{"id":68302,"date":"2018-02-15T08:32:39","date_gmt":"2018-02-15T07:32:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=68302"},"modified":"2019-03-14T14:28:37","modified_gmt":"2019-03-14T13:28:37","slug":"allergien-bei-kindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/allergien-bei-kindern\/","title":{"rendered":"Allergien bei Kindern: wie man Heuschnupfen und Co. vorbeugen kann"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_68518\" aria-describedby=\"caption-attachment-68518\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-68518 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allergie-bei-Kindern.jpeg\" alt=\"Allergien bei Kindern\" width=\"830\" height=\"553\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allergie-bei-Kindern.jpeg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allergie-bei-Kindern-250x167.jpeg 250w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allergie-bei-Kindern-700x466.jpeg 700w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allergie-bei-Kindern-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allergie-bei-Kindern-400x267.jpeg 400w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allergie-bei-Kindern-750x500.jpeg 750w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allergie-bei-Kindern-300x200.jpeg 300w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-68518\" class=\"wp-caption-text\">Es ist wichtig, Allergien bei Kindern m\u00f6glichst bald zu zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Foto: Adobe Stock, (c) Kzenon<\/figcaption><\/figure>\n<p>Tr\u00e4nende Augen, rinnende Nasen, juckende Hautausschl\u00e4ge oder gar Anf\u00e4lle von Atemnot beweisen es: Allergien sind im Vormarsch. Auch und gerade bei Kindern. Heuschnupfen, Asthma und Co. belasten bereits rund ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen. Was Eltern da tun k\u00f6nnen? Einiges, um der Entwicklung von Allergien bei ihrem Nachwuchs vorzubeugen. Und Wirkungsvolles, wenn sich dennoch allergische Symptome einstellen.<\/p>\n\n<h2><strong>Warum Allergien entstehen <\/strong><\/h2>\n<p>Das menschliche Immunsystem ist f\u00e4hig, zwischen k\u00f6rpereigenen und fremden Substanzen (Antigene), mit denen es in Kontakt kommt, zu unterscheiden. Erkennt es fremde Stoffe wie z.B. Krankheitserreger als sch\u00e4dlich, versucht es, die <strong>potenziellen \u00dcbelt\u00e4ter zu vernichten.<\/strong> Harmloses Material aber toleriert der Organismus normalerweise. Zum Gl\u00fcck. Sonst w\u00fcrde beispielsweise jedes Luftholen oder jede Mahlzeit zum Problem.<\/p>\n<p><strong>Anders bei Allergikern:<\/strong> Bei ihnen f\u00fchrt der Erstkontakt mit einem an sich ungef\u00e4hrlichen Stoff wie z.B. Bl\u00fctenpollen oder Tierhaaren zun\u00e4chst zu einer Sensibilisierung (Aufbau einer Immunantwort) der Abwehr. Bei erneutem Kontakt mit dem Allergen (Substanz, die \u00fcber das Immunsystem allergische Reaktionen ausl\u00f6sen kann) kommt es zu \u00dcberempfindlichkeitsreaktionen in Form von Heuschnupfen, Asthma, Hautausschl\u00e4gen u. a. m., wie es inzwischen bei bis zu <strong>25 Prozent<\/strong> aller Kinder und Jugendlichen geschieht.<\/p>\n<p>Die Bereitschaft, eine <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/allergie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">allergische Reaktion<\/a>\u00a0zu entwickeln, wird zu einem <strong>erheblichen Teil vererbt.<\/strong> Demnach besitzt ein Neugeborenes ein umso h\u00f6heres Allergierisiko, je mehr Verwandte <strong>ersten Grades<\/strong> (Eltern, Geschwister) an Allergien leiden. Dieses Risiko betr\u00e4gt bei Kindern nicht allergischer Eltern rund 15 Prozent, steigt auf 20 bis 40 Prozent, wenn ein Elternteil Allergiker ist und auf 60 bis 80 Prozent, wenn beide Eltern mit Allergien k\u00e4mpfen. Hierbei l\u00e4sst sich jedoch nicht voraussagen, welche Form von Allergie das Kind aufweisen wird.<\/p>\n<h2><strong>Was die Entwicklung von Allergien f\u00f6rdert<\/strong><\/h2>\n<p>Was das Auftreten allergischer Symptome au\u00dferdem beeinflusst, sind \u2013 <strong>teilweise vermeidbare<\/strong> \u2013 Umweltbedingungen und Faktoren wie<\/p>\n<ul>\n<li>(auch passiv konsumierter) Tabakrauch und andere Schadstoffe in der Luft<\/li>\n<li>eine Fr\u00fchgeburtlichkeit<\/li>\n<li>ein fr\u00fches Abstillen<\/li>\n<li>eine fr\u00fchzeitige Sensibilisierung auf Nahrungsmittelallergene wie Kuhmilch oder H\u00fchnereiwei\u00df<\/li>\n<li>der Geburtsmonat (erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr schwere Allergien bei im Fr\u00fchling Geborenen)<\/li>\n<li>das Geschlecht (mehr Knaben als M\u00e4dchen)<\/li>\n<li>ung\u00fcnstige soziale Verh\u00e4ltnisse<\/li>\n<li>eine unterlassene Allergenvermeidung<\/li>\n<li>eine unzureichende Behandlung einer Allergie oder verabs\u00e4umte Immuntherapie<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wahrscheinlich f\u00fchrt auch eine zu sterile, d.h. <strong>keimarme Umgebung<\/strong> (kaum Wurmbefall, relativ wenig Kontakt mit Bakterien und Viren) zu Allergien. Als Folge einer <strong>\u201cUnterbesch\u00e4ftigung\u201c<\/strong> des Immunsystems, das sich daraufhin gegen \u201cfalsche Feinde\u201c richtet. F\u00fcr diese Hygiene-These spricht, dass Kinder mit h\u00e4ufigen viralen Atemwegsinfekten im ersten Lebensjahr und\/oder mehr als zwei Geschwistern sowie solche in Kinderkrippen <strong>seltener Asthma entwickeln.<\/strong> Und auf Bauernh\u00f6fen aufgewachsene Kinder nur halb so h\u00e4ufig Asthma bekommen wie andere aus dem gleichen Dorf, die ohne Aufenthalte im Stall leben. Das d\u00fcrfte an den erh\u00f6hten Konzentrationen von Endotoxinen (Bakteriengiften) liegen, die sich im Stallstaub und den Matratzen der Bauernhofkinder finden und sich anscheinend positiv auf die Entwicklung des Immunsystems auswirken.<\/p>\n<h2><strong>Wie sich Allergien \u00e4u\u00dfern<\/strong><\/h2>\n<p>Im Verlauf einer allergischen Reaktion kommt es zur Freisetzung hoch wirksamer biochemischer Substanzen (wie z.B. Histamin), die zu allerlei Ver\u00e4nderungen an verschiedenen Organen f\u00fchren. An den Atemwegen beispielsweise zur allergischen Rhinitis bzw. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Allergische_Rhinitis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Rhinokonjunktivitis<\/a> mit <strong>juckenden, tr\u00e4nenden, ger\u00f6teten und verschwollenen Augen, laufender Nase und Niesreiz.<\/strong> H\u00e4ufige Ausl\u00f6ser der perennialen (ganzj\u00e4hrigen) allergischen Rhinitis sind <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/allergie\/hausstaubmilben\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hausstaubmilben<\/a>, Schimmelpilze und Tierhaare. F\u00fcr die saisonale allergische Rhinitis zeichnen <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/allergie\/pollenallergie-blutenstaub-krank\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pollen<\/a> und da insbesondere Gr\u00e4serpollen verantwortlich. Daher spricht man auch von <strong><a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/heuschnupfen-saisonale-allergische-rhinitis-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Heuschnupfen<\/a><\/strong>. Oder es entwickelt sich allergisches Asthma, das die gleichen Ausl\u00f6ser wie die allergische Rhinitis aufweist und sich zu dieser hinzugesellen kann. Hierf\u00fcr wird gern, aber eigentlich nicht ganz richtig, der Ausdruck Etagenwechsel gebraucht.<\/p>\n<p>An der Haut zeigt sich eine allergische Reaktion z.B. in Form von R\u00f6tungen, Ekzemen oder Quaddeln (\u201cNesselausschlag\u201c) und im Verdauungstrakt z.B. mit Durchf\u00e4llen. Schlimmstenfalls entwickelt sich \u2013 <strong>vor allem bei einer Bienen- oder Wespengiftallergie<\/strong> \u2013 ein so genannter anaphylaktischer Schock mit akuter Atemnot und Herz-Kreislauf-Versagen.<\/p>\n<p>Doch ist es keineswegs so, dass sich allergische Symptome auf ein Organ oder Organsystem beschr\u00e4nken m\u00fcssen oder nicht wechseln k\u00f6nnen. Vielmehr durchleben viele Kinder mehrere allergische Beschwerdebilder, machen sozusagen eine\u00a0<strong>\u201cAllergiker-Karriere\u201c<\/strong>. Dabei herrschen im S\u00e4uglingsalter meist Nahrungsmittelallergien (v.a. gegen Kuhmilch, H\u00fchnerei, Fisch, Soja, Weizen oder N\u00fcsse) und eine <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/neurodermitis\/\">Neurodermitis<\/a> vor, die sich im Laufe der Jahre zum \u00fcberwiegenden Teil wieder verlieren. Bis zum Schul- und Teenageralter findet dann allerdings oft eine Sensibilisierung gegen\u00fcber Katzenhaaren, Hausstaubmilben und <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/allergie\/pollenallergie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pollen<\/a> und die Entwicklung von Inhalationsallergien (Heuschnupfen, Asthma) statt.<\/p>\n<h2><strong>Ist mein Kind ein Allergiker?<\/strong><\/h2>\n<p>Das l\u00e4sst sich ohne beweisende medizinische Diagnostik oft nur schwer sagen, denn l\u00e4ngst nicht immer zeigt sich ein offensichtlicher Zusammenhang zwischen dem Ausl\u00f6ser und den Krankheitszeichen (z.B. Asthmaanfall nach Katzenkontakt). Je nachdem, wie viel Zeit zwischen dem Kontakt mit dem Allergen und der allergischen Reaktion vergeht, unterscheidet man n\u00e4mlich zwischen Allergien vom <strong>\u201cSoforttyp\u201c<\/strong> (wenige Sekunden bis Minuten) und solchen vom <strong>\u201cSp\u00e4ttyp\u201c<\/strong> (bis zu mehreren Tagen, z.B. bei Kontakt- oder einigen <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/medikamente\/arzneimittelallergien-hautausschlage-symptome\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Medikamentenallergien<\/a>).<\/p>\n<p>Jedenfalls sollten bestimmte Beschwerden Eltern aufhorchen und das Kind zum Allergologen bringen lassen, weil sie auf eine allergische Erkrankung hindeuten k\u00f6nnen wie<\/p>\n<ul>\n<li>episodisch auftretender, anfallsartiger Husten,<\/li>\n<li>Atemnot (z.B. bei k\u00f6rperlicher Anstrengung), pfeifende Ger\u00e4usche beim Atmen oder eine ziehende Atmung,<\/li>\n<li>Hautprobleme (z.B. Neurodermitis) bei kleinen Kindern,<\/li>\n<li>in bestimmten Jahreszeiten geh\u00e4uft auftretende Symptome.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Wie der Arzt Allergien bei Kindern erkennt<\/strong><\/h2>\n<p>Die \u00e4rztliche Diagnosestellung einer Allergie beruht auf<\/p>\n<ul>\n<li>der Erhebung der Krankengeschichte (<strong>Anamnese<\/strong>), wobei der Arzt insbesondere nach der Art der Beschwerden und wann und wo sie auftreten, fragt (anfallsartig, periodisch, saisonal oder ganzj\u00e4hrig, ortsgebunden oder nicht).<\/li>\n<li>der Erhebung der <strong>Familienanamnese<\/strong>.<\/li>\n<li>dem <strong>F\u00fchren eines Beschwerdekalenders<\/strong> (Aufzeichnung, wann, wo und unter welchen Umst\u00e4nden welche Beschwerden auftreten.<\/li>\n<li>der <strong>k\u00f6rperlichen Untersuchung<\/strong> auf m\u00f6gliche Zeichen einer Allergie.<\/li>\n<li>der Durchf\u00fchrung von <strong>Allergietests<\/strong> (ab dem 3. Lebensjahr, bei begr\u00fcndetem Verdacht auf eine bestimmte Allergie auch schon fr\u00fcher).<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Diagnosemittel Allergietests<\/strong><\/h2>\n<p>Je nach Beschwerdebild, vermutetem Typ von Allergie und erwartetem Ausl\u00f6ser derselben kommt zur Anwendung:<\/p>\n<ul>\n<li>der <strong>Pricktest<\/strong>: Auf die Haut werden Tropfen von L\u00f6sungen aufgebracht, die je ein bestimmtes Allergen enthalten und anschlie\u00dfend wird die Haut angeritzt.<\/li>\n<li>der <strong>Intrakutantest<\/strong>: In die Haut wird eine geringe Menge L\u00f6sung, die ein bestimmtes Allergen enth\u00e4lt, gespritzt.<\/li>\n<li>der <strong>Epikutantest<\/strong> (Patch-Test): Ein spezielles Pflaster mit Substanzen, die <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/allergie\/allergisches-kontaktekzem-was-die-haut-zum-rebellieren-bringt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kontaktallergien<\/a> ausl\u00f6sen k\u00f6nnen, wird auf die Haut geklebt. Nach seiner Entfernung erfolgt das Ablesen eventueller Reaktionen nach einem definierten Zeitschema.<\/li>\n<li>der <strong>RIST<\/strong> (Radio-Immuno-Sorbent-Test), ein immunologischer Bluttest zur Bestimmung der IgE-Antik\u00f6rper, d.h. der Allergieneigung.<\/li>\n<li>der <strong>RAST<\/strong> (Radio-Allergo-Sorbent-Test) zum Nachweis von Antik\u00f6rpern gegen ein einzelnes Allergen (z.B. Gr\u00e4serpollen, Hausstaubmilben), wobei die H\u00f6he der ermittelten Konzentration von Antik\u00f6rpern nicht mit der Schwere der Krankheitssymptome \u00fcbereinstimmen muss.<\/li>\n<li>der <strong>Provokationstest<\/strong>: Das verd\u00e4chtigte Allergen wird inhaliert oder auf die Nasenschleimhaut oder Augenbindehaut aufgetragen. Unter Notfallbereitschaft, da es danach zu heftigen allergischen Reaktionen (anaphylaktischer Schock) kommen kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine allergische Reaktion auf das verabreichte Allergen (Allergieausl\u00f6ser) zeigt sich beim Pricktest, Intrakutantest und Epikutantest als Quaddel und\/oder Hautr\u00f6tung, beim Provokationstest in Form allergischer Beschwerden. Als Allergen fungieren viele Substanzen. Am h\u00e4ufigsten sind es aber Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Nahrungsmittel und <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/allergie\/insektengiftallergiker\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Insektengifte<\/a>, die \u00dcberempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.<\/p>\n<p><strong>Jedoch:<\/strong> Das Testergebnis allein reicht nicht aus, um mit unumst\u00f6\u00dflicher Sicherheit den Ausl\u00f6ser zu identifizieren. Denn einerseits sind Symptome wie Juckreiz, Quaddeln etc. kein fixer Beweis f\u00fcr eine Allergie bzw. bilden sich manchmal Antik\u00f6rper, ohne dass entsprechende Symptome vorliegen. Andererseits kann ein Allergietest auch negativ ausfallen, obwohl der getestete Stoff eine Allergie ausl\u00f6st. Erbringen aber mehrere Tests positive Reaktionen bzw. das gleiche Ergebnis, ist eine Allergie als sehr wahrscheinlich anzusehen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_68524\" aria-describedby=\"caption-attachment-68524\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-68524 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allergie-bei-Kindern-1.jpeg\" alt=\"Allergien bei Kindern\" width=\"830\" height=\"553\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allergie-bei-Kindern-1.jpeg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allergie-bei-Kindern-1-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Allergie-bei-Kindern-1-768x512.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-68524\" class=\"wp-caption-text\">Je nach Beschwerdebild stehen im Falle von Allergien bei Kindern unterschiedliche Testmethoden zur Verf\u00fcgung. Foto: Adobe Stock, (c) Gorilla<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Hilfe, mein Kind ist also allergisch \u2013 was nun? <\/strong><\/h2>\n<p>Kinder leiden nicht nur an den Symptomen ihrer Allergie, sondern auch an dadurch bedingten sozialen Einschr\u00e4nkungen. <strong>Auch k\u00f6nnen Allergien die Schulleistungen beeintr\u00e4chtigten.<\/strong> Das schaffen leider auch Medikamente zur Unterdr\u00fcckung allergischer Symptome wie etwa manche Antihistaminika, die als Nebenwirkung M\u00fcdigkeit verursachen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rtes Therapieziel bei einer Allergie ist daher eine weitgehende Beschwerdefreiheit. <strong>Au\u00dferdem:<\/strong> Erfolgt keine ad\u00e4quate Behandlung, k\u00f6nnen sich die Beschwerden verst\u00e4rken. So wird etwa des \u00d6fteren aus anf\u00e4nglich \u201cnur\u201c Heuschnupfen letztlich allergisches Asthma.<\/p>\n<p>Daher basiert die Behandlung einer Allergie auf 3 S\u00e4ulen. Sie lauten<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Allergenkarenz<\/strong>, d.h. das Meiden des Allergieausl\u00f6sers, etwa durch Bettsanierung bei einer Hausstaubmilbenallergie, entsprechende Di\u00e4t bei einer Nahrungsmittelallergie, Umstieg auf eine andere Arznei bei einer Medikamentenallergie, Verzicht auf Modeschmuck bei einer Nickelallergie usw.<\/li>\n<li>Konsequente <strong>medikament\u00f6se Therapie<\/strong>, etwa mit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antihistaminikum\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Antihistaminika<\/a> und Antiallergika (auch Kortisonpr\u00e4parate). In Form von Tabletten, Tropfen, Sprays oder Salben, die bei einer allergischen Rhinitis schleimhautabschwellend, bei Ekzemen entz\u00fcndungshemmend, bei Asthma bronchialerweiternd wirken.<\/li>\n<li><strong>Allergen-spezifische Immuntherapie<\/strong> (AIT, Hyposensibilisierung, Desensibilisierung, Allergie-Impfung), um den Organismus weniger empfindlich gegen\u00fcber dem Allergen zu machen. Hierzu werden dem K\u00f6rper gezielt geringe Mengen des Allergieausl\u00f6sers zugef\u00fchrt, damit er sich daran gew\u00f6hnt und nicht mehr \u00fcberreagiert. Entweder mit regelm\u00e4\u00dfigen Injektionen (subkutane Immuntherapie, SCIT) oder mit Tropfen oder Tabletten (sublinguale Immuntherapie, SLIT). Die AIT greift vor allem, wenn es nicht zu viele verschiedene Allergene sind, die behandelt werden sollen. Sie kann die Entwicklung von Asthma bei Heuschnupfen verhindern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Begleitend k\u00f6nnen Atem\u00fcbungen und eine psychologische Unterst\u00fctzung Hilfe bieten.<\/p>\n<h2><strong>Eltern aufgepasst! Wie man Allergien bei Kindern vorbeugt<\/strong><\/h2>\n<p>Neugeborene besitzen noch kein voll ausgereiftes Immunsystem. Ihre Abwehr muss erst nach und nach lernen, den K\u00f6rper gegen eine Vielzahl k\u00f6rperfremder Stoffe zu sch\u00fctzen. Darum ist es sinnvoll, vorbeugende Ma\u00dfnahmen bereits in dieser Lebensphase zu treffen. Ein <strong>\u00fcbertriebenes Reinlichkeitsverhalten<\/strong> und das Vermeiden von Schmutz bilden allerdings keine erfolgreiche Strategie, um die Entstehung von Allergien hintanzuhalten.<\/p>\n<p>Vielmehr gilt es, schon vor der Geburt und w\u00e4hrend der Stillzeit ein Kind m\u00f6glichst <strong>wenigen Allergie beg\u00fcnstigenden <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/gesund-reisen\/gesund-reisen-unterwegs-mit-heuschnupfen-asthma-und-co\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Faktoren<\/a><\/strong> auszusetzen. Das gelingt, wenn<\/p>\n<ul>\n<li>das Kind bis zum vollendeten <strong>4. Lebensmonat ausschlie\u00dflich gestillt<\/strong> wird und erst dann Beikost erh\u00e4lt. Falls Stillen nicht m\u00f6glich ist, bietet sich hypoallergene Nahrung (HA-Nahrung) aus der Apotheke als hochwertiger Ersatz an.<\/li>\n<li>in Hochrisikofamilien (beide Elternteile oder ein Elternteil und ein Geschwister sind Atopiker) <strong>keine Haustiere<\/strong> (Katzen!) gehalten werden.<\/li>\n<li>sich <strong>feucht aufwischbare B\u00f6den<\/strong> statt Teppichen in der Wohnung befinden.<\/li>\n<li>auf Staubf\u00e4nger wie Gardinen, Felle, Stofftiere etc. verzichtet wird bzw. diese regelm\u00e4\u00dfig gereinigt bzw. Stofftiere regelm\u00e4\u00dfig eingefroren werden, um <strong>Hausstaubmilben<\/strong> den Garaus zu machen.<\/li>\n<li>die <strong>Ern\u00e4hrung ausgewogen<\/strong> ist und kein \u00dcbergewicht besteht.<\/li>\n<li>die Wohnst\u00e4tte in einer verkehrsarmen Gegend liegt.<\/li>\n<li>regelm\u00e4\u00dfiges <strong>Sto\u00dfl\u00fcften<\/strong> in den Wohnr\u00e4umen stattfindet, um Schimmelpilzbefall zu verhindern.<\/li>\n<li>keine Renovierungen (Malerarbeiten, Lackierungen, Anschaffung neuer M\u00f6bel oder Bodenbel\u00e4ge) in der Wohnung w\u00e4hrend der Schwangerschaft und in der Stillzeit durchgef\u00fchrt werden, um das Kind keiner Belastung mit <strong>Luftschadstoffen<\/strong> (z.B. Formaldehyd) auszusetzen.<\/li>\n<li>vor allem im Babyalter bei banalen Infekten <strong>keine Antibiotika<\/strong> zum Einsatz kommen, um das Immunsystem lernen zu lassen, welche Fremdstoffe tats\u00e4chlich sch\u00e4dlich sind und welche nicht.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u00dcbrigens:<\/strong> <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/gesundheit-allgemein\/impfungen-pro-contra\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Impfungen<\/a> d\u00fcrften weder als Verursacher noch als Verhinderer von Allergien eine Rolle spielen, denn f\u00fcr beides gibt es keine wissenschaftlich haltbaren Beweise.<\/p>\n<h3>Der erste Ansprechpartner bei Allergien ist meist der Dermatologe. Hier findest du die am besten bewerteten Haut\u00e4rzte in deinem Bundesland:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tr\u00e4nende Augen, rinnende Nasen, juckende Hautausschl\u00e4ge oder gar Anf\u00e4lle von Atemnot beweisen es: Allergien sind im Vormarsch. Auch und gerade bei Kindern. Heuschnupfen, Asthma und Co. belasten bereits rund ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen. Was Eltern da tun k\u00f6nnen? Einiges, um der Entwicklung von Allergien bei ihrem Nachwuchs vorzubeugen. Und Wirkungsvolles, wenn sich dennoch allergische Symptome einstellen. Warum Allergien entstehen Das menschliche Immunsystem ist f\u00e4hig, zwischen k\u00f6rpereigenen und fremden Substanzen (Antigene), mit denen es in Kontakt kommt, zu unterscheiden. Erkennt es fremde Stoffe wie z.B. Krankheitserreger als sch\u00e4dlich, versucht es, die potenziellen \u00dcbelt\u00e4ter zu vernichten. Harmloses Material aber toleriert der Organismus normalerweise. Zum Gl\u00fcck. Sonst w\u00fcrde beispielsweise jedes Luftholen oder jede Mahlzeit zum Problem. Anders bei Allergikern: Bei ihnen f\u00fchrt der Erstkontakt mit einem an sich ungef\u00e4hrlichen Stoff wie z.B. Bl\u00fctenpollen oder Tierhaaren zun\u00e4chst zu einer Sensibilisierung (Aufbau einer Immunantwort) der Abwehr. Bei erneutem Kontakt mit dem Allergen (Substanz, die \u00fcber das Immunsystem allergische Reaktionen ausl\u00f6sen kann) kommt es zu \u00dcberempfindlichkeitsreaktionen in Form von Heuschnupfen, Asthma, Hautausschl\u00e4gen u. a. m., wie es inzwischen bei bis zu 25 Prozent aller Kinder und Jugendlichen geschieht. Die Bereitschaft, eine allergische Reaktion\u00a0zu entwickeln, wird zu einem erheblichen Teil vererbt. Demnach besitzt ein Neugeborenes ein umso h\u00f6heres Allergierisiko, je mehr Verwandte ersten Grades (Eltern, Geschwister) an Allergien leiden. Dieses Risiko betr\u00e4gt bei Kindern nicht allergischer Eltern rund 15 Prozent, steigt auf 20 bis 40 Prozent, wenn ein Elternteil Allergiker ist und auf 60 bis 80 Prozent, wenn beide Eltern mit Allergien k\u00e4mpfen. Hierbei l\u00e4sst sich jedoch nicht voraussagen, welche Form von Allergie das Kind aufweisen wird. Was die Entwicklung von Allergien f\u00f6rdert Was das Auftreten allergischer Symptome au\u00dferdem beeinflusst, sind \u2013 teilweise vermeidbare \u2013 Umweltbedingungen und Faktoren wie (auch passiv konsumierter) Tabakrauch und andere Schadstoffe in der Luft eine Fr\u00fchgeburtlichkeit ein fr\u00fches Abstillen eine fr\u00fchzeitige Sensibilisierung auf Nahrungsmittelallergene wie Kuhmilch oder H\u00fchnereiwei\u00df der Geburtsmonat (erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr schwere Allergien bei im Fr\u00fchling Geborenen) das Geschlecht (mehr Knaben als M\u00e4dchen) ung\u00fcnstige soziale Verh\u00e4ltnisse eine unterlassene Allergenvermeidung eine unzureichende Behandlung einer Allergie oder verabs\u00e4umte Immuntherapie Wahrscheinlich f\u00fchrt auch eine zu sterile, d.h. keimarme Umgebung (kaum Wurmbefall, relativ wenig Kontakt mit Bakterien und Viren) zu Allergien. Als Folge einer \u201cUnterbesch\u00e4ftigung\u201c des Immunsystems, das sich daraufhin gegen \u201cfalsche Feinde\u201c richtet. F\u00fcr diese Hygiene-These spricht, dass Kinder mit h\u00e4ufigen viralen Atemwegsinfekten im ersten Lebensjahr und\/oder mehr als zwei Geschwistern sowie solche in Kinderkrippen seltener Asthma entwickeln. Und auf Bauernh\u00f6fen aufgewachsene Kinder nur halb so h\u00e4ufig Asthma bekommen wie andere aus dem gleichen Dorf, die ohne Aufenthalte im Stall leben. Das d\u00fcrfte an den erh\u00f6hten Konzentrationen von Endotoxinen (Bakteriengiften) liegen, die sich im Stallstaub und den Matratzen der Bauernhofkinder finden und sich anscheinend positiv auf die Entwicklung des Immunsystems auswirken. Wie sich Allergien \u00e4u\u00dfern Im Verlauf einer allergischen Reaktion kommt es zur Freisetzung hoch wirksamer biochemischer Substanzen (wie z.B. Histamin), die zu allerlei Ver\u00e4nderungen an verschiedenen Organen f\u00fchren. An den Atemwegen beispielsweise zur allergischen Rhinitis bzw. Rhinokonjunktivitis mit juckenden, tr\u00e4nenden, ger\u00f6teten und verschwollenen Augen, laufender Nase und Niesreiz. H\u00e4ufige Ausl\u00f6ser [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":175,"featured_media":68518,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[247],"tags":[],"acf":[],"yoast_head":"\n<title>Allergien bei Kindern: wie man Heuschnupfen und Co. vorbeugen kann - Herold Blog<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Dein Kind ist Allergiker? 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