{"id":34889,"date":"2020-01-24T10:00:51","date_gmt":"2020-01-24T09:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=34889"},"modified":"2022-06-15T10:10:28","modified_gmt":"2022-06-15T08:10:28","slug":"hundebiss-wie-man-tierbissse-versorgt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/hundebiss-wie-man-tierbissse-versorgt\/","title":{"rendered":"Hundebiss &#8211; was tun? Von Arztbesuch bis Schadenersatz"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_198318\" aria-describedby=\"caption-attachment-198318\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-Grubaerin-1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-198318 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-Grubaerin-1.jpg\" alt=\"Mittelgro\u00dfer Hund, der in den Arm einer jungen Frau bei\u00dft. Hundebiss, was tun?\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-Grubaerin-1.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-Grubaerin-1-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-Grubaerin-1-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-198318\" class=\"wp-caption-text\">Ein Hundebiss kommt selten allein: Wir verraten, wie du eine Infektion vermeidest, und wann dir Schmerzensgeld zusteht. Adobe Stock, (c) Grubaerin<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ob die Schuld f\u00fcr einen Hundebiss beim Tier oder beim Halter liegt, ist Ansichtssache. Sicher ist jedoch: Ist es passiert, ist <strong>schnelle Hilfe<\/strong> wichtig. Eine <strong>korrekte Wundversorgung<\/strong> ist der erste Schritt. Welche weiteren Ma\u00dfnahmen notwendig sind, h\u00e4ngt von der Tierart und der Intensit\u00e4t des Bisses ab.\u00a0Und dann ist da nat\u00fcrlich noch die Sache mit dem <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/schmerzensgeld-infos-hoehe\/\">Schmerzensgeld<\/a>.<\/p>\n\n<h2>Hundebiss &#8211; was kann passieren?<\/h2>\n<p>Die meisten Menschen sind der Meinung, Katzenbisse seien gef\u00e4hrlicher als Hundebisse, weil das <strong>Infektionsrisiko<\/strong> bei einem Katzenbiss deutlich h\u00f6her ist. Das mit dem Infektionsrisiko stimmt zwar\u00a0\u2013 aber beim Biss durch einen Hund lauern <strong>ganz andere Gefahren<\/strong>.<\/p>\n<p>Abh\u00e4ngig von der Gr\u00f6\u00dfe des Hundes verursacht ein Biss mehr oder minder ausgedehnte, mehr oder weniger stark zerfetzte <strong>Weichteilverletzungen<\/strong>.\u00a0Da es sich eher um offene Wunden handelt, die meistens stark bluten, wird ein Gro\u00dfteil der Keime sofort wieder ausgeschwemmt.\u00a0Kommt es dennoch zu einer Infektion, macht diese sich <strong>innerhalb von 24 Stunden<\/strong> bemerkbar.<\/p>\n<div class=\"content-box-yellow\"><strong>Das Problem<\/strong>: Nur, weil die Bisswunde sich nicht entz\u00fcndet, hei\u00dft das leider NICHT, dass nicht trotzdem <em>ernsthafte Verletzungen<\/em> vorliegen k\u00f6nnen.\u00a0Beim Hundebiss liegt die gr\u00f6\u00dfere Gefahr in der <em>Zugkraft des Kiefers.<\/em> Verletzungen durch einen Hundebiss k\u00f6nnen so schwere Sch\u00e4den verursachen, dass eine Amputation notwendig wird.<\/div>\n<h3>Warum sind Hundebisse so gef\u00e4hrlich?<\/h3>\n<p>Hundebisse befinden sich meistens an den Beinen oder Armen, zum Teil aber auch am Ges\u00e4\u00df, Gesicht oder Hals. Da selbst unter kleinen bzw. scheinbar nur oberfl\u00e4chlichen Wunden Knochenbr\u00fcche, <strong>Sehnen-, Nerven- oder Gef\u00e4\u00dfl\u00e4sionen<\/strong> verborgen sein k\u00f6nnen, sollte nach einem Hundebiss grunds\u00e4tzlich eine <strong>R\u00f6ntgenaufnahme<\/strong> gemacht werden. <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/die-beliebtesten-hausaerzte-2018\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dein Hausarzt<\/a> wei\u00df am besten, worauf bei Bissverletzungen dieser Art zu achten ist.<\/p>\n<h3>Hohes Infektionsrisiko durch Katzenbiss<\/h3>\n<p>Im Katzenspeichel befindet sich eine <strong>gro\u00dfe Anzahl von Keimen<\/strong>. Daher kommt es in der Folge eines Katzenbisses h\u00e4ufig zu Infektionen, die sich in der Regel innerhalb von zw\u00f6lf Stunden bemerkbar machen.\u00a0Zudem hinterlassen die nadelscharfen Z\u00e4hne <strong>tiefe punktf\u00f6rmige Verletzungen<\/strong>, die manchmal sogar ins Muskelfleisch und bis auf den Knochen reichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In dem so entstehenden engen Wundkanal bleiben <strong>potenzielle Krankheitserreger<\/strong> h\u00e4ngen, die aufgrund des geringen Blutflusses nicht ausgeschwemmt werden.\u00a0Aus diesem Grund ist auch der Katzenbiss grunds\u00e4tzlich ein Fall f\u00fcr deinen Hausarzt!<\/p>\n<figure id=\"attachment_198345\" aria-describedby=\"caption-attachment-198345\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-Kristin-Gruendler.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-198345 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-Kristin-Gruendler.jpg\" alt=\"Kleiner Junge, der einen Hund im Gesicht streichelt. Hundebiss, was tun?\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-Kristin-Gruendler.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-Kristin-Gruendler-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-Kristin-Gruendler-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-198345\" class=\"wp-caption-text\">F\u00fcr manche Hunde bedeutet der Umgang mit Kindern Stress pur. Hundehalter sollten entsprechend vorsichtig sein. Adobe Stock, (c) Kristin Gr\u00fcndler<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Infektionsgefahr durch Tierbisse<\/h3>\n<p>Selbst wenn ein Tierbiss keine allzu ernste Verletzung verursacht: Eine Infektion ist immer m\u00f6glich, denn tierische Mundh\u00f6hlen sind nun einmal nicht steril. Dort lauern Keime, die Entz\u00fcndungen hervorrufen k\u00f6nnen. Unbehandelte Entz\u00fcndungen k\u00f6nnen im schlimmsten Fall zu einer Sepsis f\u00fchren.\u00a0<strong>Anzeichen f\u00fcr eine Wundinfektion <\/strong>sind:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>R\u00f6tung <\/strong>und<strong> \u00dcberw\u00e4rmung<\/strong><\/li>\n<li><strong>Schmerzen<\/strong> (z.B. ein \u201cPochen\u201c an der Wundstelle) und <strong>Schwellung<\/strong><\/li>\n<li><strong>Eiterbildung<\/strong><\/li>\n<li>ev. <strong>Funktionseinschr\u00e4nkungen<\/strong> des verletzten oder umliegenden Gelenkes<\/li>\n<li>ev. <strong>Durchblutungs- oder Sensibilit\u00e4tsst\u00f6rungen<\/strong> (z.B. Taubheitsgef\u00fchl) an der Bissstelle<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Tetanus-Infektion durch Tierbiss<\/h3>\n<p>Hunde \u00fcbertragen beim Biss grunds\u00e4tzlich eitererregende Bakterien wie Staphylokokken, Streptokokken, Pasteurellen u.a.m.\u00a0 Sie k\u00f6nnen aber auch <strong>Nervengift bildende Bakterien<\/strong> der Spezies <em>Clostridium tetani\u00a0<\/em>\u00fcbertragen. Diese Bakterien leben im Maul der Tiere, ohne Symptome zu verursachen. Geraten sie jedoch unter Luftausschluss in eine Wunde, kann das ungeimpfte Bissopfer an <strong>Tetanus (Wundstarrkrampf)<\/strong> erkranken. Und eine solche Infektion kann f\u00fcr Menschen t\u00f6dlich enden.<\/p>\n<p>Zeichen einer Tetanusinfektion sind<strong> Muskelkr\u00e4mpfe<\/strong> bis hin zum <strong>Atemstillstand<\/strong>. Hierdurch entsteht ein charakteristischer Gesichtsausdruck, der sogenannte <em>Risus sardonicus.\u00a0<\/em>Dieser Ausdruck bezeichnet ein\u00a0h\u00e4misches Grinsen durch Kontraktionen der mimischen Muskulatur. In der Regel tritt au\u00dferdem ein<em> Trismus<\/em>, auch <strong>Kiefersperre<\/strong><em>\u00a0<\/em>genannt, auf: Der\u00a0Mund l\u00e4sst sich nicht ganz \u00f6ffnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_198348\" aria-describedby=\"caption-attachment-198348\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-MAGNIFIER.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-198348 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-MAGNIFIER.jpg\" alt=\"\u00c4rztin, die einem Mann eine Impfung in den Oberarm gibt. Hundebiss, was tun?\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-MAGNIFIER.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-MAGNIFIER-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-MAGNIFIER-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-198348\" class=\"wp-caption-text\">Wer von einem Hund gebissen wurde, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen und sich eine Tetanus-Spritze geben lassen. Adobe Stock, (c) MAGNIFIER<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Tollwut durch\u00a0Hundebiss<\/h3>\n<p>In bestimmten Gebieten riskieren Reisende bei Hunde-, Katzen-, Fuchs-, Wolfs-, Dachs, Waschb\u00e4r- oder Fledermausbissen eine <strong>Ansteckung mit Tollwut-Viren<\/strong>, die \u00fcber den Speichel der infizierten Tiere in die Bisswunde gelangen und von dort aus ins Gehirn und R\u00fcckenmark ausbreiten.<\/p>\n<p><em>Rabies<\/em> (Tollwut, Lyssa) beginnt mit <strong>uncharakteristischen Beschwerden<\/strong> wie Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, eventuell auch Fieber, Brennen, Jucken und vermehrter Schmerzempfindlichkeit der Wunde. Es folgt eine der beiden Zust\u00e4nde:<\/p>\n<ul>\n<li>die<strong> enzephalitische Form<\/strong>: Hirnhautentz\u00fcndung\u00a0mit Ausfallserscheinungen der Hirnnerven, vermehrtem Speichelfluss, Schwitzen, Muskelkr\u00e4mpfen (z.B. am Schlund beim Anblick von Fl\u00fcssigkeit = \u201cWasserscheu\u201c), Unruhe, aggressiven und depressiven Verstimmungen<\/li>\n<li>die<strong> paralytische Form<\/strong> (&#8220;stille Tollwut&#8221;): Nervenl\u00e4hmungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Krankheit endet mit einem Koma sowie einer L\u00e4hmung der Atemmuskulatur &#8211; und damit in der Regel t\u00f6dlich. Eine <strong>Tollwutimpfung<\/strong> kann den Ausbruch der Rabies verhindern.<\/p>\n<h2>Hundebiss &#8211; was tun?<\/h2>\n<ul>\n<li><strong>S\u00e4ubern &amp; Desinfizieren:<\/strong> Die Wunde sofort nach dem Biss unter flie\u00dfendem Wasser <em>gr\u00fcndlich aussp\u00fclen<\/em>! Besteht der Verdacht auf Tollwut beim Tier, Seife oder Sp\u00fclmittel beif\u00fcgen, um m\u00f6glichst viele Viren zu beseitigen. Anschlie\u00dfend <em>desinfizieren<\/em>.<\/li>\n<li><strong>Verbinden:<\/strong> Die Wunde mit einem<em> keimfreien Tuch<\/em> oder einer sterilen Mullbinde abdecken.<\/li>\n<li><strong>Abgebissene K\u00f6rperteile:<\/strong>\u00a0(z.B. Finger oder Zehen) in einem m\u00f6glichst reinen (am besten keimfreien) Tuch einwickeln und sauberen Plastiksack mitnehmen bzw. der Rettung mitgeben.<\/li>\n<li><strong>Druckverband:<\/strong> Bei starkem Blutverlust einen Druckverband zum Stoppen der Blutung anlegen, bei Bedarf (z.B. Kreislaufzusammenbruch) Erste Hilfe (Herzdruckmassage) leisten und sofort den Notarzt (144) rufen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Wie schnell zum Arzt nach Hundebiss?<\/h3>\n<p>Hat ein Hund zugebissen, solltest du <strong>so schnell wie m\u00f6glich<\/strong>\u00a0(idealerweise nur Stunden nach dem Vorfall) einen Arzt aufsuchen, damit dieser die Bisswunde s\u00e4ubert, ev. abgestorbenes Gewebe entfernt (Wundtoilette) und ggf.<strong> Antibiotika<\/strong> verabreicht sowie notwendige <strong>Impfungen<\/strong> vornimmt. Das reduziert die Gefahr einer Wundinfektion und sch\u00fctzt vor vermeidbaren Komplikationen.<\/p>\n<div class=\"content-box-yellow\"><strong>Achtung!<\/strong>\u00a0Sp\u00e4testens bei Auftreten von Symptomen einer Tollwut- oder Tetanusinfektion\u00a0SOFORT f\u00fcr \u00e4rztliche Hilfe sorgen!<\/div>\n<h3>Was kann schlimmstenfalls passieren?<\/h3>\n<p>Ausgedehnte Bissverletzungen und Gesichtsl\u00e4sionen erfordern eine<strong> station\u00e4re Behandlung<\/strong> sowie einen oder mehrere <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/unfallchirurg\/\">chirurgische Eingriffe<\/a>, bei denen ein Debridement, d.h. die Entfernung von Bel\u00e4gen und abgestorbenem Gewebe, erfolgt. In der Regel wird auch eine<strong> Drainage<\/strong> angelegt (damit Eiter nach au\u00dfen abflie\u00dfen kann) und wenn n\u00f6tig eine <strong>plastische Rekonstruktion<\/strong> (Wiederherstellung m\u00f6glichst \u201coriginalgetreuer\u201c Verh\u00e4ltnisse) vorgenommen. Abgebissene K\u00f6rperteile (z.B. Finger, Zehen, Nase, Ohr, usw.) werden nach M\u00f6glichkeit wieder angen\u00e4ht.<\/p>\n<h4>Wie lange krankgeschrieben nach Hundebiss?<\/h4>\n<p>Wie lange du nach einem Hundebiss im Krankenstand bist, h\u00e4ngt nat\u00fcrlich von der <strong>Art und der Schwere<\/strong> deiner Verletzung, sowie von deiner <strong>beruflichen T\u00e4tigkeit<\/strong> ab. Beispiel: Jemand, der beruflich viel am Schreibtisch sitzt und haupts\u00e4chlich die Tastatur verwendet, um seine Arbeit zu verrichten, wird durch einen kleinen Hundebiss im Bein nicht stark eingeschr\u00e4nkt sein. Ein Biss in die Hand jedoch kann durchaus dazu f\u00fchren, dass diese Art der Arbeit f\u00fcr <strong>mehrere Wochen<\/strong> nicht ausgef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<h3>Hundebiss &#8211; wo melden?<\/h3>\n<p>Wer in \u00d6sterreich einen <strong>Hundebiss melden<\/strong> will, muss grunds\u00e4tzlich einen Arzt aufsuchen. Laut \u00f6sterreichischem Gesetz (\u00a7\u00a7\u00a017\u00a0und\u00a041\u00a0Tierseuchengesetz) obliegt die Meldung des Vorfalls bei der Polizei n\u00e4mlich dem behandelnden <strong>Arzt bzw. dem Krankenhaus<\/strong>, in dem das Bissopfer versorgt wurde.<\/p>\n<figure id=\"attachment_198372\" aria-describedby=\"caption-attachment-198372\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-encierro.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-198372 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-encierro.jpg\" alt=\"Mann mit Hund in der Hundeschule, Hund liegt. Was tun nach Hundebiss?\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-encierro.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-encierro-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Hundebiss-was-tun-Adobe-Stock-c-encierro-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-198372\" class=\"wp-caption-text\">Lieber in die Hundeschule &#8211; um deine eigene Gesundheit und die deiner Kinder zu sch\u00fctzen! Adobe Stock, (c) encierro<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Wer haftet f\u00fcr Hundebiss?<\/h3>\n<p>Rechtlich gesehen tr\u00e4gt der\u00a0<strong>Hundehalter die volle Verantwortung<\/strong>\u00a0f\u00fcr seinen Hund und auch f\u00fcr die Folgen von dessen Verhalten. Bei\u00dft ein Tier ohne jede Provokation zu, haftet der Besitzer also auch f\u00fcr s\u00e4mtliche Folgen, die daraus entstehen: Verletzungen, <strong>Arztrechnungen<\/strong> und unter Umst\u00e4nden sogar Arbeitsausf\u00e4lle. Allerdings ist es h\u00e4ufig <strong>nicht ganz leicht<\/strong>, diese Anspr\u00fcche durchzusetzen.<\/p>\n<h3>Wie viel Schmerzensgeld f\u00fcr Hundebiss?<\/h3>\n<p>Im \u00f6sterreichischen Gesetz ist nicht festgelegt, in welcher H\u00f6he nach dem Biss von Hunden Schmerzensgeld zu zahlen ist. Grunds\u00e4tzlich bemisst sich die Summe nat\u00fcrlich danach,\u00a0<strong>welche Verletzungen und\/oder Sch\u00e4den <\/strong>entstanden sind, wie schwer diese sind und ob dadurch eine\u00a0<strong>dauerhafte Sch\u00e4digung<\/strong>\u00a0zu erwarten ist. Es muss also stets \u00fcber den <strong>Einzelfall<\/strong> entschieden werden.<\/p>\n<p>Manchmal ist es m\u00f6glich, mit dem Hundehalter direkt \u00fcber Schadensersatzanspr\u00fcche zu reden. Manche Hundebesitzer haben auch eine <strong>Haftpflichtversicherung<\/strong> f\u00fcr ihr Tier abgeschlossen, welche das Schmerzensgeld ebenfalls zahlen kann. Falls beide M\u00f6glichkeiten ins Leere laufen, bleibt dem Gesch\u00e4digten nur noch der Weg zum <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/rechtsanwalt-wien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Anwalt<\/a>, um das Schmerzensgeld einzuklagen.<\/p>\n<h3>Was passiert nach einem Hundebiss mit dem Hund?<\/h3>\n<p>Werden Menschen durch Hunde verletzt, steht immer die Frage im Raum, ob das <strong>Tier eingeschl\u00e4fert<\/strong> werden muss. In \u00d6sterreich ist dies ganz klar geregelt: Sofern der Eigent\u00fcmer des Hundes bekannt ist (gemeldet) und der Hund nachweislich gegen\u00a0Tollwut geimpft ist, gibt es eine &#8220;<strong>Beobachtungsfrist<\/strong>&#8221; von zehn Tagen.<\/p>\n<p>Innerhalb dieser zehn Tage muss der Hund<strong> zweimal<\/strong> (einmal direkt nach der Verletzung, einmal am zehnten Tag der Frist) durch einen Tierarzt <strong>auf Tollwut untersucht<\/strong> werden. Beide Untersuchungsergebnisse m\u00fcssen der Polizei und den Gesundheitsbeh\u00f6rden \u00fcbermittelt werden. Sind beide Ergebnisse <strong>unauff\u00e4llig<\/strong>, bleibt das Tier am Leben. Vor Schadensersatzanspr\u00fcchen bzw. Klagen auf <strong>Schmerzensgeld<\/strong> sch\u00fctzt dies den Hundehalter nat\u00fcrlich nicht.<\/p>\n<div class=\"content-box-yellow\"><strong>\u00dcbrigens<\/strong>: Weigert sich der Hundehalter, dieser Pflicht nachzukommen, ist die Polizei\/die Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde zu informieren.<\/div>\n<h3>Hier findest du die besten Haus\u00e4rzte in deinem Bundesland:<\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/hausarzt\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob die Schuld f\u00fcr einen Hundebiss beim Tier oder beim Halter liegt, ist Ansichtssache. Sicher ist jedoch: Ist es passiert, ist schnelle Hilfe wichtig. Eine korrekte Wundversorgung ist der erste Schritt. Welche weiteren Ma\u00dfnahmen notwendig sind, h\u00e4ngt von der Tierart und der Intensit\u00e4t des Bisses ab.\u00a0Und dann ist da nat\u00fcrlich noch die Sache mit dem Schmerzensgeld. Hundebiss &#8211; was kann passieren? Die meisten Menschen sind der Meinung, Katzenbisse seien gef\u00e4hrlicher als Hundebisse, weil das Infektionsrisiko bei einem Katzenbiss deutlich h\u00f6her ist. Das mit dem Infektionsrisiko stimmt zwar\u00a0\u2013 aber beim Biss durch einen Hund lauern ganz andere Gefahren. Abh\u00e4ngig von der Gr\u00f6\u00dfe des Hundes verursacht ein Biss mehr oder minder ausgedehnte, mehr oder weniger stark zerfetzte Weichteilverletzungen.\u00a0Da es sich eher um offene Wunden handelt, die meistens stark bluten, wird ein Gro\u00dfteil der Keime sofort wieder ausgeschwemmt.\u00a0Kommt es dennoch zu einer Infektion, macht diese sich innerhalb von 24 Stunden bemerkbar. Das Problem: Nur, weil die Bisswunde sich nicht entz\u00fcndet, hei\u00dft das leider NICHT, dass nicht trotzdem ernsthafte Verletzungen vorliegen k\u00f6nnen.\u00a0Beim Hundebiss liegt die gr\u00f6\u00dfere Gefahr in der Zugkraft des Kiefers. Verletzungen durch einen Hundebiss k\u00f6nnen so schwere Sch\u00e4den verursachen, dass eine Amputation notwendig wird. Warum sind Hundebisse so gef\u00e4hrlich? Hundebisse befinden sich meistens an den Beinen oder Armen, zum Teil aber auch am Ges\u00e4\u00df, Gesicht oder Hals. Da selbst unter kleinen bzw. scheinbar nur oberfl\u00e4chlichen Wunden Knochenbr\u00fcche, Sehnen-, Nerven- oder Gef\u00e4\u00dfl\u00e4sionen verborgen sein k\u00f6nnen, sollte nach einem Hundebiss grunds\u00e4tzlich eine R\u00f6ntgenaufnahme gemacht werden. Dein Hausarzt wei\u00df am besten, worauf bei Bissverletzungen dieser Art zu achten ist. Hohes Infektionsrisiko durch Katzenbiss Im Katzenspeichel befindet sich eine gro\u00dfe Anzahl von Keimen. Daher kommt es in der Folge eines Katzenbisses h\u00e4ufig zu Infektionen, die sich in der Regel innerhalb von zw\u00f6lf Stunden bemerkbar machen.\u00a0Zudem hinterlassen die nadelscharfen Z\u00e4hne tiefe punktf\u00f6rmige Verletzungen, die manchmal sogar ins Muskelfleisch und bis auf den Knochen reichen k\u00f6nnen. In dem so entstehenden engen Wundkanal bleiben potenzielle Krankheitserreger h\u00e4ngen, die aufgrund des geringen Blutflusses nicht ausgeschwemmt werden.\u00a0Aus diesem Grund ist auch der Katzenbiss grunds\u00e4tzlich ein Fall f\u00fcr deinen Hausarzt! Infektionsgefahr durch Tierbisse Selbst wenn ein Tierbiss keine allzu ernste Verletzung verursacht: Eine Infektion ist immer m\u00f6glich, denn tierische Mundh\u00f6hlen sind nun einmal nicht steril. Dort lauern Keime, die Entz\u00fcndungen hervorrufen k\u00f6nnen. Unbehandelte Entz\u00fcndungen k\u00f6nnen im schlimmsten Fall zu einer Sepsis f\u00fchren.\u00a0Anzeichen f\u00fcr eine Wundinfektion sind: R\u00f6tung und \u00dcberw\u00e4rmung Schmerzen (z.B. ein \u201cPochen\u201c an der Wundstelle) und Schwellung Eiterbildung ev. Funktionseinschr\u00e4nkungen des verletzten oder umliegenden Gelenkes ev. Durchblutungs- oder Sensibilit\u00e4tsst\u00f6rungen (z.B. Taubheitsgef\u00fchl) an der Bissstelle Tetanus-Infektion durch Tierbiss Hunde \u00fcbertragen beim Biss grunds\u00e4tzlich eitererregende Bakterien wie Staphylokokken, Streptokokken, Pasteurellen u.a.m.\u00a0 Sie k\u00f6nnen aber auch Nervengift bildende Bakterien der Spezies Clostridium tetani\u00a0\u00fcbertragen. Diese Bakterien leben im Maul der Tiere, ohne Symptome zu verursachen. Geraten sie jedoch unter Luftausschluss in eine Wunde, kann das ungeimpfte Bissopfer an Tetanus (Wundstarrkrampf) erkranken. Und eine solche Infektion kann f\u00fcr Menschen t\u00f6dlich enden. Zeichen einer Tetanusinfektion sind Muskelkr\u00e4mpfe bis hin zum Atemstillstand. 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