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GPS Tracker und Peilsender für Hunde und Katzen

GPS Tracker für Hunde und Katzen

Egal welche Funktionen für dich wichtig sind, für jedes Haustier gibt es den passenden GPS Tracker. Foto: © Findster GPS Tracker

GPS Tracker für Hunde und Katzen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das Angebot reicht mittlerweile von münzgroßen Bluetooth-Geräten bis hin zu ausgefeilten Live Trackern, die eine lückenlose Überwachung des geliebten Haustiers ermöglichen. Live Demos der einzelnen Geräte und entsprechende Beratung erhältst du im Elektrofachhandel bzw. Fachhandel für Jagdausrüstung. Welche Modelle es derzeit gibt und welche Vorteile und Nachteile damit verbunden sind, zeigen wir dir in einem Überblick.

Welche Tracker für Hunde und Katzen gibt es?

Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal für Tracker ist die zugrundeliegende Technologie. Sie bestimmt, wie Daten übertragen werden und welche Funktionalitäten möglich sind. Im Wesentlichen werden derzeit vier verschiedene Varianten angeboten:

  • GPS Tracker mit SIM Karte
  • GPS Tracker ohne SIM Karte
  • Bluetooth Tracker mit/ohne GPS
  • Peilsender

Achtung: Oftmals wird derselbe Begriff für unterschiedliche Übertragungsformen verwendet. So werden häufig GPS Tracker als Peilsender bezeichnet, was technisch gesehen nicht korrekt ist. Das führt schnell zu Verwirrung und mitunter zum Kauf eines Trackers, der dann nicht das bietet, wofür man ihn gekauft hat. Achte daher beim Kauf genau darauf, welche Technologie verwendet wird und welche Funktionen für dich wichtig sind.

GPS Tracker mit SIM-Karte

GPS Tracker funktionieren überall dort, wo ein Mobilfunknetz vorhanden ist: Im Tracker ist eine SIM Karte verbaut, die in regelmäßigen Abständen Signale an mehrere Satelliten übermittelt. Diese funken das Signal wieder an das Mobilfunknetz zurück. Auf diese Weise kann mithilfe einer APP, die auf Smartphone, Tablet oder PC geöffnet werden kann, der genaue Aufenthaltsort des Haustiere festgestellt werden – in Echtzeit.

Dort wo das Signal also auf der Landkarte der APP aufleuchtet, befindet sich auch der Hund oder die Katze. Bei manchen Trackern besteht auch die Möglichkeit, einen „Zaun“ einzurichten. Sobald der Hund diesen Bereich verlässt, bekommt der Haustierbesitzer auf seinem Smartphone ein Warnsignal.

Die Kosten für den GPS Tracker selbst sind recht überschaubar. Für rund 40 Euro bekommt man bereits ein gutes Gerät. Da GPS Tracker eine SIM-Karte benötigen, sind mit der Nutzung allerdings auch monatliche Kosten verbunden. Grundsätzlich bestehen hier zwei Möglichkeiten, wie die  laufenden Kosten bezahlt werden können:

#1  SIM-Karte selbst kaufen

Wenn Hersteller darauf verweisen, mit dem Tracker keine monatlichen Kosten zu verursachen, ist lediglich gemeint, dass für die Nutzung keine weiteren Kosten entstehen, die an den Anbieter zu bezahlen sind. Um einen GPS Tracker betreiben zu können, benötigt man jedoch eine SIM-Karte.

In diesem Fall musst du dir daher selbst eine SIM-Karte besorgen, z.B. eine günstige Prepaid SIM-Karte, die dann regelmäßig mit einem entsprechenden Guthaben aufgeladen werden muss. Da der Datenverbrauch relativ gering ist, sollten Tarife mit 100 MB ausreichend sein. Mit dieser Datenmenge kann man je nach Tracker Modell grundsätzlich ununterbrochen orten.

Beachte beim Kauf der SIM-Karte auch die Angaben des Anbieters bezüglich des unterstützen Netzes. Denn manche Tracker sind nur mit bestimmten Mobilfunknetzen bzw. SIM-Karten bestimmter Mobilfunkanbieter kompatibel!

Wenn du dein Haustier relativ selten ortest, kann die SIM-Karten-Variante günstiger sein als eine Servicepauschale. Allerdings können hier wiederum bei der Nutzung im Ausland hohe Kosten anfallen. Falls du also deinen Hund mit in den Auslandurlaub nimmst, achte auf ein entsprechendes SIM-Karten Paket, das die Kosten im Ausland niedrig hält.

# 2 Servicepauschale

Die zweite Möglichkeit sind Abrechnungsmodelle von Herstellern, die bereits eine SIM-Karte mitliefern und dafür eine monatliche oder jährliche Servicepauschale verrechnen. Die SIM-Karte ist hier grundsätzlich schon vorinstalliert und muss nur noch registriert werden. Je nach Anbieter muss man hier mit 3 bis 9 Euro monatlich rechnen. Vorteil dieser Kaufvariante ist, dass die Anzahl der Ortungen in der Regel unbegrenzt ist. Häufig ist auch die Auslandsnutzung europaweit oder sogar weltweit inkludiert. Wenn du also dein Haustier recht oft ortest, wird eine Servicepauschale sicherlich die preislich günstigere Variante sein. Hinzu kommt, dass die Inbetriebnahme von GPS Trackern mit Servicepauschale deutlich einfacher ist.

Vorteile:

  • Komfortable Bedienung und einfache Ortung
  • Unbegrenzte Reichweite bei Mobilfunkempfang
  • Live-Tracking in Echtzeit
  • Grobe Ortung in Gebäuden möglich
  • Zahlreiche Zusatzfunktionen möglich

Nachteile:

  • Monatliche Gebühren für SIM-Karte oder Servicepauschale
  • Kurze Akkulaufzeit (2 bis 5 Tage)
  • Größer und schwerer als andere Trackermodelle
  • Benötigt Mobilfunk- bzw. GSM
GPS Tracker für Hunde und Katzen

© V-Pet GPS-Tracker für Katzen und Hunde mit einfach zu bedienender Smartphone App vom Hersteller Kippy, CC BY-ND 2.0

GPS Tracker ohne SIM-Karte

Federführend in Hinblick auf diese Technologie ist das Unternehmen Findster. Es verzichtet bei seinem GPS Tracker auf das Mobilfunknetz zur Positionsermittlung. Stattdessen gibt es ein „Guardian Modul“, das der Haustierbesitzer bei sich trägt, und das „Pet Modul“, das am Halsband des Haustieres montiert wird. Das Pet Modul verfügt über einen GPS Sender, der die Lokalisierung des Haustieres mittels Guardian Modul ermöglicht.

Das Guardian Modul schickt die gesammelten Daten ins Netz, wo sie dann über den Browser oder das Smartphone abrufbar sind. Das System kommt also ohne SIM-Karte aus. Nachteil im Vergleich zu normalen GPS Trackern ist jedoch eine maximale Reichweite von derzeit 4,8 Kilometern.

Die Preise von GPS Trackern ohne SIM Karte beginnen bei rund 100 Euro, der hier gezeigte Findster Tracker kostet beispielsweise 149 Euro.

Vorteile:

  • Keine monatlichen Gebühren
  • Benötigt keinen Mobilfunkempfang
  • Sehr klein und leicht

Nachteile:

  • Beschränkte Reichweite (4,8 km)
  • Akkulaufzeit (max. 5 Tage)
GPS Tracker ohne SIM Karte von Findster

© Findster GPS Tracker mit Pet Modul, Guardian Modul einschließlich Halterung und übersichtlicher Smartphone App

Bluetooth Tracker mit und ohne GPS

Eine Alternative zu den GPS-Trackern sind Bluetooth-Tracker. Sie verwenden keinen GPS Chip, sondern einen Bluetooth Chip. Per Bluetooth 4 soll man das Signal unter optimalen Bedingungen  theoretisch bis zu einer Distanz von 80 Metern empfangen können.

Eine Weiterentwicklung des Bluetooth-Trackers sind Bluetooth GPS Tracker, die auch Crowd GPS Tracker genannt werden. Sie funktionieren wie folgt: Wenn sich das Haustier außerhalb der Bluetooth Reichweite befindet, werden andere Nutzer des Bluetooth GPS Trackers, die sich in der Nähe befinden, zu Helfern. Der eigene Tracker verbindet sich dabei unbemerkt mit dem Smartphone des anderen Nutzers, welches dann die aktuellen Positionsdaten sendet.

Man benötigt daher eine Crowd, damit das System funktioniert. In Großstädten mit mehreren tausend Nutzern ist das kaum ein Problem. In ländlichen Regionen ist es jedoch relativ unwahrscheinlich, dass sich das System soweit verbreitet, dass man es sinnvoll nutzen kann.

Bluetooth Tracker sind in der Anschaffung sehr günstig. Die Preise beginnen bei rund 10 Euro, für ein besseres Gerät zahlt man etwa 30 bis 40 Euro. Außerdem entfallen die monatlichen Kosten für die Nutzung einer SIM Karte und auch der Stromverbrauch verringert sich.

Vorteile:

  • Leichter und kleiner als normale GPS Tracker,
  • Lange Batterielaufzeit (bis zu 1 Jahr)
  • Günstiger in der Anschaffung

Nachteile:

  • Begrenzter Radius (max. 80 Meter)
  • Keine Ortung in Gebäuden
  • GPS funktioniert nur mit einer ausreichend großen GPS Community

 

 

Bluetooth GPS Tracker als Alternative zu GPS Trackern

© LOCme Bluetooth GPS Tracker bestehend aus Bluetooth-Tracker für das Haustier und dem Handgerät zum Auffinden des Tieres

Peilsender für Hunde und Katzen

Peilsender zur Ortung von Hunden und Katzen sind in der Bedienung etwas aufwendiger als andere Tracker. Der Peilsender wird ebenso wie ein Tracker am Halsband des Tieres befestigt. Das mitgelieferte Handgerät zeigt dann mittels LEDs und Pieptönen an, wie nahe man dem Haustier ist. Dabei wird das Signal umso stärker, je näher man kommt, d.h. das Piepen wird schneller und es leuchten mehr LEDs.

Großer Nachteil gegenüber GPS Trackern ist die geringe Reichweite mit 100 bis 200 Metern. Dafür muss sich der Hund oder die Katze allerdings nicht unbedingt unter freiem Himmel befinden, das Peilsender Signal geht auch durch Wände. Peilsender sind auch wesentlich kleiner und leichter als GPS Sender und eignen sich daher gut für kleine Hunderassen und Katzen, die sich nicht allzu weit von der Wohnung entfernen.

Die Kosten für einen guten Peilsender liegen bei rund 70 bis 85 Euro, wobei abgesehen von den Batterien keine zusätzlichen Kosten anfallen.

Vorteile:

  • Kleiner und leichter als GPS Sender
  • Lange Batterielaufzeit (2 bis 9 Monate)
  • Keine laufenden Kosten für z.B. eine SIM Karte
  • Zuverlässige Ortung, auch in geschlossenen Räumen

Nachteile:

  • Sehr begrenzte Reichweite (100 bis 500 Meter)
  • Ortung ist wesentlich aufwendiger als bei anderen Varianten
Peilsender für Hunde und Katzen

© Loc8tor Pets, Peilsender-Set für Hunde und Katzen bestehend aus Handgerät und Peilsender

Was sollte ein Tracker für Hunde und Katzen können?

Beim Kauf eines Trackers solltest du vor allem darauf achten, dass der Tracker stabil ist und sicher am Halsband montiert werden kann. Der Hund oder die Katze sollte sich den Sender auf keinen Fall selbst abnehmen können. Wichtig ist außerdem, dass die Bewegungsfreiheit des Haustieres nicht eingeschränkt wird. Je kleiner und leichter der Tracker, desto besser. Weiters sollte der Tracker auch wasserdicht bzw. zumindest spritzwassergeschützt sein.

  • Robustes Gerät, das sicher am Haustier angebracht werden kann
  • Fester Sitz auch beim Herumtoben
  • Wasserdicht bzw. spritzwassergeschützt
  • Möglichst geringes Gewicht und geringe Maße
  • Genaue Ortung (am besten Live Tracking bzw. Echtzeitortung)
  • Möglichst lange Akkulaufzeit
  • Einfache Bedienung

Je nach Bedarf können zusätzliche Funktionen wie virtuelle Zäune, Heatmaps, SOS-Funktion oder historischer Routenverlauf nützlich sein. Eine Live Verfolgung ist ebenfalls sehr vorteilhaft, da man den Hund oder die Katze hier in Echtzeit tracken kann.

Wo kann man GPS Tracker für Haustiere kaufen?

Die größte Auswahl an GPS Trackern gibt es im Elektrofachhandel, also z.B. bei Saturn, Mediamarkt oder Hartlauer. Wenn du auf ein qualitativ sehr hochwertiges Gerät Wert legst, findest du in Jagdausrüstungsgeschäften eine sehr gute Auswahl. Ebenso bieten auch Sicherheitstechnik-Firmen Tracker in hoher Qualität an.

Fazit: GPS Tracker für Haustiere

Die Auswahl des richtigen Gerätes ist letztlich abhängig davon, wofür du es verwenden möchtest. Wenn du etwa regelmäßig mit deinem Hund spazieren gehst und ihn von der Leine lassen möchtest, sind GPS Tracker mit unbegrenzter Reichweite am geeignetsten. Die kostensparendste Variante sind hier sicherlich GPS Tracker ohne SIM Karte. Für kleine Hunde oder Katzen können auch Peilsender oder kleine Bluetooth Tracker ausreichend sein.  Tests und Bewertungen von Haustiertrackern findest du unter Tracker Tests, Tracker Vergleich 2018 und Tracker für Haustiere im Test. Für Katzen bietet die Website Peilsender Katzen einen guten Überblick.

Hier findest du die am besten bewerteten Fachgeschäfte für Jagdausrüstung in deinem Bundesland:



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