h3><strong>Wochenbettdepression<\/strong><\/h3>\n<p>Schlimmer wirkt sich eine Wochenbettdepression, auch <strong>postpartale Depression<\/strong> genannt, aus. Meist ab der zehnten Woche nach der Entbindung, manchmal aber auch erst viel sp\u00e4ter, stellen sich schleichend Minderwertigkeits- und Schuldgef\u00fchle, Unruhe, Antriebslosigkeit, h\u00e4ufiges Weinen und eine Art Gef\u00fchllosigkeit ein. Oft auch k\u00f6rperliche Anzeichen wie Herzrasen oder -schmerzen, abwechselnd Hitze\u00ad und K\u00e4ltegef\u00fchle, Schwindel oder Zittrigkeit. Gedanken machen sich breit wie z. B.: Ich bin so m\u00fcde, kann aber nicht schlafen. Alles ist mir zu viel. Nichts macht mir Freude. Obwohl mein Baby so lieb ist, f\u00fchle ich mich schlecht. Und \u00c4hnliches mehr.<\/p>\n<p>Das versuchen davon befallene M\u00fctter gerne aus Scham zu verschweigen und verbergen. Denn oft reagiert die Umgebung auf ein solches Verhalten mit Unverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Doch bedarf die Erkrankung professioneller Hilfe, da es sonst dar\u00fcber hinaus zu Symptomen wie <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/schlafstoerungen\/\">Schlafst\u00f6rungen<\/a>, Appetitlosigkeit und Kopfschmerzen, au\u00dferdem langfristig zu Beziehungsproblemen und auch Entwicklungsst\u00f6rungen beim Kind kommen kann.<\/p>\n<p>Eine postpartale Depression ist in der Regel mit Psychotherapie und Medikamenten gut behandelbar. Die ist sp\u00e4testens dann angebracht, wenn die Frau mit dem Alltag nicht mehr zurechtkommt. Leider offenbart sich nicht immer der Zusammenhang zwischen Geburt und Depression, vor allem wenn die Erkrankung erst recht sp\u00e4t auftritt. Dann kann es vorkommen, dass sie unbehandelt bleibt.<\/p>\n<h3><strong>Wochenbettpsychose<\/strong><\/h3>\n<p>Sie tritt viel seltener als Babyblues oder Wochenbettdepression auf, doch handelt es sich bei der <strong>Wochenbettpsychose<\/strong> um eine Erkrankung, die unbehandelt gef\u00e4hrlich werden kann. F\u00fcr die Mutter und das Kind. Denn abgesehen von Krankheitszeichen \u00e4hnlich wie bei der Wochenbettdepression treten hier <strong>psychotische Symptome<\/strong> auf.<\/p>\n<p>Etwa St\u00f6rungen des Gedankengangs, optische oder akustische Halluzinationen, ein Verfolgungs- oder Beeintr\u00e4chtigungswahn. Das kann sich z. B. in der \u00dcberzeugung \u00e4u\u00dfern, die eigenen Gedanken oder Bewegungen w\u00fcrden von au\u00dfen bestimmt. Im Glauben, dass das Kind vertauscht wurde, teuflisch oder heilig ist. Das kann zu dramatischen Ereignissen wie Selbstmord oder einer T\u00f6tung des Kindes f\u00fchren.<\/p>\n<h3><strong>Komplikationen nach der Geburt: Schilddr\u00fcsenprobleme<\/strong><\/h3>\n<p>Bei bis zu 7 Prozent der M\u00fctter entwickeln sich im ersten halben Jahr nach der Geburt Probleme mit der Schilddr\u00fcse. Vor allem bei solchen, die F\u00e4lle von Schilddr\u00fcsenerkrankungen oder Diabetes in der Familie haben. Hat eine Frau selbst bereits eine Schilddr\u00fcsenerkrankung, kann sich diese verschlimmern. Ist das Resultat eine Schilddr\u00fcsen\u00fcber- oder &#8211;<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/schilddruesenunterfunktion-symptome-ursachen-behandlung\/\">unterfunktion<\/a>, kann eine medikament\u00f6se Behandlung erforderlich werden.<\/p>\n<h3><strong>Am besten bewertete\u00a0Hebammen in deinem Bundesland<\/strong><\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/hebamme\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/hebamme\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/hebamme\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/hebamme\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/hebamme\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/hebamme\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/hebamme\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/hebamme\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/hebamme\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neun Monate hoffen und bangen, dann ist das Kind endlich auf der Welt, aber leider noch nicht jede Gefahr gebannt, denn es kann auch zu Komplikationen nach der Geburt kommen. Welche? Hier ein kleiner \u00dcberblick. Was versteht man unter Komplikationen nach der Geburt? Als Komplikationen nach der Geburt bezeichnet man mit der Niederkunft zusammenh\u00e4ngende gesundheitliche St\u00f6rungen w\u00e4hrend Nachgeburtsperiode (Plazentarperiode) und Wochenbett (Kindbett, Puerperium). Mit dem Austritt des Babys aus dem Mutterleib ist die Geburt n\u00e4mlich noch nicht ganz vorbei. Denn auch die sogenannte Nachgeburt, bestehend aus Plazenta (Mutterkuchen), Eih\u00e4uten und Nabelschnurrest, muss nach dem Kind die Geb\u00e4rmutter verlassen. Ihre Aussto\u00dfung mithilfe von Nachwehen findet in der Nachgeburtsperiode statt und dauert rund 15 Minuten. Dabei gehen normalerweise ca. 300 ml Blut verloren. Im sogenannten Wochenbett, das auf die Nachgeburtsperiode folgt und sechs bis acht Wochen dauert, erholt sich der K\u00f6rper der Frau allm\u00e4hlich wieder von den Strapazen. In dieser Phase kommt es zur R\u00fcckbildung der durch Schwangerschaft und Geburt hervorgerufenen Ver\u00e4nderungen. Darunter fallen etwa\u00a0eine Hormonumstellung und \u2013 eventuell schmerzhaften \u2013 Verkleinerung der Geb\u00e4rmutter. Au\u00dferdem\u00a0kommt es zu einer Abheilung der Haftstelle des Mutterkuchens in der Geb\u00e4rmutter, unter Absonderung von Lochien (Wochenfluss), d. h. Wundsekret. Die Lochien sind in den ersten drei bis f\u00fcnf Tagen blutig, dann br\u00e4unlich, anschlie\u00dfend gelblich und nach drei Wochen grau-wei\u00dflich. Welche Komplikationen nach der Geburt gibt es? Zu den am h\u00e4ufigsten auftretenden Komplikationen nach der Geburt z\u00e4hlen: starke Blutungen Infektionen der Geb\u00e4rmutter, Blase oder Br\u00fcste depressive Verstimmungen Doch kann es auch z. B. zu Fruchtwasserembolien oder Schilddr\u00fcsenproblemen kommen. Komplikationen nach der Geburt: Blutungen Was bedeutet postpartale Blutung? Postpartale Blutungen bilden eine der h\u00e4ufigsten Komplikationen nach der Geburt und eine der h\u00e4ufigsten m\u00fctterlichen Todesursachen. Von einer fr\u00fchen postpartalen Blutung spricht man, wenn eine frischgebackene Mutter 500 ml oder mehr Blut in den ersten 24 Stunden nach der Geburt verliert. Geschieht ein solcher Blutverlust in der Zeitspanne zwischen 24 Stunden und 6 Wochen nach der Geburt, handelt es sich um sp\u00e4te postpartale Blutungen. Entweder sp\u00fcrt die Frau Blut aus ihrer Scheide flie\u00dfen. Oder das Blut sammelt sich in der Geb\u00e4rmutter oder Vagina an und kommt zum Vorschein, sobald sie sich bewegt. Manchmal verlaufen postpartale Blutungen auch so diskret, dass sie kaum bemerkt werden oder nur durch damit verbundene Symptome auffallen, wie einen Blutdruckabfall einen beschleunigten Puls ein Schw\u00e4chegef\u00fchl Schwindel Bl\u00e4sse eine flache und schnelle Atmung Schlimmstenfalls kommt es zum Kreislaufkollaps. Betr\u00e4gt der Blutverlust zwischen 500 ml und 1000 ml, kann das der K\u00f6rper meist gut kompensieren (Grad I). Seltener und gef\u00e4hrlicher ist es, wenn \u00fcber 1000 ml (Grad II, starke postpartale Blutung) oder gar \u00fcber 1500 ml Blut (Grad III, sehr starke postpartale Blutung) verloren gehen. B\u00fc\u00dft eine Frau bis zu 20 Prozent ihres Blutvolumens ein, gen\u00fcgen meist Infusionen, um durch Fl\u00fcssigkeitszufuhr den Kreislauf zu stabilisieren. \u00dcbersteigt der Blutverlust 20 Prozent, ist die Gabe von Blutkonserven angesagt. Au\u00dferdem engmaschige Kontrollen von Blutdruck und Puls. Wieso kommt es zu \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Blutungen? Ein erh\u00f6hter Blutverlust nach der Geburt kann auf unterschiedlichen Ursachen beruhen. 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