{"id":162151,"date":"2021-02-17T10:00:04","date_gmt":"2021-02-17T09:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=162151"},"modified":"2021-03-09T13:02:23","modified_gmt":"2021-03-09T12:02:23","slug":"sozialphobie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/sozialphobie\/","title":{"rendered":"Sozialphobie: Ursachen, Anzeichen &amp; Behandlung"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_178217\" aria-describedby=\"caption-attachment-178217\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Sozialphobie-164651780.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-178217\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Sozialphobie-164651780.jpg\" alt=\"Sozialphobie\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Sozialphobie-164651780.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Sozialphobie-164651780-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Sozialphobie-164651780-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-178217\" class=\"wp-caption-text\">Was ist Sozialphobie und wie wirkt sie sich in Beruf, Privatleben und Beziehung aus? Alle Informationen in unserem Ratgeber. Foto: Adobe Stock, (c) Rawpixel.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Unter <strong>Sozialphobie bzw. sozialer Phobie<\/strong> versteht man eine psychische Erkrankung, bei der Betroffene aus Angst vor Blamage und negativer Bewertung soziale Kontakte und \u00f6ffentliche Situationen meiden. W\u00e4hrend einige Menschen von Natur aus eher kontaktfreudig und andere eher sch\u00fcchtern sind, handelt es sich bei sozialer Phobie um eine <strong>ernste St\u00f6rung<\/strong>, die f\u00fcr Sozialphobiker eine gro\u00dfe Belastung darstellt. In unserer \u00dcbersicht findest du alle Informationen zu <strong>Symptomen, Therapie und Auswirkungen<\/strong> der St\u00f6rung.<\/p>\n\n<h2><strong>Sozialphobie \u2013 was ist das?<\/strong><\/h2>\n<p>Die Sozialphobie geh\u00f6rt zu den <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/angststoerung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Angstst\u00f6rungen<\/a>, also einer Gruppe psychischer Erkrankungen, die sich durch <strong>\u00fcbertriebene Furcht<\/strong> auszeichnen, ohne dass eine echte Bedrohung vorliegen w\u00fcrde. Im Gegensatz zu einer <strong>generalisierten Angstst\u00f6rung<\/strong>, bei der Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Zittern und Anspannung ohne konkrete Ursache auftreten k\u00f6nnen, richtet sich die Angst bei einer Phobie auf einen <strong>bestimmten Ausl\u00f6ser<\/strong> (z.B. offene Pl\u00e4tze und Menschenmassen bei <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/agoraphobie-ueberwinden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Agoraphobie<\/a>).<\/p>\n<p>Menschen mit sozialer Phobie f\u00fcrchten sich vor der <strong>Bewertung durch andere<\/strong> und davor, ihre Erwartungen nicht erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Die Vorstellung, in eine peinliche Situation zu geraten, f\u00fchrt zu extremer Hemmung und kann sogar zu v\u00f6lligem <strong>sozialen R\u00fcckzug<\/strong> und Isolation f\u00fchren. Generell l\u00e4sst sich soziale Phobie als <strong>Furcht vor dem Kontakt mit anderen Menschen<\/strong> beschreiben, sowie insbesondere Situationen in denen ein Betroffener in das Zentrum der Aufmerksamkeit geraten w\u00fcrde, wie etwa Referate, Vorstellungsgespr\u00e4che oder auch Dates und private Treffen.<\/p>\n<div class=\"content-box-yellow\">Die soziale Angstst\u00f6rung wurde fr\u00fcher als soziale Neurose bezeichnet, die sich als krankhafte Sch\u00fcchternheit bemerkbar macht. Erst in den 1980er-Jahren wurde sie in die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD) der WHO aufgenommen. Heute wird auch vermehrt die Bezeichnung <strong>soziale Angstst\u00f6rung<\/strong> verwendet, um die Erkrankung von normaler Sch\u00fcchternheit abzugrenzen.<\/div>\n<p>Soziale Phobie z\u00e4hlt zu den <strong>h\u00e4ufigsten psychischen Erkrankungen<\/strong>: Sch\u00e4tzungsweise zwischen <strong>2 und 10 Prozent der Bev\u00f6lkerung<\/strong> sind von sozialen \u00c4ngsten betroffen. Hinsichtlich der Intensit\u00e4t der Beschwerden kann es gro\u00dfe Unterschiede geben, was genaue Angaben schwierig macht. Betroffene f\u00fchlen sich ihrer Angst oft ausgeliefert und nehmen keine Therapie in Anspruch, da auch die Behandlungssituation und das Gespr\u00e4ch mit dem Therapeuten furchteinfl\u00f6\u00dfend wirkt. So kann es zu einem chronischen Verlauf und starken Einschr\u00e4nkungen der Lebensqualit\u00e4t kommen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_230612\" aria-describedby=\"caption-attachment-230612\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-230612 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Sozialphobie-Adobe-Stock-c-Good-Studio.jpg\" alt=\"Darstellung von Party und introvertierter Person die peinlich ber\u00fchrt an der Seite steht.\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Sozialphobie-Adobe-Stock-c-Good-Studio.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Sozialphobie-Adobe-Stock-c-Good-Studio-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Sozialphobie-Adobe-Stock-c-Good-Studio-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-230612\" class=\"wp-caption-text\">Soziale Phobie bedeutet f\u00fcr Betroffene oft starken R\u00fcckzug und macht eine normale Teilnahme am gesellschaftlichen Leben unm\u00f6glich. Foto: Adobe Stock, (c) Good Studio<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Wie entsteht eine Sozialphobie? Ursachen <\/strong><\/h3>\n<p>Warum sich eine soziale Phobie entwickelt, ist <strong>nicht genau bekannt<\/strong>. Als <strong>m\u00f6gliche Ausl\u00f6ser<\/strong> bzw. beg\u00fcnstigende Umst\u00e4nde gelten Faktoren wie:<\/p>\n<ul>\n<li>eine erbliche Veranlagung, da soziale Phobien in bestimmten Familien geh\u00e4uft auftreten<\/li>\n<li>\u00fcberbeh\u00fctendes, kontrollierendes oder zur\u00fcckweisendes Verhalten der Eltern<\/li>\n<li>traumatische Erlebnisse in der Kindheit<\/li>\n<li>negative Gedanken, die als Teufelskreis zu einer st\u00e4rkeren Besch\u00e4ftigung mit dem eigenen Verhalten f\u00fchren (\u00dcberanalyse)<\/li>\n<li>St\u00f6rungen im Serotonin- und Dopaminsystem (Botenstoffe im Gehirn)<\/li>\n<li>Auff\u00e4lligkeiten im Bereich von Hirnarealen, die mit der Selbstkontrolle und Regulierung von Emotionen zusammenh\u00e4ngen<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Wer bekommt eine Sozialphobie?<\/strong><\/h3>\n<p>Die Erkrankung tritt meistens zwischen dem <strong>zehnten und 20. Lebensjahr<\/strong> in Erscheinung. F\u00fcr Kinder ist eine gewisse Zur\u00fcckgezogenheit und Sch\u00fcchternheit im Verlauf ihrer Entwicklung jedoch als normal anzusehen, weswegen eine <strong>Diagnose<\/strong> meist erst bei stark vermeidendem Verhalten, \u00fcbertriebenen \u00c4ngsten beziehungsweise entsprechendem Leidensdruck m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig entwickelt sich die Erkrankung nach einer einpr\u00e4gsamen, <strong>traumatischen Erfahrung<\/strong>, wie etwa einem belastenden Lebensereignis (z. B. Tod eines Angeh\u00f6rigen, Trennung) oder Problemen wie Ausgrenzung, Mobbing oder Dem\u00fctigung in der Schule. Durch ein solches Trauma entwickeln betroffene ein <strong>verzerrtes Selbstbild<\/strong> und eine <strong>erh\u00f6hte Selbstaufmerksamkeit<\/strong>.<\/p>\n<p>St\u00f6rungen dieser Art k\u00f6nnen sich jedoch auch ohne ein konkretes Trauma entwickeln. H\u00e4ufig leiden etwa sehr <strong>perfektionistische <\/strong>und <strong>selbstkritische<\/strong> Personen, die zus\u00e4tzlich gro\u00dfen Wert auf das Urteil anderer legen, an einer sozialen Phobie. Oder Menschen, die \u00fcber ein <strong>geringes<\/strong> <strong>Selbstwertgef\u00fchl <\/strong>verf\u00fcgen, sowie Personen mit \u00fcberh\u00f6hten Erwartungen an sich selbst und Katastrophenphantasien bez\u00fcglich der Auswirkungen des eigenen Verhaltens (zum Beispiel die Vorstellung einer m\u00f6glichen Blamage).<\/p>\n<p>Dass Frauen sind von sozialen Angstst\u00f6rungen h\u00e4ufiger betroffen sind als M\u00e4nner, erkl\u00e4ren Experten damit, dass sie sich im Berufsleben noch immer gegen\u00fcber dem m\u00e4nnlichen Geschlecht beweisen und behaupten m\u00fcssen. Abgesehen davon sehen sie sich \u2013 dank dem von Medien vermittelten Frauenbild \u2013 einer <strong>strengeren Bewertung hinsichtlich ihres \u00c4u\u00dferen<\/strong> ausgesetzt. Dahingegen nehmen M\u00e4nner <strong>seltener Hilfe in Anspruch<\/strong>, da sie eine Therapie f\u00e4lschlicherweise als Zeichen von Schw\u00e4che sehen. Sie scheinen daher in Statistiken seltener auf.<\/p>\n<figure id=\"attachment_178307\" aria-describedby=\"caption-attachment-178307\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-204617422.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-178307 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-204617422.jpg\" alt=\"\u00c4ngstliche junge Frau sitzt alleine und einsam in einem Cafe.\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-204617422.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-204617422-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-204617422-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-178307\" class=\"wp-caption-text\">Menschen mit Sozialphobie haben Furcht vor dem Kontakt mit anderen Menschen. Foto: Adobe Stock, (c) Vladimir<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Wie zeigt sich eine Sozialphobie?<\/strong><\/h2>\n<p>Eine soziale Phobie f\u00fchrt dazu, dass die Interaktion mit anderen Menschen von einer \u00fcbertriebenen Angst und der <strong>Sorge vor Versagen, Dem\u00fctigung und Blamage<\/strong> gepr\u00e4gt ist. Sozialphobiker empfinden Situationen, in denen sie von anderen gemustert, kritisiert oder abgewiesen werden k\u00f6nnten, als sehr belastend, weil sie sie als Bedrohung des eigenen Selbstwertes erleben. Sie haben Angst, vermeintliche Fehler zu machen, sich ungeschickt oder besch\u00e4mend zu verhalten bzw. in irgendeiner Form negative Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Und sie f\u00fcrchten sich vor <strong>Erniedrigung, Dem\u00fctigung <\/strong>und<strong> Kr\u00e4nkung<\/strong>.<\/p>\n<p>Sprechen, Schreiben oder Essen in der \u00d6ffentlichkeit ist ihnen oft peinlich und bereitet Unbehagen. Auch das Kn\u00fcpfen von intimen Beziehungen f\u00e4llt Betroffenen meist schwer, da das Kennenlernen mit viel engem Kontakt verbunden ist. Da sie f\u00fcrchten, der Bewertung durch andere ausgesetzt zu sein, Erwartungen anderer nicht zu erf\u00fcllen und auf Ablehnung zu sto\u00dfen, meiden sie <strong>gesellschaftliche Zusammenk\u00fcnfte<\/strong> und gehen angstausl\u00f6senden Situationen aus dem Weg.<\/p>\n<p>Je nach Intensit\u00e4t der St\u00f6rung kann diese Vermeidung zun\u00e4chst nur gro\u00dfe bzw. intensive soziale Situationen betreffen, etwa Partys, Vortr\u00e4ge, Arztbesuche und Pr\u00fcfungen. In weiterer Folge k\u00f6nnen aber auch allt\u00e4gliche und vermeintlich harmlose Situationen, wie mit einem Nachbarn zu plaudern oder in einem Restaurant zu bestellen, Angst bereiten.<\/p>\n<h3><strong>Welche k\u00f6rperlichen Symptome treten bei Sozialphobie auf?<\/strong><\/h3>\n<p>Angst ist keine rein psychische Angelegenheit, sondern ist mit <strong>zahlreichen k\u00f6rperlichen Begleiterscheinungen<\/strong> verbunden. Bei vielen dieser Symptome handelt es sich um unbewusste Reaktionen, die in ihrer urspr\u00fcnglichen Form der <strong>Bew\u00e4ltigung einer Bedrohung<\/strong> dienen. Da die Phobie dazu f\u00fchrt, dass gew\u00f6hnliche Situationen f\u00e4lschlicherweise als lebensbedrohlich bewertet werden, geht diese Reaktion jedoch ins Leere bzw. steigert die peinliche Beklemmung der Betroffenen zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p>H\u00e4ufige<strong> k\u00f6rperliche Beschwerden<\/strong>, die bei sozialen Phobien auftreten:<\/p>\n<ul>\n<li>Hitzewallungen bzw. Schwei\u00dfausbr\u00fcche<\/li>\n<li>Zittern<\/li>\n<li>Err\u00f6ten<\/li>\n<li>\u00dcbelkeit oder W\u00fcrgereiz<\/li>\n<li>Herzrasen<\/li>\n<li>Atemnot<\/li>\n<li>Muskelverspannungen<\/li>\n<li>Schwindel<\/li>\n<li>Harndrang oder Durchfall<\/li>\n<li>Beklemmungsgef\u00fchle in der Brust<\/li>\n<li>Kopfdruck bzw. Kopfschmerzen<\/li>\n<li>flaues Gef\u00fchl im Magen<\/li>\n<li>Mundtrockenheit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Oft f\u00fchrt die Konzentration auf sich selbst bzw. die k\u00f6rperlichen Beschwerden zu deren Verschlimmerung bis hin zu einer Panikattacke. Auch <strong>kognitive Symptome<\/strong> wie Gedankenkreisen, Derealisation (abnorme oder verfremdete Wahrnehmung von Umgebung, Personen und Gegenst\u00e4nden) und Depersonalisation (Selbstentfremdung) k\u00f6nnen vorkommen.<\/p>\n<h4><strong>Der Spotlight-Effekt<\/strong><\/h4>\n<p>Typisch ist auch der sogenannte <strong>Spotlight-Effekt<\/strong>. Er bezeichnet die Einbildung, dass andere Menschen einem viel mehr <strong>Aufmerksamkeit<\/strong> widmen, als es tats\u00e4chlich der Fall ist. Zudem macht Menschen mit sozialer Phobie unruhig, dass man ihnen ihre Angst und Nervosit\u00e4t ansehen k\u00f6nnte, was ihre Phobie oft noch verst\u00e4rkt. Die <strong>Angst vor der Angst<\/strong> ist eine h\u00e4ufige Begleiterscheinung von Phobien. Dadurch kommt es erst recht zu einer Sprechhemmung und h\u00e4ufigen Versprechern. Die Symptome k\u00f6nnen sich bis hin zu <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/panikattacken-angst-loswerden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Panikattacken<\/a> steigern.<\/p>\n<p>Dass ihre Angst unbegr\u00fcndet oder \u00fcbertrieben ist, wissen viele Soziophobiker, doch hat sie so intensiven Charakter, dass sich die davon Befallenen kaum aus eigener Kraft befreien k\u00f6nnen. So verharren sie in ununterbrochener Gr\u00fcbelei, negativer Selbstbeobachtung und schmerzhaften Minderwertigkeitsgef\u00fchlen. Oft in Kombination mit <strong>Verhaltensauff\u00e4lligkeiten<\/strong> wie Einsilbigkeit und eingeschr\u00e4nkten oder verlangsamten Bewegungen. Sie wollen nicht auffallen und verhalten sich daher unauff\u00e4llig. Oft wirken sie auf andere ruhig und kompetent, f\u00fchlen sich selbst aber klein, hilflos oder ver\u00e4ngstigt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_230609\" aria-describedby=\"caption-attachment-230609\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-230609 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Sozialphobie-Adobe-Stock-c-motortion.jpg\" alt=\"Frau mit sozialen Phobien und Depression hat Furcht in \u00d6ffentlichkeit.\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Sozialphobie-Adobe-Stock-c-motortion.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Sozialphobie-Adobe-Stock-c-motortion-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Sozialphobie-Adobe-Stock-c-motortion-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-230609\" class=\"wp-caption-text\">Die Auswirkungen der Angstst\u00f6rung k\u00f6nnen von Herzrasen und Zittern bis hin zu Panikattacken reichen. Foto: Adobe Stock, (c) motortion<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Welche Arten von Sozialphobie gibt es?<\/strong><\/h3>\n<p>Wird eine soziale Phobie diagnostiziert, handelt es sich dabei in der Regel um eine <strong>generalisierte Sozialphobie<\/strong>. Das bedeutet, dass die Angst vor sozialen Kontakten alle zwischenmenschlichen Situationen betrifft und negativ beeinflusst. In seltenen F\u00e4llen kann es auch zu einer <strong>spezifischen sozialen Phobie<\/strong> kommen: Darunter versteht man eine Phobie, die sehr konkrete Handlungen betrifft (etwa vor anderen sprechen zu m\u00fcssen).<\/p>\n<p>Wichtig ist zudem die Unterscheidung der sozialen Phobie und der <strong>selbstunsicheren Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung<\/strong> (ICD F60.6). Bei diesem St\u00f6rungsbild, auch als \u00e4ngstlich-vermeidende Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung bekannt, steht ein grunds\u00e4tzliches <strong>Gef\u00fchl der Minderwertigkeit<\/strong> im Zentrum. Die Abgrenzung f\u00e4llt jedoch h\u00e4ufig schwierig, da das geringe Selbstvertrauen auch in diesem Fall zum Vermeiden sozialer Kontakte f\u00fchrt. Jedoch ist das Unbehagen dabei weniger stark auf sozialen Kontakt beschr\u00e4nkt und tritt h\u00e4ufig schon im <strong>fr\u00fchen Kinder- bzw. Jugendalter<\/strong> in Erscheinung.<\/p>\n<h3><strong>Welche Folgen hat eine Sozialphobie?<\/strong><\/h3>\n<p>Die sozialen Einschr\u00e4nkungen durch die Phobie werden nicht nur von Patienten als <strong>emotionale Belastung<\/strong> empfunden, sondern wirken sich durch Vermeidung und Isolation negativ auf das gesamte Leben aus. Die <strong>m\u00f6glichen Konsequenzen<\/strong> m\u00f6chten wir dir hier n\u00e4her vorstellen.<\/p>\n<p>Neben den Effekten der sozialen Phobie ist dabei auch die <strong>Komorbidit\u00e4t<\/strong> erheblich, also das kombinierte Auftreten verschiedener psychischer Erkrankungen. <strong>Angstst\u00f6rungen<\/strong> treten nicht nur untereinander h\u00e4ufig in Kombination auf, sondern ebenso in Verbindung mit anderen psychischen St\u00f6rungen wie <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/depression-symptome-behandlung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Depression<\/a>. Verschiedene <strong>Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen<\/strong> k\u00f6nnen das Auftreten von sozialer Phobie beg\u00fcnstigen, darunter etwa die Aufmerksamkeitsst\u00f6rung <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/adhs-spezialisten-oesterreich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">ADHS<\/a>. Auch eine <strong>Abh\u00e4ngigkeit<\/strong> von <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/alkoholsucht-anzeichen-therapie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Alkohol<\/a> oder Drogen l\u00e4sst sich vermehrt beobachten, mit denen Betroffene versuchen ihre Symptome zu \u00fcberdecken (&#8220;self-medicating&#8221;).<\/p>\n<h4>Auswirkungen im Beruf<\/h4>\n<p>Wer keine Aufmerksamkeit erregen m\u00f6chte, hat es verst\u00e4ndlicherweise schwer, im Verlauf seiner Karriere <strong>positiv aufzufallen<\/strong>. Es beginnt mit dem <strong>Vorstellungsgespr\u00e4ch<\/strong>, das f\u00fcr Sozialphobiker als Pr\u00fcfungs- bzw. Bewertungssituation oft als sehr furchteinfl\u00f6\u00dfend empfunden wird. Es f\u00e4llt ihnen schwer sich selbst zu pr\u00e4sentieren und bei kritischen Fragen nicht in Panik zu geraten.<\/p>\n<p>Auch eine erfolgreiche Anstellung ist oft mit Schwierigkeiten verbunden. So haben Menschen mit sozialer Phobie oft Probleme dabei, sich ausreichend einzubringen oder ihre Meinung durchzusetzen. Auch das Umfeld stellt bei ihrer Berufswahl oft eine erhebliche Einschr\u00e4nkung dar: Ein <strong>Gro\u00dfraumb\u00fcro<\/strong> oder eine stark besetzte Abteilung sind keine ideale Umgebung f\u00fcr Soziophobiker.<\/p>\n<h4>Auswirkungen in Beziehungen<\/h4>\n<p>Zwar sehnen sich auch Betroffene von sozialer Phobie in der Regel nach<strong> Intimit\u00e4t und romantischen Beziehungen<\/strong>, diese mit anderen zu kn\u00fcpfen ist f\u00fcr sie aber nicht einfach. Schon das <strong>Kennenlernen<\/strong> neuer Partner kann ein Problem darstellen, wenn man aufgrund der gro\u00dfen Besucherzahl Lokale wie Bars oder Clubs lieber meidet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend einer Beziehung werden Partner mit einer sozialen Phobie oft als <strong>still und konfliktscheu<\/strong> erlebt. Oft vermeiden sie es, Probleme anzusprechen, um so keinen Streit auszul\u00f6sen. Es handelt sich jedoch um keine langfristig effektive Strategie, da Spannungen so oft immer weiter anwachsen, anstatt gemeinsam gekl\u00e4rt zu werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_178328\" aria-describedby=\"caption-attachment-178328\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-268298849.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-178328 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-268298849.jpg\" alt=\"Junge Frau in B\u00fcro-Setting beim Sprechen mit Kollegen.\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-268298849.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-268298849-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-268298849-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-178328\" class=\"wp-caption-text\">Soziale Phobien k\u00f6nnen \u00fcberwunden werden, wenn man daran arbeitet. Foto: Adobe Stock, (c) Look!<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Was hilft bei Sozialphobie?<\/h2>\n<p>Gerade Sozialphobikern f\u00e4llt es schwer, <strong>\u00fcber Probleme zu reden<\/strong>. Viele halten ihre \u00c4ngste f\u00fcr unab\u00e4nderliche Charaktereigenschaften. Oder sie f\u00fcrchten, einem beobachtenden, wertenden Therapeuten ausgeliefert zu sein, was genau ihrer Grundangst entspricht. Ebenso behagt es einigen nicht, vielleicht von ihrer Umgebung als psychisch gest\u00f6rt <strong>stigmatisiert<\/strong> zu werden.<\/p>\n<p>So kommt es, dass sich viele Menschen mit sozialer Phobie keine fachgerechte Hilfe suchen. Deshalb m\u00f6chten wir es noch einmal in aller Deutlichkeit sagen: Soziale Phobie ist ein <strong>ernste St\u00f6rung<\/strong> und sollte <strong>nicht unbehandelt bleiben<\/strong>! Durch die professionelle Hilfe eines Psychotherapeuten l\u00e4sst sich eine <strong>deutliche Erleichterung<\/strong> erzielen, durch die sich f\u00fcr Betroffene neue M\u00f6glichkeiten und Perspektiven ergeben. Anstatt sich zur\u00fcckzuziehen, ist so ein reichhaltiges und erf\u00fclltes Leben mit weniger Sorgen m\u00f6glich.<\/p>\n<h3><strong>Wie wird Sozialphobie erkannt? Diagnose<\/strong><\/h3>\n<p>Bei Verdacht auf eine Angstst\u00f6rung kannst du dich an einen Therapeuten bzw. Psychologen wenden, um eine <strong>psychologische Testung<\/strong> durchzuf\u00fchren. Am Beginn der Diagnostik steht ein Gespr\u00e4ch, in dem das Ausma\u00df der Phobie ermittelt und gleichzeitig gekl\u00e4rt wird, ob zus\u00e4tzlich oder stattdessen <strong>andere psychische Erkrankungen<\/strong> wie z. B. Depressionen, eine generalisierte Angstst\u00f6rung oder Panikattacken vorliegen. Dabei k\u00f6nnen <strong>Hilfsmittel<\/strong> wie die <a href=\"http:\/\/www.angst-auskunft.de\/Soziale-Phobie-Liebowitz-Skala.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Soziale-Phobie-Skala<\/a> oder ein vom Patienten gef\u00fchrtes <a href=\"https:\/\/www.ellviva.de\/files\/PDF_VG82_S47u48_Angsttagebuch.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Angsttagebuch<\/a> zum Einsatz kommen.<\/p>\n<p>Aufgrund der <strong>flie\u00dfenden Grenzen<\/strong> kann es schwer sein, zwischen Sch\u00fcchternheit, noch normaler sozialer Gehemmtheit und Sozialphobie zu unterscheiden. Deshalb sollte die <strong>Diagnose durch einen Experten<\/strong> erfolgen. F\u00fcr die folgende Therapie ist es jedoch letztlich nicht zentral, welche Klassifizierung die St\u00f6rung bekommt. Je nach deinen pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnissen l\u00e4sst sich unabh\u00e4ngig von der <strong>Intensit\u00e4t der Beschwerden<\/strong> eine Verbesserung erzielen.<\/p>\n<h3>Eindeutige Anzeichen von Sozialphobie<\/h3>\n<p>Ein sicheres Anzeichen f\u00fcr die Erkrankung ist, wenn der Patient bestimmte T\u00e4tigkeiten alleine furchtlos ausf\u00fchren kann, in Gegenwart anderer dabei aber Angst erlebt. Die Diagnose soziale Phobie trifft jedenfalls dann zu, wenn ungew\u00f6hnlich starke \u00c4ngste zu einem verh\u00e4ngnisvollen <strong>Vermeidungsverhalten<\/strong> in bestimmten Situationen f\u00fchren. Das hei\u00dft, deine <strong>\u00c4ngste<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>sind intensiv und bestehen seit mindestens <strong>sechs Monaten<\/strong>.<\/li>\n<li>betreffen eine oder mehrere <strong>gesellschaftliche Situationen<\/strong> und zwar fast immer die gleichen.<\/li>\n<li>beruhen auf der Angst vor <strong>negativer Bewertung<\/strong> durch andere<\/li>\n<li>f\u00fchren zu <strong>Verhaltens\u00e4nderungen<\/strong>, die auf ein Meiden der Situation(en) abzielen.<\/li>\n<li>stehen in keinem Verh\u00e4ltnis zu tats\u00e4chlichen Gefahren<\/li>\n<li>f\u00fchren zu <strong>starkem Stress<\/strong> oder einer beeintr\u00e4chtigten Funktionsf\u00e4higkeit.<\/li>\n<\/ul>\n<figure id=\"attachment_178319\" aria-describedby=\"caption-attachment-178319\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-250412712.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-178319 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-250412712.jpg\" alt=\"Patienten in Therapie lernt Umgang mit psychischen St\u00f6rungen.\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-250412712.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-250412712-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Sozialphobie-250412712-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-178319\" class=\"wp-caption-text\">Psychotherapie ist ein wichtiges Werkzeug bei der erfolgreichen Behandlung von Sozialphobie. Foto: Adobe Stock, (c) Yakobchuk Olena<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Wie wird die Sozialphobie behandelt?<\/strong><\/h3>\n<p>Wie bei den meisten psychischen Erkrankungen ist Psychotherapie ein entscheidendes Werkzeug f\u00fcr die erfolgreiche Behandlung. Eine gute Methode hierf\u00fcr ist die sogenannte <strong>kognitive Verhaltenstherapie<\/strong>. Sie zielt darauf ab, durch eine Ver\u00e4nderung des Verhaltens auch zugrundeliegende Denkmuster zu ver\u00e4ndern. Wichtig f\u00fcr den Therapieerfolg ist dabei vor allem, dass der Sozialphobiker ein vertrauensvolles Verh\u00e4ltnis zu seinem Therapeuten hat. Das Gef\u00fchl, Vertrauen aufbauen zu k\u00f6nnen, sollte daher das wichtigste Kriterium bei der Auswahl des Therapeuten sein.<\/p>\n<div class=\"content-box-yellow\">Auf der Suche nach einem guten Psychotherapeuten? In unserem Ratgeber findest du die <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/psychotherapie-wien-empfehlung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">besten Therapeuten in Wien<\/a>!<\/div>\n<h4><strong>Kognitive Verhaltenstherapie<\/strong><\/h4>\n<p>Bei dieser Form von Psychotherapie geht es darum, durch Verhaltensexperimente <strong>negative Gedankenspiralen<\/strong> bewusst zu machen, sie zu \u00fcberpr\u00fcfen und durch angemessene Bewertungen zu ersetzen, um die verzerrte Selbstwahrnehmung zu korrigieren. Damit verbunden ist, gewisse Risiken einzugehen, Fehler und Ablehnung ertragen zu lernen, eventuelle Perfektionsanspr\u00fcche aufzugeben, sich zu akzeptieren und unabh\u00e4ngiger von der Meinung anderer zu machen.<\/p>\n<p>Im Fall von sozialer Phobie bedeutet das, <strong>sich in angsterzeugende Situationen<\/strong> <strong>zu<\/strong> <strong>begeben<\/strong>, statt sie wie bisher zu meiden. Dabei gilt es, w\u00e4hrenddessen auftretende \u00c4ngste oder Symptome zuzulassen. Vor allem aber, so lange in der angstausl\u00f6senden Situation zu bleiben bzw. sich in ihr zu \u00fcben, bis die Furcht abnimmt und die Beschwerden schwinden.<\/p>\n<p>Die kognitive Verhaltenstherapie kann auch im Rahmen einer Gruppentherapie angewendet werden. Oder als <strong>Expositionstherapie<\/strong>. Letztere umfasst konkrete <strong>\u00dcbungen<\/strong>, mit deren Hilfe der Sozialphobiker lernt, <strong>gef\u00fcrchtete Situationen aktiv<\/strong> <strong>zu<\/strong> <strong>meistern<\/strong>. Dabei erkennt er \u00fcblicherweise, dass nichts Schlimmes passiert, wenn er sich \u2013 scheinbar oder auch tats\u00e4chlich \u2013 blamiert oder \u201cauff\u00fchrt\u201c. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise <strong>Mittelpunkts-, Ansprech- oder Blamier\u00fcbungen<\/strong>. Oder auch zu trainieren, Forderungen zu stellen.<\/p>\n<p>Eine solche <strong>Mittelpunkts\u00fcbung<\/strong> besteht etwa darin, sich an einem \u00f6ffentlichen Ort wie z. B. in einem gr\u00f6\u00dferen Gesch\u00e4ft, Verkehrsmittel oder auf der Stra\u00dfe, gegenseitig etwas zuzurufen. Eine <strong>Ansprech\u00fcbung<\/strong> w\u00e4re, auf der Stra\u00dfe jemanden nach der Uhrzeit oder dem Weg zu fragen. In einem Supermarkt an der Kasse etwas zur\u00fcckstellen zu lassen, weil das mitgebrachte Geld nicht reicht, z\u00e4hlt z. B. zu den <strong>Blamier\u00fcbungen<\/strong>.<\/p>\n<h4><strong>Antidepressiva<\/strong><\/h4>\n<p>Reicht die psychotherapeutische Behandlung nicht aus oder ist die St\u00f6rung schon weit fortgeschritten, sodass der Sozialphobiker zum Beispiel das Haus nicht mehr verl\u00e4sst, k\u00f6nnen auch vor\u00fcbergehend <strong>Medikamente<\/strong> zum Einsatz kommen. Meist sind es <strong>Antidepressiva<\/strong>, die die Stimmung aufhellen und dazu beitragen, die negativen Gedanken zu beherrschen.<\/p>\n<p>Bei akutem Angstanfall k\u00f6nnen auch <strong>Beruhigungsmittel<\/strong>, sogenannte Benzodiazepine, verwendet werden, die aber abh\u00e4ngig machen k\u00f6nnen und daher h\u00f6chstens kurzfristig genommen werden sollten. Auch k\u00f6nnen Benzodiazepine die Erkrankung nicht urs\u00e4chlich behandeln. Sie d\u00e4mpfen lediglich die Angst f\u00fcr eine gewisse Zeit.<\/p>\n<h4><strong>Weitere Therapieans\u00e4tze<\/strong><\/h4>\n<p>Unterst\u00fctzend zu einer Psychotherapie oder medikament\u00f6sen Behandlung wirken <strong>k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4ten<\/strong> und <strong>Entspannungsmethoden<\/strong> wie <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/autogenes-training\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Autogenes Training<\/a> oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson angstlindernd. Auch lassen sich soziale Kompetenzen mit einem entsprechenden Training verfestigen. N\u00fctzlich kann auch die Teilnahme an einer <strong>Selbsthilfegruppe<\/strong> f\u00fcr Menschen mit sozialer Phobie sein.<\/p>\n<h3><strong>Am besten bewertete Psychotherapeuten in deinem Bundesland:<\/strong><\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/psychotherapie\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/psychotherapie\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/psychotherapie\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/psychotherapie\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/psychotherapie\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/psychotherapie\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/psychotherapie\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/psychotherapie\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/psychotherapie\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter Sozialphobie bzw. sozialer Phobie versteht man eine psychische Erkrankung, bei der Betroffene aus Angst vor Blamage und negativer Bewertung soziale Kontakte und \u00f6ffentliche Situationen meiden. W\u00e4hrend einige Menschen von Natur aus eher kontaktfreudig und andere eher sch\u00fcchtern sind, handelt es sich bei sozialer Phobie um eine ernste St\u00f6rung, die f\u00fcr Sozialphobiker eine gro\u00dfe Belastung darstellt. In unserer \u00dcbersicht findest du alle Informationen zu Symptomen, Therapie und Auswirkungen der St\u00f6rung. Sozialphobie \u2013 was ist das? Die Sozialphobie geh\u00f6rt zu den Angstst\u00f6rungen, also einer Gruppe psychischer Erkrankungen, die sich durch \u00fcbertriebene Furcht auszeichnen, ohne dass eine echte Bedrohung vorliegen w\u00fcrde. Im Gegensatz zu einer generalisierten Angstst\u00f6rung, bei der Symptome wie Herzrasen, Schwindel, Zittern und Anspannung ohne konkrete Ursache auftreten k\u00f6nnen, richtet sich die Angst bei einer Phobie auf einen bestimmten Ausl\u00f6ser (z.B. offene Pl\u00e4tze und Menschenmassen bei Agoraphobie). Menschen mit sozialer Phobie f\u00fcrchten sich vor der Bewertung durch andere und davor, ihre Erwartungen nicht erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen. Die Vorstellung, in eine peinliche Situation zu geraten, f\u00fchrt zu extremer Hemmung und kann sogar zu v\u00f6lligem sozialen R\u00fcckzug und Isolation f\u00fchren. Generell l\u00e4sst sich soziale Phobie als Furcht vor dem Kontakt mit anderen Menschen beschreiben, sowie insbesondere Situationen in denen ein Betroffener in das Zentrum der Aufmerksamkeit geraten w\u00fcrde, wie etwa Referate, Vorstellungsgespr\u00e4che oder auch Dates und private Treffen. Die soziale Angstst\u00f6rung wurde fr\u00fcher als soziale Neurose bezeichnet, die sich als krankhafte Sch\u00fcchternheit bemerkbar macht. Erst in den 1980er-Jahren wurde sie in die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD) der WHO aufgenommen. Heute wird auch vermehrt die Bezeichnung soziale Angstst\u00f6rung verwendet, um die Erkrankung von normaler Sch\u00fcchternheit abzugrenzen. Soziale Phobie z\u00e4hlt zu den h\u00e4ufigsten psychischen Erkrankungen: Sch\u00e4tzungsweise zwischen 2 und 10 Prozent der Bev\u00f6lkerung sind von sozialen \u00c4ngsten betroffen. Hinsichtlich der Intensit\u00e4t der Beschwerden kann es gro\u00dfe Unterschiede geben, was genaue Angaben schwierig macht. Betroffene f\u00fchlen sich ihrer Angst oft ausgeliefert und nehmen keine Therapie in Anspruch, da auch die Behandlungssituation und das Gespr\u00e4ch mit dem Therapeuten furchteinfl\u00f6\u00dfend wirkt. So kann es zu einem chronischen Verlauf und starken Einschr\u00e4nkungen der Lebensqualit\u00e4t kommen. Wie entsteht eine Sozialphobie? Ursachen Warum sich eine soziale Phobie entwickelt, ist nicht genau bekannt. Als m\u00f6gliche Ausl\u00f6ser bzw. beg\u00fcnstigende Umst\u00e4nde gelten Faktoren wie: eine erbliche Veranlagung, da soziale Phobien in bestimmten Familien geh\u00e4uft auftreten \u00fcberbeh\u00fctendes, kontrollierendes oder zur\u00fcckweisendes Verhalten der Eltern traumatische Erlebnisse in der Kindheit negative Gedanken, die als Teufelskreis zu einer st\u00e4rkeren Besch\u00e4ftigung mit dem eigenen Verhalten f\u00fchren (\u00dcberanalyse) St\u00f6rungen im Serotonin- und Dopaminsystem (Botenstoffe im Gehirn) Auff\u00e4lligkeiten im Bereich von Hirnarealen, die mit der Selbstkontrolle und Regulierung von Emotionen zusammenh\u00e4ngen Wer bekommt eine Sozialphobie? Die Erkrankung tritt meistens zwischen dem zehnten und 20. Lebensjahr in Erscheinung. F\u00fcr Kinder ist eine gewisse Zur\u00fcckgezogenheit und Sch\u00fcchternheit im Verlauf ihrer Entwicklung jedoch als normal anzusehen, weswegen eine Diagnose meist erst bei stark vermeidendem Verhalten, \u00fcbertriebenen \u00c4ngsten beziehungsweise entsprechendem Leidensdruck m\u00f6glich ist. H\u00e4ufig entwickelt sich die Erkrankung nach einer einpr\u00e4gsamen, traumatischen Erfahrung, wie etwa einem belastenden Lebensereignis (z. B. Tod eines Angeh\u00f6rigen, Trennung) oder Problemen wie Ausgrenzung, Mobbing oder Dem\u00fctigung in der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":175,"featured_media":178223,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[247],"tags":[],"acf":[],"yoast_head":"\n<title>Sozialphobie: Wie \u00fcberwindet man soziale Phobie? - HEROLD.at<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Mehr als nur sch\u00fcchtern: soziale Phobie ist eine psychische Erkrankung und eine gro\u00dfe Belastung f\u00fcr Betroffene. 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