{"id":161341,"date":"2019-10-02T08:00:44","date_gmt":"2019-10-02T06:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=161341"},"modified":"2022-07-06T16:29:36","modified_gmt":"2022-07-06T14:29:36","slug":"nahrungsmittelunvertraeglichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/nahrungsmittelunvertraeglichkeit\/","title":{"rendered":"Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit: Infos, Symptome, Diagnose"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_178097\" aria-describedby=\"caption-attachment-178097\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeiten-274700341.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-178097\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeiten-274700341.jpg\" alt=\"Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten verursachen Bauchschmerzen\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeiten-274700341.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeiten-274700341-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeiten-274700341-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-178097\" class=\"wp-caption-text\">Eine Ern\u00e4hrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit verursacht oft Bauchschmerzen. Foto: Adobe Stock, (c) sebra<\/figcaption><\/figure>\n<p>Rumort es nach dem Essen oft im Bauch, stellen sich Bl\u00e4hungen, Durchfall oder auch noch andere Beschwerden ein, verbirgt sich dahinter oft eine <strong>Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit<\/strong>. Wie erkennt man nun aber, welches Nahrungsmittel der K\u00f6rper nicht toleriert? Wer stellt eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit fest und was hilft dagegen? Alles dazu findest du hier.<\/p>\n\n<h2><strong>Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit \u2013 was ist das?<\/strong><\/h2>\n<p>Als Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit oder Nahrungsmittelhypersensitivit\u00e4t definiert die European Academy of Allergy and Clinical Immunology <strong>alle ung\u00fcnstigen (\u00dcber-)Reaktionen des K\u00f6rpers auf bestimmte Nahrung oder deren Inhalts- bzw. Zusatzstoffe. <\/strong>Dazu z\u00e4hlen<\/p>\n<ul>\n<li>toxische Reaktionen wie Lebensmittelvergiftungen<\/li>\n<li>immunologische Reaktionen wie Nahrungsmittelallergien und die Z\u00f6liakie<\/li>\n<li>nicht-immunologische Reaktionen, d. h. Intoleranzen und Pseudoallergien<\/li>\n<\/ul>\n<p>Doch wird der Begriff Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit im Allgemeinen nur f\u00fcr <strong>Unvertr\u00e4glichkeitsreaktionen ohne toxischen oder allergischen Hintergrund<\/strong> verwendet. Er bezeichnet ebenso wie der Ausdruck <strong>Nahrungsmittelintoleranz <\/strong>das Unverm\u00f6gen des Organismus, bestimmte Nahrungsmittel oder deren Bestandteile zu verdauen.<\/p>\n<p>Lebensmittelvergiftungen treten aufgrund der generellen Giftigkeit ihrer Verursacher bei allen Menschen auf, die sie verzehren. Im Gegensatz dazu beruhen Lebensmittelallergien und -unvertr\u00e4glichkeiten auf einer <strong>individuellen Empfindlichkeit<\/strong> gegen\u00fcber bestimmten ungiftigen Nahrungsbestandteilen.<\/p>\n<h3><strong>Wie unterscheidet sich eine Allergie von einer Unvertr\u00e4glichkeit?<\/strong><\/h3>\n<p>W\u00e4hrend eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit auf einer fehlerhaften Verarbeitung eines Nahrungsbestandteils im Organismus beruht, stuft bei einer <strong>Nahrungsmittelallergie<\/strong> das <strong>Immunsystem<\/strong> einen oder mehrere Nahrungsbestandteile f\u00e4lschlicherweise als bedrohlich ein und bek\u00e4mpft ihn\/sie deshalb. Das f\u00fchrt \u2013 u.a. durch Freisetzung bestimmter Botenstoffe (z. B. Histamin) \u2013 zu verschiedenen Symptomen wie etwa tr\u00e4nenden Augen, einem Flie\u00df- oder Stockschnupfen, Asthmaanf\u00e4llen oder Hautausschl\u00e4gen.<\/p>\n<p>Wenn auch beide Krankheitsbilder oft \u00e4hnliche Symptome hervorrufen, gibt es doch einen gravierenden Unterschied: Nahrungsmittelallergien k\u00f6nnen, da das Immunsystem involviert ist, <strong>schlimmstenfalls<\/strong> zum <strong>lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock<\/strong> f\u00fchren. Intoleranzen nicht. Doch sind auch nicht alle Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten harmlos.<\/p>\n<p>Abgesehen davon werden Allergien bereits durch geringste Mengen<strong> des jeweiligen Nahrungsmittels <\/strong>ausgel\u00f6st, w\u00e4hrend diese bei Unvertr\u00e4glichkeitsreaktionen oft noch toleriert werden.<\/p>\n<p>Und allergische Symptome treten \u2013 je nach Art der Lebensmittelallergie \u2013 nach regelm\u00e4\u00dfigen Zeitabst\u00e4nden auf, wohingegen Unvertr\u00e4glichkeitsreaktionen von Mensch zu Mensch bez\u00fcglich St\u00e4rke und Zeitpunkt stark variieren. Etwa aufgrund unterschiedlicher Restaktivit\u00e4ten eines in seiner Funktion beeintr\u00e4chtigten Enzyms.<\/p>\n<h2><strong>Wodurch entstehen Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten? Ursachen <\/strong><\/h2>\n<p>Eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit kommt durch eine <strong>fehlerhafte Verarbeitung eines Nahrungsbestandteils<\/strong> im Organismus zustande. Ursache daf\u00fcr ist entweder eine <strong>Malabsorption<\/strong>. Das hei\u00dft, infolge defekter Transportmechanismen findet im Darm eine nur mangelhafte Aufnahme dieses Nahrungsbestandteils statt. Oder eine <strong>unzureichende Aktivit\u00e4t bestimmter Enzyme<\/strong> (Katalysatoren im Stoffwechsel) f\u00fchrt dazu, dass der Nahrungsbestandteil nicht oder nur unzureichend aufgespalten bzw. abgebaut werden kann.<\/p>\n<h3><strong>Welche Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten gibt es? <\/strong><\/h3>\n<p>Es gibt mehrere unterschiedliche Intoleranzen gegen\u00fcber Nahrungsmitteln. Die h\u00e4ufigsten sind<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Laktoseintoleranz<\/strong> (Milchzuckerunvertr\u00e4glichkeit),<\/li>\n<li><strong>Fruktoseintoleranz<\/strong> (Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit),<\/li>\n<li><strong>Histaminintoleranz<\/strong><\/li>\n<li><strong>Z\u00f6liakie<\/strong> (Glutenunvertr\u00e4glichkeit)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt es z. B. auch eine <a href=\"https:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/ernahrung-fitness\/sorbitunvertraeglichkeit-ursachen-symptome-therapie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sorbitintoleranz<\/a>, Sacharoseintoleranz (Haushaltszuckerunvertr\u00e4glichkeit) und Alkoholintoleranz.<\/p>\n<h3><strong>H\u00e4ufigste Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit: Laktoseintoleranz<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Laktose<\/strong> alias Lactose oder Milchzucker ist ein Bestandteil der <strong>Milch von S\u00e4ugetieren<\/strong> wie Kuh, Schaf, Ziege oder Pferd. Somit ist sie au\u00dfer in Milch auch in Milchprodukten wie etwa K\u00e4se, Molke, Milchpulver, Milchreis, Pudding, Kondensmilch, Trinkkakao, Milchspeiseeis sowie Schokolade enthalten. Und in vielen anderen Lebensmitteln. Auch in solchen, wo man sie kaum vermuten w\u00fcrde. Diese \u201cversteckte Laktose\u201c findet man etwa in mariniertem Fleisch, Wurstprodukten, Brot, Teigwaren, S\u00fc\u00dfigkeiten und Fertiggerichten.<\/p>\n<p>Normalerweise wird Milch durch das im D\u00fcnndarm produzierte Enzym Laktase in Galaktose (Schleimzucker) und Glukose (Traubenzucker) gespalten. <strong>Mangelt es an Laktase<\/strong>, gelangt der <strong>Milchzucker unverdaut in den Dickdarm<\/strong>, wo er <strong>von Bakterien vergoren<\/strong> wird. Wobei sich bl\u00e4hende Gase bilden, je nach Zusammensetzung der Darmflora Wasserstoff, Kohlendioxid oder Methan. Und organische S\u00e4uren, die gemeinsam mit dem Milchzucker Wasser im Dickdarm zur\u00fcckhalten.<\/p>\n<p>Dadurch kommt es \u2013 je nach Restaktivit\u00e4t der Laktase \u2013 einige Minuten bis wenige Stunden nach dem Laktoseverzehr zu unterschiedlich intensiven <strong>Beschwerden<\/strong>. Wie etwa einem V\u00f6llegef\u00fchl, Bauchdr\u00fccken, <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/blaehungen-ursachen-hausmittel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bl\u00e4hungen<\/a> bis hin zu w\u00e4ssrigen Durchf\u00e4llen, Bauchkr\u00e4mpfen, \u00dcbelkeit oder Erbrechen. Die Darmgase f\u00fchren zu einem vorgew\u00f6lbten, druckempfindlichen Bauch.\u00a0 Auch Konzentrations- und <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/schlafstoerungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schlafst\u00f6rungen<\/a>, M\u00fcdigkeit, Ersch\u00f6pfung, Stimmungsschwankungen oder Kopfschmerzen k\u00f6nnen auftreten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_164971\" aria-describedby=\"caption-attachment-164971\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-164971\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-Shablon.jpg\" alt=\"Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-Shablon.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-Shablon-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-Shablon-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-164971\" class=\"wp-caption-text\">Die h\u00e4ufigste Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit ist\u00a0Laktoseintoleranz.<strong>\u00a0<\/strong>Foto: Adobe Stock (c) Shablon<\/figcaption><\/figure>\n<h4><strong>Prim\u00e4re Laktoseintoleranz<\/strong><\/h4>\n<p>Babys verf\u00fcgen meist noch \u00fcber eine ausreichende Enzymaktivit\u00e4t. Doch die nimmt mit den Jahren immer weiter ab, sodass Milchzucker nicht mehr vollst\u00e4ndig abgebaut werden kann. Diesen Umstand nennt man <strong>prim\u00e4re Laktoseintoleranz<\/strong>. Sie hat ihre Ursache in der menschlichen <strong>Entwicklungsgeschichte<\/strong>. Denn urspr\u00fcnglich war es nur w\u00e4hrend der Stillzeit wichtig, Milchzucker gut verdauen zu k\u00f6nnen. Denn danach wurde keine Milch mehr getrunken.<\/p>\n<p>Das hat sich mit dem Aufkommen der Viehzucht ge\u00e4ndert, denn ab dann haben auch Erwachsene Milch verzehrt. In der Folge kam es in Gesellschaften mit Milchwirtschaft allm\u00e4hlich zu Ver\u00e4nderungen im Erbgut, die zu einer sogenannten Laktasepersistenz f\u00fchrten. Das hei\u00dft, seither befindet sich bei ihnen ausreichend Laktase auch im D\u00fcnndarm Erwachsener, um Milchzucker beschwerdefrei zu verdauen.<\/p>\n<p>Die \u2013 unterschiedlich schnelle \u2013 Abnahme der Laktaseaktivit\u00e4t f\u00fchrt zu <strong>geographischen Unterschieden<\/strong> im Auftreten der prim\u00e4ren Laktoseintoleranz. So k\u00f6nnen etwa in S\u00fcdostasien und China \u00fcber 90 Prozent der Erwachsenen Milchzucker nicht vollst\u00e4ndig verdauen. Bezogen auf Europa besteht ein deutliches Nord-S\u00fcd-Gef\u00e4lle. Das bedeutet, in Skandinavien ist diese Form von Milchzuckerunvertr\u00e4glichkeit nur eher selten zu finden, in S\u00fcdeuropa sehr h\u00e4ufig. In \u00d6sterreich sind etwa 15 bis 20 Prozent der Bev\u00f6lkerung laktoseintolerant. Weltweit sind es drei Viertel aller Menschen.<\/p>\n<h4><strong>Sekund\u00e4re Laktoseintoleranz<\/strong><\/h4>\n<p>Es gibt eine \u2013 oft nur vor\u00fcbergehende \u2013 <strong>sekund\u00e4re Laktoseintoleranz<\/strong>, die durch <strong>Sch\u00e4digung der D\u00fcnndarmschleimhaut<\/strong> und damit der Laktase produzierenden Zellen entsteht. Wie etwa durch Infektionen des D\u00fcnndarms, chronisch entz\u00fcndliche Darmerkrankungen (z. B. M. Crohn), Darmoperationen, Chemo- oder Strahlentherapie. Sie kann nach Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung wieder verschwinden.<\/p>\n<h4><strong>Angeborene Laktoseintoleranz<\/strong><\/h4>\n<p>Selten besteht eine <strong>kongenitale<\/strong> (angeborene)<strong> Laktaseintoleranz<\/strong>, auch Alaktasie genannt. Diese beruht auf einem Fehler im Erbgut, der dazu f\u00fchrt, dass Laktase nicht oder nur in kleinsten Mengen produziert und somit bereits die Muttermilch nicht vertragen wird.<\/p>\n<h3><strong>Harmlos bis gef\u00e4hrlich: Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit<\/strong><\/h3>\n<p>Obst gilt als gesund. Doch es enth\u00e4lt \u2013 ebenso wie Trockenfr\u00fcchte, Fruchts\u00e4fte, Honig und Haushaltszucker (daher auch S\u00fc\u00dfigkeiten, Ketchup etc.) \u2013 Fruktose alias Fructose oder Fruchtzucker. Der f\u00fchrt bei Menschen mit Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit zu Bl\u00e4hungen, Bauchweh und Durchfall, manchmal auch zu Schlimmerem. Von ihr existieren drei Formen.<\/p>\n<h4><strong>Erbliche Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit<\/strong><\/h4>\n<p>Erstens gibt es die Fructos\u00e4mie alias Fructosurie, die auf einem erblich bedingten Mangel an Ketohexokinase beruht. Dieses Enzym ist zust\u00e4ndig f\u00fcr die Umwandlung von Fructose in D-Fructose-1-Phosphat in der Leber. Die daraufhin im Blut zirkulierende, \u00fcbersch\u00fcssige Fruktose wird meistens einfach mit dem Urin ausgeschieden, sodass die Fructosurie nur sehr selten zu behandlungsbed\u00fcrftigen Beschwerden f\u00fchrt und oft auch nur zuf\u00e4llig erkannt wird.<\/p>\n<p>Anders die sehr seltene <strong>heredit\u00e4re<\/strong> (prim\u00e4re, genetische, angeborene) <strong>Fruktoseintoleranz<\/strong>, die auf einer Genmutation beruht, die zu einem <strong>Mangel am Enzym Fructose-1-Phosphat-Aldolase<\/strong> <strong>B<\/strong> f\u00fchrt. Dieses Enzym bewirkt normalerweise den Abbau des im Darm aufgenommenen Fruchtzuckers in der Leber zwecks Energiegewinnung. Bei der Erkrankung kommt es vor allem zu vielf\u00e4ltigen unspezifischen <strong>Bauchbeschwerden<\/strong>, Kr\u00e4mpfen, \u00dcbelkeit und Erbrechen. Auch h\u00e4ufig zu <strong>Funktionsst\u00f6rungen der Leber <\/strong>bis hin zum Leber- und Nierenversagen. Und zu <strong>Unterzuckerungen<\/strong>, weil in der Leber gespeicherter Zucker nicht mobilisiert werden kann. Da <strong>Saccharose<\/strong> (Haushaltszucker) aus Fruktose und Glukose besteht, verursacht auch ihr Verzehr zu Beschwerden. Ebenso <strong>Sorbit<\/strong>, denn der Zuckeraustauschstoff kann in der Leber zu Fruchtzucker umgewandelt werden.<\/p>\n<h4><strong>Fruktose-Malabsorption<\/strong><\/h4>\n<p>Die dritte und h\u00e4ufigste Variante von Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit ist die <strong>Fruktose-Malabsorption<\/strong>, die sich erst im Laufe des Lebens entwickelt. Hier ist der Darm nur eingeschr\u00e4nkt imstande, Fruktose zu resorbieren, denn die <strong>Aufnahme des Fruchtzuckers aus dem Darm<\/strong> in die Blutbahn \u00fcber bestimmte Transportproteine (GLUT5) ist <strong>gest\u00f6rt<\/strong>. Oder der Speisebrei wandert zu schnell durch den D\u00fcnndarm, sodass f\u00fcr die Fruchtzuckerverarbeitung nicht gen\u00fcgend Zeit bleibt. Auch kann eine Fructosemalabsorption\u00a0 sekund\u00e4r entstehen, etwa durch Magen-Darm-Erkrankungen oder die D\u00fcnndarmschleimhaut sch\u00e4digende Medikamente.<\/p>\n<p>Somit landet der Fruchtzucker <strong>unverdaut <\/strong>im <strong>Dickdarm<\/strong>, wird dort von Bakterien unter Erzeugung von Gas, Wasser und freien Fetts\u00e4uren zersetzt. Die verminderte resorbierte Menge an Fruktose kann die Leber aber problemlos verarbeiten. Die Malabsorption ist mit weichem Stuhl, Durchfall, Bl\u00e4hungen und Bauchschmerzen verbunden. Denn der unverarbeitete Fruchtzucker produziert im Darm Gase und \u00fcbelriechende, kurzkettige Fetts\u00e4uren. Hei\u00dfhunger auf S\u00fc\u00dfes und fallweise depressive Verstimmungen sind weitere m\u00f6gliche Folgen.<\/p>\n<p><strong>Achtung!<\/strong> Eine <strong>Fruchtzuckermalabsorption<\/strong> kann zu einer <strong>Unterversorgung<\/strong> mit Zink, Fols\u00e4ure sowie anderen Vitalstoffen und damit zu Mangelerscheinungen wie Blutbildst\u00f6rungen und einer Abwehrschw\u00e4che f\u00fchren. Bei langem Bestehen auch zu einer bakteriellen Fehlbesiedelung des Darms, die eine antibiotische Behandlung erfordert.<\/p>\n<p>Doch muss eine Fructosemalabsorption nicht zwangsl\u00e4ufig Beschwerden verursachen. Wobei bislang ungekl\u00e4rt bleibt, was die Schwankungsbreite hinsichtlich Auftreten und Schwere der Symptome bewirkt. Vermutet werden Unterschiede in der bakteriellen Dickdarmflora, Probleme beim Transport des Darminhalts oder die fehlerhafte Umsetzung von Informationen aus dem Darm im Gehirn sowie besondere Stresssituationen oder Schwankungen im Hormonhaushalt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_178187\" aria-describedby=\"caption-attachment-178187\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeit-213175948.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-178187\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeit-213175948.jpg\" alt=\"Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeit-213175948.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeit-213175948-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeit-213175948-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-178187\" class=\"wp-caption-text\">Bei Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeiten sollte Obst gemieden werden. Foto: Adobe Stock, (c) ricka_kinamoto<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Pseudoallergische Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit:<\/strong> <strong>Histaminintoleranz<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Histamin <\/strong>kommt sowohl in menschlichen als auch tierischen und pflanzlichen Gewebe und damit mehr oder weniger <strong>in allen Nahrungsmitteln<\/strong> vor. Das biogene Amin wird vor allem von Mastzellen im Darm gebildet, regt die Magensaftsekretion an, erweitert Blutgef\u00e4\u00dfe und senkt so den Blutdruck, beeinflusst den Schlaf-Wach-Rhythmus, die Appetitkontrolle und Lernf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Doch in zu gro\u00dfen Mengen konsumiert, l\u00f6st Histamin bei jedem Menschen \u2013 unter Umst\u00e4nden sogar lebensbedrohliche \u2013 Beschwerden aus. Um sich davor zu sch\u00fctzen, produziert der K\u00f6rper, genauer gesagt die Darmschleimhaut, <strong>Diaminoxidase<\/strong>, die \u2013 unterst\u00fctzt von Vitamin B6 und Vitamin C \u2013 <strong>Histamin abbaut<\/strong>. Das funktioniert aber bei ein bis zwei Prozent der westlichen Bev\u00f6lkerung nicht effizient genug. Vermutlich, weil zu wenig Diaminoxidase gebildet wird oder das Enzym in einer inaktiven Form vorliegt. Somit gelangt \u00fcbersch\u00fcssiges Histamin in den Blutkreislauf, dockt an Histaminrezeptoren an und kann so allergie\u00e4hnliche <strong>Symptome<\/strong> ausl\u00f6sen wie<\/p>\n<ul>\n<li>Husten oder Flie\u00dfschnupfen<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/verdauungsprobleme\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Verdauungsbeschwerden<\/a> wie Bauchschmerzen, Magenkr\u00e4mpfe, Bl\u00e4hungen, V\u00f6llegef\u00fchl, Brechreiz\/Erbrechen, \u00dcbelkeit, <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/refluxkrankheit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sodbrennen<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/durchfall-baby-kind\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Durchfall<\/a><\/li>\n<li>Kopfschmerzen bzw. bei entsprechender Veranlagung Migr\u00e4neanf\u00e4lle<\/li>\n<li>Hautausschl\u00e4ge bzw. Nesselsucht (Urticaria)<\/li>\n<li>M\u00fcdigkeit nach dem Essen<\/li>\n<li>bei entsprechender Veranlagung Asthmaanf\u00e4lle<\/li>\n<li>Flush, pl\u00f6tzliches starkes Err\u00f6ten des Gesichts mit Hitzegef\u00fchl, v.a. nach Wein- oder Sektkonsum<\/li>\n<li>niedriger Blutdruck, <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/schwindel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schwindel<\/a>, Herzrhythmusst\u00f6rungen (\u201cHerzstolpern\u201c)<\/li>\n<li>Schwei\u00dfausbr\u00fcche, Schw\u00e4chegef\u00fchl<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dazu reichen schon kleinere Histaminmengen in der Nahrung als bei Gesunden.<\/p>\n<p>Trotz allergie\u00e4hnlicher Symptome sind bei der Histaminintoleranz keine <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Immunglobulin_E\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">IgE<\/a>-Antik\u00f6rper nachweisbar. Ein Zeichen, dass das Immunsystem nicht urs\u00e4chlich am Krankheitsgeschehen beteiligt ist. Daher nennt man die Histaminintoleranz auch \u201c<strong>Pseudoallergie<\/strong>\u201c. Bestehen zus\u00e4tzlich Allergien, lassen sich die Symptome schwerer unter Kontrolle bringen, denn auch bei allergischen Reaktionen wird Histamin produziert. Und zwar so viel, dass es der K\u00f6rper aufgrund der zu geringen Diaminoxidase-Produktion nicht ausreichend abbauen kann. Auch bei der Kinetose (Reise- oder Seekrankheit) wird \u2013 und zwar im Gehirn \u2013 eine gro\u00dfe Menge an Histamin ausgesch\u00fcttet.<\/p>\n<h3><strong>Immunologisch bedingte Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit<\/strong> <strong>Z\u00f6liakie<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Gluten<\/strong> alias Klebereiwei\u00df ist ein in Getreidesorten wie <strong>Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer <\/strong>und<strong> Einkorn<\/strong> enthaltenes Proteingemisch, das f\u00fcr deren Backf\u00e4higkeit sorgt, indem es dem Teig eine geeignete Konsistenz zum Backen verleiht. Bei der Z\u00f6liakie l\u00f6st es \u2013 m\u00f6glicherweise beg\u00fcnstigt durch Infektionen oder Autoimmunerkrankungen \u2013 in der D\u00fcnndarmschleimhaut eine immunologische Reaktion aus. Dadurch kommt es beim Verzehr von Getreidegerichten zu einer chronischen Entz\u00fcndung und Sch\u00e4digung der Schleimhaut und somit Verdauungsproblemen. Das f\u00fchrt mit der Zeit zu einer R\u00fcckbildung der Darmzotten, was die Oberfl\u00e4che des D\u00fcnndarms verringert, sodass nicht mehr gen\u00fcgend N\u00e4hrstoffe aufgenommen werden k\u00f6nnen und Mangelerscheinungen auftreten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_165025\" aria-describedby=\"caption-attachment-165025\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-165025\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-Katerina.jpg\" alt=\"Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-Katerina.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-Katerina-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-Katerina-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-165025\" class=\"wp-caption-text\">Ein aufgebl\u00e4hter Bauch und wiederkehrende Bauchschmerzen sind die Folgen von Z\u00f6liakie<strong>.\u00a0<\/strong>Foto: Adobe Stock (c) Katerina<\/figcaption><\/figure>\n<h4><strong>Krankheitsverlauf Z\u00f6liakie<\/strong><\/h4>\n<p>Im Krankheitsverlauf bilden sich Antik\u00f6rper, die die Darmwand attackieren, was f\u00fcr eine Beteiligung des Immunsystems spricht. Doch sind es keine IgE-Antik\u00f6rper, wie sie bei klassischen Allergien vorkommen. Somit wird die Z\u00f6liakie, auch <strong>Glutenunvertr\u00e4glichkeit<\/strong>, einheimische Sprue, nicht-tropische Sprue oder glutensensitive Enteropathie genannt, den Lebensmittelunvertr\u00e4glichkeiten zugeordnet.<\/p>\n<p>Die Darmwand ist f\u00fcr teilweise verdautes Gluten durchl\u00e4ssig, sodass es in den K\u00f6rper gelangt und eine \u00dcberreaktion des Immunsystems hervorruft. Die genetisch bedingte Erkrankung bildet einen h\u00e4ufigen Grund f\u00fcr Gedeihst\u00f6rungen bei Kindern. Dennoch wird sie oft erst im jungen Erwachsenenalter erkannt. Sie erfordert eine strikt einzuhaltende glutenfreie Di\u00e4t, die nur Getreidesorten ohne das Klebereiwei\u00df wie z. B. <strong>Amaranth, Buchweizen, Guakernmehl, Hirse, Johannisbrotkernmehl, Mais, Quinoa <\/strong>und<strong> Reis<\/strong> erlaubt.<\/p>\n<p>Nur eine entsprechende Di\u00e4t bietet einen sicheren Schutz vor den Symptomen und Sp\u00e4tfolgen. Die Erkrankung kann sich grunds\u00e4tzlich in jedem Alter erstmals zeigen, tut das aber am h\u00e4ufigsten in den ersten acht Lebensjahren und im Alter von 30 bis 50 Jahren. Doch auch wenn eine nachgewiesene erbliche Veranlagung zu Z\u00f6liakie besteht, muss diese nicht unbedingt klinisch in Erscheinung treten.<\/p>\n<h4><strong>Folgen der Z\u00f6liakie<\/strong><\/h4>\n<p>Typische <strong>Beschwerden<\/strong> einer Sprue sind<\/p>\n<ul>\n<li>aufgebl\u00e4hter Bauch und wiederkehrende Bauchschmerzen<\/li>\n<li>Appetitlosigkeit mit Gewichtsstillstand oder -abnahme<\/li>\n<li>Erbrechen<\/li>\n<li>\u00fcbelriechende, fettige Durchf\u00e4lle<\/li>\n<li>bei Kindern durch die unzureichende N\u00e4hrstoffaufnahme Wachstumsst\u00f6rungen, d\u00fcnne Extremit\u00e4ten, Bl\u00e4sse, ev. <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/fitness\/hypodontie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">unterentwickelte Z\u00e4hne<\/a> und eine verlangsamte geistige Entwicklung sowie Wesensver\u00e4nderungen (z. B. Weinerlichkeit)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dabei gilt: Je \u00e4lter der Mensch zu Beginn der Erkrankung ist, desto h\u00e4ufiger nimmt sie einen untypischen Verlauf mit z. B. M\u00fcdigkeit, Konzentrationsst\u00f6rungen, eingeschr\u00e4nkter Leistungsf\u00e4higkeit, Gelenkproblemen, neurologischen Symptomen, einer Dermatitis herpetiformis Duhring oder Unfruchtbarkeit, was ihre Erkennung erschwert. Meistens zeigt sie sich aber schon drei bis sechs Monate nach Zuf\u00fchrung glutenhaltiger Nahrung wie z. B. Grie\u00dfbrei.<\/p>\n<p>Bleibt die Glutenintoleranz unerkannt oder wird die unbedingt notwendige Di\u00e4t nicht eingehalten, kann es zu Schilddr\u00fcsenentz\u00fcndungen, D\u00fcnndarmgeschw\u00fcren oder -lymphomen sowie chronischen Infektionen, bei Schwangeren zu Fr\u00fchgeburten kommen. Je l\u00e4nger die Erkrankung unbehandelt bleibt, umso h\u00f6her ist das Risiko f\u00fcr die Entwicklung von Folgeerkrankungen.<\/p>\n<p>Liegt eine di\u00e4tresistente Form der Z\u00f6liakie vor, muss sie mit Immunsuppressiva behandelt werden, die das Immunsystem drosseln.<\/p>\n<h2><strong>Welche Symptome verursacht eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit?<\/strong><\/h2>\n<p>Die Symptome einer Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit betreffen vorrangig den <strong>Magen-Darm-Trakt<\/strong>, gestalten sich aber je nach Nahrungsmittel sehr verschieden. M\u00f6gliche <strong>Anzeichen<\/strong> f\u00fcr eine Nahrungsmittelintoleranz sind haupts\u00e4chlich<\/p>\n<ul>\n<li>krampfartige Bauchschmerzen<\/li>\n<li>\u00dcbelkeit<\/li>\n<li>Verstopfung<\/li>\n<li>Durchfall<\/li>\n<li>Kopfschmerzen<\/li>\n<li>Abgeschlagenheit<\/li>\n<li>Schluckst\u00f6rungen<\/li>\n<li>Herzrasen<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Woran erkennt man eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit bei Babys?<\/strong><\/h3>\n<p>Selten ist ein <strong>Laktasemangel angeboren<\/strong>. Diese schwerste Form von Milchzuckerunvertr\u00e4glichkeit, die auf einem genetischen Defekt beruht, zeigt sich bereits in den ersten Lebenstagen durch eine <strong>Unvertr\u00e4glichkeit der Muttermilch<\/strong>. Nach dem Stillen kommt es zu w\u00e4ssrigen <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/durchfall-baby-kind\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Durchf\u00e4llen<\/a>, die zu einer mangelnden Fl\u00fcssigkeits- und N\u00e4hrstoffaufnahme und damit zu <strong>schweren Gedeihst\u00f6rungen<\/strong> f\u00fchren. Fr\u00fcher meist ein Todesurteil. Seit Entwicklung laktosefreier S\u00e4uglingsnahrung im 20. Jahrhundert eine beherrschbare Erkrankung.<\/p>\n<p>Davon abzugrenzen ist eine in den ersten Lebenswochen auftretende Muttermilchunvertr\u00e4glichkeit bei vielen Fr\u00fchgeborenen. Sie ist lediglich ein Zeichen f\u00fcr noch fehlende Reife. Denn Laktase wird erst in den letzten Wochen einer Schwangerschaft von normaler Dauer im D\u00fcnndarm von Ungeborenen produziert.<\/p>\n<p>Auch die <strong>angeborene Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit<\/strong> zeigt sich bereits bei Babys. Und zwar beim <strong>\u00dcbergang zur Normalkost<\/strong>, denn Muttermilch enth\u00e4lt keine Fruktose. Mit lebensbedrohlichen Unterzuckerungen, \u00dcbelkeit und Erbrechen, Bl\u00e4hungen, Bauchschmerzen, Durchf\u00e4llen, Zittern, Bl\u00e4sse und Schwitzen, schlimmstenfalls Teilnahmslosigkeit, Krampfanf\u00e4llen und Koma. Wobei die Schwere der Symptome umso h\u00f6her ist, je j\u00fcnger das Kind ist. Unerkannt bzw. unzureichend behandelt f\u00fchrt die Erkrankung zu Wachstumsst\u00f6rungen, Untergewicht, \u00dcbers\u00e4uerung, Abneigung gegen S\u00fc\u00dfes, Lebervergr\u00f6\u00dferung und -funktionsst\u00f6rungen sowie Nierensch\u00e4den, bis hin zu einem Leber- und\/oder Nierenversagen.<\/p>\n<h2><strong>Welche Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit habe ich? Diagnose<\/strong><\/h2>\n<p>Treten Symptome direkt nach dem Essen ein, ist es leichter festzustellen, welche Nahrungsmittel daf\u00fcr verantwortlich sind als bei Sp\u00e4treaktionen, die sich erst bis zu 48 Stunden danach einstellen. Zudem erlauben Beschwerden allein h\u00e4ufig noch keine eindeutigen R\u00fcckschl\u00fcsse, k\u00f6nnen doch die meisten Symptome einer Nahrungsmittelintoleranz Ausdruck vieler anderer Erkrankungen sein.<\/p>\n<p>Hier kann ein l\u00e4ngere Zeit gef\u00fchrtes <strong>Ern\u00e4hrungstagebuch<\/strong>, in dem alle Speisen (auch \u201cKleinigkeiten\u201c wie z. B. Kaugummis) und Getr\u00e4nke samt Uhrzeit ihres Verzehrs aufgelistet, alle Beschwerden inklusive ihrer St\u00e4rke (Skala von 1 bis 5) und dem Zeitpunkt ihres Auftretens notiert sowie Begleitumst\u00e4nde (z. B. Medikamenteneinnahme) vermerkt werden, zielf\u00fchrende Hinweise liefern.<\/p>\n<p>Es erleichtert dem Arzt, die richtigen diagnostischen Schritte zu setzen. Dieser f\u00fchrt, um der Nahrungsmittelintoleranz auf die Spur zu kommen, zun\u00e4chst eine sorgf\u00e4ltige <strong>Anamnese<\/strong> (Erhebung der Krankengeschichte) durch. Vermutet er daraufhin, dass eine Nahrungsmittelallergie vorliegt, veranlasst er entsprechende Allergietests. Bei Nahrungsmittelintoleranzen machen \u2013 da ihnen keine Immunreaktionen zugrunde liegen \u2013 Allergietests jedoch keinen Sinn. Daher w\u00e4hlt der Arzt andere Diagnostikschritte. Der <strong>Nachweis von Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten<\/strong> erfolgt mittels<\/p>\n<ul>\n<li>Wasserstoff-Atemtest (H<sub>2<\/sub>-Atemtest)<\/li>\n<li>Bluttests<\/li>\n<li>Gentests<\/li>\n<li>Biopsie, d. h. die Entnahme von Gewebeproben<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch zum Einsatz kommen k\u00f6nnen <strong>Auslassversuche<\/strong>. Das bedeutet, auf verd\u00e4chtige Lebensmittel wird \u00fcber einen bestimmten Zeitraum verzichtet und gepr\u00fcft, ob die Beschwerden daraufhin verschwinden. Oder auch <strong>Expositionsversuche<\/strong>, bei denen unter \u00e4rztlicher Kontrolle der potenzielle Symptomausl\u00f6ser in bestimmter Menge zugef\u00fchrt und gepr\u00fcft wird, ob daraufhin Beschwerden eintreten. Doch ist eine solche Vermeidungs- bzw. Provokationsdi\u00e4t eine unsichere Diagnostikmethode.<\/p>\n<p>Liegt einer Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit eine andere Erkrankung zugrunde, muss erst diese Erkrankung diagnostiziert werden. Somit k\u00f6nnen weitere Untersuchungen erforderlich sein.<\/p>\n<p>Herauszufinden, was Schuld tr\u00e4gt an den Symptomen, ist zwar nicht immer einfach, doch notwendig. Andernfalls kann es passieren, dass der Leidgeplagte in Unkenntnis der wirklichen Ursache mehr oder minder wahllos verschiedene Lebensmittel f\u00fcr die unangenehmen Symptome anschuldigt und deswegen wegl\u00e4sst. Bis hin zu einer einseitigen, gesundheitssch\u00e4dlichen Di\u00e4t.<\/p>\n<h3><strong>Wasserstoff-Atmungstest <\/strong><\/h3>\n<p>Der Wasserstoff-Atemtest dient dem Nachweis einer <strong>Laktoseintoleranz<\/strong> oder einer <strong>Fruktosemalabsorption<\/strong>. Dabei wird auf n\u00fcchternen Magen eine definierte Menge an aufgel\u00f6stem Milchzucker bzw. Fruchtzucker getrunken und anschlie\u00dfend in bestimmten zeitlichen Abst\u00e4nden in ein Testger\u00e4t hinein geatmet. Bei verringerter Verwertung des Milch- bzw. Fruchtzuckers bildet sich durch seine bakterielle Zersetzung im Dickdarm Wasserstoff, der sich in der Ausatemluft nachweisen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Soll der Atemtest dem Nachweis einer Fructosemalabsorption dienen, muss zuerst das Vorliegen einer angeborenen Fructoseintoleranz ausgeschlossen werden, weil gerade bei Kindern auch eine einmalige Gabe von Fruchtzucker lebensbedrohliche Zust\u00e4nde hervorrufen kann.<\/p>\n<h3><strong>Bluttests<\/strong><\/h3>\n<p>Alternativ oder begleitend zu einem H<sub>2<\/sub>-Atemtest kann nach dem Trinken der Laktosel\u00f6sung bei einer vermuteten <strong>Milchzuckerunvertr\u00e4glichkeit<\/strong> eine <strong>Bestimmung der Glukosekonzentration im Blut<\/strong> erfolgen. Dabei zeigt sich, dass es \u2013 anders als bei Gesunden \u2013 zu keinem oder einem nur sehr geringen Anstieg des Blutzuckerspiegels kommt, weil der Milchzucker nur unzureichend in Galaktose und Glukose gespalten wird.<\/p>\n<p>Bluttests sind auch eine indirekte Methode, um einen Verdacht auf angeborene Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit zu erh\u00e4rten. Denn dann bessern sich unter einer fruchtzuckerfreien Di\u00e4t die Organfunktionen von Leber und Nieren und damit die Leber- und Nierenwerte sowie Gerinnungsfaktoren.<\/p>\n<p>Ob eine <strong>Histaminintoleranz<\/strong> vorliegt, pr\u00fcft man durch <strong>Bestimmung des Histamin- und Diaminoxidase-Spiegels<\/strong>, die zueinander in Relation gesetzt werden. Ohne vorheriges Meiden histaminhaltiger Nahrung vor dem Test, um diesen nicht zu verf\u00e4lschen.<\/p>\n<p>Der Verdacht auf Z\u00f6liakie kann durch den Nachweis von bestimmten Antik\u00f6rpern (Gewebstransglutaminase) erh\u00e4rtet werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_165109\" aria-describedby=\"caption-attachment-165109\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-165109\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-toeytoey.jpg\" alt=\"Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-toeytoey.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-toeytoey-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-toeytoey-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-165109\" class=\"wp-caption-text\">Um die Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit\u00a0festzustellen ist ein Bluttest z.B. eine M\u00f6glichkeit.<strong>\u00a0<\/strong>Foto: Adobe Stock (c) toeytoey<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Gentests<\/strong><\/h3>\n<p>Per Gentest l\u00e4sst sich feststellen, ob eine erbliche <strong>Veranlagung f\u00fcr eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit <\/strong>wie die angeborene Milchzuckerunvertr\u00e4glichkeit, angeborene Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit oder Z\u00f6liakie vorliegt. Untersuchungsmaterial hierzu wird per Abstrich von der Wangenschleimhaut oder Blutabnahme gewonnen.<\/p>\n<p>Bei Z\u00f6liakie findet sich meistens das Gen HLA-DQ 2, manchmal das Gen HLA-DQ8. Doch entwickeln nur rund zwei Prozent der Menschen mit dieser Veranlagung im Laufe ihres Lebens eine Glutenunvertr\u00e4glichkeit, weshalb das alleinige Vorhandensein der Gene noch keine Z\u00f6liakie beweist. Fehlen sie jedoch, ist eine Z\u00f6liakie nahezu ausgeschlossen.<\/p>\n<h3><strong>Biopsien<\/strong><\/h3>\n<p>Bei der <strong>D\u00fcnndarmbiopsie<\/strong> zum Nachweis einer <strong>Milchzuckerunvertr\u00e4glichkeit <\/strong>wird im Rahmen einer Spiegelung von Magen und Zw\u00f6lffingerdarm Gewebe aus dem D\u00fcnndarm entnommen. Um die Aktivit\u00e4t der Laktase zu pr\u00fcfen, was allerdings eher nur zu Forschungszwecken geschieht, da es sich um ein aufw\u00e4ndiges Verfahren handelt. Die gleiche Prozedur dient der Feststellung einer <strong>Z\u00f6liakie<\/strong>.<\/p>\n<p>Eine <strong>Darm-,<\/strong> <strong>Leber- oder Nierenbiopsie<\/strong> dient dem Nachweis einer angeborenen Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit.<\/p>\n<h3><strong>Zu welchem Arzt bei Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit?<\/strong><\/h3>\n<p>Bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit wendet man sich am besten zun\u00e4chst an seinen Hausarzt, der weiterf\u00fchrende Untersuchungen veranlasst. Oder gleich an einen Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit Schwerpunkt Gastroenterologie. Tests auf Nahrungsmittelintoleranzen kann man au\u00dfer bei Gastroenterologen auch bei Allergologen, in Allergieambulatorien und nach entsprechender \u00dcberweisung in medizinisch-diagnostischen Labors absolvieren.<\/p>\n<p>In puncto Ern\u00e4hrungsberatung bei Nahrungsmittelintoleranzen stehen von der <a href=\"https:\/\/www.oeaie.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00d6sterreichischen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung<\/a> empfohlene Experten sowie \u00c4rzte mit Spezialdiplom in Ern\u00e4hrungsmedizin zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<h2><strong>Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit \u2013 was tun?<\/strong><\/h2>\n<p>Ist der \u00dcbelt\u00e4ter identifiziert, muss er konsequent gemieden werden, um beschwerdefrei zu leben. Eine solche <strong>Eliminationsdi\u00e4t <\/strong>kann, so es sich um ein h\u00e4ufig verwendetes Nahrungsmittel handelt, ganz sch\u00f6n schwierig werden. Erst recht, wenn mehr als nur eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit vorliegt. Dann hilft meist eine individuelle Ern\u00e4hrungsberatung bei einem <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ern%C3%A4hrungsberatung-und-di%C3%A4tologen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Di\u00e4tologen<\/a>.<\/p>\n<p>Um unvertr\u00e4gliche Nahrungsmittelbestandteile meiden zu k\u00f6nnen, muss man aber erst einmal wissen, wo sie \u00fcberall enthalten sind. Das wird teilweise aus der <strong>Zutatenliste <\/strong>von Lebensmitteln ersichtlich, doch gibt es f\u00fcr manche Substanzen mehrfache Namen. So weisen etwa Begriffe wie Inulin, Fructoligosaccharid, Fruchts\u00fc\u00dfe, Maisst\u00e4rkesirup oder Fruktose-Glukose-Sirup auf Fruchtzucker als Inhaltsstoff hin. W\u00f6rter wie Milch, Milchzucker, Molke, Milchpulver, Joghurt, Frischk\u00e4se oder Kefir sowie E966 (= Laktit) verraten, dass sich Laktose in einem Lebensmittel befindet. Bei der Inspektion der Zutatenliste f\u00e4llt auf, dass Laktose in den meisten verarbeiteten Lebensmitteln in unterschiedlicher Menge vorkommt.<\/p>\n<p>Begleitend zur Eliminationsdi\u00e4t kann \u2013 bei der Laktose- und Histaminintoleranz \u2013 eine <strong>Enzymersatztherapie <\/strong>stattfinden.<\/p>\n<h3><strong>Welche Lebensmittel bei Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit<\/strong>?<\/h3>\n<h4><strong>Tipps bei Milchzuckerunvertr\u00e4glichkeit<\/strong><\/h4>\n<p>Es existieren Tabellen, die Lebensmittel nach ihrem Laktosegehalt in drei Kategorien einteilen: wenig, moderat oder viel.<\/p>\n<p>Heute f\u00fchrt jeder gut sortierte Supermarkt auch <strong>laktosefreie Milch<\/strong> und Milchprodukte.<\/p>\n<p>Will man das eine oder andere Mal nicht auf ein laktosehaltiges Lebensmittel verzichten, gibt es <strong>Laktase-Pr\u00e4parate<\/strong>, die die den Abbau von Laktose f\u00f6rdern, aber meist nicht die gesamte Menge. Sie werden kurz vor dem Lebensmittel eingenommen. Doch ist ihre Dosierung dem Laktosegehalt der jeweiligen Speise anzupassen, was unter Umst\u00e4nden einer professionellen Schulung bedarf.<\/p>\n<p>Auch <strong>Sauermilchprodukte<\/strong> wie Joghurt, Topfen, Butter- und Sauermilch k\u00f6nnen aufgrund der enthaltenen Milchs\u00e4urebakterien die Spaltung der Laktose unterst\u00fctzen und werden daher oft besser vertragen als reine Milch. Auch Butter, Hart-, Schnitt-, Weich- und Sauermilchk\u00e4se enth\u00e4lt weniger Laktose als Milch.<\/p>\n<p><strong>Fette und sehr kalte Mahlzeiten<\/strong> bewirken einen l\u00e4ngeren Aufenthalt des Speisebreis in Magen und D\u00fcnndarm. Dieser hat somit mehr Kontakt mit Verdauungsenzymen, die Restaktivit\u00e4t der Laktase wird besser ausgenutzt und es gelangt weniger unverdaute Laktose in den Dickdarm.<\/p>\n<p>Menschen mit <strong>angeborenem Laktasemangel<\/strong> m\u00fcssen zeitlebens eine <strong>laktosefreie Di\u00e4t<\/strong> mit Gem\u00fcse, Obst, Getreide, Fisch und Fleisch einhalten, was eine fachkundige Ern\u00e4hrungsberatung erfordert.<\/p>\n<p>Wer sich komplett laktosefrei ern\u00e4hrt, muss \u2013 insbesondere in Wachstumsphasen \u2013 andere <strong>Kalziumquellen<\/strong> wie Broccoli, Gr\u00fcnkohl, Tofu oder Lachs nutzen, denn das Mineral ist wichtig f\u00fcr die Knochen und wird hierzulande sonst meist \u00fcber Milch und Milchprodukte aufgenommen.<\/p>\n<p>Als <strong>Milchersatz<\/strong> eignen sich Kokos-, Hafer-, Reis-, Mandel- oder Sojamilch.<\/p>\n<p>Zu beachten gilt: Milchzucker wird auch in <strong>Medikamenten<\/strong> als Tr\u00e4ger-, F\u00fcll- oder Bindemittel eingesetzt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_178163\" aria-describedby=\"caption-attachment-178163\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeit-177713383.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-178163\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeit-177713383.jpg\" alt=\"Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeit-177713383.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeit-177713383-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertraeglichkeit-177713383-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-178163\" class=\"wp-caption-text\">Bei Laktoseintoleranz ist eine\u00a0gute Alternative zu Milch z. B. Sojamilch. Foto: Adobe Stock, (c) PiyawatNandeenoparit<\/figcaption><\/figure>\n<h4><strong>Tipps bei Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit<\/strong><\/h4>\n<p>Bei einer Fruchtzuckermalabsorption sollte man beachten: Der <strong>Fruchtzuckergehalt<\/strong> variiert je nach <strong>Obstsorte<\/strong>. So sind etwa \u00c4pfel, Birnen, Weintrauben, Zwetschken, Heidelbeeren, Marillen und Pfirsiche reich an Fruktose. Bananen, Papaya, Litschi, Ananas, Mandarinen und Grapefruits weniger. Zudem <strong>steigt <\/strong>der<strong> Fruktosegehalt<\/strong> mit dem <strong>Reifegrad der Fr\u00fcchte<\/strong>.<\/p>\n<p>Auf sorbitreiche Lebensmittel verzichtet man besser, da <strong>Sorbit (=<\/strong> E 420), das man besonders in zuckerfreien S\u00fc\u00dfigkeiten und Light-Getr\u00e4nken, aber auch in mancher Zahnpasta findet, die <strong>Fruktoseaufnahme im Darm verschlechtert<\/strong>. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr andere Zuckeraustauschstoffe wie Xylit (E 967), Isomalt (E 953), Mannit (E 421) und Maltit (E 965).<\/p>\n<p>Gleichzeitig verzehrter Traubenzucker hingegen wirkt sich positiv auf die Fruktoseresorption aus. \u00a0Daher werden Obstsorten mit mehr Glukose als Fruktose besser vertragen. Auch die Aufnahme von Fett und Eiwei\u00df verbessert die Vertr\u00e4glichkeit fruktosehaltiger Nahrungsmittel. Daher werden Obstdesserts oder -kuchen in vern\u00fcnftigen Mengen eher toleriert werden als pures Obst.<\/p>\n<p>Vor allem bei <strong>angeborener Fruktoseintoleranz<\/strong> sind au\u00dfer den meisten Obst- und Gem\u00fcsesorten <strong>verboten<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>Marmeladen, Nutella, S\u00fc\u00dfigkeiten, Speiseeis, (zuckerfreie) Kaugummis<\/li>\n<li>Backwaren mit Zucker und (Glukose-)Fructosesirup<\/li>\n<li>ges\u00fc\u00dfte oder Fr\u00fcchte enthaltende Milchprodukte, K\u00e4seaufstriche<\/li>\n<li>Fleisch und Fisch in verarbeiteter Form (z. B. Wurst, Gep\u00f6keltes)<\/li>\n<li>N\u00fcsse, Trockenfr\u00fcchte, Ketchup, Tomatenmark, Gew\u00fcrzmischungen,<\/li>\n<li>Frucht-und Gem\u00fcses\u00e4fte, Fr\u00fcchtetees, Alkohol, Limonaden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch <strong>Inulin<\/strong>, das beispielsweise in Topinambur und Artischocken vorkommt, enth\u00e4lt Fruktose. Ebenso <strong>Honig<\/strong> und <strong>Invertzucker<\/strong>, die genauso wie Saccharose aus Fructose- und Glukosemolek\u00fclen bestehen.<\/p>\n<p>Somit bleiben an <strong>erlaubten Lebensmitteln<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>Kartoffeln<\/li>\n<li>Brot, Backwaren ohne Zucker bzw. (Glukose-)Fructosesirup,<\/li>\n<li>Getreide und unges\u00fc\u00dfte Getreideprodukte, Reiswaffeln<\/li>\n<li>Milch und Milchprodukte ohne Zucker, Fr\u00fcchten oder N\u00fcssen<\/li>\n<li>frisches und unverarbeitetes Fleisch, Fisch und Gefl\u00fcgel<\/li>\n<li>Salz, Pfeffer, Fette aller Art<\/li>\n<li>Wasser, Kaffee, Schwarz- und Kr\u00e4utertee<\/li>\n<li>nach dem 1. Lebensjahr fruktosearme Obst- und Gem\u00fcsesorten wie Zitronen, Karfiol, Kopf- und Endiviensalat, Chicor\u00e9e, Knollensellerie, Gurken, Spinat, Erbsen und Pilze<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00dcbrigens: Fruchtzucker dient in vielen <strong>Medikamenten<\/strong> als Hilfs- oder Tr\u00e4gersubstanz.<\/p>\n<figure id=\"attachment_165151\" aria-describedby=\"caption-attachment-165151\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-165151\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-StudioDFlorez.jpg\" alt=\"Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-StudioDFlorez.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-StudioDFlorez-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit-c-StudioDFlorez-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-165151\" class=\"wp-caption-text\">Bei einer Fruchtzuckermalabsorption sollten Fr\u00fcchte wie Heidelbeeren vermieden werden. Foto: Adobe Stock (c) StudioDFlorez<\/figcaption><\/figure>\n<h4><strong>Tipps bei Histaminintoleranz <\/strong><\/h4>\n<p>Besonders <strong>histaminreich<\/strong> sind haupts\u00e4chlich<\/p>\n<ul>\n<li>lange gereifter <strong>K\u00e4se<\/strong> (v.a. Schimmelk\u00e4se, Camembert, Parmesan, Cheddar, Brie, Emmentaler, Gouda, Edamer, Harzer K\u00e4se), Rohmilch, Rohmilchk\u00e4se<\/li>\n<li><strong>Rohschinken<\/strong>, getrocknete\/ger\u00e4ucherte\/gep\u00f6kelte Wurst<\/li>\n<li>Verarbeitete oder aufgew\u00e4rmte <strong>Fleisch- und Fischprodukte<\/strong> (z. B. Thunfisch in Dosen), Faschiertes, Leber<\/li>\n<li><strong>Alkohol<\/strong>, v. a. Rotwein, Sekt, Champagner<\/li>\n<li>durch <strong>G\u00e4rung<\/strong> entstandene Lebensmittel wie z. B. Sauerkraut<\/li>\n<li><strong>Fertiggerichte<\/strong><\/li>\n<li>Zitrusfr\u00fcchte, Erdbeeren (k\u00f6nnen gespeichertes Histamin freisetzen), Ananas (enth\u00e4lt andere biogene Amine), Spinat, Waln\u00fcsse<\/li>\n<li><strong>Tomaten<\/strong>, -mark, -saft, Ketchup, Essig, Senf<\/li>\n<li>Schokolade, Kakao<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sie gilt es zun\u00e4chst f\u00fcr vier bis sechs Wochen zu meiden und dann langsam wieder in den Speiseplan aufzunehmen.<\/p>\n<p>Da durch eine l\u00e4ngere Lagerung der Histamingehalt von Lebensmitteln steigt, ist es ratsam, m\u00f6glichst <strong>frische Nahrung<\/strong> zu verzehren.<\/p>\n<p>Weiters sollte man beachten, dass es <strong>Medikamente<\/strong> gibt, die die Diaminoxidase hemmen oder die Histaminfreisetzung steigern k\u00f6nnen und daher \u00c4rzte auf die bestehende Histaminintoleranz hinweisen, damit sie andere Pr\u00e4parate verschreiben\/anwenden. Dazu geh\u00f6ren etwa viele Schmerz-, Husten- und R\u00f6ntgenkontrastmittel.<\/p>\n<p>Auch Angst, Schmerz und Tabakrauch f\u00fchren zu einer Histaminfreisetzung.<\/p>\n<p>Da sich die Aufnahme von Histamin \u00fcber die Nahrung nicht g\u00e4nzlich vermeiden l\u00e4sst, kann man bei Bedarf <strong>Antihistaminika <\/strong>einnehmen, die die Wirkungen von Histamin hemmen. Oder ein <strong>Diaminoxidase-Pr\u00e4parat<\/strong> vor dem Verzehr sehr histaminhaltiger Speisen, um den Histaminabbau zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbrigens<\/strong>: Werdende M\u00fctter mit Histaminintoleranz erfahren \u00fcblicherweise eine Besserung der Symptomatik. Denn ab dem dritten Schwangerschaftsmonat produziert der Mutterkuchen viel Diaminoxidase, damit es nicht zu vorzeitigen Wehen kommt.<\/p>\n<p>Die Histaminfreisetzung im Gehirn bei der Reisekrankheit ist mit einem hohen Vitamin C-Verbrauch verbunden. Daher wirkt die Einnahme von Vitamin C gegen die Unp\u00e4sslichkeit. Am besten in Form von Kau- oder Lutschtabletten, damit es \u00fcber die Mundschleimhaut aufgenommen wird und in ausreichender Menge ins Gehirn gelangt. Sinnvoll ist auch, w\u00e4hrend der Fahrt auf histaminhaltige Speisen zu verzichten.<\/p>\n<h4><strong>Tipps bei Z\u00f6liakie<\/strong><\/h4>\n<p>Anscheinend nimmt die fr\u00fchkindliche Ern\u00e4hrung Einfluss auf die Entstehung der Z\u00f6liakie. Denn bis zum sechsten Lebensmonat gestillte Kinder haben ein geringeres Erkrankungsrisiko. Vermutlich, weil Muttermilch das Immunsystem st\u00e4rkt und eine Toleranz gegen\u00fcber Gluten bewirkt. Auch sollte die erste Beikost nicht zu viel glutenhaltige Lebensmittel enthalten.<\/p>\n<p>Eine strenge glutenfreie Ern\u00e4hrung l\u00e4sst die entz\u00fcndete D\u00fcnndarmschleimhaut wieder regenerieren und die Beschwerden schwinden. Zu Beginn der Di\u00e4t sollten allerdings Fette und Milchzucker nur in geringen Mengen verzehrt werden, um der D\u00fcnndarmschleimhaut Zeit zu geben, sich vollst\u00e4ndig zu erholen und die Substanzen problemlos verdauen zu k\u00f6nnen. Manchmal bedarf es auch einiger Nahrungserg\u00e4nzungsmittel, um Mangelerscheinungen auszugleichen.<\/p>\n<p><strong>Achtung!<\/strong> Au\u00dfer Getreideprodukte enthalten viele Lebensmittel <strong>Gluten bzw. Weizenst\u00e4rke<\/strong>. Auch viele Fertigprodukte, So\u00dfen und Suppen, weil es ein guter Tr\u00e4ger f\u00fcr Aromastoffe ist. Zudem k\u00f6nnen Medikamente, Kosmetika, Mund- und Zahnpflegeprodukte Gluten aufweisen.<\/p>\n<h3><strong>Muss das hei\u00dfen, dass das unvertr\u00e4gliche Nahrungsmittel ab jetzt tabu ist?<\/strong><\/h3>\n<p>Ob man bei Nahrungsmittelintoleranzen die entsprechenden Lebensmittel \u00fcberhaupt nicht mehr essen darf, l\u00e4sst sich nicht pauschal beantworten. Denn es kommt auf den jeweiligen <strong>Grad der Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit <\/strong>an. H\u00e4ufig werden kleine Mengen gut vertragen. Auch hier kann \u2013 selbstverst\u00e4ndlich nach Absprache mit dem behandelnden Arzt \u2013 ein <strong>Ern\u00e4hrungstagebuch<\/strong> gute Dienste leisten. Denn es hilft herauszufinden, welche Menge an unvertr\u00e4glichen Nahrungsmitteln in welcher H\u00e4ufigkeit der K\u00f6rper akzeptiert (= individuelle Toleranzschwelle) und so sein Ern\u00e4hrungsverhalten daran anpassen.<\/p>\n<h4><strong>Wie kann man Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten vorbeugen?<\/strong><\/h4>\n<p>Ein Teil der Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten ist angeboren, der andere erworben, aber oft ist nicht klar, wodurch. Somit kann man Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten nicht sicher vorbeugen. Am ehesten noch durch eine ausgewogene Ern\u00e4hrung und einen gesunden Lebensstil mit weitgehendem Verzicht auf Fertigprodukte und k\u00fcnstliche Zusatzstoffe.<\/p>\n<h3><span id=\"Ernaumlhrungsberatung_Wien_Empfehlenswerte_Ernaumlhrungsberater\">Nahrungsunvertr\u00e4glichkeit: Empfehlenswerte Ern\u00e4hrungsberater in Wien<\/span><\/h3>\n<p>Folgende Ern\u00e4hrungsberater wurden auf HEROLD.at positiv bewertet:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/FVj9f\/massagefachpraxis-tcm-ern%C3%A4hrungsberatung-pilatestraining\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Fachpraxis f\u00fcr Massage, Ern\u00e4hrung und Pilates in 1220 Wien<\/a>\u00a0(4,9 von 5 Sternen bei 28 Bewertungen)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/Hj347\/gesundmitadele-ern%C3%A4hrungsberatung-und-energetische-behandlungen-nach-tcm\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gesund mit Adele in 1100 Wien<\/a>\u00a0(5 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/bwQkt\/ayurveda-praxis-dhanvantari\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ayurveda Praxis \u2013 Dhanvantari in 1030 Wien<\/a>\u00a0(5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/43TkC\/amb-abnehmen-mit-bioresonanz-brigitte-schleinzer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brigitte Schleinzer \u2013 Abnehmen mit Bioresonanz in 1100 Wien<\/a>\u00a0(5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/kbS8X\/feelgood-coach\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Feel Good Coach in 1090 Wien<\/a>\u00a0(4,7 von 5 Sternen bei 12 Bewertungen)<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Am besten bewertete Ern\u00e4hrungsberater in deinem Bundesland:<\/strong><\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/di%C3%A4tologen-gesunde-u-kranke\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/di%C3%A4tologen-gesunde-u-kranke\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/di%C3%A4tologen-gesunde-u-kranke\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/di%C3%A4tologen-gesunde-u-kranke\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/di%C3%A4tologen-gesunde-u-kranke\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/di%C3%A4tologen-gesunde-u-kranke\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/di%C3%A4tologen-gesunde-u-kranke\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/di%C3%A4tologen-gesunde-u-kranke\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/di%C3%A4tologen-gesunde-u-kranke\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rumort es nach dem Essen oft im Bauch, stellen sich Bl\u00e4hungen, Durchfall oder auch noch andere Beschwerden ein, verbirgt sich dahinter oft eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit. Wie erkennt man nun aber, welches Nahrungsmittel der K\u00f6rper nicht toleriert? Wer stellt eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit fest und was hilft dagegen? Alles dazu findest du hier. Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit \u2013 was ist das? Als Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit oder Nahrungsmittelhypersensitivit\u00e4t definiert die European Academy of Allergy and Clinical Immunology alle ung\u00fcnstigen (\u00dcber-)Reaktionen des K\u00f6rpers auf bestimmte Nahrung oder deren Inhalts- bzw. Zusatzstoffe. Dazu z\u00e4hlen toxische Reaktionen wie Lebensmittelvergiftungen immunologische Reaktionen wie Nahrungsmittelallergien und die Z\u00f6liakie nicht-immunologische Reaktionen, d. h. Intoleranzen und Pseudoallergien Doch wird der Begriff Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit im Allgemeinen nur f\u00fcr Unvertr\u00e4glichkeitsreaktionen ohne toxischen oder allergischen Hintergrund verwendet. Er bezeichnet ebenso wie der Ausdruck Nahrungsmittelintoleranz das Unverm\u00f6gen des Organismus, bestimmte Nahrungsmittel oder deren Bestandteile zu verdauen. Lebensmittelvergiftungen treten aufgrund der generellen Giftigkeit ihrer Verursacher bei allen Menschen auf, die sie verzehren. Im Gegensatz dazu beruhen Lebensmittelallergien und -unvertr\u00e4glichkeiten auf einer individuellen Empfindlichkeit gegen\u00fcber bestimmten ungiftigen Nahrungsbestandteilen. Wie unterscheidet sich eine Allergie von einer Unvertr\u00e4glichkeit? W\u00e4hrend eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit auf einer fehlerhaften Verarbeitung eines Nahrungsbestandteils im Organismus beruht, stuft bei einer Nahrungsmittelallergie das Immunsystem einen oder mehrere Nahrungsbestandteile f\u00e4lschlicherweise als bedrohlich ein und bek\u00e4mpft ihn\/sie deshalb. Das f\u00fchrt \u2013 u.a. durch Freisetzung bestimmter Botenstoffe (z. B. Histamin) \u2013 zu verschiedenen Symptomen wie etwa tr\u00e4nenden Augen, einem Flie\u00df- oder Stockschnupfen, Asthmaanf\u00e4llen oder Hautausschl\u00e4gen. Wenn auch beide Krankheitsbilder oft \u00e4hnliche Symptome hervorrufen, gibt es doch einen gravierenden Unterschied: Nahrungsmittelallergien k\u00f6nnen, da das Immunsystem involviert ist, schlimmstenfalls zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock f\u00fchren. Intoleranzen nicht. Doch sind auch nicht alle Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten harmlos. Abgesehen davon werden Allergien bereits durch geringste Mengen des jeweiligen Nahrungsmittels ausgel\u00f6st, w\u00e4hrend diese bei Unvertr\u00e4glichkeitsreaktionen oft noch toleriert werden. Und allergische Symptome treten \u2013 je nach Art der Lebensmittelallergie \u2013 nach regelm\u00e4\u00dfigen Zeitabst\u00e4nden auf, wohingegen Unvertr\u00e4glichkeitsreaktionen von Mensch zu Mensch bez\u00fcglich St\u00e4rke und Zeitpunkt stark variieren. Etwa aufgrund unterschiedlicher Restaktivit\u00e4ten eines in seiner Funktion beeintr\u00e4chtigten Enzyms. Wodurch entstehen Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten? Ursachen Eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit kommt durch eine fehlerhafte Verarbeitung eines Nahrungsbestandteils im Organismus zustande. Ursache daf\u00fcr ist entweder eine Malabsorption. Das hei\u00dft, infolge defekter Transportmechanismen findet im Darm eine nur mangelhafte Aufnahme dieses Nahrungsbestandteils statt. Oder eine unzureichende Aktivit\u00e4t bestimmter Enzyme (Katalysatoren im Stoffwechsel) f\u00fchrt dazu, dass der Nahrungsbestandteil nicht oder nur unzureichend aufgespalten bzw. abgebaut werden kann. Welche Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten gibt es? Es gibt mehrere unterschiedliche Intoleranzen gegen\u00fcber Nahrungsmitteln. Die h\u00e4ufigsten sind Laktoseintoleranz (Milchzuckerunvertr\u00e4glichkeit), Fruktoseintoleranz (Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit), Histaminintoleranz Z\u00f6liakie (Glutenunvertr\u00e4glichkeit) Dar\u00fcber hinaus gibt es z. B. auch eine Sorbitintoleranz, Sacharoseintoleranz (Haushaltszuckerunvertr\u00e4glichkeit) und Alkoholintoleranz. H\u00e4ufigste Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit: Laktoseintoleranz Laktose alias Lactose oder Milchzucker ist ein Bestandteil der Milch von S\u00e4ugetieren wie Kuh, Schaf, Ziege oder Pferd. Somit ist sie au\u00dfer in Milch auch in Milchprodukten wie etwa K\u00e4se, Molke, Milchpulver, Milchreis, Pudding, Kondensmilch, Trinkkakao, Milchspeiseeis sowie Schokolade enthalten. Und in vielen anderen Lebensmitteln. Auch in solchen, wo man sie kaum vermuten w\u00fcrde. Diese \u201cversteckte Laktose\u201c findet man etwa in mariniertem Fleisch, Wurstprodukten, Brot, Teigwaren, S\u00fc\u00dfigkeiten und Fertiggerichten. Normalerweise wird Milch durch das im D\u00fcnndarm produzierte Enzym Laktase in Galaktose (Schleimzucker) [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":175,"featured_media":178100,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[247],"tags":[],"acf":[],"yoast_head":"\n<title>Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit: Infos, Symptome, Diagnose - HEROLD.at<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Alle Infos zu Gluten- Laktose-, Fruktose- und Histaminunvertr\u00e4glichkeiten! 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