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Abachi Holz: Von Saunebänken bis zu Tischtennishölzern

Abachi

Abachi zeichnet sich durch seine Leichtigkeit und die besonders einfache und anspruchslose Verarbeitung aus. Foto: Adobe Stock; (c) sarbona777

Abachi-Holz stammt aus West- und Zentralafrika. Dort wird es aus dem Baum Triplochiton scleroxylon gewonnen. Dieser zählt zu den Malvengewächsen. Somit handelt es sich bei dieser Art um ein echtes Tropenholz. Das Holz zeichnet sich unter anderem durch seine Leichtigkeit und die besonders einfache und anspruchslose Verarbeitung aus. Daher lässt es sich vor allem im Innenbereich sehr vielseitig einsetzen. Welche Vorteile die Verwendung von Abachiholz birgt, für welche Einsatzbereiche es sich eignet und wo es erhältlich ist, erfährst du in diesem ausführlichen Ratgeber von HEROLD.at!

Abachi: Wichtige Eigenschaften

Abachi weist im Vergleich zu anderen, vor allem heimischen Hölzern eine sehr geringe Dichte auf. Dadurch ist das Holz überaus leicht. Vergleichbar ist es in dieser Hinsicht etwa mit dem Holz der Pappel, jedoch ist es im Vergleich zur Pappel deutlich weniger anfällig und wesentlich robuster. Das Kernholz des tropischen Baums fällt durch seine weiße bis hellgelbe Farbe ins Auge. Beim frisch geschlagenen Baum ist das Kernholz deutlich vom Splintholz abgegrenzt. Zudem verströmt Abachi im frisch geschlagenen Zustand einen leicht unangenehmen, stechenden Geruch. Dieser verflüchtigt sich allerdings während des Trocknungsprozesses. Neben seiner Leichtigkeit ist die sehr gute Isolierfähigkeit von Abachiholz ein Grund dafür, dass es in Europa in den vergangenen Jahren immer stärker nachgefragt wird. Dennoch sollte vor der Verwendung dieses Tropenholzes abgewägt werden, ob es nicht durch heimische Hölzer ersetzt werden kann. Denn Abachi wird leider oft durch Raubbau in den afrikanischen tropischen Regenwäldern gewonnen. Es ist zudem nicht als FSC-zertifizierte Variante erhältlich.

Verarbeitung und Haltbarkeit von Abachiholz

Abachi besitzt laut Holzverbänden die Dauerfestigkeitsklasse 5. Es ist sehr anfällig für den Befall  von Pilzen und Mikroben. Damit ist das Holz nur bedingt für den Außeneinsatz geeignet und wird vorwiegend im Innenbereich verwendet. Das leichte Holz weist hervorragende Verarbeitungseigenschaften auf. Es lässt sich mit scharfen Werkzeugen zum Beispiel problemlos sägen, schälen sowie messern und bohren. Allerdings ist zu beachten, dass Schrauben und Nägel aufgrund der geringen Dichte des Holzes nur mäßig gut darin halten. Dafür nimmt Abachi Flüssigkeiten wie zum Beispiel Lasuren und Beizen sehr gut auf und kann mühelos verleimt werden. Möchtest du eine geschlossene Oberfläche mit Abachiholz realisieren, solltest du aufgrund seiner groben Struktur zuvor einen geeigneten Porenfüller verwenden. Die Brinell-Härte von Abachi beträgt senkrecht zur Faser 13 N/mm².

Elastomechanische und technische Eigenschaften

Messwertbeschreibung Werte
Rohdichte 0,35–0,49 g/cm³
Biegefestigkeit 51–72 N/mm²
Druckfestigkeit 26–42 N/mm²

Haupteinsatzgebiete für Abachiholz

Aufgrund seiner geringen natürlichen Witterungsbeständigkeit eignet sich Abachi vorwiegend für die Verwendung im Innen- und geschützten Außenbereich. Da es sehr leicht und dennoch formstabil ist und sich sehr gut bearbeiten lässt, kannst du es unter anderem für Modellbauprojekte einsetzen. Auch im Leichtbau gewinnt das Holz zunehmend an Bedeutung. Aufgrund seines geringen Gewichts und der vergleichsweise hohen Belastbarkeit wird es traditionell als Material für Saunabänke verwendet. Hierbei ist zusätzlich die Fähigkeit des Holzes zur schnellen Flüssigkeitsaufnahme von Vorteil. Da sich das Tropenholz einfach bearbeiten lässt, dient es außerdem zur Herstellung dekorativer Elemente für den Innenbereich. Zu diesen zählen zum Beispiel Zierleisten und Bilderrahmen. Nicht zuletzt findest du Abachi in einer Vielzahl von Tischtennishölzern. In diesem Bereich sind ebenfalls das geringe Gewicht sowie die vergleichsweise hohe Belastbarkeit des Holzes von Vorteil.

Alternativen zu Abachiholz

Aufgrund der Problematik hinsichtlich der Abholzung von Abachi ist es sinnvoll, über geeignete Alternativen nachzudenken. Gängige Ersatzhölzer sind zum Beispiel Ako, Emien, Jelotong sowie Mersawa oder auch Pulai. Diese haben sogar ein farblich sehr ähnliches Erscheinungsbild. Andersfarbig, jedoch in ihren Eigenschaften ebenfalls recht ähnlich, sind Pappel, Fichte, Linde sowie Durian, Whitewood und Merupa. Beachte jedoch, dass diese Hölzer in der Regel härter sind als Abachi oder ein geringeres Stehvermögen aufweisen!

Händler und Preise für Abachiholz

Heute ist Abachi bei nahezu jedem gut sortierten Holzgroßhandel in verschiedenen Abmessungen erhältlich. Sie bieten es zum Beispiel in Form von Brettern, Latten und Kanthölzern in diversen Abmessungen an. Weiterhin ist das Holz in Form bereits fertig konfektionierter Saunalatten zum Anfertigen von Bänken und Rückenlehnen erhältlich. Verglichen mit anderen tropischen Hölzern ist Abachiholz zu recht günstigen Konditionen erhältlich. Latten für den Saunabau erhältst du im gängigen Maß von 25×80 mm zum Beispiel bereits zu Preisen um 4 bis 5 Euro pro Laufmeter. Auch wenn das Holz nicht in FSC-zertifizierter Variante erhältlich ist, lohnt es sich, verschiedene Bezugsquellen zu prüfen. Denn teilweise bieten Händler Abachi aus nachvollziehbar umweltverträglichen Quellen an. Dieses Holz mag zwar etwas teurer in der Anschaffung sein, jedoch unterstützt du durch deinen Kauf eine nachhaltige Gewinnung und Verarbeitung.

Hier findest du empfehlenswerte Holzhändler in deiner Nähe:



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