Was tun gegen Spliss & Haarbruch?

Spliss und Haarbruch

Spliss und Haarbruch werden durch regelmäßiges Spitzenschneiden („Splissschnitt“) verhindert. Foto: Adobe Stock; (c) DDRockstar

Du liebst und pflegst deine langen Haare? Dann kennst du ihn sicherlich: den gefürchteten Spliss! Darunter versteht man ein- oder sogar mehrfach gespaltenen Haarspitzen, die sich unschön im Haarbild bemerkbar machen. Um Spliss bzw. Haarbruch zu vermeiden musst du zunächst wissen, wie es zu dieser Haarspaltung kommen kann. Wir erklären dir, wie Spliss und Haarbruch entstehen, wie du Spliss künftig vermeiden kannst und welche Friseure dich bei Haarschäden gut beraten können.

Spliss und Haarbruch: Ursachen

Das menschliche Haar besteht aus verschiedenen Schichten, von denen die äußerste unter der Bezeichnung Schuppenschicht bekannt ist. Diese Schuppenschicht umgibt das Haar vom Ansatz bis zur Spitze und schützt die innenliegenden Faser- und Markschichten. Eine Besonderheit der Schuppenschicht deiner Haare ist, dass sie sich in geringem Umfang öffnen und schließen kann. Spliss entsteht vor allem bei Haaren, deren Schuppenschicht nicht vollständig geschlossen ist. In offenen Stellen haben es Umwelteinflüsse leichter, in das Haar einzudringen und dort Strukturschäden zu verursachen.

Die Schuppenschicht löst sich in der Folge weiter ab, das gesamte Haar kann sich spalten und dein prüfender Blick erkennt das Haar als gesplisst. Dabei kann nur die Spitze gespalten sein oder sogar das gesamte Haar an mehreren Stellen bis in die Länge hinauf. Weil sich in den gesplissten Haaren auch deine gesunden Haare verfangen und durch Reibung zu Strukturschädigungen neigen, solltest du schnell gegen Haarspliss vorgehen.

Was begünstigt Spliss?

Spliss kann unterschiedliche Ursachen haben. Mechanische Beanspruchung, beispielsweise durch Haarschmuck mit spitzen Kanten oder einschneidende Zopfgummis, kann zu Spliss an den beanspruchten Stellen führen. Auch wenn du dein Haar offen trägst und es sich täglich in Reißverschlüssen oder Taschengurten verheddert, kann dies zu Haarbruch führen. Andere schädliche Einflüsse wie beispielsweise Hitzeeinwirkung durch Föhnen oder Glätten  können ebenfalls zu Strukturschwächung führen und Haarbruch begünstigen.

Der Splissschnitt – Basis für gesundes Haar

Entdeckst du Spliss in deinen Haaren, ist es an der Zeit zu handeln. Auch wenn es zunächst nur einige wenige Haare betrifft, solltest du sofort zu einem guten Frisör in deiner Nähe gehen und die gespaltenen Haarpartien entfernen lassen. Ein guter Frisör entfernt gerade so viel Haar wie nötig, damit auch jene Strukturschäden entfernt werden, die im Inneren liegen und nicht mit freiem Auge erkennbar sind. Einige Friseursalons bieten an, Spliss mit der heißen Schere zu entfernen. Dabei soll Hitze die Schnittstellen versiegeln.

Falls du selbst Hand anlegen willst, solltest du darauf achten, eine sehr scharfe, professionelle Haarschere zu verwenden. Herkömmliche Papier- oder Küchenschere quetschen das Haar und führen rasch zu neuem Spliss. Wenn du dir die Haare selbst schneidest, solltest du den Haarbruch sicherheitshalber großzügig herausschneiden. Setze einen bis einenhalb Zentimeter oberhalb der gesplissten Stelle an, damit alle Strukturschäden entfernt werden.

Saure Spülung bei geschädigter Schuppenschicht

Wenn die Haare nur leicht geschädigt sind, kann sich auch eine saure Spülung als Hausmittel lohnen. Zunächst wäscht du deine Haare ganz normal mit einem sanften Shampoo. Anschließend verwendest du Pflegesubstanzen, die ins nasse Haar besser eindringen können. Ideal ist es also, nach der Haarwäsche eine Pflegespülung zu verwenden und diese nach gegebener Einwirkzeit wieder auszuwaschen. Abschließend spülst du dein Haar mit einer Essigwasserlösung.

Das klingt zwar gewöhnungsbedürftig, sorgt dank des sauren pH-Werts dafür, dass sich deine Schuppenschicht sofort wieder schließt. Die Pflegesubstanzen bleiben sicher im Haar eingeschlossen und das Haar wird wieder stark. Für diese Pflegeroutine wirst du mit besonders griffigem, starkem und glänzendem Haar belohnt.

Spliss

Lockiges Haar neigt etwas häufiger zu Spliss. Foto: Adobe Stock, (c) W. Heiber Fotostudio

Ölpackungen während der Nacht

Haarpflege ist vor allem Feuchtigkeitspflege, um die Struktur geschmeidig zu halten. Hochwertige Pflanzenöle können diese Feuchtigkeit im Haar einschließen und es vor Umwelteinflüssen schützen. Wenn du sehr langes Haar hast, kannst du ein bis zwei Tropfen Jojobaöl in die Haarspitzen geben, um sie vor Spliss zu schützen. So entsteht kein fettiger Eindruck, Schutz bekommt dein Haar aber allemal. Eine über Nacht angewendete warme Ölkur hilft ebenfalls. Nach der morgendlichen Wäsche kannst du dich über zauberhaft weiches, gepflegtes und splissresistentes Haar freuen.

Schäden herauswachsen lassen mit Silikonen

Dein Haar ist splissgeschädigt, du möchtest dich aber nicht auf einen Schlag von der gesamten Haarlänge trennen? Splissige Enden wachsen nicht mehr zusammen, aber mit einer Silikonpflege kannst du den Zeitraum überbrücken, bis das Haar nachgewachsen ist. Sie legen sich wie ein Film um das Haar und halten auch gespaltene Stellen wieder zusammen. Zusätzlich von Vorteil ist, dass Silikon eine glänzende und griffige Haaroberfläche schafft und zu leichterer Kämmbarkeit führt. So kannst du in regelmäßigen Abständen kleine Zentimeter von der Länge schneiden lassen, ohne dein langes Haar komplett zu verlieren.

Aber Achtung: Silikone sind mittlerweile umstritten, da sie auch die Aufnahme von Pflegesubstanzen hemmen und zu einer stark fettenden Kopfhaut führen. Du solltest sie also wirklich nur in den splissigen Längen einsetzen.

Beratung vom Friseur

Wenn du dir nicht sicher bist, wie du dein Haar dauerhaft vor Spliss schützen kannst, solltest du dich an einen Salon wenden, der sich mit solchen Fragen beschäftigt.

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