Die besten Entkalkungsanlagen: 3 Methoden im Vergleich

Entkalkungsanlage

Entkalkungsanlagen verhindern Ablagerungen. Wir haben die drei besten Methoden untersucht. Foto: Adobe Stock, (c) Aycatcher

Kalk im Wasser kann Probleme bereiten. Immer mehr Menschen entschließen sich daher zur Anschaffung einer Entkalkungsanlage. In Gegenden mit sehr „hartem“ Wasser können Entkalkungsanlagen durchaus sinnvoll sein. HEROLD hat die unterschiedlichen Entkalkungsmethoden genauer unter die Lupe genommen. Sämtliche Infos zu den Vorteilen, Nachteilen und den Preisen einer Entkalkungsanlage sowie deren Installation erfährst du im Blogbeitrag.

Entkalkungsanlage: Wozu Wasser entkalken?

Ist kalkhaltiges Wasser ungesund?

Nein, kalkhaltiges Wasser ist nicht ungesund. Im Gegenteil, hartes Wasser liefert wichtige Mineralstoffe, wie beispielsweise Magnesium, die der Körper ohnehin benötigt. Generell kann festgehalten werden, dass österreichisches Leitungswasser, egal ob hart oder weich, in den meisten Fällen bedenkenlos getrunken werden kann. Ungesund ist kalkhaltiges Wasser lediglich für diverse Haushaltsgeräte. Denn Waschmaschinen leben länger mit weichem Wasser.

Ist kalkhaltiges Wasser ungesund

Kalkhaltiges Wasser ist nur für Haushaltsgeräte schädlich und kann bedenkenlos getrunken werden. Foto: Adobe Stock; (c) janvier

Schadet kalkhaltiges Wasser der Haut?

Ja, laut diversen Studien fördert kalkhaltiges Wasser die Bildung von Ekzemen auf der Haut. Die im kalkhaltigen Wasser zahlreich vorhandenen Mineralien trocknen die Haut aus und begünstigen so die Entstehung von Ekzemen. Da unsere Haut Feuchtigkeit und Fette benötigt um gesund und geschmeidig zu bleiben, lohnt es sich also, zu hartes Dusch- und Badewasser zu entkalken.

Was ist hartes Wasser?

Die Wasserhärte ist abhängig von seiner Konzentration an gelösten Mineralien wie Kalk. Der Hauptbestandteil von Kalk wiederum ist der Mineralstoff Kalzium, der unter anderem in Milch aber auch manchen Mineralwässern gehäuft vorkommt. Die Wasserversorgungsunternehmen in Österreich unterscheiden drei Härtestufen:

  • Weiches Wasser: 0 bis 10 °dH (deutscher Härte)
  • Mittelhartes Wasser: 10 bis 16 °dH
  • Hartes Wasser: über 16°dH

Ab welcher Wasserhärte brauche ich eine Enthärtungsanlage?

Je nach Verwendungszweck des Wassers entscheidet sich, welcher Härtegrad wünschenswert ist. Im Haushalt und Installationsbereich ist die Enthärtung des Wassers ab 13 °dH zumindest überlegenswert. Erst ab einer Wasserhärte von 18 °dH ist eine Wasserentkalkungsanlage definitiv zu empfehlen. Blumen und andere Pflanzen wachsen und gedeihen in der Regel bei weicherem Wasser besser, denn Regenwasser hat einen Härtegrad von fast 0 °dH.

Wie kann man Wasser entkalken?

Es gibt drei nennenswerte Methoden mit denen man Wasser entkalken kann. Foto: Adobe Stock; (c) Kadmy

Wie kann man Wasser entkalken?

Aktuell gibt es mit dem Ionentauscher, der Umkehrosmose und der Entkalkung mittels Impfkristallen, drei nennenswerte Methoden um das Wasser im Haushalt zu entkalken. In Gegenden mit weichem Wasser ist eine Entkalkungsanlage nicht notwendig. In Orten mit hartem Wasser, kann sich der Einbau einer Wasserentkalkungsanlage hingegen durchaus lohnen. Denn zu viel Kalk führt zu Ablagerungen und kann die Lebensdauer von Waschmaschinen und Geschirrspülern drastisch reduzieren. Bei einem Heißwasserboiler wiederum sorgt eine leichte Kalkschicht bereits zu wesentlich höheren Energiekosten.

Entkalkung mittels Ionentauscher

Die derzeit verbreitetste Entkalkungsmethode ist der Ionenaustauscher. Er arbeitet mit Hilfe eines Tauscherharzes, das dem Wasser die Kalzium- und Magnesium-Ionen entzieht und gegen Natrium-Ionen austauscht. Dabei gehen allerdings gesunde Mineralstoffe wie Magnesium verloren, während die Natriumbelastung erhöht wird.
Die Enthärtungsanlage mittels Ionentauscher wird direkt in die Wasserversorgung im Haus integriert und kostet für Einfamilienhäuser zwischen 1.000 und 2.500 Euro. Da sich das Tauscherharz regelmäßig regenerieren und mit Regeneriersalz aufgefrischt werden muss, kommen monatlich noch rund fünf bis zehn Euro an zusätzlichen Kosten hinzu. Weil während der Regenerationszeit kein enthärtetes Wasser zur Verfügung steht, wird oftmals eine Doppelanlage eingebaut, die automatisch in Betrieb geht, wenn sich ein Tauscherharz regeneriert.

Wasserentkalkung durch Umkehrosmose

Eine weitere Möglichkeit der Wasseraufbereitung ist die sogenannte Umkehrosmose. Dabei wird Wasser unter hohem Druck durch eine Membran gepresst. Während die Wassermoleküle die Membran durchqueren können, bleiben größere Partikel wie Keime, Schwermetalle und Mineralstoffe hängen. Die Umkehrosmose liefert eine mit Destillation vergleichbare Wasserqualität, es handelt sich dabei allerdings nicht um richtige Destillation. Kleine Anlagen, die direkt für den Einbau unter der Spüle ausgelegt sind, sind bereits für einen Preis von rund 100 Euro erhältlich. Da das Wasser mit hohem Druck durch die Membran gepresst werden muss, erhöht sich allerdings der Wasserverbrauch im Haushalt. Um ein Liter gefiltertes Wasser zu erhalten, werden rund drei Liter Leitungswasser benötigt. Ein weiterer kleiner Nachteil ist, dass manche Membranen anfällig für Keime sind und man sie regelmäßig reinigen oder wechseln muss.

Wasseraufbereitung mit Hilfe von Impfkristallen

Eine andere Möglichkeit um kalkhaltiges Wasser für Haushaltsgeräte aufzubereiten ist die Bildung von sogenannten Impfkristallen. Im Gegensatz zu anderen physikalischen Behandlungsmethoden wie magnetischen Entkalkern mit magnetischen Feldern, ist die Wirkung von Impfkristallen nachgewiesen. Der mit dieser Methode auskristallisierte Kalk, setzt sich nicht mehr an Oberflächen fest, sondern landet im Abwasser. Die Kosten eines Impfkristall-Katalysators betragen je nach Modell zwischen 200 und 800 Euro.

Was kostet eine Entkalkungsanlage?

Der Preis für Entkalkungsanlagen ist in erster Linie von der Entkalkungsmethode abhängig. Die Umkehrosmose ist in der Regel die günstigste Entkalkungsart. Nur unwesentlich teurer ist das Wasser entkalken mittels Impfkristall-Katalysator. Bei einem Ionentauscher muss man hingegen mit erheblichen Kosten rechnen. Hier die geschätzten Kosten noch einmal im Vergleich:

Entkalkungs-Methode Preis
Ionentauscher 1.000 – 2.500 EUR
Umkehrosmose 100 – 500 EUR
Impfkristall-Katalysator 200 – 800 EUR

Entkalkungsanlagen installieren lassen

Doch wer baut Entkalkungsanlagen ein? Mit etwas handwerklichem Geschick können manche Entkalkungsanlagen sogar selbstständig eingebaut werden. Bei größeren Anlagen, wie zum Beispiel dem Ionentauscher, empfiehlt sich allerdings ein Fachmann für die professionelle und sichere Installation. Hier die besten Installateure für Wasseraufbereitungsanlagen deiner Region im Überblick.



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