Du möchtest deine Einfahrt pflastern? So geht es am besten! - HEROLD.at

Einfahrt pflastern: Kosten

Einfahrt pflastern kosten

Die Einfahrt pflastern ist keine leichte Aufgabe. Wir geben hilfreiche Tipps und zeigen, was Einfahrt pflastern kosten darf. Foto: Adobe Stock, (c) squirrel7707

Das Pflastern der Einfahrt gehört zu den letzten Baumaßnahmen, die nach Neubau oder Sanierung zu erledigen sind. Nachdem zunächst alle Energie auf den Innenbereich verwendet wurde, kommt irgendwann der Punkt, an dem du das matschige Ödland vor deiner Haustür nicht mehr ignorieren kannst. Wir verraten dir, wie du beim Pflastern der Einfahrt am besten vorgehst. Welche Arbeitsschritte notwendig und welche Materialien für Pflastersteine tauglich sind, erfährst du ebenso wie die zu erwartenden Kosten für die Pflasterung der Einfahrt.

Einfahrt pflastern: Welche Materialien eignen sich am besten?

Im Handel werden unterschiedliche Materialien angeboten, die sich für das Pflastern von Einfahrten eignen. Generell unterscheidet man zwischen Pflastersteinen aus Naturstein oder Beton und speziellen Pflastern wie etwa Klinkerpflastern oder Holzpflastern. Alle diese Materialien eignen sich hervorragend dazu, eine Einfahrt zu pflastern. Entscheidend ist vielmehr, dass die von dir ausgewählten Pflastersteine zur gesamten Gestaltung deines Hauses passen. So bietet sich zum Beispiel für Blockbohlenhäuser Natursteinpflaster an, während für das in deiner Lieblingsfarbe verputzte Haus aus Porenbetonsteinen eher ein Buntsteinpflaster aus Beton geeignet ist. Nicht zuletzt entscheidet auch dein Budget darüber, welches Pflaster für dich infrage kommt.

Pflastersteine: Materialien für die Hauseinfahrt

  • Natursteine
  • Beton und Betonsteine
  • Klinker- und Ziegel
  • Pflaster aus Holz

Tipp: Statt die Einfahrt mit Pflastersteinen zu bedecken, kannst du sie auch einfach asphaltieren lassen.

Welche Arbeitsschritte sind beim Pflastern einer Einfahrt durchzuführen?

Vom Erdaushub bis zur fertig gepflasterten Einfahrt kommen zahlreiche Arbeitsschritte auf dich zu. Diese sind nicht nur sehr zeitintensiv, sondern können zum Teil nur mittels Unterstützung durch schweres Gerät ausgeführt werden. Es lohnt sich daher, zu überlegen, ob du die Pflasterung nicht lieber einem professionellen Pflasterleger überlassen willst. Möchtest du die Ausführung tatsächlich selbst übernehmen, ist es wichtig, dass du deine handwerklichen Fähigkeiten richtig einzuschätzt. Der Zeit- und Organisationsaufwand für die Pflasterung der Einfahrt ist nicht zu unterschätzen.

Vom Unterbau bis zum Verlegemuster – die 5 wichtigsten Arbeitsschritte

  1. Erdaushub: Der erste Arbeitsschritt beim Einfahrtpflastern besteht im Ausheben des Erdbodens. Dies ist nötig, um den notwendigen stabilen Unterbau für das Pflaster schaffen zu können, ohne dabei den gesamten Aufbau zu erhöhen. Für den Erdaushub ist ein Minibagger unerlässlich, den du anmieten musst, wenn du die Einfahrt selbst pflasterst. Der anfallende Aushub muss zudem abgefahren werden. Hierfür benötigst du entweder einen Container, einen großen Autoanhänger oder aber du verlädst ihn direkt auf einen Kipper-LKW.
  2. Unterbau: Nach dem Aushub erfolgt der Schotter-Unterbau. Hierfür musst du dir Schotter liefern lassen, diesen gleichmäßig auf der zu pflasternden Fläche verteilen und anschließend mit einer Rüttelplatte gründlich verdichten. Das ist notwendig, um einen stabilen Unterbau für das Pflaster zu schaffen, sodass dieses sich später nicht absenkt oder anhebt, sondern eine dauerhaft ebene Fläche bildet.
  3. Splittbett: Auf dem Schotter wird schließlich das Splittbett ausgelegt. Der feine Splitt wird mithilfe von Richtlatten eben und mit etwas Gefälle in Richtung der Wasserablaufrichtung abgezogen. Das Splittbett ist unerlässlich für eine ebene Verlegung des Pflasters, da es Unebenheiten im Schotterunterbau ausgleicht.
  4. Verlegung: Nun folgt die Verlegung der Pflastersteine nach einem zuvor ausgewählten Verlegemuster. Sie kann in Abhängigkeit von der Art der verwendeten Pflastersteine und entsprechend deinen individuellen Vorlieben stark variieren.
  5. Verfugen: Letzter Arbeitsschritt beim Einfahrt pflastern ist das Verfugen. Hierbei wird entweder feiner Splitt oder Sand in die Fugen eingekehrt oder sie werden gleich dauerhaft mit geeigneten Materialien versiegelt.

Achtung: All diese Arbeitsschritte sind sehr zeitraubend und bergen einen hohen Arbeitsaufwand. Zudem erfordern sie eine optimale Planung, etwa bezüglich der Koordination der einzelnen Materiallieferungen. Professionelle Pflaster-Unternehmen sind an diese Art von Organisationsarbeit gewohnt und planen die Lieferungen zusammen mit ihren Lieferanten taggenau, sodass es nicht zu baulichen Verzögerungen kommt.

Was kostet es, eine Einfahrt pflastern zu lassen?

Der finanzielle Aufwand für die Pflasterung einer Einfahrt ist relativ hoch. Selbst für kleinere Einfahrten können Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro entstehen. Wenn du die Einfahrt selbst pflastern kannst, sparst du dir natürlich die Arbeitskosten, die ein Dienstleister berechnet. Du musst jedoch viel von deiner kostbaren Freizeit oder gar Urlaubstage für die Aktion einsetzen. Zudem wirst du aufgrund mangelnder Erfahrung wesentlich mehr Zeit für die Realisierung des Projekts benötigen als ein Profi-Pflasterleger und im Zweifel auch deutlich mehr Material-Verschnitt produzieren.

Profi-Arbeit: Was das Einfahrt pflastern kosten darf

Lässt du deine Einfahrt professionell pflastern, so variieren die Kosten je nach Art der von dir ausgesuchten Pflastersteine und der veranschlagten Arbeitszeit. Betonsteinpflaster kostet in qualitativ hochwertiger Ausführung etwa 20 Euro pro Quadratmeter. Allein für das Pflaster fallen für eine Einfahrt mit 30 Quadratmetern Fläche also Kosten in Höhe von ca. 600 Euro an. Zusammen mit den weiteren Materialkosten (Schotter, Splitt und Randsteine) und den Arbeitskosten entstehen für eine durchschnittliche Einfahrt Kosten in Höhe von etwa 3.000 Euro. Wählst du ein Natursteinpflaster, liegen die Kosten bereits bei rund 3.600 Euro. Auch Holz- und Spezialpflaster sind deutlich teurer als Betonsteine.

Tipp: Große Einfahrt am besten vom Profi pflastern lassen!

Möchtest du deine Einfahrt pflastern (lassen), ist auch deren Größe entscheidend. Das Verlegen von Pflastersteinen auf kleineren Flächen kannst du unter Umständen mit der Hilfe von Freunden und Familie recht schnell in Eigenregie bewältigen. Doch Einfahrten, die größer als 20 oder gar 30 Quadratmeter sind, solltest du in jedem Fall von einem spezialisierten Unternehmen pflastern lassen. Denn der Aufwand für Einfahrten dieser Größe ist schlicht zu hoch, um die Baumaßnahme in einer angemessenen Zeitspanne selbst zu stemmen.



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