Keller: Alle Kosten auf einen Blick

Was dürfen Keller kosten?

Der HEROLD verrät dir, was Keller kosten dürfen. Photo: Adobe Stock, (c) radiokafka

Ein altes Sprichwort unter Maurern besagt, dass der Keller häufig mehr kostet als der gesamte Neubau. Aber ist das wirklich so? Der HEROLD hat für dich recherchiert und verrät dir alles über Keller Kosten, Kostenfallen und hilfreiche Bautipps.

Keller: Kosten, mit denen du rechnen musst

Die gute Nachricht zuerst: Die Keller-Kosten allein haben noch keinen Bauherrn ruiniert. Mit welchen Kosten du konkret rechnen musst, hängt natürlich zum größten Teil von der jeweiligen Ausstattung und der geplanten Verwendungsweise ab. Möchtest du deinen Keller z.B. als zusätzlichen Wohnraum, Heizungskeller oder Tiefgarage nutzen, musst du mit zusätzlichen finanziellen Aufwendungen rechnen. Zeitgleich erhöht sich durch diese Investitionen aber auch der Wert deines Eigenheims. Langfristig gesehen ist die ausschließliche Nutzung des Kellers als Lagerräumlichkeit nur bedingt sinnvoll. Investiere lieber ein paar Euro mehr für einen thermischen Schutz, damit du früher oder später die Möglichkeit hast, das Areal auch als Wohnraum Souterrain in Anspruch zu nehmen.

Tipp: Falls du nicht neu baust, sondern deinen alten Keller renovieren möchtest, findest du im bei uns zum Thema „Keller ausbauen“ hilfreiche Hinweise, die dir bares Geld sparen können.

Rechtzeitig vorsorgen – trotz höherer Kosten

Falls du das Glück hast, in einem Gebiet mit niedrigem Grundwasserspiegel zu wohnen, werden deine Keller-Kosten automatisch geringer ausfallen. Unter diesen Voraussetzungen kannst du nämlich einen sogenannten Hochkeller wählen, dessen oberes Segment etwa einen halben Meter über dem Erdreich angelegt ist. In Regionen mit einem vergleichsweise hohen Grundwasserspiegel musst du deinen Keller zusätzlich mit einem langlebigen, robusten Nässeschutz ausrüsten. Nur so wird der untere Teil deines Hauses auch langfristig gegen Feuchtigkeit aus dem Erdreich geschützt. Die Information, welche Bauweise für deinen Standort empfehlenswert ist, erhältst du bei der zuständigen Baubehörde.

Auch lokal ansässige Bauunternehmen können dich in Bezug auf deine Möglichkeiten beraten. Gesetzt den Fall, dass du in einem hochwassergefährdeten Gebiet bauen möchtest, steigen die Kosten für den Keller im Durchschnitt um etwa 2.000 bis 3.000 Euro an, weil eine besondere Betonmischung verwendet werden, die Türen und Fenster speziell beschaffen und die Isolierung entsprechend gestaltet sein muss. Wer auf diese Sicherheitsmaßnahmen verzichtet, bezahlt die Kostenersparnis spätestens beim nächsten Hochwasser.

Keller: Kosten variieren nach Bauweise

Die durchschnittlichen Kosten für den Keller eines Einfamilienhauses belaufen sich in einer Gegend mit normalem Grundwasserspiegel auf etwa 40.000 bis 50.000 Euro. Wird das Objekt in einem gefährdeten Areal errichtet, kommen etwa 2.000 bis 3.000 Euro für zusätzliche Schutzmaßnahmen hinzu. Dazu gehören unter anderem das Anlegen einer Drainage, die spezielle Abdichtung der Eingänge und Öffnungen, die Verwendung spezieller Baustoffe, usw. Die Kosten für einen Hochkeller kannst du in etwa mit 50.000 Euro veranschlagen. Kommt eine zusätzliche Drainageanlage hinzu, fallen durchschnittlich etwa 1.500 Euro mehr an.

Tipp: Der finanzielle Gesamtaufwand für den Keller hängt wesentlich davon ab, ob die Räumlichkeiten im Grundwasserbereich angelegt werden oder nicht. Da du beim Bau eines Hochkellers auf die Implementierung spezieller Abdichtungen und Lichtschächte verzichten kannst, ist dies die kostengünstigste Variante.

Kosten sparen durch eine Grundplatte?

Für den einen oder anderen Bauherren mögen die befürchteten Keller Kosten der Anlass sein, sich stattdessen für eine Grundplatte zu entscheiden. Dabei vergessen die meisten, dass auch hierfür ein hervorragender thermischer Schutz vonnöten ist. Grundsätzlich belaufen sich die finanziellen Aufwendungen für eine Grundplatte (für ein Einfamilienhaus) im Durchschnitt auf 30.000 Euro. Diese splitten sich in die Material- und Arbeitskosten für die Grundplatte und die Kosten für die erforderliche thermische Isolierung. Idealerweise lässt du dich im Vorfeld von einem Profi für Isolierungen beraten. Der Fachmann kann dir ganz genau sagen, ob die Grundplatte in deinem Fall eine sinnvolle Lösung ist.

Keller Kosten

Die Keller-Kosten variieren je nach Bauart und Voraussetzungen. Photo: Adobe Stock, (c) photo 5000

Keller: Kosten reduzieren

Grundsätzlich ist eine Vollunterkellerung teurer als eine Teilunterkellerung. Wenn du dich für letztere Variante entscheidest, kannst du etwa ein Drittel der zu erwartenden Aufwendungen sparen. Eine weitere Möglichkeit, an Keller Kosten zu sparen, ist die Entscheidung für einen Hochkeller. Im Gegensatz zum Grundwasserkeller sind für den Hochkeller weder Lichtungen noch spezielle Abdichtungen erforderlich. Falls du deine Kellerfläche tatsächlich nur als Lagermöglichkeit nutzen willst, kannst du natürlich auch an den Isolierungsmaßnahmen sparen.

Aber Achtung: Wenn aufgrund fehlender Isolierungen Kälte und Feuchtigkeit eindringen, kann sich dies negativ auf die Bausubstanz auswirken. Im schlimmsten Fall musst du hier in eine professionelle Schimmelbekämpfung bzw. eine aufwändige Schimmelschadensanierung investieren. Informiere dich idealerweise beim Kellerbau-Spezialisten vor Ort über innovative Lösungen für dein individuelles Bauprojekt.

Hier findest du die besten Bauunternehmen in deinem Bundesland:



Informationen zum Datenschutz einschließlich Cookie Richtlinie