{"id":58384,"date":"2019-05-10T10:00:23","date_gmt":"2019-05-10T08:00:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=58384"},"modified":"2019-09-25T11:38:59","modified_gmt":"2019-09-25T09:38:59","slug":"baby-verschluckt-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/baby-verschluckt-sich\/","title":{"rendered":"S.O.S. Erstickungsgefahr: Was tun, wenn sich ein Baby oder Kind verschluckt?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_155941\" aria-describedby=\"caption-attachment-155941\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich1.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-155941 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich1.jpg\" alt=\"Baby verschluckt sich\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich1.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich1-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich1-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-155941\" class=\"wp-caption-text\">Diese Erste-Hilfe-Ma\u00dfnahmen bewahren das Kind vor dem Ersticken. Foto: Adobe Stock, (c) Ole_CNX<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Albtraum aller Eltern: Ihr Baby oder Kind ringt pl\u00f6tzlich nach Luft, kann kaum noch richtig husten oder antworten. Weil es sich beim Essen oder Trinken verschluckt oder irgendein Objekt in den Mund gesteckt hat, das nun die Atemwege verlegt. Dann hei\u00dft es richtig handeln, um die Luftr\u00f6hre wieder frei zu bekommen und den Nachwuchs vor dem Ersticken zu bewahren. Aber auch Fremdk\u00f6rper in der Speiser\u00f6hre k\u00f6nnen zu Schluck- und Atembeschwerden sowie Brechreiz oder Atemnot f\u00fchren. Dann sollte man ebenso wissen, welche<strong> Erste Hilfe Ma\u00dfnahmen<\/strong> nun angebracht sind.<\/p>\n\n<h2><strong>Baby verschluckt sich:\u00a0Anzeichen<\/strong><\/h2>\n<p>Erforschen Babys und kleine Kinder die Welt, tun sie das mit ihren H\u00e4nden, oft aber auch mit ihrem Mund. In diesem landen daher gern Gegenst\u00e4nde, die dort nicht hingeh\u00f6ren. Und in den \u201cfalschen Hals\u201c, sprich in die Luftr\u00f6hre statt in die Speiser\u00f6hre, geh\u00f6ren sie schon gar nicht. Das passiert bei Kindern leichter als bei Erwachsenen, weil ihr Kehlkopfdeckel h\u00f6her liegt, die Kleinen oft noch keine Backenz\u00e4hne haben, um Nahrung ausreichend zu zerkauen oder sie beim Essen zu gro\u00dfe Bissen runterschlingen.<\/p>\n<p>Dann beginnen die Kinder pl\u00f6tzlich zu <strong>husten<\/strong> oder auch zu <strong>w\u00fcrgen<\/strong> und\/oder <strong>ringen nach Luft<\/strong>, sind eventuell <strong>heiser<\/strong> oder tun sich schwer zu antworten, haben <strong>starken Speichelfluss<\/strong> oder unklares <strong>Erbrechen<\/strong>, <strong>Schmerzen im Hals<\/strong> bzw. hinter dem Brustbein oder <strong>Bauchschmerzen<\/strong>, <strong>Atemnebenger\u00e4usche<\/strong> (Pfeifen, Brummen, Keuchen, Rasseln) oder atemabh\u00e4ngige Einziehungen an Hals oder Brust. Besteht <strong>akute Atemnot<\/strong>, kann das betroffene Kind <strong>blau anlaufen<\/strong> (Lippen!) oder auch <strong>bewusstlos<\/strong> werden.<\/p>\n<p>Die Bandbreite an Dingen, die vor allem von Knaben vorzugsweise im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren verschluckt bzw. ungewollt inhaliert werden, ist gro\u00df: Lebensmittel wie z.B. Erdn\u00fcsse, Weintrauben, H\u00fclsenfr\u00fcchte oder Karottenst\u00fccke, M\u00fcnzen, Spielzeugteile, Murmeln, Perlen, Ringe, Schrauben, Knopfbatterien u.v.a.m. Ergebnis einer solchen <strong>Fremdk\u00f6rperaspiration<\/strong>: W\u00fcrg- und Hustenreiz, eventuell auch Luftnot. Und Panik \u2013 beim Kind und meist auch bei seinem Betreuer.<\/p>\n<h3><strong>Besonders gef\u00e4hrliche Objekte<\/strong><\/h3>\n<p>Verkeilen sich verschluckte gr\u00f6\u00dfere, unregelm\u00e4\u00dfig geformte, spitze oder <strong>scharfrandige Objekte<\/strong> (z.B. Glas- oder Knochensplitter, offene Sicherheitsnadel) in der Speiser\u00f6hre, k\u00f6nnen diese <strong>Verletzungen<\/strong> bis hin zur Organperforation (Durchbohrung), Blutungen und Entz\u00fcndungen verursachen oder auch den Kehlkopf und\/oder die Luftr\u00f6hre einengen und so Atembeschwerden ausl\u00f6sen. Je l\u00e4nger ein Fremdk\u00f6rper an einer Stelle steckenbleibt, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Gefahr, dass sich solche Sch\u00e4den entwickeln. Oder auch Komplikationen wie z.B. eine Lungenentz\u00fcndung.<\/p>\n<p>Selten, aber doch k\u00f6nnen sich <strong>Fremdk\u00f6rper im Blinddarm verfangen<\/strong> und dort Reizungen oder Entz\u00fcndungen hervorrufen. Oder sich im Enddarm festsetzen, was starke <strong>Bauchschmerzen<\/strong> oder auch einen <strong>Darmverschluss<\/strong> verursacht.<\/p>\n<p>Doch auch, wenn \u201cnur\u201c altersgerechte Kost in den kindlichen Mund gelangt, ist noch nicht jede Gefahr gebannt, denn ein sich Verschlucken schaffen schon Babys beim <strong>Trinken der Muttermilch<\/strong> oder Fl\u00e4schchennahrung, auch wenn sie w\u00e4hrend der Schwangerschaft schon \u201c\u00fcben\u201c und Fruchtwasser schlucken. Das hat mit der Weichheit ihrer Atem- und Speisewege zu tun und legt sich meist mit der Zeit. Oder das Verschlucken ist die Folge einer <strong>ung\u00fcnstigen Trinktechnik<\/strong> der Babys.<\/p>\n<p>Ob Fremdk\u00f6rper gef\u00e4hrlich werden oder nicht, h\u00e4ngt au\u00dfer von ihrer Gr\u00f6\u00dfe auch von ihrer Beschaffenheit ab. So rutschen etwa Erdn\u00fcsse bei Kindern besonders leicht in die Lunge und richten dort auch nach ihrer Entfernung noch Schaden an, weil ihr \u00d6l die Schleimhaut reizt.<\/p>\n<h2><strong>Baby verschluckt sich: oft eher Zwischenfall als Notfall <\/strong><\/h2>\n<p>Mit Luftnot und Panik endet allerdings Gott sei Dank bei weitem nicht jedes Verschlucken (Ingestion) bei einem Baby oder Kleinkind. Denn die meisten versehentlich verschluckten kleinen Gegenst\u00e4nde passieren problemlos (Faustregel: M\u00fcnzen mit einem Durchmesser bis etwa 2 cm) den Verdauungstrakt, ohne diesen zu verletzen, und werden \u2013 unterst\u00fctzt durch faserreiche Nahrung und reichliche Fl\u00fcssigkeitszufuhr \u2013 mit dem Stuhl innerhalb kurzer Zeit <strong>auf nat\u00fcrlichem Wege wieder ausgeschieden<\/strong>. Allerdings k\u00f6nnen weiche Dinge wie Saugerteile oder konzentrisch liegende Ringe lange unbemerkt in der Speiser\u00f6hre verbleiben.<\/p>\n<p>Stillkinder wiederum verf\u00fcgen in der Regel \u00fcber einen gut ausgepr\u00e4gten <strong>W\u00fcrgereflex<\/strong>, der das Risiko, dass tats\u00e4chlich Muttermilch in die Luftwege kommt, minimiert. Sollte das dennoch geschehen, dann richten kleine Mengen Muttermilch dort im Normalfall kaum Schaden an.<\/p>\n<h2><strong>Erste Hilfe: was tun, wenn sich das Kind verschluckt?<\/strong><\/h2>\n<p>Wenn sich das Baby oder Kleinkind verschluckt und die oben beschriebenen Symptomen auftreten,\u00a0ist das ein\u00a0<strong>Notfall<\/strong>, der ehebaldigst \u00e4rztlicher Hilfe bedarf. Es muss also die <strong>Rettung<\/strong> (Tel.: 144) alarmiert werden, von deren Mitarbeitern man auch entsprechende telefonische Anweisungen und Antworten bekommt, wie man sich richtig verh\u00e4lt. Inklusive Angabe, welches Objekt (Gr\u00f6\u00dfe, Material, Form, Oberfl\u00e4chenbeschaffenheit) wann vom Baby oder Kind verschluckt wurde, damit sich der Notarzt ein Bild machen kann, was f\u00fcr Ma\u00dfnahmen angesagt sind.<\/p>\n<figure id=\"attachment_155962\" aria-describedby=\"caption-attachment-155962\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich_Kzenon.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-155962 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich_Kzenon.jpg\" alt=\"Baby verschluckt sich\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich_Kzenon.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich_Kzenon-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich_Kzenon-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-155962\" class=\"wp-caption-text\">Wenn sich das Baby verschluckt, muss man schnell handeln und Erste Hilfe Ma\u00dfnahmen anwenden. Foto: Adobe Stock, (c) Kzenon<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bis zum Eintreffen des Notarztes sollten bei <strong>Kindern bis zu zwei Jahren<\/strong> folgende\u00a0<strong>Sofortma\u00dfnahmen,\u00a0<\/strong>(die man in einem Erste Hilfe Kurs erlernen kann) getroffen werden:<\/p>\n<ul>\n<li>das Kind am sitzenden Ersthelfer <strong>mit dem Kopf nach unten halten<\/strong> und aushusten lassen, denn so unterst\u00fctzt die Schwerkraft das Vorhaben, den verschluckten Fremdk\u00f6rper wieder zum Vorschein zu bringen. Sein Oberk\u00f6rper h\u00e4ngt dabei \u00fcber dem Knie des Helfers bzw., wenn es sich um einen S\u00e4ugling handelt, liegt dieser mit seinem Bauch auf dem Arm des Lebensretters.<\/li>\n<li>das <strong>Gesicht des Kindes mit einer Hand st\u00fctzen<\/strong>, d.h. der Daumen des Helfers liegt auf einem Unterkieferwinkel, ein oder zwei andere Finger auf dem zweiten Unterkieferwinkel des Kleinen.<\/li>\n<li>mit der anderen \u2013 flachen \u2013 Hand dem Baby oder Kind \u2013 sanft (!), aber bestimmt \u2013 f\u00fcnfmal <strong>auf den R\u00fccken klopfen<\/strong>. Nach jedem \u201cSchlag\u201c auf den R\u00fccken dem Kind kurz Gelegenheit zum Luft holen lassen und pr\u00fcfen, ob sich der Fremdk\u00f6rper gel\u00f6st hat.<\/li>\n<li>bleibt dieses \u2013 mehrmals wiederholte \u2013 Man\u00f6ver erfolglos, d.h. besteht die Verlegung der Atemwege weiterhin, das Kind umdrehen (auf den R\u00fccken), auf den Oberschenkel legen (Kopf zum Knie), den Kopf des Kindes mit einer Hand unterst\u00fctzen und mit 2 bis 3 Fingern bis zu f\u00fcnfmal in Folge auf seinen Brustkorb dr\u00fccken.<\/li>\n<li>den Mund des Babys oder Kindes \u00f6ffnen und mit dem Zeigefinger vorsichtig sichtbare, feststeckende Objekte entfernen.\u00a0Aber keinesfalls versuchen, per Finger nach einem unsichtbaren Fremdk\u00f6rper zu fischen, um ihn nicht noch weiter in Richtung Luftr\u00f6hre zu verschieben, sondern diese Angelegenheit einem Arzt \u00fcberlassen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Lebensrettende Man\u00f6ver<\/strong><\/h3>\n<p>Bei <strong>Kindern ab dem zweiten Lebensjahr<\/strong> verspricht der \u2013 allerdings umstrittene, da unter Umst\u00e4nden zu inneren Verletzungen f\u00fchrende \u2013 <strong>Heimlich-Handgriff<\/strong> (ebenfalls erlernbar in einem Erste Hilfe Kurs) gute Erfolgsaussichten, einen verschluckten Fremdk\u00f6rper wieder loszuwerden:<\/p>\n<ul>\n<li>das Kind mit beiden Armen von hinten umfassen.<\/li>\n<li>die H\u00e4nde unter dem Brustbein des Kindes verschr\u00e4nken und f\u00fcnfmal ruckartig ziehen oder die geballte Faust auf den Bauch des Kindes zwischen Nabel und Brustbein legen und in Richtung Zwerchfell dr\u00fccken, um das Aushusten des Fremdk\u00f6rpers zu unterst\u00fctzen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>W\u00fcrgt ein Kind, kann aber immer noch husten oder hustet es ohnehin, ist es richtig, das Kind <strong>husten zu lassen<\/strong> bzw. es aufzufordern, kr\u00e4ftig zu husten, denn der Hustenreflex dient von Natur aus dazu, die Atemwege von potentiell sch\u00e4dlichen Substanzen zu befreien.<\/p>\n<p>Keinesfalls sollte man versuchen, bei einem Baby oder Kind, das sich verschluckt hat, ein Erbrechen herbeizuf\u00fchren, denn das kann Verletzungen durch den verschluckten Fremdk\u00f6rper bewirken. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr die Gabe eines Abf\u00fchrmittels.<\/p>\n<p>Atmet ein Baby oder Kind nach Verschlucken eines Objekts nicht, sind sofortige <strong>Wiederbelebungsma\u00dfnahmen<\/strong> angesagt, d.h. im Wechsel miteinander je 30 schnelle Herzdruckmassagen (einen Fingerbreit unterhalb einer gedachten Linie zwischen den Brustwarzen mit dem Zeige- und Mittelfinger einer Hand zwei bis vier Zentimeter tief dr\u00fccken; Tipp: laut mitz\u00e4hlen) und 2 Atemspenden (Mund des Helfers st\u00fclpt sich \u00fcber den Mund oder die Nase und den Mund des Kindes, um sanft zu pusten), bis das Kind wieder zu atmen beginnt bzw. der Arzt eintrifft.<\/p>\n<h2><strong>Wann unbedingt ein Arzt ans Werk muss <\/strong><\/h2>\n<p>Gelingt es nicht, durch forciertes Husten das verschluckte Objekt hervorzuholen bzw. stellt sich \u2013 auch wenn\u00a0ein Gegenstand abgehustet wurde \u2013 ein bleibender Husten ein, sollte ein Arzt Nachforschungen \u00fcber dessen Ursache anstellen. Dann muss oft ein st\u00f6rendes Objekt z.B. per <strong>R\u00f6ntgenaufnahmen<\/strong> \u2013 aufgesp\u00fcrt und je nach seinem Sitz mit einer Zange, einem Katheter oder einem flexiblen Endoskop (in Vollnarkose) entfernt werden. Allerdings stellen sich einige Fremdk\u00f6rper (z.B. Glassplitter, Fischgr\u00e4ten) auf nativen R\u00f6ntgenbildern nicht dar, sodass R\u00f6ntgenaufnahmen mit Kontrastmittel, eine Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) notwendig werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es gibt Dinge, bei denen keinesfalls auf ihr Erscheinen gewartet werden darf. Auch wenn sie (noch) keine Beschwerden verursachen. Sondern <strong>auf jeden Fall \u00e4rztlich entfernt<\/strong> werden m\u00fcssen wie<\/p>\n<ul>\n<li><strong>verschluckte (Knopf-)Batterien<\/strong>, die toxische Chemikalien enthalten, die Darmnekrosen und innere Verbrennungen ausl\u00f6sen.<\/li>\n<li><strong>mehrere (Spiel-)Magnete bzw. Magnetteile<\/strong>. Und zwar noch bevor sie in den Darm gelangen und damit unerreichbar werden. Da sie aneinanderhaften, k\u00f6nnen sie n\u00e4mlich die Darmschleimhaut einklemmen und sch\u00e4digen bzw. Darmschlingen zueinander ziehen, was die Bildung von <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/fistel\/\">Fisteln<\/a> beg\u00fcnstigt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Enddarm befindliche Fremdk\u00f6rper lassen sich meist mit einem Einlauf einfach und schmerzfrei entfernen.<\/p>\n<p>Sonst kann man davon ausgehen, dass, sobald ein Fremdk\u00f6rper die Speiser\u00f6hre verl\u00e4sst, dieser den Magen\u2013 Darmtrakt problemlos passiert. Somit kann bei Objekten im Magen unter Umst\u00e4nden sogar bis zu vier Wochen zugewartet werden, bevor sie endoskopisch entfernt werden. Au\u00dfer sie sind sehr gro\u00df oder scharfkantig.<\/p>\n<h2><strong>Kann man einem (sich) Verschlucken vorbeugen? <\/strong><\/h2>\n<p>Bis zu einem gewissen Grad ja.<\/p>\n<p>Verschluckt sich z.B. ein Baby h\u00e4ufig beim Trinken an der Mutterbrust, kann schon eine Erh\u00f6hung der H\u00e4ufigkeit der Stillmahlzeiten helfen. Und das Anbieten nur einer Brust pro Mahlzeit. Denn dadurch verringert sich die Menge der gestauten Milch und damit die Milchmenge, die beim Milchspendereflex freigegeben wird.<\/p>\n<p>Da auch das Trinkverhalten beeinflusst, ob sich ein Baby verschluckt, empfiehlt es sich, <strong>verschiedene Stillpositionen<\/strong> auszuprobieren. Au\u00dferdem das Baby zu stillen, wenn es gerade wach geworden ist. Dann wird es wahrscheinlich nicht so intensiv saugen, wie wenn es ganz wach und hungrig ist. Auch gilt es, eine sogenannte <strong>Saugverwirrung <\/strong>zu<strong> vermeiden<\/strong>. Sie entsteht gern, wenn ein Baby abwechselnd aus Brust und Flasche, die jeweils eine andere Trinktechnik erfordern, trinkt. Denn so kann das Kleine unter Umst\u00e4nden mit dem Wechsel zwischen den beiden Techniken nicht klar kommen. Und mit der falschen Methode an der Brust saugen, hektisch werden, sich verschlucken bzw. viel Luft schlucken. Schlimmstenfalls lehnt es aus Frustration die Brust sogar ab. In puncto geeignete Stilltechniken bieten Stillberaterinnen (z.B. der <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/s1TFW\/la-leche-liga-stillberatung-maria-wiener\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><strong>La Leche Liga<\/strong><\/a>) kompetente Beratung.<\/p>\n<p>K\u00fcnstliche Sauger und Schnuller lassen ein Baby hungrig bleiben, sodass es beim Stillen mit umso mehr Kraft saugt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_155971\" aria-describedby=\"caption-attachment-155971\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-155971 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich2.jpg\" alt=\"Baby verschluckt sich\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich2.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich2-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Kind-verschluckt-sich2-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-155971\" class=\"wp-caption-text\">Verschluckt sich das Baby beim Stillen, solltest du verschiedene Stillpositionen ausprobieren. Foto: Adobe Stock, (c) golubovy<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Das Risiko geringhalten<\/strong><\/h3>\n<p>Bei Kleinkindern helfen gewisse Regeln bzw. Vorsichtsma\u00dfnahmen, das<strong> Risiko f\u00fcr ein Verschlucken <\/strong>zu<strong> minimieren<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>In puncto Ern\u00e4hrung sollte gelten: \u201cGegessen wird nur am Tisch\u201c, nicht beim Laufen oder Spielen.<\/li>\n<li>Bei der Ern\u00e4hrung auf <strong>ungekochte N\u00fcsse<\/strong> (besonders Erdn\u00fcsse) und <strong>Pistazien<\/strong> bei Kindern unter 4 Jahren besser verzichten.<\/li>\n<li>Kleinkindern keine <strong>Karotten- oder Apfelst\u00fcckchen<\/strong> etc., sondern ganze Fr\u00fcchte zum Abnagen gut schluckbarer St\u00fccke geben. Oder das Obst\/Gem\u00fcse mit der Reibe klein raspeln.<\/li>\n<li>Auch <strong>rohe H\u00fclsenfr\u00fcchte<\/strong> sind riskant, da sie im K\u00f6rper aufquellen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Spielzeug mit Kleinteilen eignen sich nicht f\u00fcr Kinder unter drei Jahren (siehe Hinweise auf der Verpackung).<\/li>\n<li>Auf kindersicheres Spielzeug achten. Auf Spielsachen (Murmeln, Kuscheltiere mit angen\u00e4hten Knopfaugen usw.), die sich leicht in Einzelteile zerlegen lassen, verzichten.<\/li>\n<li>M\u00fcnzen, Kn\u00f6pfe, Heftklammern und \u00e4hnlichen Kleinkram nicht in Reichweite von Kindern offen herumliegen lassen, sondern unter Verschluss halten.<\/li>\n<li>Keine d\u00fcnnwandigen Gl\u00e4ser verwenden, aus denen Kinder ein St\u00fcck Glas herausbei\u00dfen k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Medikamente und Putzmittel (Geschirrsp\u00fclertabs!) an einem kindersicheren Ort aufbewahren.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die am besten bewerteten Kinder\u00e4rzte in deinem Bundesland:<\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Albtraum aller Eltern: Ihr Baby oder Kind ringt pl\u00f6tzlich nach Luft, kann kaum noch richtig husten oder antworten. Weil es sich beim Essen oder Trinken verschluckt oder irgendein Objekt in den Mund gesteckt hat, das nun die Atemwege verlegt. Dann hei\u00dft es richtig handeln, um die Luftr\u00f6hre wieder frei zu bekommen und den Nachwuchs vor dem Ersticken zu bewahren. Aber auch Fremdk\u00f6rper in der Speiser\u00f6hre k\u00f6nnen zu Schluck- und Atembeschwerden sowie Brechreiz oder Atemnot f\u00fchren. Dann sollte man ebenso wissen, welche Erste Hilfe Ma\u00dfnahmen nun angebracht sind. Baby verschluckt sich:\u00a0Anzeichen Erforschen Babys und kleine Kinder die Welt, tun sie das mit ihren H\u00e4nden, oft aber auch mit ihrem Mund. In diesem landen daher gern Gegenst\u00e4nde, die dort nicht hingeh\u00f6ren. Und in den \u201cfalschen Hals\u201c, sprich in die Luftr\u00f6hre statt in die Speiser\u00f6hre, geh\u00f6ren sie schon gar nicht. Das passiert bei Kindern leichter als bei Erwachsenen, weil ihr Kehlkopfdeckel h\u00f6her liegt, die Kleinen oft noch keine Backenz\u00e4hne haben, um Nahrung ausreichend zu zerkauen oder sie beim Essen zu gro\u00dfe Bissen runterschlingen. Dann beginnen die Kinder pl\u00f6tzlich zu husten oder auch zu w\u00fcrgen und\/oder ringen nach Luft, sind eventuell heiser oder tun sich schwer zu antworten, haben starken Speichelfluss oder unklares Erbrechen, Schmerzen im Hals bzw. hinter dem Brustbein oder Bauchschmerzen, Atemnebenger\u00e4usche (Pfeifen, Brummen, Keuchen, Rasseln) oder atemabh\u00e4ngige Einziehungen an Hals oder Brust. Besteht akute Atemnot, kann das betroffene Kind blau anlaufen (Lippen!) oder auch bewusstlos werden. Die Bandbreite an Dingen, die vor allem von Knaben vorzugsweise im Alter von sechs Monaten bis vier Jahren verschluckt bzw. ungewollt inhaliert werden, ist gro\u00df: Lebensmittel wie z.B. Erdn\u00fcsse, Weintrauben, H\u00fclsenfr\u00fcchte oder Karottenst\u00fccke, M\u00fcnzen, Spielzeugteile, Murmeln, Perlen, Ringe, Schrauben, Knopfbatterien u.v.a.m. Ergebnis einer solchen Fremdk\u00f6rperaspiration: W\u00fcrg- und Hustenreiz, eventuell auch Luftnot. Und Panik \u2013 beim Kind und meist auch bei seinem Betreuer. Besonders gef\u00e4hrliche Objekte Verkeilen sich verschluckte gr\u00f6\u00dfere, unregelm\u00e4\u00dfig geformte, spitze oder scharfrandige Objekte (z.B. Glas- oder Knochensplitter, offene Sicherheitsnadel) in der Speiser\u00f6hre, k\u00f6nnen diese Verletzungen bis hin zur Organperforation (Durchbohrung), Blutungen und Entz\u00fcndungen verursachen oder auch den Kehlkopf und\/oder die Luftr\u00f6hre einengen und so Atembeschwerden ausl\u00f6sen. Je l\u00e4nger ein Fremdk\u00f6rper an einer Stelle steckenbleibt, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Gefahr, dass sich solche Sch\u00e4den entwickeln. Oder auch Komplikationen wie z.B. eine Lungenentz\u00fcndung. Selten, aber doch k\u00f6nnen sich Fremdk\u00f6rper im Blinddarm verfangen und dort Reizungen oder Entz\u00fcndungen hervorrufen. Oder sich im Enddarm festsetzen, was starke Bauchschmerzen oder auch einen Darmverschluss verursacht. Doch auch, wenn \u201cnur\u201c altersgerechte Kost in den kindlichen Mund gelangt, ist noch nicht jede Gefahr gebannt, denn ein sich Verschlucken schaffen schon Babys beim Trinken der Muttermilch oder Fl\u00e4schchennahrung, auch wenn sie w\u00e4hrend der Schwangerschaft schon \u201c\u00fcben\u201c und Fruchtwasser schlucken. Das hat mit der Weichheit ihrer Atem- und Speisewege zu tun und legt sich meist mit der Zeit. Oder das Verschlucken ist die Folge einer ung\u00fcnstigen Trinktechnik der Babys. Ob Fremdk\u00f6rper gef\u00e4hrlich werden oder nicht, h\u00e4ngt au\u00dfer von ihrer Gr\u00f6\u00dfe auch von ihrer Beschaffenheit ab. 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