{"id":81850,"date":"2018-05-12T10:09:32","date_gmt":"2018-05-12T08:09:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=81850"},"modified":"2021-07-14T14:02:50","modified_gmt":"2021-07-14T12:02:50","slug":"brustkrebsvorsorge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/brustkrebsvorsorge\/","title":{"rendered":"Brustkrebsvorsorge: Fr\u00fcherkennung rettet Leben"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_89593\" aria-describedby=\"caption-attachment-89593\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-89593\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Brustkrebsvorsorge-1.jpg\" alt=\"Brustkrebsvorsorge\" width=\"830\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Brustkrebsvorsorge-1.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Brustkrebsvorsorge-1-300x134.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Brustkrebsvorsorge-1-768x342.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-89593\" class=\"wp-caption-text\">Brustkrebsvorsorge: Fr\u00fcherkennung rettet Leben. Foto: Adobe Stock, (c) ChenPG<\/figcaption><\/figure>\n<p>Rund <strong>5.000 Frauen erkranken<\/strong> hierzulande <strong>jedes Jahr<\/strong> neu an Brustkrebs. 1.500 sterben daran. Zumindest Letzteres muss nicht so bleiben. Denn: Je fr\u00fcher Brustkrebs erkannt wird, desto besser stehen seine Heilungschancen. Darum gibt es seit 2014 in \u00d6sterreich zur F\u00f6rderung der Gesundheit das <strong>kostenlose Brustkrebs-Fr\u00fcherkennungsprogramm \u201cfr\u00fch erkennen\u201c<\/strong>. Doch geh\u00f6rt zur Brustkrebsvorsorge ein bisschen mehr als \u201cnur\u201c alle zwei Jahre eine Mammografie durchf\u00fchren zu lassen.<\/p>\n\n<h2><strong>Was ist Brustkrebs? <\/strong><\/h2>\n<p>Die weibliche Brust besteht aus<\/p>\n<ul>\n<li>Fett- und Bindegewebe<\/li>\n<li>Dr\u00fcsengewebe, das Milch produzieren kann<\/li>\n<li>Milchg\u00e4ngen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beim <strong><a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/brustkrebs-mammakarzinom-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Brustkrebs<\/a><\/strong> (Mammakarzinom) handelt es sich um eine <strong>b\u00f6sartige Ver\u00e4nderung<\/strong> <strong>des Brustgewebes<\/strong>. Je nach Lokalisation des Tumors unterscheidet man zwischen einem <strong>duktalen\u00a0<\/strong><strong>Karzinom<\/strong> (in den Dr\u00fcseng\u00e4ngen) und einem <strong>lobul\u00e4ren<\/strong> <strong>Karzinom\u00a0<\/strong>(in den Dr\u00fcsenl\u00e4ppchen). Durchbricht der Krebs das Epithel der Dr\u00fcseng\u00e4nge bzw. -l\u00e4ppchen und w\u00e4chst in die Tiefe, ist er f\u00e4hig, zu streuen und in anderen Organen Metastasen (Tochtergeschw\u00fclste) zu bilden. Doch fr\u00fch genug erkannt und behandelt hat er zumeist gute Heilungschancen.<\/p>\n<p>Die meisten Mammakarzinome sitzen im oberen \u00e4u\u00dferen Viertel der Brust.<\/p>\n<h2><strong>Wer bekommt Brustkrebs? <\/strong><\/h2>\n<p><strong>Jede 8. \u00d6sterreicherin<\/strong> sieht sich in ihrem Leben mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Somit ist das Mammakarzinom bei <strong>Frauen<\/strong> die <strong>h\u00e4ufigste Krebserkrankung<\/strong>. Jedenfalls steigt das Risiko, ein Mammakarzinom zu entwickeln, ab dem 45. Lebensjahr merklich an. Daher liegt der <strong>Erkrankungsgipfel<\/strong> zwischen dem <strong>55. und 65. Lebensjahr<\/strong>. Wobei sich inzwischen allerdings eine zunehmende H\u00e4ufung von Brustkrebs bei j\u00fcngeren Frauen abzeichnet.<\/p>\n<p>Doch auch <strong>M\u00e4nner<\/strong> sind nicht g\u00e4nzlich davor gefeit. Obwohl sie deutlich <strong>seltener<\/strong> (~1% aller F\u00e4lle) von dieser Art Krebs heimgesucht werden.<\/p>\n<p>Warum es zu einem Mammakarzinom kommt, dar\u00fcber fehlt noch fundiertes Wissen. Allerdings tauchen bestimmte Faktoren \u00fcberdurchschnittlich oft im Zusammenhang mit Brustkrebs auf:<\/p>\n<ul>\n<li>eine fr\u00fche (vor dem 11. Lebensjahr) Menarche (erste Regelblutung)<\/li>\n<li>ein sp\u00e4tes Einsetzen der <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wechselbeschwerden-symptome-wechseljahre\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wechseljahre<\/a>, d.h. erst nach dem 54. Lebensjahr<\/li>\n<li>Kinderlosigkeit<\/li>\n<li>die erste ausgetragene <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/schwangerschaft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schwangerschaft <\/a>nach dem 35. Lebensjahr<\/li>\n<li>ein Verzicht aufs Stillen<\/li>\n<li>krankhaftes \u00dcbergewicht (Adipositas)<\/li>\n<li>Bewegungsmangel<\/li>\n<li>eine mehrj\u00e4hrige Einnahme \u00f6strogenhaltiger Hormonpr\u00e4parate, z.B. gegen Wechseljahrsbeschwerden<\/li>\n<li>ein regelm\u00e4\u00dfig erh\u00f6hter Alkoholkonsum (Grenze f\u00fcr Frauen: Viertelliter Bier oder Achtelliter Wein t\u00e4glich)<\/li>\n<\/ul>\n<p>In manchen F\u00e4llen sind <strong>Ver\u00e4nderungen im Erbgut (BRCA1- oder BRCA2-Gen)<\/strong> schuld an der Krebsentstehung. Diese <strong>Breast Cancer<\/strong> <strong>Gene<\/strong> verursachen bei ihren Tr\u00e4gerinnen lebenslang ein wesentlich erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Brust- oder auch Eierstockkrebs. F\u00fcr eine solche famili\u00e4re genetische Vorbelastung spricht, wenn<\/p>\n<ul>\n<li>mindestens zwei verwandte Frauen 1. Grades (Mutter oder Schwester) an Brust- und\/oder Eierstockkrebs erkrankt sind.<\/li>\n<li>Ein Mammakarzinom bei einer Verwandten 1. Grades vor dem 50. Lebensjahr auftritt.<\/li>\n<li>ein m\u00e4nnlicher Verwandter Brustkrebs entwickelt.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Anzeichen f\u00fcr Brustkrebs<\/strong><\/h2>\n<p>Ver\u00e4nderungen, die auf ein <strong>Mammakarzinom<\/strong> hinweisen k\u00f6nnen, sind<\/p>\n<ul>\n<li>tastbare Knoten oder Verh\u00e4rtungen in einer Brust oder Achselh\u00f6hle<\/li>\n<li>Lage- oder Gr\u00f6\u00dfenver\u00e4nderungen der Brust (z.B. neu auftretende Asymmetrie)<\/li>\n<li>Verformungen (z.B. Gr\u00fcbchen, Narben, Einziehungen, Vorw\u00f6lbungen) einer Brust<\/li>\n<li>eine eingezogene (\u201cnach innen gedr\u00fcckte\u201c), verf\u00e4rbte oder in ihrer Lage\/Position ver\u00e4nderte Brustwarze<\/li>\n<li>Blutungen oder andere Absonderungen aus der Brustwarze<\/li>\n<li>eine ver\u00e4nderte Textur (z.B. \u201cOrangenhaut\u201c, Ekzem) oder Verf\u00e4rbungen (z.B. R\u00f6tung) der Brusthaut<\/li>\n<li>Schwellungen in der Achselh\u00f6hle oder rund ums Schl\u00fcsselbein<\/li>\n<li>st\u00e4ndige Schmerzen in der Brust oder Achselh\u00f6hle<\/li>\n<\/ul>\n<figure id=\"attachment_82087\" aria-describedby=\"caption-attachment-82087\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-82087\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Brustkrebsvorsorge-1.jpeg\" alt=\"Brustkrebsvorsorge\" width=\"830\" height=\"553\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Brustkrebsvorsorge-1.jpeg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Brustkrebsvorsorge-1-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Brustkrebsvorsorge-1-768x512.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-82087\" class=\"wp-caption-text\">Zur Brustkrebsvorsorge geh\u00f6rt\u00a0nicht \u201cnur\u201c alle zwei Jahre eine Mammografie durchf\u00fchren zu lassen. Foto: Adobe Stock, (c) Tyler Olson<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Wozu und wie Brustkrebsvorsorge? <\/strong><\/h2>\n<p>Die Brustkrebsvorsorge zielt auf die m\u00f6glichst <strong>fr\u00fchzeitige Erkennung und Behandlung<\/strong> b\u00f6sartiger Ver\u00e4nderungen in der Brust ab. Denn je eher ein Tumor festgestellt wird, desto gr\u00f6\u00dfer ist die <strong>Chance auf Heilung<\/strong>. Das gew\u00e4hrleisten im Fall von Brustkrebs Vorsorgema\u00dfnahmen wie<\/p>\n<ul>\n<li>die <strong>Selbstuntersuchung<\/strong> der Brust.<\/li>\n<li>die <strong>Tastuntersuchung beim Gyn\u00e4kologen<\/strong> beim j\u00e4hrlichen Routine-Check.<\/li>\n<li>eine <strong>Mammografie<\/strong> (Mammographie, Brust-<a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/gesundheit-allgemein\/roentgenuntersuchungen-strahlen-machen-koerperinneres-sichtbar\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">R\u00f6ntgen<\/a>).<\/li>\n<li>bei sehr dichtem Brustgewebe oder unklarem Befund zus\u00e4tzlich zur Mammografie ein <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/gesundheit-allgemein\/sonographie-mit-ultraschallwellen-das-koerperinnere-erforschen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Ultraschall<\/strong><\/a> (Mammasonografie).<\/li>\n<li>bei unklarem Befund eine <strong>Biopsie<\/strong>, d.h. Entnahme einer Gewebeprobe mit einer feinen Nadel zur anschlie\u00dfenden mikroskopischen Untersuchung.<\/li>\n<li>eventuell eine <strong>Galaktografie<\/strong>, d.h. radiologische <strong>Darstellung eines Milchganges<\/strong> mithilfe eines Kontrastmittels, um Ver\u00e4nderungen wie z.B. Mikroverkalkungen aufzusp\u00fcren.<\/li>\n<li>ein <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/gesundheit-allgemein\/magnetresonanztomographie-koerperbilder-ohne-strahlenbelastung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">MRT<\/a> (<strong>Magnetresonanztomogramm<\/strong>) vor allem bei Frauen mit genetisch bedingtem Brustkrebserkrankungsrisiko.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei einer begr\u00fcndeten Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine genetische Veranlagung f\u00fcr die Entwicklung von Brustkrebs erbringt ein <strong>BRCA-Gentest<\/strong> Klarheit. Dieser zeigt, ob eine Mutation des BRCA1 bzw. BRCA2 vererbt wurde. Wenn ja, ist eine intensivere Brustkrebsvorsorge als \u00fcblicherweise notwendig. Sie umfasst im Regelfall eine halbj\u00e4hrliche Tast- und Ultraschalluntersuchung bereits ab dem 25. Lebensjahr. Zus\u00e4tzlich einmal pro Jahr ein MRT. Und ab dem 35. Lebensjahr eine j\u00e4hrliche Mammografie.<\/p>\n<h2><strong>Ab wann Brustkrebsvorsorge? <\/strong><\/h2>\n<p>Eine regelm\u00e4\u00dfige Selbstuntersuchung, d.h. ein eigenh\u00e4ndiges Abtasten der Br\u00fcste als Brustkrebsvorsorge sollte bereits f\u00fcr junge Frauen zur Routine werden. F\u00fcr Frauen ab dem 40. Lebensjahr am besten zur Pflicht.<\/p>\n<p>Doch sind krankhafte Ver\u00e4nderung des Brustgewebes gerade im Fr\u00fchstadium, wo sie am besten behandelbar w\u00e4ren, oft noch nicht tastbar. Daher sollten alle \u00d6sterreicherinnen ab dem Alter von <strong>40 Jahren<\/strong> <strong>alle zwei Jahre<\/strong> eine <strong>Mammographie<\/strong> als <strong>Screening<\/strong> (engl.: screen = Bildschirm, to screen = etwas auf den Bildschirm bringen, d.h. sichtbar machen) als Fr\u00fcherkennungsuntersuchung in Anspruch nehmen. Warum nicht vorher schon? Weil<\/p>\n<ul>\n<li>die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, mit zunehmendem Alter ansteigt.<\/li>\n<li>das Brustgewebe bei jungen Frauen meist so dicht ist, dass auf den Bildern, die ein Brust-R\u00f6ntgen liefert, unter Umst\u00e4nden nicht alles zu erkennen ist.<\/li>\n<li>die Empfindlichkeit des Brustgewebes j\u00fcngerer Frauen gegen\u00fcber R\u00f6ntgenstrahlen, die bei der Mammografie zum Einsatz kommen, h\u00f6her ist.<\/li>\n<li>ein Risiko, durch wiederholte R\u00f6ntgenbestrahlungen bei jungen Frauen Brustkrebs auszul\u00f6sen, nicht v\u00f6llig ausgeschlossen werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Brustkrebsvorsorge: Richtiges Abtasten<\/strong><\/h2>\n<p>Ungef\u00e4hr ab dem 25. Lebensjahr sollten Frauen ihre Br\u00fcste einmal im Monat auf eventuelle Ver\u00e4nderungen abtasten. In entspanntem Zustand. Und zwar m\u00f6glichst jeden Monat am gleichen Zyklustag. \u00dcbrigens liegt der beste Zeitpunkt f\u00fcr diese Selbstuntersuchung zwischen dem sechsten und zw\u00f6lften Tag nach Eintritt der Monatsblutung.<\/p>\n<p>Die <strong>Tastuntersuchung <\/strong>sollte immer nach einem bestimmten Schema erfolgen:<\/p>\n<ul>\n<li>Sich mit angelegten Armen vor den Spiegel stellen und die <strong>Br\u00fcste betrachten<\/strong>:<\/li>\n<li>Hat sich die <strong>Gr\u00f6\u00dfe oder Lage ver\u00e4ndert<\/strong>?<\/li>\n<li>Gibt es einen vorher nicht da gewesenen <strong>Gr\u00f6\u00dfenunterschied<\/strong> zwischen rechts und links?<\/li>\n<li>Ist die <strong>Farbe der Brustwarze(n)<\/strong> anders als fr\u00fcher?<\/li>\n<li>Die Arme mehrfach langsam auf und abheben und dabei die <strong>Brustbewegungen beobachten<\/strong>:<\/li>\n<li><strong>Bewegen sich <\/strong>die<strong> Br\u00fcste gleichm\u00e4\u00dfig?<\/strong> Wandern sie z.B. mit nach oben, wenn man die Arme hebt? Oder verzieht sich dabei eine Brust an einer Stelle?<\/li>\n<li>Stehen die Brustwarzen <strong>gleich hoch<\/strong>?<\/li>\n<li>Wie sind die <strong>Hautfalten<\/strong> beschaffen?<\/li>\n<li>Sind <strong>Hauteinziehungen oder Verdickungen<\/strong> vorhanden?<\/li>\n<li>Beide <strong>Brustwarzen<\/strong> nacheinander zwischen Daumen und Zeigefinger dr\u00fccken und pr\u00fcfen, ob <strong>Fl\u00fcssigkeit <\/strong>austritt<\/li>\n<li>Im Stehen <strong>Abtasten jeder Brust<\/strong> <strong>mit den Fingerspitzen<\/strong> auf verschiedenen Ebenen. Mit kreisenden Bewegungen und unterschiedlichen Druckst\u00e4rken. Das hei\u00dft, die obere Hautpartie mit leichtem, das darunterliegende Gewebe mit mittelstarkem und tiefere Schichten mit festem Druck. Systematisch von oben nach unten oder von au\u00dfen nach innen zur Brustwarze. Den unteren Bereich der Br\u00fcste am besten im Liegen untersuchen.<\/li>\n<li>Die <strong>Achselh\u00f6hlen<\/strong> auf sp\u00fcrbar vergr\u00f6\u00dferte Lymphknoten pr\u00fcfen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mit dieser Art von Brustkrebsvorsorge k\u00f6nnen Frauen zumindest gr\u00f6bere Ver\u00e4nderungen erkennen und \u2013 wenn solche existieren \u2013 Kontakt mit ihrem Frauenarzt aufnehmen. Damit er die notwendigen weiteren diagnostischen Schritte veranlasst. Was die Selbstuntersuchung nicht kann, ist, auch kleinste, nicht tastbare Ver\u00e4nderungen aufzusp\u00fcren. Das ist die Dom\u00e4ne der Mammografie.<\/p>\n<h2><strong>Brustkrebsvorsorge in \u00d6sterreich: Programm zur Fr\u00fcherkennung <\/strong><\/h2>\n<p>Das Brustkrebs-Fr\u00fcherkennungsprogramm \u201cfr\u00fch erkennen\u201c <a href=\"http:\/\/www.frueh-erkennen.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.frueh-erkennen.at<\/a> richtet sich an gesunde Frauen ab 40 Jahren ohne Beschwerden und ohne famili\u00e4r erh\u00f6htes Risiko. Wesentlichster Bestandteil davon ist das <strong>Mammografie-Screening<\/strong>.<\/p>\n<p>Die Entscheidung f\u00fcr das zweij\u00e4hrige Untersuchungsintervall bei diesem Screening beruht auf<strong> Empfehlungen internationaler wissenschaftlicher Untersuchungen<\/strong>. Diese erbringen keinen Hinweis auf irgendwelche Vorteile j\u00e4hrlich durchgef\u00fchrter Mammografien. Im Gegenteil. Denn bei j\u00e4hrlichen Screenings w\u00e4re eine Zunahme von falsch positiven Befunden und \u00dcberdiagnosen zu bef\u00fcrchten. Wer dennoch rein zur Vorsorge jedes Jahr eine Mammografie haben will, muss deren Kosten selbst tragen.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit, <strong>jederzeit bei medizinischer Notwendigkeit<\/strong> auf \u00e4rztliche Zuweisung hin eine <strong>diagnostische Mammografie<\/strong> in Anspruch zu nehmen, bleibt nat\u00fcrlich erhalten. Unabh\u00e4ngig vom Intervall zur letzten Mammografie. Und unabh\u00e4ngig vom Alter. Diese Notwendigkeit besteht bei<\/p>\n<ul>\n<li>bereits an Brustkrebs Erkrankten<\/li>\n<li>nach einer Brustkrebserkrankung Nachzubehandelnden<\/li>\n<li>auftretenden Beschwerden<\/li>\n<li>einem erh\u00f6hten famili\u00e4ren Brustkrebsrisiko: BRCA1- oder BRCA2-Tr\u00e4gerinnen werden in speziellen Vorsorgeprogrammen betreut.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Einmal angemeldet oder teilgenommen bleibt man im Vorsorgeprogramm, solange man das selbst m\u00f6chte. Wer aus diesem Angebot zur Brustkrebsvorsorge\u00a0 aussteigen will, fordert bei der Telefon-Serviceline 0800 500 181 ein Formular hierzu an oder erledigt die Abmeldung von der Fr\u00fcherkennungsmammografie online.<\/p>\n<figure id=\"attachment_82090\" aria-describedby=\"caption-attachment-82090\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-82090\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Brustkrebsvorsorge-2.jpeg\" alt=\"Brustkrebsvorsorge\" width=\"830\" height=\"553\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Brustkrebsvorsorge-2.jpeg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Brustkrebsvorsorge-2-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Brustkrebsvorsorge-2-768x512.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-82090\" class=\"wp-caption-text\">Frauen zwischen 40 und 44 ben\u00f6tigen f\u00fcr das Fr\u00fcherkennungsprogramm eine\u00a0Anmeldung. Foto: Adobe Stock, (c) Chinnapong<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Teilnahme f\u00fcr 40- bis 44-J\u00e4hrige<\/strong><\/h3>\n<p>Frauen zwischen 40 und 44 ben\u00f6tigen zur Teilnahme am Fr\u00fcherkennungsprogramm eine <strong>Anmeldung<\/strong>. Per geb\u00fchrenfreier Telefon-Serviceline 0800 500 181 oder <a href=\"http:\/\/www.frueh-erkennen.at\/fuer-frauen\/anmeldung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">online<\/a>. Sie kann fr\u00fchestens ab dem 38. Geburtstag erfolgen. Daraufhin erhalten sie \u2013 fr\u00fchestens im Monat ihres 40. Geburtstags \u2013 ein <strong>Einladungsschreiben<\/strong> zur Information und Erinnerung per Post. Dieses berichtet \u00fcber den Ablauf der Untersuchung. Doch dient es auch zur Aufkl\u00e4rung \u00fcber das Nutzen-Risiko-Verh\u00e4ltnis einer Teilnahme am Brustkrebs Screening. Zudem umfasst es die Bekanntgabe der Adressen von Radiologie-Einrichtungen, die qualit\u00e4tsgesichert Mammografien zur Brustkrebs-Fr\u00fcherkennung anbieten.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem brauchen die Frauen ihre <strong>e-card<\/strong> zwecks Freischaltung f\u00fcr die Fr\u00fcherkennungsmammografie. Ab dann k\u00f6nnen sie zwecks <strong>Terminvereinbarung <\/strong>mit einer am Programm teilnehmenden <a href=\"http:\/\/www.frueh-erkennen.at\/fuer-frauen\/brustkrebs-frueh-erkennen\/untersuchungseinrichtungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Radiologie-Einrichtung<\/a>\u00a0Kontakt aufnehmen. Und alle zwei Jahre mit Ihrer e-card zur Fr\u00fcherkennungs-Mammografie gehen. Ohne \u00e4rztliche Zuweisung. Danach flattert alle 24 Monate ein Einladungsschreiben zur Mammografie ins Haus.<\/p>\n<h3><strong>Teilnahme f\u00fcr 45- bis 69-J\u00e4hrige<\/strong><\/h3>\n<p>Frauen zwischen 45 bis 69 k\u00f6nnen alle zwei Jahre mit ihrer e-card die Fr\u00fcherkennungs-Mammografie in Anspruch nehmen. Denn die <strong>e-card<\/strong> ist <strong>automatisch<\/strong> daf\u00fcr <strong>freigeschaltet<\/strong>. Weil Vertreterinnen dieser Altersgruppe den gr\u00f6\u00dften Nutzen aus dem Screening ziehen. Es ist weder eine Anmeldung zum Programm noch eine Zuweisung erforderlich. Wohl aber eine <strong>Terminvereinbarung<\/strong> beim Radiologen, der die Mammografie durchf\u00fchren soll.<\/p>\n<p>Wer sich im Alter von 40 bis 44 Jahren noch nicht zum Programm angemeldet hat, erh\u00e4lt im Monat seines 45. Geburtstags den ersten Einladungsbrief. Dann ist ab dem ersten Tag dieses Monats die e-card daf\u00fcr freigeschaltet. Nach der Vorsorgemammografie folgt alle 24 Monate ein Einladungsbrief.<\/p>\n<h3><strong>Teilnahme ab 70<\/strong><\/h3>\n<p>F\u00fcr Frauen ab 70 gelten die gleichen Bedingungen wie f\u00fcr solche zwischen 40 und 44 Jahren.<\/p>\n<h3><strong>Wer ist nicht teilnahmeberechtigt?<\/strong><\/h3>\n<p>Die kostenlose Serviceleistung steht derzeit (Stand: April 2018) Frauen (noch?) nicht zur Verf\u00fcgung, die bei folgenden Tr\u00e4gern versichert sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Krankenf\u00fcrsorge f\u00fcr die Beamten der Landeshauptstadt Linz<\/li>\n<li>Kranken- und Unfallf\u00fcrsorge f\u00fcr ober\u00f6sterreichische Landesbeamte<\/li>\n<li>Krankenf\u00fcrsorge f\u00fcr ober\u00f6sterreichische Gemeindebeamte<\/li>\n<li>Ober\u00f6sterreichische Lehrer-Kranken- und Unfallf\u00fcrsorge<\/li>\n<li>Krankenf\u00fcrsorgeanstalt f\u00fcr Beamte des Magistrates Steyr<\/li>\n<li>Krankenf\u00fcrsorge f\u00fcr die Beamten der Stadt Wels<\/li>\n<li>Krankenf\u00fcrsorgeeinrichtung der Beamten der Stadtgemeinde Hallein<\/li>\n<li>Krankenversicherungsfonds der Beamten der Gemeinde Badgastein<\/li>\n<li>private Krankenversicherung (ausschlie\u00dflich)<\/li>\n<li>ausl\u00e4ndische Versicherung<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Nicht sozialversicherte Frauen<\/strong> haben die M\u00f6glichkeit, bei der f\u00fcr sie zust\u00e4ndigen Gebietskrankenkasse (richtet sich nach dem Bundesland, in dem der Wohnort liegt) eine Sozialversicherungsnummer anzufordern. Dann k\u00f6nnen auch sie sich f\u00fcrs Programm anmelden und kostenlos daran teilnehmen. Dieser Weg steht Personen, die ausschlie\u00dflich bei einer privaten oder ausl\u00e4ndischen Krankenversicherung versichert sind, <strong>nicht offen<\/strong>. Sie sollten sich bei Ihrem Versicherungstr\u00e4ger erkundigen, welche Optionen einer Fr\u00fcherkennungsuntersuchung zur Brustkrebsvorsorge dieser anbietet.<\/p>\n<h2><strong>Mammografie: Ablauf und Dauer<\/strong><\/h2>\n<p>Bei der Mammographie wird nach Ausf\u00fcllen eines Fragebogens jede Brust einzeln mit einem speziellen R\u00f6ntgenger\u00e4t in zwei oder drei Ebenen durchleuchtet. Um die auf den so angefertigten R\u00f6ntgenbildern abgelichteten Strukturen r\u00e4umlich genau zuordnen zu k\u00f6nnen. Damit m\u00f6glichst jedes Detail zu erkennen ist, wird dabei zwecks Abflachung jede <strong>Brust<\/strong> einzeln w\u00e4hrend der Prozedur <strong>zwischen zwei Kunststoffplatten zusammengedr\u00fcckt<\/strong>. Das empfinden viele Frauen als unangenehm, manche gar als schmerzhaft.<\/p>\n<p>Die <strong>R\u00f6ntgenaufnahmen dauern einige Minuten<\/strong>. F\u00fcr die gesamte Untersuchung sollte man rund eine halbe Stunde einplanen.<\/p>\n<p>Da sich die Dichte und Schmerzempfindlichkeit der Brust mit dem Zyklusverlauf \u00e4ndern, sollte bei Frauen, die sich noch nicht in den Wechseljahren befinden, eine Mammografie am besten z<strong>wischen dem 6. und 12. Zyklustag<\/strong> stattfinden. Denn in dieser Phase ist das Brustgewebe besonders gut beurteilbar.<\/p>\n<p>Bei der digitalen Mammografie k\u00f6nnen im Gegensatz zum herk\u00f6mmlichen Verfahren die untersuchten Strukturen auf einem Computerbildschirm dargestellt, vergr\u00f6\u00dfert und nachbearbeitet werden.<\/p>\n<p>Wird beim Brust-R\u00f6ntgen etwas <strong>Auff\u00e4lliges <\/strong>entdeckt oder ist das <strong>Brustgewebe sehr dicht<\/strong>, kann der Radiologe <strong>zus\u00e4tzlich<\/strong> eine <strong>Ultraschall-Untersuchung<\/strong> durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die bei der Mammografie erstellten R\u00f6ntgenbilder begutachten zwei Radiologen (\u201cVier-Augen-Prinzip\u201c). Bei unauff\u00e4lligem Befund ist lediglich <strong>nach zwei Jahren<\/strong> die n\u00e4chste Fr\u00fcherkennungs-Mammografie f\u00e4llig. Au\u00dfer es stellen sich in der Zwischenzeit Beschwerden ein. Gibt es einen auff\u00e4lligen Befund, folgt dessen Besprechung mit dem <strong>Radiologen oder Arzt<\/strong>\u00a0des Vertrauens. Und die Zuweisung zu weiteren Untersuchungen zwecks Abkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Alle am Programm zur Fr\u00fcherkennung von Brustkrebs teilnehmenden Radiologie-Einrichtungen unterliegen laufenden<strong> Qualit\u00e4tspr\u00fcfungen<\/strong> und verwenden regelm\u00e4\u00dfig technisch gewartete, moderne digitale R\u00f6ntgenger\u00e4te. Au\u00dferdem verf\u00fcgen sie \u00fcber geschulte Mitarbeiter und Fach\u00e4rzte f\u00fcr Radiologie mit dem Zertifikat \u201cMammadiagnostik der \u00d6sterreichischen \u00c4rztekammer\u201c. Um dieses zu erlangen, m\u00fcssen die \u00c4rzte mindestens <strong>2.000 Befundungen<\/strong> von Mammografie-Aufnahmen und spezielle Schulungen absolviert haben.<\/p>\n<h2><strong>Was sieht man bei einer Mammografie?<\/strong><\/h2>\n<p>Auf Bildern einer Mammografie lassen sich Ver\u00e4nderungen wie Zysten, Verkalkungen und <strong>Gew\u00e4chse<\/strong> erkennen. Doch ist die <strong>Dignit\u00e4t<\/strong> (gut- oder b\u00f6sartig) aufgefundener Tumore nicht mit 100-prozentiger Sicherheit beurteilbar. Daher hat zwecks einheitlicher <strong>Risikoeinsch\u00e4tzung<\/strong> das American College of Radiology ein System eingef\u00fchrt, das inzwischen international Anwendung findet. Es hei\u00dft \u201c<strong>Breast Imaging Reporting and Data System<\/strong>\u201c (<strong>BI-RADS<\/strong>) und erlaubt die Zuordnung von Befunden zu einer von sieben Kategorien. Das System bildet nicht nur f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung des Brustkrebsrisikos die Grundlage, sondern auch f\u00fcr die Festlegung der weiteren diagnostischen oder auch therapeutischen Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<table width=\"632\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"72\"><strong>BI-RADS<\/strong><\/td>\n<td width=\"277\">\u00a0<strong>Beurteilung<\/strong><\/td>\n<td width=\"283\"><strong>Ma\u00dfnahmen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"72\">0<\/td>\n<td width=\"277\">nicht beurteilbar<\/td>\n<td width=\"283\">weitere bildgebende Verfahren<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"72\">I<\/td>\n<td width=\"277\">normales Erscheinungsbild<\/td>\n<td width=\"283\">Routinekontrollen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"72\">II<\/td>\n<td width=\"277\">eindeutig gutartige Ver\u00e4nderungen<\/td>\n<td width=\"283\">Routinekontrollen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"72\">III<\/td>\n<td width=\"277\">mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gutartige Ver\u00e4nderungen, Krebsrisiko &lt; 2 Prozent<\/td>\n<td width=\"283\">nochmalige Untersuchung nach 6 Monaten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"72\">IV<\/td>\n<td width=\"277\">m\u00f6glicher Hinweis auf b\u00f6sartigen Befund<\/td>\n<td width=\"283\">Biopsie + Nachuntersuchung nach 6 Monaten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"72\">V<\/td>\n<td width=\"277\">hohe Wahrscheinlichkeit f\u00fcr ein Karzinom, Krebsrisiko &gt; 95 Prozent<\/td>\n<td width=\"283\">entsprechendes therapeutisches Vorgehen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"72\">VI<\/td>\n<td width=\"277\">histologisch gesichertes Karzinom<\/td>\n<td width=\"283\">Operation oder Chemotherapie<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h2>\u00a0<strong>Mammografie: Nutzen &amp; Risiko<\/strong><\/h2>\n<p>Die Mammografie als Screening-Methode ist \u2013 auch in Fachkreisen \u2013 nicht ganz <strong>unumstritten<\/strong>. Denn sie birgt au\u00dfer einigen Vorteilen auch manche Nachteile. Das kann Frauen in ihrer Entscheidung, ob sie an der vorsorglichen Mammografien teilnehmen sollen, verunsichern. Sie f\u00fcrchten, das Brust-R\u00f6ntgen konnte ihrer Gesundheit schaden.<\/p>\n<p><strong>Argumente<\/strong>, die <strong>f\u00fcr eine Mammografie<\/strong> zur Fr\u00fcherkennung von Brustkrebs sprechen, sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Mit ihrer Hilfe kann Brustkrebs fr\u00fcher erkannt werden, auch wenn sie seine Entstehung nicht zu verhindern vermag. Ein fr\u00fch erkannter Brustkrebs erlaubt oft eine schonendere Behandlung als ein sp\u00e4ter erkannter.<\/li>\n<li>Ein unauff\u00e4lliger Mammografie-Befund beruhigt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Doch gibt es auch drei <strong>m\u00f6gliche<\/strong> \u201c <strong>Fehler<\/strong>\u201c, die bei der Mammografie vorkommen k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul>\n<li>ein <strong>falsch positiver Befund<\/strong>: Eine in der Mammografie erkannte Auff\u00e4lligkeit stellt sich bei weiterf\u00fchrenden Untersuchungen als harmlos heraus. Also quasi ein Fehlalarm.<\/li>\n<li>ein <strong>falsch negativer Befund<\/strong>: Selten, aber doch zeigt sich weder in der Mammografie noch im Ultraschall ein Tumor, obwohl einer vorhanden ist.<\/li>\n<li>eine <strong>\u00dcberdiagnose<\/strong>: Das Mammografie-Screening findet ein Mammakarzinom, das dann nat\u00fcrlich auch behandelt wird. Auch wenn der Krebs zu Lebzeiten der Patientin keine Probleme bereitet bzw. die Gesundheit beeintr\u00e4chtigt h\u00e4tte. Das hei\u00dft, es kommt zu einer <strong>\u00dcbertherapie<\/strong> (unn\u00f6tige, aber ev. belastende Behandlung).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zudem gilt zu beachten: Auch in den Zeitr\u00e4umen zwischen den Fr\u00fcherkennungsuntersuchungen k\u00f6nnen sich Tumore bilden. Abgesehen davon stellen unklare mammografische Befunde eine <strong>psychische Belastung<\/strong> dar.<\/p>\n<p>Und<strong>:<\/strong> Die Mammografie ist eine R\u00f6ntgenuntersuchung, also mit einer gewissen <strong>Strahlenbelastung<\/strong> verbunden. In der H\u00f6he von einem 4 Stunden Flug oder einem einw\u00f6chigen Urlaub im Hochgebirge. Zudem beschr\u00e4nkt sie sich dank moderner Ger\u00e4te und strenger Qualit\u00e4tsvorgaben auf das Mindestma\u00df.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall sollten Frauen \u00fcber all diese Vor- und Nachteile der Vorsorgeuntersuchung Bescheid wissen. Um selbst oder gemeinsam mit ihrem Arzt zu entscheiden, ob sie an dieser Ma\u00dfnahme zur Brustkrebsvorsorge teilnehmen m\u00f6chten oder nicht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_82093\" aria-describedby=\"caption-attachment-82093\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-82093\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Brustkrebsvorsorge-3.jpeg\" alt=\"Brustkrebsvorsorge\" width=\"830\" height=\"553\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Brustkrebsvorsorge-3.jpeg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Brustkrebsvorsorge-3-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Brustkrebsvorsorge-3-768x512.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-82093\" class=\"wp-caption-text\">Die Mammografie zur Brustkrebsvorsorge\u00a0 ist mit einer Strahlenbelastung verbunden. Foto: Adobe Stock, (c) Sven B\u00e4hren<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Diagnose Brustkrebs: was nun?<\/strong><\/h2>\n<p>Die <strong>Behandlung<\/strong> von Brustkrebs richtet sich nach seinem <strong>Stadium<\/strong>. Das hei\u00dft, einerseits nach seiner <strong>Gr\u00f6\u00dfe<\/strong>, eventuell bereits erfolgten <strong>Streuung<\/strong> in Lymphknoten oder <strong>Metastasenbildung<\/strong>, Klassifikation bez\u00fcglich B\u00f6sartigkeit (<strong>Grading<\/strong>) und <strong>Hormonabh\u00e4ngigkeit<\/strong>. Andererseits nach dem <strong>Alter der Patientin<\/strong>. Meist kommt eine <strong>Kombination verschiedener Therapien<\/strong> zur Anwendung.<\/p>\n<p>Vorrangiges Ziel ist, den <strong>Tumor<\/strong> in der Brust <strong>vollst\u00e4ndig<\/strong> zu <strong>entfernen<\/strong>. Das ist dank ausgefeilter chirurgischer Methoden sehr h\u00e4ufig brusterhaltend m\u00f6glich. Andernfalls, z.B. wenn das Gew\u00e4chs zu gro\u00df ist, kann eine Brustamputation (<strong>Mastektomie<\/strong>) notwendig sein. Bei dem Eingriff wird auch ein m\u00f6glicher Befall der Lymphknoten in den Achselh\u00f6hlen untersucht. Anschlie\u00dfend verhilft oft die plastische Chirurgie zu einer Brustrekonstruktion (Wiederherstellung der Brust).<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Behandlungsmethoden wie eine <strong>Strahlentherapie<\/strong> oder <strong>Chemotherapie<\/strong> (entscheidet sich anhand des histologischen Befundes) sollen das Wachstum der Krebsgeschwulst stoppen und eine Ausbreitung von Tumorzellen (<strong>Metastasierung<\/strong>) im K\u00f6rper <strong>verhindern<\/strong>.<\/p>\n<p>Da bei rund Dreiviertel aller b\u00f6sartigen Brusttumoren Geschlechtshormone (v.a. \u00d6strogene) ihr Wachstum f\u00f6rdern, ist in diesen F\u00e4llen eine <strong>Hormontherapie<\/strong> angezeigt.<\/p>\n<p>Auch eine <strong>Immuntherapie<\/strong> kann zum Einsatz kommen. Hierbei unterst\u00fctzen bestimmte Substanzen das Abwehrsystem im Kampf gegen die Krebszellen.<\/p>\n<h3>Hier findest du die am besten bewerteten Gyn\u00e4kologen in deinem Bundesland:<\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/frauenarzt\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 5.000 Frauen erkranken hierzulande jedes Jahr neu an Brustkrebs. 1.500 sterben daran. Zumindest Letzteres muss nicht so bleiben. Denn: Je fr\u00fcher Brustkrebs erkannt wird, desto besser stehen seine Heilungschancen. Darum gibt es seit 2014 in \u00d6sterreich zur F\u00f6rderung der Gesundheit das kostenlose Brustkrebs-Fr\u00fcherkennungsprogramm \u201cfr\u00fch erkennen\u201c. Doch geh\u00f6rt zur Brustkrebsvorsorge ein bisschen mehr als \u201cnur\u201c alle zwei Jahre eine Mammografie durchf\u00fchren zu lassen. Was ist Brustkrebs? Die weibliche Brust besteht aus Fett- und Bindegewebe Dr\u00fcsengewebe, das Milch produzieren kann Milchg\u00e4ngen Beim Brustkrebs (Mammakarzinom) handelt es sich um eine b\u00f6sartige Ver\u00e4nderung des Brustgewebes. Je nach Lokalisation des Tumors unterscheidet man zwischen einem duktalen\u00a0Karzinom (in den Dr\u00fcseng\u00e4ngen) und einem lobul\u00e4ren Karzinom\u00a0(in den Dr\u00fcsenl\u00e4ppchen). Durchbricht der Krebs das Epithel der Dr\u00fcseng\u00e4nge bzw. -l\u00e4ppchen und w\u00e4chst in die Tiefe, ist er f\u00e4hig, zu streuen und in anderen Organen Metastasen (Tochtergeschw\u00fclste) zu bilden. Doch fr\u00fch genug erkannt und behandelt hat er zumeist gute Heilungschancen. Die meisten Mammakarzinome sitzen im oberen \u00e4u\u00dferen Viertel der Brust. Wer bekommt Brustkrebs? Jede 8. \u00d6sterreicherin sieht sich in ihrem Leben mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Somit ist das Mammakarzinom bei Frauen die h\u00e4ufigste Krebserkrankung. Jedenfalls steigt das Risiko, ein Mammakarzinom zu entwickeln, ab dem 45. Lebensjahr merklich an. Daher liegt der Erkrankungsgipfel zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr. Wobei sich inzwischen allerdings eine zunehmende H\u00e4ufung von Brustkrebs bei j\u00fcngeren Frauen abzeichnet. Doch auch M\u00e4nner sind nicht g\u00e4nzlich davor gefeit. Obwohl sie deutlich seltener (~1% aller F\u00e4lle) von dieser Art Krebs heimgesucht werden. Warum es zu einem Mammakarzinom kommt, dar\u00fcber fehlt noch fundiertes Wissen. Allerdings tauchen bestimmte Faktoren \u00fcberdurchschnittlich oft im Zusammenhang mit Brustkrebs auf: eine fr\u00fche (vor dem 11. Lebensjahr) Menarche (erste Regelblutung) ein sp\u00e4tes Einsetzen der Wechseljahre, d.h. erst nach dem 54. Lebensjahr Kinderlosigkeit die erste ausgetragene Schwangerschaft nach dem 35. Lebensjahr ein Verzicht aufs Stillen krankhaftes \u00dcbergewicht (Adipositas) Bewegungsmangel eine mehrj\u00e4hrige Einnahme \u00f6strogenhaltiger Hormonpr\u00e4parate, z.B. gegen Wechseljahrsbeschwerden ein regelm\u00e4\u00dfig erh\u00f6hter Alkoholkonsum (Grenze f\u00fcr Frauen: Viertelliter Bier oder Achtelliter Wein t\u00e4glich) In manchen F\u00e4llen sind Ver\u00e4nderungen im Erbgut (BRCA1- oder BRCA2-Gen) schuld an der Krebsentstehung. Diese Breast Cancer Gene verursachen bei ihren Tr\u00e4gerinnen lebenslang ein wesentlich erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Brust- oder auch Eierstockkrebs. F\u00fcr eine solche famili\u00e4re genetische Vorbelastung spricht, wenn mindestens zwei verwandte Frauen 1. Grades (Mutter oder Schwester) an Brust- und\/oder Eierstockkrebs erkrankt sind. Ein Mammakarzinom bei einer Verwandten 1. Grades vor dem 50. Lebensjahr auftritt. ein m\u00e4nnlicher Verwandter Brustkrebs entwickelt. Anzeichen f\u00fcr Brustkrebs Ver\u00e4nderungen, die auf ein Mammakarzinom hinweisen k\u00f6nnen, sind tastbare Knoten oder Verh\u00e4rtungen in einer Brust oder Achselh\u00f6hle Lage- oder Gr\u00f6\u00dfenver\u00e4nderungen der Brust (z.B. neu auftretende Asymmetrie) Verformungen (z.B. Gr\u00fcbchen, Narben, Einziehungen, Vorw\u00f6lbungen) einer Brust eine eingezogene (\u201cnach innen gedr\u00fcckte\u201c), verf\u00e4rbte oder in ihrer Lage\/Position ver\u00e4nderte Brustwarze Blutungen oder andere Absonderungen aus der Brustwarze eine ver\u00e4nderte Textur (z.B. \u201cOrangenhaut\u201c, Ekzem) oder Verf\u00e4rbungen (z.B. R\u00f6tung) der Brusthaut Schwellungen in der Achselh\u00f6hle oder rund ums Schl\u00fcsselbein st\u00e4ndige Schmerzen in der Brust oder Achselh\u00f6hle Wozu und wie Brustkrebsvorsorge? Die Brustkrebsvorsorge zielt auf die m\u00f6glichst fr\u00fchzeitige Erkennung und Behandlung b\u00f6sartiger Ver\u00e4nderungen in der Brust ab. 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