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16. September 2026 | Christian Wawer

Marketing für kleine Unternehmen: Wo fängst du am besten an?

Viele kleine Unternehmen wollen Marketing, wissen aber nicht wo sie anfangen sollen. Bild: © Herold.

Viele kleine Unternehmen wollen Marketing, wissen aber nicht wo sie anfangen sollen. Bild: © Herold.

Du hast ein kleines Unternehmen, ein gutes Angebot – aber beim Thema Marketing weißt du nicht, wo du anfangen sollst? Damit bist du nicht allein. Zwischen eigener Website, Social Media, Google-Werbung und neuerdings auch KI-Tools wie ChatGPT wirkt die Auswahl auf den ersten Blick überwältigend. Viele Ratgeber zählen zehn oder mehr Kanäle gleichzeitig auf, ohne zu sagen, in welcher Reihenfolge du sie angehen sollst. Die gute Nachricht: Du musst nicht alles gleichzeitig machen. Mit einer klaren Schritt-für-Schritt-Struktur kommst du zu mehr Sichtbarkeit – auch ganz ohne Marketingstudium.

Warum viele kleine Unternehmen beim Marketing nicht wissen, wo sie starten sollen

Das Problem liegt selten am fehlenden Willen, sondern an der Menge an Möglichkeiten. Branding, Content-Strategie, E-Mail-Marketing, Suchmaschinenoptimierung, bezahlte Werbung, KI-Sichtbarkeit – jede dieser Baustellen wird in Ratgebern als „wichtig“ beschrieben. Für ein kleines Team mit begrenzter Zeit und begrenztem Budget ist das schlicht zu viel auf einmal. Wer versucht, überall gleichzeitig aktiv zu sein, verzettelt sich meist und erreicht nirgends wirklich etwas. Der bessere Weg ist eine feste Reihenfolge, bei der jeder Schritt auf dem vorherigen aufbaut – so wie ein Haus, das man nicht beim Dach, sondern beim Fundament beginnt.

Schritt 1: Zielgruppe und Angebot klar auf den Punkt bringen

Bevor du dich für einen Kanal entscheidest, brauchst du Klarheit darüber, wer deine Kund:innen eigentlich sind und welches konkrete Problem du für sie löst. Das klingt banal, wird aber häufig übersprungen. Ein Handwerksbetrieb, der hauptsächlich Stammkund:innen in der Region betreut, braucht eine andere Strategie als ein Onlineshop, der österreichweit verkauft. Frag dich konkret: Wer kauft bei mir – und warum entscheiden sich diese Menschen für mich statt für die Konkurrenz? Diese Antworten bestimmen später, welche der folgenden Schritte für dich Priorität haben und welche du eher zurückstellen kannst. Nimm dir dafür bewusst eine Stunde Zeit, bevor du in den nächsten Schritt gehst – diese Investition zahlt sich in jedem weiteren Schritt aus.

Schritt 2: Firmenprofile als Online-Basis

Der erste und zugleich kostenlose Schritt für mehr Sichtbarkeit ist dein Google Unternehmensprofil (früher Google My Business). Darüber steuerst du, welche Informationen bei der Google-Suche und auf Google Maps angezeigt werden – von Adresse und Öffnungszeiten bis zu Fotos und Kundenbewertungen. Studien zeigen, dass sich knapp die Hälfte aller Suchanfragen auf lokale Informationen bezieht – wer hier nicht vertreten ist, bleibt für einen großen Teil potenzieller Kund:innen schlicht unsichtbar. Ergänzend dazu lohnt sich ein kostenloser Firmeneintrag auf Herold.at: Firmenverzeichnisse werden von Google und zunehmend auch von KI-Suchen als vertrauenswürdige Datenquelle genutzt, um Unternehmen einzuordnen.

💡Unser Tipp: Achte darauf, dass Firmenname, Adresse und Telefonnummer überall identisch geschrieben sind – im Google-Profil, auf deiner Website und in Verzeichnissen. Schon kleine Abweichungen in der Schreibweise verwirren Suchmaschinen und schwächen deine Sichtbarkeit.

Schritt 3: Eine (gute) eigene Website als Fundament

Erst wenn diese Basis steht, macht der nächste Schritt Sinn: eine professionelle Website. Sie ist das digitale Zuhause deines Unternehmens – der Ort, an den jede weitere Maßnahme, ob Suchmaschinenoptimierung oder bezahlte Werbung, ihre Besucher:innen schickt. Ohne eine überzeugende Website verpufft selbst die beste Kampagne, weil Interessent:innen nach dem Klick nicht überzeugt werden oder gar nicht erst finden, was sie suchen. Wichtige Grundbausteine sind dabei eine klare „Über uns“-Seite, eine verständliche Übersicht deiner Leistungen oder Produkte sowie eine gut sichtbare Kontaktmöglichkeit. Auch Ladezeit und Darstellung am Smartphone spielen eine Rolle, da ein Großteil der Besuche mittlerweile über mobile Geräte erfolgt. Erst mit dieser soliden Grundlage lohnt sich Investition in weitere Sichtbarkeit – alles, was du davor an Werbung schaltest, führt Besucher:innen sonst auf eine Seite, die sie nicht überzeugt.

Schritt 4: In der lokalen Suche sichtbar werden

Steht die Website, geht es an die Feinarbeit: Suchmaschinenoptimierung (SEO) – also gezielte Maßnahmen, damit deine Website bei Google ohne Bezahlung besser gefunden wird – ist gerade für kleine, lokale Unternehmen oft der wirkungsvollste Hebel. Der Grund: Lokale Suchmaschinenoptimierung und eine gute Positionierung in Firmenverzeichnissen lassen sich häufig schneller umsetzen als klassisches, bundesweites SEO, weil die Konkurrenz in vielen Branchen auf regionaler Ebene überschaubarer ist. Wichtig dabei: Konsistenz schlägt Aktionismus. Regelmäßig aktuelle Informationen, gepflegte Fotos und eine aktive Reaktion auf Kundenbewertungen wirken sich stärker aus als eine einmalige, große Aktion.

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Schritt 5: Sofort mehr Sichtbarkeit mit Werbung – den richtigen Kanal wählen

Wenn Basis und Website stehen, kannst du mit bezahlter Werbung zusätzliches Tempo aufnehmen. Drei Optionen stehen dabei aktuell zur Wahl, die sich in Funktionsweise und Zielsetzung jedoch deutlich unterscheiden:

  • Social Media Werbung eignet sich besonders gut, um mit Bildern und Video Vertrauen und Markenbekanntheit aufzubauen – etwa über Social Media Werbung auf Facebook oder Instagram. Hier erreichst du Menschen oft, bevor sie überhaupt aktiv nach deinem Angebot suchen.
  • Google Such Werbung funktioniert umgekehrt: Sie erreicht Menschen genau in dem Moment, in dem sie aktiv nach deinem Angebot suchen, über Google Such Werbung. Das macht diesen Kanal besonders effizient für Anfragen mit klarer Kaufabsicht.
  • Werbung in ChatGPT ist der jüngste der drei Kanäle: Seit August 2026 werden Anzeigen auch in Österreich ausgespielt und erscheinen dabei klar gekennzeichnet unterhalb einer Antwort, wenn das Gesprächsthema dazu passt.

Für den Einstieg gilt: Wähle einen Kanal, statt gleichzeitig auf allen dreien zu testen. So siehst du klar, was für dein Angebot funktioniert, bevor du Budget auf mehrere Kanäle aufteilst.

💡Schon gewusst? Werbung in ChatGPT ist noch sehr neu, und personalisierte Anzeigen sind im EU-Raum aktuell nicht möglich. Für den Einstieg reicht es daher, deine Website und öffentliche Inhalte so aufzubereiten, dass ChatGPT dein Unternehmen in Antworten überhaupt erwähnen kann.

Schritt 6: Erfolg messen statt raten

Du musst dafür kein Kennzahlen-Profi werden. Für den Start reichen drei einfache Werte: Wie oft wurde dein Eintrag oder deine Anzeige angezeigt (Impressionen, also die Zahl der Einblendungen), wie oft wurde daraufhin geklickt, und wie viele konkrete Anfragen oder Anrufe sind daraus entstanden? Diese drei Werte zeigen dir zuverlässig, ob sich eine Maßnahme lohnt – ganz ohne komplexe Analyse-Tools oder aufwendige Dashboards. Wichtig ist dabei vor allem eines: Beobachte über mehrere Wochen, statt nach wenigen Tagen bereits Schlüsse zu ziehen. Gerade lokale Sichtbarkeit und SEO brauchen etwas Zeit, bis sich Ergebnisse zeigen.

Die 6 Schritte bauen aufeinander auf und stehen im Zusammenhang

Auf den ersten Blick wirken die sechs Schritte wie eine lange To-do-Liste – tatsächlich bauen sie aber bewusst aufeinander auf.

  • Zielgruppe und Angebot legen fest, wen du überhaupt erreichen willst, und beeinflussen damit jede spätere Entscheidung.
  • Darauf folgt die Online-Basis aus Google Unternehmensprofil und Firmeneintrag, die dich kostenlos auffindbar macht, sowie die eigene Website, die als digitales Zuhause alle Besucher:innen empfängt und überzeugt.
  • Erst wenn diese drei Grundlagen stehen, lohnt sich der nächste Schritt: lokale Sichtbarkeit über SEO und Verzeichnisse sorgt dafür, dass du organisch gefunden wirst, während bezahlte Werbung zusätzliches Tempo bringt – aber nur dann gut funktioniert, wenn Website und Grunddaten bereits stimmen.
  • Den Abschluss bildet das Messen der Ergebnisse, das dir zeigt, ob sich die eingesetzte Zeit und das Budget tatsächlich auszahlen. Übersprungst du einen der früheren Schritte, wirkt jeder folgende Schritt schwächer – deshalb lohnt es sich, die Reihenfolge einzuhalten, auch wenn die Versuchung groß ist, gleich bei der Werbung zu starten.

Unsere vereinfachte Darstellung hilft dir zu verstehen, wo du sich dein Unternehmen entlang seiner Marketing-Reise befindet und wo es noch Potenzial gibt.

Wie Herold dich beim Einstieg ins Marketing unterstützt

Herold unterstützt österreichische KMU seit Jahrzehnten bei ihrer Online-Sichtbarkeit mit praxistauglichen Marketing-Lösungen, die zueinander passen.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigen die zahlreichen Kundenreferenzen von Herold: Dort berichten Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen, wie sie mit den passenden Lösungen mehr Anfragen und Sichtbarkeit erreicht haben – ein guter Anhaltspunkt, wenn du sehen willst, wie andere KMU diesen Weg bereits gegangen sind.

Für Unternehmen, die noch nicht wissen, welche Marketingmaßnahmen sinnvoll für sie sind, bietet der Herold Marketing Kompass eine kostenlose Orientierung, die konkret auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Fazit: Diese 6 Schritte im Marketing helfen deinem Unternehmen

Marketing für ein kleines Unternehmen zu starten, muss nicht kompliziert sein. Du brauchst kein umfassendes Fachwissen – nur eine klare Reihenfolge: Zielgruppe definieren, Online-Basis schaffen, Website als Fundament aufbauen, lokal sichtbar werden, den passenden Werbekanal wählen und Ergebnisse einfach messen. Wer diese Schritte nacheinander angeht, baut sich Stück für Stück eine solide, tragfähige Sichtbarkeit auf – ohne sich zu verzetteln und ohne gleich das ganze Marketingbudget in alle Kanäle gleichzeitig zu stecken.

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