Weinbars Wien die Besten 10 der Besten - HEROLD.at

Weinbars Wien: die ultimativen Top 10

Weinbars Wien, die gibt es gefühlt schon seit immer. Wir haben nur nicht gewusst, dass sie so heißen, diese Orte der Freude, an denen man kleine kalte und warme Speisen zusammen mit ausgesuchten Weinen serviert bekommt. Oft haben sie einen Schwerpunkt wie zum Beispiel Naturweine, einen integrierten Shop oder eine Vinothek. Meistens passt auch alles mit der Kompetenz des beratenden Personals und mit der Glaskultur. Auf jeden Fall sind es angenehme Lokale voll kommunikativer, genussfreudiger Menschen.

Im Folgenden verrate ich euch mein ganz persönliches Ranking für die Bundeshauptstadt. Ich war in allen genannten Weinbars mehrmals, in einigen ganz schön oft, und in unfassbar vielen anderen, hier nicht genannten, auch. Doch bloß meine absoluten Lieblingsweinbars haben es ins momentane Ranking der Besten geschafft haben. Ich freue mich schon auf eure Kommentare und Tipps!
To be continued …

Die großartigen Top 10 der Weinbars Wien

1. MAST

MAST, Interieur, Gastraum oben. Foto (c) Andrea Pickl - HEROLD.at

MAST, Interieur, Gastraum oben. Foto (c) Andrea Pickl – HEROLD.at

Dieses wunderbare Lokal mit kleinem Schanigarten war bei mir relativ schnell die Nummer 1. Hier stimmt einfach alles. Und das hat sehr viel mit den handelnden Personen zu tun. Matthias Pitra (ehemals Tian) und Steve Breitzke (vorher im Le Loft) sind begnadete Gastgeber, angenehme Menschen und, ja eh, absolute Spitzensommeliers. Aber damit nicht genug des Luxus: Als Koch konnten die beiden Martin Schmid (vormals Küchenchef im Restaurant von Andres Döllerer) gewinnen. Bestechend geradlinig gekochte Gerichte, die ihre Kunstfertigkeit und Großartigkeit aber höchstens bis zum ersten Bissen verbergen können. Das alles zusammen macht schon sehr, sehr glücklich.
MAST, 1090 Wien

2. o boufés

O boufés - Konstantin Filippou, Foto (c) Gerhard Wasserbauer

O boufés – Konstantin Filippou, Foto (c) Gerhard Wasserbauer

Eigentlich ist das auch ein Platz 1 für mich, aber das wäre ja langweilig. Das Bistro von Konstantin Filippou gleich neben seinem phantastischen Luxusrestaurant verschreibt sich ganz Naturweinen und Pet Nats. Wer die nicht leiden kann, ergötzt sich sicher an ungemein kreativen kleinen Gerichten, dem stylishen Interieur und dem Schanigarten. Ich kenne ein paar Menschen, die Naturweine ablehnen, aber zum Essen hier habe ich alle ganz leicht bekehren können.
o boufés, 1010 Wien

3. Heunisch & Erben

Heunisch & Erben, Weinbars Wien, Foto (c) Andrea Pickl - HEROLD.at

Heunisch & Erben, Weinbars Wien, Foto (c) Andrea Pickl – HEROLD.at

Das 1. Gebot lautet: Folge dem Lieblingskoch. Und das 2. dann: Du darfst mehrere Lieblingsköche haben. Einer der verehrten Meister am Herd ist Peter Zinter (früher Charlie P’s, The Brickmakers Pub & KitchenIt’s All About The Meat Baby,…). Das Lokal ist fesch und wird mit mehreren Bereichen (Stehtische, Restaurantbereich, Theke, Schanigarten) unterschiedlichen Ansprüchen gerecht. Der Wein zu den offensichtlich mit viel Freude aus besten Zutaten kreierten kleinen Gerichten kommt aus dem unfassbar riesigen Repertoire des Pub Klemo. Man hat immer etwa 60 Weine offen. Schlaraffenland! Und seit Zinter den Jagdschein hat, gibt es auch manchmal Wild.
Heunisch & Erben, 1030 Wien

4. Ignacio

Weinbar

Foto: (c) Ignacio

Was als ausnehmend hübsches, authentisches Feinkostgeschäft mit spanischen Spezialitäten (Lebensmittel und Weine – einiges bekommt man schlicht nur hier!), die Ignacio Garcia Vicente selbst importiert, vor vier Jahren begonnen hat, wuchs und gedieh. Die Speisekarte bietet kalte und warme Tapas, die typisch Traditionelles mit heutigen Einflüssen verbinden. Das Service ist außergewöhnlich liebenswürdig. Wenn man vor dem kleinen Lokal in der Abendsonne im Schanigarten auf der Straße sitzt, sind „Genuss“ und „Entspannung“ plötzlich keine leeren Worte mehr. Reservieren ist schlau!
Ignacio, 1010 Wien

5. Bistro Roots

Bistro Roots, Wien, Österreich, Photo (c) M. Bihounek/martinbihounek.com

Bistro Roots, Wien, Österreich, Photo (c) M. Bihounek/martinbihounek.com

Es waren einmal drei Freunde, die arbeiteten alle bei Konstantin Filippou (siehe oben). Einer war Koch, einer war Kellner aka Gastgeber und der dritte Sommelier. Und dann gab es da noch eine Landwirtschaft an der slowakisch-ungarischen Grenze mit Obst, Gemüse, Hühnern und Schafen. Zusammen eröffneten sie ein kleines, sympatisches Lokal, Marke „Neues Wiener Wirtshaus“. Sie servieren seit ein paar Monaten dort sehr gute, mit Liebe und Herzblut gekochte Gerichte, auch aus mit der eigenen Hände Arbeit geerntetem Gemüse. Doch auch die Lieferanten für Fleisch und Fisch können sich sehen lassen. „Saisonal“ und „regional“ sind hier keine leeren Worte. Dazu kann man Weine trinken, die man noch nie zuvor erleben durfte. Ein sehr erfreulicher Ort!
Bistro Roots, 1050 Wien

6. Unger & Klein

Wieviele legendäre Abende haben wir hier verbracht! Diese Weinbar war eines der ersten Lokale, das auf einen großen, zentralen Tisch setzte. Ich sag’s nur. Und eines der vielen Verdienste des Unger & Klein war außerdem die Tatsache, dass es den Weingenuss aus der rustikalen Ecke holte und ihm eine gehörige Portion Chic verpasste. Das Interieur mit seinen klaren Linien, mit Stahlrohr und Holz war damals richtungsweisend, heute ist es zeitlos modern. Die Serviceleistung war im Laufe der Jahre leider ein wenig schwankend. Ich muss wieder einmal hinschauen, aber das ist eine andere Geschichte …
Unger & Klein, 1010 Wien

7. Zum schwarzen Kameel


Ein Klassiker. Das Kameel muss man allen Wienbesuchern zeigen bitte. Hier wird dem Wein gehuldigt, dem Small Talk, man trifft einander, sieht und wird gesehen. Der Genuss bleibt aber im Vordergrund. Für den kleinen Hunger gibt es die berühmten Brötchen. Wer größeren Appetit hat, besucht das angeschlossene Restaurant, das gerade neu gestaltet wurde. Der Schanigarten ist einer der besten Plätze in Wien um das Defilee von Reich und Schön im 1. Bezirk zu beobachten. Großartiges Service. Hier ist Tradition nie verstaubt.
Zum schwarzen Kameel, 1010 Wien

8. Pub Klemo und Pub Klemo am Wasser

Das ursprüngliche Klemo hat uns über Wasser gehalten, bevor Weinbars hierorts Trend wurden. Unfassbar wie viele Weine aus allen Ecken der Welt einem hier zugänglich gemacht werden! Ich ziehe allerdings die „Filiale“ am Donaukanal vor. Einen großen Wein im Freien in dieser urbanen, lebendigen Atmosphäre am Wasser zu trinken, kann schon sehr viel. Dazu gibt’s Antipasti oder Lachs-Ceviche und rosa gebratene Lammhüfte mit Bulgur zum Beispiel. Ich esse immer Parmesan und Oliven. Immer.

Pub Klemo, 1050 Wien
Pub Klemo am Wasser, 1010 Wien

9.  Glasweise


Besucher der Volksoper kennen diese Weinbar vermutlich schon ewig, ich habe sie erst unlängst zufällig entdeckt. Und immer, wenn ich in dieser Gegend unterwegs bin und nicht weiß, wohin noch auf einen Absacker, dann rettet mich dieses Lokal. Es sind etwa zwanzig Weine offen und neben Österreich im Keller ist wohl Italien ein Schwerpunkt in der Küche. Hier findet jeder etwas, was seinen Gaumen erfreut. Und was ich auch sehr schätze: Täglich geöffnet!
Glasweise, 1090 Wien

10. Wein & Co

Wein & Co, Jasomirgottstraße, Foto (c) Markus Kaiser

Wein & Co, Jasomirgottstraße, Foto (c) Markus Kaiser

Das Urgestein. Der Wegbereiter. Der Pionier. Das Bar-in-Shop Konzept war damals etwas wirklich Umwälzendes, auch wegen der Ladenöffnungszeiten. Super Beratung, nennenswertes Essen, immer gut besucht. Toll ist auch das Angebot an Weinseminaren. Je nach Lust und Laune hat man die Möglichkeit zwischen mehreren Filialen in Wien zu wählen. Den frisch umgebauten Flagship Store in der Jasomirgottstraße sollte man auf keinen Fall auslassen!
Wein & Co 1010, 1060, 1070, 1130, 1220 Wien

In diesem Sinne: Prost!



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