Raumlüfter: Frische Luft durch gute Raumbelüftung - HEROLD.at

Raumlüfter: Frischluft für die Gesundheit

Hand hold remote control directed on the air conditioner

Mit einer Raumbelüftung hast du immer frische Luft in den eigenen vier Wänden. Foto: Adobe Stock; (c) Kwangmoo

Stickige Luft macht müde, das ist wissenschaftlich bestätigt. Eine Raumbelüftung kann für gesunde, schadstofffreie Luft sorgen, besonders wenn zu wenig gelüftet wird. Kritisch zu betrachten sind hingegen Luft-Ionisatoren. In unserem Blogbeitrag erfährst du von Vor- und Nachteilen, Arten, Kosten bis hin zu möglichen Gefahren alles, was du über Lüftungsanlagen wissen musst.

Ist stickige Luft schädlich?

Eigentlich hat es die Natur nicht vorgesehen, dass Lebewesen ihren Alltag in geschlossenen Räumen verbringen. Stickige Luft macht müde, das ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Sie führt außerdem zu trockenen und müden Augen sowie Konzentrationsstörungen. Luft in geschlossenen Räumen verliert nach und nach an Qualität, da die Konzentration an Sauerstoff immer geringer wird, während jene von CO2 ansteigt. Frische Luft enthält etwa 21 Prozent Sauerstoff und 0,04 Prozent CO2. Ausgeatmete Luft enthält 16 Prozent Sauerstoff, aber schon 4 Prozent Kohlendioxid (CO2). Der Sauerstoffgehalt der Atemluft wird zwischen Ein- und Ausatmen leicht verringert, während sich der CO2-Anteil sogar verhundertfacht.

Ab welcher Konzentration sich der CO2-Anteil in der Atemluft auf das Wohlbefinden auswirkt ist individuell unterschiedlich. Grob geschätzt kann ein CO2-Gehalt von rund einem Prozent allerdings bereits Kopfschmerzen verursachen. Die beste Möglichkeit, um die Luft wieder mit Sauerstoff anzureichern und Kohlendioxid zu entfernen, ist, das Fenster zu öffnen und den Raum ordentlich durchzulüften.

Ventilatoren und anderen Raumlüfter statt offene Fenster

Allerdings ist es nicht immer ratsam das Fenster zu öffnen. An heißen Sommertagen beispielsweise lässt man beim Lüften Wärme in die Wohnung. Im Frühjahr wiederum werden Pollen für Allergiker zum Problem. Auch Straßenlärm, Feinstaub und der Gestank von Abgasen veranlassen uns immer wieder dazu, das Fenster doch lieber geschlossen zu lassen. In solchen Fällen empfiehlt sich die Anschaffung eines guten Raumlüfters. Dieser filtert Verschmutzung aus der Luft und führt sie gereinigt wieder an die Umgebung ab. Pollen, Staub und andere Partikel bleiben im Filter des Raumlüfters hängen und können so entsorgt werden.

Welche Lüftungssysteme gibt es?

Grundsätzlich kann man bei maschinellen Raumlüftern zwischen dem Abluftsystem, dem Zuluftsystem und dem kombinierten Zu- und Abluftsystem unterscheiden. Ersteres ist häufig in Toiletten anzutreffen, hat allerdings den Nachteil, dass dabei keine neue Frischluft in die Wohnung gelangt. Beim kombinierten Zu- und Abluftsystem erfolgt der Luftaustausch über ein zentrales oder dezentrales Lüftungsgerät.

Zentrale Wohnungsbelüftung

Zentrale Lüftungsgeräte sorgen mit einem Luftkanalsystem für eine kontrollierte Lüftung in mehreren Räumen deines Heims. Das Luftkanalsystem muss frühzeitig eingeplant werden und eignet sich daher insbesondere für einen Neubau. Es gibt einerseits Lüftungsgeräte mit zentraler Abluftführung und dezentraler Zuluftführung, andererseits auch Lüftungsgeräte mit zentraler Zuluft- und Abluftführung. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile, die dir ein Experte für Lüftungsanlagen und -technik am verständlichsten erklären kann.

Dezentrale Lüftungsanlagen

Eine dezentrale Lüftungsanlage kann auch nachträglich problemlos und vor allem gezielt in einzelne Räume eingebaut werden. Dazu ist lediglich ein Mauerdurchbruch durch die Außenwand des betroffenen Zimmers notwendig. Im Gegensatz zur zentralen Lüftungsanlage sind hierbei keine Lüftungskanäle notwendig.

Raumbelüftung

Eine Raumbelüftung sorgt für frischere Luft. Foto: Adobe Stock; (c) yunava1

Axial- oder Radial-Ventilator

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal für Raumlüfter ist die Bauform des eingesetzten Ventilators. Der Axialventilator ähnelt einem Propeller. Er saugt die Luft axial an und bläst sie axial wieder aus. Der größte Vorteil ist der geringe Platzbedarf durch die kompakte Bauform. Ein nicht zu verachtender Nachteil ist die Geräuschentwicklung aufgrund der hohen Drehzahlen. Radialventilatoren hingegen sind optisch vergleichbar mit einer Trommel. Sie saugen die Luft über die Motorachse an und blasen sie im rechten Winkel wieder aus. Radialventilatoren saugen die Luft stärker an und blasen sie mit höherem Druck wieder aus. Deshalb eignen sich Radialventilatoren besonders gut für vorgeschaltete oder nachgeschaltete Luftfilterboxen.

Luft-Ionisatoren: Was ist das?

In Zusammenhang mit Raumlüftern und Luftreinigern ist auch immer wieder von Luft-Ionisatoren die Rede. Luft-Ionisatoren sind allerdings stark umstritten und polarisieren unter den Nutzern. Einige schwören auf deren Wirksamkeit, andere halten sie für gesundheitsschädlich. Manche Luft-Ionisatoren, sogenannte Ozonisatoren, bilden Ozon, wodurch unangenehme Gerüche bestmöglich beseitigt werden. Allerdings ist eine erhöhte Ozon-Belastung der Raumluft tatsächlich gesundheitsschädlich und kann zu Kopfschmerzen oder ähnlichen Beschwerden führen. Deswegen müssen Ozonisatoren in geschlossenen Räumen in Betrieb genommen werden, ohne dass sich dabei Menschen oder Tiere im Raum befinden.

Neben den Ozonisatoren gibt es allerdings noch andere Luft-Ionisatoren, die gänzlich ohne Ozon auskommen. Luftreiniger mit Filter haben auch häufig ozonfreie Ionisatoren, deren Hauptzweck es ist, die Clusterbildung in der Luft voranzutreiben. Dabei lagern sich negativ geladene Ionen an Staubpartikeln in der Luft an, weshalb sich größere Staubcluster bilden. Diese können dann mittels Filter des Raumlüfters besser gefiltert werden.

Zirbenholz Raumlüfter

Wenn man bei Google nach Raumlüftern sucht, stößt man zwangsläufig auf Raumlüfter aus Zirbenholz. Diese sollen durch den Duft der Zirbelkiefer stessabbauende Eigenschaften besitzen. Bei diesen Raumlüftern wird die Luft jedoch nicht wie im Artikel beschrieben getauscht, sondern lediglich gefiltert und mit dem intensiven und beruhigenden Geruch der Zirbe angereichert. Um den CO2-Anteil in der Atemluft zu reduzieren, musst du allerdings auf einen anderen Raumlüfter setzen – oder ganz klassisch das Fenster öffnen.

Hier findest du die besten Anbieter für Lüftungsanlagen deines Bundeslands:



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