{"id":91618,"date":"2019-10-03T06:00:24","date_gmt":"2019-10-03T04:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/?p=91618"},"modified":"2019-10-29T14:30:57","modified_gmt":"2019-10-29T13:30:57","slug":"reizdarmsyndrom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herold.at\/blog\/reizdarmsyndrom\/","title":{"rendered":"Reizdarmsyndrom: Symptome, Behandlung, Ern\u00e4hrung"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_94720\" aria-describedby=\"caption-attachment-94720\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-94720\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Reizdarmsyndrom1.jpg\" alt=\"Reizdarmsyndrom\" width=\"830\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Reizdarmsyndrom1.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Reizdarmsyndrom1-300x134.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/Reizdarmsyndrom1-768x342.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-94720\" class=\"wp-caption-text\">Reizdarmsyndrom: Bl\u00e4hungen, Verstopfung, Bauchschmerzen und Durchfall sind typische Symptome. Foto: Adobe Stock, (c) Doris Heinrichs<\/figcaption><\/figure>\n<p>Stuhlunregelm\u00e4\u00dfigkeiten, Bl\u00e4hungen, Bauchschmerzen \u2013 m\u00f6gliche\u00a0Anzeichen ernsthafter Darmerkrankungen, manchmal aber auch \u201cnur\u201c Ausdruck eines Reizdarms.\u00a0Das Leben mit einem\u00a0<strong>Reizdarmsyndrom<\/strong> ist zwar im Prinzip ungef\u00e4hrlich, kostet aber Lebensqualit\u00e4t. Warum er zustande kommt, dar\u00fcber scheiden sich die Geister.\u00a0Auch wie man ihn am besten behandelt\u00a0ist umstritten. Doch zun\u00e4chst hei\u00dft es, ihn \u00fcberhaupt nachzuweisen. Das allein dauert oft schon Jahre. Wie man einen Reizdarm erkennt, was dagegen hilft und anderes Wissenswertes zu Darmerkrankungen gibt es hier.<\/p>\n\n<h2>Reizdarmsyndrom \u2013 was ist das?<\/h2>\n<p>Unterschiedliche, immer wiederkehrende Beschwerden im Bauchraum ohne erkennbare k\u00f6rperliche Ursache, die meist \u00fcber Monate bis Jahre anhalten, so k\u00f6nnte man ein Reizdarmsyndrom (RDS) definieren. Seine Symptome sind vielf\u00e4ltig. Seine Bezeichnungen ebenso. Als weitere Namen des Reizdarmsyndroms sind neben <strong>Reizdarm<\/strong>\u00a0au\u00dferdem noch\u00a0<strong>irritables Darmsyndrom<\/strong> (IDS, engl.: irritable bowel syndrome, IBS), <strong>Colon irritabile<\/strong> oder <strong>nerv\u00f6ser Darm<\/strong> im Umlauf. Da sich die Symptome oft im Dickdarmbereich abspielen, findet man daf\u00fcr aber auch Begriffe wie <strong>Reizkolon<\/strong> oder \u2013 aufgrund von dabei h\u00e4ufig vorkommenden Bauchkr\u00e4mpfen \u2013 <strong>spastisches Kolon<\/strong>.<\/p>\n<h3><strong>Reizdarmsyndrom:\u00a0Wie erkennt man einen Reizdarm?<\/strong><\/h3>\n<p>Art, Dauer und H\u00e4ufigkeit der Beschwerden des\u00a0Reizdarmsyndroms variieren von Mensch zu Mensch. Einige Patienten versp\u00fcren die Symptome nur in bestimmten Situationen wie z. B. bei Stress, andere hingegen st\u00e4ndig. Auch erscheinen die einzelnen Symptome wenig charakteristisch, doch in ihrer Gesamtheit nahezu typisch f\u00fcr das Krankheitsbild:<\/p>\n<ul>\n<li>krampfartige, brennende oder stechende <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/bauchschmerzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Schmerzen<\/strong><\/a> an verschiedenen Stellen im Bauch, oft in Zusammenhang mit dem Stuhlgang<\/li>\n<li>ein <strong>Druckgef\u00fchl<\/strong> im Unterbauch oder im rechten oder linken Oberbauch<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/blaehungen-flatulenz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Bl\u00e4hungen<\/strong><\/a><\/li>\n<li><strong>Stuhlunregelm\u00e4\u00dfigkeiten<\/strong> wie <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/durchfall-diarrhoe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Durchfall<\/a> und\/oder <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/verstopfung-obstipation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Verstopfung<\/a><\/li>\n<li>ein <strong>V\u00f6llegef\u00fchl<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Oft finden sich <strong>Ver\u00e4nderungen<\/strong> hinsichtlich der <strong>Def\u00e4kation<\/strong> (Stuhlentleerung) in puncto H\u00e4ufigkeit (&gt; 3x pro Tag bzw. &lt; 3x pro Woche) und\/oder <strong>Stuhlkonsistenz. <\/strong>Harte, breiige, w\u00e4ssrige, schafskotartige St\u00fchle k\u00f6nnen die Folge sein. Oft auch in Verbindung mit einem gesteigerten Stuhldrang, <strong>Darmger\u00e4uschen\u00a0<\/strong>und <strong>Schleimbeimengungen<\/strong>, aber typischerweise\u00a0ohne Beimengungen von Blut. Die Stuhlentleerung selbst wird h\u00e4ufig als schmerzhaft, m\u00fchsam und unvollst\u00e4ndig empfunden. Bauchschmerzen und andere\u00a0Krankheitssymptome\u00a0bessern sich allerdings oftmals danach.<\/p>\n<p>Alles keine lebensbedrohlichen Symptome. Doch bleiben sie \u00fcber lange Zeit bestehen, werden sie als qu\u00e4lend empfunden und beeintr\u00e4chtigen meist erheblich die Lebensqualit\u00e4t, obwohl sie keinen negativen Einfluss auf die Lebenserwartung haben und nach bisherigen Erkenntnissen auch nicht das Risiko f\u00fcr Darmkrebs erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Die Symptome treten bei vielen erstmalig im Alter von 20 bis 30 Jahren auf, in den allermeisten F\u00e4llen jedenfalls noch <strong>vor dem 50. Lebensjahr<\/strong>. Dennoch k\u00f6nnen auch Kinder oder Senioren an einem nerv\u00f6sen Darm leiden. Ein Teil der davon Befallenen wird im Laufe der Zeit beschwerdefrei. Die Krankheit kann auch spontan verschwinden. Oder im Gegenteil einen chronischen Verlauf nehmen.<\/p>\n<p>Typisch ist eine \u00dcberlappung mit chronischen Beckenschmerzen, <a href=\"https:\/\/www.netdoktor.at\/krankheit\/fibromyalgie-7822\">Fibromyalgie<\/a>\u00a0und psychischen Erkrankungen. Ein Reizdarmsyndrom kann\u00a0<a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/sodbrennen-hausmittel-saures-aufstossen-hilft-schnell\/\">Sodbrennen<\/a>, Kopf- und Gliederschmerzen, M\u00fcdigkeit und Ersch\u00f6pfung, Unruhe, Nervosit\u00e4t, <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/depression-symptome-behandlung\/\">depressive Verstimmungen<\/a>, Angst-, Schlaf- und Konzentrationsst\u00f6rungen, Kreislaufbeschwerden u. a. m. nach sich ziehen.<\/p>\n<h3><strong>Reizdarm: Typen<\/strong><\/h3>\n<p>Je nachdem, welches Symptom im Vordergrund steht, unterscheidet man beim Reizdarmsyndrom <strong>5 Typen<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Bl\u00e4h-Typ<\/strong> (Distension): Eine Verlangsamung der Peristaltik aufgrund einer ver\u00e4nderten Motilit\u00e4t (Darmbeweglichkeit) bedingt einen verz\u00f6gerten Abtransport von Darmgasen. Das f\u00f6rdert die Entstehung von Bl\u00e4hungen.<\/li>\n<li><strong>Durchfall-Typ<\/strong> (Diarrhoe-Typ, IBS-D, RDS-D): Es kommt zu mehr als 3 Def\u00e4kationen am Tag sowie Stuhldrang. Der Stuhlgang ist breiig oder fl\u00fcssig und weist ein erh\u00f6htes Volumen auf.<\/li>\n<li><strong>Verstopfungs-Typ<\/strong> (Obstipations-Typ, IBS-C, RDS-O): Es finden weniger als 3 Stuhlentleerungen pro Woche statt.\u00a0Diese sind mit gro\u00dfer Anstrengung verbunden. Der Stuhl\u00a0ist hart oder schafskotartig.<\/li>\n<li><strong>Schmerz-Typ<\/strong>: Bereits der normale Verdauungsvorgang wird als schmerzhaft empfunden.<\/li>\n<li><strong>gemischter Typ<\/strong> (Mix-Typ, IBS-M, RDS-M): Wechsel von Durchfall und Verstopfung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>H\u00e4ufig \u00fcberschneiden sich die Merkmale. Manchmal \u00e4ndert sich auch mit der Zeit der Typ.<\/p>\n<figure id=\"attachment_180074\" aria-describedby=\"caption-attachment-180074\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarm.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-180074\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarm.jpg\" alt=\"Reizdarm\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarm.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarm-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarm-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-180074\" class=\"wp-caption-text\">Beim Reizdarmsyndrom unterscheidet man 5 Typen mit unterschiedlichen Symptomen. Foto: Adobe Stock, (c) Jamrooferpix<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Reizdarmsyndrom: Anomalien im Darm als Ursachen?<\/strong><\/h2>\n<p>Nachweisbare organische Ver\u00e4nderungen lassen sich f\u00fcr ein Reizdarmsyndrom kaum finden. Da es aber die Darmfunktion beeintr\u00e4chtigt, bezeichnen Mediziner es als <strong>funktionelle Erkrankung<\/strong>. F\u00fcr die Ver\u00e4nderung der Darmt\u00e4tigkeit vermuten Wissenschaftler unter anderem folgende Ausl\u00f6ser:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>St\u00f6rungen der Muskelaktivit\u00e4t des Darms (Motilit\u00e4t)<\/strong>, die normalerweise den Nahrungsbrei im richtigen Tempo durch den Darm bef\u00f6rdert. Fehlerhafte Anweisungen bewirken, dass sich die Muskeln zu langsam, zu schnell oder im falschen Moment zusammenziehen und sich nicht mehr richtig entspannen k\u00f6nnen. Eine zu schnelle Darmpassage von Darminhalt f\u00fchrt zu Durchfall, eine zu langsame zu Verstopfung. Ziehen sich die Muskeln zu lange oder zu stark zusammen bzw. entspannen sich nicht gen\u00fcgend, entstehen Kr\u00e4mpfe. Daran beteiligt d\u00fcrfte das Verdauungsenzym Serinprotease sein, dessen Konzentration beim Reizdarm erh\u00f6ht ist. Sie beeinflusst Nerven- und Muskelzellen im Darm und f\u00fchrt bei Ratten zum Reizdarmsyndrom.<\/li>\n<li>eine <strong>\u00dcberempfindlichkeit der Darmschleimhaut <\/strong>(viszerale Hypersensitivit\u00e4t), die dazu dient, N\u00e4hrstoffe aus dem Darm ins Blut aufzunehmen und mithilfe ihrer Immunzellen Krankheitserreger abzuwehren. Reagiert sie zu sensibel auf Nahrungsbestandteile oder andere Reize, kommt es zu Schmerzen oder Kr\u00e4mpfen.<\/li>\n<li>eine <strong>Dysbiose<\/strong> (gest\u00f6rte Darmflora), denn ger\u00e4t die bakterielle Besiedelung der Darmschleimhaut durch \u00dcberhandnehmen gesundheitlich ung\u00fcnstiger Keime aus dem Gleichgewicht (z.B. infolge von Infektionen, der Einnahme von Antibiotika, nach Null- oder extrem einseitigen Di\u00e4ten), kann das die Verdauung negativ beeinflussen. So hat man etwa festgestellt, dass Reizdarmpatienten mehr Proteobakterien und Firmicutes, aber weniger Bifidobakterien, Acinetobacter und Bacteroides besitzen als \u201cNormalos\u201c.<\/li>\n<li>eine <strong>erh\u00f6hte Durchl\u00e4ssigkeit der Darmschleimhaut<\/strong> (Leaky Gut Syndrom). Da die Schleimhautzellen \u00fcber eine Art Haftbr\u00fccken (tight junctions) miteinander verbunden sind, haben es gef\u00e4hrliche Krankheitserreger und Fremdstoffe normalerweise schwer, durch diese Darmbarriere in den Organismus einzudringen. Ein zu schneller Abbau dieser Haftbr\u00fccken st\u00f6rt die Barrierefunktion der Darmschleimhaut.<\/li>\n<li>eine <strong>erh\u00f6hte Konzentration an Abwehrzellen<\/strong> (z. B. Mastzellen, T- Lymphozyten) in der Darmschleimhaut, was auf eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Immunaktivit\u00e4t hindeutet.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Innere oder \u00e4u\u00dfere Ver\u00e4nderungen als Grundlage?<\/strong><\/h3>\n<p>Bei vielen Krankheiten bilden Ver\u00e4nderungen im Erbgut (Mutationen) die Basis ihrer Entstehung. Ebenso beeinflussen Einwirkungen von au\u00dfen die Entwicklung und den Verlauf vieler Leiden. Auch beim Reizdarmsyndrom geht man davon aus, dass Folgendes bei seinem Auftreten eine Rolle spielt:<\/p>\n<ul>\n<li>eine <strong>erbliche Veranlagung<\/strong>. Manches spricht daf\u00fcr, dass diverse Gene, die f\u00fcr die Vertr\u00e4glichkeit bestimmter Lebensmittel oder die Darmmotilit\u00e4t wichtig sind, beim Reizdarmsyndrom ver\u00e4ndert sein k\u00f6nnten bzw. dieses im Zusammenspiel mit Umweltfaktoren beg\u00fcnstigen. Zudem kommt in manchen Familien diese Symptomerkrankung geh\u00e4uft vor.<\/li>\n<li><strong>Umweltfaktoren<\/strong> (z. B. Umweltgifte).<\/li>\n<\/ul>\n<h2><strong>Psyche als Ausl\u00f6ser?<\/strong><\/h2>\n<p>Menschen mit Reizdarm f\u00fchlen sich von ihrer Umgebung oder auch von \u00c4rzten h\u00e4ufig als Hypochonder abgestempelt. Doch auch wenn es sich beim Reizdarm um eine <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/alternativmedizin-naturheilkunde\/psychosomatik-wenn-die-seele-durch-den-koerper-spricht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">psychosomatische<\/a> (d. h. zwischen den k\u00f6rperlichen Symptomen und dem psychischen Zustand besteht ein enger Zusammenhang) Erkrankung handelt, ist sie nat\u00fcrlich ernst zu nehmen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich d\u00fcrften seelische Gegebenheiten bei der Entwicklung des Leidens mitspielen wie<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/psyche-nerven\/stress-staendig-unter-strom\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Stress<\/strong><\/a> und <strong>psychische Belastungen<\/strong> (z. B. Traumata, st\u00e4ndiges Gef\u00fchl der \u00dcberforderung, Unf\u00e4higkeit, Gef\u00fchle auszudr\u00fccken) oder Krankheiten (z. B. <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/depression-symptome-behandlung\/\">Depressionen<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/angststoerung\/\">Angstst\u00f6rungen<\/a>, chronisches Ersch\u00f6pfungssyndrom), denn zwischen Darm und Gehirn bestehen \u00fcber das sogenannte <strong>enterische Nervensystem<\/strong> (dichtes Nervenzellgeflecht im Verdauungstrakt, \u201cBauchhirn\u201c) zahlreiche Wechselwirkungen. Diese <strong>Mikrobiom-Darm-Hirn-Achse<\/strong> bedient sich der Botenstoffe (Neurotransmitter) Noradrenalin, Serotonin und Dopamin, die in beiden Organen vorkommen und die Stimmungslage beeinflussen. Zudem des autonomen (vegetativen) Nervensystems. Dessen \u00dcberaktivierung (vegetative \u00dcberreizung) erzeugt z. B. Unruhe- und Angstzust\u00e4nde. Akuter Stress wiederum f\u00fchrt zu einer erh\u00f6hten Produktion von Magensaft, gesteigerten Darmbewegungen und Ger\u00e4uschen\u00a0sowie Ver\u00e4nderungen der Immunreaktionen im Darm.<\/li>\n<li>eine <strong>ver\u00e4nderte Wahrnehmung von Reizen aus dem Verdauungstrakt<\/strong> wie z. B. seiner F\u00fcllung mit Speisebrei. Diese normalerweise nicht bewusst registrierten, von Magen und Darm ans Gehirn gesendeten Signale f\u00fchren zu ver\u00e4nderten Muskelbewegungen im Darm. Au\u00dferdem zu einer erh\u00f6hten <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/gesundheit-allgemein\/schmerzgedaechtnis-akute-schmerzen-chronische\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Schmerzempfindlichkeit<\/a>, weil durch normale Vorg\u00e4nge wie die durch den Speisebrei verursachte Dehnung des Darms ausgel\u00f6ste Nervenreize als Schmerz interpretiert werden. Bei dieser Informationsvermittlung spielt der \u00dcbertr\u00e4gerstoff Serotonin, der auch mit der Stimmungslage zu tun hat, eine wichtige Rolle. Ebenso die Botenstoffe TNF-Alpha und TRPA1.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Was noch mitwirkt<\/strong><\/h3>\n<p>In vielen F\u00e4llen geht dem Reizdarm eine Erkrankung voraus, die als dessen m\u00f6glicher Ausl\u00f6ser in Betracht zu ziehen ist. Wie etwa eine <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/nahrungsmittelunvertraeglichkeit\/\">Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit<\/a> (z. B. <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/nahrungsmittelunvertraeglichkeit\/#Haumlufigste_Nahrungsmittelunvertraumlglichkeit_Laktoseintoleranz\">Laktoseintoleranz<\/a>) oder Allergie.<\/p>\n<p>Sehr h\u00e4ufig jedoch eine bakterielle Darminfektion (v.a. mit Campylobacter jejuni, auch: <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/lebensmittelvergiftung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Salmonellen<\/a>, EHEC), die meist zu Durchfall f\u00fchrt. Wobei die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr ein RDS mit der Schwere der Enteritis steigt (<strong>postinfekti\u00f6ses Reizdarmsyndrom<\/strong>). M\u00f6glicherweise bleiben nach dem Abheilen der Infektion kleine Entz\u00fcndungen in der Darmwand (Mikroentz\u00fcndungen) zur\u00fcck. Eventuell auch eine nachhaltige Ver\u00e4nderung der Darmflora. Wobei wahrscheinlich das Verh\u00e4ltnis zwischen den Bakterienarten Firmicutes und Bakteroides eine Rolle spielt. Abgesehen davon d\u00fcrften die in der Darmwand endenden, f\u00fcr die Schmerz\u00fcbertragung zust\u00e4ndigen Nerven durch die Entz\u00fcndung gereizt werden. Diese Aktivierung k\u00f6nnte nach dem Abklingen der Infektion bestehen bleiben, woraus eine \u00dcberempfindlichkeit resultiert.<\/p>\n<p>Der Genuss von Kaffee, Alkohol oder Zigaretten scheint die Entwicklung eines Reizdarms ebenfalls zu beg\u00fcnstigen. Ebenso die Gabe von Antibiotika.<\/p>\n<h2><strong>Reizdarm: Diagnose<\/strong><\/h2>\n<p>Fr\u00fcher wurden Menschen mit\u00a0einem nerv\u00f6sen Darm\u00a0gern als eingebildete Kranke abgetan, die zu sehr auf ihre Verdauung fixiert seien. Doch inzwischen wird das Reizdarmsyndrom als Krankheit akzeptiert, wenn die Anzeichen laut medizinischen Leitlinien wenigstens drei Kriterien erf\u00fcllen:<\/p>\n<ol>\n<li>Die <strong>Beschwerden <\/strong>dauern <strong>mindestens drei Monate<\/strong> an und sind meistens mit einem ver\u00e4nderten Stuhlgang (Aussehen, H\u00e4ufigkeit) verbunden. Sie bessern sich nach der Stuhlentleerung.<\/li>\n<li>Die <strong>Symptome<\/strong> bilden den <strong>Grund f\u00fcr den Arztbesuch<\/strong>. Sie f\u00fchren zu Einbu\u00dfen in der Lebensqualit\u00e4t.<\/li>\n<li>Die <strong>Beschwerden<\/strong> sind <strong>nicht<\/strong> die Folge von f\u00fcr <strong>andere Krankheiten<\/strong> typischen organischen Ver\u00e4nderungen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Zur einheitlichen Diagnose des Reizdarmsyndroms haben medizinische Gesellschaften die sogenannten <strong>Rom-Kriterien<\/strong> festgelegt. Sie fordern, dass wiederkehrend Bauchschmerzen, Unwohlsein oder Missempfindungen im Bauch an <strong>mindestens drei Tagen pro Monat<\/strong> in den <strong>letzten drei Monaten<\/strong> vorkommen. Und mit mindestens zwei der folgenden (drei) Krankheitszeichen einhergehen:<\/p>\n<ul>\n<li>einer <strong>Besserung <\/strong>der Beschwerden <strong>nach der Def\u00e4kation<\/strong>.<\/li>\n<li>einem <strong>Wechsel der H\u00e4ufigkeit des Stuhlgangs<\/strong> seit Beginn der Beschwerden.<\/li>\n<li>einer <strong>\u00c4nderung der Form und des Aussehens des Stuhls<\/strong> seit dem erstmaligen Auftreten der Symptome.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Doch k\u00f6nnen auch andere Krankheiten Krankheitszeichen hervorrufen, die denen beim Reizdarmsyndrom \u00e4hneln. Wie etwa die <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/zoeliakie-glutenunvertraeglichkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Z\u00f6liakie<\/a> (Glutenunvertr\u00e4glichkeit).<\/p>\n<p>Bestimmte Symptome aber lassen darauf schlie\u00dfen, dass eher kein Reizdarm, sondern eine andere Erkrankung vorliegt, n\u00e4mlich:<\/p>\n<ul>\n<li>Blut im Stuhl<\/li>\n<li>n\u00e4chtliche Schmerzen oder n\u00e4chtlicher Durchfall<\/li>\n<li>ein Gewichtsverlust<\/li>\n<li>Fieber<\/li>\n<li>fettiger Stuhlgang<\/li>\n<li>eine Blutarmut<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sie treten viel wahrscheinlicher bei entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen oder Darmtumoren auf und geh\u00f6ren unverz\u00fcglich \u00e4rztlich abgekl\u00e4rt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_180077\" aria-describedby=\"caption-attachment-180077\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarmsyndrom.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-180077\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarmsyndrom.jpg\" alt=\"Reizdarmsyndrom\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarmsyndrom.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarmsyndrom-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarmsyndrom-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-180077\" class=\"wp-caption-text\">Ein Symptomtagebuch kann helfen den Reizdarm festzustellen. Foto: Adobe Stock, (c) absolutimages<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Wie kommt der Arzt zur Diagnose Reizdarmsyndrom? <\/strong><\/h3>\n<p>Um <strong>organische Erkrankungen<\/strong> als Ursache f\u00fcr die bestehenden Symptome <strong>auszuschlie\u00dfen<\/strong>, f\u00fchrt der Arzt zun\u00e4chst eine <strong>Anamnese<\/strong> (Erhebung der Krankengeschichte) durch. Dabei sollte eine detaillierte Schilderung der Beschwerden (welche genau, seit wann, z.B. Schmerzverlauf, Stuhlverhalten) erfolgen. Hilfreich dabei ist ein zuvor gef\u00fchrtes <strong>Symptomtagebuch<\/strong>, in dem Zeitpunkt, Dauer und St\u00e4rke der Symptome sowie Begleitumst\u00e4nde (z. B. Stimmungslage) bzw. Trigger (z. B. stressige und unangenehme Ereignisse, bestimmte Nahrungsmittel) eingetragen werden, um etwaige Zusammenh\u00e4nge aufzudecken. Denn das kann dem Arzt (am besten ein <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/gastroenterologe\/\"><strong>Gastroenterologe<\/strong><\/a>) die Diagnose erleichtern und erm\u00f6glicht zudem, den Behandlungserfolg zu \u00fcberpr\u00fcfen, wenn es beibehalten wird. Die vom Patienten geschilderten Symptome allein gen\u00fcgen in der Regel jedoch noch nicht, damit der Arzt einen Reizdarm als deren Ursache annimmt.<\/p>\n<h3>\u00c4rztliche Untersuchungen bei Reizdarm<\/h3>\n<p>Bei der an die Anamnese anschlie\u00dfenden <strong>k\u00f6rperlichen Begutachtung<\/strong> greift und h\u00f6rt er deshalb den Bauch ab und tastet eventuell auch den Enddarm mit dem Finger aus. Welche Untersuchungen er danach durchf\u00fchrt bzw. veranlasst, h\u00e4ngt davon ab, welche Krankheit(en) er als Ausl\u00f6ser f\u00fcr die genannten Symptome vermutet. \u00dcblicherweise erfolgen zum Ausschluss organischer Erkrankungen einige der folgenden <strong>diagnostischen Ma\u00dfnahmen<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>ein Test auf Blut im Stuhl<\/li>\n<li>eine Stuhl-Mikrobiologie zur Untersuchung des Stuhls auf Krankheitserreger wie etwa Parasiten (z. B. <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/madenwuermer-loswerden\/\">Madenw\u00fcrmer<\/a>\u00a0und <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/bandwurm-menschen-symptome\/\">Bandw\u00fcrmer<\/a>)<\/li>\n<li>ein Test auf die Entz\u00fcndungsmarker Calprotectin A und Lactoferrin im\u00a0Kot<\/li>\n<li>Blutuntersuchungen zur Bestimmung des Blutbildes, der Serum-Elektrolyte, Entz\u00fcndungs- (z. B. CRP) und Nierenwerte, Leber- und Bauchspeicheldr\u00fcsenenzyme, des TSH (Schilddr\u00fcsenhormon) und Blutzuckers\/HbA1c (Langzeitzucker) sowie der Transglutaminase-AK (Z\u00f6liakie-Antik\u00f6rper) und Blutsenkungsgeschwindigkeit<\/li>\n<li>ein Urinstatus<\/li>\n<li>ein <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/gesundheit-allgemein\/sonographie-mit-ultraschallwellen-das-koerperinnere-erforschen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bauchultraschall<\/a><\/li>\n<li>eine <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/magen-darm\/sanfte-darmspiegelung-durch-moderne-geraete\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Darm<\/a>&#8211; oder auch <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/magenspiegelung-vorbereitung-ablauf-nachsorge\/\">Magenspiegelung<\/a><\/li>\n<li>Tests auf Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten (z. B. H<sub>2<\/sub>-Atemtest bei Verdacht auf Laktose- oder Fruktose-Intoleranz)<\/li>\n<li>eine tiefe D\u00fcnndarmbiopsie, z. B. zum Ausschluss einer Z\u00f6liakie<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei Frauen empfiehlt sich zudem eine gyn\u00e4kologische Untersuchung durch einen Frauenarzt, weil typische Reizdarmsymptome oft auch bei einem Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) auftreten.<\/p>\n<h3><strong>Ausschlussdiagnose Reizdarm<\/strong><\/h3>\n<p>Bis zur Stellung der Diagnose Reizdarm absolvieren viele Patienten eine Odyssee an Untersuchungen, die in der Regel zu keinem Ergebnis f\u00fchren. Sie sind aber dennoch meist notwendig, weil zuerst nachgepr\u00fcft werden muss, ob keine anderen Erkrankungen vorliegen, die die vorherrschenden Symptome verursachen, bevor die Diagnose Reizdarm als gesichert gilt. Es handelt sich beim Reizdarmsyndrom also um eine sogenannte Ausschlussdiagnose.<\/p>\n<p>Dennoch stellt sich bei einem\u00a0kleinen Teil der Personen mit dem Befund Reizdarm sp\u00e4ter \u2013 oft erst nach Jahren \u2013 heraus, dass die Beschwerden <strong>doch eine andere Ursache<\/strong> haben. Daraus folgert nat\u00fcrlich, dass sie aufgrund der Reizdarm-Fehldiagnose teils jahrelang falsch behandelt wurden. Durch die Wahl der richtigen Untersuchungen bei der Diagnostik l\u00e4sst sich dieses Risiko aber sehr in Grenzen halten.<\/p>\n<h2><strong>Reizdarm:\u00a0Therapie<\/strong><\/h2>\n<p>Da die genauen Ursachen des Reizdarmsyndroms bislang unbekannt sind, zielt die\u00a0Therapie\u00a0eines Reizdarms in erster Linie darauf ab, die Beschwerden zu lindern. Weil von Fall zu Fall unterschiedliche Symptome im Vordergrund stehen k\u00f6nnen, gibt es kein f\u00fcr jeden passendes Allheilmittel.<\/p>\n<p>Zudem existieren verschiedene, individuell variierende Trigger, also Gegebenheiten, die die Beschwerden ausl\u00f6sen. Sie gilt es herauszufinden und m\u00f6glichst zu meiden. Das kann beispielsweise Stress sein, ein Bewegungs- oder Schlafmangel oder bestimmte Nahrungsmittel.<\/p>\n<p>Bei <strong>akuten Beschwerden<\/strong> kann eine <strong>W\u00e4rmeanwendung<\/strong> (z. B. eine W\u00e4rmflasche, ein Heiz- oder Dinkelkissen auf dem Bauch) dazu beitragen, die Symptome abzumildern. Oder eine sanft kreisende <strong>Bauchmassage<\/strong> in Richtung des normalen Speisebreitransportes, also von rechts unten nach oben, quer zur anderen Seite und dann nach links unten.<\/p>\n<p><strong>Psychische Unterst\u00fctzung<\/strong> ist dann vonn\u00f6ten, wenn die\u00a0Probleme bei Stress oder erlebten Konflikten verst\u00e4rkt in Erscheinung treten. Etwa in Form einer <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/psychotherapie-wien-empfehlung\/\">Psychotherapie<\/a> (z. B. kognitive Verhaltenstherapie) oder Entspannungstechnik (z.B. <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/psyche-nerven\/jacobsonsche-progressive-muskelentspannung-entspannung-durch-gezielte-anspannung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">progressive Muskelrelaxation<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/autogenes-training\/\">autogenes Training<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/die-besten-yoga-studios-in-wien\/\">Yoga<\/a>).<\/p>\n<p>Einen Versuch wert\u00a0ist auch die Behandlung mit:<\/p>\n<ul>\n<li>komplement\u00e4rmedizinische Methoden wie <strong>Akupunktur <\/strong>oder <strong>Hom\u00f6opathie<\/strong>.<\/li>\n<li><strong>Pr\u00e4biotika<\/strong>, d.h. Ballaststoffe, die das Wachstum der guten Darmbakterien f\u00f6rdern.<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/darmsanierung\/\"><strong>Probiotika<\/strong><\/a>, d.h. mit Bakterien und\/oder Hefe angereicherte Nahrungsmittel (z.B. probiotisches Jogurt).<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Hilfe aus der Apotheke <\/strong><\/h3>\n<p>Um eine <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/verstopfung-obstipation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Verstopfung<\/strong><\/a> (Obstipation) zu bek\u00e4mpfen, die sich mit Bewegung, ballaststoffreicher Ern\u00e4hrung und ausreichend Fl\u00fcssigkeit nicht in den Griff zu bekommen l\u00e4sst, etwa die osmotisch wirkende <strong>Lactulose<\/strong> oder <strong>Quellstoffe<\/strong> wie Macrogol, Pektin, <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/magen-darm\/flohsamen-kleine-samen-grosse-wirkung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Flohsamen<\/a>, Weizenkleie oder Leinsamen. Selbstverst\u00e4ndlich nicht \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum und nur nach R\u00fccksprache mit dem Arzt.<\/p>\n<p>Bei <a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/durchfall-diarrhoe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Durchfall<\/strong><\/a> wirken <strong>Pflanzenpr\u00e4parate<\/strong> (z. B. Tees aus Erdbeer-, Brombeer- oder Himbeerbl\u00e4ttern, Frauenmantel und G\u00e4nsefingerkraut, Flohsamenschalen, Heidelbeersaft oder -tee) oder <strong>l\u00f6sliche Ballaststoffe <\/strong>(z. B. Methylcellulose), <strong>Cholestyramin<\/strong> (Resorptionshemmer f\u00fcr Cholesterin) sowie in schweren F\u00e4llen ein \u2013 m\u00f6glichst nur kurz einzusetzendes \u2013 Opioid, das die Darmbewegungen hemmt, sodass der Stuhl langsamer ausgeschieden wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arztsuche24.at\/ratgeber\/krankheiten\/bauchschmerzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bauchschmerzen<\/a> und <strong>Kr\u00e4mpfe<\/strong> sprechen auf <strong>Spasmolytika<\/strong> oder pflanzliche Mittel wie K\u00fcmmel- oder Pfefferminz\u00f6l an. Gegen starke Schmerzen kann der Arzt auch Antidepressiva verschreiben, da diese Medikamente die Schmerzschwelle erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/blaehungen-ursachen-hausmittel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Bl\u00e4hungen<\/strong><\/a> klingen oft ab, wenn eine gleichzeitig bestehende Diarrhoe oder Obstipation therapiert wurde. Andernfalls k\u00f6nnen <strong>Fencheltee<\/strong> mit Zusatz von K\u00fcmmel, Anis oder Pfefferminze<strong>, Karminativa<\/strong> (Entsch\u00e4umungsmittel) oder bestimmte Antibiotika helfen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_180080\" aria-describedby=\"caption-attachment-180080\" style=\"width: 830px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarmsyndrom3.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-180080\" src=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarmsyndrom3.jpg\" alt=\"Reizdarmsyndrom\" width=\"830\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarmsyndrom3.jpg 830w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarmsyndrom3-300x148.jpg 300w, https:\/\/www.herold.at\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Reizdarmsyndrom3-768x379.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-180080\" class=\"wp-caption-text\">Ein Reizdarm verursacht oft starke Bauchschmerzen und Kr\u00e4mpfe. Foto: Adobe Stock, (c) photophonie<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Reizdarmsyndrom: Ern\u00e4hrung<\/strong><\/h3>\n<p>Eine Reizdarm-Di\u00e4t, die erwiesenerma\u00dfen das Leiden heilt, gibt es leider nicht. Doch entlastet die Verdauung,<\/p>\n<ul>\n<li><strong>regelm\u00e4\u00dfig<\/strong> zu <strong>essen<\/strong> und keine Mahlzeiten auszulassen, um keine Hungerattacken zu provozieren, die dazu verf\u00fchren, zu den falschen Lebensmitteln zu greifen.<\/li>\n<li>sich f\u00fcr die Mahlzeiten <strong>ausreichend Zeit<\/strong> zu nehmen, in Ruhe, ohne Ablenkungen (z. B. Fernsehen) und langsam zu essen sowie gut zu kauen.<\/li>\n<li>keine gro\u00dfen Mengen auf einmal zu verzehren, sondern besser <strong>mehrere kleine Portionen<\/strong> \u00fcber den Tag verteilt.<\/li>\n<li><strong>auf stark bl\u00e4hende Lebensmittel<\/strong> wie beispielsweise Kohl, H\u00fclsenfr\u00fcchte, Zwiebel oder kohlens\u00e4urehaltige Getr\u00e4nke zu <strong>verzichten<\/strong>. Ebenso auf <strong>fette Snacks<\/strong>, die die Verdauung stark belasten sowie auf <strong>sehr hei\u00dfe<\/strong> oder <strong>eiskalte Speisen<\/strong>.<\/li>\n<li><strong>ausreichend<\/strong> Wasser zu <strong>trinken<\/strong>.<\/li>\n<li>Kaffee und Alkohol allenfalls in Ma\u00dfen zu genie\u00dfen.<\/li>\n<li>sich nach dem Essen eine kleine Pause zu g\u00f6nnen, einen kurzen Spaziergang zu machen oder ein Mittagsschl\u00e4fchen zu halten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zudem macht es Sinn, zu beobachten, ob sich die Beschwerden nach dem Genuss bestimmter Nahrungsmittel verschlimmern und diese dann tunlichst zu vermeiden.<\/p>\n<p>Manchmal stellen sich weniger Beschwerden ein, wenn mehr Ballaststoffe verzehrt werden. Weil sie die Darmt\u00e4tigkeit anregen, die Verdauung f\u00f6rdern und daher Verstopfungen vorbeugen.<\/p>\n<p>Scharfe <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/gewuerze-kaufen-wien-online\/\">Gew\u00fcrze<\/a> wie etwa Chili (enth\u00e4lt die Darmschleimhaut beruhigendes Capsaicin) verbessern bei einem Teil der Patienten die Lage. Andere vertragen sie nicht.<\/p>\n<p>Umstritten ist der Nutzen probiotischer Lebensmittel wie Joghurt, Kefir und Buttermilch, die der Darmflora (Mikrobiom) guttun sollen. Denn einerseits weisen nicht alle Reizdarm-Patienten eine Dysbiose auf. Andererseits enthalten die Produkte verschiedene Bakterienst\u00e4mme, deren Zutr\u00e4glichkeit von der bestehenden Keimbesiedelung abh\u00e4ngt, die von Mensch zu Mensch verschieden ist. Somit gew\u00e4hrleisten sie nicht, dass jeder davon profitiert.<\/p>\n<p>Empfehlenswert erscheint jedenfalls eine professionelle <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/blog\/ernaehrungsberatung\/\">Ern\u00e4hrungsberatung<\/a>. Denn viele Reizdarmpatienten neigen aus Angst vor Beschwerden oder weil sie eine Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeit oder -allergie vermuten dazu, ihre Ern\u00e4hrung zu einseitig zu gestalten und provozieren so Mangelerscheinungen, die erst recht zu Symptomen f\u00fchren.<\/p>\n<h3><strong>Die Low-FODMAP-Di\u00e4t<\/strong><\/h3>\n<p>Etliche Menschen mit Reizdarm schw\u00f6ren auf die sogenannte Low-FODMAP-Di\u00e4t. FODMAP steht f\u00fcr <strong>f<\/strong>ermentierbare<strong> O<\/strong>ligo<strong>&#8211;<\/strong>,<strong> D<\/strong>i<strong>-, M<\/strong>onosaccharide<strong> a<\/strong>nd (engl. f\u00fcr und)<strong> P<\/strong>olyole. Das sind <strong>Einfach- und Mehrfachzucker<\/strong> wie Fruktose (z.B. in Fr\u00fcchten, Honig), Laktose (in Milchprodukten), Fruktane (z.B. in Weizen, Knoblauch, Zwiebeln) und Galaktose (z.B. in Bohnen, Linsen, Sojabohnen) und <strong>Zuckeralkohole<\/strong> wie Erythrit, Isomalt, Xylit und Sorbit, die h\u00e4ufig als S\u00fc\u00dfstoffe Verwendung finden bzw. nat\u00fcrlicherweise z.B. in Pflaumen, Marillen und Mais vorkommen.<\/p>\n<p>Auf diese Substanzen verzichtet man bei der Low-FODMAP-Di\u00e4t. Denn sie k\u00f6nnen den Verdauungstrakt belasten, weil sie <strong>im D\u00fcnndarm nur unzureichend resorbiert<\/strong> werden. Somit gelangen sie unver\u00e4ndert in den <strong>Dickdarm<\/strong>, wo sie von Bakterien <strong>verg\u00e4rt<\/strong> werden, die dabei \u2013 potenziell bl\u00e4hende \u2013 <strong>Gase produzieren<\/strong>. Au\u00dferdem wirken FODMAPs <strong>osmotisch<\/strong>, ziehen also gro\u00dfe Mengen Wasser in den Darm und verursachen auf die Art <strong>Durchf\u00e4lle<\/strong>.<\/p>\n<p>Das Einhalten dieser Di\u00e4t bedeutet jedoch, zahlreiche Obst- und Gem\u00fcsesorten sowie Milchprodukte vom Speiseplan zu streichen. Sie birgt somit das <strong>Risiko einer Mangelern\u00e4hrung<\/strong>. So ist die Low-FODMAP-Di\u00e4t meistens arm an Ballaststoffen. Das erfordert, nicht fermentierbare Ballaststoffe wie z. B. Flohsamen in die Ern\u00e4hrung aufzunehmen.<\/p>\n<p>Derart praktiziert, dass zun\u00e4chst nur einzelne Nahrungsbestandteile \u2013 \u00a0etwa Fruktose, Lactose und Sorbit \u2013 m\u00f6glichst aus der Kost eliminiert werden, kann man mit ihr klassischen Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten auf die Spur kommen.<\/p>\n<p>Erfahrungsgem\u00e4\u00df kann eine Kombination aus Low-FODMAP- und glutenfreier Di\u00e4t die Symptome bei einem Teil der Reizdarm-Patienten innerhalb einiger Wochen bessern. Sie sollte aber nicht dauerhaft beibehalten werden, da die Langzeitfolgen der Low-FODMAP-Di\u00e4t noch nicht ausreichend erforscht wurden. Darum gilt es nach und nach herauszufinden, welche Nahrungsmittel wieder auf den Speiseplan gesetzt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<h3><strong>Reizdarm: Vorbeugung<\/strong><\/h3>\n<p>Da die Ursachen f\u00fcr einen Reizdarm noch im Dunkeln liegen, l\u00e4sst sich kaum sagen, welche Ma\u00dfnahmen sich zu seiner Vorbeugung eignen. Doch kann man <strong>f\u00fcr eine gesunde Verdauung sorgen<\/strong>. Etwa durch<\/p>\n<ul>\n<li>eine ausreichende Fl\u00fcssigkeitszufuhr<\/li>\n<li>eine ballaststoffreiche, ausgewogene Kost<\/li>\n<li>den Verzicht auf zu \u00fcppige Portionen<\/li>\n<li>regelm\u00e4\u00dfige Bewegung<\/li>\n<li>Stressabbau, z. B. mit fest in den Alltag eingebauten Ruhe- und Erholungsphasen, Entspannungstechniken wie autogenes Training, progressive Muskelrelaxation oder Meditationen sowie Sport<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Gute Gastroenterologen in \u00d6sterreich<\/h2>\n<h3>Dr. Michael Fangl (5 Sterne Bewertung)<\/h3>\n<p>Dr. Michael Fangl aus Wien ist Facharzt f\u00fcr innere Medizin. Seine Schwerpunkte sind Gastroenterologie und Hepatologie.<\/p>\n<p><strong>Krankenkassen:<\/strong> Alle Kassen<\/p>\n<p><strong>Kontakt: <\/strong><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/s2dl6\/fangl-michael-dr\/\">Dr. Michael Fangl, 1100 Wien<\/a><\/p>\n<h3>Dr. Uta Kopetzki-Kogler (5 Sterne)<\/h3>\n<p>Dr. Uta Kopetzki-Kogler ist Fach\u00e4rztin f\u00fcr Gastroenterologie und\u00a0hat sich auf die Therapie und Behandlung des\u00a0Reizdarms spezialisiert. Informationen zu den aktuellen Ordinationszeiten findest du auf ihrem HEROLD-Detaileintrag.<\/p>\n<p><strong>Krankenkassen:<\/strong> BVA, KFV, VA, GKK, SVA<\/p>\n<p><strong>Kontakt: <\/strong><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/HdT5h\/kopetzki-kogler-uta-dr\/\" rel=\"nofollow\">Dr. Uta Kopetzki-Kogler, 1070 Wien<\/a><\/p>\n<h3>Dr. Marco Carniel (5 Sterne)<\/h3>\n<p>Wenn du Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt hast, ist auch Dr. Marco Carniel eine gute Wahl. Der Wahlarzt aus Wr. Neustadt verf\u00fcgt \u00fcber viel Erfahrung und steht an drei Tagen in der Woche f\u00fcr dich zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong>Wahlarzt! (Kein Kassenarzt)<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wiener-neustadt\/Dlt7v\/dr-marco-carniel\/\">Dr. Marco Carniel, 2700 Wiener Neustadt<\/a><\/p>\n<h3>Dr. Gerhard Kienpointner (5 Sterne)<\/h3>\n<p>Die herold.at-User empfehlen au\u00dferdem Dr. Gerhard Kienpointner. Der freundliche Arzt aus W\u00f6rgl behandelt seit zahlreichen Jahren Patienten mit Magen-Darm-Beschwerden.<\/p>\n<p><strong>Krankenkassen:<\/strong>\u00a0BVA, KFV, VA, GKK, SVA<\/p>\n<p><strong>Kontakt: <\/strong><a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/w%C3%B6rgl\/2WlWJ\/kienpointner-gerhard-dr\/\" rel=\"nofollow\">Dr. Gerhard Kienpoitner, 6300 W\u00f6rgl<\/a><\/p>\n<h3>Hier findest du die am besten bewerteten\u00a0Gastroenterologen in deiner N\u00e4he:<\/h3>\n<div class=\"herold_bl\"><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/wien\/gastroenterologe\/\" target=\"_blank\">Wien<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/burgenland\/gastroenterologe\/\" target=\"_blank\">Burgenland<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/salzburg\/gastroenterologe\/\" target=\"_blank\">Salzburg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/nieder\u00f6sterreich\/gastroenterologe\/\" target=\"_blank\">Nieder\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/steiermark\/gastroenterologe\/\" target=\"_blank\">Steiermark<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/tirol\/gastroenterologe\/\" target=\"_blank\">Tirol<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"herold_bl_col\"><div class=\"herold_bl_col_inner\"><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/ober\u00f6sterreich\/gastroenterologe\/\" target=\"_blank\">Ober\u00f6sterreich<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/k\u00e4rnten\/gastroenterologe\/\" target=\"_blank\">K\u00e4rnten<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><div class=\"herold_bl_text\"><p>\u2192 <a href=\"https:\/\/www.herold.at\/gelbe-seiten\/vorarlberg\/gastroenterologe\/\" target=\"_blank\">Vorarlberg<\/a><\/p><\/div><div class=\"herold_bl_last\"><\/div><div class=\"tobelastincol\"><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuhlunregelm\u00e4\u00dfigkeiten, Bl\u00e4hungen, Bauchschmerzen \u2013 m\u00f6gliche\u00a0Anzeichen ernsthafter Darmerkrankungen, manchmal aber auch \u201cnur\u201c Ausdruck eines Reizdarms.\u00a0Das Leben mit einem\u00a0Reizdarmsyndrom ist zwar im Prinzip ungef\u00e4hrlich, kostet aber Lebensqualit\u00e4t. Warum er zustande kommt, dar\u00fcber scheiden sich die Geister.\u00a0Auch wie man ihn am besten behandelt\u00a0ist umstritten. Doch zun\u00e4chst hei\u00dft es, ihn \u00fcberhaupt nachzuweisen. Das allein dauert oft schon Jahre. Wie man einen Reizdarm erkennt, was dagegen hilft und anderes Wissenswertes zu Darmerkrankungen gibt es hier. Reizdarmsyndrom \u2013 was ist das? Unterschiedliche, immer wiederkehrende Beschwerden im Bauchraum ohne erkennbare k\u00f6rperliche Ursache, die meist \u00fcber Monate bis Jahre anhalten, so k\u00f6nnte man ein Reizdarmsyndrom (RDS) definieren. Seine Symptome sind vielf\u00e4ltig. Seine Bezeichnungen ebenso. Als weitere Namen des Reizdarmsyndroms sind neben Reizdarm\u00a0au\u00dferdem noch\u00a0irritables Darmsyndrom (IDS, engl.: irritable bowel syndrome, IBS), Colon irritabile oder nerv\u00f6ser Darm im Umlauf. Da sich die Symptome oft im Dickdarmbereich abspielen, findet man daf\u00fcr aber auch Begriffe wie Reizkolon oder \u2013 aufgrund von dabei h\u00e4ufig vorkommenden Bauchkr\u00e4mpfen \u2013 spastisches Kolon. Reizdarmsyndrom:\u00a0Wie erkennt man einen Reizdarm? Art, Dauer und H\u00e4ufigkeit der Beschwerden des\u00a0Reizdarmsyndroms variieren von Mensch zu Mensch. Einige Patienten versp\u00fcren die Symptome nur in bestimmten Situationen wie z. B. bei Stress, andere hingegen st\u00e4ndig. Auch erscheinen die einzelnen Symptome wenig charakteristisch, doch in ihrer Gesamtheit nahezu typisch f\u00fcr das Krankheitsbild: krampfartige, brennende oder stechende Schmerzen an verschiedenen Stellen im Bauch, oft in Zusammenhang mit dem Stuhlgang ein Druckgef\u00fchl im Unterbauch oder im rechten oder linken Oberbauch Bl\u00e4hungen Stuhlunregelm\u00e4\u00dfigkeiten wie Durchfall und\/oder Verstopfung ein V\u00f6llegef\u00fchl Oft finden sich Ver\u00e4nderungen hinsichtlich der Def\u00e4kation (Stuhlentleerung) in puncto H\u00e4ufigkeit (&gt; 3x pro Tag bzw. &lt; 3x pro Woche) und\/oder Stuhlkonsistenz. Harte, breiige, w\u00e4ssrige, schafskotartige St\u00fchle k\u00f6nnen die Folge sein. Oft auch in Verbindung mit einem gesteigerten Stuhldrang, Darmger\u00e4uschen\u00a0und Schleimbeimengungen, aber typischerweise\u00a0ohne Beimengungen von Blut. Die Stuhlentleerung selbst wird h\u00e4ufig als schmerzhaft, m\u00fchsam und unvollst\u00e4ndig empfunden. Bauchschmerzen und andere\u00a0Krankheitssymptome\u00a0bessern sich allerdings oftmals danach. Alles keine lebensbedrohlichen Symptome. Doch bleiben sie \u00fcber lange Zeit bestehen, werden sie als qu\u00e4lend empfunden und beeintr\u00e4chtigen meist erheblich die Lebensqualit\u00e4t, obwohl sie keinen negativen Einfluss auf die Lebenserwartung haben und nach bisherigen Erkenntnissen auch nicht das Risiko f\u00fcr Darmkrebs erh\u00f6hen. Die Symptome treten bei vielen erstmalig im Alter von 20 bis 30 Jahren auf, in den allermeisten F\u00e4llen jedenfalls noch vor dem 50. Lebensjahr. Dennoch k\u00f6nnen auch Kinder oder Senioren an einem nerv\u00f6sen Darm leiden. Ein Teil der davon Befallenen wird im Laufe der Zeit beschwerdefrei. Die Krankheit kann auch spontan verschwinden. Oder im Gegenteil einen chronischen Verlauf nehmen. Typisch ist eine \u00dcberlappung mit chronischen Beckenschmerzen, Fibromyalgie\u00a0und psychischen Erkrankungen. Ein Reizdarmsyndrom kann\u00a0Sodbrennen, Kopf- und Gliederschmerzen, M\u00fcdigkeit und Ersch\u00f6pfung, Unruhe, Nervosit\u00e4t, depressive Verstimmungen, Angst-, Schlaf- und Konzentrationsst\u00f6rungen, Kreislaufbeschwerden u. a. m. nach sich ziehen. Reizdarm: Typen Je nachdem, welches Symptom im Vordergrund steht, unterscheidet man beim Reizdarmsyndrom 5 Typen: Bl\u00e4h-Typ (Distension): Eine Verlangsamung der Peristaltik aufgrund einer ver\u00e4nderten Motilit\u00e4t (Darmbeweglichkeit) bedingt einen verz\u00f6gerten Abtransport von Darmgasen. Das f\u00f6rdert die Entstehung von Bl\u00e4hungen. Durchfall-Typ (Diarrhoe-Typ, IBS-D, RDS-D): Es kommt zu mehr als 3 Def\u00e4kationen am Tag sowie Stuhldrang. 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