Die Revolution der Suche: Sprachsuche und warum KMus jetzt handeln müssen

Junge Frau, die von einem Dach aus Suchanfragen per Megafon stellt.
Tippst du noch oder suchst du schon? Die Sprachsuche ist auf dem Vormarsch. Und die KMUs müssen sich vorbereiten. Adobe Stock, (c) Sergey Nivens

Schon seit einigen Jahren entwickelt sich unser Online-Suchverhalten stark in Richtung Sprachsuche (Voice Search). Nahezu jedes Handy oder Tablet, das heute über die Ladentheke geht, ermöglicht seinem Nutzer die Suche via Sprachbefehl. Die Unterschiede zur herkömmlichen Suche per Texteingabe sind immens – genauso wie die Ausgabe der Ergebnisse. Dies bietet Unternehmen enorme Chancen, birgt aber auch gewisse Risiken, wenn man nicht entsprechend darauf vorbereitet ist. Wir verraten, was KMUs jetzt zu tun haben.

Was unterscheidet die Sprachsuche von der herkömmlichen Suche?

Sprachsuche unterscheidet sich grundlegend von Suchanfragen, die wir per Tastatur eingeben. Tippen wir unsere Suchanfragen ein, versuchen wir, möglichst wenige Wörter zu verwenden und fokussieren uns auf Schlüsselwörter, sogenannte Keywords. Suchen wir allerdings per Sprache, dann reden wir „wie uns der Schnabel gewachsen ist“. Wir bedienen uns also einer natürlichen Ausdrucksweise.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie fahren in Ihrem Auto und das Benzin wird knapp. Da Sie während der Fahrt aber Ihr Handy nicht per Hand bedienen dürfen, verwenden sie die Sprachsuche: „OK Google, wo ist die nächste Tankstelle?“ Ihr Handy liest ihnen vor, wo sich die nächstgelegene Tankstelle befindet und fragt nach, ob es Sie dorthin navigieren soll. Perfekt!

HEROLD Geschäftsführer John Goddard zum Thema Voice Search

Position null gewinnt

Perfekt für jeden? Leider nein. Denn die Tankstelle, die tatsächlich noch näher gewesen wäre, dank falscher oder fehlender Informationen aber nicht gefunden wurde, verliert Sie als potenziellen Kunden. Vorgelesen wird nämlich immer nur ein einziges Ergebnis: die Position Zero, auch Featured Snippet genannt. Dieses Ergebnis erscheint, ganz prominent in einer eigenen Box, noch über dem bis dahin so begehrten Platz 1. Bei der mobilen Suche verlieren also alle Ergebnisse unterhalb des Featured Snippets massiv an Bedeutung.

Warum müssen Unternehmen auf Sprachsuche optimieren?

Die Nutzung der Sprachsuche steigt raketenhaft an. In Österreich werden bereits 24% aller Suchen per Spracheingabe durchgeführt. Glaubt man der Medien-Analyse-Firma Comscore, dann werden es im Jahr 2020 schon über 50% sein. Hauptsächlich suchen die User, nämlich rund 53%, nach Informationen zu lokalen Unternehmen und Produkten2.

Um also auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es ein Muss für jedes Unternehmen, auf Voice Search zu optimieren. Jetzt ist die beste Zeit dazu, denn weniger als 1% der KMUs in Österreich kümmern sich um ihr Bild bei Siri, Alexa und Co. Wer sich heute einen Vorsprung schafft, wird auf Jahre hinaus davon profitieren.

24% Sprachsuchen, aber < 1% der KMUs kümmern sich um die Optimierung!

Fazit: Wie können KMUs sich auf Voice Search vorbereiten?

Aktuell wird die Sprachsuche hauptsächlich am Handy genutzt, aber diese Technologie wird sich sehr schnell auch auf anderen Geräten durchsetzen. Es geht jetzt also für Unternehmen darum, sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, indem sie ihr „Bild“ für die Sprachsuche optimieren. Einfach ist das nicht, denn es geht nicht nur um die Optimierung von Website-Ladezeiten, sondern auch um Benutzerfreundlichkeit und Inhalte, die von Sprachassistenten bestmöglich verarbeitet werden können.

Strukturierte Daten z.B. helfen Suchmaschinen dabei, noch besser zu verstehen, welche Informationen vorliegen und ob diese die richtige Antwort auf eine Suchanfrage darstellen. Worauf sie besonders achten müssen und viele weitere Details zur Sprachsuche erfahren sie im Blogartikel Ok Google! Voice Search Optimierung erklärt.

Für kleine Unternehmen und KMUs ist die Optimierung auf Sprachsuche eine Mammut-Aufgabe, die nur schwer zu bewältigen ist. Mit einem starken und erfahrenen Partner wie HEROLD sind Sie aber auf der sicheren Seite.



1) Umfrage Yext (https://www.yext.de/blog/2018/06/06/digitale-sprachassistenten-deutschland-nutzen-44-prozent-der-millenials-alexa-siri-co-um-nach-unternehmen-wegbeschreibungen-und-produkten-zu-suchen/)

2) BrightLocal (https://www.brightlocal.com

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