Glasfaserkabel: High-Speed Surfen dank Lichtwellenleiter

Glasfaserkabel

Glasfaserkabel sowie Lichtwellenleiter ermöglichen eine schnellere Datenübertragung. Foto: Adobe Stock; (c) psdesign1

Das Glasfaserkabel erobert ganz Österreich. Immer mehr Haushalte setzen auf die Technik der Lichtwellenleiter und beschleunigen damit ihre Datenübertragung. Bis zu 1000 MBit/s können mittlerweile mit Hilfe von Glasfaserkabeln erreicht werden. In unserem Ratgeber informieren wir dich über den neuesten Stand der Technik.

Wie funktioniert ein Glasfaserkabel?

Lichtwellenleiter – auch Lichtwellenkabel genannt – sind Leitungen zur Übertragung lichtbasierender Daten. Im Gegensatz zu Kupferkabeln erfolgt die Datenübertragung dabei nicht durch Elektronen sondern durch Licht. Die Übertragung des Lichts wird entweder durch Kunststofffasern (polymere optische Fasern) oder durch Quarzglasfasern (Glasfaserkabel) realisiert.

Um elektronische Geräte mit Glasfaserkabeln kombinieren zu können, müssen die elektronischen Signale zunächst in Lichtsignale umgewandelt werden. Die Lichtsignale werden anschließend durch die Glasfaser geleitet und auf der anderen Seite wieder in elektronische Signale oder Schallwellen umgewandelt. Aufgrund des physikalischen Phänomens der sogenannten Totaleflexion, bleiben die Lichtsignale in der Glasfaser und können sich in Faserrichtung nahezu uneingeschränkt ausbreiten.

Lichtwellenleiter

Konfektionierte Glasfaserkabel. Foto: Adobe Stock; (c) psdesign1

Die Vorteile des Glasfaserkabels gegenüber dem Kupferkabel

Der mit Abstand größte Vorteil des Glasfaserkabels gegenüber dem Kupferkabel liegt in der (nicht von Entfernung eingeschränkten) Geschwindigkeit der Datenübermittlung. Während Kupferkabel bereits bei Distanzen von rund 100 Metern an ihre Grenzen stoßen, erreichen Glasfaserkabel diese erst bei etwa 80 Kilometern. Selbst über Distanzen von diesem Ausmaß sind kaum nennenswerte Geschwindigkeitsverluste zu verzeichnen. Des weiteren überzeugen Glasfaserkabel mit ihrer Unanfälligkeit gegenüber elektromagnetischen Störeinflüssen. Licht muss zudem keinen Widerstand überwinden und ist aufgrund der unterschiedlichen Wellenlängen im Farbspektrum unbegrenzt erweiterbar.

Anmerkung: Derzeit eignen sich Glasfaserkabel in der Telekommunikation für Breitband-Internet, Festnetz, vernetzte Computer sowie IPTV.

Die Vorteile im Überblick

  • höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 1000 MBit/s (in Österreich liegt die Grenze aktuell noch bei 300 Mbit/s)
  • keine Geschwindigkeitsverluste bei großen Entfernungen
  • unanfällig gegenüber elektromagnetischen Störfaktoren
  • kann parallel mit der Elektroinstallation verlegt werden
  • strahlungsfrei
  • einfachere Verlegung aufgrund geringeren Durchmessers (1,5 – 2,2 Millimeter)

Kein Vorteil ohne Nachteil – hohe Anschaffungskosten

Technisch sind Glasfaserkabel ihren Pendants aus Kupfer in allen Belangen überlegen. Dennoch darf ein gravierender Nachteil nicht verschwiegen werden: die hohen Anschaffungskosten. Mit Kosten zwischen 1000 und 2000 Euro muss man durchschnittlich rechnen, um einen einzelnen Haushalt (FTTH) an das Glasfasernetz anzuschließen. Über die genauen Preise für den Anschluss ans Glasfasernetz informiert dich ein Experte für Glasfasertechnik.

Was bedeutet FTTH?

FTTH ist die Abkürzung für Fiber To The Home und gleichbedeutend mit der Verlegung von Glasfaserkabeln bis in die eigenen vier Wände. Diese gestaltet sich oftmals schwierig, da einerseits der Hauseigentümer die Verlegung gestatten muss und andererseits meistens keine Leerrohre vorhanden sind, über die man die Glasfaserkabeln verlegen könnte. Deshalb kommt ein direkter Glasfaser-Anschluss heute häufig nur bei Kernsanierungen oder kompletten Neubauten zum Einsatz. Eine Alternative stellen zudem alte, nicht mehr verwendete Kaminschächte dar, über die die Glasfaserkabel verlegt werden können.

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