{"id":174377,"date":"2019-12-19T07:00:30","date_gmt":"2019-12-19T06:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=174377"},"modified":"2024-02-20T13:23:55","modified_gmt":"2024-02-20T12:23:55","slug":"leukaemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/leukaemie\/","title":{"rendered":"Leuk\u00e4mie: Arten, Anzeichen &#038; Therapie"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_182996\" aria-describedby=\"caption-attachment-182996\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie6_AdobeStock.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-182996\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie6_AdobeStock.jpg\" alt=\"Leuk\u00e4mie\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie6_AdobeStock.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie6_AdobeStock-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie6_AdobeStock-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-182996\" class=\"wp-caption-text\">Fr\u00fcherkennung verbessert auch bei Leuk\u00e4mie die Heilungschancen. Foto: Adobe Stock, (c) fotoliaxrender<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bildet der K\u00f6rper statt normalen, funktionsf\u00e4higen wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen unkontrolliert entartete Blutzellen, liegt eine <strong>Leuk\u00e4mie<\/strong> vor. Diesen \u201cBlutkrebs\u201c gibt es in verschiedenen Formen. Wie man Leuk\u00e4mie erkennt, was sie f\u00fcr Folgen hat und was man dagegen tun kann,\u00a0erkl\u00e4ren wir euch hier.<\/p>\n\n<h2><strong>Was ist Leuk\u00e4mie?<\/strong><\/h2>\n<p>Der Begriff Leuk\u00e4mie bedeutet \u00fcbersetzt so viel wie \u201cwei\u00dfes Blut\u201c. Er kennzeichnet eine Reihe von <strong>b\u00f6sartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems<\/strong>, bei denen es zu einer <strong>unkontrollierten Vermehrung der wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen<\/strong> (Leukozyten) kommt. Umgangssprachlich wird Leuk\u00e4mie auch <strong>Blutkrebs<\/strong> genannt.<\/p>\n<div class=\"content-box-yellow\"><strong>Info:<\/strong> In \u00d6sterreich machen Leuk\u00e4mien rund drei Prozent aller Krebserkrankungen aus.<\/div>\n<h3><strong>Was passiert bei Leuk\u00e4mie?<\/strong><\/h3>\n<h4><strong>Wie entwickeln sich Blutzellen normalerweise?<\/strong><\/h4>\n<p>Die f\u00fcr die Immunabwehr verantwortlichen <strong>wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen<\/strong> haben mit den f\u00fcr den Sauerstofftransport zust\u00e4ndigen roten Blutk\u00f6rperchen und den an der Blutgerinnung beteiligten Blutpl\u00e4ttchen etwas gemeinsam: Sie <strong>entwickeln sich<\/strong> unter dem Einfluss von Wachstumsfaktoren in verschiedenen Schritten <strong>aus<\/strong> sogenannten <strong>Blutstammzellen<\/strong>. Gebildet werden diese gemeinsamen \u201cMutterzellen\u201c vom <strong>Knochenmark<\/strong> in den langen R\u00f6hrenknochen und in einigen platten Knochen wie dem Beckenkamm und Sch\u00e4del. Sie teilen sich und reifen zun\u00e4chst zu sogenannten <strong>Vorl\u00e4uferzellen<\/strong> heran, bei denen man zwischen lymphatischen Zellen und myeloischen Zellen unterscheidet. Sind aus den Vorl\u00e4uferzellen schlie\u00dflich funktionsf\u00e4hige Blutzellen geworden, treten diese in die Blutbahn \u00fcber, um ihre Aufgaben zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Aus den lymphatischen Zellen entstehen auf die Art <strong>Lymphozyten<\/strong>. Diese wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen gliedern sich in<\/p>\n<ul>\n<li><strong>B-Zellen<\/strong> (B-Lymphozyten), die Antik\u00f6rper gegen fremde Strukturen wie z. B. Krankheitserreger und k\u00f6rpereigene abnormale Zellen bilden.<\/li>\n<li><strong>T-Zellen<\/strong> (T-Lymphozyten), die virusinfizierte Zellen und Tumorzellen zerst\u00f6ren oder Signalstoffe abgeben, die eine Immunantwort ausl\u00f6sen oder Angriffe des Immunsystems auf gesunde k\u00f6rpereigene Zellen verhindern.<\/li>\n<li><strong>nat\u00fcrliche Killerzellen<\/strong>, die defekte oder ver\u00e4nderte K\u00f6rperzellen oder Tumorzellen angreifen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die myeloischen Zellen wiederum werden zu roten Blutk\u00f6rperchen (Erythrozyten), Blutpl\u00e4ttchen (Thrombozyten) oder bestimmten Arten von Leukozyten, den<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Granulozyten<\/strong>, von denen es drei Arten (neutrophile, eosinophile, basophile) mit unterschiedlichen Aufgaben gibt. Sie dienen der Erkennung und Abwehr von Bakterien und Parasiten.<\/li>\n<li><strong>Monozyten<\/strong>, den Vorl\u00e4ufern von Makrophagen, die k\u00f6rperfremde Strukturen erkennen, in sich aufnehmen und zerst\u00f6ren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dann gibt es noch sogenannte <strong>dendritische Zellen<\/strong>, die aus Monozyten oder Vorl\u00e4uferzellen der B- und T-Lymphozyten entstehen. Sie nehmen Fremdstoffe auf und zerteilen diese in kleine St\u00fccke, um sie an ihrer Zelloberfl\u00e4che f\u00fcr die Lymphozyten zu pr\u00e4sentieren. Und \u00fcberall im K\u00f6rper vorkommende <strong>Mastzellen<\/strong>, die Signalstoffe bilden, speichern und bei Kontakt mit Fremdstoffen freisetzen, um eine Reaktion des Immunsystems auszul\u00f6sen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_182840\" aria-describedby=\"caption-attachment-182840\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Leuk\u00e4mie_header_AdobeStock.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-182840 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Leuk\u00e4mie_header_AdobeStock.jpg\" alt=\"Leuk\u00e4mie: Blutzellen \" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Leuk\u00e4mie_header_AdobeStock.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Leuk\u00e4mie_header_AdobeStock-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Leuk\u00e4mie_header_AdobeStock-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-182840\" class=\"wp-caption-text\">Leuk\u00e4mie, auch bekannt als Blutkrebs, ist eine unkontrollierte Bildung von Blutzellen. Foto: Adobe Stock, (c) Laurence<\/figcaption><\/figure>\n<h4><strong>Was\u00a0passiert bei Leuk\u00e4mie?<\/strong><\/h4>\n<p>Alle Blutzellen haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Daher m\u00fcssen sie st\u00e4ndig nachgebildet werden. Normalerweise produziert das Knochenmark \u2013 gesteuert durch verschiedene komplexe Regelkreise \u2013ungef\u00e4hr genauso viele neue Blutzellen, wie\u00a0alte abgestorben sind. Bei einer Leuk\u00e4mie findet die <strong>Vermehrung der wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen<\/strong> und ihrer Vorstufen jedoch <strong>unkontrolliert <\/strong>statt.<\/p>\n<p>Infolgedessen werden statt reifer, funktionst\u00fcchtiger Leukozyten unreife, <strong>nicht funktionsf\u00e4hige Zellen<\/strong>, sogenannte <strong>Blasten<\/strong>, erzeugt. Sie breiten sich im K\u00f6rper aus und sammeln sich z. B. in der Leber, den Lymphknoten und dem zentralen Nervensystem an, wo sie Funktionsst\u00f6rungen verursachen. Vor allem aber verdr\u00e4ngen sie zunehmend die normale Blutbildung im Knochenmark, sodass dieses nicht mehr genug rote Blutk\u00f6rperchen, Blutpl\u00e4ttchen und gesunde wei\u00dfe Blutk\u00f6rperchen produzieren kann.<\/p>\n<h4><strong>Ist Leuk\u00e4mie heilbar?<\/strong><\/h4>\n<p>Die Heilungschancen gestalten sich bei Kindern und Erwachsenen sehr <strong>unterschiedlich<\/strong>. Sie h\u00e4ngen auch davon ab, ob sich der Blutkrebs erneut bildet, was in bis zu 40 % aller F\u00e4lle erfolgen kann. Sie sind h\u00f6her, wenn eine Stammzellentransplantation m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Akute Leuk\u00e4mien verlaufen binnen weniger Wochen bis Monate lebensbedrohlich. Bei rechtzeitiger und optimaler Behandlung jedoch haben insbesondere Kinder bei der akuten lymphatischen Leuk\u00e4mie sehr gute Chancen auf eine dauerhafte Heilung, bei der akuten myeloischen Leuk\u00e4mie eine gute.<\/p>\n<h3><strong>Welche Formen von Leuk\u00e4mie gibt es?<\/strong><\/h3>\n<p>Je nach <strong>Verlauf<\/strong> gibt es einerseits <strong>akute Leuk\u00e4mien<\/strong>, die sich rasch entwickeln und ohne Behandlung innerhalb weniger Wochen bis Monate lebensbedrohlich werden. Andererseits <strong>chronische Leuk\u00e4mien<\/strong>, die langsam voranschreiten und vorwiegend bei Menschen h\u00f6heren Alters vorkommen.<\/p>\n<p>Abh\u00e4ngig von dem <strong>Subtyp der Leukozyten<\/strong>, von denen der Blutkrebs ausgeht, unterscheidet man zwei Gruppen von Blutkrebs: <strong>lymphatische Leuk\u00e4mien<\/strong>, bei denen Lymphozyten bzw. ihre Vorl\u00e4uferzellen entarten. Und <strong>myeloische Leuk\u00e4mien<\/strong>, die in Zellen der myeloischen Reihe ihren Ursprung haben. Die verschiedenen Arten von Leukozyten unterscheiden sich nicht nur in den Aufgaben, die sie erf\u00fcllen, sondern auch in ihrem Aussehen unter dem Mikroskop.<\/p>\n<figure id=\"attachment_182927\" aria-describedby=\"caption-attachment-182927\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie1_AdobeStock.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-182927 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie1_AdobeStock.jpg\" alt=\"Leuk\u00e4mie\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie1_AdobeStock.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie1_AdobeStock-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie1_AdobeStock-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-182927\" class=\"wp-caption-text\">Leuk\u00e4mie wird mittels Bluttest und Knochenmarkbiopsie diagnostiziert. Foto: Adobe Stock, (c) Dan Race<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es gibt im Wesentlichen <strong>vier Gruppen von Leuk\u00e4mien<\/strong>:<\/p>\n<p><strong>Akute lymphatische<\/strong> alias lymphoblastische <strong>Leuk\u00e4mie<\/strong> (ALL), bei der sich zu viele unreife Lymphozyten (Lymphoblasten) im Blut finden.<\/p>\n<p><strong>Akute myeloische Leuk\u00e4mie<\/strong> (AML), bei der unreife Vorstufen von Zellen der myeloischen Reihe im Blut zirkulieren.<\/p>\n<p><strong>Chronisch myeloische Leuk\u00e4mie<\/strong> (CML), bei der zwar die Heranreifung myeloischer Zellen gest\u00f6rt ist, diese sich aber weiter entwickeln als bei der AML und daher im Blut in verschiedenen Reifegraden nachweisbar sind. Mit dem Blut gelangen sie zu diversen Organen, wo sie sich reproduzieren und Chlorome, d.h. kleine, b\u00f6sartige Geschw\u00fclste bilden, auch in oder unter der Haut, am Zahnfleisch oder in den Augen.<\/p>\n<p><strong>Chronisch lymphatische Leuk\u00e4mie<\/strong> (CLL), die sowohl Symptome einer Leuk\u00e4mie (Vermehrung krankhaft ver\u00e4nderter Lymphozyten im Blut) als auch eines Lymphoms (\u00fcberm\u00e4\u00dfige Ansammlung von Lymphozyten in Lymphknoten) bietet. Sie wird heute zu den b\u00f6sartigen Erkrankungen des Lymphsystems, den Lymphomen, gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Alle vier Arten von Leuk\u00e4mie lassen sich mittels Spezialuntersuchungen wie etwa Immunph\u00e4notypisierung (F\u00e4rbung der Oberfl\u00e4chenmerkmale der Zellen mit fluoreszierenden Antik\u00f6rpern) oder zytogenetische Untersuchung (Chromosomenanalyse, z. B. zur Auffindung eines Philadelphia-Chromosoms) anhand molekulargenetischer Merkmale in <strong>Unterarten<\/strong> einteilen.<\/p>\n<h4><strong>Wer bekommt Leuk\u00e4mie? <\/strong><\/h4>\n<p>Leuk\u00e4mien k\u00f6nnen in jedem Lebensalter entstehen. Doch nicht jede Art von Leuk\u00e4mie betrifft jede Altersstufe gleicherma\u00dfen. So ist etwa die akute lymphatische Leuk\u00e4mie die h\u00e4ufigste Krebserkrankung im Kindesalter. Mit einem Altersgipfel zwischen dem zweiten und f\u00fcnften Lebensjahr und etwas \u00f6fter anzutreffen bei Buben als bei M\u00e4dchen. Bei Erwachsenen kann diese Leuk\u00e4mieform auch auftreten, tut dies aber vergleichsweise selten.<\/p>\n<div class=\"content-box-yellow\"><strong>Info:<\/strong> Leuk\u00e4mien k\u00f6nnen in jedem Lebensalter entstehen. Aber nicht jede Form von\u00a0Leuk\u00e4mie betrifft jede Altersstufe.<\/div>\n<p>Die akute myeloische Leuk\u00e4mie wiederum ist die h\u00e4ufigste akute Leuk\u00e4mieform bei Erwachsenen, mit einem durchschnittlichen Erkrankungsalter von 65 Jahren. Bei Kindern und Jugendlichen kommt die AML zwar auch vor, doch viel seltener als die ALL.<\/p>\n<p>Die chronische myeloische Leuk\u00e4mie tritt bei Erwachsenen wesentlich h\u00e4ufiger als bei Kindern, mit einem Erkrankungsgipfel zwischen 55 bis 60 Jahren. Die chronische myeloische Leuk\u00e4mie kommt bei Kindern so gut wie nie vor. Bei Erwachsenen recht oft und da vorwiegend ab einem Alter von 50 Jahren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_182981\" aria-describedby=\"caption-attachment-182981\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie5_AdobeStock.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-182981\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie5_AdobeStock.jpg\" alt=\"Leuk\u00e4mie\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie5_AdobeStock.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie5_AdobeStock-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie5_AdobeStock-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-182981\" class=\"wp-caption-text\">Diagnose Leuk\u00e4mie: mittlerweile gibt es viele Therapien bei Leuk\u00e4mie. Foto: Adobe Stock, (c) Emir Jordamovic<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Leuk\u00e4mie: Symptome <\/strong><\/h2>\n<h3><strong>Wie macht sich Leuk\u00e4mie bemerkbar?<\/strong><\/h3>\n<p>Infolge der Verdr\u00e4ngung der normalen Blutbildung im Knochenmark durch die unreifen, leuk\u00e4mischen wei\u00dfen Blutzellen kommt es<\/p>\n<ul>\n<li>infolge der <strong>An\u00e4mie <\/strong>(Blutarmut, Mangel an Erythrozyten) zu M\u00fcdigkeit, geringer Belastbarkeit, Herzrasen, Atemnot, Ersch\u00f6pfung, Bl\u00e4sse, Schwindel und allgemeinem Unwohlsein durch den eingeschr\u00e4nkten Sauerstofftransport im Blut.<\/li>\n<li>aufgrund des Mangels an funktionst\u00fcchtigen Leukozyten zu <strong>Fieber<\/strong> und h\u00e4ufigen <strong>Infekten<\/strong>, die einen schweren Verlauf nehmen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>durch das Defizit an Thrombozyten zu einer <strong>erh\u00f6hten Blutungsneigung<\/strong>, erkennbar an h\u00e4ufigem Nasen- oder Zahnfleischbluten, kleinen, punktf\u00f6rmigen Einblutungen in der Haut, schlecht heilenden Wunden oder auch \u00fcberm\u00e4\u00dfig starken Blutungen nach Verletzungen sowie vermehrt blauen Flecken.<\/li>\n<\/ul>\n<p>H\u00e4ufig treten auch Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Nachtschwei\u00df, Knochen- und Kopfschmerzen auf. Au\u00dferdem: Siedeln sich unreife Blutzellen in Organen an, kann das Beschwerden verursachen.\u00a0 Beispielsweise Knochen- und Gelenksschmerzen, Lymphknotenschwellungen und durch eine Vergr\u00f6\u00dferung von Leber und Milz bedingte Oberbauchbeschwerden, selten \u2013 bei Befall des Nervensystems \u2013 Kopfschmerzen, Nervenl\u00e4hmungen, Seh-, H\u00f6r- oder Gef\u00fchlsst\u00f6rungen.<\/p>\n<p>Es m\u00fcssen nicht alle angef\u00fchrten Symptome eintreten und auch ihre Schwere variiert von Fall zu Fall. Abgesehen davon: All die genannten <strong>Beschwerden<\/strong> k\u00f6nnen jedoch auch bei anderen Erkrankungen vorkommen, sind also <strong>nicht spezifisch<\/strong> f\u00fcr Blutkrebs, sodass die Krankheit vor allem im Anfangsstadium oft nicht gleich erkannt wird.<\/p>\n<h3><strong>Wie verl\u00e4uft eine Leuk\u00e4mie?<\/strong><\/h3>\n<p>Das h\u00e4ngt von der jeweils vorliegenden Leuk\u00e4mie ab.<\/p>\n<h4><strong>Akute Leuk\u00e4mie <\/strong><\/h4>\n<p>Typisch f\u00fcr akute Leuk\u00e4mien ist das <strong>pl\u00f6tzliche Einsetzen<\/strong> einiger oben geschilderter Symptome in schwerwiegender Auspr\u00e4gung, d.h. innerhalb von Tagen bis Wochen. Schreiten sie sehr schnell voran, kann sich der Gesundheitszustand innerhalb weniger Tage dramatisch verschlechtern und die Krankheit schlimmstenfalls t\u00f6dlich enden.<\/p>\n<p>Manchmal aber l\u00e4sst sich aber das Kommen einer Leuk\u00e4mie voraussehen. N\u00e4mlich dann, wenn ein myelodysplastisches Syndrom oder eine myeloproliferative Neoplasie vorliegt. Denn diese chronischen Erkrankungen des Knochenmarks k\u00f6nnen sich bekannterma\u00dfen zu einer akuten Leuk\u00e4mie weiterentwickeln. Menschen mit einem solchen Leiden befinden sich normalerweise in \u00e4rztlicher \u00dcberwachung, sodass der \u00dcbergang in eine Leuk\u00e4mie fr\u00fchzeitig entdeckt wird.<\/p>\n<h4><strong>Chronische Leuk\u00e4mie<\/strong><\/h4>\n<p>Bei chronischen Leuk\u00e4mien entwickeln sich infolge der besseren Ausreifung der Blutzellen die <strong>Krankheitszeichen langsam<\/strong> und bleiben daher oft \u00fcber l\u00e4ngere Zeit, teilweise sogar \u00fcber Jahre hinweg, unbemerkt. Somit wird die Erkrankung oft nur per Zufallsbefund entdeckt, etwa bei einer aus anderen Gr\u00fcnden durchgef\u00fchrten Blutuntersuchung.<\/p>\n<p>Die <strong>chronisch myeloische Leuk\u00e4mie<\/strong> verl\u00e4uft in <strong>drei Stadien<\/strong>:<\/p>\n<p><strong>Chronische Phase<\/strong>: Beschwerden wie chronische M\u00fcdigkeit, Leistungsminderung, Bl\u00e4sse, ein V\u00f6llegef\u00fchl oder leichter Druck im Oberbauch sind gering ausgepr\u00e4gt und werden oft ignoriert oder fehlgedeutet. Auch eine sogenannte B-Symptomatik, bestehend aus Fieber, Nachtschwei\u00df und unbeabsichtigtem Gewichtsverlust kann eintreten, wird aber h\u00e4ufig nicht als Warnzeichen erkannt.<\/p>\n<p><strong>Akzelerierte Phase<\/strong>: Die Beschwerden nehmen langsam zu, verschlimmern sich und der Allgemeinzustand verschlechtert sich laufend.<\/p>\n<p><strong>Blastenphase\/Blastenkrise<\/strong>: Durch die gro\u00dfe Anzahl von unreifen Blasten im Blut \u00e4hnelt die Symptomatik einer akuten Leuk\u00e4mie und der Krebskranke f\u00fchlt sich schwer krank. Die CML schreitet ohne therapeutisches Eingreifen rasch voran.<\/p>\n<p>Die L\u00e4nge der einzelnen Krankheitsphasen variiert von Fall zu Fall. So zieht sich etwa die chronische Phase bei einigen Patienten \u00fcber Jahre hin, bei anderen nur einige Wochen und die CML nimmt einen rascheren Verlauf.<\/p>\n<p>Die <strong>chronisch lymphatische Leuk\u00e4mie<\/strong> wiederum kann viele Jahre lang bestehen, ohne gro\u00dfartig Symptome zu verursachen. Gelegentlich geht der Erkrankung eine Vorphase voran, genannt monoklonale B-Zell-Lymphozytose, bei der viele B-Lymphozyten im Blut zirkulieren. Lymphknotenschwellungen trifft man bei der CLL h\u00e4ufig an. Diese Art von Blut- bzw. Lymphdr\u00fcsenkrebs muss nicht in jedem Fall sofort behandelt werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_182969\" aria-describedby=\"caption-attachment-182969\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie3_AdobeStock.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-182969\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie3_AdobeStock.jpg\" alt=\"Leuk\u00e4mie: Krebszelle unter Blutzellen\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie3_AdobeStock.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie3_AdobeStock-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie3_AdobeStock-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-182969\" class=\"wp-caption-text\">Die richtige Diagnose entscheidet \u00fcber die Therapieform bei Leuk\u00e4mie. Foto: Adobe Stock, (c) peterschreiber.media<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Wie bekommt man Leuk\u00e4mie?\u00a0<\/strong><\/h2>\n<p>Eine Leuk\u00e4mie entsteht durch <strong>Mutationen<\/strong> der DNA, die Einfluss nehmen auf den Reifungsprozess der wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen. Doch ist bis heute nur unzureichend gekl\u00e4rt, wie es zu diesen Ver\u00e4nderungen im Erbgut kommt. Nach derzeitigem Kenntnisstand handelt es sich bei der Entwicklung von Leuk\u00e4mien wahrscheinlich um ein multifaktorielles Geschehen, d.h. es m\u00fcssen erst verschiedene Faktoren zusammenkommen, damit die Krankheit in Erscheinung tritt.<\/p>\n<h3><strong>Was beg\u00fcnstigt das Auftreten einer Leuk\u00e4mie?<\/strong><\/h3>\n<p>Forschungen zeigen, dass bestimmte Faktoren das Risiko erh\u00f6hen k\u00f6nnen, an Leuk\u00e4mie zu erkranken. Dazu z\u00e4hlt die Einwirkung von<\/p>\n<ul>\n<li>hochdosierten <strong>ionisierende Strahlen<\/strong>, h. von radioaktiver Strahlung (z. B. Reaktorunfall) und R\u00f6ntgenstrahlen sowie<\/li>\n<li>bestimmten <strong>Chemikalien<\/strong>, wie z. B. Benzol, das in fossilen Brennstoffen und im Zigarettenrauch enthalten ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>So kann es etwa auch nach einer Chemo- oder Strahlentherapie zur Bek\u00e4mpfung einer anderen Art von Krebs zu Leuk\u00e4mie kommen, weil solche Behandlungen das Knochenmark sch\u00e4digen k\u00f6nnen. Das nennen Mediziner eine <strong>Sekund\u00e4rleuk\u00e4mie<\/strong>.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gehen bestimmte <strong>Chromosomenanomalien<\/strong>, d.h. angeborene Ver\u00e4nderungen der Tr\u00e4ger der Erbanlagen, mit einem erh\u00f6hten Leuk\u00e4mierisiko einher. Wie etwa die Trisomie 21 (Down-Syndrom), bei dem das Chromosom 21 in dreifacher statt wie normal zweifacher Ausf\u00fchrung vorliegt.<\/p>\n<p>Oder gewisse Translokationen, d.h. Verlagerungen von Chromosomenabschnitten, wodurch sich die in diesen Segmenten enthaltene \u201cBauanleitung\u201c f\u00fcr bestimmte Eiwei\u00dfe ver\u00e4ndert. Das ist etwa bei einem verk\u00fcrzten und fehlerhaften Chromosom 22, genannt <strong>Philadelphia-Chromosom<\/strong>, der Fall. Hier findet ein Austausch von genetischem Material zwischen Chromosom 9 und Chromosom 22 statt, der zur Produktion eines Enzyms f\u00fchrt, das nicht imstande ist, wie die normalerweise erzeugte Tyrosinkinase gemeinsam mit anderen Faktoren das Wachstum von Zellen zu kontrollieren. In der Folge kommt es zu einer ungehemmten Zellvermehrung.<\/p>\n<p>Dass der Lebensstil wie z. B. \u00dcbergewicht bzw. Umwelteinfl\u00fcsse wie etwa Elektrosmog Einfluss nehmen auf die Entwicklung von Leuk\u00e4mien, daf\u00fcr konnte die Wissenschaft bislang keine stichhaltigen Beweise finden. Was im Umkehrschluss bedeutet: Einer Leuk\u00e4mie kann man \u2013 im Gegensatz zu vielen anderen Krebsleiden \u2013 anscheinend kaum durch eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ern\u00e4hrung und viel Bewegung vorbeugen.<\/p>\n<h3><strong>Welche Krankheiten f\u00fchren zu Leuk\u00e4mie?<\/strong><\/h3>\n<p>Manche Erkrankungen sind bekannterma\u00dfen mit dem Risiko verbunden, dass sich aus ihnen eine Leuk\u00e4mie entwickeln kann. Dazu geh\u00f6ren die <strong>myelodysplastischen Syndrome<\/strong>, auch Pr\u00e4leuk\u00e4mie oder oligoblastische Leuk\u00e4mie genannt, die in eine akute myeloische Leuk\u00e4mie \u00fcbergehen k\u00f6nnen. Bei ihnen reifen Blutvorl\u00e4uferzellen im Knochenmark nicht zu funktionst\u00fcchtigen Zellen heran oder sterben fr\u00fch ab, allerdings nicht im selben Ausma\u00df wie bei einer akuten Leuk\u00e4mie. In der Folge kommt es zu Symptomen wie Abgeschlagenheit, M\u00fcdigkeit, Bl\u00e4sse und h\u00e4ufigen Infektionen. Die Zellen weisen unter dem Mikroskop sichtbare Dysplasien (Fehl-, Missbildungen) auf.<\/p>\n<p>Auch sogenannte <strong>myeloproliferative Neoplasien<\/strong> bergen das Potenzial, zu einer Leuk\u00e4mie zu entarten. Bei diesen seltenen, b\u00f6sartigen Erkrankungen des Knochenmarks werden infolge ver\u00e4nderter myeloischer Vorl\u00e4uferzellen zu viele rote Blutk\u00f6rperchen und\/oder wei\u00dfe Blutk\u00f6rperchen und\/oder Blutpl\u00e4ttchen gebildet, die sich zwar zu reifen Blutzellen entwickeln, jedoch meist nicht komplett funktionst\u00fcchtig sind. Das f\u00fchrt zu Komplikationen wie Durchblutungsst\u00f6rungen, einer erh\u00f6hten Blutungsneigung, M\u00fcdigkeit und Abgeschlagenheit.<\/p>\n<p>Auch gibt es spezielle <strong>virale Infektionen<\/strong>, die eine Leuk\u00e4mie nach sich ziehen k\u00f6nnen. Etwa das durch Bluttransfusionen oder Sexualkontakte \u00fcbertragbare humane <strong>T-lymphotrope Virus 1<\/strong>, das vor allem in Japan, der Karibik und in einigen Gegenden Afrikas, S\u00fcdamerikas und Australiens vorkommt. Dieser Krankheitserreger kann mehrere Jahrzehnte nach der Infektion bei Erwachsenen eine sogenannte T-Zell-Leuk\u00e4mie ausl\u00f6sen, tut das aber nur zu einem geringen Prozentsatz.<\/p>\n<figure id=\"attachment_183020\" aria-describedby=\"caption-attachment-183020\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/leuk\u00e4mie8_AdobeStock.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-183020\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/leuk\u00e4mie8_AdobeStock.jpg\" alt=\"Leuk\u00e4mie\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/leuk\u00e4mie8_AdobeStock.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/leuk\u00e4mie8_AdobeStock-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/leuk\u00e4mie8_AdobeStock-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-183020\" class=\"wp-caption-text\">Die Diagnose Leuk\u00e4mie ist zun\u00e4chst ein harter Schicksalsschlag. Foto: Adobe Stock, (c) DOC RABE Media<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Wie wird Blutkrebs diagnostiziert?<\/strong><\/h3>\n<p>Bereits die <strong>Anamnese<\/strong> (Erhebung der Krankengeschichte) mit Schilderung der Beschwerden und die anschlie\u00dfende <strong>k\u00f6rperliche Untersuchung<\/strong> k\u00f6nnen dem Arzt erste Hinweise auf die Erkrankung liefern.<\/p>\n<p>Hegt er den Verdacht auf eine Leuk\u00e4mie, nimmt er dem Patienten <strong>Blut<\/strong> ab und l\u00e4sst es im Labor umfassend untersuchen, um etwaige Leuk\u00e4miezellen festzustellen. Die Blutuntersuchung zeigt, welche Leukozyten sich b\u00f6sartig ver\u00e4ndert haben.<\/p>\n<p>Zur Sicherung der Diagnose ist oft eine <strong>Knochenmarkbiopsie<\/strong> erforderlich, bei der der Arzt mit einer d\u00fcnnen Hohlnadel eine Gewebeprobe aus dem Beckenkamm entnimmt, die im Labor untersucht wird. Liegt in ihr der Anteil an unreifen Zellen (Blasten) \u00fcber einem gewissen Prozentsatz, gilt eine Leuk\u00e4mie als nachgewiesen und es folgen spezielle Laboruntersuchungen. Um zu analysieren, zu welcher Untergruppe die Leuk\u00e4miezellen geh\u00f6ren, was f\u00fcr die Prognose und die Therapie von Bedeutung ist.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem weitere Untersuchungen wie z. B. eine Computer- oder Magnetresonanztomographie, um zu eruieren, ob au\u00dfer dem Knochenmark auch noch andere Organe von Leuk\u00e4miezellen befallen sind. Oder auch \u2013 bei Verdacht auf Befall der Hirnhaut \u2013 eine Lumbalpunktion zur Gewinnung und Untersuchung von R\u00fcckenmarksfl\u00fcssigkeit auf Tumorzellen.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Wer behandelt Leuk\u00e4mie?<\/strong><\/h3>\n<p>Die richtigen Ansprechpartner f\u00fcr die Diagnostik und Therapie von Leuk\u00e4mien sind <strong>H\u00e4mato-Onkologen<\/strong>, d.h. <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/internist\/\">Fach\u00e4rzte f\u00fcr Innere Medizin<\/a> mit Spezialisierung auf Krankheiten des Blutes und der der blutbildenden Organe (H\u00e4matologie), wozu b\u00f6sartige Erkrankungen (Onkologie) des Blutes, Blutbildungsst\u00f6rungen des Knochenmarks, Blutver\u00e4nderungen durch immunologische Prozesse, St\u00f6rungen der Blutstillung und eine \u00dcbergerinnbarkeit des Blutes geh\u00f6ren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_183002\" aria-describedby=\"caption-attachment-183002\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie7_AdobeStock.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-183002\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie7_AdobeStock.jpg\" alt=\"Leuk\u00e4mie: Blutproben in Ampullen\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie7_AdobeStock.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie7_AdobeStock-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Leuk\u00e4mie7_AdobeStock-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-183002\" class=\"wp-caption-text\">Von der Anamnese bis zum MRT kann das Diagnoseverfahren bei\u00a0Blutkrebs andauern. Foto: Adobe Stock, (c) Dan Race<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Was tun bei Leuk\u00e4mie? Therapieformen<\/strong><\/h2>\n<h3><strong>Behandlung bei akuter Leuk\u00e4mie<\/strong><\/h3>\n<p>Therapie der Wahl bei akuter Leuk\u00e4mie ist eine sehr intensive <strong>Chemotherapie<\/strong>. Sie gliedert sich in eine station\u00e4re, mehrw\u00f6chige sogenannte Induktionstherapie, die eine vollst\u00e4ndige R\u00fcckbildung erkrankter, ver\u00e4nderter Zellen im Blut zum Ziel hat. Ihr folgt eine teils ambulante Konsolidierungstherapie in Form einer weiteren intensiven Chemotherapie oder \u2013 vor allem bei genetischen Ver\u00e4nderungen, die ein erh\u00f6htes R\u00fcckfallrisiko bedingen \u2013 Transplantation eigener Stammzellen oder Transplantation von Stammzellen eines Spenders. Bei einer ALL schlie\u00dft sich eine Erhaltungstherapie an, um die Remission aufrechtzuerhalten und zu verhindern, dass im Knochenmark wieder Tumorzellen entstehen.<\/p>\n<p>Die Chemotherapie wird <strong>in Zyklen<\/strong> durchgef\u00fchrt, weil die dazu verwendeten Zytostatika Zellgifte sind, die nicht nur die Zellteilung\/Vermehrung von Krebszellen hemmen, sondern auch gesunde Zellen angreifen. Das kann sich in Nebenwirkungen wie \u00dcbelkeit, Erbrechen, Entz\u00fcndungen von Schleimh\u00e4uten, Haarausfall und Blutbildver\u00e4nderungen \u00e4u\u00dfern. Welche Medikamente dabei zum Einsatz kommen und wie viele Zyklen erforderlich sind, h\u00e4ngt von der jeweiligen Form der Leuk\u00e4mie, der bereits erfolgten Ausbreitung der Leuk\u00e4miezellen, dem Allgemeinzustand und Ansprechen des Patienten auf die Behandlung sowie seinem R\u00fcckfallrisiko ab. Zwischen den Behandlungsphasen eingelegte Ruhephasen ohne oder mit nur geringer Medikamentengabe dienen der Regeneration der gesunden Gewebe.<\/p>\n<p>Bei Befall des Gehirns werden zus\u00e4tzlich Zytostatika direkt in das R\u00fcckenmarkswasser injiziert und eine <strong>Strahlentherapie des Sch\u00e4dels <\/strong>durchgef\u00fchrt. Doch auch Bestrahlungen f\u00fchren zu Nebenwirkungen wie \u00dcbelkeit, Erbrechen, Entz\u00fcndungen der Mundschleimhaut und Haarausfall. Kopfschmerzen, M\u00fcdigkeit, ein erh\u00f6htes Schlafbed\u00fcrfnis, Fieber, Appetitlosigkeit, Schwindel, Sehst\u00f6rungen und Hautver\u00e4nderungen im bestrahlten Bereich k\u00f6nnen ebenfalls vorkommen.<\/p>\n<p>Akute Promyelozytenleuk\u00e4mien sprechen oft auf die Gabe einer Art von Vitamin A (All-trans-Retins\u00e4ure oder Tretinoin) an.<\/p>\n<p>Manchmal sind auch Transfusionen von roten Blutk\u00f6rperchen und Blutpl\u00e4ttchen erforderlich, um die Therapie zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Kommt es zu einem Rezidiv (Krankheitsr\u00fcckfall) erfolgt eine weitere Hochdosischemotherapie und eventuell Ganzk\u00f6rperbestrahlung zwecks Zerst\u00f6rung des Knochenmarks, weil von dort die Leuk\u00e4mie ihren Ausgang nimmt. Anschlie\u00dfend findet zur Wiederherstellung der Blutbildung die \u00dcbertragung gesunder Blutstammzellen von einem Spender statt.<\/p>\n<h3><strong>Behandlung bei chronischer Leuk\u00e4mie<\/strong><\/h3>\n<p>Zur Behandlung der <strong>chronisch myeloischen Leuk\u00e4mie <\/strong>kommen ebenfalls Zytostatika zum Einsatz, in Kombination mit einer Antik\u00f6rpertherapie. Diese weniger aggressive Therapie m\u00fcndet meist in eine Dauerbehandlung, die die Erkrankung zwar nicht heilt, aber die damit verbundenen Beschwerden weitgehend mildert.\u00a0Auch Interferone kommen in der Therapie chronischer Leuk\u00e4mien zur Anwendung. Diese Botenstoffe, mit denen sich die Abwehrzellen untereinander verst\u00e4ndigen, hemmen das Wachstum b\u00f6sartiger Zellen.<\/p>\n<p>Einen relativ neuen Therapieansatz bilden sogenannte <strong>Targeted Drugs<\/strong> (engl.: zielgerichtete Medikamente), deren Wirkung auf Leuk\u00e4miezellen besser abgestimmt ist als die \u201cklassischer\u201c Zytostatika. Dabei handelt es sich um einen Tyrosinkinasehemmer, der das von Leuk\u00e4miezellen produzierte Enzym Tyrosinkinase in seiner Wirkung behindert und so eine neuerliche Bildung b\u00f6sartiger Zellen hintanh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Ob die Therapie anschl\u00e4gt, wird mittels Blutbildkontrolle und Knochenmarkpunktion festgestellt. Diese Untersuchungen erlauben auch fr\u00fchzeitig zu erkennen, wenn die Erkrankung fortschreitet oder sich ein Rezidiv (Wiederauftreten der Erkrankung) einstellt.<\/p>\n<p>Bei Erfolglosigkeit der Behandlung oder einem Rezidiv der Leuk\u00e4mie ist die <strong>Blutstammzelltransplantation <\/strong>eine Therapieoption. Dabei wird zun\u00e4chst das gesamte Knochenmark mittels Hochdosis-Chemotherapie oder auch Strahlentherapie komplett zerst\u00f6rt, um m\u00f6glichst alle Leuk\u00e4miezellen zu besiegen. Dann erh\u00e4lt der Patient gesunde Blutstammzellen von einem passenden, d.h. m\u00f6glichst gewebevertr\u00e4glichen Spender, damit es zu keinen Absto\u00dfungsreaktionen kommt. Doch kommt diese Behandlungsform nur bei einem Teil der Patienten in Frage.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die chronisch lymphatische Leuk\u00e4mie ist die Chemotherapie Standard. Doch spricht darauf nicht jede Unterart von CLL an. Wie etwa die CLL vom B-Zell-Typ, die mit monoklonalen Antik\u00f6rpern bek\u00e4mpft wird, die sich an die Oberfl\u00e4che der kranken Lymphozyten anlagern und deren Tod herbeif\u00fchren. Eine Heilung der chronisch lymphatischen Leuk\u00e4mie ist zwar noch nicht m\u00f6glich, doch kann man mit der Behandlung die Beschwerden \u00fcber lange Zeit gut in Schach halten.<\/p>\n<h3><strong>Zu welchem Arzt bei Leuk\u00e4mie?<\/strong><\/h3>\n<p>Blutkrebs f\u00e4llt in die Zust\u00e4ndigkeit von H\u00e4matoonkologen. Das sind Fach\u00e4rzte f\u00fcr Innere Medizin, die sich auf Erkrankungen des Blutes (H\u00e4matologie) und Krebsleiden (Onkologie) spezialisiert haben.<\/p>\n<p>Behandlungen\u00a0 wie Chemotherapien, Bestrahlungen, Knochenmarktransplantationen oder die Verabreichung von Blutkonserven erfolgen \u00fcblicherweise an Internen Abteilungen in Spit\u00e4lern. Doch gibt es auch niedergelassene Fach\u00e4rzte f\u00fcr Innere Medizin mit Zusatzfach H\u00e4matoonkologie, die Leuk\u00e4miepatienten zwischen oder nach Spitalsaufenthalten betreuen. Wir haben f\u00fcr jedes Bundesland jeweils drei solche Spezialisten ausfindig gemacht.<\/p>\n<h4>BURGENLAND<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/eisenstadt\/3JjZ8\/dr-med-univ-demuth-martina\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Dr. Martina Demuth<\/strong><\/a>, Fach\u00e4rztin f\u00fcr Innere Medizin mit den Zusatzf\u00e4chern H\u00e4mato-Onkologie und Geriatrie sowie \u00c4rztin f\u00fcr Allgemeinmedizin, 2491 Neufeld an der Leitha<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/eisenstadt\/LTdP9\/univ-prof-dr-silberbauer-karl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Prof. Dr. Karl Silberbauer<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit den Zusatzf\u00e4chern Kardiologie und H\u00e4mato-Onkologie, 7000 Eisenstadt<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/eisenstadt\/DlwSF\/dr-farkas-martin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Dr. Martin Farkas<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit den Zusatzf\u00e4chern H\u00e4matologie und internistische Onkologie und Intensivmedizin sowie Arzt f\u00fcr Allgemeinmedizin , 7000 Eisenstadt<\/p>\n<h4>K\u00c4RNTEN<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/klagenfurt-am-w%C3%B6rthersee\/LW9C6\/prim-dr-czermak-helmuth\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Dr. Helmuth Czermak<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit den Zusatzf\u00e4chern Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Gastroenterologie und Hepatologie sowie H\u00e4matologie und internistische Onkologie sowie Arzt f\u00fcr Allgemeinmedizin, 9020 Klagenfurt<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/telefonbuch\/dietmar-geissler\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Prof. Dr. Dietmar Geissler<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit den Zusatzf\u00e4chern Nephrologie, Gastroenterologie und Hepatologie, H\u00e4matologie und internistische Onkologie, Intensivmedizin und Rheumatologie, 9020 Klagenfurt<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/villach\/s4mMQ\/dr-julia-tscherpel---fach%C3%A4rztin-f%C3%BCr-onkologie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Dr. Julia Tscherpel<\/strong><\/a>, Fach\u00e4rztin f\u00fcr Innere Medizin mit den Zusatzf\u00e4chern H\u00e4matologie und internistische Onkologie und Rheumatologie sowie \u00c4rztin f\u00fcr Allgemeinmedizin, 9500 Villach<\/p>\n<h4>NIEDER\u00d6STERREICH<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/horn\/98Vgp\/dr-mack-walter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Dr. Walter Mack<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit Zusatzfach H\u00e4matologie und internistische Onkologie sowie Arzt f\u00fcr Allgemeinmedizin, 3580 Horn,<\/p>\n<p>Auf HEROLD.at hat die Ordination bisher 4,9 von 5 Sternen bei 1 Bewertung erhalten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/sankt-p%C3%B6lten\/5Tbrd\/kopetzky-gerhard-oa-dr-h%C3%A4mato---onkologische-praxis\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Dr. Gerhard Kopetzky<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit den Zusatzf\u00e4chern H\u00e4matologie und internistische Onkologie sowie Nephrologie, 3100 St. P\u00f6lten<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/neunkirchen\/452zR\/priv-doz-dr-w%C3%B6hrer-stefan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Priv. Doz. Dr. Stefan W\u00f6hrer<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit Zusatzfach H\u00e4matologie und internistische Onkologie , 2620 Neunkirchen<\/p>\n<h4>OBER\u00d6STERREICH<\/h4>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/linz\/94pKs\/bettelheim-peter-univ-prof-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Prof. Dr. Peter Bettelheim<\/a><\/strong>,\u00a0Facharzt f\u00fcr Innere Medizin und Onkologe, 4020 Linz<\/p>\n<p><strong>Prof.Dr. Bruno Schneewei\u00df<\/strong>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin und Onkologe, 4400 St. Ulrich bei Steyr<\/p>\n<h4>SALZBURG<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/JQ2sL\/prim-univ-prof-dr-richard-greil\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Prof.Dr. Richard Greil<\/strong><\/a>,\u00a0Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit den Zusatzf\u00e4chern\u00a0<span class=\"ng-binding ng-scope\">H\u00e4matologie und internistische Onkologie<\/span>,\u00a0Infektiologie und Tropenmedizin sowie Rheumatologie, 5020 Salzburg<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/1wMvW\/hohla-florian-priv-doz-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>PD Dr. Florian Hohla<\/strong><\/a>,\u00a0Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit den Zusatzf\u00e4chern <span class=\"ng-binding ng-scope\">Gastroenterologie und Hepatologie sowie <\/span><span class=\"ng-binding ng-scope\">H\u00e4matologie und internistische Onkologie, 5020 Salzburg<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/sankt-veit-im-pongau\/NrJJh\/kamhuber-christoph-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><strong>Dr. Christoph Kamhuber<\/strong><\/a>,\u00a0Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit den Zusatzf\u00e4chern <span class=\"ng-binding ng-scope\">Gastroenterologie und Hepatologie sowie <\/span><span class=\"ng-binding ng-scope\">H\u00e4matologie und internistische Onkologie, 5621 Sankt Veit im Pongau<\/span><\/p>\n<h4>STEIERMARK<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/graz\/kR1gg\/st\u00f6ger-herbert-univ-prof-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Prof.Dr. Herbert St\u00f6ger<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit Zusatzfach H\u00e4matologie und internistische Onkologie, 8010 Graz<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/dobl-zwaring\/3LZVq\/dr-zenz-larisa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><strong>Dr. Larisa Zenz<\/strong><\/a>, Fach\u00e4rztin f\u00fcr Innere Medizin mit Onkologie und H\u00e4matologie, 8054 Seiersberg-Pirka<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/gleisdorf\/4mRmN\/dr-schmon-kampel-rudolf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Rudolf Schmon-Kampel<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit Zusatzfach H\u00e4matologie und internistische Onkologie, 8200 Gleisdorf<\/p>\n<h4>TIROL<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/innsbruck\/GB9sz\/dr-ludescher-christof\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Doz.Dr. Christof Ludescher<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit <span class=\"ng-binding ng-scope\">Zusatzfach <\/span><span class=\"ng-binding ng-scope\">H\u00e4matologie und internistische Onkologie<\/span>, 6020 Innsbruck<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/rum\/6FMhf\/fiegl-michael-univ-doz-dr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Doz.Dr. Michael Fiegl<\/strong><\/a>,\u00a0Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit den <span class=\"ng-binding ng-scope\">Zusatzf\u00e4chern <\/span><span class=\"ng-binding ng-scope\">H\u00e4matologie und internistische Onkologi<\/span>e sowie Geriatrie, 6063 Rum<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/telefonbuch\/zams_hauptpl_4\/Jf22Q\/g\u00fcnther_zangerl\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Dr. G\u00fcnther Zangerl<\/strong><\/a>,\u00a0Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit den <span class=\"ng-binding ng-scope\">Zusatzf\u00e4chern <\/span><span class=\"ng-binding ng-scope\">H\u00e4matologie und internistische Onkologi<\/span>e sowie Rheumatologie, 6511 Zams<\/p>\n<h4>VORARLBERG<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/telefonbuch\/lustenau_kaiser-franz-josef-str_4\/4jlMD\/peter_grabher\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><strong>Dr. Peter Grabher<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit den Zusatzf\u00e4chern H\u00e4matologie und internistische Onkologie sowie Angiologie, 6890 Lustenau<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/dornbirn\/p6T3d\/dr-lenz-j%C3%BCrgen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Dr. J\u00fcrgen Lenz<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit Zusatzfach H\u00e4matologie und internistische Onkologie , 6850 Dornbirn<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/feldkirch\/s6X2R\/dr-thurnes-othmar\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Dr. Othmar Thurnes<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit Zusatzfach H\u00e4matologie und internistische Onkologie, 6800 Feldkirch<\/p>\n<h4>WIEN<\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/bJlxc\/dr-heinz-roland-kienzer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Dr. Heinz Roland Kienzer<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit Zusatzfach H\u00e4mato-Onkologie, 1160 Wien<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/MwWXV\/oa-prof-dr-schwarzmeier-josef\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Prof. Dr. Josef D. Schwarzmeier<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit Zusatzfach H\u00e4mato-Onkologie, 1190 Wien<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/FVP9h\/oa-dr-wogritsch-christian\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Dr. Christian Wogritsch<\/strong><\/a>, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin mit Zusatzfach H\u00e4mato-Onkologie, 1130 Wien<\/p>\n<h3>Die bestbewerteten\u00a0Internisten in deinem Bundesland:<\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/internist\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/internist\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/internist\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/internist\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/internist\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/internist\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/internist\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/internist\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/internist\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bildet der K\u00f6rper statt normalen, funktionsf\u00e4higen wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen unkontrolliert entartete Blutzellen, liegt eine Leuk\u00e4mie vor. Diesen \u201cBlutkrebs\u201c gibt es in verschiedenen Formen. Wie man Leuk\u00e4mie erkennt, was sie f\u00fcr Folgen hat und was man dagegen tun kann,\u00a0erkl\u00e4ren wir euch hier. Was ist Leuk\u00e4mie? Der Begriff Leuk\u00e4mie bedeutet \u00fcbersetzt so viel wie \u201cwei\u00dfes Blut\u201c. Er kennzeichnet eine Reihe von b\u00f6sartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems, bei denen es zu einer unkontrollierten Vermehrung der wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen (Leukozyten) kommt. Umgangssprachlich wird Leuk\u00e4mie auch Blutkrebs genannt. Info: In \u00d6sterreich machen Leuk\u00e4mien rund drei Prozent aller Krebserkrankungen aus. Was passiert bei Leuk\u00e4mie? Wie entwickeln sich Blutzellen normalerweise? Die f\u00fcr die Immunabwehr verantwortlichen wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen haben mit den f\u00fcr den Sauerstofftransport zust\u00e4ndigen roten Blutk\u00f6rperchen und den an der Blutgerinnung beteiligten Blutpl\u00e4ttchen etwas gemeinsam: Sie entwickeln sich unter dem Einfluss von Wachstumsfaktoren in verschiedenen Schritten aus sogenannten Blutstammzellen. Gebildet werden diese gemeinsamen \u201cMutterzellen\u201c vom Knochenmark in den langen R\u00f6hrenknochen und in einigen platten Knochen wie dem Beckenkamm und Sch\u00e4del. Sie teilen sich und reifen zun\u00e4chst zu sogenannten Vorl\u00e4uferzellen heran, bei denen man zwischen lymphatischen Zellen und myeloischen Zellen unterscheidet. Sind aus den Vorl\u00e4uferzellen schlie\u00dflich funktionsf\u00e4hige Blutzellen geworden, treten diese in die Blutbahn \u00fcber, um ihre Aufgaben zu erf\u00fcllen. Aus den lymphatischen Zellen entstehen auf die Art Lymphozyten. Diese wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen gliedern sich in B-Zellen (B-Lymphozyten), die Antik\u00f6rper gegen fremde Strukturen wie z. B. Krankheitserreger und k\u00f6rpereigene abnormale Zellen bilden. T-Zellen (T-Lymphozyten), die virusinfizierte Zellen und Tumorzellen zerst\u00f6ren oder Signalstoffe abgeben, die eine Immunantwort ausl\u00f6sen oder Angriffe des Immunsystems auf gesunde k\u00f6rpereigene Zellen verhindern. nat\u00fcrliche Killerzellen, die defekte oder ver\u00e4nderte K\u00f6rperzellen oder Tumorzellen angreifen. Die myeloischen Zellen wiederum werden zu roten Blutk\u00f6rperchen (Erythrozyten), Blutpl\u00e4ttchen (Thrombozyten) oder bestimmten Arten von Leukozyten, den Granulozyten, von denen es drei Arten (neutrophile, eosinophile, basophile) mit unterschiedlichen Aufgaben gibt. Sie dienen der Erkennung und Abwehr von Bakterien und Parasiten. Monozyten, den Vorl\u00e4ufern von Makrophagen, die k\u00f6rperfremde Strukturen erkennen, in sich aufnehmen und zerst\u00f6ren. Dann gibt es noch sogenannte dendritische Zellen, die aus Monozyten oder Vorl\u00e4uferzellen der B- und T-Lymphozyten entstehen. Sie nehmen Fremdstoffe auf und zerteilen diese in kleine St\u00fccke, um sie an ihrer Zelloberfl\u00e4che f\u00fcr die Lymphozyten zu pr\u00e4sentieren. Und \u00fcberall im K\u00f6rper vorkommende Mastzellen, die Signalstoffe bilden, speichern und bei Kontakt mit Fremdstoffen freisetzen, um eine Reaktion des Immunsystems auszul\u00f6sen. Was\u00a0passiert bei Leuk\u00e4mie? Alle Blutzellen haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Daher m\u00fcssen sie st\u00e4ndig nachgebildet werden. Normalerweise produziert das Knochenmark \u2013 gesteuert durch verschiedene komplexe Regelkreise \u2013ungef\u00e4hr genauso viele neue Blutzellen, wie\u00a0alte abgestorben sind. Bei einer Leuk\u00e4mie findet die Vermehrung der wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen und ihrer Vorstufen jedoch unkontrolliert statt. Infolgedessen werden statt reifer, funktionst\u00fcchtiger Leukozyten unreife, nicht funktionsf\u00e4hige Zellen, sogenannte Blasten, erzeugt. Sie breiten sich im K\u00f6rper aus und sammeln sich z. B. in der Leber, den Lymphknoten und dem zentralen Nervensystem an, wo sie Funktionsst\u00f6rungen verursachen. Vor allem aber verdr\u00e4ngen sie zunehmend die normale Blutbildung im Knochenmark, sodass dieses nicht mehr genug rote Blutk\u00f6rperchen, Blutpl\u00e4ttchen und gesunde wei\u00dfe Blutk\u00f6rperchen produzieren kann. Ist Leuk\u00e4mie heilbar? Die Heilungschancen gestalten sich bei Kindern und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":175,"featured_media":182960,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[247],"tags":[],"acf":[],"yoast_head":"\n<title>Leuk\u00e4mie: Entstehung, Symptome &amp; Therapie - HEROLD.at<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Leuk\u00e4mie (Blutkrebs): Alles zum Thema Leuk\u00e4mie kannst du hier nachlesen! \u2713 Entstehung \u2713 Symptome \u2713 Therapie \u2713 Heilungschancen\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/leukaemie\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Leuk\u00e4mie: Entstehung, Symptome &amp; Therapie - HEROLD.at\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Leuk\u00e4mie (Blutkrebs): Alles zum Thema Leuk\u00e4mie kannst du hier nachlesen! 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