Gast: robert.kindl9
am 27.05.2026
Schwarz Herbert
auf herold.at
Bewertung von Gast: robert.kindl9
am 27.05.2026, 21:35
Technik gut, Termine und Abrechnung schlecht.
Ich bin nicht unbedingt der Kritikschreiber, aber in diesem Fall muss ich wegen meiner verbrauchten Nerven zum Stift greifen.
Die Kritik möchte ich gliedern in technische Kompetenz, Termintreue und Abrechnungsmodalitäten.
Fazit meinerseits:
Technische Beratung und Umsetzung *****
Termine *
Abrechnung *
Summe: 7*, dividiert durch 3 ergibt final 2*.
Aus dem Bauch heraus würde ich in diesem Fall jedoch nur mehr 1* vergeben.
Das ist schade, weil ich gerne einen ortsansässigen Handwerksbetrieb unterstützen würde.
Weiters war auch das Team sehr nett und kompetent - und es tut mir leid um die Mannschaft.
Folgend im Detail die Erklärung dazu.
Begonnen hat die Geschichte im Ende Juni 2025 durch einen Sturmschaden, welcher 2/3 meines Daches betraf.
Da ich aus Gunskirchen wohnhaft bin, wollte ich auch den ortsansässigen Dachdecker verpflichten.
Ich habe dabei keine Verhandlungen geführt und auch kein Alternativangebot eingeholt, sondern Wert auf die Nähe gelegt, d.h. voll auf Vertrauen aufgebaut. Weiters war ich bei früheren, kleineren Reparaturen immer sehr zufrieden mit Fa. Schwarz.
Der 2/3 Anteil des Daches wurde entsprechend Kostenschätzung durch die Versicherung zugesagt.
Hr. Schwarz hat die Kostenschätzung (Juli/August 2025) sowie die Abklärung mit dem Sachverständigen sehr gut und fachkundig unterstützt.
Die verbleibende 1/3 der Dachfläche habe ich auf eigene Rechnung in Auftrag gegeben.
So weit so gut.
Mit der Umsetzung sollte es dann etwas länger dauern, da Hr. Schwarz noch weitere Baustellen (tw. auch mit Sturmschaden) abzuschließen hatte.
Soweit verständlich, allerdings hat sich das ordentlich gezogen. Beginn der Arbeiten Ende Oktober.
Das war für mich nur etwas nervig, aber kein grundsätzliches Problem, da es "nur" um eine Reparatur ging.
Sollte man jedoch einen Neubau planen, bei dem man zwischen den Gewerken stark von einander abhängig ist, würde ich nicht so blauäugig wie ich reingehen. Um sich abzusichern, rate ich an dieser Stelle dringend zu schriftlichen Vereinbarungen inkl. Pönale.
Abschluss der Arbeiten Anfang Dezember.
Abrechnung:
Da die Leistung entsprechend auf die Versicherungsleistung und meine Eigenleistung aufzuteilen war, gestaltete sich die Überprüfung entsprechend komplex.
Da Kostenschätzung und Abrechnung deutlich voneinander abwichen, machte ich mir die Mühe, die Einzelposten exakt per eigener Excel-Aufstellung nachzuvollziehen.
Die Aufstellung machte deutlich, dass nicht erbrachte Leistungen in Höhe von ca. €2300.- abgerechnet wurden.
Weiters wurde ein bei einzelnen Positionen eine falscher Stundensatz verwendet.
Beide Punkte wurden nach Reklamation entsprechend korrigiert. Unschön, sollte nicht passieren. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Dennoch blieb eine Diskrepanz von ca. €2500.-
Ein Teil von ca. €1200.- wurde nach mehrfacher Urgenz mit der Reparatur eines morschen Bereiches erklärt, was in Ordnung ist (auch wenn die dazugehörige Foto-Dokumentation dazu bis heute nicht wie versprochen nachgeliefert wurde).
Bleibt ein Fehlbetrag von ca. €1300.-
Dieser wurde nach einer weiteren Abstimmung damit erklärt, dass eine mündliche Vereinbarung mit dem Sachverständigen der Versicherung getroffen wurde.
Hr. Schwarz wollte sich hier entsprechend abstimmen - finale Rückmeldung bekam ich keine mehr.
Und um das Geld bin ich "umgefallen". Lehrgeld, wie man so schön sagt.
Aktuell ist Hr. Schwarz auf einer Baustelle in Niederösterreich - ich konnte ihn nicht mehr erreichen, sein Handy ist auf seine Frau umgeleitet, welche aber nur Rechnungen tippt, selbst aber offenbar keine Auskunft geben kann oder darf.
D.h. ich fühle mich hier um die verbleibende Summe von €1300.- betrogen, habe aber keine Nerven mehr, dem weiter nachzugehen.
Sehr schade, aber man muss wohl die Realität zur Kenntnis nehmen und daraus lernen.