Zahnschmuck: Welche Art ist die beste?

Zahnschmuck

Zahnschmuck erfüllt keinen medizinischen Zweck, sondern dient einzig und allein der Ästhetik. Foto: Adobe Stock; (c) iggyphoto

Der Schönheitskult unserer Zeit macht vor keinem Körperteil halt. Neben Tattoos und Piercings an diversen Körperstellen werden mittlerweile auch Zähne verziert. Egal ob Grillz, Dazzler oder Zahncaps, hier erfährst du die wichtigsten Unterschiede und welche möglichen Risiken Zahnschmuck birgt. Zahnschmuck erfüllt keinerlei medizinischen Zweck, sondern dient einzig und allein der Ästhetik. Somit kommt, wer sich für Zahnschmuck entschließt, an Fragen wie „Was ist das beste Material?“ oder „Welcher Stein ist am schönsten?“ und „Wie teuer ist Zahnschmuck eigentlich?“ nicht vorbei. Hierzu die Antworten.

Welchen Zahnschmuck gibt es? Alles zu Grillz, Twinkles und Co.

Als Zahnschmuck werden Steinchen und andere Verzierungen bezeichnet, die mit speziellen Klebern an der Vorderseite von Zähnen befestigt (Dazzler, Twinkles, Skyces, Tattoos) oder über sie gestülpt (Zahncaps, Grillz) werden. Davon gibt es folgende Variationen:

  • Dazzler (engl.: dazzle = blenden): in verschiedenen Formen (z.B. Sternchen, Blümchen Tiermotive) erhältliche, dünne, verzierte Goldfolien.
  • Twinkles® (engl.: twinkle = blitzen; Brillies): dünne massive Halbreliefs aus Gold mit gelegentlich eingearbeiteten Kristallglas-, Halbedel-, Edelsteinen (z.B. Rubin, Diamant) oder Strass in Stern-, Herz-, Tropfen-, Tier-, Kreisform usw.
  • Skyces: Schmucksteine aus hochwertigem Kristallglas oder Diamanten ohne Metalleinfassung mit verspiegelter Rückseite, die bei Lichteinfall glitzernde Lichtreflexe erzeugen.
  • Zahncaps: aus einzementierten Edelmetall-Zahnkronen entwickelte Metallkappen. Zahncaps werden über die oberen Schneidezähne gestülpt und können herausgenommen werden.  Gelegentlich beinhalten sie eingearbeitete Schmucksteine.
  • Grillz (Grills, Hip Hop Grillz): im Zahnlabor aus Edelmetall mit oder ohne Verzierungen (z.B. eingravierte Schriftzüge)/eingefasste Schmucksteine hergestellte, einzelne Zähne oder ganze Zahnreihen umfassende oder zwischen den Zähnen befindliche Zahncaps oder mit einem Silikonschlüssel an die Zähne angepasste One Size-Grillz in diversen Formen und Farben.
  • Zahn-Tattoos: durch Mundhygiene rasch wieder verschwindende Miniaturbildchen.

Wer stellt Zahnschmuck her und wer darf ihn anbringen?

Wo man Zahnschmuck machen lassen kann: bei speziellen Händlern und Zahntechniklabors, wie man sie vielfach im Internet findet oder – besser noch – mit denen Zahnärzte zusammenarbeiten. Auch wenn man dort Zahnschmuck Sets als Privatperson bekommt und verwenden kann, sollte die Anbringung durch einen Zahnarzt erfolgen, um die Zähne vor Schäden zu bewahren. Und zwecks fachkundiger Beratung, denn einige Umstände verbieten die Verwendung von Zahnschmuck wie

  • mangelhafte Mundhygiene
  • mehrfacher Kariesbefall
  • chronische Zahnfleischentzündung
  • Allergien gegen Schmuckmaterialien
  • Tragen von Zahncaps/Grillz bei Abwehrschwäche oder während des Schlafs

Wie wird Zahnschmuck befestigt und wie klebt man ihn?

Dauerhaft verklebter Zahnschmuck wird nach Reinigung und Trockenlegung des gesunden (!) Zahns mit Phosphorsäure aufgeraut und mittels adhäsiver Klebetechnik mit lichthärtendem Komposit (Kunststoff, der auch sonst in der Zahnheilkunde als Kleber zum Einsatz kommt) an seiner Rückseite befestigt. Danach werden etwaige Kompositüberschüsse wegpoliert und die Zahnoberfläche zwecks Remineralisierung fluoridiert.

Wie lange hält Zahnschmuck und wie kann man ihn entfernen?

Dauerhaft befestigter Schmuck für die Zähne hält meist rund sechs bis 24 Monate, gelegentlich auch bis zu zehn Jahren. Mancher Besitzer einer Zahnverzierung wird derselben aber überdrüssig. Dann gilt: Ebenso wie das Anbringen gehört auch das Entfernen besser in die Hände eines Zahnarztes. Er entfernt Twinkles, Dazzles und Co. schnell und schmerzlos mit einem Spezialinstrument, poliert vorsichtig und fachmännisch Klebstoffreste rückstandsfrei ab und versiegelt die Zahnoberfläche mit einem Fluoridgel, damit diese sich vollständig regenerieren kann.

Ist Zahnschmuck schädlich für die Zähne?

Zahnschmuck birgt einige Risiken und kann

  • bei Mundbewegungen an der Mundschleimhaut reiben und Verletzungen verursachen.
  • bei unzureichender Mundhygiene und/oder schlechter Passgenauigkeit (Zahncaps, Grillz) infolge Nischenbildung (z.B. an den Schmuckrändern) Keimen Unterschlupf bieten und so Karies, Zahnfleischreizungen und Entzündungen am Zahnhalteapparat (Parodontitis) auslösen.
  • während des Kauens harter Nahrung oder beim versehentlichen Aufbeißen auf ihn Schmelzrisse oder das Abplatzen von Schmelz hervorrufen. Oder abgelöst und verschluckt oder eingeatmet werden.

Außerdem: der Zahnschmelz muss, damit er hält, vor seinem Aufkleben mit Phosphorsäure angeätzt (= geschädigt, = erhöhtes Kariesrisiko) werden.

Übernehmen Krankenkassen die Kosten?

Da es sich um eine rein ästhetische Behandlung handelt, übernehmen Krankenkassen die Kosten nicht. Diese setzen sich aus dem Preis fürs Material und dem Zahnarzthonorar zusammen. Daher gibt es bei beidem eine große Spannbreite. Beispielsweise erhält man Goldplättchen bereits ab 15 Euro. Andere Marerialien wie Platin-, Titan- oder Edelsteinschmuck können jedoch sehr kostspielig sein und bis zu vierstellige Beträge verschlingen. Für das Einsetzen berechnen die meisten Zahnärzte zwischen 30 und 150 Euro, wobei hierzulande autonome Honorarrichtlinien gelten. Wer seine Zähne dennoch schmücken will, sollte auf die Risiken und besonders seine Zahnhygiene achten.

Wo kann man Zahnschmuck machen lassen?

Die Anbringung von Zahnschmuck wird ebenso wie Bleaching, Veneers und andere Zahnverschönerungen von spezialisierten Zahnärzten vorgenommen. Hier eine Liste an Zahnärzten die sich auf Zahnschmuck spezialisiert haben.

Dr. Andrea Waldhof – Wien

Die Wiener Zahnärztin Dr. Andrea Waldhof zählt zu jenen Zahnärzten, die mit der Befestigung von Schmuck an den Zähnen vertraut sind. Mit einer Kundenzufriedenheit von 4,9 Sternen bei 68 Bewertungen, zählt Dr. Waldhof zu den am besten spezialisierten Zahnärzten Wiens.

Dr. Waldhof, 1210 Wien

Dr. Michael Knoll – Salzburg

Auch Salzburger können sich über einen gut bewerteten Zahnarzt für Zahnschmuck freuen. Die Rede ist von Dr. Michael Knoll, der seit 1994 eine eigene Praxis in Salzburg betreibt und dort unter anderem die Anbringung von Schmuck anbietet. Mit einer Bewertung von 5,0 Sternen bei 22 Bewertungen ist Dr. Knoll zudem Spitzenreiter unter den Salzburger Zahnärzten.

Dr. Knoll, 5020 Salzburg

Dr. Edmund Piskaty – Bregenz

Auch Dr. Edmund Piskaty aus Bregenz zählt zu den Spezialisten für Zahnschmuck. Daneben bietet er noch Veneers, Brücken, Inlays und andere ästhetische Verbesserungen an.

Dr. Piskaty, 6900 Bregenz

Dr. Tamara Hanser – St. Veit an der Glan

Den Kärntnern empfehlen wir Dr. Tamara Hanser aus St. Veit an der Glan. Die junge Kassenärztin ist seit 2016 als Zahnärztin aktiv und hat sich neben der ästhetischen Zahnmedizin vor allem auf die Kieferorthopädie spezialisiert.

Dr. Hanser, 9300 St. Veit an der Glan

DDr. Vesna Stephan – Wien

Wem ein bezauberndes Lächeln ein besonderes Anliegen ist, der ist bei DDr. Vesna Stephan besonders gut aufgehoben. Die Zahnärztin aus dem 17. Wiener Gemeindebezirk ist ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der ästhetischen Zahnmedizin und mit einer Kundenbewertung von 4,8 Sternen zudem besonders empfehlenswert.

DDr. Stephan, 1170 Wien

Dr. Paul Berzaczy – Wien

Last but not least noch zu Dr. Paul Berzaczy aus Wien. Der 2011 promovierte Doktor der Zahnheilkunde ist schon seit vielen Jahren der ideale Ansprechpartner, wenn es darum geht Schmuck am Zahn anzubringen.

Dr. Berzaczy, 1190 Wien

​Hier findest du die am besten bewerteten Zahntechniklabors in deinem Bundesland:



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