Manuka Honig: Die natürliche Alternative zu Antibiotika

Manuka Honig Foto

Manuka Honig gilt als alternatives Naturheilmittel mit wissenschaftlich bestätigter Wirkung. Foto: HEROLD; (c) Dominik Knapp

Manuka Honig ist in aller Munde. Und das darf man durchaus wörtlich nehmen. Nicht nur, weil er ein hervorragendes Süßungsmittel ist, sondern vor allem weil er eine gesundheitsfördernde Wirkung besitzt. Es muss schließlich nicht immer die chemische Keule sein, die Bakterien, Viren und Entzündungen in unserem Körper beseitigt. Auch die Natur stellt zahlreiche Mittelchen zur Verfügung, die mal mehr und mal weniger sinnvolle Alternativen oder zumindest gute Ergänzungen zur Schulmedizin darstellen. Eine dieser Alternativen ist der angesprochene Manuka-Honig, der unter anderem bakterizid und antimykotisch wirkt. Doch was genau macht den herben Honig aus Neuseeland so gesund, dass die halbe Welt von ihm spricht und ihn kaufen will? Wir sagen es dir!

Manuka Honig oder normaler Honig?

Honig gilt schon seit Jahrhunderten als natürliches Heilmittel mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Heiße Milch mit Honig gilt beispielsweise als bewährtes Hausmittel gegen Halsschmerzen sowie Einschlafprobleme. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Honigarten, die sich in Geschmack, Aussehen und Konsistenz, aber auch bezüglich ihrer Inhaltsstoffe unterscheiden. Als besonders gesunde Art gilt der bereits angesprochene Manuka Honig, der aus dem Blütennektar des Manuka-Strauches gewonnen wird. Der Manuka-Strauch, auch Südseemyrte genannt (aus der auch das begehrte Manukaöl gewonnen wird) hat seinen Ursprung in den bergigen Regionen Neuseelands, einem Land, das für seine einzigartige Vegetation bekannt ist. Schon die neuseeländischen Ureinwohner (Maori) wussten seit Jahrhunderten den heilenden Effekt des kostbaren Honigs zu schätzen, indem sie ihn für diverse medizinische Zwecke gegen Bakterien einsetzten.

Biene sitzt auf neuseeländischer Südseemyrte (Manuka Strauch)

Der Manuka Strauch hat seinen Ursprung in Neuseeland. Bienen lieben den Nektar der Südseemyrte. Foto: Adobe Stock; (c) cloud9works

Info: Warum ist Manuka Honig so gesund?

In Honig finden sich zahlreiche Inhaltsstoffe – von Vitaminen über Mineralstoffen bis hin zu Enzymen und Flavonoiden – die dem Körper grundsätzlich gut tun. Die meisten von diesen Inhaltsstoffen sind allerdings in äußerst geringen Mengen vorhanden, weshalb eine ernährungsphysiologische Bedeutung eher unwahrscheinlich ist. Im Gegensatz zu anderen Honigsorten enthält Manuka Honig allerdings einen hohen Anteil an Methylglyoxal (MGO), dem Hauptwirkstoff des Manuka Honigs. Methylglyoxal ist ein Zuckerabbau-Produkt und hat eine erwiesenermaßen antibakterielle, antiseptische und antikarogene Wirkung.

Wirkung: Studien belegen bakterizide Wirkung von Methylglyoxal

Dass pflanzliche oder andere natürliche Haus- und Heilmittel diverse Beschwerden lindern können, wissen die meisten Menschen aus eigener Erfahrung. Die Wirksamkeit vieler Naturheilmittel ist allerdings noch nicht nachgewiesen oder durch Studien belegt. Ganz anders sieht es bei Manuka Honig aus. Zahlreiche Studien, unter anderem eine Studie der TU Dresden, eine Studie der University of Portsmouth sowie der Universität Victor Segalen Bordeaux II haben die bakterienabtötende Wirkung von MGO im Manuka Honig nachgewiesen. Zum Beispiel wirkt Manuka Honig gut gegen das Eiterbakterium Staphylococcus aureus, das mitverantwortlich für Bronchitis, Lungenentzündungen aber auch Hautinfektionen ist. Man kann also ruhigen Gewissens behaupten: Ja, Manuka Honig ist wirklich wirksam gegen diverse Erkrankungen.

Wofür verwendet man Manuka Honig?

Der neuseeländische Wunderhonig findet auf vielfältige Art und Weise Anwendung. Er soll positive Effekte auf die Wundheilung besitzen, die Zahngesundheit verbessern, Entzündungen des Hals- und Rachenraumes lindern, Akne beseitigen sowie Magen- und Verdauungsprobleme beseitigen.

Anwendung: Manuka Honig richtig anwenden

Bei Erkältungen, insbesondere bei Halsschmerzen, lässt du mehrmals täglich einen Teelöffel Manuka Honig auf der Zunge zergehen. Dabei behältst du den neuseeländischen Honig so lange wie möglich im Mund und schluckst ihn möglichst langsam. Direkt vor dem Zubettgehen solltest du ebenfalls einen Löffel einnehmen. Denn nachts kann sich die antikariogene Wirkung des Honigs am besten entfalten. Auch die Wundheilung (etwa bei Dekubitus Wunden oder bei diabetischen Hautschäden) soll Manuka positiv beeinflussen – teilweise gleich gut wie Antibiotika. Als Hausmittel für die Behandlung von Akne solltest du einfach einen Teelöffel des Honigs auf der betroffenen Stelle auftragen und mit einem Verband umwickeln.

Manuka Honig MGO

Echter Manukahonig aus Neuseeland wird kalt geschleudert und ist herb im Geschmack. Foto: Adobe Stock; (c) sushaaa

Eigenschaften: Wie schmeckt Manuka Honig?

Hochwertiger Manuka Honig wird kalt aus den Bienenwaben geschleudert und lediglich gefiltert. Mit diesem Verfahren behält der Honig all seine wertvollen Inhaltsstoffe, aber auch seinen Geschmack. Optisch ist Manuka Honig sehr dunkel und cremig, der Geschmack wiederum ist relativ herb. Manuka Honig eignet sich geschmacklich hervorragend als Süßungsmittel für Tee. Allerdings solltest du den Tee stark abkühlen lassen (unter 40° C) bevor du den Honig zufügst, damit die Inhaltsstoffe nicht von der Hitze zerstört werden.

Besorgung: Wo kann man Manuka Honig kaufen?

Du solltest unbedingt darauf achten, dass es sich um hochwertigen Manuka Honig aus Neuseeland handelt. Manuka ist beispielsweise in Apotheken oder in Reformhäusern erhältlich, wo in der Regel ausschließlich qualitativ hochwertiger Honig verkauft wird.

Qualität: Woran erkenne ich echten Manuka Honig?

Der entscheidende Unterschied zwischen echtem Manuka-Honig und Fälschungen besteht in der Konzentration von Methylglyoxal (MGO). Je höher der Gehalt an MGO, desto teurer ist in der Regel auch der Honig. Beim Kauf von Manuka solltest du einerseits auf Qualitätssiegel und andererseits auf Angaben über den Gehalt an UMF oder MGO achten. Der UMF oder MGO-Wert auf der Verpackung zeigt dir außerdem an, wie hoch der Anteil des wirksamen Methylglyoxal ist. Ein Wert von MGO 400 ist gleichzusetzen mit einem Wert von UMF 40 und zeigt an, dass in einem Kilogramm Honig rund 400 mg Methylglyoxal enthalten sind.


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