Webdesign Trends 2022: Langfristige Entwicklung und Ausblick

Web Design Trends

Welche Webdesign Trends sind für 2022 zu erwarten und halten sich länger als ein Jahr? Bild: © Adobe Stock; Quelle: Jérôme Rommé

Webdesign ist eine vielseitige Disziplin. Jeden Tag überlegen Webdesigner aus aller Welt welche Änderungen sie am Design einer Website vornehmen können, um das Nutzererlebnis noch weiter zu steigern und Websites für Besucher noch attraktiver zu machen. Klare und eindeutige Antworten darauf hat niemand, denn bis zu einem gewissen Grad lässt sich über Geschmack bekanntlich streiten. Dennoch setzen sich Jahr für Jahr gewisse visuelle, funktionale und strukturelle Trends durch, die dann von den meisten Webdesignern nachgemacht werden. Welche Website Trends das für 2022 sein könnten, erfährst du in diesem Beitrag.

Webdesign Trends 2022: Entwicklungen und Ausblick

Trends haben es so an sich, dass sie kommen und gehen. Nur die wenigsten Trends etablieren sich langfristig und werden zum State of the Art. In unserem Ausblick auf die Webdesign Trends 2022 wollen wir auf Entwicklungen eingehen, die sich wirklich über einen längeren Zeitraum halten könnten und auch noch in fünf Jahren den Eindruck einer modernen Website erwecken.

Responsive Logos

Ein Trend, der wohl nie wieder gehen wird, sind sogenannte Responsive Logos. Da Responsive Design mittlerweile als Standard im Webdesign angesehen werden kann, muss selbstverständlich auch das Firmenlogo responsive sein. Während das Logo früher einfach verkleinert wurde, werden bei modernen Websites sogenannte responsive Logos eingesetzt – also Logos, die ihr Erscheinungsbild hinsichtlich Größe, Komplexität und Farbe verändern, um sich ihrer Umgebung (Desktop, Tablet, Smartphone) anzupassen.

Responsive Design und Responsive Logos gehören auch 2022 zu den Trend Erscheinungen.
Responsive Design passt sich vom Smartphone bis hin zum Desktop automatisch an. Grafik: Adobe Stock, (c) Backwoodsdesign

Animationen und dynamische Inhalte

Ein weiterer Trend, der die Online-Welt nicht mehr so schnell verlassen wird, sind dynamische Inhalte und Animationen. Dazu zählen sowohl Headlines und CTA-Buttons, die aus dem Nichts plötzlich auftauchen, als auch Bilder, Grafiken und Logos die durch Interaktion mit der Website (z. B. Scrolling) animiert werden.

Wenn es um dynamische Websites geht muss außerdem der Trend des Parallax-Scrollings genannt werden. Beim Parallax Scrolling handelt es sich um einen visuellen Effekt im Webdesign. Immer wenn der User scollt, bewegen sich die Website-Elemente mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, wodurch optische Bildtiefe erzeugt wird. Ein kleiner Nachteil am Parallax-Scrolling ist, dass es auf manchen mobilen Geräten gelegentlich zu Problemen führt.

Dark Mode

Eigentlich ist der Dark Mode alias Dunkelmodus kein neuer Trend für 2022, sondern eine seit mehreren Jahren etablierte Funktionalität. Nicht ohne Grund wechseln Navigationsgeräte schon seit Jahrzehnten in den Dunkelmodus, sobald es Nacht wird oder man gerade durch einen Tunnel fährt. Die meisten Internet-Giganten wie Google, WhatsApp oder YouTube haben den Dark Mode längst etabliert und es ist anzunehmen, dass sich diese Funktionalität noch weiter verbreiten und schließlich auch langfristig durchsetzen wird.

Abgesehen davon, dass abgedunkelte Screens für die Augen subjektiv angenehmer sind, schont der Dark Mode auch die Akku-Laufzeit von Smartphones mit OLED-Displays. Denn bei der OLED-Technologie leuchtet jeder Pixel für sich und schwarze Pixel leuchten gar nicht. Je weniger leuchtende Elemente der Bildschirm hat, desto niedriger ist der Stromverbrauch. Bei herkömmlichen LCD-Screens (die aktuell noch bei den meisten Smartphones in Verwendung sind) hat der Dark Mode hingegen keine Auswirkung auf die Laufzeit des Akkus.

Aus Sicht der User Experience ist der Dark Mode aber ganz klar zu befürworten. Denn somit kann der Nutzer selbst entscheiden, ob die Website hell oder dunkel erscheinen soll.

weißer Hand Maus Cursor auf gelbem Hintergrund
Auch Effekte des Cursors zählen zu den Mikrointeraktionen. Bild: © Adobe Stock; Quelle: Matias

Mikrointeraktionen

Die meisten Webdesigner ordnen der User Experience (UX) mittlerweile alles unter. Das hat auch einen mehr als plausiblen Grund: Mit einer verbesserten User Experience lässt sich erwiesenermaßen auch das Google Ranking verbessern. Ein wesentlicher Eckpfeiler der verbesserten Nutzererfahrung ist es, Interaktionsmöglichkeiten auf der Website zu schaffen. Langfristig etabliert haben sich sogenannte Mikrointeraktionen. Dabei handelt es sich um kleine Animationen, die dem Nutzer helfen sollen, sich auf der Website zurecht zu finden. Der Klassiker: Ein Link ändert seine Farbe und wird unterstrichen, sobald der Maus-Cursor darüber fährt. Weitere klassische Mikrointeraktionen sind:

  • Diverse Hover-Effekte
  • Der Maus-Cursor wird zu einer Hand, sobald man ein Element anklicken kann.
  • Loading Spinners und Prozentangaben bei Uploads und Downloads
  • Visuelle Feedbacks (bei fehlerhaften oder unvollständigen Eingaben)
  • Pop-Ups (z. B. mit Dankesbekundungen)
Deine Website hat kaum/keine Mikrointeraktionen?

Fazit: Entwicklung der Webdesign Trends

Trends kommen und gehen. Nur die wenigsten bleiben für immer. So ist es auch bei den Webdesign Trends. Ein Blick in die 90er Jahre bestätigt: Was damals en vogue war, wird heute nur milde belächelt. Wer sich nicht mehr daran erinnern kann, sollte sich diese 10 klassischen Website-Trends der 90er zu Gemüte führen.

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Dominik Knapp

Dominik Knapp

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