Wo gibt es den besten Tafelspitz in Wien?

Tafelspitz

Tafelspitz Wien: Erfahre, wo du den besten bekommst! Foto: Adobe Stock, (c) kab-vision

Du willst die klassische Wiener Küche hautnah erleben? Oder jemandem erklären, was Wien kulinarisch bedeutet? Ein Tafelspitz gehört unbedingt dazu! Der HEROLD verrät dir in welchen Restaurants es den besten Tafelspitz in Wien gibt. Außerdem erfährst du etwas über die historischen Hintergründe des Tafelspitz und welche Beilagen unbedingt dazu gehören. Außerdem: Wie isst man Tafelspitz richtig? Ein Gericht mit Tradition und Geschichte.

Was ist ein Wiener Tafelspitz ?

Es handelt sich um ein traditionelles Rindfleischgericht der klassischen Wiener Küche. Der Name kommt vom Fleischstück selbst. Das Fleisch ist mager, im Idealfall fein marmoriert. Das Fleisch wird gekocht, Stichwort „Siedefleisch“. Charakteristisch sind auch die Beilagen – dazu kommen wir gleich noch. Der Tafelspitz ist ein kulinarisches Gesamtkunstwerk, das sich nicht umsonst über Jahrhunderte gehalten hat.

Was ist die Geschichte des Tafelspitz?

In Wien war der Verbrauch an Rindfleisch bereits seit dem 15. Jahrhundert überdurchschnittlich hoch. Rindfleisch war billig und bevor die Kartoffel nach Europa kam, waren Rinder leichter zu halten, zu füttern und zu transportieren als Schweine.

„Endgültige Bekanntheit erreichte das Siedefleisch aber schließlich durch Kaiser Franz Joseph. Der Kaiser galt als ein sparsamer und genügsamer Mensch. Für die private Hoftafel genügte ihm einfache Kost, wie gekochtes Rindfleisch mit Beilagen. Die Beilagen waren meist Kohl oder Kohlrabi, ein Teller frisch geriebener Kren, einige junge Zwiebeln, altbackenes Brot (zum Aufnehmen des Saftes) sowie drei Deziliter Wein. (…) Die Wiener Bürger ahmten die Essgewohnheit des Kaisers nach – weil man sich auch beim Essen gerne nach dem Hof richtete – und der Tafelspitz wurde zur Norm großbürgerlichen Essens.“ (Quelle: bmnt.gv.at)

Es gibt überdies die Legende, dass der Tafelspitz im Hotel Sacher, 1010 Wien erfunden worden ist. Anna Sacher soll also nicht nur die berühmte Torte erdacht haben? Natürlich serviert man den Tafelspitz – hier bezeichnet als „Sacher Tafelspitz“ –  auch im imperialen Ambiente des Restaurants Rote Bar.

bester Tafelspitz Wien

Der Tafelspitz wird in Scheiben geschnitten serviert. Foto: Adobe Stock, (c) Dietrich

Bester Tafelspitz Wien: Wo gibt es ihn?

Natürlich wird dieses Gericht mit Geschichte sowohl von der Neuen Wiener Küche modern interpretiert, als auch von Chefs mit gänzlich anderer Küchenlinie aufgegriffen, auseinander genommen und kreativ wieder zusammengesetzt. Zwei leuchtende Beispiel seien hierzu erwähnt: Mraz & Sohn, 1200 Wien und das Buxbaum, 1010 Wien.

In den folgenden Betrieben – in alphabetischer Reihenfolge – wird der Tafelspitz mehr oder minder traditionell serviert:

 

Bester Tafelspitz in Wien: In diesen Restaurants bekommst du traditionellen Wiener Tafelspitz. Foto: Adobe Stock, (c) babsi_w

Welche Beilagen sind ebenso klassisch wie unverzichtbar?

Der Tafelspitz wird in Scheiben geschnitten serviert. Man übergießt ihn mit ein bisschen Rindsuppe und streut geschnittenen Schnittlauch und Salz darüber. Ein tiefer Teller ist gut geeignet. Es gibt sogar spezielles Geschirr für den Tafelspitz, ich sag’s nur. Manchmal reicht man auch Dillrahm-Fisolen, Spinat, Salzkartoffel oder Bratkartoffeln dazu, aber traditionell serviert man die folgenden Beilagen zum Fleisch:

  • Schnittlauchsauce
  • in der Suppe gekochtes Wurzelgemüse in Würfeln oder Scheiben
  • geröstete Erdäpfel
  • Semmelkren
  • Apfelkren

Wie isst man den Wiener Tafelspitz „richtig“?

Früher wurde das gekochte Rindfleisch „vom Wagen“ serviert, eine Tradition, geradezu ein Zeremoniell, das in manchen Wiener Restaurants heute wieder auflebt, zum Beispiel im Meissl & Schadn in 1010 Wien. Das Gericht besteht aus vielen Komponenten, deren geschmackliche Qualitäten man am besten ausschöpfen kann, wenn man sich an die folgende Herangehensweise beim Essen hält, die der „Rindfleischkönig“ Plachutta vorschlägt. In vier der sechs Wiener Restaurants den Gastroimperiums Plachutta steht der Tafelspitz immer auf der Karte. Hier wird erklärt, wie man den Tafelspitz richtig isst:

  1. Suppe aus dem Topf in die Tasse schöpfen und löffeln.
  2. Mark auslösen und auf Schwarzbrottoast streichen, salzen und pfeffern. Mit den Fingern essen.
  3. Fleisch aus dem Topf heben, mit Rösterdäpfeln, Gemüse, Schnittlauchsauce und Apfelkren genüsslich verzehren.


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