Abzweigdose installieren und verdrahten

Abzweigdose verdrahten und anschließen

Abzweigdosen anschließen. installieren und verdrahten gehört in die Hände eines Fachmanns. Foto: Adobe Stock; (c) Leonardo Franko

Die Abzweigdose ist auch als Verbindungsdose, Geräteeinbaudose oder Verteilerdose bekannt. Es handelt sich um eine Dose, die bei Elektroinstallationen zum Einsatz kommt. In ihr werden mehrere elektrische Leitungen zusammengeführt und verdrahtet. Beispielsweise können die Leitungen von Leuchten und Steckdosen zusammenlaufen. Die fest installierten Verbraucher können nach dem ausgewählten Prinzip miteinander verbunden werden. Übliche Schaltungen sind die Ausschaltung, die Kreuzschaltung und die Tasterschaltung. Verteilerkästen und Klemmkästen erfüllen eine ähnliche Aufgabe, bieten jedoch wesentlich mehr Platz.

Wo werden Abzweigdosen eingesetzt?

Um für alle Einsatzgebiete die ideale Lösung zur Hand zu haben, werden die Abzweigdosen in verschiedenen Ausführungen angeboten. Es stehen beispielsweise Hohlwandausführungen, Aufputzvarianten und Unterputzdosen zur Verfügung. Bei der Installation in Feuchträumen kommen bevorzugt Aufputz-Dosen zum Einsatz. Die gleiche Empfehlung gilt für Kellerräume und Außenanlagen, denn dann ist die Abzweigdose wasserdicht. Für Wohnräume werden meistens Unterputz-Abzweigdosen ausgewählt. Oftmals bringt der Elektriker die Abzweigdosen im Innenbereich in Deckennähe an.

Aus welchen Materialien bestehen die Abzweigdosen?

Moderne Abzweigdosen für die Hausinstallation werden aus Thermoplast hergestellt, welcher flammhemmend ist. In der Vergangenheit kamen alternativ auch mit Teerpappe ausgekleidetes Blech oder Bekalit zum Einsatz. An Aufputz-Dosen für Feuchträume sind Gummimuffen angebracht. Die Gummimuffen dienen der Aufnahme der Kabelmäntel. Wird die Abzweigdose in besonders strapazierten Bereichen eingesetzt, kann Aluminium-Druckguss als Material vorteilhaft sein.

Abzweigdose verdrahten und anschließen

Abzweigdosen kosten normalerweise nur wenige Cent. Das Verdrahten der Abzweigdose solltest du im Zweifelsfall lieber einen Elektriker machen lassen. Foto: Adobe Stock; (c) alotofpeople

Presshülsen bei der Nutzung von Abzweigdosen

Die Leiter in der Abzweigdose können mittels Presshülsen verbunden sein. Weil in der Vergangenheit die Leitungen aus Aluminium bestanden, galten Pressverbindungen als besonders zuverlässig. In der heutigen Zeit gelten Aluminium-Leitungen als problembehaftet. Sie verfügen auf der einen Seite über einen guten Brandschutz, was als ein großer Vorteil erachtet wird. Auf der anderen Seite dürfen die Leitungen nicht mit den klassischen Klemmsteinen verbunden werden.

Früher wurden spezielle Klemmsteine angeboten, die für Aluminium-Leitungen konzipiert waren. Sie besaßen einen niedrigen Klemmdruck. Der Nachteil dieser Klemmsteine war die geringere Zuverlässigkeit. Um diese Nachteile zu überwinden, werden heutzutage keine Aluminiumleiter mehr eingesetzt. Um das gemischte Verpressen zu ermöglichen, stehen spezielle Presshülsen zur Verfügung, welche für die Kombination aus Kupferleitungen und Aluminium-Leitungen geeignet sind.

Wie teuer sind Abzweigdosen?

Die Abzweigdosen werden für wenige Cent bis wenige Euro angeboten. Bei der Installation ist nicht der Materialpreis entscheidend, sondern die Arbeitszeiten führen zu den ausschlaggebenden Kosten. Eine Feuchtraum-Abzweigdose ist schließlich bereits für 1 Euro erhältlich. Da die Installation einem Fachbetrieb überlassen werden sollte, musst du die Arbeitskosten addieren. Der Stundenlohn für einen Elektriker beträgt rund 50 bis 100 Euro. In der Regel wird nicht nur eine Dose angebracht, sondern die Installation erfolgt im Rahmen der Elektroinstallation des Hauses. Abzweigdosen können in einzelnen Räumen,aber auch nachträglich bei einer Modernisierung gesetzt werden.

Wie wichtig ist die Qualität der Abzweigdosen?

Du solltest Abzweigdosen ausschließlich von zertifizierten Fachbetrieben kaufen. Die Preisunterschiede sind gering, die Qualität kann jedoch durch durchdachte Auswahl erhöht werden. Die Elektroinstallation ist eine sicherheitsrelevante Aufgabe, da es immer wieder zu Bränden aufgrund von fehlerhaften Installationen kommt. Eine Anbringung in Eigenregie ist daher im Bereich der Montage von Abzweigdosen nicht zu empfehlen. Vielmehr ist auch hier der Fachmann vorzuziehen.

Muss ich die Abzweigdose warten lassen?

Die Elektroinstallation im Haus sollte mindestens einmal pro Jahr gewartet werden. Die Wartung wird von einem zertifizierten Fachbetrieb vorgenommen. Sie stellt sicher, dass Schäden möglichst frühzeitig erkannt werden. Dem Ausfall des Systems sowie der Brandgefahr wird dadurch effektiv vorgebeugt. Die Wartung verursacht Kosten von rund 100 bis 300 Euro, abhängig von der Größe des Hauses und der Gestaltung der Elektroinstallation.

Was muss ich bei der Planung der Elektroinstallation beachten?

Die erste Frage bei der Planung der Elektroinstallation betrifft die Art und die Anzahl der zu installierenden Geräte und Dosen. In jedem Raum sollte mindestens eine Deckenlampe vorhanden sein. Zudem sollten in einem 20 m² großen Raum mindestens 16 Steckdosen vorhanden sein. Es ist nur schwer möglich, im Nachhinein weitere Steckdosen einzubauen, da die Anzahl und die Belastung der Stromkreise bei der Erstinstallation festgelegt werden.

Zunächst fertigst du einen Lageplan an, aus welchem die Positionen der Steckdosen und der Geräte ersichtlich sind. Anschließend wird ermittelt, wo sich Abzweigboxen befinden müssen. Die Kabelführung sollte nach empfohlenen Prinzipien erfolgen. Beispielsweise verlaufen die Kabel über Steckdosen senkrecht nach oben. Zudem sollten Elektrokabel grundsätzlich nur senkrecht oder waagerecht verlaufen.

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