Rheumatologen Innsbruck: Die besten Ärzte bei rheumatoider Arthritis

Last Updated on: 21st September 2020, 07:48 am

Rheumatologe Innsbruck
Rheumatologe Innsbruck: Die besten Adressen zur Behandlung deiner Erkrankung. Foto: Adobe Stock; (c) goodluz

Gute Rheumatologen findet man in Österreich nicht an jeder Ecke. Das liegt unter anderem daran, dass nur rund 2% der Bevölkerung an einer rheumatischen Erkrankung leiden. Hat man aber einmal einen guten Rheumatologen gefunden, bleibt man diesem meist sein Leben lang treu. In unserem Artikel erfährst du, welche Erkrankungen zum rheumatischen Formenkreis zählen, wie sie in der Regel behandelt werden und wo du gute Rheumatologen in Innsbruck findest.

Rheumatologen Innsbruck: Unsere Empfehlungen

Im Prinzip sind alle Rheumatologen Internisten mit Spezialisierung auf Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. In Innsbruck tummeln sich verhältnismäßig viele gute Rheumatologen. Das liegt daran, dass die Universitätsklinik Innsbruck zu Österreichs führenden Kliniken zählt, wenn es um das Thema Rheuma geht. Die besten Rheumatologen in Innsbruck haben wir hier für dich aufgelistet:

Dr. Gerhard Handle

Dr. Gerhard Handle ist Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie mit Additivfach Rheumatologie. Er ist der einzige uns bekannte Rheumatologe in Innsbruck der über Kassenverträge bei allen Krankenkassen (einschließlich ÖGK) besitzt. Dr. Handle behandelt seine Patienten in der Gemeinschaftspraxis „die Orthopäden„.

Kontakt: Dr. Handle, 6020 Innsbruck | Tel: +43512560056

Dr. Wolfgang Halder

Dr. Wolfgang Halder ist Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie. Als Wahlarzt nimmt er sich ausreichend Zeit für seine Patienten und führt nicht nur eine ausführliche Anamnese durch, sondern berät auch zu diversen Therapiemöglichkeiten und Kinderwunsch bei rheumatischen Erkrankungen. Einen Teil der Behandlungskosten kannst du dir jeweils von der Österreichischen Gesundheitskasse zurückerstatten lassen.

Kontakt: Dr. Halder, 6020 Innsbruck | Tel: +43 664 2201133

Dr. Malgorzata Brunner-Palka & Dr. Karin Montag

Die Rheumatologinnen Dr. Brunner-Palka und Dr. Montag führen gemeinsam eine Wahlarzt-Ordination in Innsbruck. Beide sind ausgewiesene Expertinnen auf dem Gebiet der Rheumatologie. Die Internistin Dr. Brunner-Palka machte von 2012 bis 2016 eine Additivfachausbildung für Rheumatologie auf der Universitätsklinik Innsbruck. Dr. Montag wiederum arbeitete von 1994 bis 2009 in der rheumatologischen Abteilung des Krankenhauses Hietzing in Wien.

Kontakt: Dr. Brunner-Palka, 6020 Innsbruck | Tel: 0676/9032362

Kontakt: Dr. Montag, 6020 Innsbruck | Tel: 0676/88901580

Dr. Bernhard Hutter

Dr. Bernhard Hutter ist Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie mit Additivfach für Rheumatologie. Er absolvierte die Ausbildung in Physikalischer Medizin und Rheumatologie an der Rheumaklinik Zurzach (Schweiz) und machte die Zusatzausbildung für Rheumatologie an der Universitätsklinik Innsbruck. Sein Steckenpferd ist unter anderem die chirurgische Korrektur von rheumabedingten Deformierungen sowie chirurgische Entlastung geschädigter Nerven. Auch Dr. Hutter ist Wahlarzt.

Kontakt: Dr. Hutter, 6020 Innsbruck | Tel: +43 512 560056-0

Dr. Stephan Kroesen

In der Rheumapraxis von Dr. Stephan Kroesen bist du jederzeit herzlich willkommen. Wenn du eine umfassende Behandlung auf dem modernsten medizinischen Stand im gesamten rheumatischen Formenkreis suchst, dann ist Dr. Kroesen die richtige Anlaufstelle. Seine volle Aufmerksamkeit richtet sich nämlich auf bestmögliche Empathie für seine Patienten und deren Beschwerden. Dr. Kroesen führt eine Wahlarztpraxis.

Kontakt: Dr. Kroesen, 6060 Hall in Tirol | Tel: +43 5223 22888

Was ist Rheuma?

Rheuma ist ein Überbegriff für Erkrankungen, die Beschwerden im Stützapparat und den Gelenken verursachen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Entzündungen in den Gelenken. Je nach Betrachtungsweise gibt es zwischen 100 und 400 verschiedene rheumatische Erkrankungen, die teilweise erhebliche Unterschiede aufweisen. Das macht diese Erkrankung auch so komplex und die Diagnose schwierig.

Wie stellt ein Rheumatologe Rheuma fest?

Die Diagnosestellung bei einer rheumatischen Erkrankungen ist gar nicht so einfach. Da es viele spezifische und unterschiedlich verlaufende rheumatische Erkrankungen gibt, muss ein Rheumatologe langjährige Erfahrung im Bereich der Rheumatologie aufweisen, um Rheuma eindeutig zu diagnostizieren. Dazu bedient sich der Rheumatologe einigen Indikatoren, die auf eine rheumatische Erkrankung schließen lassen. Bei Verdacht auf eine chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankung, ordnet der Rheumatologe zunächst einen Bluttest an. Im Blut lassen sich bestimmte Antikörper (z. B. Rheumafaktoren oder ACPA) sowie erhöhte Entzündungswerte feststellen, die ein Indiz für Rheuma darstellen können. Aber auch wenn sich diese Antikörper nicht im Blut des Patienten befinden, kann es sich trotzdem um eine rheumatische Erkrankung handeln.

Um die Krankheit weiter eingrenzen zu können, werden weitere Untersuchungen wie Ultraschall, Röntgen und Magnetresonanztomographie (=MRT) durchgeführt. Mit Hilfe dieser Untersuchungen können Entzündungen bzw. degenerative Veränderungen an den Gelenken sichtbar gemacht und eine zielgerichtete Therapie eingeleitet werden.

Geschwollene Finger bei Rheuma
Schmerzende, geschwollene Finger sind ein Indiz für rheumatoide Arthritis oder Gicht. Foto: Adobe Stock; (c) Evrymmnt

Wie wird Rheuma therapiert?

Ziel der meisten Rheumatherapien ist es, die Entzündungsreaktion des Körpers zu stoppen. Damit sollen degenerative Veränderungen verhindert und Schmerzen gelindert werden. Mittel der Wahl sind spezielle Medikamente – sogenannte Basistherapeutika – die ein Rheuma-Patient meist sein gesamtes Leben lang einnehmen muss. Leider ist es derzeit noch nicht gelungen, den Auslöser von rheumatischen Erkrankungen zu bekämpfen.

Einige Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises werden zusätzlich mit Bewegungstherapie behandelt um Versteifungen zu verhindern. Um deine Gelenke möglichst schonend zu bewegen, solltest du dich an einen Physiotherapeuten wenden. Manche Physiotherapeuten sind eigens auf die Behandlung von Rheuma geschult.

Welche Erkrankungen behandelt ein Rheumatologe noch?

Einen Rheumatologen solltest du ebenfalls dann kontaktieren, wenn du unter anderen Gelenkserkrankungen wie Gicht, Osteoporose oder Spondylose leidest.

Tipp: Gicht und Osteoporose werden häufig von hormonbedingten Stoffwechselerkrankungen verursacht. Daher lohnt sich bei diesen Krankheiten auch der Besuch bei einem Endokrinologen.

Warum gibt es so wenige Rheumatologen?

Weil lediglich 2 Prozent der Bevölkerung an einer rheumatischen Erkrankung leiden, gibt es nur sehr wenige Rheumatologen in Österreich. Allerdings gehen Experten davon aus, das die Zahl der Rheumapatienten in den kommenden Jahren weiter steigen wird und damit verbunden auch der Bedarf an Rheumatologen.

Erschwerend hinzu kommt, dass es im deutschsprachigen Raum nur wenige Lehrstühle für Rheumatologie gibt. In Deutschland gibt es beispielsweise nur 6 Lehrstühle für dieses Fachgebiet. Österreich war sogar das letzte Land Europas, in dem die Rheumatologie als eigenes Additivfach anerkannt wurde.

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Dominik Knapp