Laminat verlegen: Anleitung und Kosten

Du hast dich für Laminat als Bodenbelag entschieden und überlegst ihn nun auch noch selbst zu verlegen? Dann bist du an der richtigen Stelle gelandet. Wir befassen uns hier damit, wie man Klick-Laminat richtig verlegt, was Angle-Angle, Snap und Fold-Down bedeutet und worauf man beim Verlegen von Laminat unbedingt achten sollte.

Laminat verlegen: Zeit sparen dank Klick-Laminat

Die Zeiten in denen man Laminat verleimen musste sind längst vorbei. Seit Jahrzehnten gibt es sogenannten Klick-Laminat, der selbst für ungeübte Heimwerker leicht zu verlegen ist. Umgangssprachlich bezeichnet man sämtliche nicht geleimte Laminatböden als Klick-Laminat. Allerdings gibt es auch hier erhebliche Unterschiede.

Angle-Angle, Snap und Fold-Down

Beim Angle-Angle-Laminat werden die Paneele schräg von oben ineinander gesteckt und können über diesen Winkel auch wieder ohne Schäden getrennt werden. Beim Snap-System (von dem der Name Klick-Laminat ursprünglich herrührt) hingegen, werden die Paneele waagrecht mit einem Schlagholz ineinander geschlagen. Der Nachteil an Snap-Laminat ist, dass du einmal miteinander verbundene Paneele leider nicht mehr voneinander trennen kannst. Auch sogenannte Fold-Down-Kombinations-Systeme, die auf der Längsseite ein Angle-System und auf der Stirnseite ein anderes System haben, werden mittlerweile häufig angeboten.

Laminat schwimmend verlegen

Laminat wird heutzutage in der Regel schwimmend verlegt. Insbesondere dann, wenn es sich um Klick-Laminat handelt. Schwimmend bedeutet, dass der Bodenbelag nicht mit dem Untergrund verklebt, verschraubt oder irgendwie fixiert ist. Der Laminatboden liegt ohne Fixierung auf dem Untergrund und hält dort aufgrund seines Eigengewichts sowie der Reibungskräfte. Durch die schwimmende Verlegung wird Trittschall zusätzlich zur Trittschalldämmung auf ein Minimum reduziert.

Laminat auf die Raumtemperatur vorbereiten

Hört sich seltsam an, aber Laminat benötigt einige Stunden um sich auf die Verlegung vorzubereiten. Denn Laminat besteht aus Holz und Holz ist dafür bekannt, auf äußere Einflüsse zu reagieren und sich zusammenzuziehen oder auszudehnen. Deshalb solltest du Laminat für mindestens 48 Stunden in jenem Raum liegen lassen, in dem du es anschließend verlegst. Damit verhinderst du sowohl Wellen als auch Fugen und reduzierst die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Laminat nach der Verlegung wölbt.

Untergrund vorbereiten

Ein geeigneter Untergrund ist für die Verlegung des Laminats besonders wichtig. Der Untergrund muss eben, ausreichend fest, sauber und vor allem trocken sein. Bei einem frischen Estrich empfiehlt es sich daher, den Untergrund ausreichend auftrocknen zu lassen. Restfeuchte könnte erheblichen Schaden verursachen und auch zu Schimmelbildung führen. Sollte dein Untergrund nicht eben sein, kannst du ihn mit Hilfe einer sogenannten selbstverlaufenden Ausgleichsmasse gerade bügeln. Auf Estrichböden sollte außerdem noch eine Dampfsperre angebracht werden, um den Laminatboden vor Feuchtigkeit zu schützen.

Klick Laminat verlegen

Manche Klick-Laminatböden werden schräg von oben eingeklickt. Foto: Adobe Stock; (c) Halfpoint

Erste Laminatreihe verlegen

Es wird empfohlen die Laminatpaneele entlang der Hauptlichtquelle des Raumes (meistens das Fenster) zu verlegen. Parallel zur Hauptlichtquelle sind etwaige Fugen nämlich nicht so stark sichtbar. Beim Angle-Angle-Laminat geht man reihenweise vor. Zuerst verlegt man die komplette erste Reihe, dann bereitet man die zweite Reihe vor und klickt diese mit der ersten Reihe zusammen. Beim Snap-System hingegen kann man jedes Paneel einzeln miteinander verbinden. Das letzte Paneel einer Reihe muss normalerweise zugeschnitten werden. Die andere Hälfte des zugeschnittenen Paneels kannst du bei ausreichender Größe (mindestens 35 cm lang) als Anfangsstück für die nächste Reihe nutzen. Fürs Zuschneiden der Paneelen verwendet man am besten einen Laminatschneider.

Letzte Reihe beim Klick Laminat verlegen

Da die letzte Laminatreihe in den meisten Fällen nicht mehr komplett in den Raum passt, müssen die Paneele dieser Reihe längsseitig zugeschnitten werden. Beim Zuschneiden darfst du auf keinen Fall auf die Abstandsfuge vergessen.

Türrahmen ausschneiden

Eine etwas aufwändigere Aufgabe beim Verlegen des Klick-Laminats ist das Ausschneiden der Türrahmen. Um das Laminat optisch ansprechend im Raum zu integrieren, muss nämlich ein Teil des Türrahmens ausgeschnitten werden. Kürze den Türrahmen um die Dicke des Laminats plus Dämmung und lege anschließend das Laminat darunter. Zum Sägen kannst du ein Laminatpaneel umdrehen und als Auflage für die Säge verwenden. Um zu verhindern, dass Teile des Türrahmens beim Sägen ausfransen, kannst du zuvor Klebeband auf der Schnittfläche anbringen.

Anschließend musst du nur noch die Sockelleiste als Verbindungsstück zwischen Boden und Wand anbringen und schon ist dein Bodenbelag bereit für die Nutzung. Für ein Zimmer mit 20 m² wirst du ohne Hilfe vermutlich 10 bis 12 Stunden benötigen.

Was kostet Laminat verlegen vom Fachmann?

Wenn du dein Laminat lieber vom Fachmann verlegen lassen möchtest, kostet dich das rund 12 Euro pro m². Bei einer Zimmergröße von beispielsweise 60 m² kostet dich der Fachmann also ungefähr 700-750 Euro.

Wichtig: Achte darauf, dass die Anbringung der Sockelleisten beim Preis inkludiert ist. Die größte Schwierigkeit beim Verlegen des Laminatbodens sind nämlich die Sockelleisten.

Die besten Firmen für Bodenverlegung in deinem Bundesland

Sollte das Laminat Verlegen deine Fähigkeiten als Heimwerker doch überfordern oder falls du deine Freizeit lieber mit der Familie oder anderen Hobbys verbringen möchtest, haben wir hier die besten Firmen für Bodenverlegung in deinem Bundesland:



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