{"id":193062,"date":"2020-05-20T07:00:58","date_gmt":"2020-05-20T05:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=193062"},"modified":"2020-05-08T14:13:22","modified_gmt":"2020-05-08T12:13:22","slug":"zika-virus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/zika-virus\/","title":{"rendered":"Zika-Virus: Panikmache oder ernstes Risiko?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_209956\" aria-describedby=\"caption-attachment-209956\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/AdobeStock_262719478.png\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-209956 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/AdobeStock_262719478.png\" alt=\"Zika-Virus\" width=\"830\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/AdobeStock_262719478.png 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/AdobeStock_262719478-300x112.png 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/AdobeStock_262719478-768x287.png 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-209956\" class=\"wp-caption-text\">Das Zika-Virus kann bei Ungeborenen schwerwiegende Missbildungen hervorrufen. Grafik: Adobe Stock, (c) nsit0108<\/figcaption><\/figure>\n<p>2015 und 2016 hielt eine Mikrobe die Welt in Atem: das <strong>Zika-Virus<\/strong>. Hat sich doch herausgestellt, dass es bei Ungeborenen schwere Sch\u00e4del- und Hirnmissbildungen verursachen kann. Einen Grund f\u00fcr Panik sehen Forscher dennoch nicht. Arbeiten sie doch an einem Impfstoff gegen den Krankheitserreger. Aber sie raten Schwangeren vor Reisen in mit dem Zika-Virus verseuchte Gebiete ab. Und allen anderen Globetrottern, sich \u00fcber Ansteckungswege und Vorsichtsma\u00dfnahmen zu informieren, auch wenn das Virus sonst meist keine bis nur recht milde Symptome verursacht.<\/p>\n\n<h2>Zika-Virus \u2013 Was ist das?<\/h2>\n<p>Das <strong>Zika-Virus<\/strong> (ZIKV) geh\u00f6rt \u2013 ebenso wie z.B. das FSME-, Gelbfieber- und Dengue-Virus \u2013 zur Gattung <strong>Flavivirus <\/strong>der Familie Flaviviridae und ist der Ausl\u00f6ser des Zika-Fiebers. Seine Erbmasse, eine Einzelstrang-RNS, wird von einer zweilagigen Lipidh\u00fclle umschlossen. Das Virus kommt nat\u00fcrlicherweise in Afrika vor. Dort wurde es 1947 erstmals aus einem Rhesusaffen in einer Forschungsstation im Zika-Wald in Uganda isoliert und nach dem Ort seiner Entdeckung benannt.<\/p>\n<h3>Wo ist das Zika-Virus verbreitet?<\/h3>\n<p>Von Uganda aus\u00a0hat sich der Krankheitserreger inzwischen in mehr als 65 L\u00e4ndern \u2013 vorwiegend in <strong>tropischen <\/strong>und <strong>subtropischen Zonen<\/strong> (Mittel-, S\u00fcdamerika, S\u00fcdostasien, Karibik, Teile der USA wie z.B. Florida) \u2013 ausgebreitet. Die bisher beobachteten, nicht allzu h\u00e4ufigen Zika-Virus-Infektionen in Europa standen in Zusammenhang mit Reisen in die genannten Gebiete.<\/p>\n<p><strong>\u00dcbertragen <\/strong>wird das Zika-Virus von Mensch zu Mensch &#8211; meist jedoch \u00fcber in den Tropen und Subtropen beheimatete <strong>Stechm\u00fccken<\/strong> (Gelbfieberm\u00fccke = Aedes aegypti, vermutlich auch: asiatische Tigerm\u00fccke = Aedes albopictus, die auch schon in Europa gesichtet wurde). Doch ist auch eine Ansteckung \u00fcber <strong>Sexualkontakte<\/strong> (Virusnachweis in der Samenfl\u00fcssigkeit bis zu 6 Monate nach Symptombeginn) oder <strong>Blut<\/strong> (z.B. Transfusionen) sowie <strong>vertikal<\/strong>, d.h. von einer infizierten Mutter auf ihr ungeborenes Kind, m\u00f6glich.<\/p>\n<figure id=\"attachment_209983\" aria-describedby=\"caption-attachment-209983\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zikavirus_AdobeStock.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-209983 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zikavirus_AdobeStock.jpg\" alt=\"Zika Virus\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zikavirus_AdobeStock.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zikavirus_AdobeStock-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zikavirus_AdobeStock-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-209983\" class=\"wp-caption-text\">Das Zika-Virus unter dem Mikroskop. Foto: Adobe Stock, (c) Kateryna_Kon<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Wie \u00e4u\u00dfert sich das Zika-Virus?<\/strong><\/h3>\n<p>Die <strong>Mehrheit<\/strong> aller mit der seit 2016 in \u00d6sterreich meldepflichtigen Krankheit Infizierten, d.h. bis zu 80 Prozent, zeigen <strong>keinerlei Symptome<\/strong>. Der Rest entwickelt nach einer <strong>Inkubationszeit<\/strong> (Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der ersten Krankheitszeichen) von <strong>drei bis zw\u00f6lf Tagen<\/strong> bis zu einer Woche anhaltende Beschwerden, die denen beim Dengue-Fieber \u00e4hneln, aber \u00fcblicherweise milder verlaufen:<\/p>\n<ul>\n<li>Fieber<\/li>\n<li>fleckiger Hautausschlag<\/li>\n<li>retroorbitale (hinter der Augenh\u00f6hle), Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen<\/li>\n<li>Konjunktivitis (Augenbindehautentz\u00fcndung)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kommt es doch \u2013 vereinzelt \u2013 zu Todesf\u00e4llen, dann in der Regel bei Menschen mit schweren Vorerkrankungen.<\/p>\n<h3><strong>Zika-Virus in der Schwangerschaft<\/strong><\/h3>\n<p>2015 berichteten die brasilianischen Beh\u00f6rden \u00fcber einen starken Anstieg von Sch\u00e4delmissbildungen (<strong>Mikrozephalie<\/strong> = zu kleiner Kopf) und <strong>Fehlbildungen des Gehirns<\/strong> bei Neugeborenen mit m\u00f6glichen Folgen wie geistige Behinderung und schwerwiegende neurologische St\u00f6rungen. Im Blut der Kinder bzw. im Hirngewebe verstorbener und von Fehlbildungen betroffener Feten sowie im Fruchtwasser der M\u00fctter lie\u00df sich das Zika-Virus nachweisen. Somit war klar: das Virus kann schlimme Auswirkungen auf <strong>Ungeborene<\/strong> haben, wenn sich werdende M\u00fctter damit infizieren, vor allem in den ersten sechs Schwangerschaftsmonaten.<\/p>\n<p>Weitere Auff\u00e4lligkeiten, die mit dem Krankheitserreger (unbewiesen) in Verbindung gebracht werden, sind:<\/p>\n<ul>\n<li>eine Plazentainsuffizienz (mangelhaftes Funktionieren des Mutterkuchens)<\/li>\n<li>eine Wachstumsverz\u00f6gerung bei Ungeborenen<\/li>\n<li>vermehrte Fehlgeburten<\/li>\n<li>ein geh\u00e4uftes Auftreten des Guillain-Barr\u00e9-Syndroms (neurologische Erkrankung mit entz\u00fcndlichen Ver\u00e4nderungen des Nervensystems und in der Folge Muskelschw\u00e4chen und Gef\u00fchlsst\u00f6rungen in den Extremit\u00e4ten)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Warum die <strong>Fehlbildungen bei Neugeborenen<\/strong> erst jetzt auffallen, obwohl das Zika-Virus in manchen Gegenden schon seit Jahrzehnten zirkuliert, erkl\u00e4ren Forscher damit, dass dort viele Bewohner eine <strong>Zika-Virus-Infektion<\/strong> bereits im Kindesalter durchmachen, sodass ein Gro\u00dfteil der Frauen bei der ersten Schwangerschaft immun dagegen ist. Kommt es doch \u2013 selten \u2013 zu Fehlbildungen, f\u00e4llt das aufgrund der hohen S\u00e4uglingssterblichkeit und mangelnden \u00dcberwachung vermutlich nicht auf. Das ist in neuen Verbreitungsgebieten (z.B. in S\u00fcdamerika) anders, wie sich 2015 deutlich gezeigt hat.<\/p>\n<p>Allerdings: Noch ist nicht das gesamte Spektrum an Sch\u00e4den bekannt, das eine Zika-Virus-Infektion ausl\u00f6sen kann. Auch nicht, wie sehr der Zeitpunkt der Infektion in der Schwangerschaft das Risiko f\u00fcr Fehlbildungen beeinflusst. Hierzu wird noch intensiv geforscht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_210007\" aria-describedby=\"caption-attachment-210007\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zika_Virus2_AdobeStock.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-210007 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zika_Virus2_AdobeStock.jpg\" alt=\"Zika-Virus\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zika_Virus2_AdobeStock.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zika_Virus2_AdobeStock-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zika_Virus2_AdobeStock-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-210007\" class=\"wp-caption-text\">Die asiatische Tigerm\u00fccke gilt neben der Gelbfieberm\u00fccke als potenzieller \u00dcbertr\u00e4ger des Zika-Virus. Foto: Adobe Stock, (c) nechaevkon<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Zika-Virus ab wann nachweisbar?<\/strong><\/h3>\n<p>Das Zika-Virus ist bis zu drei Tage nach Beginn der Beschwerden per <strong>PCR<\/strong> im Blut (m\u00f6glicherweise auch im Urin) nachweisbar. Danach sind nur <strong>Antik\u00f6rper<\/strong> gegen das Virus zu finden. In der Samenfl\u00fcssigkeit soll es sich l\u00e4nger (vermutlich bis zu sechs Monaten) halten.<\/p>\n<h3><strong>Zika-Virus:<\/strong><strong>\u00a0Symptombek\u00e4mpfung als Therapie<\/strong><\/h3>\n<p>Es gibt bislang keine spezifische antivirale Therapie gegen das Zika-Virus. Daher bleibt lediglich eine <strong>symptomatische Behandlung<\/strong> wie z.B. eine <strong>Fiebersenkung<\/strong> und\/oder <strong>Schmerzlinderung<\/strong> mit handels\u00fcblichen Medikamenten oder Hausmitteln. Zudem Bettruhe und gen\u00fcgend Fl\u00fcssigkeitszufuhr.<\/p>\n<h4><strong>Vorbeugung:\u00a0Vermeidung von M\u00fcckenstichen<\/strong><\/h4>\n<p>Da es derzeit weder eine Impfung noch eine medikament\u00f6se Prophylaxe gibt, beruht die Pr\u00e4vention auf der Abwehr von Insekten, die beim Blutsaugen das Zika-Virus \u00fcbertragen k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Repellents<\/strong> (Insektenschutzmittel, z.B. DEET) entsprechend den Anweisungen auf dem Etikett auf unbedeckte <strong>Haut<\/strong> Besonders von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, wenn M\u00fccken der Gattung Aedes am aktivsten sind.<\/li>\n<li><strong>k\u00f6rperbedeckende<\/strong>, M\u00fcckenstichen standhaltende oder mit Repellents impr\u00e4gnierte <strong>Kleidung<\/strong>, d.h. lang\u00e4rmelige Hemden und lange Hosen tragen.<\/li>\n<li>in abgeschirmten oder klimatisierten R\u00e4umen bzw. unter einem (z.B. mit Permethrin impr\u00e4gnierten) <strong>Moskitonetz <\/strong>schlafen oder ruhen (auch tags\u00fcber) und Fensternetze nutzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vor allem <strong>Schwangere<\/strong> und Frauen, die in den n\u00e4chsten Monaten eine Mutterschaft planen, sollten auf <strong>Reisen<\/strong> in Gebiete, in denen das Zika-Virus lokal \u00fcbertragen wird,\u00a0<strong>verzichten<\/strong>. Fanden Reisen in Risikogebiete in j\u00fcngerer Vergangenheit statt, sollten sich Frauen vorbeugend an ihren Frauenarzt wenden.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle anderen Reisefreudigen ist es ratsam, sich vor Reiseantritt\u00a0in solche Regionen \u00fcber den aktuellen Stand der Infektionen mit dem Virus zu informieren und \u2013 vor allem bei vorbestehenden schweren chronischen Erkrankungen \u2013 die Situation mit dem behandelnden Arzt bzw. in einer reisemedizinischen Einrichtung abzukl\u00e4ren. Eine Liste der in den vergangenen neun Monaten vom Zika-Virus heimgesuchten Regionen findet man auf der Website des Europ\u00e4ischen Zentrums f\u00fcr Seuchenpr\u00e4vention (ECDC).<\/p>\n<figure id=\"attachment_210073\" aria-describedby=\"caption-attachment-210073\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zika_Virus_3_AdobeStock.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-210073\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zika_Virus_3_AdobeStock.jpg\" alt=\"Zika-Virus\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zika_Virus_3_AdobeStock.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zika_Virus_3_AdobeStock-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Zika_Virus_3_AdobeStock-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-210073\" class=\"wp-caption-text\">Die Mehrheit der Infizierten zeigen keine Symptome des Zika-Virus. Foto: Adobe Stock, (c) jarun011<\/figcaption><\/figure>\n<h4>Zika-Virus:\u00a0Verhalten nach m\u00f6glicher Infektion<\/h4>\n<p>Wenn die Reise bereits erfolgt ist und es entwickeln sich innerhalb von drei Wochen nach der R\u00fcckkehr entsprechende Symptome, sollte ein Arzt konsultiert werden. Ebenso, wenn Schwangere in gef\u00e4hrdeten L\u00e4ndern unterwegs waren, damit ihr Frauenarzt bei den Schwangerschaftsuntersuchungen auf eine m\u00f6gliche Infektion achtet.<\/p>\n<p>Um sexuelle \u00dcbertragungen zu verhindern, sollten Heimkehrer aus Zika-Ausbruchsgebieten f\u00fcr die Dauer von sechs Monaten <strong>Safer Sex<\/strong> praktizieren. Ist die Partnerin schwanger, sollten bis zum Ende der Schwangerschaft Kondome verwendet werden.<\/p>\n<p>Hierzulande f\u00fchrt die \u00f6sterreichische <strong>Agentur f\u00fcr Gesundheit und Ern\u00e4hrungssicherheit (AGES)<\/strong> im Auftrag des Gesundheitsministeriums seit 2011 eine <strong>Stechm\u00fccken\u00fcberwachung<\/strong> durch. Dabei werden die Insekten auf potenzielle Krankheitserreger wie z.B. das West-Nil-, Dengue-, Chikungunya und auch das Zika-Virus \u00fcberpr\u00fcft. Letzteres wurde bisher noch nie nachgewiesen, doch vereinzelt eine potenzielle \u00dcbertr\u00e4germ\u00fccke (Aedes albopictus) desselben im Jahr 2012.<\/p>\n<h3><strong>Weiterf\u00fchrender Link:<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/ecdc.europa.eu\/en\/zika-virus-infection\">Europ\u00e4isches Zentrum f\u00fcr Seuchenpr\u00e4vention: Zika\u00a0<\/a><\/p>\n<h3>Hier findest du die besten Gyn\u00e4kologen\u00a0in deiner N\u00e4he:<\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2015 und 2016 hielt eine Mikrobe die Welt in Atem: das Zika-Virus. Hat sich doch herausgestellt, dass es bei Ungeborenen schwere Sch\u00e4del- und Hirnmissbildungen verursachen kann. Einen Grund f\u00fcr Panik sehen Forscher dennoch nicht. Arbeiten sie doch an einem Impfstoff gegen den Krankheitserreger. Aber sie raten Schwangeren vor Reisen in mit dem Zika-Virus verseuchte Gebiete ab. Und allen anderen Globetrottern, sich \u00fcber Ansteckungswege und Vorsichtsma\u00dfnahmen zu informieren, auch wenn das Virus sonst meist keine bis nur recht milde Symptome verursacht. Zika-Virus \u2013 Was ist das? Das Zika-Virus (ZIKV) geh\u00f6rt \u2013 ebenso wie z.B. das FSME-, Gelbfieber- und Dengue-Virus \u2013 zur Gattung Flavivirus der Familie Flaviviridae und ist der Ausl\u00f6ser des Zika-Fiebers. Seine Erbmasse, eine Einzelstrang-RNS, wird von einer zweilagigen Lipidh\u00fclle umschlossen. Das Virus kommt nat\u00fcrlicherweise in Afrika vor. Dort wurde es 1947 erstmals aus einem Rhesusaffen in einer Forschungsstation im Zika-Wald in Uganda isoliert und nach dem Ort seiner Entdeckung benannt. Wo ist das Zika-Virus verbreitet? Von Uganda aus\u00a0hat sich der Krankheitserreger inzwischen in mehr als 65 L\u00e4ndern \u2013 vorwiegend in tropischen und subtropischen Zonen (Mittel-, S\u00fcdamerika, S\u00fcdostasien, Karibik, Teile der USA wie z.B. Florida) \u2013 ausgebreitet. Die bisher beobachteten, nicht allzu h\u00e4ufigen Zika-Virus-Infektionen in Europa standen in Zusammenhang mit Reisen in die genannten Gebiete. \u00dcbertragen wird das Zika-Virus von Mensch zu Mensch &#8211; meist jedoch \u00fcber in den Tropen und Subtropen beheimatete Stechm\u00fccken (Gelbfieberm\u00fccke = Aedes aegypti, vermutlich auch: asiatische Tigerm\u00fccke = Aedes albopictus, die auch schon in Europa gesichtet wurde). Doch ist auch eine Ansteckung \u00fcber Sexualkontakte (Virusnachweis in der Samenfl\u00fcssigkeit bis zu 6 Monate nach Symptombeginn) oder Blut (z.B. Transfusionen) sowie vertikal, d.h. von einer infizierten Mutter auf ihr ungeborenes Kind, m\u00f6glich. Wie \u00e4u\u00dfert sich das Zika-Virus? Die Mehrheit aller mit der seit 2016 in \u00d6sterreich meldepflichtigen Krankheit Infizierten, d.h. bis zu 80 Prozent, zeigen keinerlei Symptome. Der Rest entwickelt nach einer Inkubationszeit (Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der ersten Krankheitszeichen) von drei bis zw\u00f6lf Tagen bis zu einer Woche anhaltende Beschwerden, die denen beim Dengue-Fieber \u00e4hneln, aber \u00fcblicherweise milder verlaufen: Fieber fleckiger Hautausschlag retroorbitale (hinter der Augenh\u00f6hle), Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen Konjunktivitis (Augenbindehautentz\u00fcndung) Kommt es doch \u2013 vereinzelt \u2013 zu Todesf\u00e4llen, dann in der Regel bei Menschen mit schweren Vorerkrankungen. 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