{"id":71656,"date":"2020-03-23T08:00:08","date_gmt":"2020-03-23T07:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=71656"},"modified":"2020-04-20T11:55:56","modified_gmt":"2020-04-20T09:55:56","slug":"reflux-baby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/reflux-baby\/","title":{"rendered":"Reflux bei Babys: normal oder krankhaft?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_131556\" aria-describedby=\"caption-attachment-131556\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-131556 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-goodluz1.jpg\" alt=\"Reflux bei Babys\" width=\"830\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-goodluz1.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-goodluz1-300x134.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-goodluz1-768x342.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-131556\" class=\"wp-caption-text\">Reflux bei Babys: wenn der Schlie\u00dfmuskel am Mageneingang nicht so gut funktioniert, Foto: Adobe Stock, (c) goodluz<\/figcaption><\/figure>\n<p>Speikinder sind Gedeihkinder. Diese Redensart trifft nur dann zu, wenn Babys nach dem Trinken zwar \u201cspucken\u201c, sich sonst aber wohlf\u00fchlen und gut entwickeln. Andernfalls kann ein Reflux bei Babys &#8211;\u00a0also ein\u00a0<strong>R\u00fcckfluss von Mageninhalt in die Speiser\u00f6hre<\/strong> oder auch in den Mund &#8211; auf krankhafte Ursachen hinweisen. Dann geh\u00f6rt er behandelt, sonst drohen Langzeitfolgen. Die Antwort auf alle wichtigen Fragen dazu gibt es hier!<\/p>\n\n<h2><strong>Was ist Reflux?<\/strong><\/h2>\n<p>Am \u00dcbergang von der Speiser\u00f6hre zum Magen befindet sich ein Muskelfaserband, das den Mageneingang fest verschlie\u00dft. Dieser \u201c<strong>Schlie\u00dfmuskel<\/strong>\u201c weist eine gewisse Ruhespannung auf. Dadurch entsteht eine Druckbarriere zwischen Bauch- und Brustraum, die ein Zur\u00fcckflie\u00dfen von Mageninhalt in die Speiser\u00f6hre verhindert. Sie wird nur w\u00e4hrend des Schluckaktes aufgehoben, damit die Speiser\u00f6hrenmuskulatur den Speisebrei in den Magen bef\u00f6rdern kann.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wirkt das Zwerchfell an der Stelle, wo die Speiser\u00f6hre hindurchtritt, wie ein Ventil, das den Speisebrei nur in einer Richtung passieren l\u00e4sst. Zus\u00e4tzlich sorgt der im Brustkorb und in der Speiser\u00f6hre vorherrschende Druck daf\u00fcr, dass Mageninhalt dort verbleibt, wo er hingeh\u00f6rt: im Magen. Un\u00fcberwindlich ist diese Barriere aber nicht.<\/p>\n<p>Gelangt nun doch Mageninhalt in die Speiser\u00f6hre, nennt das die Medizin gastro\u00f6sophagealer oder <strong>\u00f6sophagealer<\/strong> <strong>Reflux<\/strong>. Sch\u00e4dliche Auswirkungen dieses Vorgangs werden als (gastro\u00f6sophageale) <strong><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/refluxkrankheit\/\">Refluxkrankheit<\/a>\u00a0<\/strong>oder <strong>GERD<\/strong> (Gastro Esophageal Reflux Disease) bezeichnet. Durch den Reflux kann es unter anderem zu <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/sodbrennen-hausmittel-saures-aufstossen-hilft-schnell\/\"><strong>Sodbrennen<\/strong><\/a> kommen. Einem brennenden Schmerz, der sich vom Oberbauch hinauf hinter das Brustbein bis in den Hals zieht. Denn der Mageninhalt ist sauer. Darauf sind die Schleimh\u00e4ute der Speiser\u00f6hre und des Mund-Rachen-Raums nicht eingerichtet.<\/p>\n<p>Nun gibt es bei Babys verschiedene Arten von Reflux: den <strong>funktionellen<\/strong>, den <strong>pathologischen<\/strong> und den <strong>sekund\u00e4ren Reflux<\/strong>.<\/p>\n<div class=\"content-box-green\"><strong>Info:<\/strong> Nicht jedes Zur\u00fcckflie\u00dfen von angedautem Speisebrei f\u00fchrt zu Beschwerden. Genau genommen ist es sogar <strong>ganz normal<\/strong>, wenn bei Babys <strong>gelegentlich<\/strong> Mageninhalt wieder hochkommt. Eventuell verbunden mit Schluckauf oder ein wenig Husten. Steigt geschluckte Nahrung ganz nach oben, spucken die Kleinen, husten oder erbrechen. Das ist kein Anlass zu Besorgnis, solange es dem Baby sonst gut geht. Jede Mutter kennt dieses Ph\u00e4nomen und h\u00e4lt ein Spucktuch griffbereit, wenn sie ihr Baby f\u00fcttert.<\/div>\n<h3><strong>Funktioneller Reflux bei Babys<\/strong><\/h3>\n<p>Ein R\u00fcckfluss vom Magen in die Speiser\u00f6hre tritt hin und wieder bei allen Kindern auf. Bei gestillten ebenso wie bei mit der Flasche ern\u00e4hrten Babys. Bei Flaschennahrung kommt es jedoch h\u00e4ufiger zu einem Reflux, da industriell hergestellte Babynahrung schwerer verdaulich ist und daher l\u00e4nger im Magen verweilt als Muttermilch. Zudem werden von ihr oft gr\u00f6\u00dfere Mengen gegeben.<\/p>\n<p>Diese <strong>harmloseste Form von R\u00fcckfluss<\/strong> f\u00e4llt unter den Begriff <strong>funktioneller Reflux <\/strong>(auch: prim\u00e4rer Reflux oder physiologischer Reflux). Seine <strong>Ursachen<\/strong>: Der Verschlussmechanismus zwischen Speiser\u00f6hre und Magen muss erst ausreifen. Die Speiser\u00f6hrenmuskulatur besitzt eine noch relativ schwach ausgepr\u00e4gte Eigenspannung. Dadurch lockert sich der Schlie\u00dfmuskel, sodass die Milch leichter zur\u00fcckflie\u00dfen kann. Und auch das normalerweise als Ventil wirkende Zwerchfell kann noch nicht vollst\u00e4ndig entwickelt sein. Ebenso die am Schluckakt beteiligten Strukturen im Rachenraum. Zudem verf\u00fcgen die kurze kindliche Speiser\u00f6hre und der kleine Magen \u00fcber ein nur geringes Fassungsverm\u00f6gen. Ergebnis: Die Babys spucken. Ein Vorgang, der bei Fr\u00fchgeborenen h\u00e4ufiger vorkommt als bei reifen Kindern.<\/p>\n<p>Zudem ist bei vielen Babys der <strong>Winkel zwischen Speiser\u00f6hre und Magen noch sehr gering<\/strong>. Wachsen die Kinder, vergr\u00f6\u00dfert sich auch der Winkel. So l\u00f6st sich das Problem mit dem R\u00fcckfluss meist auf nat\u00fcrliche Weise.<\/p>\n<p>Unter Umst\u00e4nden tr\u00e4gt ein \u00dcberf\u00fcttern von S\u00e4uglingen zu deren wiederholtem \u201cSpucken\u201c bei. Nicht zuletzt auch die Ern\u00e4hrung und Lebensweise der Mutter, denn z.B. Alkohol, einige Bestandteile des Tabakrauchs und potenzielle Allergieausl\u00f6ser (z.B. Kuhmilch) gelangen \u00fcber die Muttermilch ins Baby.<\/p>\n<p>Dieser funktionelle Reflux tritt <strong>vor allem in den ersten Lebensmonaten<\/strong> auf. Danach nimmt seine H\u00e4ufigkeit stetig ab, sodass er mit Vollendung des ersten Lebensjahres bei den meisten Kindern verschwunden ist.<\/p>\n<h3><strong>Pathologischer Reflux<\/strong><strong>\u00a0bei Babys<\/strong><\/h3>\n<figure id=\"attachment_131703\" aria-describedby=\"caption-attachment-131703\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-131703 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-\u0410rtranq.jpg\" alt=\"Reflux bei Babys\" width=\"830\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-\u0410rtranq.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-\u0410rtranq-300x134.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-\u0410rtranq-768x342.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-131703\" class=\"wp-caption-text\">Durch zu hastiges essen oder trinken kommt es zu vermehrtem Spucken. Foto: Adobe Stock (c) \u0410rtranq<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein <strong>pathologischer <\/strong>(krankhafter) <strong>Reflux<\/strong> alias Refluxkrankheit liegt hingegen vor, wenn der R\u00fcckfluss so h\u00e4ufig und stark auftritt, dass er vermehrtes Spucken und andere Symptome verursacht. Etwa bei Kindern, die schnell und hastig trinken. Oder bei einem sehr starken Milchspendereflex. Das hei\u00dft, wenn die Muttermilch so schnell und kr\u00e4ftig flie\u00dft, dass sie heraustropft oder spr\u00fcht. Bei mit der Flasche ern\u00e4hrten Kindern verst\u00e4rkt unter Umst\u00e4nden ein zu gro\u00dfes Loch im Sauger die Beschwerden. Besonders h\u00e4ufig aber sind <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/frauengesundheit-und-schwangerschaft\/fruehgeburt-schwieriger-start-ins-leben\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Fr\u00fchgeborene<\/strong><\/a>\u00a0oder Babys mit einem\u00a0fehlerhaften Schluckaktes vom pathologischen Reflux betroffen.<\/p>\n<h3><strong>Sekund\u00e4rer Reflux\u00a0<\/strong><strong>\u00a0bei Babys<\/strong><\/h3>\n<p>Ein <strong>sekund\u00e4rer Reflux<\/strong> wiederum ist die <strong>Folge einer anderen Erkrankung<\/strong>. Wie etwa einer neurologischen St\u00f6rung, eines Lungenleidens (forciertes Ausatmen verringert den Druck im Brustkorb) oder eines <strong>Zwerchfellbruchs<\/strong> (L\u00fccke im Zwerchfell mit Verlagerung eines Magenteils oder des ganzen Magens in die Brusth\u00f6hle).<\/p>\n<p>So spricht etwa ein bereits seit der Geburt auftretender, stark ausgepr\u00e4gter Reflux mit regelm\u00e4\u00dfigem schwallartigem Erbrechen nach jeder Mahlzeit f\u00fcr eine (angeborene) <strong>Fehlbildung<\/strong>. Wie z.B. eine Pylorusstenose (Verengung des Magenausgangs), <strong>fehlerhafte Anlage des Zw\u00f6lffingerdarms<\/strong> oder \u00f6sophagotracheale Fistel (abnorme Verbindung zwischen Speise- und Luftr\u00f6hre).<\/p>\n<p>Ein Reflux inklusive Episoden abnormer Bewegungen, die haupts\u00e4chlich nach der Nahrungsaufnahme auftreten, sprechen f\u00fcr ein <strong>Sandifer Syndrom<\/strong>. Diese St\u00f6rung unbekannter Ursache ist gekennzeichnet durch eine unnat\u00fcrliche Stellung von Kopf und Hals der Kinder. Und durch eine starke Kr\u00fcmmung des R\u00fcckens, sodass sich Kopf und Oberk\u00f6rper krampfartig nach hinten \u00fcberstrecken.<\/p>\n<h2><strong>Ist ein Reflux beim Baby harmlos oder gef\u00e4hrlich?<\/strong><\/h2>\n<p>Ein <strong>dauerhafter R\u00fcckfluss<\/strong> von Mageninhalt in die Speiser\u00f6hre f\u00fchrt oft zu einer <strong>Speiser\u00f6hrenentz\u00fcndung <\/strong>(\u00d6sophagitis). Denn die Schleimhaut der Speiser\u00f6hre h\u00e4lt \u2013 anders als die durch selbst produzierten Schleim gesch\u00fctzte Magenschleimhaut \u2013 keine hohen S\u00e4urekonzentrationen aus. Das f\u00fchrt zu Sodbrennen und Schmerzen. In weiterer Folge des \u00d6fteren zu Vernarbungen, Geschw\u00fcren oder auch Blutungen, die eine Blutarmut nach sich ziehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als schlimmste Komplikation bei einem Reflux droht eine schwere Atemnot, die gegebenenfalls zum <strong><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/baby-verschluckt-sich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Ersticken<\/a><\/strong> f\u00fchrt, weil der aufgesto\u00dfene Mageninhalt die Atemwege verlegt.<\/p>\n<p>Ein gelegentlicher Reflux \u2013 wie er bei den meisten S\u00e4uglingen vorkommt \u2013 ist jedoch kein Grund zur Sorge. Da fragen sich viele Eltern: Wie erkennt man den Unterschied zwischen nat\u00fcrlichen \u201cSpuckman\u00f6vern\u201c von S\u00e4uglingen und einer Refluxkrankheit?<\/p>\n<h3><strong>Ab wann wird\u00a0ein Reflux\u00a0gef\u00e4hrlich? <\/strong><\/h3>\n<p>F\u00fcr einen <strong>krankhaften R\u00fcckfluss<\/strong> sprechen <strong>Symptome<\/strong> wie<\/p>\n<ul>\n<li>Das Baby <strong>erbricht regelm\u00e4\u00dfig<\/strong>.<\/li>\n<li>Es flie\u00dft <strong>mehr als f\u00fcnf Mal<\/strong> am Tag Milch zur\u00fcck.<\/li>\n<li>Das Baby <strong>hustet h\u00e4ufig nach dem F\u00fcttern<\/strong> (weil in die Atemwege geratener Mageninhalt deren Schleimhaut reizt) oder hat \u00fcberm\u00e4\u00dfig viele Atemwegsinfektionen (z.B. Bronchitis, Kehlkopf- oder Lungenentz\u00fcndung).<\/li>\n<li>Das Kind <strong>weint oft nach dem Stillen<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Solche Symptome sollten zum <strong>Arzt<\/strong> f\u00fchren. Der ist <strong>sofort<\/strong> zu kontaktieren, wenn<\/p>\n<ul>\n<li>sich <strong>Blut im Erbrochenen<\/strong> befindet.<\/li>\n<li>beim Kind <strong>Schluckbeschwerden<\/strong> auftreten.<\/li>\n<li>das Baby <strong>h\u00e4ufig hustet<\/strong>.<\/li>\n<li>sich Zeichen einer <strong>Blutarmut<\/strong> zeigen wie Bl\u00e4sse, Schlappheit, eventuell Atemnot.<\/li>\n<li>das Baby aus ungekl\u00e4rter Ursache sehr viel weint bzw. <strong>durch nichts zu beruhigende Schreiattacken<\/strong> hat oder ungl\u00fccklich wirkt.<\/li>\n<li>Beim Kind als Ausdruck der Schmerzreaktion eine <strong>generelle Unruhe, verkrampfte H\u00e4ndchen oder F\u00fc\u00dfchen oder Schwei\u00dfausbr\u00fcche<\/strong> auffallen. Oder Schlafst\u00f6rungen (Liegeposition f\u00f6rdert den S\u00e4urer\u00fcckfluss).<\/li>\n<li>das Kleine die <strong>Nahrungsaufnahme verweigert<\/strong> (weil sie schmerzhaft ist), eine Trinkschw\u00e4che oder F\u00fctterungsschwierigkeiten (z.B. Verz\u00f6gerungen oder Unterbrechungen der Nahrungsaufnahme durch dauerndes Schreien oder wiederholte Atempausen, hastiges Trinken) aufweist.<\/li>\n<li>sich <strong><a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/kindergesundheit\/kindliche-entwicklungsstoerung-handicaps-fuers-leben\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gedeihst\u00f6rungen<\/a><\/strong> zeigen, z.B. das Kind nicht zunimmt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf der Suche nach einem <strong>Kinderarzt<\/strong>?\u00a0Hier findest du\u00a0<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/kinderarzt-wien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Empfehlenswerte Kinder\u00e4rzte in Wien<\/a>.<\/p>\n<h2><strong>Einen Reflux bei Babys erkennen<\/strong><\/h2>\n<p>Der Arzt kann zur Diagnosefindung neben gezielten Fragen und einer <strong>gr\u00fcndlichen k\u00f6rperlichen Untersuchung<\/strong> verschiedene Methoden heranziehen. Anhand der Symptome zum Beispiel Untersuchungen veranlassen wie<\/p>\n<ul>\n<li>einen <strong>Kontrastmittelbreischluck<\/strong>: Anfertigung von <strong>R\u00f6ntgenbildern<\/strong> zur Auffindung vermuteter Fehlbildungen nach Schlucken eines Kontrastmittelbreies.<\/li>\n<li>eine <strong>24h-pH-Metrie<\/strong>: kontinuierliche Messung des pH-Wertes in der Speiser\u00f6hre \u00fcber eine durch die Nase eingef\u00fchrte Sonde. Sie gibt Auskunft, ob es sich um einen sauren Reflux handelt und wie h\u00e4ufig dieser stattfindet.<\/li>\n<li>eine <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/magenspiegelung-vorbereitung-ablauf-nachsorge\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Magenspiegelung<\/strong><\/a>, wenn z.B. der Verdacht auf eine Entz\u00fcndung der Speiser\u00f6hrenschleimhaut besteht.<\/li>\n<li>eine <strong>Speiser\u00f6hren-Manometrie<\/strong>: Messung der Druckverh\u00e4ltnisse in der Speiser\u00f6hre \u00fcber eine durch den Mund eingebrachte Sonde. Um etwaige krankhafte Bewegungsmuster der Speiser\u00f6hre nachzuweisen, die eine regul\u00e4re Passage der Nahrung verhindern.<\/li>\n<\/ul>\n<figure id=\"attachment_131664\" aria-describedby=\"caption-attachment-131664\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-131664 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-Ramona-Heim.jpg\" alt=\"Reflux bei Babys\" width=\"830\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-Ramona-Heim.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-Ramona-Heim-300x134.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-Ramona-Heim-768x342.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-131664\" class=\"wp-caption-text\">Kleinere, daf\u00fcr h\u00e4ufigere Portionen k\u00f6nnen bei einem Reflux bei Babys sinnvoll sein. Foto: Adobe Stock, (c) Ramona Heim<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Was tun bei \u201cnormalem\u201c Milchr\u00fcckfluss?<\/strong><\/h3>\n<p>Flie\u00dft Milch zur\u00fcck in den Mund, ist es wichtig, dass das Baby nach dem F\u00fcttern f\u00fcr rund 20 Minuten <em>in aufrechter Position<\/em> verbleibt. Und dann richtig gelagert wird: in R\u00fcckenlage mit erh\u00f6htem Oberk\u00f6rper. Auch darf es nicht zu stramm gewickelt oder Tabakrauch ausgesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>\u00a0Tipp, um das Problem \u00fcberhaupt zu verhindern:<\/strong> kleinere, daf\u00fcr h\u00e4ufigere Portionen anbieten.<\/p>\n<h3><strong>Was tun gegen krankhaften Reflux?<\/strong><\/h3>\n<p>Bei einer Refluxkrankheit muss man \u2013 unabh\u00e4ngig vom Alter des Patienten \u2013 letztendlich ihre <strong>Ursache aufsp\u00fcren<\/strong> und behandeln. Das Gleiche gilt f\u00fcr einen sekund\u00e4ren Reflux.<\/p>\n<p>Doch ist es in jedem Fall sinnvoll, Folgendes zu probieren, um den Reflux hintanzuhalten und so die Beschwerden abzumildern<\/p>\n<ul>\n<li>alle oben genannten Tipps zur Eind\u00e4mmung des Milchr\u00fcckflusses einhalten.<\/li>\n<li>die <strong>Nahrung<\/strong> f\u00fcr das Kind etwas <strong>eindicken<\/strong>. Beispielsweise mit Maismehl oder Johannisbrotkernmehl.<\/li>\n<li>das<strong> Kopfende des Kinderbetts etwas h\u00f6her stellen<\/strong>.<\/li>\n<li>in Absprache mit dem Kinderarzt <strong>Mittel gegen \u00dcbers\u00e4uerun<\/strong>g verabreichen. Etwa einen die Magens\u00e4ure neutralisierenden Protonenpumpenhemmer.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Erst wenn alle Behandlungsversuche nicht fruchten, <\/strong>wird der Arzt eine<strong> Antireflux-Operation ins Auge fassen.<\/strong> Etwa wenn schwerwiegende Folgen wie Gedeihst\u00f6rungen drohen.<\/p>\n<h2><strong>Hausmittel gegen Reflux bei Babys<\/strong><\/h2>\n<p>Erfahrene M\u00fctter wissen, dass sie drei nat\u00fcrliche Mittel gegen Reflux ihrer Kinder in ihrer K\u00fcche finden: Kamillentee, \u00c4pfel und Kartoffelbrei.<\/p>\n<h3><strong>Kamillentee<\/strong><\/h3>\n<p>Kamillenbl\u00fcten enthalten neben \u00e4therischen \u00d6len krampfl\u00f6send, entz\u00fcndungshemmend, wundheilungsf\u00f6rdernd und beruhigend wirkende Inhaltsstoffe. Au\u00dferdem beinhaltet Kamillentee Schleimstoffe, die das Immunsystem anregen und vor Geschw\u00fcrbildung sch\u00fctzen. Deshalb eignet sich Kamillentee zur Behandlung von Sodbrennen bei Babys und Kindern. Der Tee ist einfach herzustellen: Einen Essl\u00f6ffel Kamillenbl\u00fcten mit hei\u00dfem Wasser (ca. 150 ml) \u00fcbergie\u00dfen, 5 bis 10 Minuten ziehen lassen und den Tee durch ein Sieb filtern.<\/p>\n<p>Das n\u00fcchterne Baby morgens einige Schlucke davon trinken lassen. Dann sollte es <strong>5 Minuten lang auf dem R\u00fccken liegen<\/strong>. Danach wieder einige Schlucke Tee trinken und 5 Minuten in Seitenlage verbringen. Daraufhin erneut einige Schlucke Tee trinken und 5 Minuten in Bauchlage liegen. Zuletzt nochmals einige Schlucke Tee trinken und 5 Minuten auf die andere Seite gelegt werden.<\/p>\n<p>Kamillentee erweist sich in der Regel als <strong>gut vertr\u00e4glich<\/strong>, doch sind auch hier allergische Reaktionen m\u00f6glich. Etwa als Folge einer Verunreinigung mit Hundskamille oder einer Kreuzallergie (v.a. mit Beifu\u00df). \u00a0Zudem ist seine dauerhafte Anwendung wegen seiner krampfl\u00f6senden Wirkung (kann zur Erschlaffung der Gallenwege f\u00fchren) nicht ratsam.<\/p>\n<h3><strong>\u00c4pfel<\/strong><\/h3>\n<figure id=\"attachment_131673\" aria-describedby=\"caption-attachment-131673\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-131673 size-full\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-Svetlana-Fedoseeva.jpg\" alt=\"Reflux bei Babys\" width=\"830\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-Svetlana-Fedoseeva.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-Svetlana-Fedoseeva-300x122.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Reflux-bei-Babys-c-Svetlana-Fedoseeva-768x312.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-131673\" class=\"wp-caption-text\">Ab dem 5. Lebensmonat k\u00f6nnen \u00c4pfel dem Baby helfen und gegen Refluxsymptome gegenwirken. Adobe Stock, (c) Svetlana Fedoseeva<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u00c4pfel\u00a0enthalten Pektine, langkettige Mehrfachzucker und gleichzeitig Ballaststoffe, die Wasser binden und aufquellen. So entsteht eine gelartige Masse, die vermutlich eine <strong>sch\u00fctzende Wirkung auf die Schleimhaut<\/strong> der Speiser\u00f6hre hat. Zudem dicken Pektine den Speisebrei ein und verhindern wahrscheinlich dadurch den R\u00fcckfluss von Speisebrei. Abgesehen davon gelten \u00c4pfel als <strong>Basenbildner<\/strong>, die eventuell s\u00e4urevermindernd auf den Mageninhalt wirken. Wird ein Apfel vor seinem Verzehr <strong>gesch\u00e4lt und gerieben<\/strong>, binden seine Pektine das Wasser besser. Au\u00dferdem wird der Apfel dadurch besser verdaulich und dem Kind leichter l\u00f6ffelweise zu f\u00fcttern.<\/p>\n<p>Allerdings eignen sich <strong>\u00c4pfel erst ab dem 5. Lebensmonat<\/strong> \u2013 gekocht auf jeden Fall, roh nur in kleinen Mengen. Abgesehen muss davon man darauf achten, ob das Baby den Apfel gut vertr\u00e4gt. Die Frucht kann schlie\u00dflich auch <strong>allergische Reaktionen<\/strong> (Hautausschlag, Durchfall, erschwerte Atmung) oder ein Unwohlsein (z.B. aufgrund einer Fruchtzuckerunvertr\u00e4glichkeit) ausl\u00f6sen. Und man muss aufpassen, dass sich das Kind nicht daran verschluckt.<\/p>\n<h3><strong>Kartoffelbrei<\/strong><\/h3>\n<p>St\u00e4rkehaltige Nahrungsmittel wie Kartoffelbrei gelten als leicht verdauliche, s\u00e4urereduzierende und magenschonende Kost. \u00c4hnlich wie das bereits erw\u00e4hnte Pektin beinhalten sie verzweigte Zuckermolek\u00fcle, die S\u00e4ure binden und so deren Zur\u00fcckflie\u00dfen hemmen. Auch besitzt ein Brei eine dickliche Konsistenz, sodass er nicht so leicht hochsteigt wie d\u00fcnnfl\u00fcssigere Nahrung. Abgesehen davon liefert Kartoffelbrei aufgrund seines hohen Kohlenhydratanteils<strong> viel Energie<\/strong>, relativ viele Vitalstoffe und schnell verf\u00fcgbares Protein, das f\u00fcr Aufbau von k\u00f6rpereigenem Eiwei\u00df gebraucht wird.<\/p>\n<p>Seine Zubereitung ist denkbar einfach: Die Kartoffeln mit der Schale kochen, um ihre N\u00e4hrstoffe zu erhalten. Dann sch\u00e4len und zerdr\u00fccken, eventuell ein wenig Butter dazu geben. Ihn etwas abk\u00fchlen lassen. Fertig. Auf Gew\u00fcrze besser verzichten, um den Magen nicht zu reizen. Auch auf Kuhmilch, da ein Reflux recht h\u00e4ufig gleichzeitig mit einer <strong>Kuhmilchallergie<\/strong> vorkommt. Eine gelegentliche Mischung mit anderen p\u00fcrierten Gem\u00fcsesorten (z.B. Karotten, Brokkoli) macht die Sache abwechslungsreicher.<\/p>\n<h3><strong>Alternativmedizin gegen Reflux bei Babys<\/strong><\/h3>\n<p>Man kann auch\u00a0versuchen, dem Reflux mit <strong>komplement\u00e4rmedizinischen Methoden<\/strong> zu begegnen. Etwa mit Hom\u00f6opathie oder Sch\u00fc\u00dfler Salzen.<\/p>\n<p><strong>Hom\u00f6opathie<\/strong>: F\u00fcr die Auswahl der passenden Globuli ist neben den Symptomen die gesamte k\u00f6rperliche und seelische Verfassung des Kindes bedeutsam. Au\u00dferdem die Umst\u00e4nde, unter denen sich die Beschwerden bessern oder verschlechtern. Die Auswahl trifft der hom\u00f6opathisch geschulte Arzt. Die Globuli legt man dem S\u00e4ugling am besten zwischen Unterkiefer und Wange. Und zwar fr\u00fchestens 30 Minuten nach dem Stillen. Dabei kann es anfangs zu einer vor\u00fcbergehenden Zunahme der Beschwerden kommen (\u201cErstverschlimmerung\u201c)<\/p>\n<p><strong>Sch\u00fc\u00dfler Salze<\/strong>: Ihre Wirkung beruht auf der Vorstellung, dass die Ursache von Krankheitssymptomen ein Mangel an bestimmten chemischen Verbindungen sei. Der wird durch Gabe dieser \u2013 vorher potenzierten und verd\u00fcnnten \u2013 Substanzen behoben. Die Globuli sind wie die hom\u00f6opathischen Mittel anzuwenden.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h2><strong>Reflux bei Babys vorbeugen \u2013 geht das? <\/strong><\/h2>\n<p>Bis zu einem gewissen Grad ja. Etwa durch Ma\u00dfnahmen wie<\/p>\n<ul>\n<li><strong>mehrere kleine Mahlzeiten<\/strong> statt wenige, ausgiebige.<\/li>\n<li><strong>viel Hautkontakt<\/strong> beim Stillen zur Beruhigung des Babys. So l\u00e4sst es sich meist mehr Zeit beim Trinken.<\/li>\n<li>bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie F\u00fcttern einer <strong>hypoallergenen S\u00e4uglingsnahrung<\/strong>.<\/li>\n<li>in der Gegenwart des Babys <strong>nicht <\/strong>zu <strong>rauchen<\/strong>, denn Nikotin entspannt den Schlie\u00dfmuskel und verst\u00e4rkt den Reflux.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Widerspr\u00fcchlich beurteilen Mediziner den Nutzen sogenannter <strong>Refluxkissen<\/strong> (Babykopfkissen, Liegekeil, Gesundheitskissen, St\u00fctzkissen). Ihre Keilform erm\u00f6glicht dem Baby eine Hochlagerung seines Oberk\u00f6rpers um 15 bis 30 Grad. Das soll einen R\u00fcckfluss von Magens\u00e4ure in die Speiser\u00f6hre verhindern. Doch stehen wissenschaftliche Beweise f\u00fcr den Erfolg im Vergleich zu einer flachen R\u00fcckenlage aus. Auch gibt es Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass eine Seitenlage von S\u00e4uglingen vorteilhafter ist als eine R\u00fcckenlage. Besonders, wenn sie untergewichtig sind.<\/p>\n<h3>Empfehlenswerte Kinder\u00e4rzte in deinem Bundesland:<\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/kinderarzt\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Speikinder sind Gedeihkinder. Diese Redensart trifft nur dann zu, wenn Babys nach dem Trinken zwar \u201cspucken\u201c, sich sonst aber wohlf\u00fchlen und gut entwickeln. Andernfalls kann ein Reflux bei Babys &#8211;\u00a0also ein\u00a0R\u00fcckfluss von Mageninhalt in die Speiser\u00f6hre oder auch in den Mund &#8211; auf krankhafte Ursachen hinweisen. Dann geh\u00f6rt er behandelt, sonst drohen Langzeitfolgen. Die Antwort auf alle wichtigen Fragen dazu gibt es hier! Was ist Reflux? Am \u00dcbergang von der Speiser\u00f6hre zum Magen befindet sich ein Muskelfaserband, das den Mageneingang fest verschlie\u00dft. Dieser \u201cSchlie\u00dfmuskel\u201c weist eine gewisse Ruhespannung auf. Dadurch entsteht eine Druckbarriere zwischen Bauch- und Brustraum, die ein Zur\u00fcckflie\u00dfen von Mageninhalt in die Speiser\u00f6hre verhindert. Sie wird nur w\u00e4hrend des Schluckaktes aufgehoben, damit die Speiser\u00f6hrenmuskulatur den Speisebrei in den Magen bef\u00f6rdern kann. Au\u00dferdem wirkt das Zwerchfell an der Stelle, wo die Speiser\u00f6hre hindurchtritt, wie ein Ventil, das den Speisebrei nur in einer Richtung passieren l\u00e4sst. Zus\u00e4tzlich sorgt der im Brustkorb und in der Speiser\u00f6hre vorherrschende Druck daf\u00fcr, dass Mageninhalt dort verbleibt, wo er hingeh\u00f6rt: im Magen. Un\u00fcberwindlich ist diese Barriere aber nicht. Gelangt nun doch Mageninhalt in die Speiser\u00f6hre, nennt das die Medizin gastro\u00f6sophagealer oder \u00f6sophagealer Reflux. Sch\u00e4dliche Auswirkungen dieses Vorgangs werden als (gastro\u00f6sophageale) Refluxkrankheit\u00a0oder GERD (Gastro Esophageal Reflux Disease) bezeichnet. Durch den Reflux kann es unter anderem zu Sodbrennen kommen. Einem brennenden Schmerz, der sich vom Oberbauch hinauf hinter das Brustbein bis in den Hals zieht. Denn der Mageninhalt ist sauer. Darauf sind die Schleimh\u00e4ute der Speiser\u00f6hre und des Mund-Rachen-Raums nicht eingerichtet. Nun gibt es bei Babys verschiedene Arten von Reflux: den funktionellen, den pathologischen und den sekund\u00e4ren Reflux. Info: Nicht jedes Zur\u00fcckflie\u00dfen von angedautem Speisebrei f\u00fchrt zu Beschwerden. Genau genommen ist es sogar ganz normal, wenn bei Babys gelegentlich Mageninhalt wieder hochkommt. Eventuell verbunden mit Schluckauf oder ein wenig Husten. Steigt geschluckte Nahrung ganz nach oben, spucken die Kleinen, husten oder erbrechen. Das ist kein Anlass zu Besorgnis, solange es dem Baby sonst gut geht. Jede Mutter kennt dieses Ph\u00e4nomen und h\u00e4lt ein Spucktuch griffbereit, wenn sie ihr Baby f\u00fcttert. Funktioneller Reflux bei Babys Ein R\u00fcckfluss vom Magen in die Speiser\u00f6hre tritt hin und wieder bei allen Kindern auf. Bei gestillten ebenso wie bei mit der Flasche ern\u00e4hrten Babys. Bei Flaschennahrung kommt es jedoch h\u00e4ufiger zu einem Reflux, da industriell hergestellte Babynahrung schwerer verdaulich ist und daher l\u00e4nger im Magen verweilt als Muttermilch. Zudem werden von ihr oft gr\u00f6\u00dfere Mengen gegeben. Diese harmloseste Form von R\u00fcckfluss f\u00e4llt unter den Begriff funktioneller Reflux (auch: prim\u00e4rer Reflux oder physiologischer Reflux). Seine Ursachen: Der Verschlussmechanismus zwischen Speiser\u00f6hre und Magen muss erst ausreifen. Die Speiser\u00f6hrenmuskulatur besitzt eine noch relativ schwach ausgepr\u00e4gte Eigenspannung. Dadurch lockert sich der Schlie\u00dfmuskel, sodass die Milch leichter zur\u00fcckflie\u00dfen kann. Und auch das normalerweise als Ventil wirkende Zwerchfell kann noch nicht vollst\u00e4ndig entwickelt sein. Ebenso die am Schluckakt beteiligten Strukturen im Rachenraum. Zudem verf\u00fcgen die kurze kindliche Speiser\u00f6hre und der kleine Magen \u00fcber ein nur geringes Fassungsverm\u00f6gen. Ergebnis: Die Babys spucken. Ein Vorgang, der bei Fr\u00fchgeborenen h\u00e4ufiger vorkommt als bei reifen Kindern. Zudem ist bei vielen Babys der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":175,"featured_media":131553,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[247],"tags":[],"acf":[],"yoast_head":"\n<title>Baby Reflux: Ab wann ist es gef\u00e4hrlich? - HEROLD.at<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Was genau ist Reflux und welche Ursachen hat er? Wie erkenne ich einen Reflux beim Baby? Wann muss ich zum Arzt? Und was kann ich bei Reflux tun? 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