Beef Tatar in Wien gesucht? 10 fantastische Adressen!

Alle schmackhaften Zutaten für Beef Tartar auf einem Holzbrett angerichtet.

Du möchtest in Wien richtig gutes Beef Tartar essen? Deine Suche hat ein Ende! HEROLD weiß, wo Qualität und Preis zusammenpassen! Adobe-Stock, (c) naltik

Im Beef Tatar kommt das Fleisch zwar roh daher, aber nicht ungehobelt, sondern im Idealfall geschabt oder auch „handgefizelt“, wie das Klaus Kamolz im Profil einmal so treffend formuliert hat. Feinstes Rindfleisch, natürlich Filet, zerkleinert, gewürzt, dazu Ei, Toast, Butter, entweder als Vorspeise, als Hauptgang oder einfach so – ein Hochgenuss!

Beef Tartar – was ist das eigentlich genau?

Ist die Sachertorte mit oder ohne Marmeladestreifen ein Original? Kann das Wiener nur vom Kalb schnitzeln? Und wie schreibt man Beef Tatar? Diese kulinarischen Fragen haben schon so manches Gemüt erhitzt, und ich gebe einfach klein bei und dem Duden Recht. Dass auf vielen Speisekarten das Tatar mit „e“ zu Schluss steht und in Kochrezepten ein zweites „r“ vorkommt, ist mir völlig egal. Solange es gut schmeckt. Abgesehen von der Schreibweise sind auch das zu verwendende Fleisch und die Zutaten umstritten. Paul Bocuse ersann für das letztgenannte  Problemchen eine sehr einfache Lösung: Er serviert das Fleisch ungewürzt und reicht alle potenziellen Erweiterungen extra dazu, quasi ein Wer bastelt mit? für Fleischtiger.

Ist Beef Tartar sicher? Die Sache mit dem Ei

In klassischen Rezepten ist jedenfalls rohes Ei drin, früher wurde noch ein extra Eigelb draufgeschlagen, aber die rasante Vermehrung der Salmonellen führte zu diversen Abwandlungen. Im Café Restaurant Engländer kommt das Ei kernweich im Eierbecher quasi als Adjutant des Tatar daher und das ist wahrlich nicht die schlechteste aller Varianten, ganz im Gegenteil! Außerdem tötet Salz bekanntermaßen Bakterien ab. Und ein Beef Tartar ohne Salz würde schließlich niemand essen wollen, oder?

Beef Tartar in Wien – Top 10!

Beef Tartare im Café Restaurant Engländer

Das Engländer ist seit Jahrzehnten ein beliebter Treffpunkt von Künstlern, Journalisten und anderen Menschen, die gute Wiener Küche und ebensolchen Schmäh zu jeder Tages- und Nachtzeit schätzen. Das Beef Tatare „Engländer“ wird um € 12,90 mit weichem Ei, Toast und Butter serviert.

Café Engländer, 1010 Wien

 

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Beef Tartar im Beograd

Etwas versteckt im 4. Bezirk liegend erinnert einen das Restaurant Beograd daran, dass Österreich einmal bis zum Balkan reichte. Ein Wirtshaus mit großen Portionen, manchmal Live Musik  und immer rohem Ei, Toast und Butter zum Tatar. Die kleine Portion gibt es um  € 9,50, die große Portion kostet  € 14,50.
Restaurant Beograd, 1040 Wien

Beef Tartare im Motto

Das Stammhaus Motto im 5. Bezirk hat sich in den letzten drei Jahrzehnten vom „Inlokal“ zum Klassiker entwickelt: legendäre Parties, legendäres Service, legendärer Innenhofgarten. Das Beef Tartar mit Zwiebeln und Kapern bekommst du im Motto um € 17,30.
Motto, 1050 Wien

 

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Beef Tartar im Restaurant Europa

Das Europa ist mehr als ein Hipsterlokal in Boboville, also im 7. Bezirk: Mit Küche von 9.00 Uhr morgens bis 4.00 Uhr früh ist man immer bestens versorgt. Das Tartar kommt hier übrigens vom Schneebergrind. Die kleine Portion gibt es um € 8,80. Für die große Portion zahlst du im Europa € 13,50.

Europa Bar u. Restaurant, 1070 Wien

Beef Tartare im Artner auf der Wieden

Der Artner auf der Wieden bietet (trotz wechselnder Küchenchefs) bestes Beef  Tatar und besten Wein nicht nur vom eigenen Weingut und war dankenswerter Weise einer der Pioniere am Josper Grill in Österreich. Das Tartar wird hier aus Simmental Beef gemacht.

Artner auf der Wieden, 1040 Wien

 

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Beef Tartare bei El Gaucho

Vier Mal Steak, vier Mal Genuss: In München, Baden, Graz und Wien kommen pro Monat unglaubliche acht Tonnen Rindfleisch auf den Tisch und in die höchst zufriedenen Mägen der Besucher. Und wo man ein gutes Steak serviert bekommt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch ein gutes Beef Tatar angeboten wird. Im El Gaucho im zweiten und dritten Bezirk gibt es Tartar vom Premium-Rind – und zwar in drei Geschmacksvarianten: Classic mit Butter, Zwiebeln und Kapern, Surf & Turf mit Kresse, Butter und Garnele und Spring mit Petersilienmayonnaise.

El Gaucho, 1020 Wien

El Gaucho, 1030 Wien

Beef Tartar in Fabios Restaurant

Die Schwellenangst ist unberechtigt: Das Fabios ist viel mehr als „reich und schön“, nämlich ein zeitlos elegantes, gemütliches Lokal mit großartiger italienischer Küche, der besten Servicemannschaft der Stadt und einer coolen Bar. In Sachen Tartar erwartet dich hier eine fancy Variante: Thunfisch-Tartar auf Avocado für recht stolze € 26,50.

Fabios Restaurant, 1010 Wien

 

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Beef Tartare im Flatschers

Dem Gastroprofi Andreas Flatscher muss man ewig dankbar sein: Er hat die „Fleischeslust“ in bester Qualität für ein breites, junges Publikum zugänglich gemacht und erweitert sein Imperium demnächst um ein weiteres Lokal am Yppenplatz. Das Tartar wird im Flatschers selbstverständlich aus feinstem Rinderfilet gemacht und mit Brot, Butter und wahlweise Ei serviert. Die Portionsgrößen reichen von 100 g (€ 12,50) bis 1000 g (€ 85,50).

Flatschers Restaurant, 1070 Wien

Beef Tartar im Marks

Ein Lokal wie ein guter Freund, immer da, verlässlich, nett: ebenso solide wie ambitionierte Küche, offener Kamin, gute Zeitschriften, hübscher Schanigarten: Das ist das Restaurant Marks. Das Jungrind fürs Tatar ist im Waldviertel gewachsen und wird auf Avocadowürfeln und Kräuteröl gemeinsam mit einem Wachtel-Spiegelei und Toastbrot serviert. Kostenpunkt: € 10,40.

Marks, 1070 Wien

 

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Beef Tartare bei Petz im Gusshaus

Wer neu interpretierte traditionelle Wiener Küche erleben will, geht zum Meister. Wer das beste Beef Tatar der Stadt essen will, auch. Und dafür bezahlst du im Gusshaus sensationell günstige € 12. Mahlzeit!

Restaurant Gusshaus, 1040 Wien

Beef Tatar – Klassiker, Retro oder Modeerscheinung?

Die Bezeichnung kommt ja angeblich vom wilden Reitervolk der Tataren, die in Ermangelung eines Kühlschranks das Fleisch unter den Sätteln transportierten und so lange „zugeritten“ haben, bis es mürbe war. Zum ersten Mal schriftlich erwähnt wurde das Gericht im Buch „Gastrosophie“ von Eugen von Vaerst aus dem Jahr 1851! Darüber, wann genau es bei uns wieder in Mode kam, herrscht Uneinigkeit – wen wundert’s? Manche nennen die späten Neunzehnsiebziger Jahre als Beginn der „Rohfleischära“. Florian Holzer (Falter, Kurier) meint, dass es Christian Petz war, der das Gericht 1999 im Meinl am Graben auf die Karte setzte, legendär in jeder Hinsicht.

Ketchup im Beef Tartare?

Wer das Haus nicht verlassen will, kann natürlich selbst zum scharfen Küchenmesser greifen. Mein Lieblingsrezept ist von Andrea Pickl auf kekinwien zu finden und angelehnt an Plachuttas “Die Gute Küche”. Und ja, es darf.

  • 800g Rindslungenbraten, klein schaben, hacken, schneiden
    Der Vorteil der Handarbeit besteht darin, dass man mit dem Grad der Zerkleinerung auch die Konsistenz bestimmen kann. Ein Fleischwolf macht Fleischbrei, das will niemand wirklich. Wem ein Filet zu teuer ist, der kann möglichst fettfreies Beiried oder Rostbraten verwenden.
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • ca. 6 Sardellenringerl, geschnitten
  • 3 Essiggurkerl
  • 1 El Kapern
  • 1EL Estragonsenf
  • 1EL Dijonsenf
  • 2TL Ketchup
  • 1-2 TL Paprikapulver
  • 1-2 Messerspitzen Piment d’ Espelette
  • Salz, Pfeffer
  • 4 Eidotter (Die kommen erst dazu, wenn alles davor gut vermischt wurde.)


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