Katze kastrieren: Wie viel kostet das?

kleine Katze auf grauer Decke

In Österreich ist es gesetzlich vorgeschrieben, seine Katzen kastrieren zu lassen. Foto: Unsplash, (c) Lucija Ros

Du hast felligen Familienzuwachs bekommen und weißt nicht genau, ob und wann du deine Katze kastrieren lassen sollst? Im Artikel erfährst du, warum es wichtig ist, seine Katze zu kastrieren, ab wann man seine Katze kastrieren kann und wie viel die Kastration kostet.

Was wird bei der Kastration bei Katzen gemacht?

Die Kastration ist ein Eingriff, bei dem die Geschlechtsdrüsen entfernt werden, wodurch das Tier nicht mehr reproduktionsfähig ist. Während bei der Kastration beim Kater die Hoden entfernt werden, entnimmt der Tierarzt der weiblichen Katze die Eierstöcke. Die Kastration ist ein Routine-Eingriff, den der Tierarzt operativ unter Vollnarkose durchführt. Der Eingriff selbst dauert nur 15 Minuten bis eine Stunde und du kannst deine Katze in den meisten Fällen am selben Tag wieder abholen.

Unterschied von Kastration und Sterilisation

Im Gegensatz zur Kastration werden bei der Sterilisation nicht die gesamten Geschlechtsorgane entfernt, sondern lediglich die Eileiter beziehungsweise Samenleiter durchtrennt. Das bedeutet, dass die Tiere zwar nicht mehr fortpflanzungsfähig sind, die Sexualhormone werden jedoch weiterhin produziert. Das Sexualverhalten der Katzen wie zum Beispiel markieren oder rollig sein ist daher auch nach dem Eingriff noch vorhanden. Aus diesem Grund wird die Kastration in den meisten Fällen bevorzugt.

Warum sollte man seine Katze kastrieren? Vorteile

In erster Linie lasst man eine Katze kastrieren, um dessen Fortpflanzung kontrollieren zu können. Eine Kastration bringt aber auch etliche andere positive Effekte mit sich:

  • Die Verbreitung von Geschlechts- und Infektionskrankheiten verringert sich.
  • Kastrierte Katzen haben eine höhere Lebenserwartung.
  • Der Kater hat ein geringeres Bedürfnis, sein Revier zu verteidigen. Dadurch gerät der Kater weniger in Revierkämpfe, in denen er sich schwer verletzen könnte.
  • Kater verhalten sich weniger aggressiv und greifen andere Katzen seltener an.
  • Beim Kater hört das Verhalten, sein Revier mit Urin zu markieren nach der Kastration für gewöhnlich auf.
  • Kastrierte Kater gehen weniger auf kilometerweite Streifzüge und sind daher weniger Gefahren ausgesetzt.
  • Bei weiblichen Katzen verringert sich das Risiko, eine hormonell bedingte Krankheit zu bekommen.
  • Das Risiko für Erkrankungen der Geschlechtsorgane der Katzen ist geringer, wenn sie kastriert sind.
  • Die Rolligkeit bei Weibchen, welche sich durch Unruhe, ständiges Herumrollen und lautes Schreien äußert, bleibt aus.
  • Kastrierte Katzen sind in der Regel zutraulicher und verschmuster.
Gefleckte Katze schaut neugierig ins Fenster hinein

Sind Kater nicht kastriert, gehen sie manchmal tagelang auf Streifzug. Foto: Adobe Stock, (c) Bing Han

Wann sollte man seine Katze kastrieren?

Der beste Zeitpunkt für die Kastration bei Katzen ist kurz vor der Geschlechtsreife. Bei Weibchen ist das etwa um den vierten bis sechsten Lebensmonat und bei Männchen zwischen dem fünften und siebten Monat. Anzeichen der Geschlechtsreife sind zum Beispiel beim Männchen das Markieren mit Urin und bei weiblichen Katzen Rolligkeit. Spätestens wenn diese Verhaltensmuster auftreten, solltest du den Besuch beim Tierarzt antreten.

Unkastrierte Katzen solltest du auf keinen Fall mit anderen Katzen in Kontakt kommen lassen, da es sonst zu einer ungewollten Trächtigkeit kommen kann. Das bedeutet: Kein Freigang bis die Katze kastriert ist. Bei Katern ist die Kastration vor der Geschlechtsreife außerdem sinnvoll, weil es sonst vorkommen kann, dass sich der Kater das Markierverhalten nicht mehr abgewöhnt.

Katzen werden je nach Rasse in unterschiedlichem Alter geschlechtsreif. Aus diesem Grund solltest du unbedingt mit deinem Tierarzt besprechen, wann der beste Zeitpunkt für die Kastration ist.

Info: Laut dem österreichischen Tierschutzgesetz ist die Kastration von Freigängern gesetzlich vorgeschrieben. Sollte deine Katze also regelmäßig Freigang bekommen, bist du dazu verpflichtet, sie kastrieren zu lassen. Dies soll die unkontrollierten Vermehrung von Streunerkatzen verhindern.

Katze kastrieren: Wie hoch sind die Kosten?

Bei der Kastration eines Katers belaufen sich die Kosten auf etwa € 70 bis € 80, während die Kastration einer weiblichen Katze zwischen € 120 und € 130 kostet. Eine weibliche Katze kastrieren zu lassen ist teurer, weil der Eingriff komplizierter ist. Die Kosten einer Kastration setzen sich aus folgenden Leistungen zusammen:

  • Voruntersuchung
  • Durchführung der Kastration
  • Materialeinsatz wie Narkosemittel, Einwegmaterialien, etc.
  • Betreuung nach der Operation
Katze gähnt in Bett

Die Kosten fürs Katze kastrieren sind bei weiblichen Katzen etwas teurer als bei männlichen. Foto: Adobe Stock, (c) Timothy Meinberg

Empfohlene Tierärzte in Wien

Wähle deinen Tierarzt sorgfältig aus: Es ist besonders wichtig, dass du und dein Haustier sich in der Tierarztpraxis wohl fühlen. Zudem sollte sich der Tierarzt genügend Zeit für deine Katze nehmen und dich ausführlich beraten. Folgende Tierärzte in Wien sind besonders empfehlenswert:

Erste Wiener Katzenambulanz

In der Ersten Wiener Katzenambulanz im 5. Bezirk wird jede Katze liebevoll empfangen und mit besten Mitteln und Therapieformen behandelt. Zu den angebotenen Leistungen zählen Kastration, Impfungen, Homöopatie, Mund- und Zahnhygiene, Laboruntersuchungen sowie das Einsetzen von Chips bei Katzen. Die Ambulanz ist auch in Notfällen erreichbar.

Erste Wiener Katzenambulanz, 1050 Wien

Katzenpraxis Dr. Garzik & Dr. Hoyer

In der Katzenpraxis von Dr. Garzik und Dr. Hoyer in Hietzing werden ausschließlich Katzen behandelt. Katzen können sich dort also wunderbar entspannen, da sie nicht von fremden Gerüchen anderer Tierarten gestört werden. Der Besuch beim Tierarzt alleine ist schon Aufregung genug! Die beiden Tierärztinnen führen nicht nur Routineoperationen wie die Kastration bei Katzen durch, sondern lösen auch komplexe internistische Probleme nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Katzenpraxis Dr. Garzik & Dr. Hoyer, 1130 Wien

Dr. Christian Sebernegg

Dr. Christian Sebernegg behandelt bereits seit 1997 Katzen und Hunde in seiner Praxis in Wien Döbling. Bei Operationen wie der Kastration verwendet er ein Elektro-Chirurgiegerät, welches besonders gewebeschonend ist und den Heilungsverlauf verkürzt. Neben den Standardleistungen bietet Dr. Sebernegg Ernährungsberatung, Verhaltenstherapie, Reizstromtherapie sowie Urlaubsberatung an. Außerdem ist die Ordination 24 Stunden am Tag für Notfälle erreichbar.

Empfehlung von HEROLD.at-User suordolores im September 2018: „Ich habe eine süße Siamkatze, die mittlerweile das stolze Alter von 14 Jahren erreicht hat. Seit ebendieser Zeit sind wir sowohl bei kleinen, als auch großen Belangen bei Dr. Sebernegg und seinem Team. Zu der gesamten Praxis kann ich mich nur positiv äußern. Die Räumlichkeiten sind sehr liebevoll gestaltet, Dr. Sebernegg selbst ist äußerst kompetent und aufmerksam. Die Assistentinnen klare Tierliebhaberinnen. Es ist nie schön das eigene Tier dem Stress einer Untersuchung auszusetzen, aber besser als in dieser Praxis kann es einem Tier nicht gehen. […]“

Dr. Christian Sebernegg, 1190 Wien

Tierklinik Stadlau

In der Tierklinik in 1220 Wien sind neben dem Klinikvorstand Mag.med.ved. Volker Harra weitere vier Tierärzte angestellt, die nicht nur Katzen, sondern auch andere Tiere, nämlich Hunde, Kleintiere, Vögel und Exoten behandeln. Die Praxis hat jeden Tag in der Woche geöffnet, weshalb die Wartezeiten immer sehr kurz sind. Die Leistungen der Tierklinik reichen von Endoskopie über Mikrochirurgie bis hin zu Homöopathie-Behandlungen.

Empfehlung von HEROLD.at-User S.H. aus 1220 Wien: „War mit meinem Kater kastrieren. Es ist alles gut verlaufen, dank der guten Fürsorge des Teams.“

Tierklinik Stadlau, 1220 Wien

Am besten bewerteten Tierärzte in deinem Bundesland:



Informationen zum Datenschutz einschließlich Cookie Richtlinie