Dachrinne: alle Materialien & Preise im Überblick

weiße Dachrinne auf grauem Dach

Dachrinnen gibt es aus Alu, Zink, Edelstahl, Kupfer und Kunststoff. Welches Material ist das beste? Foto: Adobe Stock, (c) brizmaker

Eine Dachrinne sammelt vom Dach ablaufendes Regenwasser und leitet es über ein Fallrohr ab. Um dein Haus vor Wasserschäden zu schützen, solltest du eine gut funktionierende Dachentwässerung installieren lassen. Im Artikel erfährst du die Vor- und Nachteile der beliebtesten Materialien für Dachrinnen. Außerdem geben wir dir einen Überblick über die Kosten einer Dachrinne.

Dachrinne: Vor- und Nachteile aller Materialien

Dachrinnen gibt es in verschiedensten Materialien zu kaufen, angefangen bei Kunststoff über Titanzink bis hin zu Edelstahl. In manchen Fällen gibt es sogar Dachrinnen aus Holz, zum Beispiel für das Gartenhaus. Doch woher weiß man, welches Material das richtige für die Dachrinne ist? Die entscheidenden Kriterien, nach welchen das Material ausgewählt wird, sind Kosten, Aussehen und Langlebigkeit. Im folgenden erfährst du alle Vor- und Nachteile der verschiedenen Baustoffe:

Dachrinne aus Kunststoff

braune Dachrinne aus Kunststoff

Dachentwässerungen aus Kunststoff sind vor allem wegen des günstigen Anschaffungspreises beliebt. Foto: Adobe Stock, (c) juliasv

Dachrinnen aus Kunststoff überzeugen in erster Linie mit ihrem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis. Der Anschaffungspreis von Kunststoff-Dachrinnen ist im Vergleich zu anderen Baustoffen besonders niedrig. Dachrinnen aus hochwertigem Kunststoff, zum Beispiel aus robustem PVC, sind stark belastbar und witterungsbeständig. Zudem gelten Kunststoff-Dachrinnen als pflegeleicht, weil wegen der glatten Oberfläche kaum Schmutzablagerungen zustande kommen. Plus: Es gibt sie in verschiedensten Farben, sodass du bei jeder Fassadenfarbe die passende Dachrinne findest. Bei starken Temperaturschwankungen können jedoch Risse entstehen, die die Rinne undicht machen. Am besten lässt du deine Dachrinne und das Fallrohr jährlich kontrollieren.

Die Montage von Dachrinnen aus Kunststoff verläuft unkompliziert: Sie haben ein äußerst leichtes Gewicht und können ohne Probleme zugeschnitten werden. Kunststoff-Dachrinnen sind besonders günstig mit einem Preis ab € 4 pro Laufmeter.

Vorteile:

  • kostengünstig
  • belastbar
  • witterungsbeständig
  • korrosionsbeständig
  • einfache Montage
  • pflegeleicht
  • in verschiedenen Farben erhältlich

Nachteile:

  • relativ kurze Lebensdauer (ca. 10 Jahre)
  • kann Risse bekommen

Dachrinne aus Kupfer

Dachrinne aus Kupfer

Eine Dachrinne aus Kupfer wirkt an historischen Gebäuden besonders elegant. Foto: Adobe Stock, (c) KYNA STUDIO

Wieso sollte man sich eine Dachrinne aus so teurem Material kaufen? Wegen der Langlebigkeit! Kein anderes Dachrinnen-Material ist so langlebig wie Kupfer. Während Kunststoff-Dachrinnen nach etwa 10 Jahren ausgetauscht werden müssen, halten Dachrinnen aus Kupfer in manchen Fällen sogar ein Leben lang.

Kupfer wird aber nicht nur wegen der hohen Widerstandsfähigkeit gewählt, sondern auch aus ästhetischen Gründen. Das edle Material hat zu Beginn eine glänzend hellrote Farbe, mit der Zeit wird es dunkelrot und nach einigen Jahrzehnten entsteht die typisch grüne Patina. Die Patina entsteht durch Oxidationsprodukte des Kupfers und ist eine witterungsbeständige und selbstheilende Schutzschicht. Aus diesem Grund muss eine Kupferdachrinne auch nicht mit Lack bestrichen werden, da sie sich durch die Patina selbst vor Korrosion schützt.

Die Montage von Kupferdachrinnen ist ziemlich aufwändig: Die einzelnen Elemente der Dachrinne müssen sorgfältig aneinander gelötet werden, damit die Rinne auch wirklich dicht ist. Kupfer ist also kein Material für Hobby-Handwerker, sondern erfordert Fingerspitzengefühl von erfahrenen Profis. Der Anschaffungspreis von Kupferdachrinnen ist mit € 22 bis € 30 pro Meter ziemlich teuer. Die Investition rentiert sich jedoch, wenn man die lange Lebensdauer berücksichtigt.

Vorteile:

  • langlebig
  • witterungsbeständig
  • korrosionsbeständig
  • pflegeleicht

Nachteile:

  • teuer
  • komplizierte Montage

Dachrinne aus Zink

Dachrinne aus Zink

Dachrinnen aus Titanzink sind sind extrem robust, langlebig und korrosionsbeständig. Foto: Adobe Stock, (c) sutichak

Dachrinnen aus purem Zink kommen nur noch selten zum Einsatz. Viel öfter wird Titanzink für die Herstellung von Dachrinnen verwendet. Titanzink ist eine Legierung aus Zink, Titan und Kupfer und hat sich als noch robuster, witterungsbeständiger und langlebiger als pures Zink erwiesen. Eine Dachrinne aus Titanzink hält bis zu 40 Jahre. Vorausgesetzt, du lässt sie regelmäßig warten. Etwa einmal im Jahr sollte die Dachrinne von Schmutz befreit und auf Schäden überprüft werden.

Ein weiterer Vorteil von Titanzink gegenüber purem Zink ist die Bruchfestigkeit, wodurch auch bei starken Temperaturschwankungen keine Brüche entstehen. Auch die Belastbarkeit sowie Witterungs- und Korrosionsbeständigkeit nimmt durch das legierte Zink zu. Zinkdachrinnen bilden eine schützende, dunkelgraue Patina nach einiger Zeit. Willst du nicht, dass diese entsteht, kannst du deine Dachrinne auch in einer Farbe streichen und so die Patina verhindern. Kostentechnisch befindet sich die Zinkdachrinne im mittleren Preissegment mit ca. € 15 pro Laufmeter.

Vorteile:

  • langlebig
  • witterungsbeständig
  • korrosionsbeständig
  • belastbar

Nachteile:

  • Wartungsaufwand
  • relativ hohe Anschaffungskosten

Verzinkte Dachrinne aus Stahlblech

Dachrinne verzinkt

Ist eine Dachrinne verzinkt, ist sie widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse. Foto: Adobe Stock, (c) derevo30

Wenn du keine Dachrinne aus reinem Zink oder Titanzink an deinem Haus montieren möchtest, kannst du auch auf eine verzinkte Dachrinne aus Stahlblech setzen. Dieses Material ist etwas billiger, da die Rinne aus dem günstigeren Stahlblech besteht und lediglich an der Oberfläche mit Zink überzogen ist. Dadurch ist das Metall vor Umwelteinflüssen geschützt und wird widerstandsfähig gegen Rost- und Feuchtigkeitsschäden. Sollte die Rinne und damit die schützende Oberfläche jedoch beschädigt werden, kann trotzdem Rost entstehen.

Ist eine Dachrinne verzinkt, muss sie nicht mehr gestrichen oder lackiert werden. Verzinkte Dachrinnen halten in etwa so lange wie Zinkdachrinnen, also bis zu 40 Jahre oder länger. Die Kosten für eine verzinkte Dachrinne aus Stahl betragen in etwa € 6 pro Meter.

Vorteile:

  • keine Instandhaltung notwendig
  • hohe Lebensdauer
  • witterungsbeständig
  • korrosionsbeständig
  • hohe Stabilität

Nachteile:

  • rostet, wenn beschädigt

Dachrinne aus Alu

weiße Dachrinne aus Aluminium

Alu ist bei vielen Spenglern das beliebteste Material für Dachrinnen. Foto: Adobe Stock, (c) brizmaker

Das Besondere an Dachrinnen aus Aluminium ist, dass sie aufgrund einer Pulverbeschichtung in allen Farben erhältlich sind. Der Pulverlack sorgt nicht nur für ein gutes Aussehen der Dachrinne, sondern macht sie auch korrosionsbeständig. Eine Dachentwässerung aus Alu lohnt sich zudem, weil sie langlebig, robust und witterungsbeständig ist.

Die Montage von Alu-Dachrinnen gestaltet sich recht kompliziert: Im Gegensatz zu anderen Materialien kann die Rinne aus Alu nicht gesteckt oder gelötet werden, sondern jedes einzelne Stück muss genietet und mit Silikon abgedichtet werden. Silikonfugen müssen zudem regelmäßig gewartet werden, da die Dachrinne sonst undicht werden kann. Nach etwa 10 Jahren sollten die Silikonfugen ausgetauscht werden. Wegen der komplizierten Montage ist die Anschaffung von Aluminium-Dachrinnen etwas kostenspieliger. Das Material selbst ist recht günstig mit etwa € 7 bis € 10 pro Meter.

Vorteile:

  • in jeder Farbe erhältlich
  • witterungsbeständig
  • korrosionsbeständig
  • belastbar

Nachteile:

  • komplizierte Montage
  • regelmäßige Wartung notwendig

Dachrinne aus Edelstahl

Eine Dachentwässerung aus Edelstahl wird dir vermutlich ein Leben lang halten. Edelstahl ist außerordentlich robust und so gut wie unzerstörbar. Starke Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit und Rost können dem Material nichts anhaben. Außerdem ist eine Dachrinne aus Edelstahl so gut wie wartungsfrei: regelmäßiges Streichen, Lackieren oder Kontrollieren ist nicht notwendig. Wenn du jedoch den schönen Glanz des Stahls erhalten möchtest, solltest du die Dachrinne zumindest jährlich reinigen lassen.

Eine Edelstahl-Dachrinne ist aber auf jeden Fall eine Investition: Mit ca. € 20 bis € 30 pro Laufmeter ist die Dachrinne aus Edelstahl eine der teuersten auf dem Markt. Langfristig gesehen lohnt sich jedoch der Kauf der langlebigen und robusten Dachrinne.

Vorteile:

  • äußerst robust
  • witterungsbeständig
  • korrosionsbeständig
  • belastbar
  • wartungsfrei

Nachteile:

  • sehr teuer

Preise: Was kostet eine Dachrinne?

Die Preise für die Dachrinne variieren natürlich stark und hängen davon ab, welches Material und welche Größe die Dachrinne haben soll. Hinzu kommen die Kosten für das Fallrohr und weiterer Materialien wie Ecken, Rinnenverbinder oder Rinnenhalter sowie der Montage. Bei der Montage unterscheiden sich die Preise – je nachdem, wie kompliziert die Installation ist.

Der Preis einer Dachrinne setzt sich aus dem Preis der verwendeten Material und den Arbeitskosten zusammen. In den meisten Fällen fallen auch Kosten für das Aufstellen eines Gerüsts an.

Übersicht über die Kosten der Materialien für Dachrinnen:

Material  Kosten pro Laufmeter
Kunststoff  ca. € 4
Kupfer ca. € 22 bis € 30
Zink  ca. € 15
Verzinktes Stahlblech ca. € 6
Aluminium  ca. € 7 bis € 10
Edelstahl  ca. € 20 bis € 30

Dachrinne montieren: Wer macht das?

Grundsätzlich sind für die Montage und Reparatur von Dachrinnen Spengler zuständig. Aber auch Dachdecker bieten häufig Spenglerarbeiten an Dachrinnen an. Am besten erkundigst du dich bei einem Spengler oder Dachdecker in deiner Nähe, ob sie die Montage von Dachrinnen in deinem gewünschten Material anbieten.

Folgende Spengler bieten die Montage von Dachrinnen an:

Dachdeckerei Liebhart

Die Dachdeckerei aus dem 23. Wiener Bezirk montiert Dachrinnen und Regenrinnen in diversen Formen (halbrund, kastenförmig) aus verschiedenen Blechen. Willst du deiner Blechdachrinne ein neues Aussehen verleihen, bist du bei der Dachdeckerei Liebhart an der richtigen Adresse. Hier bekommst du hochwertige und langanhaltende Blechanstriche in allen Farben.

Kontakt: Dachdeckerei Liebhart, 1230 Wien

Spenglerei Johann Angerer

Die Leistungen der Spenglerei Johann Angerer umfassen Fassadenverblechung und Blechdacheindeckungen aus mehr als 10 Metallarten in 20 Farben. Auch Dachrinnen in allen möglichen Formen und Erfordernissen installieren die Spengler an deinem Haus.

Kontakt: Spenglerei Johann Angerer, 6020 Innsbruck

Ing. Wilhelm Mader GmbH

Die Spenglerei in Salzburg montiert, erneuert oder repariert Dachrinnen aller Art. Neben Dachrinnen aus Blechen bieten sie auch Kupferdachrinnen an. Zudem kontrolliert und reinigt die Firma dein Dach und deine Dachrinne.

Kontakt: Ing. Wilhelm Mader GmbH, 5020 Salzburg

Profi-Spengler Holger Prawitsch

Die Spenglerei im Burgenland arbeitet mit verschiedensten Materialien. Hier bekommst du Dachrinnen aus verzinktem Stahlblech, Zink, Kupfer, Aluminium sowie Uginox (eine Chrom-Stahl Legierung mit verzinnter Oberfläche). Das am meisten verwendete Material für Dachrinnen der Firma Profi-Spengler sind Alu-Rinnen der Firma Prefa.

Kontakt: Profi-Spengler Holger Prawitsch, 7000 Eisenstadt

Hier findest du Spengler in deinem Bundesland:



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