Hier gibt's den besten Cheesecake in Wien - HEROLD.at

Den besten Cheesecake der Welt kriegst du in Wien. Kein Käse!

Cheesecake Wien

Finde heraus, wo es in Wien den besten Cheesecake gibt. Foto: Adobe Stock, (c) mizina

Es gibt Orte und Städte, die sind fest mit einer bestimmten Süßspeise verbunden: Salzburg mit Nockerl, Linz mit Torte, Wien mit Sachertorte so wie New York City mit Cheesecake. Tatsächlich gibt es aber auch phantastischen Cheesecake in Wien!

Nach Burger und Pastrami musste es einfach mal ein Dessert sein. In die ewige Diskussion, ob der Demel oder das Sacher die beste Torte machen, hüte ich mich vor Einmischung. Aber ich habe mich über mehrere Monate hinweg durch Wien getestet.

Was ist ein Cheesecake eigentlich?

In den Molkereien New Yorks wurde angeblich 1876 ein spezieller Frischkäse entwickelt, der dann in den 1920er Jahren via Delis zum süßen Snack verarbeitet seinen Siegeszug letztlich rund um die ganze Welt antrat. In New York verwendet man Doppelrahmkäse. Dass der Kuchen aus einem Teigboden aus Keksbröseln plus Füllung besteht, dass ein Haufen Zucker und Eier drin sind, bestreitet sicher niemand. Aber den ganzen Rest: Vanille oder Zitrone, Boden vorgebacken oder nicht und vor allem, ob die Masse nur pochiert wird oder ganz durchgebacken?

Sicher ist, Käsekuchen ist etwas anderes und Topfentorte auch, die schmecken aber trotzdem wunderbar. Wer den original New York Style will, muss Doppelrahmfrischkäse nehmen und nicht Ricotta oder Topfen. Aber ich wollte jetzt mal nicht so streng sein bei der Verkostung der in Wien angebotenen Variationen. Apropos:

Cheesecake in Wien

Cheesecake mit Brownieboden, 12 munchies, Foto (c) Andrea Pickl – HEROLD.at

Gibt es verschiedene Cheesecakes?

Streng genommen nicht, aber wer will der Phantasie Grenzen setzen? Sicher niemand, der einmal in den USA in der Cheesecake Factory war. Wenn wir uns alle ganz fest eine Filiale in Österreich wünschen, wird es vielleicht wahr. Man kann der Kreativität freien Lauf lassen und sich Untersützung aus der Buchhandlung holen: Dr. Oetker hat ein ganzes Kochbuch ausschließlich mit Rezepten zu diesem einen Kuchentyp herausgegeben. Für die Demonstration der unfassbaren Variationsbreite kommen hier ein paar Beispiele, wobei die erwähnten Restaurants auf jeden Fall einen Besuch wert sind, falls sie jemand noch nicht kennen sollte:

  • mit Oreo
    Die zur Zubereitung nötigen Kekse gibt es im Lebensmittelhandel. Ja, das sind die schwarz-weißen aus der Werbung. Die kommen in den Boden. Wer fertig genießen will, findet diese Spielart gar nicht so selten auf Speisekarten, zum Beispiel am Opernring im said the butcher to the cow.
    said the butcher to the cow, 1010 Wien
  • mit Lavendel
    Eine sehr raffinierte Idee, noch eine herbe Geschmacksnote einzuführen! Sieht man hin und wieder beim genialen Italiener Wetter am Yppenplatz. Hier kocht ein Schweizer Italienisch, dass es eine Freud ist. Eines meiner Lieblingslokale.
    Wetter, 1160 Wien
  • mit Matcha
    Es gibt nichts, wo man nicht Matcha hineingeben kann! Die kleine, authentische Teestube hat es jedenfalls getan. Den klassisch japanischen Süßspeisen kann ich nicht so viel abgewinnen.
    Cha No Ma, 1040 Wien
  • mit Brownies
    Wow, das klingt richtig unbescheiden: zwei Kuchen kombiniert. Ich finde den im 12 munchies beim Aumannplatz am besten! Die entzückende Konditorei ist winzig, hat aber einen Schanigarten. Hier wird alles mit Liebe und Leidenschaft gemacht.
    12 munchies, 1180 Wien
  • als Lemoncheesecake
    Das kennen wir geschmacklich aus der österreichischen Mehlspeisküche. Ist irgendwo Topfen drin, kann auch die abgeriebenen Zitronenschale nicht weit sein. Also ich mag das. Kommt öfter vor, als man glaubt. Das P.O.C. gehört zu den Urgesteinen der neuen Kaffehäuser: third wave, fair und hip. Immer nette Menschen dort.
    P.O.C., Peopleon Caffein, 1080 Wien
  • als Beerentraum: Strawberry, Rasberry, Blueberry
    Auch diese Kombination drängt sich fast auf. Ich hatte eine wahrhaft gewaltige Portion, die man definitiv allein nicht schafft. Die Früchte bildeten quasi die Beilage, anderswo werden diese oft auch mitgebacken. Das Lokal hat sich auch kulinarisch zu einem super Treffpunkt auf der Freyung entwickelt.
    Stadtcafé, 1010 Wien
  • mit Karamel
    Das halte ich nicht aus. Wenn über eine Kalorienbombe dann auch noch Karamel gegossen wird, ist mit das einfach zu süß. Das geht für mich nur bei  Crème brûlée.
Cheesecake in Wien

Cheesecake im Stadtcafe – Foto (c) Claudia Busser – HEROLD.at

Was tun, wenn der Cheesecake zum Problem wird?

Fett und Zucker gehören zusammen wie Hüftgold und Lovehandles. Bevor man von Sashimi übergewichtig wird, kriegt man vorher eine Eiweißvergiftung. Bei Kuchen ist das anders, davon kann man unglaublich viel verdrücken. Also dieser Test war für meine Personenwaage echt hart. Gottseidank haben Test- und Vielesser wie ich Kleidungstücke in mehreren Konfektionsgrößen im Schrank. Aber ich gestehe es gleich, alle Cheescakes der Stadt habe nicht einmal ich geschafft.

Abgesehen von der Gewichtszunahme gibt es noch zwei Probleme. Problem 1: Allzu viel, tut nicht gut. Für manche kann sogar ein Stück eines zu viel sein. Ein essentieller Bestandteil ist Cream Cheese, also ein Milchprodukt. Laktose. Das absolute Böse, nein, das relative, aber schlimm genug. Problem 2: Auch Mehl ist drin, bei Glutenunvertäglichkeit ein No-Go.
Doch es gibt einen Ausweg. Zugegeben, außer Haus wird es schwierig. DIY ist die Devise, denn laktosefreien Topfen haben viele Lebensmittelgeschäfte und der HEROLD hat ein Rezept für dich, das garantiert funktioniert. Tatsächlich ist es von meiner Freundin aus Volksschulzeiten. Heute ist sie HNO- und TCM – Ärztin, aber das ist eine andere Geschichte. Danke, liebe Bettina!

Das beste Cheesecake Rezept – die Wiener Variation:

  • Mürbteig:
    150g Mehl, glutenfrei, wenn nötig
    100g Butter
    1 Ei
    50g Zucker
  • Fülle:
    250 g 20% Topfen, laktosefrei, wenn nötig
    250 g Butter
    250 g Zucker, eventuell etwas weniger!
    3 Eier
    ½ Packung Vanillepuddingpulver
    ½ Packung Vanillezucker
    Saft einer ½ Zitrone inklusive Schale
    1 Kaffeelöffel Gries

Mürbteig: Mehl, Ei, Zucker und zerbröselte Butter kneten und in Folie im Kühlschrank 30 min rasten lassen.
Fülle: Topfen, Hälfte des Zuckers, Vanillezucker, Dotter und Puddingpulver gemeinsam gut abrühren, Zitronenschale und Saft unterrühren, dann zerlassene, überkühlte Butter einrühren! Den Schnee schlagen, mit dem restlichem Zucker fertig schlagen! Die Hälfte des Schnees und den Gries unter die Topfenmasse unterrühren und dann den restlichen Schnee unterziehen!

Mürbteig ausrollen und in einen ca. 24 cm gestaubte Tortenform mit ca. 2 cm Rand einlegen, Topfenfülle einfüllen und in das auf 200 °C (Ober- und Unterhitze) vorgeheizte Backrohr einschieben und ca. 10 min bei leicht geöffnetem Backrohr backen! Dann Backrohr auf 170° C zurückschalten und Käsekuchen noch ca. 60 min backen! Wenn die Oberfläche dunkel zu werden beginnt, mit Alufolie abdecken.

Der Youtube Vorschlag mit dem Rezept aus nur drei Zutaten, beschreibt in Wirklichkeit ein Soufflé übrigens. Wem jemals eines sitzengeblieben oder zusammengefallen ist, der weiß: Es ist kompliziert … Außerdem, wenn wir jetzt einmal ganz offen reden können: Sowohl ein zu luftiger, duftiger, als auch ein zu dichter, fester Cheesecake fühlen sich einfach falsch an.

Cheesecake in Wien

Die Produktion im Hotel Ritz-Carlton, Wien, Foto (c) The Hotel Ritz-Carlton, Vienna

Kann ich Cheesecake in Wien auch irgendwo bestellen und wie lange hält er dann?

Grundsätzlich schon, aber es ist ein bisschen wie mit Pizza. Transport schadet der Qualität. Wer es dennoch nicht lassen kann, kann über eines der zahlreichen Lieferservices, die teilweise mit Restaurants zusammenarbeiten, natürlich auch Nachspeisen bestellen. Ich würde zuerst mal bei foodora nachsehen.
Ohne Kühlung hält die Süßigkeit nur einen Tag. Im Kühlschrank gelagert kann man sie drei bis vier Tage lang genießen, sollte aber darauf achten, dass der Kuchen möglichst aromageschützt verstaut ist. Kühlschrankgerüche schmecken nicht.
Fazit: Man kann, aber ich würde es einfach nicht tun.

Wo kriege ich den besten Cheesecake in Wien?

Es gibt ihn auch dort, wo man ihn niemals vermuten würde! Als Inbegriff eines waschechten New Yorkers ist so ein köstlicher Kuchen eben international unterwegs, ein kulinarischer Globetrotter, ein Jetsetter des exzellenten Geschmacks. Aus purer Neugier und eben solchem Zufall, fand ich ihn beim Italiener und beim Franzosen. Was lernen wir daraus? Das Gute liegt oft näher als man denkt und die Herkunft ist nicht von Bedeutung. Natürlich gibt es ihn dort, wo es auch Burger und Steak gibt, das ist logisch. Und in Konditoreien und allen Arten von Kuchen-Shops. Die meisten sind köstlich, aber nur, wenn das Lokal selbst gebacken hat. Ja, sowas kann man auch im großen Stil zukaufen als Restaurant, ich sag’s nur. Weil die Fülle des Angebots in dieser Stadt so groß ist, gibt es sehr viele ex aequo Plätze. Hier kommt die versprochene Liste, das ultimative Ranking!

Platz 5

Der gehört den Veganern. Wie mutig ein Gericht nachzubauen, das im Wesentlichen aus tierischen Bestandteilen gemacht wird. Die Optik ist meist nicht so toll, die Fülle oft ein wenig zu fest, aber geschmacklich sind diese tierisch korrekten Kopien überraschend gut. Veganer dieser Welt, ich sage Euch, ihr müsst nicht auf den Genuss aus dem Big Apple verzichten!
  • Deli Bluem
    Helle Räume, freundliche Menschen, gutes Essen und in der „Filiale“ im Volkskundemuseum isst man in einem der schönsten, romantischsten Gärten überhaupt.
    Deli Bluem, 1080 Wien
  • Dancing Shiva
    Shop und Kaffehaus vorne, hinten Restaurant samt Innenhofgarten – es lohnt sich alle Bereich zu erkunden! Alles, was mit Superfood und Raw Food zu tun hat, findet man hier. Sehr entspannte Atmosphäre und freundliches Service.
    Dancing Shiva, 1070 Wien
  • Brass Monkey
    Nicht nur am am veganen Montag ein sehr charmantes Platzerl für eine süße Pause in der Gumpendorferstraße. Hier werden Cupcakes, entzückende Torte und wirklich ansprechender Kaffee geboten. Muss man gesehen haben.
    Brass Monkey, 1060 Wien
  • Swing Kitchen
    Die veganen Burger sind entgegen all meiner Skepsis hervorragend. Hippes Lokal, viele junge Gäste. Fastfood kann auch gesund und wohlschmeckend sein.
    Swing Kitchen, 1040, 1070 Wien, 1080 Wien

 

Cheesecake in Wien

Cheescake hinter Nougatbombe in der Swing Kitchen, Foto (c) Swing Kitchen

Platz 4

Hier kommen zehn wunderbare Beispiele, die die klassische oder fancy Interpretation anbieten. Hier zu sagen, wer es besser oder noch besser macht, ist schlicht unmöglich. Kostet Euch durch!

  • Fett und Zucker
    Genau, darum geht es: plus pures Glück. Dass die Chefin Grafikerin war, sieht man am lässigen Lokal. Manches im Angebot ist vegan, alles zumindest vegetarisch, deswegen steht es auch in dieser Liste und nicht oben.
    Fett und Zucker, 1020 Wien
  • rori’s finest sweets
    Das Mekka aller Naschkatzen in Margareten und eine echte Patisserie. Ich muss immer wegschauen, wenn ich vorbeigehe, sonst bin ich verloren!
    rori’s finest sweets, 1050 Wien
  • Edison
    Das im Stil ein wenig an amerikanische Delis angelehnte Lokal huldigt natürlich auch auf der Speisekarte den USA. Sehr beliebtes Lokal für entspannte Treffen mit einem oder mehreren Freunden.
    Edison, 1090 Wien
  • Coffee Pirates
    Die Piraten haben sich vergrößert und das Lokal vom leider gescheiterten Indoor-Würstlstand Bitzinger geentert. Jetzt ist es ein Pop Up mit Third Wave Coffee und verführerischen Kuchen. Das geht sicher auf der Währingerstraße!
    Coffee Pirates, 1090 Wien
  • said the butcher to the cow
    Ich gestehe, das habe ich nicht geschafft: New York, Karamell und Oreo! Für Fans ein himmlischer Ort. Vielleicht sollte man vorher keinen Burger essen, sondern nur einen Salat in der chicen Hütte?
    said the butcher to the cow, 1010 Wien
  • Sagt der Igl zum Hasn
    Wer da aller mit wem spricht? Eine sehr familiäre Wohnzimmeratmosphäre herrscht hier. Die Mehlspeisen sind hausgemacht, sehen auch so aus, schmecken aber viel besser. Irgendwie süß insgesamt.
    Sagt der Igl zum Hasn, 1080 Wien
  • Gartencafe des Hotel Marriott
    Sicher ein ausgewiesener Experte hierorts. Zum mittlerweile alljährlichen Cheesecake-Tasting kamen letztes Jahr 1.200 Menschen, die sich mehrere Stunden lang angestellt hatten, um Verkosten zu dürfen. Das nenne ich Einsatz!
    Hotel Marriott, 1010 Wien
Cheesecake in Wien

Käse neben „Käsekuchen“, Foto (c) Claudia Busser – HEROLD.at

Platz 3

Le Troquet
Zitronen Cheesecake
. Steht so auf der Karte. Nix Französisch. Kein Etikettenschwindel und toll! Ist aber immer noch ein französisches Beisl hier und ein super Lokal, um abends in zahlreicher, interessanter Gesellschaft an der Theke zu lehnen, aber das ist eine andere Geschichte. (War mal ein Stammlokal, aber das ist abends so verraucht … ich warte auf 2018.)
Der Teig erinnert an Spekulationskekse, man beißt auf Zuckerkristalle, nicht zu süß, ideale Konsistenz, feines Butteraroma und in der richtigen Dicke. Die Fülle hat einen leichten Zitronenton, deutlich genug, aber nicht die anderen Geschmäcker erschlagend. Die Portion passt auch. Très bon!
Le Troquet, 1070 Wien

Cheesecake in Wien

Cheesecake in Wien, Foto (c) Andrea Pickl – HEROLD.at

Platz 2

Bastei 10 – Marco Simonis
Auch dieser Stockerlplatz war eine Zufallsentdeckung. Dieser exquisite Feinkostladen hält einen leicht länger „gefangen“ als man vor hatte. Aber mit so vielen feschen Küchenaccessoirs und kulinarischen Köstlichkeiten bin ich gern „eingesperrt“. Natürlich ist der Boden dieses Kandidaten eigentlich zu hell und die Fülle geht schon sehr in Richtung Topfentorte, aber die Aromen sind völlig ausgewogen, die Konsistenz sehr fein – man schließt die Augen beim Genießen. Außerdem ist das Service so freundlich und liebenswürdig, dass man gar nicht mehr nach Hause will.
Bastei 10 – Marco Simonis, 1010 Wien

Cheesecake in Wien

Cheesecake, Bastei 10, Foto (c) Andrea Pickl – HEROLD.at

Platz 1

Fanfare, Trommelwirbel!
An the winner is: der Cheescake des Dstrikt Steakhouse im Hotel The Ritz-Carlton!
Das Rezept wurde in Wien ausgetüftelt und gilt sogar innerhalb der Ritz-Carlton Gruppe als wohl gehütetes Geheimnis, hat mir der Restaurantleiter verraten. Man bekommt auch kein kleines Stück, sondern den ganzen Kuchen serviert. Der Preis von 15,00 Euro erscheint sogar den größten Zweiflern mehr als angemessen, sobald sie gekostet haben. Der Boden ist perfekt, die Fülle zerschmilzt auf dem Gaumen, der Geschmack breitet sich wie eine wohlige Welle aus und man wünscht sich, man könnte den ganzen Kuchen verzehren, ohne dass einem schlecht wird. Damit das Vergnügen nicht böse endet, ließ das Hotel eine elegante Schachtel designen, die es einem ermöglicht die süßen Reste sicher nach Hause zu tragen. Den Testsieger zu genießen ist übrigens eine grandiose Art jemanden zum Schweigen zu bringen – jeder schweigt andächtig, der diesen Cheesecake isst!

Ritz-Carlton Vienna, 1010 Wien

Cheesecake in Wien

Der beste Cheesecake in Wien ist im Dstrikt Steakhouse, The Ritz – Carlton Vienna, Foto: (c) The Ritz – Carlton Vienna



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