☼ Sonnenallergie? Alles zu Symptomen & Behandlung - HEROLD.at

☼ Sonnenallergie? Alles zu Symptomen & Behandlung

Sonnenallergie: Zwei junge Frauen liegen im Bikini am Strand und sonnen sich.

Mit Sonnenallergie ist meist die Polymorphe Lichtdermatose gemeint. Foto: Unsplash, Maciej Serafinowicz

Eben noch hast du das erste Sonnenbad des Jahres genossen und nun plagen dich Juckreiz, Brennen und Ausschlag? Dann leidest du vielleicht unter der weit verbreiteten Krankheit Polymorphe Lichtdermatose, umgangssprachlich auch Sonnenallergie genannt. Aber wusstest du, dass die Sonnenallergie gar keine richtige Allergie ist und es noch drei weitere Arten der Sonnenallergie gibt? Wir haben die wichtigsten Informationen rund um Ursachen, Symptome und Behandlung der Sonnenallergie für dich zusammengestellt und erklären, was du im Akutfall tun kannst.

Was ist eine Sonnenallergie?

Meist sprechen wir von „Sonnenallergie“, wenn die Haut mit Ausschlag, Rötung, Brennen oder Juckreiz auf Sonnenlicht reagiert. Medizinisch korrekte Begriffe sind Sonnenallergie oder auch Lichtallergie allerdings nicht. Denn was wir umgangssprachlich als Sonnenallergie bezeichnen, sind eine ganze Reihe verschiedener Krankheitsbilder. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Die UV-Strahlen im Sonnenlicht sind ein Auslöser für ihr Ausbrechen.

Vier verschiedene Formen der Sonnenallergie lassen sich dabei unterscheiden:

  • Polymorphe Lichtdermatose (häufigste Sonnenallergie)
    • Sonderform: Mallorca-Akne = Akne aestivalis
  • Photoallergische Reaktionen
  • Phototoxische Reaktionen
  • Lichturtikaria

Polymorphe Lichtdermatose

Mit rund 90% ist die Polymorphe Lichtdermatose die mit Abstand häufigste Art der Sonnenallergie. Ist von einer Sonnenallergie die Rede, so ist also meist die Polymorphe Lichtdermatose gemeint. Eine tatsächliche Allergie ist diese Sonnenallergie allerdings nicht. Denn bei einer richtigen Allergie produziert der menschliche Körper Antikörper als Abwehrreaktion.

Sonnenallergie Bilder: Ein sonniger Strand

Etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung leiden an Sonnenallergie. Foto: Unsplash,
Syd Sujuaan

Wenn du an der Polymorphen Lichtdermatose leidest, dann bist du damit nicht allein. Etwa 10-20% der Bevölkerung haben mit den dadurch hervorgerufenen Symptomen wie Juckreiz, roten Flecken oder Pusteln zu kämpfen – meist immer dann, wenn sie das erste Mal im Jahr ein Sonnenbad genießen. Junge Frauen mit heller Haut zählen am häufigsten zu den Betroffenen.

Polymorphe Lichtdermatose: Welche Ursachen hat die Sonnenallergie?

Welche Umstände genau die Polymorphe Lichtdermatose hervorrufen, ist nicht geklärt. Klar ist nur, dass die UV-Strahlen der Sonne (meist UV-A-Strahlen) ein Auslöser sind. Oft tritt diese Form der Sonnenallergie bei Betroffenen nur bei den ersten Sonnenbädern in der warmen Jahreszeit auf, wenn die Haut noch nicht auf die Sonneneinstrahlung vorbereitet ist.

Wusstest du? Nicht nur die Sonne, sondern auch das Solarium erzeugt UV-Strahlen, die zur Bräunung der Haut führen. Der Besuch auf der Sonnenbank kann also ebenfalls eine Sonnenallergie herbeiführen.

Polymorphe Lichtdermatose: Welche Symptome hat die Sonnenallergie?

Die verbreitetste Polymorphe Lichtdermatose äußert sich durch Hautveränderungen an Stellen, die der Sonne ausgesetzt waren. Meist trifft es dabei Arme, Beine, Hände, das Gesicht oder das Dekolleté, da diese Bereiche besonders häufig schutzlos der Sonne ausgeliefert sind. Auf ihnen kommt es dann zu roten Flecken, Juckreiz, Ausschlag mit erhabenen Stellen, Bläschen oder Knötchen. Die Symptome der Sonnenallergie treten oft nicht direkt auf, sondern erst Stunden oder sogar Tage nachdem die Haut dem Sonnenlicht ausgesetzt wurde.

Polymorphe Lichtdermatose: Was tun bei Sonnenallergie?

Gegen eine akute Sonnenallergie lässt sich wenig machen. Pusteln, Juckreiz oder Flecken verschwinden in der Regel nach einigen Tagen von allein. Wichtig: Meide in dieser Zeit unbedingt die Sonne. Bleibe, wenn du kannst, drinnen und fernab von Fenstern ohne Sonnenschutz, bis die Symptome gänzlich abgeklungen sind. Ist das nicht möglich, dann halte dich möglichst im Schatten auf, trage lange Kleidung mit UV-Schutz und verwende eine Sonnencreme mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor.

Eine Frau, die an Sonnenallergie leidet, schützt sich mit Sonnencreme.

Wenn du an Sonnenallergie leidest, ist Sonnencreme mit hohem LSF Pflicht. Foto: Adobe Stock, creativefamily

Am besten nutzt du einen Sonnenschutz speziell für Personen mit einer Sonnenallergie. Dieser beinhaltet Stoffe, die Entzündungen hemmen und die Haut beruhigen. Zusätzlich helfen kühlende Umschläge, die brennende und juckende Haut zu beruhigen. Auch entzündungshemmende Cremes aus der Apotheke können die Symptome der Sonnenallergie lindern. Zusätzlich kann dir dein Arzt leichte Kortikosteroide und Antihistaminika verschreiben.

Gut zu wissen: Anders als UV-B-Strahlen können UV-A-Strahlen Glas durchdringen. Die Polymorphe Lichtdermatose, die bei drei Viertel aller Betroffenen ausschließlich durch UV-A-Strahlen hervorgerufen wird, kann also auch auftreten, wenn du an einem sonnigen Tag am Fenster sitzt.

Polymorphe Lichtdermatose: Wie lange dauert eine Sonnenallergie?

In der Regel klingen die Symptome der Sonnenallergie – also Juckreiz, rote Flecken oder Bläschen – nach ein bis drei Tagen wieder ab. Allerdings nur dann, wenn du auch wirklich konsequent das Sonnenlicht meidest und dich entsprechend schützt. Sollte der Ausschlag länger anhalten, wende dich an einen Arzt – am besten an einen Hautarzt.

Hausmittel gegen akute Sonnenallergie

Oft tritt die Polymorphe Lichtdermatose in Momenten auf, in denen du nicht sofort einen Arzt oder eine Apotheke aufsuchen kannst. Verschiedene Hausmittel gegen Sonnenallergie können dann helfen, die Symptome zu lindern.

  • Aloe Vera: Aloe Vera hilft nicht nur bei Sonnenbrand und Insektenstichen kühlend und beruhigend, sondern auch bei Symptomen der Sonnenallergie. Du kannst sie als Gel oder Creme benutzen, aber auch einfach ein Blatt von einer Aloe Vera Pflanze abschneiden und das darin enthaltene Gel verwenden.
  • Topfenwickel: Auch Topfenwickel sind ein erprobtes Mittel gegen Jucken, Rötungen und Entzündungen. Streiche den Topfen einfach auf ein sauberes Geschirrtuch, falte das Tuch und lege es dann auf die entzündete Hautpartie.
  • Apfelessig: Verdünne einen Esslöffel Apfelessig mit einem Glas abgekochtem Wasser und reibe die betroffenen Hautstellen mit dem Gemisch ein.
  • Heilerde: Heilerde wirkt ebenso beruhigend und – wie der Name schon verrät – heilend. Rühre die Erde mit Wasser an, sodass eine feuchte Paste entsteht. Diese trägst du auf die Haut auf und lässt sie einwirken, bis sie trocknet. Anschließend spülst du die Heilerde mit klarem Wasser ab.
  • Gurken: Nicht nur im Beauty-Spa wirken Gurken kühlend auf der Haut. Als Hausmittel gegen die Sonnenallergie pürierst du die Gurke am besten und trägst den Brei auf den Ausschlag auf. Hast du keinen Mixer zur Hand, kannst du auch einfach Gurkenscheiben auf die Haut legen und einwirken lassen.
  • Kartoffeln: Auch die guten alten Erdäpfeln sind ein ideales Mittel, um juckende und brennende Haut bei einer Sonnenallergie zu beruhigen. Reibe dazu ein paar rohe Kartoffeln klein und trage sie anschließend auf die Haut auf.
Achtung: Hausmittel gegen Sonnenallergie können die Symptome meist nur lindern. Klingen diese nach ein paar Tagen nicht ab oder fallen ungewöhnlich stark aus, suche unbedingt einen Arzt auf. Auch wenn die Sonnenallergie bei Kindern auftritt und diese besonders quält, solltest du einen Arzt konsultieren.

Polymorphe Lichtdermatose: Wie Sonnenallergie vorbeugen?

Um einer Sonnenallergie vorzubeugen, solltest du zusätzlich auf eine Ernährung mit reichlich Antioxidantien setzen (z. B. in Heidelbeeren, Tomaten, Äpfel…), die gefährliche, freie Radikale abfangen. Denn freie Radikale im greifen die Zellen des Körpers an und begünstigen das Auftreten von Allergien und Pseudoallergien wie der Sonnenallergie.

Blaubeeren / Heidelbeeren in einem Schälchen auf einem Tisch: Sie sollen durch ihre Anitoxidantien Sonnenallergie vorbeugen.

Sonnenallergie vorbeugen: Eine Ernährung mit reichlich Antioxidantien kann vorbeugen. Foto: Unsplash, Plush Design Studio

Achte zusätzlich darauf, ausreichend Vitamin E (pflanzliche Öle, Avocado), Omega-3-Fettsäuren (besonders in Hering, Thunfisch und Lachs) und Folsäure (z. B. in Kraut, Spinat, Nüssen) zu dir zu nehmen.

Hilft Calcium gegen Sonnenallergie?

Der Tipp, Calcium gegen Sonnenallergie einzunehmen, wird häufig gegeben. Wissenschaftlich ist die Einnahme von Calcium gegen Sonnenallergie nicht eindeutig belegt. Viele Betroffene, aber auch Experten, berichten jedoch von einer positiven Wirkung. So soll Calcium die Symptome der Sonnenallergie lindern und ihren Ausbruch in manchen Fällen sogar ganz verhindern können. Möchtest du der Prophylaxe durch Calcium eine Chance geben, dann solltest du mindestens ein bis zwei Wochen vor dem geplanten Sonnenbad (z. B. vor dem Urlaub) mit der Einnahme beginnen.

Besprich am besten bei einem Termin mit dem Hautarzt, wie viel Calcium du vorbeugend gegen die Sonnenallergie einnehmen solltest und welches Präparat für dich geeignet ist. Calcium gibt es beispielsweise als Tabletten oder Brausetabletten. Übrigens speichert unser Körper das Calcium nur dann, wenn du zusätzlich Vitamin D zu dir nimmst.

Photoallergische Reaktionen

Photoallergische Reaktionen können auftreten, wenn die Haut durch eine Substanz sensibilisiert wurde und anschließend in Kontakt mit Sonnenlicht kommt. Das Sonnenlicht ist dann sozusagen der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt und schließlich zu der Photoallergischen Reaktion führt. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Formen:

  • Photoallergische Arzneimittelreaktion: ausgelöst durch Medikamente
  • Photoallergische Kontaktdermatitis: ausgelöst durch Hautkontakt mit bestimmten Substanzen

Die Photoallergische Kontaktdermatitis kann durch verschiedenste Substanzen ausgelöst werden. Bei manchen Menschen ist es ein Waschmittel, das sie nicht vertragen. Andere reagieren auf einen bestimmten Sonnenschutz. Manchmal ist der Übeltäter auch eine Pflanze, mit der die Haut in Kontakt gekommen ist.

Symptome: Wie erkennt man Photoallergische Reaktionen?

Eine Photoallergische Reaktion zeigt sich nicht sofort nachdem die Haut dem Sonnenlicht ausgesetzt wurde. Normalerweise tritt sie erst einen Tag später auf. Die Photoallergische Reaktion äußert sich dabei in denselben Symptomen wie eine normale Kontaktdermatitis oder ein Kontaktekzem. Die betroffenen Hautstellen röten sich anfangs und jucken. Es bilden sich Knötchen oder Bläschen, die im Verlauf der Reaktion zu nässen beginnen. Schließlich entstehen an den nässenden Stellen Krusten und die Haut fängt an, sich zu schuppen.

Sonnenallergie: Die Sonne geht über dem Meer unter.

Für Betroffene von Sonnenallergie kann ein Sonnenbad zur Qual werden. Foto: Unsplash,
Sebastien Gabriel

Anfangs sind meist nur Stellen der Haut betroffen, die zuvor der Sonne ausgesetzt waren. Die Reaktion kann sich jedoch weiter ausbreiten und auch Stellen betreffen, die nicht in Kontakt mit Sonnenlicht waren. Meist dauert es ein bis drei Tage, bis die Symptome abklingen. Bis die Spuren der Reaktion (z. B. dunkle Flecken auf der Haut) gänzlich verschwunden sind, kann es hingegen ein paar Wochen dauern.

Was tun bei Photoallergischen Reaktionen?

Hast du eine Photoallergische Reaktion erlitten, dann solltest du in den nächsten Tagen die Sonne und den sensibilisierenden Stoff – sofern er dir bereits bekannt ist – vermeiden. Dein Hausarzt oder ein Dermatologe (Hautarzt) können dir zudem ein Kortisonpräparat (z. B. in Form einer Kortisonsalbe) verschreiben, das du mehrmals auf die betroffenen Hautstellen auftragen musst. Sind die Symptome der Photoallergischen Reaktion besonders stark ausgeprägt, kann der Arzt auch Kortikosteroiden zur oralen Einnahme verordnen.

Wie vorbeugen bei Photoallergischen Reaktionen?

Um festzustellen, ob es sich wirklich um eine Photoallergische Reaktion oder eine normale Kontaktdermatitis handelt, kann der Hautarzt einen Epikutantest durchführen. Auch den sensibilisierenden Stoff kann der Arzt durch Testen ermitteln. Langfristig kannst du dich gegen Photoallergischen Reaktionen meist nur schützen, indem du den sensibilisierenden Stoff (z. B. ein Medikament oder ein Waschmittel) vermeidest und einen für dich geeigneten Sonnenschutz verwendest. Der Hautarzt wird dich hierbei entsprechend beraten und Empfehlungen aussprechen. In manchen Fällen kann es leider auch dann noch zur Ekzembildung durch Sonnenlicht kommen, wenn der sensibilisierende Stoff vermieden wird. Man nennt dieses Phänomen Persistierende Lichtreaktion.

Phototoxische Reaktionen

Bei einer Phototoxischen Reaktion kommt es zu einer chemischen Reaktion zwischen einer bestimmten Substanz im Körper und dem Sonnenlicht. Diese Substanzen können zum einen eingenommene Medikamente sein, zum anderen aber auch Stoffe auf der Haut wie Kosmetika, Reinigungsmittel oder Pflanzen. Schon wenig Sonnenlicht, auch durch ein Fenster hindurch, reicht aus, um bei Betroffenen brennende und gerötete Hautpartien zu verursachen. Auch Blasen und Ödeme, also Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, können sich bilden. Vereinfacht ausgedrückt könnte man sagen, dass Betroffene der Phototoxischen Dermatitis leichter und stärker einen Sonnenbrand bekommen, als üblich.

Sonnenallergie: Ein Strand im Sommer mit vielen Menschen.

Manche Medikamente führen in Kombination mit der Sonne zu einer Phototoxischen Reaktion, einer Form der Sonnenallergie. Foto: Unsplash, Federico Giampieri

Bei Phototoxischen Reaktionen handelt es sich ebenso wie bei der Polymorphen Lichtdermatose nicht wirklich um eine Allergie gegen die Sonne. Vielmehr ist die Haut einfach extrem lichtempfindlich. Eine eine Phototoxische Reaktion kann bei dem Kontakt mit einem entsprechenden Stoff und Sonnenlicht jeden Menschen treffen.

Info: Nach einer Phototoxischen Reaktion können an den betroffenen Hautstellen sichtbare Veränderungen zurückbleiben. Sowohl eine Hyperpigmentierung (dunkle Flecken) als auch eine Hypopigmentierung (helle Flecken) sind mögliche Folgen.

Was sind die Ursachen für Phototoxische Reaktionen?

Vielleicht hat dich ein Arzt beim Verschreiben eines Medikaments schon einmal darauf hingewiesen, dass du im Laufe der Einnahme die Sonne meiden musst. Denn einige Medikamente können in Kombination mit einem Sonnenbad zu einer schmerzhaften Phototoxischen Reaktion, einer Form der Sonnenallergie, führen. Zu diesen Mitteln zählen zum Beispiel:

  • bestimmte Antibiotika
  • manche Herzmedikamente
  • bestimmte Medikamente gegen Rheuma
  • manche harntreibende Mittel
  • entzündungshemmende Medikamente
  • manche Psychopharmaka
  • Johanniskraut

Was ist eine Wiesengräserdermatitis?

Neben Medikamenten können auch natürliche Stoffe aus der Umwelt eine Phototoxische Reaktion bewirken. Häufig ist das bei Wiesengräsern der Fall. Man spricht dabei von einer Wiesengräserdermatitis. Die verursachten Rötungen zeigen sich dann oft als charakteristische Streifen auf der Haut – man erkennt also gut, wo die Haut in Kontakt mit den Pflanzen war.

Wiesengräser, die die Wiesengräserdermatitis, eine Art der Sonnenallergie, auslösen können

Eine Form der Sonnenallergie sind Phototoxische Reaktionen. Sie können durch Wiesengräser (Wiesengräserdermatitis) ausgelöst werden. Foto: Unsplash, Niklas Hamann

Die Phototoxische Reaktion kann unter anderem durch den Kontakt mit Bärenklau, Engelwurz, Wiesenkerbel, Zitruspflanzen und -früchten hervorgerufen werden. Auch bei Petersilie, Koriander, Pastinaken, Karotten und Sellerie im Garten solltest du vorsichtig sein. Am besten trägst du Handschuhe, wenn du mit ihnen hantierst. Auch gründliches Händewaschen ist hilfreich, um Phototoxische Reaktionen im Sommer zu vermeiden.

Wie lassen sich Phototoxische Reaktionen behandeln?

Am besten beugst du einer Phototoxischen Reaktion von vornherein vor, indem du die Substanzen meidest, die sie auslösen. Gerade bei Medikamenten ist das nicht immer möglich. Wenn du ein Arzneimittel einnehmen musst, welches potenziell zu einer Phototoxischen Reaktion führen kann, vermeide während der Einnahmedauer die Sonne.

Hast du eine Phototoxische Reaktion erlitten, lindert die Kühlung der betroffenen Hautstellen als Erste-Hilfe-Maßnahme Schmerzen. Auch Kortisoncremes und -salben sind wirksam. Hast du großflächige Verbrennungen oder sogar Brandblasen erlitten, solltest du damit unbedingt zum Arzt. Er wird die Phototoxische Reaktion dann wie eine Verbrennung zweiten Grades behandeln.

Lichturtikaria: Nesselsucht durch Sonne

Sehr selten tritt die Lichturtikaria (Urticaria Solaris) auf. Sie ist mit Abstand die gefährlichste Art der Sonnenallergie und betrifft meist, aber nicht ausschließlich, junge Menschen um die 30. Frauen sind häufiger davon betroffen, als Männer. Schon nach wenigen Minuten kommt es dabei durch den Kontakt zwischen Haut und Sonnenlicht zu Rötungen, Jucken und einer Urtikaria, umgangssprachlich Nesselsucht genannt. Diese äußert sich durch Quaddeln auf der Haut. Wenn sich die Lichturtikaria großflächig ausbreitet, kann es zu einem lebensgefährlichen Kreislaufschock kommen. In diesem Fall solltest du umgehend die Rettung alarmieren! (Telefonnummer Rettung: 144)

Welcher Arzt bei Sonnenallergie?

Grundsätzlich kann auch der Hautarzt eine Polymorphe Lichtdermatose, also der gängigsten Sonnenallergie, behandeln, indem er kühlende und/oder entzündungshemmende Salben oder auch Medikamente verschreibt. Manchmal ist es jedoch nicht eindeutig, ob es sich bei einem Ausschlag um eine Sonnenallergie handelt, oder nicht. Hier empfiehlt sich der Gang zum Dermatologen. Auch wenn der Verdacht auf eine Photoallergische Reaktion besteht, sollte ein Hautarzt überprüfen, ob dieser Verdacht zutrifft und durch welchen Stoff diese verursacht wird.

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