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Nagelpilz behandeln: Was hilft wirklich?

Nagelpilz behandeln

Barfußlaufen reduziert das Infektionsrisiko für Nagelpilz. Bereits Erkrankte sollten den Nagelpilz behandeln lassen. Foto: Adobe Stock; (c) Oleksandr Shevchenko

Nagelpilz kann unangenehm und vor allem sehr hartnäckig sein. In Westeuropa leiden mittlerweile bis zu 20% an dieser Erkrankung der Nägel. Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr an Nagelpilz zu erkranken. Bei uns erfährst du nicht nur, wie du Nagelpilz vorbeugen kannst, sondern auch, was gegen Nagelpilz wirklich hilft.

Was tun bei Nagelpilz? Was hilft wirklich?

Nagelpilz ist grundsätzlich keine gesundheitsgefährdende Erkrankung, allerdings eine recht hartnäckige. Je früher Nagelpilz erkannt und behandelt wird, desto schneller kann man ihn wieder beseitigen. Daher lohnt es sich, bei ersten Anzeichen eine genaue Diagnose beim Hausarzt oder (noch besser) beim Hautarzt einzuholen und den Nagelpilz behandeln zu lassen.

Nagelpilz behandeln: Mögliche Therapieformen

Bei der Behandlung von Nagelpilz stehen im Wesentlichen vier verschiedene Methoden zur Verfügung

  1. Lokale Behandlung der Nägel
  2. Systemische Behandlung der Nägel
  3. Photodynamische Therapie der Nägel
  4. Lasertherapie

Lokale Behandlung bei Nagelpilz

Die lokale (topische) Therapieform erfolgt meist mit Nagellacken oder Lösungen, die auf die befallene Stelle aufgetragen werden. Sie ist als alleinige Therapieform allerdings meistens nur dann wirksam, wenn die befallene Stelle nur sehr kleinflächig ist. Als Nebenwirkungen einer lokalen Therapie sind Juckreiz sowie Schwellungen und Brennen der Haut um den Nagel herum bekannt. Salben und Nagellacke zur lokalen Therapie kannst du aber teilweise auch rezeptfrei in der Apotheke kaufen.

Systemische Behandlung von Nagelpilz

Die systemische Therapie kommt dann zum Einsatz, wenn die Erkrankung schon weiter fortgeschritten ist und mit der lokalen Therapie nicht mehr in den Griff zu bekommen ist. Mit der systemischen Behandlung sind Medikamente (Tabletten und Kapseln, sogenannte orale Antimykotika) gemeint, die innerlich auf den Nagelpilz wirken. Eine systemische Behandlung muss stets vom Arzt verordnet werden und ist nicht rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Photodynamische Behandlung

Eine umstrittene Therapieform bei Nagelpilz ist die photodynamische Behandlung. Umstritten deshalb, weil sich ihr Behandlungserfolg bislang sehr in Grenzen hält. Bei der photodynamischen Therapie wird auf den befallenen Nagel 5-Aminolävulinsäure oder Methyl-Amino-Oxo-Pentanoat aufgetragen und anschließend mit Rotlicht bestrahlt. Die beiden Stoffe wirken als sogenannte Photosensibilisatoren. Bei ihrer Bestrahlung bildet sich ein aggressiver Sauerstoff, der den Pilz schädigen soll.

Laserbestrahlung

Eine neue Behandlungsmethode, deren Wirkung gerade in mehreren Studien überprüft wird, ist die Laserbestrahlung. Immer mehr Hautärzte haben die Laserbehandlung mittlerweile in ihrem Portfolio. Wenn eine systemische Behandlung aufgrund von Allergien und Unverträglichkeiten nicht möglich ist, kann die Laserbestrahlung die Erfolgschancen der lokalen Behandlung zumindest erhöhen.

Nagelpilz behandeln mit Hausmitteln

Eigentlich ist mit Nagelpilz nicht zu Spaßen und eine richtige Therapie daher ratsam. Zwei Hausmittel zum selbst Anwenden möchte ich dir trotzdem vorstellen: Essig und Teebaumöl. Essig ist ein altbekanntes natürliches Fungizid, das gegen sämtliche Pilzarten wirkt. Eine spezielle Säure im Essig sorgt dafür, dass der Pilz abstirbt. Teebaumöl kannst du ebenfalls als Hausmittel gegen Nagelpilz ausprobieren. Der große Vorteil an Teebaumöl ist, dass bisher keine Nebenwirkungen bekannt sind. Frei nach den Motto: Hilft’s nix, schadet’s nix. Sollte nach ein paar Tagen keine Besserung eintreten, ist der Gang zum Arzt aber unerlässlich.

Nagelpilz vorbeugen

Regelmäßige Fußpflege ist hilfreich, um Nagelpilz vorzubeugen. Foto: Adobe Stock; (c) sabine hürdler

Wie entsteht Nagelpilz und wie kann man ihm vorbeugen?

Die häufigsten Fußpilzerreger halten sich überwiegend in feuchter und warmer Umgebung auf. Typische Orte, an denen man einen Fußpilz aufschnappt, sind beispielsweise Duschen, die von mehreren Menschen genutzt werden. Ein Nagelpilz entsteht, wenn die umgebende Haut mit Fußpilz befallen ist und dieser langsam von außen nach innen in das Nagelbett vordringt. Die Nagelplatte wird dabei angehoben und verfärbt sich deutlich gelblich. Deshalb entsteht ein Nagelpilz der Zehennägel meist aufgrund eines über längeren Zeitraum unbehandelten Fußpilzes. Fingernagelpilz hingegen resultiert meist aus einer Infektion der Zähennägel.

Um Fußpilz und anderen Pilzinfektionen der Haut vorzubeugen ist es unerlässlich, Haut und Nägel trocken zu halten. Deshalb empfiehlt es sich, folgende Maßnahmen zu beherzigen:

  • Straßenschuhe zuhause ausziehen (wenn möglich auch am Arbeitsplatz)
  • Schuhe aus den Materialien Leder, Baumwolle oder Flachs tragen
  • Schuhe regelmäßig wechseln und zu enge Schuhe vermeiden
  • Socken täglich wechseln und mit 60° C waschen
  • das Tragen und Verwenden fremder Schuhe und Handtücher vermeiden
  • Nasse Füße gut abtrocknen – auch die Zehenzwischenräume
  • regelmäßige Fußpflege
  • Nagelscheren & -feilen, vor Gebrauch gründlich reinigen
  • möglichst gesund ernähren und leben

Außerdem ist es ratsam, sämtliche Orte zu vermeiden, an denen sich Pilzsporen vermehrt aufhalten. Dazu gehören unter anderem Schwimmbäder, Umkleidekabinen und Duschen. An diesen Orten solltest du möglichst nicht barfuß laufen, sondern Sandalen, Flip-Flops oder Schlapfen tragen. Auch sogenannte Fußduschen in Schwimmbädern solltest du meiden. Denn Desinfektionsmittel wirken nicht gegen Pilzsporen, greifen aber die natürlich schützende Fettschicht der Haut an.

Nagelpilz: Fußpflege oder Arzt?

Bei Nagelpilz ist eindeutig der Arzt der richtige Ansprechpartner. Sobald der Nagel- und Fußpilz erfolgreich bekämpft wurde, ist eine professionelle Fußpflege als Vorbeugemaßnahme gegen neuerlichen Befall jedoch äußerst sinnvoll.

Tipp: In dieser Liste findest du die besten Fußpflegestudios in Wien.

Nagelpilz – welcher Arzt sollte kontaktiert werden?

Bei ersten Anzeichen eines Nagelpilzes solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen und den Pilz behandeln lassen. Dazu eignet sich zwar auch der Hausarzt, der richtige Experte für sämtliche Pilzerkrankungen von Haut und Nägeln ist allerdings der Hautarzt. Auf herold.at findest du die besten Hautärzte in deiner Gegend, nach Kundenzufriedenheit sortiert.

Hier findest du gute Fußpflegesalons zur Verbeugung gegen Nagelpilz:



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